Erstes Blatt
160. Jahrgang
7 b Pf., viertel-
Die heutige^ Nummer umsatzt 10 Seiten.
Lissabon, 10. Okt. Das .Amtsblatt" ber neuen Re- rierung veröffentlicht einen auf ben alten portugiesischen Gesetzen eruhenden Erlaß über die Austreibung der Mitglieder ■ et Gesellschaft Jesus und aller Mitglieder der eligiöseu Kongregationen fremder Nationali- ä t. Tie portugiesischen Müglieder dieses Ordens, die aus diesem mitteten, werden zu ihren Familien zurückkehren, die übrigen wer- >en Portugal verlassen. Die Feststellung, welcher Nationalität eder .Einzelne angchört, liegt in den Händen des Ministers elbst.
zulösen, indem eS die ein! ihre Heimat entlaßt .und ' Diese Maßregel mag < erscheinen, nur wenn es zu'tril tuaal nicht nur jede VottZaus
DaS Eindringen in die Kloster.
Die Polizei traf Vorkehrungen, um das Volk an dem Ein- )ting en in die bedeutendsten Klöster und Kirchen zu ver- lindern. Der Trupp, dem es infolge der geringen Polizei-
Nr. »38
Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SlebenerLamiltendlätter, irocunal wöchenll.lircis. blatt für den «reir Sieben (Dienstag und Freitag); rweimal monotl. Landwirtschaftliche Settfragen yerusprech-Anschlüsse: für die Redaktion 118, Verlag u. Expedition 61 Adresse für Depeschen
Anzeiger «letzen.
Deutsch sozialer Parteitag.
Im Stadtparksaal in Kassel versammelten sich am Sonn» taa die Delegierten der deutsch-sozialen Partei unter Vorsitz des Abg. Liebermann v. Sonnenberg. Reichstagsabgeordneter Herzog sprach bann über die politische Sage und die kommenden Reichstagswahlen. Nach der „Franks. Ztg." führte er u. a. and; Wenn die Slenerhetze eingestellt werde, bann ergebe sich auch wieder die Möglichkeit des Zusammengehens in allen entscheidenden Augenblicken. Bleibe der Liberalismus so, wie er heute sei,
Lisenbahn-Ausstand in Frankreich
Paris, 10. Okt. Die Eisenbahnbedien steten der Nordbahn beschlossen in ihrer heute abend ab- gehaltenen Versammlung den Gesamtaus stand. Es heißt, daß die Parole abgegeben wurde, die Arbeit noch heute nacht auf allen Linien der Nordbahn einzustellen. Der hiesige Nordbahnhof wurde im Auftrage der Regierung oon Truppen besetzt. Wie verlautet, werden auch zur Bewachung der stbrigen großen Bahnhöfe der Nord- bahnlinie Gruppen ausgeboten werden. Von der Poli* zei wurden umfassende Vorkehrungen zur Verhinderung von Ausschreitungen getroffen. Die Oberstaatsanwaltschaft erhielt den Auftrag, sich zu den erforderlichen Amtsmaß« nahmen bereit zu halten.
macht gelang, in das Kloster Quel ha es ein&ubrina en, bestand aus einigen Fanatikern, welche die Möbel und die Gipsstatuetten zertrümmerten, und ferner aus Neugierigen und einigen Beutegierigen. Als nachts Schüsse aus dem Viertel der Santoskirche ertönten, hieß cs, sie seien von Ordensleuten abgegeben worden, die sich in der Kirche verborgen hätten. Man mußte die bewaffnete Macht herbeirufen, um die Kirche und die ihr benachbarte französische Gesandtschaft zu schützen. In der Stadt und in ihrer Umgebung dauern die Verhaftungen verkleideter Ordensleute fort, die sich auf der Flucht befinden.
