foitirt eine vollständige Amnestie und kam selbst, um mir die Freiheit an?,rl kündigen imb mich aus der Hast .in entlassen. Es war die erste und einzige Begnadigung, die mir in meinem Leben mtcil geworden ist. Hätte das Ewigweibliche öfter über mein Geschick zu entscheiden gehabt, ich glaube, ich wäre manchmal besser davonge lammen.
DaS Lturmsahr 181.8 sand den kleinen Bebel als strammen Monarch ist en, was iljiu aber nicht gut bekommen ist:
Bei einer Disputation über unsere volitijchui Ansictst.en, w'.e ne unter Schuliungen rorzulommen vslcgt, stellte sich heraus, das' nur ein Kamerad und id". Monarch ijcl gesinnt waren. Dafür wurden wir beide mit einer Trad>t Prügel bedacht. Wenn sich also meine politischen Gegner über meine „antipatriotische" Gesinnung entrüsten, weil nach ihrer Meinung 'JJconnrd. und Vaterland ein und dasselbe find, so ersehen sie aus der Niermeldeten Tot) fache, vielleicht zu ihrer Genugtuung, daß ich schon fürs Vaterland gelitten habe, ais ihre Väter imb Grossväter noch in ihrer Mcistn- blute Unsa.ald zu den Antipatrioten gehörten. Im Rheinland war inenigstens Zu jener Zelt der größere Teil der Bevölkerung republikanisd> gesinnt.
Den schlW des Ingendtapitels bildet der Tod der Mutter. Es sind in ihrer sd'lichten Sachlichkeit ergreifende Wolle, die der Sohn ihrem Andenken widmet: /
Tie Aermste hatte wenig'gute Tage in ihrem Ehe- und Witwen- leben,gesehen. Und doch war sie immer heiter und guten Mutes. Ihr starben binnen drei Jahren zwei Ehemänner, auste-rde-n zwei Kircher, außer meinem jüngsten Bruder eine »Schwester, die vor mir geboren worden war, die ich aber nicht gekannt habe. Mit uns zwei Brüdern Halle sie wiederholt irnere Krancheitsföllc durchzumachen. . . . Mehr Trübsal und Sorge bannten einer. Mutter kaum besdsteden sein.
Hier sei gleich angejchlossen, was Bebel in einem späteren Kapitel „Persönlrd'es" über feine Frau sagt:
Meine Braut war Arbeiterin in einem Leipziger P-uizwaren- gdfchäst. Wir verlobten uns im Herbst 186-1, kurz vor dem Tvde ihrer braven Mutter, und heirateten im Frühjahr 1866. Ich h.wc meine Ehe nie zu bereuen gehabt. Eine liebevollere, hingeoendere, cstlez-eit opferbereitere Frau hätte ich nicht finden können. Leistete ich, was im geleistet habe, so war dieses in erster Linie nur dura, ihre unermüdlid>e Pflege und Hilfsbereitschaft möglich. Und s.e hat viele schwere Tage, Monate und Ja Ire zu durchkosten gehabt, bis ihr enbtid. die Sonne ruhigerer Zeiten schien.
Der erste Band dieser Erinnerungen geht bis zum Jahre 1869. Damals wanderte Bebel zum erstenmal aus drei Wochen ins Gefängnis, wegen einer Adresse „An das spanische Volk", worin d.c Staatsgewalt ejn.- „Verbreitung staatsgesährlicher Lehren" erblickte.
Aus Or«rSt rind Lnird.
Gießen, 1. Februar 1910.
•* Tageskale über für Dienstag, 1. Febr.: 'Stadt- theater: Gastspiel von Alitgliederu des Frant'ürjer Schauspiel- Hauses: „Fran WarrcnS Gewerbe." Ansang 8 Uhr.
•• Studentische Unterrichtskurse. Den dritten der vorgesehenen Einzelvorträge hat Privatdozent Dr. K ü ch l c r übernommen. Er wird nächsten Freitag, 4. Februar (abends 8^ Uhr im Hörsaal 2 der Universität) einige hervorragende Fünft werke der neueren deutschen Literatur vor- lragen und erklären. Jedermann ist willkommen.
