Dermijehte».
*JrreunSe b'ej Sammelsports seien auf ben heu- ' tigen Montag aufmerksam gemacht. In jedem Jahrhundert gibt
12 aufernander folgende Jahre, in denen die Stempel auf den Postsachen, Ersenbahnsahrkarten u. a. drei gleiche Zah ' len (Tag, Vionat und Jahr des Jahrhunderts) aufweisen k ö n- n e n , wober allerdings von der Jahrhundertzahl nur die Zehner und bte Einer angegeben sind. Am 1. Januar 1901 KieK Pa i a: 01. 01. 01, -m 2. Febr. 1902 hich es also: 02 02 02 ufto Solinge aber eme von den drei Zahlen blass Emer darstellt^ allt die Gleichheit öfters fort, indem die Stempel dann auch schreiben resp. drucken: 1. 01. 01, oder 02. 2. 02, oder 3 3 03 Sobald aber alle drei Zahlen auch Zehner aufweiscn, müssen n orennal in einem Jahrhundert ganz gleich sein, nämlich am 10- Oktober, 11. November und 12. Dezember des entsprechendes Jahres; alw heißt es am heutigen Montag - 10 10 10 im nächsten Jahre einmal: 11. 11. 11 und 1912 einmal-' 12
~ Es wrrd heutzutage ja allerlei gesammelt sicher gibt es daher auch Menschen, die diese Kuriositäten unter hren Sammlungen aufnehmen; diese Sportfteunde feien darauf aufmerksam gemacht, den heutigen Montag nicht unbenützt vorübergehen zu lassen.
Kleine Taqcschronik.
k avb/ Ruhr wurde ein 16 jähriges Mädchen, das
dem Betrieb der Elektrischen Vergnügungsbahn zr^ sah, von emem Bur)chen aus das Gleis gestoßen und von einem herannahenden Zuge getötet.
aUlefet in Gedern ttand, hat em zehnjähriges Mädchen, das eine Stedjenaufga&e Nicht listen konnte, derart an einem Ohr gezerrt daß em Riß entstand, der durch einen Arzt zugenäht werden mußte Ferner hat er das Kmd mit einem Stock geschlagen, auch soll
es gegen eine Wand gestoßen haben. Bald darauf machten sich Anzeichen einer Gehirnerkrankung bemerkbar und das Kind verstarb nach einiger Zeit Die Sektion der Leiche gab keinen Anhalt dafür, daß die Gehirnerkrankung, an der das Kind Der- Itorben ist, auf bte Mißhandlung burch den Angeklagten zurück-» gUsühren fei, es handelte sich vielmehr um eine gerade auf der entgegengesetzten Seite befindliche Eiterung der Gehirnhaut die fchon bestanden haben muß, ehe die Mißhandlung durch den'An-! geklagten erfolgte. Als Todesursache wurde chronische Bereite- rung der Gehirnhaut feftgeftrflt, die wahrscheinlich tuberkulöser Natur war. Das Verhalten des Kindes, das sich in der letzten Zeit apathisch zeigte und häufig Zucken in den Gliedern ver- fpurte, auch manchmal beim Schreiben die Feder nicht mehr *u HAen imstande war, ließen auf das Vorhandensein einer putschen Gehirnkrankheit schließen. Trotzdem sind die Eltern 5uch die meisten Bewohner von Gedern der
ft?*' b«r ^d des Kmdes sei auf die Mißhandlungen durch ^uruckzuführen. Dieser bestritt, das Züchtigung^ h°bm. Die Verletzung an iLn Ohr dL
r>1ir baraur zurück,uführen, daß das Kind, als er es
Bttlebuna nnf Ü6.n f«ncn gestolpert sei, wodurch die Verletzung am Ohr entstand. Für das Gericht bestand kein'
Ä. )( Gießen> 7. Oktober.
