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theol. et Phil. ßiochus Freiherr des adeligen St. Johannisklosters 8. d. Mts. seinen 90. Geburtstag, geboren und namentlich durch die
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in Schleswig, feiert am Er ist zu Ploen in Holstein Sammlung und .Herausgabe der Lcutsclicn und seit 1870
märtte.
le. Frankfurt a. M. Scy wein ein ar ktbe richt vom 7. Dez. Aiügetricven waren 1295 Schweine. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgew. 52.00-54 ÜHL, Schlachtgewicht 65.50-67 Alk. Bollfleischige Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 53.00-55.00 Dlk., Schlachtgewicht 66—68.00 Mt. BoUfleischige Schweine über 2l/sZtr. Lebendgew. 55.0^—55.00. Mk., Schlachtgewicht 6L0u—70 Dtk. Jettschweine über 3 Ztr. Lebendgewicht bl.öu—53.00 Mk., Schlachlgeio. 66—68 Mk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 00.00—00.00 UHL, Schlachtgewicht 00.00—00'1)it. Sauen Lebendgewicht 00-00 Rik., Schlachtgewicht 00—00 Rtt. Geschält mittelmäßig, bleibt etwas U e b erstand.
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Bildhauer Johannes ttöddiug, Gelnhaar.
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Im Anschluß an die Ausstellung findet ein Bortrag statt über das Thema: „Wie gewinne ich die rechte Kunsl- betrachtung?" gehalten von Herrn Pfarrer Uödding, Gelnhaar am Freitag bem 9. Dezember, abends pünktlich 8 Uhr.
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Verlaus der Witterung seit gestern irüh: Tie Wetterlage hat ich seu gestern wenig veräiidert. Hebet dem atlantischen C^can lagert eine tiefe Depression und Rußland bedeckt noch immer hoher Druck. Infolgedessen wehen in unserem Gebiet östliche bis südöstliche Winde. Beim Boruberziehen etiieö Heiner TeütiesS fielen in Hessen geringe Niederschläge. -ia jenes Lief südliche Winde auisaugt, dürite eS etwas milder werden. Unter dem Einfluß der westlichen Zyklone wird die Beivolkung sortdauern. GS ist milder geworden.
WetterauSsichten in Hessen am Tonnerstaa, dem 8. Dez. 1910: Wechselnde Beivolkung, strichweise geringe Niederschläge, etwas milder, südöstliche Winde.
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der älteren historischen Volkslieder --------
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Oberstaatsanwalt Lang nimmt hierauf das Wort zur Begründung der Anklage. Er weist darauf hin, daß das Publikum verlangen kairn, geschützt zu werden in seinem gesamten Rechtsgut. Im vorliegendeu Fall handelt es sich um einen geplanten Massenmord. Der Ausgang der Verhandlung soll sein: ein Dokument gegen ein Verfahren, daß mit allen Mitteln moderner Technik, mit Dynamit und Bomben, arbeitet, das darauf ausgeht, ohne Arbeit zu Reichtum zu verhelfen. Der Oberstaatsanwalt schildert an der Hand des Vorlebens den Charakter Werners, der sich schon im Gesängnis mit Wmgeß verbindet, um später Raub und Mord zu verüben. Der Angeklagte sei eine Verbrechernatur, ein Mensch, der nicht etwä der Verführung des Wingeß zum Opfer gefallen, sondern beide seien sich als Verbrecher gleichwertig gewesen. Die Eltern des Angeklagten haben alles getan, um ihren Sohn dem Einfluß zu entziehen, ben Wingeß aus ihn ausübte, ober als dieser bei seinem Genossen Geld sah, das dieser in Leipzig unterschlagen hatte, da war auch er zu jeder Tat bereit. Auf die in Frage stehenden Verbrechen eingehend, zeigt der An- lläger, daß Werner es gewesen sei, der den Vorschlag zu den Bombenanschlägen gemacht und der in St. Ingbert Bescheid gewußt hat, so kam eS zu dem Diebstahl in der Pulverfabrik. Bei dem Anschlag gegen die Villa Mayer bleibt eS sich gan- gleich, ob Wingeß oder ob Werner die Bombe gelegt hat, da diese das Verbrechen gemeinsam ausgeführt haben, dadurch ist der eine so strajbar wie der andere. Aber der Angeklagte war der Techniker, er hatte die Bombe hergestellt und wußte am besten, die Explosion l-erbeizusühren, und der Schutzmann Klauß hat gesehen, wie dieser und nicht Wingeß kurz vor der Explosion auS dem Garten auf die Straße zugekommen ist. Es handelt sich hier nicht um eine Beihilfe, die Werner geleistet, sondern um eine Mittäterschaft,
Zu dem Erpressungsversuch gegen den Bankier Mayer güt dieselbe Erivagung, wie bei der Zerstörung der Villa. Bei dem Versuch hat der Angeklagte nicht als Gehllfe seines Genossen, sondern mit diesem gemeinsam gehandelt, und er muß als Mittäter bestraft werden. Beide wollten 10 000 Mark erlangen und haben dem Mann mit Mord gedroht.
