Ausgabe 
9.7.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

-- Bad » Nauheini, 8. Juli. BiS zum 7. Juli sind 1 7 7 4 4 Kurgäste nngefommen, wovon an genanntcni Tage noch 7085 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 7. Juli 200 429 abgegeben.

i?. Friedberg. 8. x2ü»riL Gestern spielte sich hier ein auf* regender Vorfall ab. In sausendem Eia topp Fant ein Fuhrwerk bic Ahiifcrftrafee daher, der Fuhrmann hatte sein Pferd mcht mehr in bemalt, da diesem bte ausgehängte Wagenscherc auf die Perne schlug. Der Wagen rauntr gegen einen Laternenpfosten. Fuhr­mann unb Pferd Tamm zu Fall, und der Wagen ging in Trümmer. Ium Glück Famen Fuhrmann unb Pferd mit kleinen Verletzungen davon. Eine Anzahl Artillerieoffiziere mit den nötigen Mann- fdMiften waren ui unterer Stadt einige Tage einauartiert. Die- f eiben besichtigten das m unserer Eggend gelegene diesjährige Manöverfeld. Diese Wocue wurde die Gencralversarrrmlung der hiejigm Pfennigsparkasse abgchalten. Das Institut besteht seit 1881. Jährlich gehen bei den Sammclstellen über 1000 M7, in Pfennigen gespart, ein, seit der Zeit ihres Bestehens über 30 000 Mark, die verzinslich bei dem Vorschuß uird Krediwerein an­gelegt sind.

R. B. Darmstadt, 8. Juli. Einer der ältesten ehemaligenOffizierebcrhessischenTruppen, Oberst z. D. Freil>err August Roder zu Diersburg vollendete gestern in voller geistiger und körperlicher Frische sein 80. Lebensjahr. Frhr. v. Roder entstammt einer alten, seit vielen Jahren hier angesessenen Adelsfamilie. Er machte als junger Kadett im Ial-re 1849 den Feldzug gegen Baden mit und war auch am 13. Juli 1866 bei dem für die hessischen Truppen unglücklichen bluligen Gesocks bei Laufach. Fronhofen mit im Feuer. Im Krieg gegen Frankreich .1870/71 war er Hauptmann im Infanterie-Regiment Nr. 115, das damals in Worms stand, und führte die Leid- tompagnie dieses Regiments, an deren Spitze jetzt, nach­dem das Regiment nach Darntstadt verlegt und zum Leib­garde-Regiment ernannt worden ist, sein Sohn steht. Der Großherzog hat dem hochverdienten, alten Soldaten gestern das Kvmmandeurkreuz 2. Klasse des Ludwigordens ver­liehen. Ein jäher Tod ereilte heute abend auf dem Bahnhof einen Steinmetzmeister aus Herchen- roden. Derselbe kam mit dem Zug aus Mainz 7.26 Uhr hier an und wurde auf dem Bahnhof von einem Blut- stur z befallen. Die Sanitätskolonne schaffte den Mann ins städtische Krankenhaus, doch war er bereits tot.

I] Marburg, 8. Juli. Der Direktor der medizinischen UnioersitätS- und Poliklinik, Professor Dr. Ludolf trauer, hat einen Ruf als Direktor an das Hamburg-Evpendorfcr Krankenhaus erhalten. In diesem Sommersemester kommt hier zum erstenmal daß von der Stadt anläßlich der Ankunft des 2000. Stiidenten bewilligte Stipendiat an iinvcrschuldct in Not geratene Studenten zur Auszahlung.

[] Wetter (Kr. Marburg), 8. Juli. Mit einem groben Zapfenstreich und anschließendem Feslko»nmerS auf dem Markt- platz begann gestern abend hier das historische Grenz- begangfest. ES dauert 5 Tage.

W. Frankfurt a. M., 8. Juli. Heute nacht fidiT auf dem Güterbahn Hofe Bis cho f sh eim der Güterzug 636ti aus den in Gleis 10 ijaltenbcit Güterzug 8720 auf; hierbei entgleisten mehrere Wagen, die teilweise ft a r f b e s chä dtgt wurden. Personen wurden nicht verletzt. Sto­rungen im Zugverkehr traten nicht ein.

