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9.6.1910 Erstes Blatt
 
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II Vilh. fllQtenoQr Ichlagung. eßen, 9. Juni, g um V»9 Uhr er» n der Sitong über- isanmll Klarenaar Aerleidigung iührl Geschworenen tchiu 35 Ziugen zu Der* :be|tanb mit: Wilh. Wicßncr vm ind überbrachte ihm ndelSmann verklax 7,50 Mark an Klc- A an bcn Handel»» die HrozOHrML , der deic Zermm M. MM ye- MM Streitet n Tatbestand crblck imer dem Rcibelm Klage geführt. (sti ünmlt Tr. Meuter kosten an Klarenaar tragt, seinen PryH ilsanwalt Meu 1 er ten Punkt ecke« d- P roaraul Klarenaal ch vernommen imirbe. ö daß ÄieMr ihm . rtcilt habe. ®r ver» ! 7,50 SW- cLalM ! ilann üdcrhauvt kml c den Memcid, W

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-verursachen konnte.

Am Ziel.

Rüsselsheim Mim

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Danksagung

ä Mtr. 30 Pfg.

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Frau H. Bonarius und Kmder

3218

bei Butzbach.

an

auf

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen diesem Wege innigsten Dank

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H. Strobback, Schanzenstr. 1.

einige tote Ratten und Mäuse und sonstiger Unrat lagen. Zur Zeit der Ernte ist die betreffende Quelle, deren Wasser alsvorzüglich bekannt ist, ein sehr besuchter Ort. Aber ich glaube, datz derzemge, der jetzt sehnsüchtig nach einem crcnnckenden Trünke zur Quelle hcnnlt sich gleich mir mit Ekel und Abscheu abwcndct. Ich glaube balKr im Sinne vieler zu lxmdeln, wenn ich an maßgebende stelle die Bitte richte, schleunigste Abhilfe zu süssen.

Toffchl ist en Kujon, an den muß mer ran. Dös Halste, dös brennt schon ganz von allan.

GriginaL-DrahtnreLdunsen«

Bielescld, 9. Juni. Aach dem' Genuß von geräucher­tem Seelachs, den Arbeiter von auswärts bezogen hatten, ertränkten achtzig Personen an Vergtftungs- e r s ch e i n u n g e n.

Friedrichshafen, 8. Juni. Wegen der übrigen Verpflichtungen des österreichischen Kaisers wird die F a h r t des Grafen Zeppelin nach Wien voraussichtlich erst int Herbst unternommen werden.

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Der blutige Bicrkricg.

Wir Baiern san lusti, roiv habens a Geinuat, wir sm auch verträgli, daS liagt im Geblüat. A Matz und a Radi, Dös 15 a Pläsier, und a Kuß von der Kathi und a Maß und a Bier.

Loaß ds Haisel uor brenne, do is nix dabei, die Hauptsach is doch a Freibier o seil Tein .Brau', dem verflixte, dem geschiecht scho ganz recht, - So a Prenß so an siexte der mit dem Bier no usschlegt.

Terschietzen, das sollt ma 'n für so a Skandal net au glauben; no (Sott, wachs nor noch a mal. Gelöscht (oll scho werden, aber ds Haisele net Nn a Freibier aus Erden gibts was schöneres net.

Ten Gendarm, den derschlagen mir, wann der uns no stört--

wir san doch net in Praißen es is unerhört. Wann nur uns lupieren, wen geht dös was an Ihr sollls scho derspüren, was a Baier no kann.

Was brenne will, brennt halt der Durscht no zumehrst, nn do lösche man den doch, waas Teufi, zuerst.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienst st elle Gießen.

Verlaus der Witterung seit gestern früh: Am Südrand des über Schweden lagernden Hochdruckgebietes sind immer noch zahl­reiche Teilwirbel eiitwickelt, die auch gestern wieder mehrfach Ge- wftter gebracht haben. Dabei dauert bei östlichem Winde die Hitze uiiverinindert an. Berlin hat heute morgen 8 Uhr bereits 22 Gr. Unter dem vorwiegenden Einfluß des großen Nordhochs, das sich langsam nach Rußland verlagert, dauert morgen die Hitze­periode an.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem IQ. Juni 1910: Vielfach heiler, große Hitze, strichweise immer noch Gewitter.