Lissabon, 10. Okt. Gestern abend herrschte an bestimmten Punkten der Stadt eine gewisse Erregung über bte durch den Widerstand der Klöster hervorgerusenen Zwischenfälle. In den Hauptstraßen, wo Kavalleriepatrouillen patrouillierten, ist die Erregung besonders lebhaft. Vom Kloster Quel ha es wurde Lärm und Gesang gehört. Hier und da fielen Gewehrschüsse. Matrosen und Aivllgardisten, die in der Nähe der Mercedeskapelle von Schüssen empfangen wurden, drangen in die Kapelle ein, suchten aber vergebens nach Mönchen, von denen man, wie gemeldet wird, glaubt, daß sie durch einen unterirdischen Gang entkommen sind.
Heber Paris wird aus Lissabon gemeldet: Als die Truppen in das Jesutttenkloster Quel ha es eindrangen, waren sämtliche Ordensbrüder verschwunden. Man glaubt, daß sie sich durch einen vier Kilometer langen unterirdischen Gang gerettet haben, der ihr Kloster mit bem von Carnceli verbindet. Die Truppen und Feuerwehrleute verfolgten die Mönche durch den unterirdischen Gang, dessen Augaang durch eine eiserne Türe abgesperrt war, die sie nicht zu öffnen vermochten. Es heißt, daß solche unterirdischen Gänge auch die andern Klöster miteinander verbinden.
Die provisorische Regierung soll beabsichtigen, sämtliche unterirdischen Gänge in Lissabon zu blockieren und die Jesuiten auf diese Weise gefangen nehmen. Diktator France soll im Automobil nach Spanien entkommen sein, um so seiner Verhaftung zu entgehen.
Die abgefetzte Konigkfamilie.
Gibraltar, 10. Okt. Der italienische Kreuzer „Regina Elena" ist hier eingetroffen; er wird die Königin Maria Pia und den Herzog von O p o r t o an Bord nehmen, um sie nach Italien zu bringen. König Manuelund die Königin Amelia entschlossen sich nach England zu gehen.
Die Ausweisung der Grden aus Portugal.
Nach dem Beispiel Frankreichs und Spaniens geht nun nrch das neue Portugal daran, die zahlreichen Kongregationen, dre sich auf fernem Boden eingenistet hatten, auf- , nheimischeu Ordensmitglieder in > dre fremden des Landes verweist, auf den ersten Blick recht hart daß diese Orden in Por- fklärung verhindert, sondern , , .. k. Politik in einer Art und Weise
ungemischt haben, tae ixe Regierung zu allerlei Handlungen Mang, so wird man sie entschuldigen müssen. Was bisher über die Gegenwehr der Oroensleute und die Maßregeln gegen sie berichtet wurde, ist im einzelnen noch ungeklärt. Namentlich ist es ungewiß, wessen Schuld die ;emeldeten blutigen Vorgänge zuzuschreiben sind.
Wieviel OrdenSleute bisher in Portugal ansässig waren urd über welche Reichtümer sie verfügten, läßt sich im Lugenblrck nicht genau feststellen. Namentlich scheint der Jesuitenorden, trotzdem chn der große Pombal im Jahre 1759 aus Portugal ausweisen ließ, es in den seitdem verflossenen 150 Jahren mehr als jeder andere verstanden ju haben, im Lande des Tejo zahlreiche und wohlfun- üerte Ordensniederlassungen zu begründen, so daß es ver- lündlich ist, daß seine Ausweisung jetzt im Mittelpunkt 'es Interesses steht. Der Präsident der provisorischen Re- ;ierung, Teofilo Braga, greift jetzt auf die aus der Zeit pombals stammende nationale Gesetzgebung zurück, nament- ich was die Jesuiten anbelangt, die Pombal damals auf 9nnrb dieser Ausnahmegesetze schonungslos aus Portugal mb seinen Kolonien, und zwar unter Konfiskation ihres Ägentums, ausweisen konnte. Und zu diesen Gesetzen .ommen nach zwei Dekrete aus den Jahren 1834 und 1864, tach denen in Portugal gesetzlich überhaupt kein Mönchs- rder Nonnenovden bestehen darf. Eigentlich erst auf Grund .administrativer Toleranzen" und zwar besonders kraft -ines 1901 erlassenen Edikts konnten sie sich allmählich triebet einrichten. Aber die Toleranzedikte sind niemals >om Parlament gebilligt worden und haben daher keine Gesetzeskraft erlangt. Wie sie die königliche Negierung \ elbständig erließ, so glaubt sie jetzt die republikanische ' trieber aufhebeu zu können. Die Güter der Jesuiten wer- en auf Grurrd der Pombalschen Gesetzgebung kurzerhand - onfisziert, während über die der anderen Kongregationen ach französischem Muster zunächst ein Jnventari>ierungs- erfahren eingebettet wird, um ihren Ursprung zu prüfen, oorauf dann später die Regierung dem Parlament ge- ignete Maßnahmen zur Liquidation des Klostervermögens orschlageu wird.
