Ausgabe 
10.9.1910 Zweites Blatt
 
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Sept.

Wetter

1910

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Märkte.

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Niederschlag: 3,8 mm.

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kund verschiedene andere ständen in Aussicht. Der Statthalter Elsaß-Lothringen hat für den Fall des Zustandekommens Wettfliegens einen Ehrenpreis gestiftet.

L. Z. 6 beschädigt.

8?

Auszug a. Standesamtsregistern der Stadt Siehe«.

Aufgebote.

Sept. 2. Heinrich Hillgärrner, Taglöhner, mit Katharine Bevler, beide in Klein-Linden. Reinhold Welcker, Apotheker in Aliendorf a. d. Lda., mit Helene Sievers in Gießen. 3. Rudolf Petry, Großh. Finanzassessor in Darmstadt, mit Friederike Kühn in Gießen. Louis Wassmann, Ingenieur in Düsseldorf, nut Elisabeth Pfeiffer in Gießen. 5. Karl Keitzer, Gerichtsschreiber-Aspiranl, mit Emma Schreiner, beide in Gießen. Heinrich Kammer, Re­gistrator in Darmstadt, mit Henriette Nagel in Gietzen. Wilhelm Atzbach, Großh. Geometer I. Klaffe, mit Anna Mulch, beide in Gießen. 6. Wilhelm Johanning, Kaufmann in Bielefeld, mit Anita Gilbert in Gießen. Franz Hermann Steingoetter, Theater- direktor, mit Pauline Balz, beide in Ems. Karl Heinrich Reh, Tapezier in Gießen, mit Elisabethe Gregorius in Büdesheim. 7. Heinrich Decher, Bahnbediensteter in Burg, mit Luise Krauskops in Gießen. Hermann Weiß, Schneider, mit Mmna Unverzagt, beide in Gießen. 8. Heinrich Nagel, Fabrikant in Gießen, mit Marie Jung in Klein-Linden. Karl Becker, Schmied in Gießen, mit Maria Euler in Heblos. 9. Fritz Großmann, Vizefeldwebel in Biebrich, mit Marie Heller in Gießen.

Eheschließungen.

Sept. 3. Heinrich Wagner, Telegraphenleitungs-Aufseher, mit Elisabetha Gebauer, beide in Gießen. Adolf Hörhammer, Werk­meister in Mehlem, mit Rosa Burrichter in Gießen.

Geborene.

Ang. 29. Dem Eisenbahnassistenten Jakob Petry eine Tochter, Maria Else. 31. Den: Kaufmann Johann Heinrich Driesch eine Tochter, EUriede Ottilie Else. Dem Eisendreher Karl Martin Schäfer eine Tochter, Marie. Sept. 1. Dem Eisenbahnschaffner Johannes Honig eine Tochter, Marie Elisabethe. Dem Dach­decker Wilhelm Hedderich ein Sohn, Wilhelm. 2. Dem Anlage­arbeiter August Granilich ein Sohn. 3. Dem Handelsmann Alexander Baum eine Tochter, Sophie. 5. Dem Hilisbremstt Wilhelm Müller eine Tochter, Anna Margarete Wilhelmine.

Gestorbene.

Sept. 2. Eva Kremer, geb. Weishahn, 97 Jahre alt, Kaiser- Allee 22. 3. Walter Strohwig, 1 Monat alt, Großer Stein­weg 24. 6. Balthasar Rockel, Bahnwärter t. P., 53 Jahre alt, Kaiser-Allee 36. 7. Wilhelmine Lehrmund, 4 Atonale alt, Linden­gasse 2.

13. 51oifbecf bei Londorf, 9. Sept. Nächsten Sonntag nachmittag findet im hiesigen Burgwald unser diesjähriges Missionsfest statt, das alljährlich ein starker Anziehungs­punkt für viele Hunderte von Missionsfreunden aus nah und fern zu sein pflegt. Festprediger sind die Pfarrer Heermann- Marburg und Ausfeld-Gießen.

Bad-Nauheim, 9. Sept. Bis zum 8. Sept, sind *30 7 60 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5249 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 8. September 392110 abgegeben.