Vcrmifd)tcs.

* Die Prämie von3OO0O0Mk. der preußischen Klassenlotterie ist in der gestrigen Säflußziehung auf die s)himmcr 187 187 gefallen, die mit einem Gewinn von lOOO Mark gezogen wurde. Das genannte LoS wird in dem mccUeir- burgiscben Städtchen Friedland bei Neustrelitz gespielt, und zwar in Zehntel-Anteilen, die sich wiederum in den Länden mehrerer Personen befinden. Die glücklichen Gewinner find kleine Land­leute aus der Umgebung Friedlands und dortige Handwerker.

* Der blutige Bierkrieg. Zu den unerhörten Krawallenin Dorfen wird im Ansäfluß an untere bisherige Meldung denMünch. N. Nachr." noch gemeldet, daß die Feuer­wehren nur ungern ans Löschen gingen und demBräu" (so nennt man in Bayern den Brauereibesitzer) das Unglück herzlich gönnten, nachdem er die Bierpreise erhöht hatte. Kaum war das Feuer einigermaßen lokalisiert, so setzten sich die Feuerwehrleute mit den anderen Ortseinwohnern zu dem nach Landessitte reich­lich gespendeten Freibier nieder, und bald herrschte die fröh­lichste Stimmung. Es waren gegen 20 auswärtige Feuer­wehren erschienen, wohl mehr zum Lösä>en des Durstes als des Feuers. Die sidele Stimmung wich aber bald einer übergroßen Ausgelassenheit und schließlich der Gereiztheit, und es wurden, als die Leute betrunken waren, wahreJndianer- tänze aufgeführt. Dem Freibier spendenden Brauer wurde gutmütig erklärt, daß man ihn eigentlichderschicßen" müsse. ES entstand bald Zank und Streit und allgemeine Rauferei, die von 4 Uljr nachmittags bis 11 Uhr abends andauerten. Ern rul)estiftender Wachtmeister wurde mit einem ei fernen Garten- stuht niedergeschlagen und blieb bewußtlos liegen, und auch zwei weitere einschreitende Wachtmeister wurden ziemlich schwer verletzt. Inzwischen wurde auch die eigentliche, noch nicht abgebrannte Wirtschaft des Ortes bombardiert, gestürmt und demoliert. Auch als mitten in den ärgsten Krawallen der Besitzer desBräu", Oekoiwmierat Bachmaier, erschien und die Herabsetzung des Bierpreises von 26 auf 24 Pfeirnig das Liter an­kündigte, wurden trotzdem die Demolierungen unter wütendem Ge- bcul und Tumulten fortgesetzt und alles kurz und klein geschlagen. Polizei und Gendarmerie von Dorfen war machtlos, und auch die Versuche der Feuerwehr, die Kämpfenden durch Wasserstrahlen auseinanderzubringen, waren fruchtlos. Gegen 11 Uhr abends erschien der inzwischen benachrichtigte Bezirksaintmann aus Er­dingen mit sechs Gendarmen und gebot Polizeistunde, wonach die Tumulte nach und nach auf hörten. Im Laufe des Montag ist der Staatsanwalt aus München eingetroffen und hat zunächst 20 Verhaftungen wegen Landfriedensbruchs vorgenommen; wahr­scheinlich aber wird gegen mehr als hundert Teilnehmer an den Exzessen das Strafverfahren wegen Landsricdens- bruchs eingeleitet werden. Im ganzen Bezirk herrscht jetzt die größte Aufregung unter der Bevölkerung. Die Brauereien von Tauffkirchen und Erdingen haben, wie derTag" mitteilt, gleich­falls Brandbriefe erhalten, besonders in Tauffkirchen gebärden sich die Leute so rabiat, daß die Schkoßbrauerei es nicht wagte, eine Erhöhung eintreten zu lassen.