X. Hanau, 8. Juli. In der Marienkirche wer­den gegenwärtig am Chor Erneuerungsarbeiten vorgenommen, tvobei die ursprüngliche Bemalung des reichen Netzgewölbes aufgedeckt worden ist. Dieser wert volle historische Fund erregt das Interesse weiterer Kreise, auch der Bezirkskonservator Geh. Reg. Rat Prof. Tw. von Drach weilte deshalb hier. Die Lohnbewegung in der Etuisbranche ist auf gütlichem Dege beige fegt worden, die Arbeiter haben die Äiinbigung zurück gezogen. Die bisherige lOftiinbigc Arbeitszeit ist um eine Stunde herabgesetzt, auch ist eine beträchtliche Lohnerhölmng gewahrt worden.In Bieber gerieten auf dem Nach Hausewege von ihrer Lehrwerkstätte der 14jährige Lehrling Bauer und der 16jährige Lehrling Bied {miteinander in Streit, in dessen Verlaufe Bauer fein Taschenmesser zog und seinem Lehrkollcgen einen lebensgefährlichen Stich in die Herzgegend versetzte.

(ßcricbtsfaaL

Paris, 8 Juli Das Marseiller Kriegsgericht verurteilte vier Reservisten, welche bei der Meuterei im Lager von Massillan die Rädelsfübrerrolle gespielt hatten, zu Ge­fängnisstrafen von 2 Monaten bis zu 3 Jahren. Das Gericht hat ferner fünf Reservisten, die nur wegen Meuterei unter Anklage gestellt waren, zu 2 bis 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

Zeppelins Sludienfahrt nach dem Norden.

Bergen .Norwegen, 8 Juli. Der DampferMainz mit ben Mitgliedern der Zeppelirischen Studienreise ist am 4. Juli, nachmittags, hier ring rt tonen. Die vornehmlichste Aufgabe der Fahrt ist es, festzustellen, ob sich auf Spitzbergen Buchten finden, die Luttschiffen des Zeppelim'chen Systems einen sicheren und ge­schützten Hafen gewähren können unb die Bedingungen zu er­mitteln. unter denen Luftschiffe auf dem EiS zu landen vermögen, wobei hervorgehoben werden darf, daß die meteorologischen Ver­hältnisse des arktischen Sommers besonders günstige Bedingungen für die Motorluftschissahrt barbieten. Um beiden Aufgaben zu genügen, wirb der DampferMainz" zunächst eine Reihe von Buchten der Westküste Spitzbergens anlaufen, darauf bis zum Eis nach Norden dampfen und aldbann an der Eiskante entlang nach Südwesten, um an geeigneter Stelle durch den breiten Eisstrom an der Ostküste Grönlands, etwa in bei Breite vom Cap Bismarck oder südlicher gegen diese grönländische Ostküste vorzudringen. Da ein eisernes Schiff von der Größe derMainz" zu Fahrten ins Packeis nichts geeignet, ist ein bewährtes norwegisches Fangschiff, der holländische T-ampserPhönix" gescharlert worden, auf den die Mitglieder übergehen, sobald das Eis die weitere Fahrt der Mainz" hindert. Beide Schiffe sind mit Funksprucheinrichtungen versehen, um sie in dauernder Verbindung zu halten, wobei zugleich Erfahrungen gesammelt werden können, ob nicht in arktischen Regionen besondere Störungen der funkemelegraphischen Berständi- ciuig eintreten werden Graf Zeppelin mit dem Luftschiff« Lau wird, unterstützt durch die Eiserfahrungen von Professor von Tryaalski, Ankerversuche auf großen Eisschollen vornehmen, Prof. Her gesell außer der Mitwirkung an diesen Arbeiten scili' auf ber JachtAlice" bc-3 Fürsten von Monacco 1906 uns 1907 begonnenen acrologischen Forschungen der Atmosphäre in diesen Breiten mit Hilfe von Registrierballonaufstiegen fortfetzen und du- meterologischen Bei Innungen für bie Fahrt mit Luftschiffen iestzustellen suchen. Neben diesen Hauptaufgaben werden ozean­

