Ausgabe 
7.12.1910 Zweites Blatt
 
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Haus verbracht, wo

Sachverständige

vernommen.

erhältlich

Auergesellschaft, Berlin 0.17

(Fortsetzung.)

TM Wiederherstellung der Oeiscntlichkeit, die während der Echilderimg der Anjeriignng der zu den Anschlägen verwendeten bomben ausge|chlos|en war, werden zunächst zwei

Srnw°h..er,°hl 643, davon finb 611" «Ä^TiGrbX» (iyuo. oio.j

Der Friedberger vombenanschlag vor den Geschworenen.

doppert hat den Bankdirektor Meyer 2 Tage Wäre untersucht. Das Gesicht war von Keinen Haut- M. hatte nicht die geringste Erinnerung, bei welcher Gelegenheit der Schuß, der im Kopf saß, gefallen sei. Bei der Verletzung l)at 2JL den Geruchssinn dauernd verloren Der Verletzte wird keinen dauernden schaden haben. Kugel ist unter dem Schädeldach nicht

Auf der Kirchweihe

zu Eifa kam es zwischen dem in Alsfeld bediensteten Knecht I. B. aus Bernshausen und einigen jungen Burschen aus tiia Zu einem Wortwechsel, bei dem der B., der eine Ohrfeige erhalten haben will, einem anderen Burschen mit seinem feftstehenden Taschenmesser in den Unterleib stach. Der lebensgefährlich Ver­letzte wurde von einem Arzt im Auto in das Alsfelder Kranke

m Arzt im Auto in das Alsfelder Kranken . - -- die Wunde verhältnismäßig schnell heckte.

Das Gericht diktierte dem bereits fünf Mal wegen Körperverletzung bestraften Angeklagten zwei Jahre Gefängnis zu, worauf ein Monat und eine Woche Untersuchungshaft angerechnet werden; ferner wurde das Messer eingezogen.

Der Gärtner. iseorg Laue m Frankfurt schildert die De. schädigung an der benachbarten Villa, an der 2 00 Scheibei, e n t zw e i waren. Der Schaden betrug an 300 Mk.

Der Dienstmann Brauer aus Homburg schildert, wie idm- Wingeß den Gang zum Bankier Mayer übertragen Hal- tvr Zeuge war a uch in Friedberg, um die Leiche des Wmgeß rekognoszieren; er hrnr dazu tedoch nicht in der Lage. w

Polizeikommissar Ludw. Weiß- Friedberg schilder:, wie bi? Explosion im Rathause stattgesunden hat. Er war im Dause und r kam ihm dabei vor, als wenn sich alles von unterst zu obnü kehrte. Er alarmierte die Feuerwehr, die die 16 Beamten bi? durch den Zusammenbruch der Treppe abgeschnitten waren' Leitern rettete. Wei ßschildcrt das 1738 erbaute Rathaus, da'^ QUJ 1 Meter starken Bruchsteinmauern aufgeführt ist. Als d.r Zeuap aus dem Rathaus hinauskam, hörte er, daß die Reichs bau' ausgeraubt sei und der Bankvorstand tot wäre & betrieb dann die bekannte Verfolgung des nach Ockstadt zu ent­flohenen Täters, der in die Enge getrieben sich einen tob lichen Schuß in die Schläfe beibrachte. Weiß gibt ein anschaulich^ Bild der Zerstörung des Rathauses und bemerkt, daß, wenn die drei vorhandenen Arrestzellen, die selten einmal leer such besetzt gewesen wären, die Insassen unrettbar den Tod gchmben hätten. Im Rathaus verkehren täglich 400500 Menschen, unh es ist fast als ein Wunder zu bezeichnen, daß durch das Attentat niemand ums Leben gekommen ist. Der Zeuge bat ermittelt daß Werner und Wingeß einige Tage vor und am £age per Tat wiederholt in Friedberg gesehen wurden.