Emen unwiderstehlichen Drang zum Stehlen
hat be^.Eisenbreher Fr. P. M. aus Langenargen in sich. Er kam mit zwei anderen .handwerksburschen in eine hiesige Wirt-
ft- Nachdem er gegessen und getrunken hatte, ging er in den ersten Stock, schloß mit dem neben der Tür hängenden Schlüssel das Schlafzimmer des Wirts aus und nahm eine mit Urkunden und. Sparka,sebüchern gefüllte Kassette. Als er mit der in Papier gebullten Kassette das Haus verlassen wollte, trat ihm der Sohn des Wirtes entgegen und es entspann sich eine Rauferei, bei der er den Wirtssohn mit Fußtritten bedachte und dann flüchtete. Nach kurzer Verfolgung wurde der Angeklagte verhaftet und in oas EMails eingeliefert, wo er einen falschen Namen angab, weshalb er auch wegen intellektueller Urkundenfälschung angeklagt wurde. Ein Selbstmordversuch und seine Angabe, er sei Epileptiker, .^aben Anlaß ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen $u taffen. Den Diebstahl will er in einem epileptischen Anfall in geistiger Umnachtung ausgeführt haben; er habe den herankommenden Anfall gefühlt und habe sich einen Platz aufsucheni wollen, wo er ungestört hätte sein können. Einen Anfall hat der! Angeklagte wahrend seiner Internierung nicht gehabt, doch läßt! seine vernarbte Zunge auf das Vorhaiidensein von Epilepsie schließen. Er war schon m einer Irrenanstalt untergebracht und ist als geistig minderwertig, jedoch nicht geisteskrank entlassen worden. Er ist arbeitsscheu und sttehlt, sobald er sich in Freiheit befinbet Unter Tränen bat er, das Gericht möge das Todesurteil über ihn verhängen, da er doch nichts tauge und sobald er bte Freiheit erlange, boch mieber stehlen müsse. Der Sachverständige hielt ben Angeklagten jtoar für geistig minderwertig, doch ist er für sein Tun verantwortlich zu machen. Die vorliegenden Straftaten hat er Nicht m geistiger Umnachtung verübt, da er
an die Einzelsälle erinnern kann. Unter Einbeziehung einer früheren Strafe wurden ihm 1 Jahr 7 Monate Gefängnis zu- >
^ L^rlm wurde au der Fennbrücke die Leiche eines £ -rCn ^Ees aus dem Wasser gezogen dem an
hing?^ bas eiserne Kreuz und mehrere Kriegsdenkmünzen c f f RotHbart, der Vertreter der Frankfurter ^omo^nrrber ^wyorker Banksirmen um fast ln0 0(M ^01^ betrog, indem er durch falsche Angaben über seme ^ditfahigkeit sich Geld verschaffte, wurde von dem New- Yorker Gericht s' dhi I b t g befunden. Seine Sttafe soll nicht unterdrn und nicht über sieben Jahre Gefängnis betrageir
1ITF 2 56 Min. fuhr der von der Laurahütte
Dif Gleis 6 fahrende Guterzug 8536, als er sich bereits ,m
Ds- y ° v30?- ^faud, dem Güterzuge 8341 mit 16 hnnfÖ\erbci wurde der Schaffner Kaikowski von dem Zuge 8oZ«) sofort getötet. Sonstige Verletzungen Materialschaden ist nicht unbe- ^>CU ftiJI#3!; D^e Gleise waren auf mehrere Stunden gesperrt Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten.
f oer Besteigung des Mont Blaue bei Chamonix starb der -nylgch- Prose»or vogson infolge Uebermüdung Sein Lnchnmn wurde ppn Führern zu Tal gebracht, ' S' ’
—d). Dutenhofen, 9. Okt. Die vom Obst- und Gartenbauverein des Kreises Wetzlar veranstaltete Obst- und Gemüseausstellung war außerordentlich stark besucht. Seit Freitag morgen herrscht unter Leitung des Kreisobstbaulehrers Kilb im großen Saale „Zum Jagdschlößchen" ein geschäftiges Treiben und so tonnte Samstag nachmittag durch den 2- Vorsitzenden, Lehrer Oster-Wetzlar die überreich beschickte Ausstellung rechtzeitig eröffnet werden. Die gute Beschickung aus den Bürgermeistereien Groß-Rechten- bach und Atzbach beweist, daß in unserer Gegend der Obstbau nicht mehr als Stiefkind der Landwirte gilt. Die Ausstellung gliederte sich in folgende Gruppen: 1. Ejemeindeobstbau 9 Aussteller mit 7 Preisen; 2. Züchter von Erwerbsobst 29 Aussteller mit 24 Preisen; 3. Schaufrüchie 87 Aussteller mit 22 Preisen; 4. Obstpackungen 5 Aussteller mit 4 Preisen; 5. Liebhaber-Obstbau 26 Aussteller mit 17 Preisen; 6. Zwergobst 11 Aussteller mit 8 Preisen; 7. Weintrauben 4 Aussteller i.fit 3 Preisen; 8. Feldgemüsebau 14 Aussteller mit 12 Preisen; 9. Gartengemüse 6 Aussteller mit 4 Preisen; 10. Kartoffeln 14 Aussteller mit 8 Preisen; 11. Obst- und Gemüseprodukte 8 Aussteller mit 6 Preisen. Am Montag haben die Schulen des Bezirks freien Zutritt.