"* Kunstverein. Die Ge mäld c-Ausstellung am Brand ist von morgen, Mittwoch, an wieder täglich mit Ausnahme Samstags geöffnet. Mittwochs ist die Ausstellung von 11 bis 1 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet
** Bogels chutz. lieber den Nutzen des Sperlings ist lange gestritten worden. Heute ist der Streit zu seinen Uw gunstcn entsafte den. Der Spatz ist mehr schädlich als nützlich. Er zchadet durch Zerstören der Felder und Obstpslanzungen, durch Abbeii-en der Blüten und sruch angesetzten Früchte. Er schadet auch, indem er durch sein lautes, zänkisches, ausdrmglidfts We^en andere nützliche Böget verscheucht und die sür die Meisen au,- gclstingten 'Aisthohlev in Beschlag nimmt. Was hilft der gesühl- -vollste Bogelichutz, wenn .Haus- und Feldsperlmg drei Viertel all-r Nistkasten und Winterfütterungen in Beschlag nehmen und sich noch mehr breit machen, als dies ohnehin«, schott der Fall war! Eine Massewablüttcrung von Spatzen tm Winter ist nur sche u- barer Vogelschutz, und imzählige wohlmeinende Leute geben sich mit solchen Scheinerfolgen zufrieden. iUcan benütze vielmehr die Cselegenljeit, um im Winter fo viel Spatzen abzusHiesten, unter Beobachtung der polizeilichen Vorschriften, wie man nur erreicht. Äusgerottet werden iic ia doch nicht. Und wer des Schießens nid/t kundig ist und doch Winterftitterung für die nützlichen Meisen betreiben möchte, der kaufe sich den „Antispatz". Was ist das sür ein merkwürdiges Ding? Ein kleiner Futtertrog, von Dr. Bruhn, unter Mitwirkung der Vogelsa.-utzstation Seebach konstruiert, der an die sog. Meisendose' angehängt, den'Spatzen das Mitftessen verleidet.
= Wleseck, 30. Jan. Zur Feier von Kaisers Geburtstag veranstaltete am Samstag der Kriegerverein im Saale des Herrn Adam Ziegler eine in allen ihre Teilen gut gelungene Ab end Unterhaltung, womit eine kleine Verlosung verbunden weit. Die geschmackvoll geschmückten Räumlichkeiten erwiesen sich fast als zu klein, so zahlreich hatten sich die Mitglieder nut ihren Angehörigen eingefunden. Dio Darbietungen, darunter einige recht fielt gespielte Einakter aus dem Soldatenleben, fanden ungeteilten Beifall. Im Mittelpunkt der Feier sland eine von patriotischem Geist getragene Ansprache des Lehrers Müller. Seine Ausführungen Hangen in ein Hoch auf unseren Friedenskatser aus, in das die Anwesenden begeistert emstimmten.
— Leihgestern, 30. Jan. Der Mitteldeutsche K a n i u ch e n z ü ch t c r - V e r b a n d hielt bei Gastwirt Dorn seine Hauptversammlung ab. Sämtliche Vereine außer Dutew I.wsen, Garbenheim und Watzenborn-Steinberg, waren durch'68 Delegierte vertreten. Der bisherige Vorstand wurde durch Zuruf ttnedergewählt: 1. Vorsitzender Wertführer Schmidt, Kinzenbach, 2, V-^v sitzend er Gutsbesitzer K. Eckliardt, Laimbach i. Weiltal, Schriftführer Baufchveiber Weinandt, Klein-Linden und Kassierer Maurermeister Franz, Lützellmden. Aus dem Jahresbericht geht hervor,^daß sich der Veroand in dem letzten Jahre stark entwickelt hat. So find wiederum 3 iruc Vereine gewonnen worden. Am letzten iDnntag im Februar r.nbet eine AgitatiouSoersamrnlung in Wetzlar itati, in der Herr Banneäie-^tein-Linden, sowie Herr Hahn- Wetzlar spreck>en werden. Die 5. Bundesausstellnng 1910 findet am 23., 21. und 25. April d. I. in Allendorf a. Lchn statt. Tie Vorbereitungen find getroffen. Da fick; der Verband w stark entltidelt bat, wurde einem Dringlichkeitsantrag statlgegeben imb der Ve roänd in 2 Bez ft: eiageteilt. Mkt den Vorarbeiten sind für den 1. Bezirk Herr Hahn-Wetzlar und sür den 2. Bezirk die Herren Lchrader-Lechgestern und Pannecke-KleiwLinden betram.