DienStag 11. Oktober 1910
Gietzener Anzeiger
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Der Ausstand der Werftarbeiter noch nicht völlig beendet.
Hamburg, 10. Okt. Die Einstellung der crusstän- digen Werftarbeiter vollzieht sich nicht so glatt, tote man erwartet hat, da die Werften vorläufig nur einen gewissen antsatz sofort und den Rest nach und nach emfteUen ir. Der grüßte Teil der Arbeiter ist zurückgekehrt. Man glaubt in beiden Lagern, daß die Schwierigkeiten bald geregelt sein werden.
Während auf den Seeschiffswerften die Arbeit teils wieder ausgenommen wurde, fanden sich die Arbeiter in den Landdetrieben, die in einen Sympathiestreik ein* getreten waren, zur Wiederaufnahme der Arbeit nicht ein.
Kiel, 10. Okt. Die hiesigen Werftarbeiter beschlossen, die Arbeit heute früh nicht wieder aufzunehmen. Die einzelnen Gewerkschaften.sind heute im Laufe des Vormittags zusammengetreten, um gesondert darüber abzw-- stimmen, ob sie die Zugeständnisse der Werften für genügend erachten können.
Bremen, 10. Okt. Die ausständigen 'Arbeiter auf der Weserlverft und in der Norddeutschen .Armaturenfabrik nahmen «die Arbeit nicht auf.
Revolution in Venezuela?
Willemstad, 10. Okt. Wie aus Maracaibo ge* meldet wird, meuterten die Gefangenen des Sau Carlos-Gefängnisses und töteten mehrere Beamte. Unter derr Getöteten befindet sich ein Bruder des Präsidenten Gome^. Die meisten Gefangenen, die zu den airg eschensten Aw- bängern der Parte: des früheren Präsidenten Castro gehören, sind entkommen. Man befürchtet den Ausbruch einer revolutionären Bewegung.
Deutsche» Lteich.
Aus (Sabinen wird gemeldet: Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise sind am Montag vor« mittag 8Vt Uhr abgereist Die Kaiser-Familie ist am Dtontag abend auf Station Wüdpark eingetroffen und begab sich nach bem Neuen Palais.
Der Reichskanzler ist nach Berlin zurückgekehrt
Die Jankschen Reichstagsgemälbe, bte früher die Wände des Plenarsitzungssaales des Reichstags bedeckten (das Mütelbild stellt den Ritt König Welheims über das Schlachtfeld von Sedan vor), auf Vorschlag der Ausschmückungskommtsston aber wieder entfernt worden waren, haben jetzt im großen Schreibsaale des Reichstags im Obergeschoß eine bleibenbe Stätte gefunden. Es ist ihnen besser ergangen als den Stuckschen Fresken.
Ausland.
Aus Wien wirb gemelbet: Staatssekretär von Kider- len-Wächter besuchte am Montag vormittag ben beufichen Botschafter und hatte mit ihm eine längere Unterredung. — Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter wurde Montag nachmittag in halbstündiger, besonderer Audienz vom Kaiser empfangen; darauf stattete er bem Grafen Aehrenthal einen längeren Besuch ab. Abends reifte der Staatssekretär nach Berlin.