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Letzte Nachrichten.
Ter Fall Strecker in der Hessischen Zweiten Kammer.
Ra B. D a r m st a d t, 7. Dez. In dec hetitigen Sitzung, i)ie von dem Präsidenten Haas geleitet wurde, besprach die ZweiteÄammer die Maßregeln ngdesOber- lehrers Dr. Strecker. Abg. Reh beleuchtete die An- gelegenyert vom politischen und inristischen Standpunkt aus und sprach sich dahin aus, daß die Maßregelung ungerecht- ertigt sei und keinesfalls hätte verhängt werden dürfen. Ministertalcat Süffert betonte, daß die Maßregelung keine politische Maßnahme gewesen sei, und nur dazu dienen sollte, den Oberlehrer Dr. Strecker wieder auf den rechten Weg zu bringen. Die Regierung habe die 23er- össenllichung nicht veranlaßt, sondern nur auf die Vorstellungen beteiligter Streife hin Antwort gegeben. Die Regierung werde sich jedenfalls noch weiter mit Dr. Strecker zu unterhalten haben. Dr. Winkler erklärte, daß feine Partei keine Störung des tonfefjisnellen Friedens wolle, aber sie verlange amy für Dr. Strecker freie politische Betätigung. ES sprachen dann noch Dr. Schmitt (Mainz) und Ulrich.
Die Volkszählung.
Frankfurt a. M., 6. Dez. btach der Volkszählung vom 1. Dezember beträgt die Einwohnerzahl der Stadt Frankfurt 414 406.
Hamburg, 6. Dez. Die Volkszählung der Stadt Hamburg ergab 936000 gegen 802 793 im Jahre 1905.
Plauen (Vogtland), 6. Dez. Die Volkszählung in Plauen ergab 121104 gegen 105 381 im Jahre 19u5.
Hannover, 6. Dez. Rach der amtlichen Zählung betrug die Einwohnerschaft am 1. Dezember 292 7o3 Personen, unter ihnen 144 682 männliche und 156 072 weibliche; im Jahre 1905 betrug die Gesamtzahl der Bevölkerung 272 335 Personen.
Lübeck, 6. Dez. Rach der Volkszählung vom L Dezember beträgt die Einwohnerzahl dec Stadt Lübeck US 612 gegen 91371 am L Dezember 1905.
Mannheim, 7. Dez. Die Einwohnerzahl Mannheims beträgt nach der VoUszähmng vom 1. Dezember 179 379 gegen 1905 24 6/9 ober 14,63 Prozent mehr.
Mülhausen t Els., 6. Dez. Rach der Volkszählung betragt die Einwohnerzahl von Mülhausen 94 021 gegen 94 498 im Jahre 1905.
Straßburg, 6. Dez. Nach dem vorläufigen Ergeb» niS beträgt die iLinwohnerzahl Straßburgs 178 290. Der Zuwachs seit 1905 beträgt 10612.