,=t. Reiskirchen, 30. Jan. Kaisers Geburtstag feierte der Kriegerv erein diesmal schöner als in vergangenen Jahren. 2er Präsident des Vereins hielt eine Rede, an bereu Schluß das Kaiserhoch auZgebraM wurde, das sehr beifällige Ausnahme sand. Durch die Ausführung einiger Theaterstücke, die Herr Wiegandt aus G.etzen mit den Ausfuhr enden, einftubiert hatte, herrschle eine gehobWere Stimmung. Dem anschließenden Tanz wurde sleiftig, besonders ron der Jugend mgesprochen.
A Nendorf a. d. Lahn, 31. Jan. Nächsten Donnerstag hält Herr Stephan im Hörrscl-en Saale rinnt Vortrag uver feine Erlebnisse in S ü dw e st a f r i k a. Land und Leute wird er in LiaftbilLern vorführen.
-r. Hattenrod, 31. Jan. Unser Gesangverein Eintracht beging gestern abend int Saale des Galwirts Dörr iw würdiger Weise Die Feier des Geburtstages des Kaisers. Lehrer Römer, bei Dirigent, ber zugleich Bundcs-
chormelfter des Sängerbundes Ehattia ist, hatte es verstanden, ein in jeder Beziehung gutes Programm zu ent- wersen. Präsident N e e b eröffnete die Feier mit einer Ansprache. Tas ausgebrachte Kaiserhvch iuurbc begeistert ausgenommen. Hierauf folgten Gesangs-, Musikvorträge und Theaterstücke. Letztere wie: „Zu Befehl Herr Unteroffizier", „Goldonlelchen", „Schnabels Geburtstag" ‘ und „Fechtbrüder" wurden recht flott und anmucig gespielt. Sämtliche Darbietungen ernteten den ungeteilten' Beifall der zalifreichen Zuschauer. Zum Schlüsse kam die tanzlustige Jugend zu ihrem Recht.
A Härt man ns Hain, 31. Jan. Große Verwüstung haben die großen Schnee massen in den Waldungen des Oberwcübcs aitoerichtet; besonders groß ist der Schaden ui den jungen Anpflanzungen. Bei der Station Obeiwald wurde ein fiskalischer Jungwald von 10 Morgen Größe fast ganz von Her Schneelast zerstört. Tie 12 Jahre alten Bäumchen waren ctioo 2 bis 3 Nieter hoch und bildeten eine Musteipflanzmig der Oberförsterei Greben Ham. In den Waldungen liegt der Schnee über einen halben Meter hoch. Das Wild leibet1 sehr und kommt bis an die Dörfer, um sich spärliches Futter 311 suchen.
» 2 au bad}, 31. Jan. Zur Ausbringung der Renovation der hiesigen Kirche, die annäh. .wd 30 000 Mark' beträgt, sand am vrfirigelt Sonntag im Ä r äslichen Schloss e ein Verkaufs- u a 1 a r, für den ud» unter Leitung der Gräfin-Mutter ein Komitee von Tauten gebiibet hatte, statt. Die Gaben zu den Verlaufs 'Finden waren sehr zahlreich von früheres und jetzigen Bewobiterlt Oer Stadt eiugelausen. Die Ver lau (senden setzten sich zusammen aus einem Bufett (verschiedene Ersrisamngett emhaltend), Zigarren- urtd Lilörstand, Zuckern, c-reu, Haushaltungswaren, Korbwareir, Handarbeitsstand, Tombola und einem Schießstand. Ferner nruroen 2Lunten, Postkarten, Llpfelsinen usw. seilgebplen. Zum Amüchmem ber Jugend mar eilt gut arrangiertes Schattenttemer, entworfeu von Professor Gottlieb 'und .Nvih-Darmsiadt, von Schülern des Gymnasiums geleitet, ausgestellt. Eine Anzahl jüngerer Damen hatten den Vertäut übernommen und waren zur Bedtenung am <■ üfett. _ Sie verdienest eine besondere Anerkeniimig siir Oie gc- schickte Erledigung ihrer Arbeit, die durch den loliossalen Andrang entstand. Sehr zahlreiche Käufer waten von den uml.egendeii Orten und Oer Stadt selbst erschienen. Ebenso waren etwa 25 A.ntglieder der fürstlichen .Häuser von Büdingen, Lich und Arns- vurg geLjmmeit: Der Andrang war so stark, daß in wem gen cdunfcuit der Basar ausverlautt war. Mait konnte etwas über 1700 Mark als finanzielles Ergebnis feststellen.