Friedb erg, 9. Sept. DfeHessische Jugend-, Helfer-Vereinigung" hatte am Mittwoch ftn Hotel Drei Schwerts ihre erste Ausschußsitzung. Unter dem Vorsitz von Prof. Schöll-Friedberg wurde haupt­sächlich über das Arbeitsprogramm für den kommenden Winter beraten. Es wurde einstimmig beschlossen, im Laufe des Winterhalbjahres in allen drei hessischen Provinzen v,Borstoßversammlungen" abzuhalten, in denen durch Vor­träge das Interesse weiterer Kreise für die Jugendarbeit geweckt und auf die Notwendigkeit der Arbett hingewiesen werden soll. Die Jugendhelfer-Vereinigung hofft auch, die verschiedenen bisher unabhängig von einander unternonn menen Fürsorgebestrebungen für die Irgend mit einander in Fühlung bringen zu können. Vor allem aber will sie auch in Laienkreiesn zur Mitarbeit an den bestehenden Einrich­tungen und Vereinen werben, oder auch die Lust zu neuen LVersuchen zur Lösung der Erziehungsfrage der Schul­entlassenen wecken.

N. Mainz, 9. Sept. Im Oktober finden die Wahlen für die Stadtverordn eten statt, die entweder nach Ab­lauf ihrer Amtstätigkeit, durch Austritt oder durch Todesfall ausgeschieden sind. Im ganzen sind 23 neue Stadtverordnete zu wählen, unter denen 9 der fortschrittlichen Volkspartei, £> den Sozialdemokraten, 5 den Nationalliberalen, 3 dem Zentrum angehöcen, während einer unparteiisch ist. Die Bürgermeisterei hat den 26. Oktober als Tag der Neuwahlen in Aussicht genommen.

F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 9. Sept. Auftrieb: Rinder 107, Kälber 94, Schafe 46, Schweine 241.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe, Schweine mittelmäßig.

Preis Durch- pro 100 Pfd. schnittspreis Lebend. SÄlacht. pvo 100 Pfund _gcroidjt Lebend. Schlacht- aewtchc

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten von-blsvon-brs

Schlachtwerles, höchstens 6 Jahre alt 4752 8590

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete......4246

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere.........3841

amt die Antwort eingegangen, daß das Wettfernfliegen gesichert sei. Drei Meldungen von ersten Aviatikern lägen bereits

<Badtzn-Ba d en, 9. Spt.L. Z. 6" sollte heute morgen mit neun Passagieren eine Fahrt nach den Schlacht­feldern von Weißenburg und Wörth antreten. Die Passa­giere fanden sich auch ein, doch mußte der Aufstieg unterbleiben,! da sich ein Schaden am Luftschiff ergeben hatte. Auch heute mittag fand Fern Aufstieg statt, man hofft aber den Schaden noch heute zu beheben, da morgen bestimmt die Fahrt nach Stutt- gart erfolgen soll.

Parisotß verunglückter Flug.

Paris, 9. Sept. Der Flieger Parisot stieg heute vor­mittag mit seinem Zweidecker I s s y auf, überflog den Eifel­turm und den Jnvalidentom, um mitten auf dem Juvalidenplatz zu landen. Da dort jedoch mehrere Wagen fuhren, ging Parisot in der Nähe des Bürgersteiges nieder und zertrümmerte dabei zwei Gaskandelaber: auch sein Aeroplan wurde beschädigt, er selbst blieb jedoch unverletzt.

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München, 9. Sept. Der Flieger Lindpaintner flog heute von Puchheim nach München, wo er über dem Ausstellungs- gelänhe kreuzte und kehrte dann nach Puchheim zurück. Der ganze Flug dauerte 40 Minuten.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße«.

gestellt wurde, einige Tage vor seiner Erkrankung im Sbämbiirgcf Hafen auf. Ob er sich die Jnfettion in Freiburg oder Hamburg zugezvgen hat, ist gegenwärtig nicht mit Sicherheit festzustellen, da in Freiburg, wie verlautet, russische Arbeiter beschäftigt sind und er andererseits im Hamburg neben einem aus Petersburg gekommenen russischen Dampfer gelegen hat, der inzwischen wieder in See gegangen ist. Uebrigens liegt kein Grund zu irgendwelcher Besorgnis vor, denn die Mannschaft des Petersburger Dampfers, die wie die Besatzung aller aus Petersburg kommenden Schiffe in Hamburg unter gesundheitlicher Kontrolle gestanden hat, zeigte keinerlei verdächtige Krankheitssymptome, wie denn auch sonst im Hamburger Hafen keine irgendwie verdächtigen Krankheitsfälle vorgekommen sind.

