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LanguGöns il a. Orten hatten sich zur Hebung eingcfunden und genossen ein interessantes Schauspiel.
** Schuhmacher-Versammlung. Man schreibt uns: Am Sonntag nachnlittag fand im Casä Ebcl eine äußerst üi> teressante Versammlung des Vereins der Schul,machermeister von Gießen statt. Zu ihr war eine sehr stattliche Zahl Schuhmacher- meister von Gießen und aus bei: Umgebung erschienen, ein Beweis, daß das Interesse für die jetzige Zage dieses Geschäftszweigs mächtig erioacht ist. Hofschuhmachermeister Schmitt-Mannheim legte in gut durchdachtem Vortrag die Ursacl)cn der enormen Rohstoff- und Zederverteuerung klar. An Hand praktischer Bei- piele zeigte der Redner, mit welch geringem Nutzen der Schuhmacher heute zu rechnen hat. Alle Schäden und Mängel wurden in anregender Weise gegeißelt und der Beifall aus der Mitte der Versammlung bewies, daß es allen aus dem Herzen ge- prochen war. Ter Aufforderung des Redners, eine allmähliche Besserung der Verhältnisse durch eine gute Organisation herbei- zusnhren wurde in der Ausspracl>e lebhaft zugestimmt. Für d,e noch fernstehenden Kollegen wäre es sehr zu empfehlen, sich der Organisation anzuschließen, die dann durch ihre Vertreter in der hiesigen Handwerkerzentrale ihre Wunsäze und ihre Bedürsn.ue
tunbgeben lassen tarnt. ~ £
** Von den Wandernden. Im Februar kehrten in der Herberge zur Heimat im ganzen 1503 Gäste (gegen IG 13 im gleichen Monat 1909) ein. Von den beherbergten Leuten nahmen 883 (1142) Untcriunft gegen Arbeitsleistung an, 620 (471) waren Selbstzahlcr. — Offene Stellen wurden 42 angemeldet, von denen 37 beseht wurden und zwar 28 durch Handwerker und 9 durch ungelernte Arbeiter.
" Gießener Polizeihunde. Vor einiger Zeit
tuurbc der Polizeihund deö Schutzmanns Neuz dazu benutzt, um in Vilmar an der Lahn die Spur eines dort vermißten alten Mannes zu ermitteln. Der Hund verfolgte die Spur bis an die Lahn, so daß vermutet werben tonnic, daß der Mann in die Lahn gegangen fei. Diese Vermutung hat sich jetzt bestätigt. Stach einer hierher gelangten Nachricht ivurde die Leiche bet Balduinstein gelandet.
Ä a d N a u h e i in , 9. März. Bauunternehmer Mörschel hat nom Staate ein größeres Grundstück aus vorerst ztvanzig Jahre gepachtet und darauf eine Autohalle errichtet. Am 15. März wird schon das Badehaus VI eröffnet werden, da schon viele Kursremde anwesend sind.
L. Friedberg, 9. März. "Nach der Statistik der städtischen Botts bad er gilt der Monat Februar als der schlechteste des Jahres in Bezug auf Besuch und Einnahme. Eine Ausnahme ist hier in Friedberg zu verzeichnen. Der Februar hat 2936 Bäder für Herren und 1438 für Damen gebracht.
Worms, 9. März. Nach einer Mitteilung des ^Oberbürgermeisters Köhler in der letzten Sitzung der Stadtverordneten, wirb im nächsten Steuerjahr die Gemeinde- steuer um 4 G Prozent erhöht werden. Die Versammlung genehmigte dann den Plan zur Errichtung eines neue n Schlachthauses, für das 1 433 800 Mark bewilligt wurden. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde Regierungsbaumeister Hüter von Offenbach zum Stadtbaumeister gewählt.
w. Off st ein, 9. März. Heute früh ereignete sich hier ein F amitiendrama. Der hiesige Bahnhofsvorsteher und Vorstand der süddeutschen Eiseubahustrcäe Worms-Ofsttem, G r ä - her, hat heute früh stch, seine Frau und drei seiner blinder mit Sublimat zu vergiften v c r s u d, t. Die Frau ist tot. Gräber selbst wird kaum mit dein Leben davon kommen. Die blinder können als gerettet betrachtet werden. Gräber besaß 13 Kinder, von denen noch 10 am Leben lind. Die drei jüngsten wollte er mit in den Tod nehmen. Die Ursache der traurigen Tat ist in un- erauicllichen Familieuverhältuiisen zu suchen.
