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10.2.1910 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.

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die Post Mk.2. viert el- fährl. ausschl. Bestellg. Zeilenprets: lokal 15 auswärts 20 Psenniq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den polinschen Teil: August

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u deutsche-n Interessen sollten in ähnlicher Weise re englischen Kollegen ihre Stimme hören lassen.

Wir erhalten heute folgeitbe 9Jleti>uugen;

.A i r o, 9. Febr. In seiner Rede betreffend die

jo und sovielten Male die von den Guesdisten und den Revolutionären etwas gar zu willkürlich herbeigezogenen Argumente, mit denen sie die Altersversicherungs-Vorlage in der Presse und auch in den Meetings zu bekämpfen pflegen. Jaurös wies nach, daß die Gegner her Alters- Versicherung sich nicht scheuen, falsche Ziffern für ihre Zwecke zu Hilfe zu nehmen, indem sie einerseits erklären, daß höchstens 300 000 Arbeiter in den Genuß der Altersrente gelangen würden und daß diese anderseits kaum 400 Fr. erreichen würde. Die Berechnungen maßgebender Fach- männer haben aber gezeigt, daß bei 300000 Pensionierten die Rente mindestens 1080 Frank betragen würde. Indes der Abgeordnete von tzarmaux sich noch einer gewissen Zurückhaltung gegenüber den Guesdisten befleißigte, ging er mit der äußersten Schärfe gegen die Revolutionäre und den Allgemeinen Arbeitsoerband vor, die im Jahre 1906, als die Kammer die Vorlage genehmigte, nicht den gering­sten Einwand erhoben, jetzt aber den Mund darum noch voller nehmen.

Der Erfolg der Rede Jaurös' war sehr nachhaltig, und in der Tat vereinigte die Motion des Allgemeinen Arbeits- Verbandes und der Herveisten, die die Verwerfung der Altersversicherungs-Vorlage durch die Abgeordneten der Partei verlangte, nur 15 7 gegen 193 Stimmen, die sich für die Vorlage erklärten, allerdings mit der Be­merkung, daß die Gewählten der Partei gleichzeitig die Verpflichtung zu übernehmen hätten, eine umfassende Agi­tation .für die Verbesserung bef bisher genehmigten Ver ­fügungen int gesamten Lande zu veranstalten.

Diese Niederlage trifft besonders hart die Marxisten, die sich nicht scheuten, sich mit ihren erbittersten Gegnern, den antiparlamentarischen Revolutionären, gegen Jaurös und dessen Anhang zu verbinden. Den Revolutionären bleibt immerhin der Ausweg offen, sich aus der unifizierten Partei zurückzuziehen, indes die Guesdisten gezwungen sind, in der Partei zu bleiben und sich den Beschlüssen des National-Kongresses zu fügen. Gerade bat- verleiht dem Erfolge der gemäßigten Fraktion der sozialistischen Partei seinen wahren Charakter.

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sichtige Umschreibung ist ziemlich lächerlich habewissen lassen", er wäre gezwungen, niederländisches Gebiet zu besetzen, wenn die Niederlande die Verteidigungsmittel gegen England nicht ins Werk setze:

Haag, 9. Febr. Bei Beratung des Budgets des Mini- stermms des Aeußern in der E r st e n Kammer begründete der ehemalige Gesandte in Stockholm van Heeckercn einen Antrag, worin der Minister aufgefordert wird, Schritte au tun, um die Integrität der Niederlande gegen Deutschland und England zu sichern. Der Redner erklärte, ein einige Jahre zurückliegendes Ereignis, das dem Minister wahrscheinlich unbekannt sei, bilde einen speziellen Grund für Holland, eine bessere Garantie zu fordern, als das Nordseeabkommen sie den Mächten zweiten Ranges biete. Der Minister des Aeußern er­widerte, van Heeckercn müsse seine Behauptungen genauer formu­lieren, sonst könne er nicht antworten. Nach einer erregten Aus­sprache, wobei van .Heeckercn behauptete, daß, sein Ansehen beim Stockholmer Hof durch die Beschwerde eines holländischen Lands­mannes gelitten habe, beschloß die Kammer in echer geheimen Sitzung, über die Angelegenheit nicht in geheimer Sitzung, sondern öffentlich zu verhandeln.