Freiburg (Elbe), 9. Sept. Bei einem von Hamburg mit einer Kohlenladung eingetroffenen Schiffer Jungclaus wurde die asiatische Cholera festgestellt. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.

Rom, 9. Sept. In den letzten 24 Stunden sind in Apulien 18 Personen an Cholera erkrankt und elf gestorben.

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Börsen-Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 9. Sept.

Das Geschäft ist wieder etwas ruhiger geworden und die Stimmung bleibt vorwiegend fest. Zu Beginn der Woche trat zwar die Neigung z u Abwicklungen stärker hervor, da die unsichere Lage der Rewyorker Börse wie die Entwicklung der Geld­verhältnisse verstimmten. Auch die Mitteilungen über die neue Transaktion der A.-E.-G. hat der Börse eine gewisse Enttäuschung gebracht. Ausgehend vom Montanmarkte gewann aber bald die zuversichtlichere Haltung die Oberhand. Die Kauflust der Spekulation für Montanpapiere wurde belebt durch die Annahme der beiden Fusionsprojekte der Deutsch-Luxemburgischen Berg­werks-Gesellschaft, Dottmunder Union und Zeche Kaiser Friedrich sowie durch den günstigen Jahresabschluß der Phönix-Bergbau- Gesellschaft, der die Erwartungen weit übettraf. Hierzu kam, daß der Vorsitzende der Dortmunder Union-Generalversammlung günstige Worte über die mutmaßliche Entwicklung der Konjunktur verlauten ließ. Als weiteres Moment kamen die günstigen Berichte vom französischen und belgischen Halbzeugmarkt in Betracht, die umsomehr Beachtung fanden, als auch die Preise in Frankreich eine Erhöhung erfahren haben. Die kaum befriedigenden ameri­kanischen Eisenmarktberichte blieben demgegenüber ohne Einfluß, wie man überhaupt die wirtschaftlichen und politischen Vorgänge in Amerika mit Ruhe verfolgt. Aufmerksamkeit bringt man der Lage am Geldmärkte entgegen. Die Zeit dürfte nicht mehr fern fein, wo wir mit anziehenden Zinssätzen zu rechnen haben werden. Die frühen Ernten erheischen die Bereitstellung von Geldmitteln, die sonst erst später beansprucht wurden. Zu­dem fällt ins Gewicht, daß die Steigerung der Preise wichtiger Rohmaterialien wie Baumwolle, Wolle und Gummi verteuernd auf die Zinssätze einwirken muß, und endlich dürfte auch die Industrie infolge des besseren Geschäftsganges an den Kredit her Banken appellieren. Es ist wohl nur eine Frage von kurzer Zeit, wann die Bank von England mit der Diskontrate herauf- gehen wird und die günstige Verfassung, des internationalen Geld­marktes dürfte damit eine Aenderung erfahren. Im Hinblick darauf hat denn auch eine erste Bank zur Vorsicht ermahnt und darauf hingewiesen, daß die günstigen Momente bereits in den Kursen zum Ausdruck gelangt seien. Hieraus ist teilweise zurück­zuführen, daß für die bisher begünstigten Werte kein dauerndes Interesse aufkommen konnte. Neben Montanwerten hielten sich Elektrizitätsaktien ziemlich fest, namentlich die Werts des Siemens-Schuckett-Konzerns auf Grund von Fusionsgerüchten. Begünsttgt waren Maschinenfabrik-Aktien und Gummipeter. Von Bahnen lagen Schantung und Amerikaner schwächer. Fest­verzinsliche Werte gaben ebenfalls meist Bruchteile nach. Privatdiskonto 313/ie Prozent.

vermischtes.