» ■ ........... —----■■ ü_______
Getreide-Wochenbericht
ber PreisberK. ..>,e ...Ul- v . . iririschastsrats
vorn 25. bis 31. Januar 1910.
m
Haier
(■
174. .-j- 2)
(4- (-
) 2‘/;)
1) (- 2) H-1) (- 2) (f 1) l- ) (” ) (- ) (- )
160
162
161
156
157
173 168
176 172
174 l«iO 175 174 165 170 172h'. 177'ft
165
158 227.50
(- )
(- LOO),
leisten Markttage ut Mark pro 1G00 kg je nach Qualität, fuobci das Mehr (+) bczm. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche
Juli 2-L.-5 (- 1.25). Biidapest April 241.50 (— 1.85). Liverpool Alärz 187.81 (-}- 0.25). Ehiengo Acht 171.75 (— 0.20) Roggen: Berlin Mat 171.50 (— 3.00), Juli 178.00 (— 2.7./).
Hoier: Berlin Mai 166.50 lZ- 0.25), Juli 16 J50 (4- 0.25) 9)1 f.
(- )
(+ 2»
H- i)
Der inJeer abgelaitsenen Woche in ganz Deutschland ttieder- gegangc-ne Scrnee gcivästet Den Feldern gegen ote ohnehin nur nuiEigen Froste ausreichenden Schutz, so daß zu Besorgnissen itegen der Saaten zunächst feine Veransanung trorliegt. Da Die Arbeiten aus den Feldern infolge ber winterlichen Witterung eine Unterbrechung.erfahren mussten, so konnten ,ich die Landwirte wieder mehr mit dem Dregsten beschäftigen, ohne daß aber emc merlliche Zunahme des Angebots die Folge gewesen wäre. Weizen ist. vielmehr nach wie vor Mapp geblieben und da neben ben Mühten aua) der Export andauernd Ansprüche schelt, so mußten ungeachtet der zcitwviie schwächeren Teneenz am Weltmärkte die letzten, teilweise sogar höheren Preise bewilligt werden. In der zweiten Wochenhälste trat übrigens int Arisch.uß, an Amerika und tu folge ueuerlichcr Rüdläufe .seitens Argentinchlis eine allgemeine Beseniguttg ein, zu. der auch die Zurückhaltung der -ruisischen Exporteure beizutragen schien. Befestigend mirtle wetterhrn oer Umstand, daß die Weltverschifftlltgen infolge atlgemcin schrv-aeher Beteiligung auf nur 194 000 Tonnen zmautmengeschrumpft fino, während in der entsprechenden Woche ces Vorjahres 308OOu Tv'.rnen zum Export gelangten. Im Lieferunzsgcsch^st beftaito im allgemeinen Wenig UntLritehmMtgslust, da die schivanlende Hal- tung des Aiislaubcs Käaöser wie Verkäufer vorstckftig stimmte. Die Woche schließt mit ung-estilrr 1—lli Mark niedrigerrrt Preism. Für das etwas stärkere Roggenangebot zeigte der Export wieder mehrfach Interesse, Während die Maujiuit der Mühlen im Hut- blick auf den schleppenden Mehlabsatz zu ivünschen übrig ließ. F'eine Qualitäten, sür die Rußland hohe Preise wrdert und d.e zum Vermischen mit beit meist geringeren Qualitäten gebraucht iverben, fonnten sich ziemlich gut im Preise behaupten. In diesen Berhäitniisen liegt and*, Die Erklärung für bi? zwischen effektiver Ware 'u'.nd dem Termin bestehenden Difjerenz, eie in der letzten Woche indes dadurch eute Verminveriutg erfuhr, daß Liesterung ungefähr 0 Mart int Preise nachgeveu musste. Der Einickui von Has er gestaltet sich fortgesetzt inivfern schmierig, als der Export Preise bewilligt, Die ini Konsum nicht zu crziisten sind. Ter Handel sieht sich iufolgcbciicn gezwungen, teilte Anschaffungen möglichst einzuschranken. Feine weiße Qualitäten werden in der Provinz zu Daatzwecken 'gesucht und stoch bezahlt. Inländische Gerste ist in geringeren Qualitäten nahezu unverkäuflich, nüh- rend die Forderungen für russische Futter Ferste iveitcr augezogen haben. Für Mais besteht nach wie vor wenig Interesse.