Nach ben neuesten 9kachrichten ber Pforte werden die Ver- hanblungen wegen bet Kotierung der türkischen Anleihe an ber Pariser Börse durch die türkische Botschaft fortgesetzt. Die Aussichten auf eine Verständigung sollen besser sein als in der letzten Woche.
Wie „Sabah" meldet, sind zu den türkischen Herbst-. manövern auch die türkischen Milttärattachos in Wien und Berlin eingeladen; dieser soll nicht mehr nach Berlin zurück« kehren. „Sabah" bementiert bie Meldungen, nach welchen die Pforte wegen des Ankaufes von Kriegsschiffen verhandele. Die nach Europa abgereiften drei Marineoffiziere sollen den Ankauf von Transportschiffen besorgen.
Vie Begründung der Berliner Universität.
Das Heim der Berliner Universität träat die Inschrift; Jniversitati literariae Fridericus Guitehnus III. rex. ä Diese Inschrift hatte Clemens Brentano in den Versen redeutet;
> „Der Ganzheit, Allheit, Einheit,
t Der Allgemeinheit,-
Gelehrter Weisheit, Des Wissens Freiheit Gehört dies königliche HauS!"
Das war beinahe die einzige Kundgebung bei der Er- >ffnung der Universität gewesen. Nachdem das erste Vor- esungsVerzeichnis herausgegeben worden war, das von 53 >rdentlichen und außerordentlichen Professoren, 14 Prioat- wzenten und 5 Lektoren der neuen Sprachen 116 Vorlesungen verzeichnete, nachdem durch eine Kabinettsordre vom -?■ September der erste Rektor, der Jurist Schmalz, und ue ersten Dekane, Schleiermacher, Biener, Hufe- and unb Fichte, ernannt worden waren, versammelten ich auf die Einladung des Rektors hin di,e Dekane und nehrere ordentliche Professoren am 10. Oktobör, nachmittags V Ufjr, zum ersten Male im Universitätsgebäude. Nach “ mer Ansprache des Rektors wurden die Professoren ver- ribigt und der Senat für konstituiert erklärt, sowie eine ^enatsordnung beschlossen. Nach fünf Tagen begann Hufe- 1 and seine Vorlesungen und Uebungen, 21. Oktober vlgte ihm Fichte, am 29. die Mehrzahl der Professoren.
Ter Wunsch, in der preußischen Hauptstadt eine Unb- 'ersität zu begründen, war nicht erst durch den Zusammen- »ruch des Jahres 1807 wach gerufen worden. Dre Reihe 1 totl Anstalten der Wissenschaft und des Unterrichts, deren 4 'A die königliche Reschenz im Laufe eines Jahrhunderts ■» geworden war und die besonders unter Friedrich Wil- )elm III. sich sehr erweiterten, die große Zahl der in Berlin vorhandenen Gelehrten — wenn sich unter ihnen auch ramals teiner ersten Ranges befand — das zunehmende vudungöbedürfnis der Bevölkerung läßt diesen Wunsch be- , Reiflich erscheinen.
Der Zusammenbruch des Landes brachte die Angelegenheit der Universität vorerst vorwärts. Cs folgt jetzt die Zeit, die man die der theoretischen Begründung und der prakttschen noch formlosen Eröffnung der Berliner Universität nennen könnte. Bis zum Herbst 1808 wurden dreizehn Briefe und Entwürfe eines UniversitätsunteA;ichts eingereicht.
Auf die Schriften, die weiter für und wider Berlin erschienen, können wir hier nicht eingehen, erwähnen müssen wir dagegen, daß schon in diesen Monaten formlos die Universitäts-Vorlesungen in Berlin beginnen; vielleicht können wir Fichtes „Reden an die deutsche Nation" die erste Berliner Universitätsvorlesung nennen; außer ihm lasen Schleiermacher, Schmalz, Wolf. Aber der Plan der endgültigen Begründung rückt nicht weiter, von Dstern 1808 scheint es, als schlafe er ein.