W. A u e n D ft e r n , 9. Mrz. Heule abend verinigluctte aus dem Wege nach Gießen, kurz vor der Kreuzung der Biebertalbahn mit den Schienen der Bahn Lollar-Wetzlar, der 65 Jahre alte Kutscher Will). Bo na r ins, der seit 13 Jahren im Dienste der Weiuhaiidtuug Gebr. Sdjwan tätig ist, dadurch, daß seine Pferde vor dem hinter dem Fuhrwerk herfahrenden Zuge der Biebertalbahn scheuten. Der Kutscher wollte anscheinend vom Fuhrwerk abspriiigeu, kam aber unter die Räder seines Wagens, die über den Körper weggingen, so daß dem allen Mann 2 Rippen ge- vrochen wurden. Bonarius hielt mit seinem Fuhrwerk längere Zeit vor der Wirtschast der Witwe Duill, hätte er noch Wenige Minuten ab gewartet und den Zug der Biebertalbahn, bet ebenfalls aus Abendstern hielt, voranfahren lassen, so wäre das Unglück vermieden worden.
X Battenberg, 9. März. Bei der Vergebung der Oberbauarbeiten auf der Strecke R a n m land — Berleburg- Allcndors betrug die 'UlinbcflfoLbcrnng 56 029 Mk. und die höchste Forderung 131590 Mk. — Vorgestern kam bei dem Bahnbcm der 35 Jahre alte Arbeiter Jalobi aus Allendorf dadurch ums Leben, daß ein Mippioagcn au
ihn stürzte.
fc. 11 s i n g e n , 9. März. Die G c m eind e j agd von Rod am Berg wurde für 1300 Mark Jahrespackst an Heimen Kommerzienrat Gai! in Gießen verpachtet. Der seitherige Pachtpreis betrug 600 Mart.
** Klei n c Mitteil u n gen a u s H e f s c n n n d d e n Nachbar st ante n. Zu dem ui Ar. 52 abgebrudten Bericht über das B ü r g c r m c i ft e r jnbilä u m in Holz h c i m sei aus Wunsch ergänzend miigeteilt, daß der Gesangverein „Gintracht" die Feier durch den Vortrag mehrerer Vice er verschönte. - In Sieb cti s I) a u s e n soll ein Kind an spinaler .K inder > 1 ä l) m ii n g erkrankt sein. In R a u s eh e n berg feierte Amts, m richte rat Geh. Iustizrat Ameln ng sein öüinhriflee. Dienst- jubilüiim. Il)m wurde der Kronenorden 3. Ml. verliehen. Zn Mi oft er Haina wurde ein feit einigen Tagen vermißter Landbriefträger erhängt lUlfgesunden.
Gcrichtsdacvl.
M ainz, 9. Marz. (Schwurgericht.) Der Schlosser Friedrich Fell) aus Weisenau halle am 25. August v. Fs. aus der stiheinstraße in Mainz seine frühere Geliebte, die Brosts tinerte 23jährige Christina Muller von Mainz am Hellen
Tage durch einen Messerstich ins .Herz getötet. Das Schwurger chr verurteilte ihn, nachdem die Geschworenen die Sclnildsrage auf Totschlag bejaht und mildernde Umstände verneint hatten, zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
Thorn, 9. März. Zm Verfahren gegen den Grafen Pfeil ivurde um ,1/<7 Uhr heute abend das Urteil vom Kriegsgericht der 35. Division gefällt. Gras Pfeil wurde von der Anklage der Verleitung zum Meineide in acht Fällen und von der Anklage einer verleumderischen Beleidigung f r c i g e s p r o ch e i und das Verfahren eingestellt.
Lustfchisfcchrt.