Es Hellten sich Die Preise stir inländrjcDes Getreide am
lammevn () bciaeüiqt ist, wie folgt:
Weizen
Roggeu
Königsberg
226 (-
2)
164
(-
1)
Danzig
235 (—
1)
168
(+
1VJ
Stettin
223 ( +
1)
162
(+
1)
Pofen
231 ( +
2)
160
i.—
f
Breslau
230 ( —
)
162
(—
)
Berlin
227 (—
)
166
(—
1)
"Magdeburg
225 <-j-
2)
165
(—
)
Hacke
225 (—
)
168
1)
Leipzig
224 (-
)
168
(—
)
Dresden
230 (—
)
167
(—
i
Braunschweig
231 (-
2)
163
(—
2)
Rostock
— (-
1
160
(4-
2)
Hantbtwg
220 (+
2)
168
(-
)
Hannover
220 < —
)
164
(4-
2)
T üsjeldorf
228 (-
)
169
(—
1)
Frantiurt a.M.
235 ( +
1)
170
(-
)
Alannhenn
2371 3 (-
)
1721/;
(-■
)
Straßburg
232’4 (-
)
18Ü
(-
)
Stuttgart
237'/. (—
)
1777,
(—
)
Alüiichen
AL e l l m a r 1
24o (-{-
6)
16u
(-
)
\ t p.rei 1 e:
Wl
eigen: Berlin
Mai
Gießen, 1. Febr. Alarklbertcht. 9lut heutigent Wocben- mailte toiieie: Butter pr. Ptd. 1.00—1.10 Alk., Hühnereier 1 St. 9—10 Big., Enteneier 1 St. O Big., Mäfe pr." St. 6—8 Pi., Erbsen p. Pio. uu—00 Pfg., Linsen p. Psd. 00—Oo Psg., Tauben pr. Pr. 0,8ü—l,0o DiL, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk.,' Hähne pr. Stuck u,80—1,8<. 9.’.F., Gänse pr. Btt). 60—7o Pf., Enten vr. Stück 1,80 brn 2,20 Alt., Lchn.g.eijck) pr. Ptd. 76—84 Ptg., Luhfietjch pr. Psd. ijO Pig., Rindsteisck) pr. Pfund 70—14 Psg., -^chiveinestcifch vr. Pnind 80—06 Psg., Sclnveinesteifch, gefalzen, pr. Psd. 96 Big., Mnlbfleücl) pr. Psd. 72—76 Pig., Hantruelsleijck) pr. Pich 60—80 Psg. Mavtoiieln pr. luo Kg. ö.üu—6.O0 Wit., Zivrebeln per Ztr. 5,00—6,00 üld., Aitlch per Ainev 20 Psg., Weißtrauk ver ->lück 10-15 Pig., ver Zentner Alt. O.Oo—O.oo., Aepfel per Ztr. 10—18 Ml., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Jlu||c 100 etnet 40—öo Psg., per Ztr. o—Oo Alt Buarltzeil von 8—2 Uhr.