ographische Arbeiten von Drtzgalski und Reich, sowie Arbeiten Miethes über ^Absorbtion der Sonne ustrahlen und photogrametrische Aufnahmen Spitzbergens einhergehen, während Graf Zedlitz, unterstützt von einem Präparator, Beiträge zur Kenntnis der höheren Fauna, der von der Reise berührten Gegenden unter be> sonderer Berücksichtiguiig der zoogeographifchen Verbreitung und Biologie sammeln wird. Graf Zeppelin hat für die Studien^ reife eine» Fesselballon von 5ö0 Kubikmetern, der zur Aufnahme von zwei Personen geeignet ist, zui* Verfügung gestellt, mit dem Ausstiege auf Spitzbergen wie auf dem Packeis, sowie auch Dcr- anlerungSversuckie vorgenommen werden sollen. Soweit ihre son­stigen Obliegenheiten es gestatten, werden sich der Kapitän der Mainz" Dietrich, der eritc Offizier Gluud, die beide als lang* lährige Führer der Schulschiffe des Norddeutschen Llohd für der­artige Aufgaben besondere Eignung und Neigung besitzen, sowie der erste Maschinist Brann an den wissenschaftlichen Arbeiten be­teiligen. Der DampferMainz" ist für die Aufgaben der Studien­reise besonders geeignet Das Schiff ist durch das Zusammenwirken von Behörden und Privaten mit den erforderlichen Laboratorien für die beabsickstigten ozeanographischen, acrologifdyen, aftino metrischen, zoologischen und photographischen Arbeite» zweck- entspicchend ausgerüstet. Nach Anlaufen von Tromfö, wo der Dampfer Phönix sich der Fahrt betMainz" anschließen wirb, soll am 12. Juli bie Reise nach Spitzbergen fortgesetzt werben. Die Rückkehr Der Mainz nach Bremerhaven ist für Enbe August vorgesehen.

Dcrmifdttes*

* Moberne Hanbtäschchen. VomHanbtäschälen" kann mam eigentlich nicht mehr spreck-en bei den gewaltigen Dimensionen der Tasche», in bene» die Dame all die ihr notwen­dige» Kleinigkeiten beherbergt; aber den zierliche» Namen wird man doch gern dem umfänglichen Gegenstand lassen, der sich nicht feiten schon in einem richtige» Koffer auswöchst. Doch find die großen, mit breitem Metallbügel versehene» Lebertaschen nickst die einzigen Neuheiten ber Saison: vielmehr entfaltet sich eine luxuriöse Mannigfaltigkeit in Material unb Formen ber mobemen Handtasck»e unb so kostbare, entzückenbe Kunstwerke werben auf ben Markt gebracht, daß selbst Tarnen, bie bisher nur bie Taschen unb Beutel aus reinem Golde für vornehm hielten, zu diese» vhantafievoll gescknnücktcn Gebilden greifen. Manche mondäne Dame legt sich eine ganze Sammlung solcher Behältnisse an, so daß sie zu jeder Toilette sich eine besonders charakteristische und passende Tasche aus ihrem Schatz auSsuchen kann. Pelztaschen treten auf, bie sehr groß, ganz flach, lang unb ziemlich hoch sind. Neben ihnen erscheinen Taschen aus stumpfem Leder, auS der Haut der Antllope, des Tapirs oder Ncnniicrs, die in den Natur- tönen oder in Khakifarbe gehalten sind. Ihr Schmuck besteh' bisweilen aus aufgesetzten Stickereien: andere Taschen aus rpei (herein Leder sind wieder im Rokokostil gehalten und mit gleich farbigen Bändern garniert Sie metben an Seibenschnüren gc> tragen; manche haben auch Ketten, bie an Armbänbcm umgelegt werben können. DieAlligaior^Taschen" haben ein besonbcrs voluminöses Aussehen unb geivähren, wen» man sie öffnet, beit Einblick in eine ganze Menge von Fachem unb Abteilungen, von denen bei mittelste Fach für golbcne und mit Juwelen besetzte Toilettengcgenstände reserviert ist: jede ?lbteilung ist mit einem befonberen Schloß versehen. Auch Beutel aus leichten Geweben werden in den verschiedensten Formen getragen. Sie schließen sich ganz eng cm bie Toilette an, bie sie vervollständigen wollen. Zo gibt es zu Leinenkleidern auch mit reicher Stickerei geschmückte leinene Beutel, dann solche aus Piauö ui'w. Sie werden an dem Bügel mit Edelsteinen geschmückt, mit Türkisen und Opalen, durch Stickereien mit Glasperlen verschönt oder mit Fransen garniert Bei dunkler Kleidung sind Täschchen in sehr zarten Färbungen beliebt, in Taubenblau, Rosa ober auch in dunklem Moiröc. Sie finb sehr groß und sehr slach, werben auch mit Tuch- unb Hellen Lebcrsrreisen besetzt unb durch eine schmale Golbsassung abge­schlossen. Für besonders schick güt es, wenn bas Monogramm Der Besitzerin in künstlerischer Anordnung darauf gestickt ist Abendtoilette srscheinen die alten Pompadours in besonders reicher und kostbarer Zusammenstellung. Alte Brokate und Stickereien oder Goldguir»ire nm Blumen- unb Feberschmuck werben dazu verwendet, denn der schon von bm Großmüttern so geliebte Pom padour enoeu'i fub doch als die prakuschste Fomi bei Tasche, um