Van Heeckercn erklärte zu seinem Anträge int einzelnen: Ter Souverän eines Nachbarstaates habe vor einigen Jahren wissen lassen, daß er gezwungen wäre, niederländisches Gebiet zu besetzen, wenn die Niederlande die Verteidigungsmittel gegen England nicht in Stand setzten. Der Minister verdiene Tadel, daß er diese Tatsache beim Abschluß des däordseeabkommens nicht in Rechnung gezogen habe. Der Minister erwidette, er könne die Behauptung nicht entkräften, bevor Van Heeckercn nicht genauer sich zu den AusdrückenSouverän eineß Nachbar­staates" undwissen lassen" geäußert habe. Im Interesse des Landes falbere er ihn auf, klarer und genauer zu sein.

Da van Heeckereir nicht antwortete, wurde die Aussprache! ohne Ergebnis geschlossen.

Es wäre gut, wenn von Berlin aus dazu amtlich erklärt werden könnte, daß unser Kaiser in keiner Form sich in deut angedeuteten Sinne geäußert habe. Eine solche Aeuße- rung wäre ja auch durchaus zwecklos und schädlich gewesen: erstens wurde sie Englund gegen uns aufgebracht, zweitens Holland mißtrauisch gemacht haben. Was in bestimmten Fällen einer äußeren Gefahr das Reich unternehmen muß, wird doch nicht der ganzen Welt auf die Nase zu setzen sein!

Der deutsche Malier und Holland.

In der niederländischen Ersten Kämmer ist! alter Klatsch Keder ausgewärmt worden. Der ehemalige niederländische jesandte tit Stockholm, van Heeckeren, erwähnte wieder das lerücht,der Souverän eines Nachbarreiches" diese vor-

geschlagen und habe dem letzten. Arbeiter noch ein Bein abge- ijfyiagcit. Wenn jürt Knappe hinke oder nur ein Bein habe, so gehe daher das Sprichwort:Tas ist auch des Rnbzagels seiner Arbeiter einer gewesen." Rncbzagel hat sich nach Burgleämers Erzählung, fiir die er keine -Quelle angibt,in die Schlehs be­geben, in ein rinnghaltigcs Äupffer-Psrckwerch, Heist das Rissn- gepürg, so dem Gözscher (dem Grasen Von Götz) gehörig." Und dort treibt er mm sein ans den Sagen und Legenden bekchnntcsi Wesen.

Das Berliner R eli giv nsg es prä ch. Der Vortrag von Professor Dr. Arthur Drews über das Problem der ge- schickjtlichen Existenz Jesu und die sich daran anschließende Aus- cmandersetzung im großen Saal des Berliner. Zoologischen Gartens haben allenthalben so berechtigtes Aufsehen erregt, daß der Deutsche Monistenbund, Ortsgruppe Berlin, beschlossen hat, den steno- graphisckm Wortlaut sämtlicher Reden der beiden denkwürdigen Abende als Broschüre herauszugeben. Der Band wird in wenig Mocken im Buchhandel erscheinen und ganz billig zu habet! sein. Pros. Drews hatte in seinem Vortrag behauptet, daß Christus in der Art, wie er im dbeuen Testament austritt, niemals gelebt habe.

Ei n wichtiger Fund in Florenz. In dem melt- lckannten Palazzo vecchio ist soeben ein interessanter Fund ge­macht worden. Unter dem satoue bei Tugento, den die meisten Besucher des Palastes kennen, befindet sich ein Saal, der ehemals säla del popolo" hieß, seit langer. Zeit aber durch Zwischenwände in einzelne Zimmer geteilt war, die verschiedenen städtischen Be­hörden, dem hygienischen und Wasser-Amt sowie der städtischen Gendarmerie als Bureaus dienten. Um ben alten Saal in seiner ganzen Größe wiederherzushellen, wurden nun dieser Tage die Zwischenwände niedergerissen, nnb bei dieser Gelegenheit kam ein bisher unbekanntes Geheimfach zum Vorschein, das ein ur­altes Archiv enthielt. Gegen hundert Bände kamen ans Licht: die jüngsten stammen aus dem Jahre 1386, die ältesten gehen auf das Jahr 1259 zurück, in dem die flvrentinischr Republik siel. Außerdem wurden eine Menge diplomatischer Akten gefunden, die das Siegel des Kardinals Hyppolit Medici trugen: sie ge­währen interessanten Einblick in die Beziehungen zwischen Florenz und Deutschland und verschiedenen italienischen Städten. Ter ganze faltbare Fund wurde zum Zweck der Veröffentlichung einer Kommission übergeben.