Der Dozent Lentze - Friedberg bekundet, daß er bestimmt 5 Minuten vor dem Attentat das Rathaus betreten und den Angeklagten Werner am Treppenaufgang stehen gesehen habe Er habe etwa i/3 Minuten vor der Explosion das Gebäude wieder verlassen und hierbei den Wingeß beobachtet, der mit der Uhr in der Hand in der Nähe des Hauses gestanden habe.

Diese Bekundung steht im Widerspruch mit den Angaben des Werner, wonach er und Wingeß in einer Wirtschaft den Ersola ihrer Tat abgewartet hätten.

Der Vorsitzende Landgerichtsrat Schmidt weift den An- geklagten darauf hin, daß seine Angaben durch diesen Zeugen, der sich sehr bestimmt geäußert, als unglaubwürdig hingestellt werden Werner bemerkt, daß er infolge der langen Zeit sich der Er- eigniiie im einzelnen nicht mehr erinnern könne. Seines Wissens sei es so geraden, wie er angegeben habe.

Oberstaatsanwalt Lana richtet an Werner die Frage, ob es nicht möglich sei, daß er und Jein Genosse noch einmal nach dem Rathaus gegangen seien, weil vielleicht die Explosion zu lange gedauert habe. Der Angeklagte verneint dies.

Zeugin Guckelsberger berichtet, daß der Angeklagte und Wmgeß wiederholt in ihrer WirtschaftZur Reichskrone" eing» 22. Jirni brachte dieser einen schweren Koffer mit und bat, auf kehrt seien. Werner habe sich immer fein benommen. Am ibn acht zu!geben, damit nichts geschehe. Werner hat bann später den Koffer wieder abgeholt. Die Zeugin hat die beiden Leute nach dem Attentat auf das Rathaus, zur Reichsbank gehen sehen , Zeuge Grö ninger von Ockstadt hat Werner und Wingeß ans dem Felde Versuche machen sehen, seine weitere Bekundung - 0t phne Interesse, erregt aber die lebhafte Heiterkeit der Zuhörer, was der Vorsitzende entschieden rügt.

Sanfbeamter August Meyer- Friedberg erzählt, wie er am 22. 3unt seine Kaffe abgeschlossen habe und beim Zählen des Geldes vor dem Tressor stand, sei plötzlich ein Mannmiteiner Maske vor ihn hingetreten und habe ihm einen Revolver vor- A.ehaltem Er hält den Werner für Keiner, als den, der ihn übei- fiel Meyer schlug die Waffe beiseite, packte den Gegiler an« Halse und suchte ihm die M a s k e h e r u n t e r z u r e i ß e n. Hier­bei drängte Meyer den Fremden nach dem Vorzimmer. Dem Zeugen war es, als ob er schattenhaft noch einen zweiten Mann wahrgenommen habe, der im Vorzimmer war. Von da an hat der Zeuge keine Erinnerung an die Vorgänge. Es ist ihm nur |o schwach im Gedächtnis, daß er einige Schläge ins Gesicht erhielt. Er weiß auch nicht, wie urid ob er im Vorzimmer gewesen ist, er kam erst später wieder zur Besinnung, glaubt nicht zu irren, bafil ihn der größere der beiden Räuber bedroht hat. Er weiß genau, daß er bei dem Kampfe in die Höhe gefaßt ixibc, was bei dem kleineren Werner doch nicht nötig gewesen wäre' Trotz dieser Bekundung bleibt Werner dabei, daß er den AngrG auf den Bankvorftand unternommen hübe nnb daß Wingeß int Vorzimmer gewesen sei.

(Fortsetzung im 1. Matt.)

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 6. Dez.

Aus die schiefe Bah«

geraten ist der Handlungsgehilfe A. O. aus Lauterbach, der sehr cichtsinniß wirtschaftete und deshalb nicht auskam. Er unter- chlug, wie sich nach seiner Entlassung herausstellte, nach und nach etwa 1200 Mark. Ein Nachweis der Bücherfälschung war nicht zu erbringen, weshalb er in dieser Beziehung außer Ber- olgung gesetzt, wegen Unterschlagung aber zu 10 Monaten Ge- angnis, unter Anrechnung eines Monats und einer Woche Unter- uchungshaft, verurteilt wurde.