* ® i n e Riesenpetroleum quelle. In dem Petro- leumbiltrift von Maricopa, 65 Kilometer südöstlich von dem kali­fornischen Städtchen Bakersfield, war vor einiger Zeit ein Bohr­loch bis auf 687 Meter hinabgetrieben worden, ohne daß man auf Oel gestoßen wäre. Obwohl der Verwaltungsrat der Gesellschaft die Bohrung einzustellen befahl, setzte der Direktor auf eigene Verantwortung die Arbeit fort und hatte die Ge­nugtuung, eine Woche später in 701 Meter Tiefe die petroleum­führende Schichte anzubohren. Die vom Druck befreiten Gase entwichen mit solcher Heftigkeit, daß sie das Brunnenhaus und die .Bohrapparate fottbliesen, und hinter ihnen her sprudelte das Oel in einer 90 Meter hohen Fontäne empor, ergoß sich hlometertoeit über das umliegende Gelände und ertränkte Ge­büsche und Bäume, deren Wipfel kaum noch über den merk­würdigen neuen See emporragten. Das Geräusch des Sprudels, der gegen 200 000 Liter täglich liefert, ist auf zwei Kilometer (Entfernung hörbar. Von mächtigen Pumpen aufgefogen, wird das Oel in Leitungen dem 240 Kilometer entfernten Port-Har- forb am Stillen Ozean zugeführt. Während die Qualität des Petroleums sich noch verbessert hat, scheint die Menge bisher nicht sichtbar abzunehmen.

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Lustschiffahrt.

Wettflug Trier Metz.

Mctz, 9. Sept. Infolge der in einigen Zeitungen er- schieneinen Andeutungen, als ob das Zustandekommen des Wett- sluges Trier Metz in Frage gestellt sei, hat das hiesige Bürgermeisteramt eine telegraphische Anfrage an den Kaiserlichen Aero-Klub dieserhalb gerichtet. Darauf ist beim Bürgermeister-

8. bis 9. Septbr. ---- 4-

9. , = +

Handel.

. X. Han a u, 9. Sept. Das Kornhaus Hanau, land- wrrtfchaftlrche Ein- und Verkaufsgenossenschaft, hat, wie in der Generalversammlung bei der Erstattung des Geschäftsberichts mit- geteilt wurde, in Getreide-, Futter- und Düngemitteln sowie Kohlen einen Gesamtumsatz von 754 649 Zentnern (58 682 Ztr mehr als int Vorjahre) erzielt in einem Gesamtwerte von 6 078 819 Mark (1 127 372 Mk. mehr als im Vorjahre). Der Reingewinn beträgt nach Abzug der gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen 4434,87 Mark, woraus 5 Prozent Dividende (wie im Vorjahres vetteilt werden.

Neue Reichsbank stelle. Arn 10. Oktober wird in S ch w e n n i g e n a. Neckar eine von der Reichsbankhauptstelle in Stuttgart abhängige Relchsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtuna und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.

Hochwasser in Ostdeutschland.

Breslau, 9. Sept. Bei Loew en hat die Glatzer Neisse, wie dieBreslauer Zeitung" meldet, heute morgen von 4 bis 6 Uhr den Höchstwasserstand mit 6,05 Metern erreicht. 1903 erreichte das Hochwasser hier eine Höhe von 6,O2 Metern, so daß also der diesjährige Hochwasser-l stand den von 1903 bereits um 3 Zentimeter übersteigt. Infolgedessen haben die Deiche oberhalb Loewen nicht standhalten können und es sind verschiedentlich Brüche erfolgt. Der 'Drt Loewen ist vollständig über-, schwemmt; in den Straßen wird der Verkehr mit Kähnen aufrechterhalten. Von der Neisse wird ein andauerndes Fallen des Wassers gemeldet. Aus Bunzl au wird be­richtet: Die Bober ist so mächtig angeschwollen, daß die Fluten zwischen Bunzlau und Loewenberg mehrere Brücken weg gerissen haben. Die Chaussee ist vielfach überflutet und der Verkehr mußte gesperrt werden; weite ^Gelände sind seenarttg überschwemmt. Großer Schaden ist durch die Fortführung gemühten Grases entstanden. Aus Laub an wird gemeldet, daß infolge der Hochflut das Wasser des Staubeckens der Qüieistalsperre den höchsten Stand von nahezu 15 Mllionen Kubikmetern erreicht hat. Infolgedessen wird das Hochwasser abgelassen, so daß die Queis in dem bis Laub an regulierten Teile bereits ufert voll ist, während die weite Ebene zwischen Logan und Haugs- dorf überschwemmt ist. Die sämtlichen Baustellen am Queis wurden heute von der Talsperre aus von dem kommenden Hochwasser telegraphisch benachrichtigt.