Stuttgart, 7. Dez. Mitteilungen des statistischen Amtes ist das vorläufige Ergebnis der Volkszählung vom L Dezember 1910 für Stuttgart 285589 Einwohner. Davon sind 139 065 männlichen und 146 524 weiblichen Geschlechts. .Seit dem Jahre 1905 beträgt die Zunahme der Bevölkerung 32 489 gleich 12,8 Proz.
Stuttgart,?. Dez. Die Einwohnerzahl Württembergs wird nach den bts jetzt vorliegenden Vollszähluugs- Ergevnissen auf 2 435 000 berechnet gegen 23021 <9 im Jahre 1905.
Frankfurt a. M., 7. Dez. Am Samstag abend wird hier Geheimrat Professor Dr. R i e s e r einen Vortrag hallen über „Der Hansabund in Kampf und Abwehr", zu dem eine große Anzahl von Einladungen ergangen sind.
Wilhelmshaven, ö. Dez. Das Kriegsgericht verurteilte gestern den Obermaaten Jacob lvegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 6 Jahren Zuchthaus.
Konstantinopel, 6. Dez. Rach einer telegraphc- schen Meldung des türkischen Kommissars an der türkisä)- perfischen Grenze ist Dank der gemeinsamen Aktion des persischen Gouverneurs in Salmas und der türkischen Behörden eine Versöhnung der feindlichen persischen und türkischen Stämme herbeigesührt, so daß neue Konflikte ausgeschlossen erscheinen.
Pistole betrübten muß ober mit anderen Worten, daß der A n - geklagte auf den Bankbeamten Meyer geschossen hat. Die Photographien werden den Geschworenen vorgelegt.
Medizinalrat Dr. Haberkorn: Der Verteidiger hatte den Antrag gestellt, den Angellagten auf seinen Geisteszustand zu untersuchen. Es kommt hier in Frage, ob Werner die Tat im Zustande der Bewußtlosigkeit beaangen hat. Tie Beantwortung der Frage kann sich jeder Geschworene selbst geben, die Frage muß verneint werden, denn der Angeklagte hat sich mit seltener Klarheit aller der Vorgänge, um die cs sich hier handelt, erinnert. Auch eine Geisteskrankheit liege nicht vor, wie dies der Sachverständige eingehend darlegte. Der Angeklagte ist ein durchaus gekbeiter und intelligenter Mensch. Es banbell sich auch nicht etwa um einen geborenen Verbrecher, wie ein früherer Gutachter den Werner bezeichnet hat. Gewiß sei, daß Wingeß einen unheilvollen Einfluß auf den Angellagten ausgeübt habe, gegen den sich die Eltern und auch der Angcllagte wehrten, aber als Wingeß dem Angeklagten das viele Geld zeigte, da unterlag er der Verführung. Er wollte viel Geld haben, uni im Auslände dann als reicher Mann zu leben. Medizinalrat Habei körn ist der Ansicht, daß Werner strafrechtlich voll und ganz für sein Tun verantwortlich ist. Damll ist die Beweisaufnahme beendet, und die Verhandlung wird auf borgen vormittag 9 Uhr vertagt.
Die den Geschworenen vorzulegenden Schuldfragen sind sehr kompliziert, )ie halten sich an den Erösfnungsbeschluß; es sind mit den Nebenfragen ca. 13 Fragen, die zur Beantwortung
selben hat der Angcllagte gehandell, wie es die Unterschrift der Erpresserbriefe besagt, von denen Werner den zweiten Drohbrief verfaßt und geschrieben hat. Die Taten in Friedberg reihen sich den Verbrechen gegen den Bankier Mayer unmittelbar an» denn schon am 15. Juni war es Werner, der in Friedberg eine Gelegenhell zu einer Tat ausbaldowerte. Die Angabe, daß an der Burg eine Bombe legen wollte, ist nicht wahr, berat ed habe sicher von vornherein der Plan bestanden, die Höllenmaschine im Rathause zur Explosion zu bringen. Werner hat zugestanden, die Maschine dort hingetragen zu haben, er hat sic zur Explosion gebracht und damll die ün Gebäude befindlichen Planschen nicht Ichonen wollen. sei wie eut Wunder zu betrachten, daß bei diesem Verbrechen teure Ptenschenleben vernichtet wurden. Wer mit einer solchen Bombe arbeitet, der muß sich sagen, daß Menschen dabei hingemordet werden. Es sei also gar kein Zweifel, daß in der Art der Vorbereitung und Ausführung der Tat der Beweis gegeben ist, daß hier eine vorsätzliche Explosion und gleichzeitig ein Mordversuch begangen ift.