* Eirr Petroleumkanal über den Isthmus von Panama. Die großen Leitungen, durch die das Petroleum nach den wichtigsten Verbrauchsorten geschafft wird, haben in den Vereinigten Staaten insgesamt bereits eine Länge von 130 000 Mm. erreicht. Eine der merkivürdigsten dieserPipe­lines" ist die den Isthmus von Panama durchquerende, die so den Atlantischen und Stillen Ozean miteinander verbindet. Sie wurde von der Union Oil Company of California gelegt, die: die Petroleumlager in Califomien ausbeutet ; die Beförderung mit der Eisenbahn durch den ganzen amerikanischen Kontinent würde zu große .Kosten ersordern, und so bringt man das Petroleum nach La Boca, wo es in Behältern aufgefpeidjert wird; von da strömt es durch die Leitung bis nach Colon am Atlantischen Ozean, wo cs wieder auf Petroleumschiffe verladen und nach Newyork oder Philadelphia geschafft wird. Tiepipe-line" von Panama ist 77 Km. lang und schließt sich sehr genau der Strecke des im Bau beffndlichen großen Kanals an; die Röhren haben einen Durchmesser von 20,3 Cm. und sind aus Stahl hergestellt. Ein Teil des Petroleums ffndet auch bei den Bauten am Kanal Verwendung.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Reiskirchen. Die Gemeinde Reiskirchen beabsichtigt, das crfort>erlid)c Wasser zur Anlage ihrer Wasserleitung. auf dem Grundstück Flur XXI Nr. 360 zu erschürfen. Durch Bekamtt- machmng des Großh. Kreisamts vom 31. Mai darauf aufmerksam gemacht, besichtigte ich die betreffende Stelle. Die seit Menschen­gedenken sich in gutem Zustande bcfinblidjc Quelle- sand ich in hygienischer Beziehung in jeder Beschreibung spottender, ekelerregender Weise. Statt eine fröh­lich hervorsprudelnde Quelle fand ich ein Sumpfloch, in dem

Sport.

= Fußball. Am vergangenen Sonntag spielte die 2. Mann­schaft der Spielriege des Männerlurnveremü Gießen gegen die 1. Mannschaft des Fußballklubs(Sermania" in Marburg und er­rang einen glatten Sieg von 11:0 Toren. Halbzeit 3:0 für Gießen.

XXV. Mainzer JnblläumS-Regatta. Die Mel­dungen zu der am 18. und 19. Juni slattfindendcn Jnbilaurns- Regatta des Mainzer Ruder-Verems sind glänzend ausgefallen. ES haben zu 22 Rennen 29 Vereine mit 117 Booten und 508 Ruderern gemeldet, so 10 Boote zum 2. Einer, 14 Boote zum Junior-Vierer, 13 Boote 511m 3. und 10 Boote zum Ermunterungs- Vierer. Die Qualitäten der gemeldeten Mannschaften sind derart vorzüglich, daß in allen Rennen die spannendsten Kämpfe zu er­matten sind. Der Regattaplatz besindet sich wieder oberhalb des Bootshauses des Mainzer Ruder-Vereins au der allen Eisenbahn- brücke. Auch die Gieß en er Rudergesellschaft wird sich an mehreren Rennen beteiligen.

Yeary in Berlin und vor dem Strafrichter.