! nr.in r .(her, das Spitzentaschentuch, das wmzige Opernglas unb das Puderbüchschen unterzubringen.

* Unbegreiflich Oinäbigc:Marie, ich habe neulich ^anz deutlich gesehen, wie Sie Ihrem Grenadier meine ganze Speisekammer vorletzten, wie kommt daS?" Köchin:3a, gnädige Frau, ich verstehe das auch nicht, ich hatte noch meine Schürfe Über Pas Schlüsselloch gehängt!"

* Schlimmer. Psarrer (dem Moosbauer ins (Gewissen redend,.Aber, MaoSbauer, wenn Sie nun mit solchem MordS- rausch dciinkommen, schlägt denn Ihr Gewissen gar nicht?" Moosbaucr:Tös mt, aber mei Alte!"

wuhtc von 56 K-ilDgramm empor gezogen, die bie J«hresz<ml 1692 trugen. Nachfon'ä/ungen ergaben, daß der Südcri urs lvahrschernlicki von zwei in her Seeichlacht bei \\oqur ge­tunten en Schiffen der l)olländis»glichen Flotte herrühren dürste. Die Mvrinebehörde betrau le mit der Bergung eu:e Rhecdereisirma, Die sich nerpslichtete, 20 Prozent der etwa aufgefundenen Werte ab zuliefern.

ssa- -- j i- 1 - _ jr*

Handel.

Deutsche unb englische Minentätigkeit in Dcutsch-Oftafrika. Die Korresponbenten engtisch<r Blätter in Entebbe in Uganba lenken in ihre» Berichten bie Aufmerksam­keit auf bie Golbminen in einem Teile ber bcutschen Kolonie, bie nahe bern Victoria Nyanza belegen ist. Diese Region, so heißt es in ben Berichten, zeigt vieles Vorkommen von Mineralien, und Golbfunbe in kleinen Quantitäten wurden an manchen Plätzen gemacht. Die Deutsche», so wird weiter ausgesührt, sind aber sehr langsam in ber Aufschließung von Minenfeldern, und diese wert­vollen Mineralanlagen wurden bisher sehr vernachlässigt. Tann scheint jetzt aber eine Aenderung einzutreten Eine deutiche Gesell­schaft, die S e k e n k e G o l d - M i n e n - G e s e 11 s ch a f t hat eng* lischc Stampfmaschinen errichtet, und da sie ein gutes Kees besitzt, dürfte sie ein gutes Jahreserträgnis erzielen. Die Eng­länder scheinen mehr Unternehmungsgeiit zu entwickeln und sind eher geneigt, Geld in solchen Unternehmungen anzulegen. In das Handelregister von Entebbe chat sich kürzlich eine englische GesellschaftThe Anglo German Gold Minin and Exploration Eompann" eintragen lassen, die sich daS Schün'ungsrecht auf einen Hügel ber von ben EingeborenenDer Hügel der Gesundheü" genannt wird, gesichert hat Dieser Hügel befindet sich in der Nähe von Jkome und ist etwa drei Tagesmärsche von ber englischen Grenze entfernt.

vüchertisch.