Wahrnehmungen des Vorzeugen.
Die Zeugin Elise Rupp- Friedberg bekundet, daß ein Mann gleich nach dem Bombenattentat auf das Rathaus in den elterlichen Laden kam, einen Kragen kaufte und seinen zer- fnüierten Kragen im Laden wechselte. Der Angellagte erllärt, das sei richtig; er habe sich in einem Laden auch eine Mütze getauft und ici dann nach Nauheim hin entkommen. Wo er am Bahnhof schon erfuhr, daß Wingeß sich erschosfen Halle. Von dort in Werner nach Frankfurt gefahren, wo er in feiner Wohnung den Rest des gestohlenen Dynamits in einen Koffer paclle und in den Main warf, dkoch in der Nacht floh er nach Luxemburg, naächem er ,eme veimat Kaiserslautern aufgesucht und feiner Mutter ein Geständnis abgelegt hatte, die ihm .65 Mark als Reisegeld gab. , ,, . _ . „
Wachtmeister Riebel - Kaiserslautern berichtet, daß der Angellagte einer angesehenen Handwerkerfarnilie entstammt, und von der Mutter etwas nachsichtig erzogen sei. Er schlldert den Lebensweg des Werner, der ein guter Schüler war und sich viel für Physik und Ehemie interessierte. In Kaiserslautern war 1908 bei einem Juwelier ein Einbruchsdiebstahl begangen worden und kurze Zell nachher fand auch ein Diebstahl in der Schule statt, wobei physikalische Apparate gestohlen wurden. Durch Redensarten hat sich Werner seinen Mllschülern gegenüber betraten. Er wurde verhaftet und gab trach anfänglichen Leugnen die Tat zu und erklärte, daß er keine Angaben machen könne, er gehöre einer geheimen Räuberbande an und habe rn deren Auftrage mit verbundenen Augen die Diebstähle ausführen müssen. Er sollte dann den Zeugen an den geheimen Versammlungsort der Räuberbande führen; unterwegs gestand er, bie Diebstähle allein ausaesührt zu haben. Er wurde mit 1 Jahr 2 Monate Gefängnis dafür bestraft. Werner hat ihm gegenüber ein Mal geäußert, er würde entweder ein Mal ein großer Gauner ober ein reicher Mann werden. .
Es werden darauf auf Antrag des Verteidigers Briefe deS Wingeß an den Vater des Werner verlesen und auch an Werner und dessen Bekannte, aus denen bervorgeht, daß Wingeß, tote der Erfolg gezeigt hat, seinen unheilvollen Einfluß auf Werner hinter dem Rücken der Eltern von Leipzig außgeubt hat, obschon er wußte, daß die Eltern deS jungen Mannes entschieden gegen den Verkehr waren.
SachverftändigerDr. Popp erklärt, daß die S ch u ß- Waffen keine Revolvers, sondern R ep,e t i e r p i st o l e n seren. Beim Abgeben des Schusses fällt eine vulse, in der die Kugel fi&t, heraus. Für die Untersuchung war die Feststellung von Well, aus welcher Browningpistole die un Reichsban^ gebäube zu Friedberg gefundene Hülse abgeschossen war, ob des Wingeß zeigt, daß der Einschlag der das Ges^oß Waffe des Wingeß zeigt, daß der Einschlag der das Geschotz zum Losgehen bringt, genau in der Mitte der L>lllse trifft, wahrend sämtliche Schüsse aus der Waffe des Werner einen mehr feitlichen Einfchlag an derHulfe zeigen. Eme Photographische Vergrößerung, der in der Bank gefundenen Hülse und eine ebensolche anderer Schüsse aus Werners Pistole zeigen ganz deutlich, daß diese sich betreffs des Einschlags gleichen wie ein Ei dem andern, so daß es zweifellos ist, daß der Schuß aus ben Bankvorstand in Friedbe rg aus Werners
____________________________(Schluß folgt.)
Vermischtes.