— Ka 1 l 0 Ne 1 marlt - Berlcht u-un 31. Januar 1910. Friedberg (Hetzen): Roke Sorte Alk. 1.80-l.tiu, Magnunt
boiutnt 2.20—2.30, weiße runde 1.90—2.00, Gell) fleischst,?, blaue, 2.00J-2.10, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Dor?' in und: Note Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Alagniiin bomtm 2.55—0.00 weiße runde 2.13—0.U1), (tzelbfletfchige blaue 0 00—0.00, rote 2.85 — 0.00, weiße O.OO - O O). Hagen i. W.: Note Daber k. O.OO'—O.OO, andere röte Sorten 0.00 - 0.00, Magluun bomim 2.80—0.00, weiße runde 2 35—O.OO, (Äetbfleischige blaue 0.00-0.00, lote 0.00—O.OO, -veiße 3.70—0.CO. K c :n pen : Rote Daber 0.00 - O.OO, andere rote Sorten 0.00—0.00, Alapnuin bomim 2.20 bis 0.00, weisst rimbc 3.00- 0.00, Ctzelbsieifchize blaue O.OO.—O.OO, rote 0.00—0.00, weiße 9.00—0.00. Kreield: Rott Daber 0.00—0.00, Alaguum bomim Mk. 2.40—2.60, weiße runde Alk. 0.00—0.00, Gelbfleischige rote Alk. 2.40—2.60, weiße 2.40—2.00. Köln: yiotc Sorten 2.00—0.00, Magnum bomim 2.20—2.45, weiße riinde 2.00-0.00, GelVfletfchige blaue 0.00—0 00, tote 2.4O bis 0.00, weiße 2.20-0.00. P l a i.d t:. Rote Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.20-0.00, Magnum bouum 2.30—0.00, weiß? runde 2.00-0.00, Gelbfleifdiipe, blaue 0.00—0.00, rote O.üu bis 00, weiße 0.00-0.00. Saarlouis: Note 2aber 0.00 - 0.00, andere roie Sorten 2.2O—0 00, Magnum bomim 0.00—0.00, weist: runde 2.20 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.00—0.00. Al annhcim: Alagnum bomim Alt. 2.75—i).i 0, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfieischi e blaue 3.50 bis o.OO, rote 0.00 - 0.00, weiße 0.- 0- 0.00. F ra it k en t h a 1: Note Sorten 1.75—0.00, Alagnurn bomim 2.20—0.00, iveiße runde 2.0ü bis 0.00, Gelbfleischige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 - 0.00, weiße 2.75—O.CO. M ü 11 chen: Alagnum boniim 2.70; weiße runde 0.00 Gelbfleischige weiße Alk. 2.70. (Alles zu 50 Kilo.)
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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 81. Januar.
Eine oit gerügte Unart unseres Konzertpublikuinv trat gestern wieder einmal sehr störend hervor. Der letzte Ton des reizenden Chansons von Debussy ivar noch nicht verklungen, als ich von meinem Platze aus zwei Damen sich ntarfcbicrtig erheben sah, und die Sängerin stand noch auf dem Podium, als bereits Dutzende von '„dankbaren" Hörern dem AuSgaug des SaaleS ^teilten. Als ne wieder erschien, von den wirtlich Dankbaren freudig begrüßt, war das Plchlikluu schon m tosender Bervegung.
Alan kennt ja den Grund, riennnev den Vorwand : die Garderobe.. Aber das Konzert war gestern schon vor 7 Uhr 511 Ende, zur Eile also gar keine Veranlassung. Wie ivenig anständig solche Eile ist und ime wenig rücksichtsvoll gegen die Künstler, dafür fehlt leider einem großen Teil Des Publikums trotz aller Ermahnungen lebes Verständnis. Und da wir einmal am Rügen sind, warum denn am Schluß des Faure'fchen Liedes, detz'en Text am Ende Der dritten Programmfelte stand, wieder das infame Paviergeknatter? Run, diesmal hatte man eure EntschiilDlgung: es fehlte Dec Schlußstrich unter Dem Texte! Aber dieser Text redete doch beutlid) genug und Die Alnsit noch Deutlicher, so daß auch die des Franzö- ujckien minder Kundigen hätten merken können, daß das Lied zu Ende ging. Co würben bie bnm'bar Lauschenden um bie letzten Töne schnöde betrogen. TaS ivirb ireilich unser liebes Publikum nicht abhatlen, im nächsten Konzert wieder zii knattern. X.
Tic Marktpreise für Lieh imd Frucht . und die Gicstener Fleisch- und Wrvlpreise am 31. Januar 1910.
Höchste Schlachtvichpreisc m Fraul'i u r t a. Ak.
Fleischpreisü in Gießen
Ochsen
Kalber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 42—46 Alk.
Kg. Schlächtgsiv. 50 - ö-l Pi.
7, „ „ 57..," -59
Kg. 76-84 Psg.
7z H 72—76 „ „ 80-96 „
Gctrcibepreisc in Al a n n h e i m
BL'Mpreife ut Gieße n
Weizen JUO Kg. 23.75-OU.OU Alt. Roggen 100 Kg. 17.^5—00.00 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 62 Pig.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 P'g,
1T©3e£©mGc3Ee Kur‘3S32:-£c«14o
..es Giessener Anzeigers, mito-eteilt von der Bank für Handel nnd industrcieZGiesseu.
Frankiarter ÄÜÖrsj», 31. Januar, 1.15 Lhr.
Keichsanleihc . ... . 3°/o do. .....
3';,u/0 Konsols .
3" „ do. . v-' .. 3' -,"/,, Hessen . .
überliessen . .