Frankfurt a. M.^ 9. März. Der Finanzausschuß der I u t c r n a t i o n a t e n L u f t s ch i f f a h r t s A u s st e i. luug hat in feiner heutigen Sitzung beschlossen, auf die Garanti-e-Zeichnungen einen Teil mit 20 v. H. einzurufen. Die endgültige Schlstßabrcchnung bleibt noch Vorbehalten, da sie wegen einer Reihe von Prozessen erst in einigen Monaten ftattfiuben kann.
Hiinit nnd Wificidd?atL
** Pearh erhält feine Auszeichnung, bevor er dem zuständigen amerikanischen Ausschuß unzweifelhafte Bewei'c geliefert hat. Diesen Beschluß teilt uns die folgende Drahtnachricht mit:
Washington, 9. März. Der Unterhausausschuß der Marine-Kommission des Kongresses hat beschlossen, Peary nicht auszuzcichnen, bis er weitere Beweise für die Erreichung des Nordpols vorgelegt hat.
Handel.
th. Gießen, 9. März. Der Handel in Heu und Stroh auf Oswalds-Garten hat in den letzten Tagen, trotz Inapper Zufuhren, einen kleinen Preisabschlag erfahren. Bezahlt wurde für Heu 5,30 Mark, für Stroh 3,10 Mark und für Handdrusch 3,80 Mark der Zentner.
* Berliner Hypothekenbank, Aktiengesellschaft. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, gelangt die für das Jahr 1909 festgesetzte Dividende von 6»/- Prozent von heute ab zur Auszahlung. .Die am 1. April 1910 fälligen KtoponS der Pfandbriefe werden bereics vom la. März er. ab eingelüst.
Amtlicher Wetterbericht.
Wetteraussichten m Hessen am Freitag Dem 11. März 1910: Zeitweiie wolkig, strichweise leichter Stegen, sehr mild.
Ortginal-Drahtineldnirgen.
Aus der Zweiten Seifischen Kammer.
R. B. Darmstadt, 10. März. Die Zweite Kammer cr- ledigte heute die noch ausstehenden Kapitel vom Voranschlag bc> Ministeriums des Innern mit Ausnahme deö Fonds für äf|cnt> liehe und gemeinnützige Zwecke. Bei dem Mapitel Aufwendungen für einzelne Zweige der Landwirtschaft regte Abg. Raab ^Soz.l eine Avanderung des WildschadensgesetzeS an. Auch Abg. Brauer (Bbd.) hält dieses Gesetz für verbeiserungsbedurftig. Ter Minister des Innern von H o m b e r g k zu Vach sagt zu, daß bei der Reform ber Verwaltunasgesetze die Frage behandelt werden solle. Abg. M o l t h a n (Zentr.) fordert von der Regierung eine energische Belämpsung der Rebschädlinge, und Abg. Eiba ch (fortschr. Volksp.) fordert die Einstellung größerer Mittel für die Belämpfung des Heu^ und Sanerwurms. Landesökonomieroi Müller legt die Gefichtspunlte bei der Bekämpfung der Reb schädlinge näher dar. Mit den Maßregeln zur Bekämpfung der Reblaus habe man mehr Erfolg gehabt, wie mit der Bekämpfung des Heu- und Sanerwnrms.
Das Hans beginnt sodann die Beratung des Iustizhaushaltt-. Ter AilSschußberichterstatter Abg. Dr. Gulflcisch rügt die zu lange Wartezeit der Assessoren und Referendare und wünscht größere Verbreitung der Stenographie bei den Gerichtsschreibern.
Abg. Dr. Winckler (All.) bespricht hauptsächlich örtliche Verhältnisse an den Mainzer .Gerichten.
'2>ic Sitzung dauert fort
Darmstadt, 9. März. Weitere Entlassungen von nicht etatsmäßigen Bau beamten — mar spricht von 25 — sollen bevvrfteheu; in den betreffenden Kreisen herrscht begreifliche Aufregung, da Leute zur Ent lassnng kämen, die vor 12 Jahren die Staatsprüfung ab gelegt haben. Für die Beamten tritt noch eine besondere Schädigung hinzu. Seither wurden sie als Beainle im Sinne der Alters- und Invalidenversicherung angesehen und waren von Beiträgen hierzu und zu der Kranken lasse befreit. Treten sie nun in den Privatdienst über, so müssen sie Marlen Heben. Bekanntlich geben aber 200 Beitragswochen oder zirka 4 Jahre erst den Anspruch aus Rente. Die bisher jahrelang im Staatsdienst befindlichen Bediensteten sind sonach nach ihrer Entlassung int Falle eines Unfalls auf einige Jahre ohne Versorgung. Auch bei einem später eintrerenben Unfall würde die Rente um die beim Staat verbrachte Zeit gekürzt werben, falls nicht die Regierung für diese Zeit eintritt.