* Wieviel Deutsche gibt es auf der Erde? Die Jahre 1910 und 1911, in denen nicht nur im Deutschland, sondern auch in einer großen Zahl anderer Staaten Volkszählungen ftallfinden, machen wiederum die Frage aktuell, wieviel Deutsche es zurzell gibt Selbstverständlich kann es sich nicht darum handeln, wieviel Personen die deutsche Reichsangehörigteit besitzen. Maßgebend ist vielmehr das Deutsche als Muttersprache, wobei nahe verwandte Sprachen, wie ». B. das Vlämische, das längst die Bedeutung einer selbständigen Sprache erreicht Hill, ausgeschieden werden und auch diejenigen nicht mitgerechnet sind, die sich neben einer fremden Muttersprache den fließeiiden Gebrauch des Deutschen angeeignet haben. Unter dieser Maßgabe kann man nach den Fortschreitungen und den Wahrscheinlichfellsberechnungen der verschiedenen Länder folgendes für Mille 1910 als annähernd richtig seststellen. Im Deutschen Reiche bekennen sich bei einer Gesamtbeoölkerung von 641/. Millionen rund 60 Millionen zur Deutschen Sprache. Auf Oesterreich, wo das Deutschtum innerhalb der letzten zehn Jahre prozentmäßig keineswegs weiter zurückgegangen, sondern angesichts der starken slawischen Auswanderung eher etwas gewachsen ist, rechnet man etwas über 10 Millionen, auf Ungarn aber, wo tendenziöse Regierungs- Politik ihre Finger auch in die Volkszählungen steckt, 2 200 000 Deutsche. Es zählen ferner an Deutschen: die Schweiz 2Vs Mlll., Luxemburg 230 000, Rußland 1900 000, Belgien 30 000 und die Niederlande 100 000 Köpfe. Am schwierigsten ist die deutsch- redende Bevölkerung der Vereinigten Staaten zu erfassen. Wenn man hier von 10 oder 12 oder gar noch mehr Millionen Drnllsch- sprechender redet, so beruht dies auf gänzlich willkürlichen Schatzungen, bei denen die Politik einen bedeutenden Einfluß nbt. Fest steht nur, daß gegen 3 Millionen der dortigen Bevölkerung in Deutschland geboren sind. Von ihnen ist ein nicht unbedeutender Teil der slawischen (polnischen) Nationalität zuzurechnen, er wird aber ausgeglichen durch den deutschsprachigen Anteil an der österreichischen Einwanderung. Was sonst iwch an Deutschen in anderen Landern wohnt, belauft sich nur auf wenige Hundert- Lausende. Man kann also den Antell der Deutschen an der
,nbm. Er eilte hin Und fand seinen Vorgesetzten auf dem Boden irnenb. Die Kasse war nicht beraubt, doch lagen kleine Ln- ierftrciit auf der Erde.
Die Ehefrau. Langer hatte auf bem Flur be5 Bank- lebäudes, rn dem sie üj-re Wohnung batte, einen Mann wahr- lenommen. Sie hörte dann in der Bank ein eigenartiges Gebüsch und als sie nachsah, bemerkte sie, daß Meyer mit einem piann ringe, der ihm einen Revolver vorhielt. Sie lief hinaus nid rief um Hilfe. Als sie wieder uirn Zimmer hineinwollte, sah ic Wingeß kommen, der nach dem Hoftor ging und ebenfalls hilft rief. Die Zengin hat gesehen, wie der Heine Mcmn ;üU ber Flurtür aus zweimal auf Herrn Meyer schoß. Darauf »iltc bie Zeugin nach der Straße und rief um Hilfe. Der Bank- joritaub, der Kassendiener und seine Frau wurden eingehend ver- [Ujmuicii, ob bie Tür zum Kadenz immer verichlosseai war oder nicht. Tie Zeugen erklären, daß sie stets verftlstossen wäre, ferner behauptet aber auf das bestimmteste, die Tür sei unver- ichloften gewesen.