Die Berliner hatten wieder einmal ihre Sensation. Vor einer großen Zuhörerschaft hielt Peary feinen ersten und einzigen öffentlichen Vortrag auf dem Festland über seine Rordpolsahrt. Die Zuhprer, die ihm gleich be.i seinem Erscheinen lebhaft begrüßten, bereiteten ihm am Schlüsse herzliche Kundgebungen, die ihr Ende in einem großen Vorbeigang sanden, wobei Pearl; die Glückwünsche und Händedrücke vieler Hunderter ent­gegennahm (!). Gleichzeitig erfahren wir, daß der ehe­malige Begleiter Dr. Cooks, der Deutsche Rudolf Franke, der einzige weiße Begleiter Dr. Cooks, Pcarh wegen Betrug angctlagt hat. Franke behauptet, von Peari; um Pelze und Walroßzähne betrogen zu sein und zwar im Betrage von 40 000 Mark.

lieber die Art und Weise, wiie sich Peary in den Besitz von wertvollen Eigentümern seiner ehemaligen Gastfreunde, der Eskimos, gesetzt hat, haben wir s. Z. berichtet. Die Behauptung Frankes scheint demnach nicht ganz unwahr­scheinlich.

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Die prinz-he:nrich-§ahrt.

i2cr letzte Tag der Prinz-Heinrich-Fahrt verlief ohne erheb- 'liehen Unfall. 'Die Strecke zog sich von Metz über Koblenz, Weil­burg nach Homburg und war mit 349,8 Kim. die zweitlängste der ganzen Fahrt. Lei der gestrigen Fahrt war kurz vor St. Avold die Straße in ihrer ganzen Breite mit einer großen Anzahl dick­köpfiger Nägel bestreut, die sich von selbst aufrecht stellten. ,Glücklick>erweffe wurde der Anschlag entdeckt, bevor er ein Unglück

Märtte.

th. Gießen, 6. Juni. Ter Heu- und Strohmarkt auf Oswalds Garten hatte infolge der ausgezeichneten Heuernte einen Abschlag für Heu zu verzeicheu. Es wurde mit 'Mark 3,0o3,25 bet schwer anzubringeudee starker Zufuhr angeboten. Handdiufchstroh wurde mit Mk. 3,30 bezahlt, Majchtnenstroh fehlte. Die Preise verstehen sich per Zentner.

Limburg a. d. Lahn, 8. Juni. Fruchtmarks Durch- chntttspreis pro 'Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,2p Alk., weißer WeizeN (angebaute Fremdsorten) 15,90 Alk., Korn 10,50 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 'Mk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,00 Alk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,405,00 Alk.

L. Friedberg, 8. Juni. Ter heutige Vieh markt ivar mit Schweinen recht gut bewahren. Etwa 1400 Stück waren auf- getrieben und es entwickelte sich schon von 7 Uhr morgens an ein lebhafter Handel, zumal eine Anzahl auswärtiger Händler zur Stelle luare». Die hohen Preise behaupteten sich auch dtcsmal. Tas Paar Ferkel kostete von 4065 Alk. an. Aus dem Gemuje- inarkt waren heute die ersten Wetterauer Frühkirschen das Pfund zu 40 Pfennig zu Markte gebracht.

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L. L. 6. Tie diesjährige Reifeprüfung für Ntckflschüler findet am 26. Sept, statt. Ter letzte Meldeterntur ist wahrscheinlich Ende Juli. Näheres erfahren Sie beim fDlinifterium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten.

Homburg v. d. H., 8. Juni. Um 4 Uhr 16 Mm. traf 'Prinz Heinrich mit der Oberleitung am Ziel ein. Er wurde vom Regierungspräsidenten D-r. von Meister und den Herren des faifcrlidicn Automobilklubs begrüßt. Unmittelbar darauf folgten bic ersten Rennwagen: Nr. 1 (Benz), 72 (Protos), 2 (Benz), 4 (Benz -, 25 (Gaggenau), 53 (Oe Daimler), 10 (Opel), 15 (Ras), 33 (Ras), 19 (Opel, und 20 weitere Wagen

Homburg, 8. Juni. Bis 4-/» Uhr find nod) 20 Wagen ^^S'Sur.g, 8. Juni. Bis 5V» Uhr waren 79 Wagen ein- getroffen. .Es fehlen iwch neun. , .