Mainz, 10. März. Der Student Racke !>'r zu Weih nachten 1908 seinen Vater und drei seiner Geschlvister ermordete, und der sich gegenwärtig in der Irrenanstalt Alzeh befindet, gehl dort einem raschen Ende entgegen. G e h i r n e rwei ch n n g soll feine baldige Auflösung Herbeisiihren.
Wien, 10. März. Bürg e. r m eiste r Lueger ist heute vormittag kurz nach 8 Uhr gestorben.
Lemberg, 9. März. Im Torfe Sivieeieze brach ein Brand aus, der das ganze Dorf ein äscherte Ter Bauer Baronsli rettete sich mit seiner Fran und fünf Kindern durch einen Sprung an* dem Fenster. Alle eilten jedoch wieder in das brennende Haus zurück, um das Geld in Sicherheit zu bringen. Alle s i e b e n P e r f o n e n wur den später als verkohlte Leichen gefunden.
Paris, 10. März. Auf dem B erg arbeit er ko n ■ greß in Albi wird gegenwärtig der Plan erörtert, einen großen nationalen A r b e i t e r v e r b a n ü zu gründen, der alle irgendwie mit der Bergwerksindustrie zusammen hängenden Arbeiter umfassen soll.
Selz er säuberte sich sich zunächst von hem Bluts, er erhielt ton ber Scktoid Kleider r Ines verstorbenen Mannes, b.e er anwg, tzuäl'ceitd er leine MLeiter in entern Bündel verschnürte. Nachdem 500 Nark erhalten, verliest er die Mord stelle.
Tie Scheib hatte 2cLur in einem vor datierten Testament als (hb, ii cinniicbt; sie versuchte sich noch in der Pdordnacht mit ilyicn beiden Mtnberu bnrd: umzubiingen.
3<l,!,vr iiniroe am I I November in Hei del berg verhaftet. Der Angellagi? seinebt alle schuld auf die vor^ einigen,Wochen un Unte'jucl'ungsgefängni-.' verstorbene Willre Scheid. Er ln-hauptet, v) In he hei dem st st ort- iw 51 rüget bex Seite id, die den stAord mts- siil.i t hohe, mit her stellrisckMN Taschenlampe geleuchtet.
lie Verhandlung dürfte Freitag nacht ober oamtitag boi> miltag zu Ende gehen.
2lii5 Staöt nnd Caitö«
Gießen, 10. März 1910.
*• In Audienz empfangen wurden vom Größter zog gestern u. a. Pfarrer Schönemolf von Burg- gräfenrode und Diedizinalrat Dr. 9!edel von Friedberg.
"Aus dem AUlitärwocheublait. v. Goßler, Gen. der Inf. und Gouverneur von Dlainz, in Genehmigung seines Älbfchiedsgesuchcö mit der gesetzlichen Pension zur DlSp. und gleichzeitig ü 1. s. deö Kaiser Franz Garde-Gren.-RegtS. ,Nr. 2 gestellt. Graf v. Schlieffen, Gen.-Lt. und Slom* mandeur der 5. Div., zum Gouverneur von Btainz ernannt, (s-eneralleutnant Petzel, Kommandeur der 33. Division (in Metz) in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit Pension zur DiSpos. gestellt. General Petzel gehörte von 1898 bis 1900 dem Insanterle-Regnnent Kaiser Wilhelm Nr. 116 als Oberstleutnant beim Stabe an.