Se nen Mitarbeiter bestohlen

hat der bei einem Landwirt zu Groß-Karben bedienstete E. Z. aus St. Ludwig, indem er mit einer Uhr nebst Kette flüchtete. Wegen Diebstahls im Rückfall erhielt er 6 Atonale Gefängnis, worauf 3 Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen.

Wegen Tierquälerei

ging dem Landwirt L. K. III. von Homberg a. d. Ohm ein 10 Tage Haft zu. Infolge feines Einspruchs erhöhte das Schöffengericht die Strafe auf 3 Wochen. Er focht das Urteil an und bestritt, die Kühe geschlagen zu haben. Die Strafkammer kam zur Verwerfung der Berufung mit der Maß­gabe, daß auf die im Strafbefehl angesetzte Strafe zu erkennen sei.

Recht hartnäckig

benahmen sich der Schäfer P. L. von Nieder-Gemünden und bet Landwirt I. W. II. von Eichelsdorf. Der Hirte hat an verbotener Stelle geweidet, weshalb ihm ein Strafbefehl über 3 Mack und o Mark Schadenersatz zuging, und der Landwirt erhielt einen Strafbefehl über 4 Mark unter der Beschuldigung, er habe ohne vorherige Bestellung junge Bäume im Umherziehen verkauft Beide versäumten den Terulin zum Einspruch, weshalb die Urteile be­tätigt mürben.

Bei der Burgermeisterwahl

oll der Zimmermann P. I. V. zu Büdesheim im sozialdemo­kratischen Wahlverein den Metzger W. beleidigt haben. W. klagte

der Seelsorge beauftragen. Die Gemeinden erhalten einen I gefunden worden. Die Schußwunde war sehr klein^wid sah Lasten", d. h. eine Kaffe, aus der sie die notwendigen Aus- auffallend aus, dagegen wurden Quetschungen an der Nase gaben bestreiten können. Eine Musteranlage wurde das ieftgeftellt, durch die das Nasenbein verletzt worden war. Die ein­große Hospital in Hofheim, in dem alle Kranken getretene Blutung ist aus die Verletzung der Nase zurückzuführen, und Siechen, Blinde, Taubstumme, Krüppel usw. unter» mir z 0 mAfl $ ßrriebberg bat den Jungen behandelt, der gebracht werben. Besondere Fürsorge widmet der Land» E^omn wurde; et bat auch Bank-

f/vr-H «r n f tn * in an n r k»t rrt R» a u.. _ _ r. _,. . I brr et tot JJict)CT gleich nach dem Eintritt von dessen Verletzung

diatenanstalt ermöglichte eS begabten Lanbeskinbern, ohne die Verwundungen an der Nase rührten von Schußvei> pekuniäre Opfer sich in den genannten Berufen aus- letzunaen her. Der Knabe hatte eine Verletzung zwischen Nabel Lubilden. So wird Hessen ein Land, das auf dem Gebiete Blinddarmgegend, die von einem Schuß berrübrten. Der der Erziehung Großes leistet: ihr dient auch die Kon- Schußkanal ging durch den gaiuen Körper lstndurch, bis zum firmation, die als obligatorisch eingeführt wird. 2Benn I tam dem er einen Teil abgerissen hatte. Der Knabe

eS mich dem Landgrafen nicht vergönnt war, alle feine ^IaffcrL.nd? cutl9cn ^Lochen aus dem Krankenhause als geheilt großen sozialen Gedanken zu verwirklichen, so hat er doch Sodarw beaannen bi»

di- Entwicklung Hessens gerade in sozialer Ä-ziehnng au begannen »e

das stärkste beeinslußt, und von dem politisch ohnmächtig Gendarm SeSf, .