Ta u n u s- hrer beS Taunusklub c. V in Frank­furt a. M. Beschreibung sämtlicher Bahnlinien sowie ber ichönjdm Wanderungen im gesamten Taunus, des Rheintales von Mainz bis Koblenz u des Lahntales von Gießen bis Labnstem^ sowie deren S analem, mit zahlreichen Planen und Ernten. 5. vermehrte uno verbesserte Auflage. Verlag der geographische» Anstalt Ludwig Ravenstein, Frankfurt o. M. Die fünfte Auflaoe dieses so-gfältig redigierten nnb übersichtlich unb zweckdienlich georbnctc» Führers ist gegen bie knapp vorher er'-chienene vierte Auflage fehr wesentlich erweitert worben. Die (legenden find nach ben sie durchziehenden Eisenbahnlinien in einzelne Abschnitte getrennt, denen der touristische Tcü unlcrgearcmet ist. Die Gebiete Der Lahn und des Rheins sind ebenfalls bedeutend erweitert worden. Außer neuen Wanderungen sind die Beschreibungen der rechts* und linksrheinischen Höbenwanderungen des Rheinischen Verkehrsvereins, die sog. Rheinhöhenwege (Wiesbaden Beuel unb Mainz Koblenz- ausgenommen worden, zwei Dege, die uns durch die schönsten Teile des Mittelrheingebietes führen unb erst kürzlich ganz durchgeführt wurden. Die Marten werden durch Anfügung einer Karte, dasLad»-RHein-Dreieck" unb eines Planes über den Laus des Jhme? vermehrt. Druck, Papier und Format des Führers sind ebenfalls sehr angenehm und gediegen.

Spielplan Pes Uurhaus-TkMcrr vad Nauheim.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag, 10. Juli: ,Tad Konzert." Montag, 11. Juli! .Wiener Blut." Mittwoch, 13. Juli r .Husarenfieber/ Freitag: 15. Juli:Tie Tollarpriuzessin."

tvöchentl. Ueberfttht öerGoöesfäCe L ö. Stabt Kietzen.

27. Woche. Vom 26. Juni bis 3. Jun 1910.

Einwohnerzahl: angenpmmen zu 31,800 (intl. 1600 Manu Militär)

Sterblichkeitsziffer: 19,62/,

nach 2lbzug von 5 Ortikemben: 11,44/ar.

' Kinder

21 nm.: Tie in Hiauiniern gejehnu Ziffern geben aa, wie viel der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Ziepen gebrachte Kranke fnntmen.

Es starben an : Zusammen:

Erwachsene I.

: ttti

Lebensjahr:

vom

2.-15. Jahr

Allersbrand

1(1)

1 (1)

Role

1

1

_

Herzleiden

1

]

Tarmverschlitigung

1

1

BlinddarmeiitzünDung 1

1

Krebs

2(1)

2,1)

Blasenleiden

1 (1)

1 (1)

Kiämpt'en

1

1

Gehirnentzündung

KD

1(1)

Bauchsellenizundunq

1

1

elurj

1 (D

1 (1)

Summe

12 (ö)

8(3)

4(2)

Kleine Taaeschronik.

Ein schwerer Autornobilunfa'ls ereignete sich gestern nachmittag auf der Ebaussce von Webrheim nach Usingen. Der Fahrer des in Bad Homburg zur Kur weilenden Lord Harrtmmi aus London machte mit zwei Kollegen eine Vergnügungsfahrt, wobei er an einer Kurve die Gewalt über den Degen verlor unb gegen ein"» Baum fuhr. Der F-ahrer, ein Franzose, wurde herausgeschleudert und war sofort tot, einer der Mitfahr^nben erlitt einen Beckenbruch und der andere leichtere Verletzungen. Der Tote wurde nach Westerfeld gebracht, die beiden anderen nach Homburg.

Infolge Kurzschlusses der Kabelleitungen der B e r l i n e r E l e k t r i z i t ä 1 s w e r k e unter der Eisenbahn- fpreebriufc auf dem Bah »Hof ^itedrichsscraße gerieten gestern Dormittag gegen 10/j Uhr die Kädelkasten in Brand, wo­durch die Kabellertungen deschrrdigl wurden.

Im Eisenbahnzug Regensburg München wurde ein Olefangenentransporteur von zwei anenianbcr gefessel­ten Sträflingen überfallen: sie nahmen ihm die ocblüffel ab unb befreiten sich von ihren »betten. (Siner Der Sträflinge entsprang auS dem fahrenden Zuge, »»ährend der and'ra f c ft fl e h a 11 c n »»erben konnte.

Aus ber Felbbahnstrecke iit ber Nähe bes UebungSplatzes K l a u S b o r s ist gestern ein Bau zu g entg le i st. Ein Unter- ofsizier unb zwei Diann des Eisenbahnregimenres Nr. 1 würben schwer verletzt.

Bei einem Juwelier im Grenzort Friebeck in Oester- reichrfct>Schlesien würben Uhren und Juwelen im Wert von 36 000 Kronen gestohlen.