' Volkszählung. Warf) einem Beschluß des Bum desrats findet am I. Dezember d. I. die alle ifünf Jahre fällige Volkszählung statt, bei der die ortsanweseude Berät lerung, (bte Gesamtzahl der in der Nacht vorn 30. sJlo- v em der auf den I. Dezember ständig oder vorübergehend anwesenden Personen) festzuftellen ist. Gegenüber den letzten Voltszählungen, wird die Erhebung diesmal erheblich eim facher fein. Die Fragen nach dem Geburls^ und dem Ar-^ beitSort, nad) dem Vortiegeic von Blindheit oder Taub • stummheit, sowie nach der militärischen AiiSbildaitg oder "'.ichtausbitoung her reichsangehörigen landslurmpsitchtigeu Männer bleiben in diesem Jahre weg. Lediglich Namen, Stellung im Haushalt, Geschlecht, F-auulienslMto, Alter, Reli- gionsbekemitnis und Staatsangehörigkeit werden diesmal seftgeftcllt. Den einzelnen Bntldesregierungen bleibt es überlassen, weitere Erhebungen ;u veranstalten. In allen deutschen Staaten soll mit der Voliszahlung eine Fest^ itcllnng der bewohnten und unbewohnten Wohngebäude und Der anderen zu Wohnzwecken bei tu tuen festen oder beweg iahen Baulichkeiten iSchiffe, ufm.i verbunden werden. Ob einzelne Regierungen über diese Mindestsordernngen des Bundesrates hinaus weitere Erhebungen über Wohnungs-^ verchältnisfe veranstalten werden, ist nocl) nicht betannt.
•4 B ü r g c r u c r e i n (4 i e ß c it. Gestern abend sprach iSchulrat Scherer aus Büdingen in 1A- stündigem Vortrag im Saale des Hotels Einhorn über „Die Einheitsschule, die Schule der Zukunft". Jede Zeil, so führte der Redner gus, hat ihre Bildungsideale, die sich aus den wirtschaft- tlchen, politischen und sozialen Zuständen heraus ergeben und mit deren Verschiebung eine entsprechende Veränderung erfahren. Während zu Anfang des 19. Jahrhunderts von Den 21 Millionen Bewohnern Deutschlands 18 Millionen "Ackerbau trieben, sind jetzt 42 Millionen im Handwerk und der JndustÄe besehäsugt und nur etwa 18 Millionen in Der LandwirlfciMt. Soll aber unser Voll im Wettbewerb mit anderen Nationen ebenbürtig lucrDen und feine Stellung Dalternb erhalten, dann muß es dementsprechend vorgcbildet .werden, stckcht „int Anfang war das ^vort," sondern „int Anfang war die Tat", das sei die Losung. Besonders das v n n st h a n d w e r t bedürfe der tatkräftigen Aushilfe, wenn »s nickst durch das Ausland erdrückt und bei Seite geschoben werden solle. Der junge Mensch müsse besser sehen, bewußter anffassen, künstlerischer arbeiten lernen. Der Grund ist in der 3d)ule zu legen, Die demgemäß umznbilden ist. Der MieDner schildert dann eingehend, wie in Den einzelnen Unterrichtsfächern zu verfahren ift, um Den Menschen durch Selbsttätigleit zur Selbfländigieil zu führen. Die nötige Zeit werde schon vorhanden sein, wenn alles Unbrauchbare und Ueberslüssige ausgeschieden und der Lehrplan ent- sprechend gekürzt werde Auf eine .'infrage ans Der Versammlung, wie e. zu ermöglichen fei, dem Handwerk, das so fetnver zu kämpfen habe, tauglichere Kräfte als seither zn.'-nsühren, erwiderte Der Referent, daß cs bei der seitherigen Unterrichtsweife kaum möglich wäre, die für das Handwerk geeigneten Kräfte herauszufinden, wie aber gerade die von ihm gezeichnete Arbeitsschule in allgemeiner Weife für do.v .' andwcrl norbilDe, ancb bei Den geistig begabten Schülern Lust und Liebe zmn Handwerk erzeuge und es ermögliche, Dem Handwerk geeigneten Nachwuchs zuzii iveisen, der Dann in planmäfjigcr Weise von den Meistern weiter ausznbilden sei.