fÜr g-- dortif^P u I ® r ^abri^in ,we?Magazin^ ein gebrochen war, samte Deutsche Reich aus. sein Bildungswesen wird ge- und zwar hatten es die Diebe auf Zündschnur und Dynamit abge- radezu vorbildlich Dte klaren Ausführungen des Red- sehen. Die schweren Türen sind mit großer Gewalt, wahrscheinlich nerS fanden lebhaften Beifall. Gleiches gilt von den ge- mit Zuhilfenahme eines Stemmeisens erbrochen worden. Das sanalicheii Darbietungen des gemischten Chors des evan- war ganz von den Türen abaezwängt. Der oder die Diebe gelischen Arbeiter-Vereins und von den Instrumental-Bor- müssen durch Einsteigen in die Fabrik gekommen fein, wie vor­tragen von einzelnen seiner Mitglieder. Um beides hat ^^ene Spuren nackiwiesen. Es sind 30 Pfund Dynamit genommen sich Musiklehrer Gernhardt reichlich verdient aemnrfit werter haben Diebe Zündschnüre gestohlen. Die ge-

- Vom Alldeutschen V e?d a n d ^bTn Werkzeuge die zum Aufbruch der Türen Verwendung

, 45 Hnö ,roirb "NS ge- gejimbm haben, fand man vor. Es waren Hammer, Stemm-

schrieben: Superintendent "Iingemann, der am Freitao I eilen, Blechschere und Schraubenzieher. Der Zeuge hat erfahren, in CteinS Garten über die Westmarkenfrage sprechen wird, ist ^5^ der Angeklagte früher in der Pulver-Fabrik für seinen Vater der Stellvertreter der 1. Vorsitzenden (Rechtsanwalt Claß, der ^en Btttzabletter hergestellt hat.

xT DOX70)p,n x" des M. anschcianw ni'-^r W Tän« gBott ti« sJtoS M

deutschen Verbandes. S in Sondergebiet ist die elsa ß-! hat. Auf Befragen wurde ihm vom Polizeiamt die Mitteilung, da

lothringische Frage; in feiner Hand laufen alle all-! e^ eine Gasexplosion gewesen sei. Erft am kommenden Tage wurde

deutschen Angelegenheiten, die sich daraus beziehen, zusammen: gemeldet, daß es sich um ein Bombenattentat auf die Villa

b-ch Fühllmg nut sührenbcn Kräften ®lja6.fiotbr,n9enS

und die genaue Verfolgung der Presse und der Literatur oer- Zeuge schüdert an Hand von Photographien die Wirkung der

fügt Superintendent Klingemann über eine umfassende Kennt- Explosion. Die WahrnelMung, die der Zeuge in Frankfurt am

ni8 der ganzen Verhältnisse.' I machte, bewies, daß das Attentat auf das Rathaus in

fi*rri4 l Friedberg mit demselben Sprengstoff ausgeführt worden sein muß,

m K D-, U R «r-r, .e , . surr war das Quanchm des verwendeten Sprengstoffes in Fried-

«.Schotten, 6. Dez. Lehrer Wilk. Schaaf von berg zweifellos yrvtzer als in Frankfurt, daher erklärt es sich

hier, dec bereit- seit Jahren im Kreise Schotten wirkt, über- ^uch, daß die Wirkung am Rathausbau eine größere Zerstörung nimmt mit dem 1. April 1911 eine Stelle an der deutschen! h^vorgerufen hat. Einzelne Wände im Innern des Hauses waren Schule in Varis foer Srhnnf mnr frühor in um geworfen oder versetzt. Es war, wie vorgelegte Photographien

bain tntirt unh inM mnhi tJ Archen- zeigen, eine teilweiie Verwüstung und Zertrümmerung der Innen-

ham tätig und eS laßt sich wohl kaum ein größerer Kontrast raume eingeireten. Das Treppenhaus wurde vollständig zer- in seinem ehemaligen und künftigen Wirkungskreis vorslellen, stört. Der Zeuge ist ber Ansicht, daß, wenn das Gebäude nicht hier das weltentlegene höchste Vogelsberqdörfchen. dort die 1° W gewesen wäre, es zusammengestürzt sein würde und dann verkehrsreiche Weltstadt an der Se.ne. H begraben Wtte* fef an bci