Auf bei» Postamt Tesch en wurde ein Postbeutcl mit 17 000 Kronen entwendet: der Postamtsdiener Zientek würbe wegen des Verdachts des Diebstahls verhaftet.

eitag fi (i r b tu P a i t Fuüilulsmltglied unb ehemaliger Generalkommissar der Weltausstellung von 1889, Georg Berger, im Alter von 72 Jahren.

Vor kurzem würben von einem Bii^zerschiff an der Küste von Cherbourg zwei Silberbarren im Ge-

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlichk Wetterdienststelle Gießen.

Verlaus ber Witterung seit gestern früh: Das intensive öst­liche Tieibruckgebiet zieht ganz langsam nordostwärts nach Jnnen- iußland ab. Randwnbel an seiner Westseite haben gestern unb in vergangener Nacht in (Blitiel- unb Ostdeutschland starke 9tegen ge­bracht. Tie CueQflüfie deS RbeineS melden zum Teil venuchtendeS Hochwaffer. DaS westliche pochdruckgebiet ist je^t in Verschiebung nach Rorbosten begriffen, so daß bet mehr nördlichem, aber doch wärmerem Winde zeitweise Aufheiterung eintritt.

Wetterausstchteu in Hessen am Sonntag eem 10. Juli 1910: Etwas wärmer, zeitweise heiter, nur noch vereinzelt etwas Regen.

......... .JUEJ____-

Griginal-Drahtmel-ungen.

Metz, 9. Juli. Tie MilitärluftschiffcZ. I",P I" undM. II", die in der Frescoti<>llle stationiert sind, sollen am Montag chre Uebungen wieder beginnen. Der Direktor der Aackrener Detlerwane wird wahrend der Ue­bungen, die vom 12. Juli bis v.int 16. August dauern, eine Wetterstclle in der Ballonhalle errichten.Z. I" wird von Major Sperling und Ingenieur Müller,V. 1" von 5>ruptinann Lohm ü 1 le r imb Ingenieur EberS - bach^M. II" von Hauptmann George und Ingenieur Maar geführt.

Mannheim, 9. Jüli. Der Rhein ist fortgesetzt im Steigen begriffen, her Neckar fällt.

Santiago in Chile, 9. Juli. Der Präsident hat die Leitung der Gcsckiafte Dem Vizepräsidenten lüu'rtragcn und wirb zur Wiederlwrstellung seiner Ciesundheit eine sechs­monatige Mise nach Europa antreten.

^NESTLE

Altbewährte Nahrund Hin der und Kra n~ke

Zöpfe

Haarutuerlagcn, Vodcitbrebcr, so­wie alle sonstige» vaararbcitcu werden fdidn unb dauerhaft an- nefrrtint in dem

IfHlil-hefi frliitr- oii Dur-Gwiili

Hermann Vlank Ww

Kavlantzaaffe 2.

DOOOOOOOOQ

ifrinüc neue pröBtc öerinjc flartoffcln Z seinfchmeckend unb aut bekömmlich cinpfiebh billigst

Georg Wallenfels

nur Markivlatz 21 Telephon 16 gegenüber der Engelapothekc RabaumarkenguSgabe d. Svarv.

9lcuc Slnrtoffchi

50 ktf inkl. Sack ab Friedberg I Mark 50 Psg.

versendet in gut kochender Ware

gegen Nachuabnie (ss6^

Jacob Ttern-Timon

Friedberg iHeffenI. Tel. 368.

LuilwU kohleriunnn IV.

Üttcichstraße 12. |380G

Grdbcer-Bowlc täglich frisch 3078 2lhott s iticinfhibc

Neue Kartoffeln

(<jörzrr) 3748 empfiehlt billigst

J. Weisel, Sonnenstr. 6.

Räunwngs-Aosverkaiif

wegen Wegzug

W. Fröhlich,

Buch

ii. Ivnpicrhnn<l!ung.

Lieh.

3811

OOOOOOOOOQ

«geftit cmvhebli sich ocr

edn. Hen-schnsten im

Freieren,

juiuic in Manieurc u tVticurc für Damen u. Herren tn u. außer dem Hause Scttcrcvvr» Gl.

Auch nimmt Coiffeur H vunfel Sciwroweg K2. Beswllungen ein gegen. (0Ü489

□oaoooooooa