Der Verteidiger fragte die Zengin, ob sie sich in der Zahl Set Schüsse nicht irre. Die Frau bleibt dabei, daß sie deutlich ticsehcn habe, wie der Angeklagte zwei Schüsse abgegeben habe.
Es dreht sich darum, daß man bei Abgabe zweier Schüsso auch zwei tkugelhülsen hätte finden müssen. Die Zeugin Langer banerit, bau man in der BeMrzung auf diese Sachen nicht so sehr geachtet habe. Es waren auch so viel Meiifchen am Tatort, Daß cs wohl möglich ist, daß die zweite Hülse zellreten und beim ^swischeu des vielen Blutes mit sollgekommen ist.
Kommissar Weiß bekundet, daß die Kugelhülse, die als Beweis iiuu. dient, ihm als ui der meichsbaiit geiunden, übergeben ist. Wer ibm die Hülfe gebracht, kann der Zeuge nicht mehr angeben.
Die Büglerin Emma Heimbusch hat am Tage der Tat bei ber Frau des Kassendieners Langer gebügelt und gehört, wie diest yil|e geruien habe. “Aue Zeugin yal onrch oue ollene Kocridor- ture NiS Kaijenzimmer gesehen, in dem der Bantvorstieher mit ‘ ötui Kopf nach dem Trefchr zu am Boden lag. Die Zeugin sah, - jyie eui großer Manu hinwegeilte. Daraus geht hervor, bau 4 Köin 0 eß nicht auf Meyer geschossen hat, wie dies ■ auch Frau Langer gesehen haben will. Die Zeugin ist dann in ' bui W uno au| Die Virale geeilt, iie hat twtr von rtitoucr nichts wahrgenommen.,
Maurer Joh. Schütz ans Ober-Wöllstadt, hat von der Straße
ei aus gttehen, wie im Reichsbankgebäude zwei Leute miteinanber . rangen; er hörte einen Schuß und sah, wie Wingeß aus dem v>ü]iur herauslam; da hörte der Zeuge bannen einen zweiten (2 m u U lallen, ben also nur Werner abgegeben Haden kann. Der ' jeuge hat auch gehört, wie Frau Langer, als Wingeß bie Strafe heirat, gerufen hat: Haltet ihn!, da hat er den Kollegen, bie bei chia standen, gesagt, feit vorsichtig, man kann nicht wissen, was da oorgegangen in, icytiegtuy betumuien tou Mch eins ab« Im ^uhorerraum erhebt sich laute Heiterkeit,
Schlosjermeifter Hestmann - Friedberg hat übereinstimmend mit bem vorhergehenden Zeugen wahrgeiwnunon, wie Wingeß geflohen ift Der Zeuge hat üjn verfolgt, als er nach der Frank- jinter Selle zu entwifchen wollte. Der Flüchtling gab zwei Schufte ab, davon euren von einem Rade herunter.
Der Heizer K. I. L o n o von Ober-Wöllltadt war gegenüber her Reichsbank an einem Bau beschäftigt, er hat durch das offen» stehende Fenster gejehcn, wie mehrere Menschen aneinander waren; er glaubte, es seien ztoei Studenten, die da was miteinanber hätten, Da verlietz ein junger Menjch das Gebäude und sagte: Leute, p a b r i n ist etwas los, helft! Im gleicheti Augenblick rief Fcau Langer zum Fenster raus: Halt chn, das ist er! Da war aber der junge Mann schon weiter geeilt Der Zeuge hörte bann noch un Bankgebäude einen Schutz fallen, ohne daß er bie Ringenden un Gebäude beobachtete, Wingetz schoß nuchher auf bie Leute, bie ihn verfolgten.
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