Eine große m i l i t a r i s ch e Hebung fand gestern in bei Gegend von Mlein Lindeit, Hochel heim uiiD H ö r n s h e i m statt. Die. Garnison von Mar bürg, Butzbach und Gießen, sowie eine Abteilung Dragoner nahmen Daran teil. Die 116 er bildeten die rote Partei, pre Marburger Jäger und das I. Bataillon 168 er Die blaue Pur lei. Dir xtoig. v waren mit der Bahn im Gesechtsgelände iingeirmfen, ibi 116er marschierle.it über Klein Linden und Großen finden nun, .V'.örnsheim. Auf den Höllen um Horns beim, Hochelheim >'nd Lang-Göns entwickelte |icl) ein Gefecht. Um 1.10 Uhr begann Dci st'ugriff und um '.12 Uhr war das Gtsteckn aus Der i niobung Der Militärbehörde halten viele Schulen einfpcDiben, höhere Schulen aus Gießen und hi' <olr. libuleu mi - Lüinstlinden, Hörnsheim, Hochelheim,
Die Beknnntmgchung vom 4. Mürz 1910, bcir Lrhrkursu» für Anlage und Prüjuug von Blitzableitern, angeblich vom Gr. Äve»Sanlt Gießen herrtthrend, ift i durch eilt Mißverständnis unserer Druckerei eingerückt worden.
Gießen, den 10. Mär.; 1910.
Bering bco „Gießener Anzeigers^.
Bekantttmnchttng.
Wegen Ausführung von Maualarbcucn -g der Verbindungsweg ViUingen—Ulfa am Ortsau' gang biö zum 20. d. MtS. für den Fuhrwerksvertehr gesperrt. 1-168 Billingen, am 9. Aiärz 1910.
Groß!). Bürgermeisterei Billingen.
Rühl.
MönigL Obersörsterei Roßberg. Holzversteigerung
Louuabeud, 11). W.ärz, uon morgens 10 Uhr nb _iin Wald, guiommemumi tun Moimacker, aus Diüritl 15, in, 17, 18, 20, 23, <„ Ai zwischen Roßberg, Warnen und Wermertshausen:
\_Mdje; 10 Rm. ^dieii, 57 Mint Knüppel ,1
Buche: 9 * „ 38 M v
As vo 0,5 „ l ,, "
st-irtite. 8 Stämme mit 2 Fstm., 3 Derbstangon. 0,5,')tm. ^aicit, sowie nick" ausgesetztes Reiserhols von Etckie, Buche und Radelholz ilachenmeise.
Die Herren BiUgerrneister werden um Bekanntlnachung enudit.
Deutscher Hof
Morgen Freitag abend 1465
= Schlachtfest =
Morgens WcUfteijch mit Hraut,
Holzversteigerung.
Dienstag oeu la. März 1. 3. werden aus den Duwauial walddistriklen Alleberg der I-orstwartei Ulfa und Mlccrbcni der tyovinuQrtci Ralnrvd versteigert: n ....
Stamme: Eiche IV., \. u. VI. Kl. 12 St. — 5,10 p;nt, bidjh V. Kl. 5 S«. 2,33 Aul, Lärche V. Ml. 3 St. — 0,47 Am. 4?erb
stangen: Esche 13 St. — 0,48 Fw- Rutzkuüpvcl: 14 Rnr Flck'io Rutzreisig: !» Rnt. Fichte, 3 Rin. Lärche. Brcnubolz: »rheiicr Rin.: Bnche 287 1. ML, 144 11. Ml. Knüppel, Rm.. Unckie 351 l. ML 37 11. ML. Elche 170, Fichte 12. Knüppelrentg, Rm.. Buche '->> View. Reisig, Rm.: Buche 48.", 1. Durchforstung 702, Eiche ge>v 188, I. Durcknorstlmg 252, yidite 10 (in ganzer Lauge». Stücke, .'hm Buche 07 1. ML, 20 11. ML, Eiche 10.
Zusammenkunft vormittags 10'/, llbv auf dem Brandweg 111 Di st rüst Alleberg 3. Die blau linterstrichenru -Uennbolznummern kommen inchl Aiuu Ausgebvt, das zerstreut sitzende -'dolz wird nimi vorgezeigt. stiädere Auskunft durch dle Groich. Forftlvarte Zmiuiel in Ulm ulld Men er in Railirod.
Eichelsdors, den 7. März 1010. . ..
i^roßberzogllche Oversürslerel Eichelsdurf.
I. V.: K x n tz.
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