Vezn gsprer»: monatüd) 75 'UU viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- ll Zweigstelle« monatlich 65 Pf.; durch

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irrming der Konzession der Sueztanal-Gesellscha ft ttetzgebenden Rate führte der Khedive aus, die Re-

Vevifionirmur und Rabifalismus in der französischen Sojialdwnofratie.

Zu unserer gestrigen kurzen Meldung über die Stellung der französischen Sozialdemokratie ^u dem neuen Arbeiter­pensionsgesetz und über den Sieg oer gemäßigten Gruppe wird uns aus Paris geschrieben:

Q Paris, 10. Febr. Alls dem Sozialisten-Kvn- greffe in Nimes fiel in der 4Lacht zum Mittwoch die Entscheidung über die Haltung der Partei gegenüber der dem Senate unterbreiteten Arbeiter-Altersver­sicherung. Die Revolutionäre, die sich diesmal zu ihrem großen Erstaunen, wie Herve mit seinem bissigen Sarkas­mus bemerkte, mit den Guesdisten in Einklang fanden, hatten ihre besten Redner ins Feuer geschickt, so nament­lich Herve, Luauet, einen der rührigsten Agitatoren des Allgemeinen Lttbeitsverbandes, und Ehastenet, einen ab­gesetzten Postbeamten. Allein auch die Reformisten hatten sehr tüchtige Verteidiger auf ihrer Seite, so die Abgg. Sembat und natürlich Jaurös.

Sem bat, dessen urwüchsige Sprache und scharfer Humor auf dem Sozialisten-Kongresse noch besser zur Gel­tung kamen als in der Kammer, nahm die Gegner der Mtersversorgung der Reihe nach vor und erdrückte sie förmlich unter seinen sarkasttfchen Bemerkungen. Jaurös seinerseits hielt sich streng an die Sache und widerlegte zum

Der Suej=Kanal.

Bekanntlich besteht die Msicht, die Konzession, welche bie Suezkänal-Gesellschast für die Dauer von 99 Jahren, b. h. bis zum Jahre 1968 erhalten hat, schon jetzt um iixilerc 40 Jahre, bis 2008 zu verlängern. Die Bedingungen, welche daran geknüpft werden, machen es notwendig, daß bdim die Gebühren, welche die den Kanal passierenden Schiffe zu entrichten haben, in der Hauptsache aufrecht (Thalten werden. Die ungewöhnlich stärke Belastung, die jetzt i^andel und Schiffahrt vermöge dieser hohen Kanal- gchühr zu tragen hat, scheint auf diese Weise, im der Haupt- jocfa zum Vorteil der Mtionäre, verewigt werden zu hollen. 6» ist nun, so entnehmen wir derDeutschen volksw. Korr.", tum Interesse, daß sich die englischen Schiffahrtstreise gegen die Ausbeutung des Kanals im privaten Vorteil zu ^wenden beginnen. Die Liverpooler Reeder-Vereinigung erhebt Ein- Lund dagegen, daß schon seit längerer Zeit an die Aktionäre Midenden in einer nach der Konzession unzulässigen Höhe vktteilt werden, die zur Ermäßigung der gegenwärtigen, ugebührlich hohen Tonnengebühr von fast 8 Frank per Ütme hätten verwendet werden müssen. Mit der Ange- dylmheit. ist nunmehr der britische Staatssekretär für aus- Mitige Angelegenheiten befaßt worden.

Es liegt auf der Hand, daß diese Frage alle europäi- chen Schifsahrts- und Handelstreise interessiert und ins- IciDitbere ist Deutschland bei dieser Frage beteiligt, unter dchen Flagge 2i/i Millionen Tonnen den Kanal passieren. Hetzen dieser Frage, die die noch für 58 Jahre laufende Kvn- di von betrifft, sollte die der beabsichttgten Verlängerung jetzigen Zustandes nicht aus dem Auge verloren (werden.

Der Streitfall öes Hauptmann; Hellfeld.