X. Gelnhausen, 9. Okt. Das Solsprndelb ad Gelnhausen ist von einem Konsortium übernommen worden, das zum' Zweckendes Betriebes in erweiterter Form eine Aktiengesellschaft bilden wird. — In den Sterb- fritzer Chamotte- und Tonwerken brach ein Großfeuer aus, das fast die gesamten Fabrikanlagen eingeäschert hat. Gießener Strafkammer.
Friedberg, 9. Okt. In der letzten Stadtverord- netensitzung wurde Baumeister Dr. Kröner aus Stuttgart als Direktor der Gewerbe-Akademie gewählt. Der neue Direktor ist schon hier eingetroffen. Für das Wintersemester hat erstmalig eine Dame Architektur belegt. Wie alljährlich werden außerordentliche Vorlesungen veranstaltet, und zwar wird Dr. Karl Zang medizinische, und Dr. Ludwig Seyd juristische Vorlesungen halten. — Ein peinlicher Akt trug sich heute bei einer Beerdigung zu. Ein städtischer Arbeiter, der bei den Beerdigungen beschäftigt ist, hatte des Guten zu viel getan.! , Schon ehe der Sarg ins Grab gebracht wurde zeigten I feine Bewegungen, daß er nicht mehr fest auf den Beinen war. Kaum aber war der Sarg ins Grab versenkt, so stürzte der Arbeiter kopfüber nach, direkt auf den Sarg.
R. B. Darmstadt, 9. Ott. Der Provinzialausschuß der Provinz Starkenburg beschäftigte sich gestern wiederum mit der Prüfung der Wahl eines sozial d em o kr a t. Beigeordneten. In Klein- Krotzenburg war Kilian Schwab mit 216 gegen 170 Stimmen zum Beigeordneten gewählt worden. Da sich ber Gewählte auf Befragen vor dem Kreisamt ausdrücklich als überzeugter Sozialdemokrat und Mitglied der Partei bekannte, so wurde ihm die Bestätigung versagt. Der Kreisaussck)uß kam auf den Einspruch des Schwab zu demselben Ergebnis und die von ihm eingelegte Berufung beim Provinzialausschuß wurde verworfen unter Verur-1 teilung des Schwab zu den Kosten und 5 Mk. Aversional- strafe. — Weiter wurde noch über die Beanstandung der Bü r g ermei sterw ahl in R ad heim verhandelt. Die Wahl wurde bei Stimmengleichheit durch das Los zugunsten I des Anton Bachmann entschieden. Infolge seitens der von I der Gegenpartei eingelegten Beschwerde erklärte ber Kreis ausschuß die Wahl für ungültig und zwar wegen ber bei I ber Wahl vorgekommenen Wahlbeeinflussungen, durch Frei-1 hier, Geldanerbietungen usw. Der Provinzialausschuß kani zu ber Ueberzeugung, daß bei der Wahl strafbare Be- ftechungsversucl>e vorgekornmen seien und beschloß, diel Wahlakten der Staatsanwaltschaft zur näheren r Feststellung zu übergeben.
früheren Strafe wurden ihm ,1 Jahr 7 Monate Gefängnis ;uJr . 3" Köln wurde ein aus Ungarn gebürtiger Kürschner dkktiert, wor-u, ein Monat Untersuchungshaft in Anrechnung wegen Beteiligung an einem qrotzcri
kommt. ' PelzdiebstaR verhaftet. Gleichzeitig entdeckte man eine grofeartb
Vergehe» im Amt angelegte Hehlergesellschaft und beschlagnahmte ein QiZ
legt die Anklage dem jetzt in O b er-S ch m i t t e n stehenden U? * * °° ? 30 000 Mark, das tzam- Lehrer I. D. aus Jugenheim zur Last. Der Ana^laatl t^ I unb $temer Geschäften gestohlen war..