Troppau, 9. Sept. In den Orten Jägerndorf, Kv- meise, Roewersdorf, Seitendorf, Hotzenplotz, Fullstein, Zuck­mantel, Sandhübel, Böhmischdorf und Freiwaldau wurden durch Hochwasser große Verheerungen angerichtet. Von Deutsch-Paulowitz (Oesterreichisch^Schlesien) bis Kröschendvrf (Preußisch-sSchlesien) steht alles unter Wasser.

Brieg, 9. Sept. Bei Kleinsarne ist der Deich der hochangeschwollenen Glatzer Neisse gebrochen. Die anliegenden Felder und Wiesen sind hoch überflutet; auch ist der Deich, bei Kantersdorf stark gefährdet. Militär wurde zur Hilfeleistung erbeten.

Troppau, 9. Sept. Das Hochwasser richtete in den Bezirken Freudenthal und Jägerndorf an den Feld­früchten großen Schaden an. Die Kartoffelernte ist voll­ständig vernichtet.

Brünn, 9. Sept. Der Regen hat fast aufgehört. In dem am schwersten betroffenen Orte Kuno Witz sind die Wassermassen völlig zurückgegangen. Im- dinger Bezirke ist der Marchfluß gesunken.

Die Morgenblätter melden aus Breslau: Die Oder sallt in ihrem Oberlauf weiter wenn auch langsam.

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1b e ifFT ch e üFe ichsban 7. Nach dem Monat^wechsel ftnh1 an die Bank wieder sehr erhebliche Anforderungen herangetreten, denn die steuerfreie Notenreserve, die Ende August noch 16,20 Mill. Mark betragen hatte, ist bis auf 3 Millionen Mark zu- | sammengeschmolzen gegen 43 Mill. Mark vor Jahresfrist. Dag Institut war also nahe an die Notengrenze gekommen, was sonst um diese Zeit nur selten der Fall ist; dann aber traten Wied« starke Rückflüsse ein, so daß der neueste Ausweis vom 7. b. Mts. eine steuerfreie Reserve von 47,46 Mill. Mark aufwust gegen 70,55 Mill. Mark vor einem und 188,40 Mill. Mark vor zwei Jahren. Demnach lagen die Verhältnisse in den Vorjahren doch wesentlich günstiger. Auch hat sich der Metallbestand, her bereits Ende August 58,73 Mill. Mark verlor, wieder um 17 Mill. Mark vermindert.

Zündwaren und Leuchtmittel. Zum erftenmnl | seit Bestehen der neuen Leuchtmittelsteuer wird eine Statistik über Fabrikationsumfang und St euer ertrag veröffentlicht. Es wurde lautNeue Hamb. Ztg." in dem Zeitraum vom 1. Ok­tober 1909 bis 31. März 1910 an Zündwarenfteuer für Zünd­hölzer und Kerzen 7 079 708 Mark eingenommen. Die Einnahmen aus der Leuchtmittelsteuer in den 6 Monaten beliefen sich für Kohlenfaden-Glühlampen auf 945 029 Mark, für Metallfaden- Glühlampen, Nemstbrenner usw. auf 1571 239 Mark, für Brenner zu Quecksilberdampf-Lampen auf 11 141 Mark, für Glühkörper zu Gaslampen auf 1526 952 Mark, für Brennstifte zu Bogen­lampen aus Reinkohle auf 728143 Mark und für solche mit Leuchtzusätzen auf 411835 Mark, insgesamt auf 5 194 339 Mark.

Die Cholera.

Die Cholera in Hamburg.

Hamburg, 9. Sept. Der an Cholera afiatica erkrankte Schifter Ipngelaus, der mit seinem.Ewer zwischen Hamburg und zteburs Mpe) m verkehren pflegt, hielt sich, wie nunmehr sest-

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