Noch war der Mann nicht in die Regierung gekommen, der aus den nun lang hin und her gewälzten Gedanken und Entwürfen die Tat werden lassen sollte. Am 19. Sept. 1807 hatte Friedrich August Wolf in einer Denkschrift die Zuziehung Wichelm v. Humboldts vorgeschlagen, weil von dem zeitigen Beitritt eines solchen Mannes so viel abhängt. Erst nach fast fünfviertel Jahren ging dieser Wunsch in Erfüllung. Ende 1808 übertrug Stein an Humboldt die Leitttng der Sektion für Kultur und Unterricht. Stetig und umsichtig arbeitete Humboldt an der Durchführung. Er ging im April 1809 selbst nach Königsberg, dem damaligen Sitz des Königs und der höchsten Behörden, und nun sehen wir, wie er den König zu bestimmen weiß, das Palais des Prinzen Heinrich, das nach dem Hinscheiden der Prinzessin-Witwe an ihn gefallen war, der Universität zum Geschenk zu machen. Fast humoristisch muten die Kämpfe mit den bisherigen Bewohnern des Palais an. Ernster und getoichttger sind die Verhandlungen über die Dotation der Universität und am 16. August wird durch Kavinettsordre die Errichtung der Universität und ihre Verbindung mit der Akademie und den übrigen wijjenschafttiLl)en JustitutLN. gewährt. Aus den
Domänengütern soll sie ein reines Einkommen von 150 000 Talern beziehen.
Ihre Tätigkeit begann die neue Anstalt vorläufig üti November mit einigen Vorlesungen: Schmalz las über römisches und deutsches Recht und über Staatswirtschaft,: Friedrich August Wolf über Aristophanes und die griechische Komödie, Schleiermacher über chrlslliche Sittenlehre und Hermeneuttk, Fichte über die Kunst des Philosophierens. Jetzt galt es vor allem, den Lehrkörper der neuen und neuartigen Universität — denn das sollte sie sein — Mgern ess en zu vervollständigen. Am 23. Mai 1810 konnte Humboldt seinen Generalbericht einreichen. Für den günstigsten Zeitpunkt der Eröffnung sieht ev>Michaeli 1810 an und fügt die ewig gültigen, mutig vorwärts weiserrden Worte hinzu: „Ein Staat tote ein Privatmann handelt immer gut mid polittsch zugleich, wenn er in einem Augenblick, lvo ungünstige Ereignrsse ihn betroffen haben, teilte Kräfte an- streng t, irgend etwas bedeutend Wohltätiges für die Zukunft zu stiften und an seinen Namen Mtzukrrüpfen". Wev. tere Vorlesungen begannen im Mai 1810, ebenso erfolgten weitere Berufungert, die Universität war eine Wirklichkeit, wenn sie auch rwch nicht amtlich eröffnet war. Humboldts Aufgabe lvar erfüllt, schon im Juni verließ er feinen Posten. Bis zum Oktober arbeitete die „Kommission zur Einrichtung der Uniberfitat" in mehr als 20 Sitzungen. Zu Anfang Juli wurde dann zuerst durch den Hamburgischen unparteiischen Korrespondenten der Oeffentlick)kett mitgeteilt, daß es der ausdrückliche Wille des Königs sei, die neue Universität zu Michaeli zu eröffnen. So war das schwere Unternehmen endlich geglückt, die neue Universität nahm chren förmlichen, offiziellen Anfang.
Der Beginn der Feierlichkeiten.
Berlin, 10. Okt. Tie offiziellen Veranstaltung gen zur hundertjährigen Jubelfeier ber Uniüerfität begannen beut2 Abend 6 Uhr mit einem Festgottesdienst im Dom. Das mächtige Gotteshaus war von einer glänzenden Versammlung, die überwiegend akademischen Charakter trug, zu der aber die städtischen und staatlichen Behörden, sowie das Heer ^err trete$ entlaubt hatten, bis. auf den letzten Platz gefüllt Ste