-,.r... ™ .i-i ... ■■■ ■ ------ ' 1 3" dem Schnellzuge zwischen Köln und Brüssel
'"der letzten Zeit wiederholt grotze Di eb st ä h l e aus- geführt. ®tnmt Londoner Rentier wurde neuerdings im >^uae eme vandtahhe mit ischmucksachen im Werte von 25000 Francs geltohlen. °
Landwirtschaft.
ch- Aus Rheinhessen, 9. Okt. Mit dem Rückgang des Weinbaues hat sich in Rheinhessen der Anbau von Z u ck e r r ü b e n g e h o b e n. In den Gemarkungen Gimbsheim, Guntersblum, Hamm und Eich rechnet man in diesem Jahre auf einen Zuckerrübenertrag von 400000 Zentner. Der Preis für den Zentner Zuckerrüben ist von 0,90 Mk. auf 1,10 Mk. gesttegeu. '
Sport.
„ ' BrieUaubensport. Kürzlich brachte der Brieftaubenklub Gießen seine diesjährigen Reisen mit einem Wettflug ab Northeim, 115 km Luftlinie, mit diesjährigen Tauben zum Abschluß. Die Tauben wurden um 9 Uhr 30 Min. ausgelassen und die ersten Tiere erreichten um 12 Uhr 53 Min. ihre heimatlichen Schlage. Preise erhielten: Fritz Schomber 1., 2., 5., 10., 13 Georg Hambach 3., 16., 17., 19., Hch. Henkel 4., 6., 7., 8., 9., 18 25' Ernst Ulrich 11., 24., Karl Wesserlie 12., 20., 21., 22.» 23. Karl Kerber 14., 15. ' ' '
I Zweifel, daß sich der Angeklagte ber Körperverletzung in Ausübung seines Amtes schuldig gemacht hat. Es verurteilte ihn deshalb zu 150 Mark Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte | 300 Mark beantragt.
(ßericbtsfaaL
d. Mainz, 9. Okt. Im Anfang d. I. wurde in Heßloch durch I den Weinkontrolleur eine allgemeine Revision Vvrgenommen. Der Kontrolleur fand bei dem Bäckermeister und Weinhändler Schil- l l i n g 2y2 Stück Werne, die zum Verkauf bestimmt und an-« I scheinend überstreckt waren. Durch die chemisckie Analyse wurde festgestelll, daß ber Wein eine wässerige Zuckerlösung von 20% erhalten hatte. Die Sachverstänbigen und Chemiker waren der Ansicht, daß die Heßlochcr Weine aus dem Herbst 1909 eine Zuckerlösung von 20 Proz. nicht nötig gehabt hätten, auch bekundeten die Sachverständigen, bei den Winzern herrsche allgemein die Ueberzeugung, daß ein Zusatz von 20 Proz. Zucker- I lösung nach dem neuen Werngesetz zulässig sei. Die Produ- I zenten machten den Zusatz allgemein so, ohne aber zu überlegen, I datz man auch die Lage und Qualität der Trauben berücksichtigen müsse. Schilling hatte sich gestern vor der Sttafkammer wegen Weinfälschung zu verantworten. Er stellte sich auf den I Standpunkt, daß der Zusatz von zwei Zentner Zucker mit 160 Viter auf 1000 Liter Most gesetzlich zlckässig sei. In demselben Sinne sprachen sich auch sämtliche Zeugen aus. Tas Gericht iiahm nur fahrlässige Weinfälschung an und verurteilte Schilling zu 50 Mark Geldstrafe und in die Kosten.
Altona, 8. Okt. Die Erste Strafkammer des Landgerichts Altona verurteilte ben ehemaligen Direktor der Altonaer Genossenschaftsbank, Julius Hohmann, wegen Veruntreuung von 152 000 Mark in Verbindung mit schwerer aualifizierter Urkundenfälschung zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft und zu drei Jahren Ehrverlust.
ICircbc und Scihule.
Gießen, 7. Okt. Die Frage: „W em gehört die Zukunft" behandelte H. E r z b e r g e r - Basel in seinem 4. Vorträge. Er suchte sie auf Grund ber Bibel zu lösen. Im Mittel- | Punkte seiner Ausführungen ftanb Daniel Kapitel 7, in dem gleichsam als Ergänzung zu Daniel Kapitel 2 weitere Angaben über die vier Weltreiche, das babylonische, das medisch-persische, das griechische und römische, gemacht werden. Unter den vier charakteristischen Tiergestalten eines Löwen, Bären, Panthers und eines undefinierbaren Ungeheuers werden diese Reiche versinnbildlicht. Alle diese Staatengebilde sind vom Erdboden :i» schwanden. Auf den Trümmern des gewaltigen Römerreiches haben sich infolge des Ansturmes germanischer Völkerschaften andere Staaten gebildet. Wem gehört nun die Zukunft? Nach den Worten Christi werden die Sanftmütigen das Erdreich besitzen. Der Traum der Parteien, der Traum ganzer Völker, wonach ihnen die Zukunft gehört, wird sich nicht erfüllen. Die rote, gelbe und schwarze Gefahr brauche uns nicht zu ängstigen. Der Sieg des Guten, das in Gott und unserem .Heilande Jesus Christtis verkörpert ist, ist allen denen gewiß, die die alles überwindende Macht der Liebe kennen unb zu würdigen wissen. Die Zukunft gehört also dem burch Christum auf Erden gegründeten Gottesreich der Liebe, das einmal kommen muß, wie die übrigen Reiche gekommen sind.