Petersburg, 9. Februar. Gegenüber der irrigen Darstellung eines Berliner Blattes über die Beschlag­nahme etnes russischen Guthabens beim Bankhause Men­delssohn u. Co. stellt ein amtliches Kommunique den folgenden Sachverhalt fest:

Am 5. Dezember 1909 wurde das Bankhaus von der Pfän­dung des Guthabens benachrichtigt; noch an demselben Abend wandte sich die Bank telegraphisch an den russischen Finanzminister, der die erforderlichen Instruktionen ergehen ließ intb zugleich den Minister des Aeußern über den Vorgang unterrichtete. Am 17. Dezember gab der Minister des Aeußern dem Botschafter in Berlin telegraphische Anweisungen über die notwendigen Maß nahmen zum Schutze der Interessen des russischen Schatzamtes. Am 30. Dezember, vor Ablauf der Frist, war vom Bankhaus die Beschwerde gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt; zugleich hatte es den Kläger benachrichtigt, cs habe keine Gelder des russischen Kricgsministeriums, an das die Forderungen des Haupt­manns von Hellfeld gestellt würden und tonne auch feine Zahlun­gen an Hellfeld leisten. Das amtliche Kommunique weist am Schlüsse auf die Erklärung des Staatssekretärs des auswärtigen Amtes über die Einleitung des Kompetenzkonfliktes und die vor läufige Sistierung des ganzen Verfahrens hin.

Petersburg, 9. Febr. . Das offizielle Jnfornuv- ttonsbureau dementiert die Meldung ausländischer Blätter, ber Zweck der Reise des russischen bevollmäch­tigten Staatsrates von Dyuowski nach Berlin fei, im Auftrage pes Ministerrates eine Verstäirdigunp mit v. Hellfeld so schnell wie möglich herbeizuführen.

Ein versinkendes Kastell. Dem B. T. wird aus Row geschrieben: Seit mehreren Tagen läuft das Gerücht um, daß das attberühmte Kastell dell' Ovo in Neapel, das durch das letzte Unwetter schwer beschädigt wurde, Gefahr laufe, im Meer, zu versinken. Ingenieur Correra, der Konservator der neapoli konischen Denkniäler, gibt jetzt eine gewisse Gefahr zu und hebt die Notwendigkeit hervor, die teilweise zerbröckelten Grundmauern des Kastells wiederherzustellen. Seitens der Regierung sind bereits alle Maßnahmen angeordnet, das denkwürdige Monument zu retten. Sein graues Gemäuer, das sich im Santa-Lucia-Viertefl drohend ins Meer hinausschiebt, ist allen Besuchern "Neapels be­kannt. Die alte Feste wird übrigens als Militärgefängnis benutzt.

* O perettenpfcifer. Ein neuer Beruf hat sich in Berlin ausgebildet. Durch die Operettenhochflut der letzten. Jahre, wo ein Walzer den anderen ablöst, geraten diese sehr bald in Vergessenheit, wenn nicht für ihre Volkstümlichkeit m mög lichst nachhaltiger Weist gesorgt wird Deshalb haben die Operettenkoinponisten bezw. ihre Verleger Leute angewvrben, die die neuesten Couplets bei jeder passenden und unpassenden Ge legenbeit dem Publikum bvrpfeifen. Zn erster Linie hinten dazu die Klatscher der Berliner Spezialitätn:- itnd Operettentheater. Darüber hirraus aber bezahlt man beute schon Bummler und andere dafür, daß sie auf Sttaßen und Plätzen' die Lieder pstifen.

Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft. Erne große österreichische Expeditioir nach Aegypten. Sämtliche Akademien Oesterreichs "planen jetzt, eine Exvedition großen Stils nach Aegypten zu entsenden. Die Regierung unterstützt das Unternehmen mit 8000 Sirenen. Die Expedition soll archäologische Zwecke uerfolgen und umfassende Ausgrabungen veranstalten. In Wien ist am 7. dieses Monats der Statister und Staatsrechtslehrer, a. o. Professor an der dortigen Univerfttät, Dr. jur. et Phil. Franz Ritter von J u rasche! im 61. Lebensjahre gestorben In Prag st a r b am 8. d. M. der emeritierte Prvstssor der Ohrenheiltünbe an der deutschen Universität, Dr. meb. Emcmirel Za n fal int 73. Lebensjahre. Der ordentliche Professor der englischen Sprache und Literatur an^der Leipziger Universität, Geh. Hofrat Dr. Richard Paul Wül ker ist am 8. b. M inr 65. Lebensjahre gesto eben. S«n Geburtsort war Frankfurt a. M. Ein Mammuth,- backenzahn wurde in einer B r i tz e r Kiesgrube nur 2]/_> Met unter her Erdoberfläche aufgefunden. Er hat ein Gewicht von ettoa 15 Pfund.

Rübezahl.