,,h mk-r,.^)che des Wmgeß Messungen vorgenommen und daraushm wurde

. . Dlarkenburg und Nheiuh.ssrn. I bei der Polizeilichen Zentrale festgestellt, mit wem man es zu tun

, d. Mainz, 6. Dez. Am Freitag wurde in Sind- hatte; durch die Leipziger Polizei erfuhr man, daß Wingeß und

11 n g e n bei Höchst a. M. beim Betteln der Arbeiter Lang- Warner in Verbindung gestanden haben.

ner verhaftet. Er machte sich dadurch verdächtig, den . Krtmlnalkommissar Brummund - Frankfurt a. M. bekundet Mord in der Uferstraße ausaefuhrt zu Huben, daß er dem tvesentlichen dasselbe über das Attentat in Frankfurt a. M. verhaftenden Gendarmen gegenüber die Bemerkung fallen des Kellers und der

lieft,Bettler könnt ihr feit nehm en aber die Mörder fnftt a Mayer mar Dorubergebenb behindert. Der

ihr laufen" ghrn stellte es firh he/nuA hnft Q n n n « » r F I ^buge hat die Effekten des »Loelbftniörders Wingeß in Friedberg

hPT Ä Lrf, pbraus, daß Lang n e rui durchlucht. Qn einem Notizbuch des Toten fand er Anhaltspunkte

der Mordnacht hier in einer Herberge gewohnt Hütte, aber dafür, daß die Friedberger Tat mit der in Franffurt a. 9JL im

öor y tthr morgens, als die Tat langst verübt war, die Her- Zusammenhang stand. In dem Buche fand man die Adresse und

berge nicht verlassen hatte. Seine Täterschaft kam deshalb Telephonnummer des Bankiers Mayer, auch der Entwurf eines nicht in Betracht. Der inhaftierte Bettler Blum soll lLrpresserbriefes wurde bei Wingeß vorgefnnden. Der Zeuge hat als Täter ebenfalls nick)t in Betracht kommen. Die Staats- krittelt, wo Wingeß und Werner die Waffen und Chemikalien anwaltsck-ajt hat zur Ermittelung des Mörders 5U0 Mk. ^"gekauft haben In der Wohnung Werners fand man eine Belohnung ausgesetzt. Ein 12iähriger Junge gma aestern ^siL.ahl sehr verdächtiger Gegeustände, u. a. eine Schließkette, mit Banlüoten in der Hand, über die SüM-rnran- ' ^n' I 66,1 rfeu3e1' berl Eindruck g-mach-,

Undekannter folgte dem Jungen nach und verjuchte, ihm ^Ibefn müii^ -^orbercuuugen M »eueren äonibcnattentatar kV kns ,Le " knoten zu entreißen, wo- Polizeitommissar Schl-ßbauer. Frankfurt a. <Di. schildert,

bei das Papiergeld zerrissen ging. Durch das Dazwischen- daß man den Knall von dem Attentat in der Villa Mayer meit treten eines alteren Herrn mit grauem Bart hat der Täter über das Stadtgebiet hinaus gehört habe. Jrn Hause waren die Flucht ergriffen. I Referendar Paul Mayer und drei Diensmiädchen anwesend. Der

"iT cne777-----1 6euge war sofort auf dem Tatorte. Der Schutzmann Klauß meldete

Vie ooerhe||t|a}en V01tS5ablUna$eraebniffe« dav er kurz vor der Explosion zivei junge Äiänner beobachtet

Kreis Gtciien ^ab^ als J^ter in Frage kommen könnten. Die Feuerwehr

srs:

-Äw. Ä- »««»x-

575) lioua. Werner angab, es habe ihn ein Schutzmann gestreift. Der Zeuge

Gemeinde Langsdorf. Zahl der Haushaltunaen 204 Ein- M Fahrrädern fortsahren sehen; wenige

wohnerzahl U23, davon sind 881 evangelisch, 7 katlZ)lisch, ^llär^ daf^W^ r^ r E stattgeftuiden Der Zeuge

raelttisch (ivoö Ü15) w eruait, datz Werner aus der VUla Mayer herauskam und ihn

Gemeinde Röthges Zahl der Hausbattunokm ^inß.eP* der größer war, stand ein ganzes Stück davon.

wohnerzahl 247, davon s.nd 246 eoangeusch. 1 lat^lifd, (1W5- der

lätrnw»raKgsgs*- - - - ^leis Büdingen. Klauß erklärt, es sei ein blauer oder schwarzer Jacketanzug

Gemeinde Eckartshausen. Zahl der Haushaltungen 146, yeweum- Der Verteidiger bemerkt, daß dies nicht stimme, bemi Einwohnerzahl 6/3, davon sind 651 evangelisch, 5 katholisch ,etn Klient habe einen Sportanzug getragen.

israelitiid). ^905: 630.) Kommissar Schloßhauer betunbet, daß Klauß ein vorzüa-

M k? 1 b k ber Daushaltungen 146, liches Auge hat -und seine ganze Person sehr zuverlässig >e^i

> lind 64b evangelisch, 3 katholisch, Der Angeklaate bestreitet, die Bombe in der Villa Mayer gelegt S b:0) o M k Ä ru haben. Lf Vorhalt des Oberstaatsamvalts, was er denn

I ß? b a r 4 Haushaltungen 28, Ein- dem Material, das er doch zur Bombenherstettung angesck)afft habe,

nwhnerzahl 163, davvn sind 160 evangeli|ch, 3 katl-vlisch. (1U05; We machen wollen, erklärt der Angeklagte, er habe nur Vorrat L- c » , . n I stt den Sachen haben wollen, es sei aber nur das eine Verbrechen

®enmnbe Ä c f e n r o b. Zahl der Haushaltungen 126, Eiw- ui Friedberg beabsichtigt geivesen.

wohnerzahl 632, davon sind 629 evangelisch, 3 katholisch. (190u: Zeugin Wittve Engler, die Wohmmgsvermieterin des Wer-

n t. «n o c - mw ,UIÜ) ^ngeß, in Frankfurt a. M.: Die beiden haben sich als

Gemeinde Ob er-Mockftadt. Zahl der oaushaltungen 148, Muller und Baumann ansgegeben; der eine wollte Chemiker ..... ............'der andere Apotheker gerotjen jein. Sie mieteten eine M-nIardL

jum Arbeiten und waren sehr viel auswärts. Sie sind am 18. oder 19. Juni zugezogen., Werner ging am 22. Juni wieder sart; er packte am Abend seine Sachen und reifte ab. Auf Befragen des Verteidigers erklärte die Zeugin, daß Wingeß bet» jeilige gewesen sei, dem sich der Werner unterordnete. Wingeß hatte etwas Befehlendes gehabt.

Bankier Mayer- Frantfurt a. M. betritt nun den Saal, l^r mar am -tage des Attentats zur Erholung in Homburg; ber Schaden, ber ihm zugefügt wurde, beläuft sich auf 800900 Mk. u?r schüdert bann, wie er, vom Spaziergänge kommenb, den er- presseriichen Brief vorgefunben habe. Er habe sofott einen Polizei- tommiiiar in Dornburg gerufen. Zwei Tage später traf mit Eil- boten der e na l i s ch geschriebene Brief ein, der ebenso wie der erste Bries nach Frankfurt a. M. an die Untersuchungs- behorde au3gchefert wurde. Die Polizei in Hornburg habe seine Wohnung überwachen lassen und zwar bis zur Klärung ber Sache.

a u e r in Frankfurt hat ein Anwesen in ber Nahe der Villa Mayer und bekundet, baß ihm durch das Attentat 2 6 Fen st er ich erb en zerstört worden sind.