4",; Oestcrr. Goldrente . . 4'4% Gesten-. Silberrente. 4" 0 Ungar. Goldrente . . 4° 0 Italien. Rente . . . 3",0 Portugiesen Serie J . 3% Portugiesen „ III . 4’/,% rass. StaatsanL 1905 411 >° o Japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türkcn von 1903 Türkenlosc......
4°/0 Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier .. 3°/0 Mexikaner .... 4*/i% Chinesen ... .
Aktien:
Bochum Guss . .. .. r. r. Buderus E. W. .
94-10
E’iCXtiiz. La'amcycr . . .
107.70
85.25
JJuktriz. Snliuckert . . .
138.0>J
v-1.10
Esci'.weiier Bergwerk . .
21U.U0
85.30
Gdst-nkirche.n Bergwerk .
218 75
93.20
Haigbnrg- Amerik. Pakctl.
135.19
93.60
if ar neuer Bergwerk . . .
-12.40
99 70
Liurahüttc .... . . ..
2UO.20
99.00
Nordd.' Lloyd .
102.70
95.75
Obcrschles. Eisen-Industrie
112.75
■ ■1 « ——
Berliner Handclsges. . . .
184.40
64.3O
Darmstädter Bank . . .
137.90
66.00
Deutsche Lank . . . .
258.10
99.90
Deutsch-Asiat. Bank . .
155.90
97.70
Diskonto-Kommandit . .
H-7.20
94.70
Dresdner Bank . . . .
164 85
181.40
47.40
Kreditaktien . . . . . Baltimore- und Ühio-
212.50
91.85
Eisenbahn .. .
116.45
, 68.50
Gotthardbahn . . .L. ,
100.00
Lombard. Eisenbahn..■ . Oestcrr. Staatsbahn ...
23.30
162.80
249.70
115.50
Prmcc - Henri - Eisenbahn ~.
135,50
Tendenz fest.
iterliner ISörse, 31. Januar. AiiEaajs'cirjj.
Cauada E. B......181.20 ' , -ensr Bergwerk . . . . 212.64
Darmstädter Bank...... 138.26 j Laura Hütte 200.14
Deutsche Bank .... 258.36 Lombarden E. B. . . * 23.20
Dortmunder-Union C. •. . 33.90 i\ordd. Llovd .... .102.90
Dresdner Bank . . 164.90 Tiirkeulvse“, , * ‘ ‘ 179.00
Tendenz: fest
Säe interessante Mitteilung vorr erfahrener Seite. S ömmerd a i. Zchür.. 27. Juli 09. Ich Habs „BwsorG nad) Vorschrift für ein mittelloses, älteres Mädchen cm» gewendet, bas infolge allgemeiner Nervv'ttät mit dein bekannten Gefolge von Mattigkeit, Mangel an Schlaf, an Eß lüft, Äoostchmerzeu» chetzbarkeu. und bergt sehr heruntergekommen war, mib habe mit „Lnvsoii" ausgezeichneten Ermtg erzielt unb zinar war dies keine oornbergehenbe Besserung, denn bie betreffende Berson ist brs beute, eö Uno nun etwa 4 Alonate, rvn allen erwähnten liebeln ganz ür- neit. Auch chr Allgemeinbesinden hat sich sehr gebesferu Ste schläft gut, hat Avvetit und bie Arbeit macht ihr Freubc. Sie nahm im ^lurzen 3 Pakete ^Bivson" und har etwa 8 ISrunD zugenommeu. Am Geidiiiiack des „Bioson" hatte sie lüchts auo.iufchen, konnte im Gegenteil kaum die Zett erwarten, in welcher ihr bas Getränk zubereitet wurde. Durdi die in diesem Falle wahrnehmbare Blulerneueruno t,t dem armen trauten Alädchen also wirklich sichtlicli geholien. - Audi habe id) seither „Bioson" inchrfad) bei Grlvadnenen und Mmberii mit gutem Erfolge einvsohlen, stnde es aud) w oh steil im Berhaltms zu ähnlichen Krässtgiuigsmitteln. Hochadnungovoll! Berta Heider, Gemelndeschivester. ttnterschrifi bcgtauvigt: H u g 0 D i e tze, 'Notar. Bioson ist dasbesleund bUiigsteKraunulugL- millet. Palet 3 Mark in Apoth. imb Trog. Man rrage seinen Arzt.
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