. schweren Bergwerksunfälle, die in der letzten Zeit schnell Meurandergefolgt sind, haben wieder einmal besonberß deutlich .1' die Gefahren des Bergmannsberufes hingewiestn. Es ist Mst begreiflich, daß die menschliche .Phantasie sich nicht hrit greuvaren wirtlichen, Schaden bringenden Mächten, den! Mvpenien Wettern, den giftigen Schwaden, dem Wasstreinbruch, MckiU- aber Zimmerungeinsturz begnügte, sondern menschen- Uiliche Wesen hinzndichtete, deren Haß, und Neid den Menschen, U in die Berge steigen, Schaden bringen. Neben den Zwergen, M rlrc Schätze nur ungern und gezwungen ausliefern, ist unserem W-b besonders der Berggeist Rübezahl bekannt, dessen elbisches Bien aus seinen Streichen leicht heraussch^iiü. Wir fjabni ihn F' nj Cäs Riesengebirge gebannt, und vielfach im Volke wird W- sein Name abgeleitet von der Rübenzählarbeit, durch die 1F dst Prinzessin Emma nach Musäus' Legimben übertölpelt Ren soll. Aber längst weiß man, daß das WortZahl" nur

berlürzung von Zagel Schwanz ist und man dieses Wort als Whünp.l.irdinr Anhang gebraucht, wie wir auch heute statt Ajfe M ecritiirtung Assen schm an; sagen. Aber auch mit der Rübe - oer Geist des Riesengttstrges nichts zu tun haben. Biel- tTP^en wir auch in anderen Gegenden einen Geist Riebe, i; "n Taunus. ?iud) wenn wir im Erzgebirge einen Ott Mteiiau bei Coblenz ein Rübenach haben, dürste es sich um unt Riedes Wasser (Ache) taub ein. Aehnlich wie ,Räbezahl ist aber auch ein Geist, der in den Harzsagen rumtnit, der WildMMann, nach dem die WildemaniErubs Mm '-ujmen hat. Schon vor fast 300 Jahren ist die Behauptung ^Wpdfan worden, daß, dieser Geist das Urbifi» des Rübe-

,Cl lnrd von Harzer Bergleuten nach dem Riesengebirge tinagen wurde. In seiner Tiralischen Chronik, die 1619 er- ämf ^"tthias Burglachper bei der Erwähnung derBerg- l W: -Hierher kann and gezogen iBurglechncr) iuerthni u j£20tJ^ tTon dem Geist, Ruebzagel genannt, so sich vor Jahren Conlarischen "Perckwerch und daselbst herumb am Harz,

>n Herz.)gthuinb Praunschweig ausgehalteil hat." Er habe iciriuV I:nLC !)Cltcu Bergwerk in Ramslberg die Arbeiter besser l'if ihifS ölc in den anderen Bergwerken. Deshalb hätten ^ ... Ettlden erlitten von den übrigen Arbeitern. Zur Strafe

F Tages albe die anderen in dem Berge arbei- umtomuicn, seine Arbeüer ßwer früher aus der iihren fassen. Als sic hinaus wären, fai die Grube zu-

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ernng halte den En twurf des Vertrages fnstimmig für annehmbar, tvenn die Gesellschaft mii einigen Modifilätionen einverstanden erkläre. Die ktcrcffen Aegyptens seien in genügenber Weise sicher- röc(£t. Die Regierung sei nicht verpflrchtet, in dieser Frage 1® Meinung des gesetzgebenden Rates cii^uholen. Der ?'misterrat halte die Angelegenheit aber für so wichtig, »ß er keine endgülttge Entscheidung treffen wolle, ehe : den gesetzgebenden- Rat gehört habe. Ter Beschluß des Hetzgebenden Rates wird auf den 16. Februar erwartet.

Kairo, 9. Febr. Bei der heutigen Eröffnung des Gesetzgebenden Rats empfahl der Khedive die An- Mjme der Vorlage betreffend die Erneuerung der Kon- ljsiov der SueZanal-Gesellschaft. Die Versammlung möge ü Vorlage reiflich crmägeit; denn sie entscheide über Gegen- mt Und Zutunsl.

Gent, 9. Febr-. Der geschäftsführende Ausschuß der sirng-Aegypter hielt hier eine außerordentliche sitzung ab zur Besprechung der Erneuerung der Konzession w den Suezkanal und sandte an die ägyptische Rat io u al- ttfammlung in Kairo ein Telegramm, in dem gegen ie Erneuerung der Konzession Widerspruch ingelegt wird.

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Nr- ^4 Erstes Blatt ISO. Jahrgang Donnerstag 10. Februar 1910

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