Aus Rom wird gemeldet, daß das heilige Offizium die i t a •' I i e n i f d) e Ueberfefcung der Kircheng es chichte dez Msgr. Dnchesne, Mitglieo ber Academie Franeaife, verboten habe.
An Bord des Torpedvjägers „Baliste" erlitten, wie nur Brest gemeldet wird, bei einer Uebungsfahrt ein Offizier und fünf Matrosen infolge der Explosion eines Zylin. berd burch siedenden Dampf schwere Brandwunden. Drü ber Verletzten schweben in Lebensgefahr.
In Krakau würbe auf bem Bahnhof ber Klosterbruder M a c o ch aus Czenstochau verhaftet, welcher verdächtig ist, den Postbeamten Macoch in einer Klosterzelle ermorde: zu haben und bei der Beraubung des Muttergottesbildes einem Kloster beteiligt gewesen zu fein. Macoch hat ben Mord bereits eingestauben, leugnet aber seine Teilnahme Dr bem. Kirchenraub.
Der Petersburger Polizei ist bei der Durchsuchung des Haus« W o nljvrl i ars kis , ber der Fälschung des Testamentes bti Fürsten Oginski beschuldigt wird, ein vom Staatlich:et:r Besobrasow unterzeichneter Vertrag über die Holz, konzession am Jalufluß, die seinerzeit die Ursache des Krieges mit Japan wurde, in die Hände gefallen.
In ber Nähe bes Bahnhofs von Bornes lDePattemeiu Lottes zermalmte ein Schnellzug zwei Kinber, bie auf bem Gleise spielten, ebenso b er en Eltern, die ihnen zu Hilfe eilten.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Oriq.-Telegr. bes „Gieg. Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreift. Weizen Mk. 20.25—20.50, Kurhess. Mk. 20.25—20.75, norbb. 00 Mk., Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger! Mk. 15.25 bis Mk.00.00,Gerste (Wetterauers Mk.16.00—16.50, Gerste Franken Pfälzer Rieb Mk. 16.50—17.00, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 15.25 bis Mk. 16.00, Mais Mk. 14.50—14.75, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 bis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bis Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00—00.00, Noggemnehl fr Mk. 23.00—23.25, 1. Qualität Mk. 19.00—19.50, 2. Qual. Alk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.50, Weizenfchale Mk. 00.00—00.00, Roggenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Mk. 00.00—00. )0, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25—12.50. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Orig.-Telegr. des ,(Bie^ Anzeigers".) Kartoffelmarkt. Man notierte: Frühkartoffel^ ;' Waggons Mk. 6.50—6.65, im Kleinhanbel Mk. 7.50—7.75 -
100 Kg.
fc.Frankfurt a.M. Viehhof-Markt bericht vom i0 r>f( Auftrieb: 1396 Rinder, darunter 424 Ochsen (97 aua
reich), 42 Bulle, 930 Kühe, 334 Kälber, 364 Schale, 1818 Schweine Tendenz: Rinder lebhaft, geräumt, Kälber flo^, Schafe reae geräumt, Schweine lebhaft, nahezu ausoertaust. ' .
Preis pro 100M.
Lebend- Schlachi- , , gewicht
Ochsen. Mk. Mk.
Vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlacht
wertes, höchstens 6 Jahre alt 49-54 88-93
Junge fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete 46—49 82-88
Mäßig genährte junge und gut genährte altere 42—45 76-81
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 45—49 75—81
oollsteischige, jüngere 37—42 61—70 Färsen, Kühe.
Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 44—49 79—86
Lollfleischlge ausgemästeteKühe hüchstenSchlacht-
wertes dis zu 7 Jahren 44—40 82—88
Aeltere aiisgemästete Kühe und wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe und Färsen .... 35—43 67—80
Mäßig genährte Kühe und Färsen 25—31 50—60 Kälber.