Homburg v. d. H., 8. Ium. Bis fcute 6}4 Uljr trafen noch zwei Wagen ein. Nach Mitteilung der Oberleitung smd in Metz 93 Wagen gestartet. Es stel-en noch. 4 Wagen forme der Schlußwageir der Oberleitung aus

H o mburg v. d. H., 8. Ium. 'xer Wagen 117 fleht noch aus, der aber, da das Ziel geschlossen ist, nicht mehr mttreckMet. Aufgegeben haben die Wagen 110 wegen Bruch des Vorderrades, .ioroie die Wagen 23 und 118 wegen Achsenbruch.

*

Einen Bierkommers für die Prinz-Heinrich- )F ahrer veranstaltet die Jntematwnale <sportausftellung am Freitag abend, zu dem der Autonrobilklub und deflen Gafte be­sonders eingeladen sind. Der Grvßherzog von Hessen, ebenso Prinz Heinrich haben ihre Teilnahme zugefagt.

demoliert und sämtliche Zimmer find beschädigt. Die Be­wohner sind mit dem Schrecken davongekommen.

Kg. Kirchhain, 8. Juni. Mehrere schwere Ge­witter zogen über das Ohm- und Wohratal und haben mannigfachen Schaden angerichtct. In Kirchhain schlug der Btttz in einen kaum vollendeten Neubau, der an Stelle eines im vergangenen Jahre abgebrannten Gebäudes errichtet ist, außerdem schlug er verschiedene Mal in die Leitung des Elettrizitätswertes, wodurch eine größere An­zahl Lampen besck)ädigt wurden. In Stausebach schlug der Blitz in die Kirche, doch konnte der verursachte Brand alsbald gelöscht werden, so daß größerer Schaden nicht entstand. Dagegen brannte in Du r gh 0 lz ein großer Stall, der von einem Blitzstrahl getroffen wurde, necht den Neben­gebäuden ab. 3tuet Stück Rindvieh wurden vom Blitz er­schlagen, zwei Schweine und eine Anzahl Federvieh tarnen in den Flammen um. Der Besitzer qt gering versichert. Die Löscharbeiten wurden durch den zeitweise eintretenden Wassermangel sehr beeinträchtigt, doch gelang es der außer­ordentlichen Tätigkeit der Feuenvehrschäften, das Dorf vor größerem tzchaden zu bewahren.

Striegau, 8. Juni. Heftige Gewitter, begleitet von wolkenbruchartigem, stellenweise mit Hagel vermischtem Regen, wüteten gestern abend stundenlang in der hiesigen Gegend. Die Wassermassen richteten in den Kulturen, Gärten und Feldern beträchtlichen Schaden an. In Striegau sind die Straßen und Plätze verschlammt und ver­sandet. Die Flut ergoß sich in die tiefer gelegenen Keller, so daß die Feuerwehr zur Hilfeleistung alarmiert iverden mußte. Von verschiedenen Ortschaften sind Meldungen über vom Blitzschläge hervorgerusene Feuersbrünste ein­gelaufen. _________________________________________________

Univevsttäts-Ncrchrichten.

hc. Frankfurt a. M., 8. Juni. 'Ser hauptamtliche Assi­stent und Dozent an der Akademie für Sozial- und Handelswissen- schaftcn, Felix Werner, wurde zum Dozenten der Handels- Wissenschaften an den Handelshochsaiulturicn in Königsberg i. Pr. berufen.

Besuch der Bonner Universität. 4070 ein­geschriebene Studierende zählt in diesem Sommer die Universität Bonn und die Landwirtschaftliche Akademie Bonn-Poppels­dorf, gegen 3763 im Sommer 1909. Davon entfallen: auf die katholffä>-theologische Fakultät 368, auf die evangelisch-theo­logische 112, auf die juristische 920, auf die medizinische 495 und auf die philosophische Fakultät 2175. Der Staatsangehörigkeit nach sind: 3702 Preußen, davon 3087. aus der Rheinprovinz, ferner 251 übrige Reichsdeutsche und 117 Ausländer, davon 47 Russen. Dazu kommen: 210 Hörer, gegen 196. Der Gesamt­besuch beträgt mithin 4280, gegen 3833.

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