Feinste Mast-(Dollmilchmast) u. beste Saugkälber 59—63 98—105
Mittlere Mast- unb gute Saugkälber .... 55—59 93-100
Geringere Saugkälber 50—52 85—88
Schafe.
Mastlammer unb jüngere Masthammel . 37—38 78—80
Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 31—32 70-75
Mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz- schafe)...............; 28-30 67-70
Schweine.
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht 57.00—67.50 71.00—72.00
Dollfleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 56.00-57.50 71.00-73.00
Dollflelschige Schweine über 21/, Zentner
Lebendgewicht 57.00-57.50 73.00-74.00
Fettschweme über 3 Ztr.Lebenbgew. . 57.00-57.50 72.00—73.00
Fleischige Schweine 54.00—00.00 68.00—00.00
Spielplan des Siebener Stadttheaters.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Dienstag, 11. Okt., abends 8 Uhr: 2. Dienstags-Abonnement* Vorstellung. Zum ersten Male: „Der große Name." Lustspiel in 3 Akten von Viktor Leon und Leo Feld. Ende nach 10 Uhr. Mittwoch, 12. Oktober, abends 7 Uhr: 2. Mittwochs-Abonnemente Vorstellung: „Der Kaufmann von Venedig." Ende 98/ Uhr Freitag, 14. Oktober, abends 8 Uhr: 2. Freitags-Abonnements- Vorstellung: „Buridans Esel." 6nbe 7,11 Uhr.
Spielplan der vereinigten §rantsurter §tadttheater. Opernhaus.
Montag, 10. Okt.'): „Die Fledermaus/ Dienstag, 11. Oft: »Die Afrikanerin.- Mittwoch, 12. Okt., abends 77, Uhr: Ter Graf von Luxemburg/ Donnerstag, 13.Okt.: „Mignon." Freitaq, 14. Oft, geschlossen. Samstag, 15. Oktober, abends 6 Uhr: „Tristan unb Isolde." Sonntag, 16. Okt., nachm. 37, Uhr: „Ter Zigeuner- daran.- Abends 7 Uhr: „Liebelei." Montag, 17. Okt., abends 71/, Uhr: „Die geschiedene Frau." Dienstag, 18. Okt.: „Don Juan/ Mittwoch, 19. Okt.: 1. Abonnements-Konzert.
Schauspielhaus.
Montag, 10. Oft."): .Das vierte Gebot." Dienstag, 11 Okt.' „Rose Berndt." Mittwoch, 12. Okt.: ^Das vierte Gebot." DonnerS» taQ, 13. Okt.: abends TL Uhr: .Der Richter von Zalamea." Frei« tag, 14. Okt.: „Doktor Klaus." Samstag, 15. Oft.: Uraufführung „Tie törichte Jungsrau." (La vierge falle.) Schauspiel in 4 Akten von Henry Bataille. Sonntag, 16. Oft., nachm. 37, Uhr • All- Heidelberg." Abends 7 Uhr: „Die törichte Jnngfrau." Montag, 17. Okt.: .Die Räuber." Dienstag, 18.Ott.: .Die törichte Jung« rau‘* MMwoch, 19. Oft. : .Die törichte Jungfrau." Donners tag, 20. Oft., abends 77, Uhr: „Em Sommernachtstraum."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Uiechliche Zlad?rid)tctu 3$raditi|d)e KeligionsgememOe.
Gotterblenst in Oer Synagoge (Süd-Anlaae).
Donnerstag ben 13. Oktober 1910:
« w. v BersöhuuugSfest.
Vorabend: 5.45 Uhr. Predigt: 6 Uhr.
Morgens: 7.30 Uhr.
Predigt mit Seeleufeier: 11.30 Uhr.
Schlnßpredigt r 4.40 Uhr.
FestesauSgang: 6.20 Uhr.
KB. Während der Predigt bleiben die Türen geschloffen.
Gichtiker, Steinleidende, Nieren- und Blaeen-Kranke
erhalten kostenfrei Broschüre mit Heüberichten. rs8w/t
BrnnT?uWa,tnng Gichtbad Assmannshauaen am Rhein.
Durcli Ihr vorailgUeh tchn^ckendu LithfönwatMr bin ieX teit ,v»
meinen g^ti»ehen BnehvertUn völlig befreit. Dr M i,


