in Worms imb Bingen Wirten die bei dier ArmMflegü tätigen Damen auch bei der Wohnungsinspektion mit Eine neue Cui= richtmig ist insofern getroffen, als der ^^^o^ngsms^tor alljährlich in jedem Kreise in Versammlungen de^rtswphmmgs- inspektoren Jnstrukttonsvortragc haft. Die ^e^gesundl^i^ beamten und die Kreisämter haben sich ebenfalls vielfach bet der Wohnungsinspektion betätigt. 9ina . v
Von den 1909 besichtigten Wohnungen waren 310.6, gleich 8,6 Prozent, zu beanstanden, außerdem wiesen rund 700 ^xhlaf- räume und Schlafstellen Mängel auf. c _
Die gemeinnützige Bautätigkeit ist m der Hauptsache von den Bauvereinen betrieben worden. €hc en bis End- 1909 insgesamt bergellrllt bSij Wohnhaus« vrll14LKW°h- ttungen, im Herstellungswert von 7,1 Millionen Mark. . Hiervon entfallen aus 1909 62 Häuser für 78 Familien, int Herstellungs- Werte von rurth '/> Million Mark. Der Bericht hebt ÄonderS lobend hervor, die Wohnhauskolonien. des Bauverems „Daheun in Darmstadt und „Eigenheim" in Offenbach. Hier sei mustergültiges geleistet worden. Auch die Baugenolienichatt in Vilbel habe eine schöne Kolonie geschaffen, die dem Orte zur Zierde gereicht. UeberHaupt darf gesagt werden, daß namentlich ,n den letzten Jahren — beeinflußt durch das Vorgehen des Znttral- wohnungsvereins'— die Bauvereine zur Verschönerung der Bauweise in ganz erheblichem Maße beigetragen haben. Auch einige großindustrielle Firmen haben wiederum Wohnungsfüriorge sur ihre Arbeiter betrieben. Die Geldmittel für den gemeinnützigen Wohnungsbau sind fast ausschließlich von der Landesversicherungsanstalt bereitgestellt worden. Die Summe beläuft sich aus 371 470 Mark. Die Landeskreditkasse hat Darlehen nicht bcnnlligt, dagegen wurden von ihr aus Bewilligungen früherer Jahre 34 000 Mark ausgezahlt. Der Bericht gibt dem Wunsche Ausdruck, das Wohnungssürsorgegesetz mochte in einer Weise ausgestaltet werden, daß eine stärkere Jnanipruchnahme der Landeskreditkasse für den gemeinnützigen Wohnungsbau ermöglicht würde. Die Landes- Hypothekenbank hat 1909 zu Kleinwohnungsbauten o94 388 Mark an Darlehen bewilligt. w . «. r
Am Schlüsse des Berichts sinden sich Ausführungen, die ebenfalls das Interesse weiterer Kreise erregen dürften. Er weist darauf hin, daß eine so vielgestaltige und weitverzweigte Organisation der Wohnungspflege, ein so tiefgehendes Eindringen na alle mit dem Wohnungswesen im Zusammenlwng stellenden Verhältnisse wohl in keinem anderen deutschen Bundesstaate unb iaud) int Auslande nicht zu finden ist.
Die Arbeiterkolonie Neu-Mrichftein.
Ein soziales Problem von ernstester Bedeutung liegt in der gewerbsmäßigen Landstreicherei. Tausende und Abertausende arbeitsloser Wandersleute ziehen planlos durch die deutschen Gaue. Heimat- und friedlos verbringen die meisten unter ihnen ein trostloses Dasein auf der Landstraße. Mangel an Arbeitsgelegenheit oder eine unüberwindliche Scheu vor der Arbeit und einer geordneten Lebensweise lassen immer wieder deutsche Jünglinge, Männer und Greise nach dem Wanderstock greifen. Und ist dieser Entschluß erst gefaßt, dann stellen sich gar so bald-älle die traurigen Erscheinungen cm, die das „Walzen" im Gefolge hat: Arbeitsscheu, Hilfslosigkeit, Liederlichkeit, Verrohung und Menschenhaß. Unter Bedenken ermißt der Sozial- ethiker die sittlichen Gefahren des Landstreicherwesens: bebauentb berechnet der Volkswirtschaftler beit Verlust nationaler Arbeitskraft. Polizei und Gericht sind in stetem Kamps gegen die. Wanderbettelei, die von der seßhaften Bevölkerung als Plage empfunden wird.
■ Sollte es wirklich nicht möglich sein, durch eine großzügige, zweckentsprechende, feste Reichsorgamsatton diesem Uebelstand entgegenzuwirken? Tiefe Frage muß bejaht werden, wenn man die Erfolge in Betracht zieht, die die private Hilfstätigkeit in der Hinsicht aufzuweisen hat. 9hxfi fehlt es heute an einer umfassenden Regelung des Wanderlebens; was Landes- und Reichsgesetzgebung und die Innere Mission zur Besserung der unhaltbaren Zustände geleistet, stellt einen bescheidenen, wenn auch anerkennenswerten, ja hier und da bewunderungswürdigen Anfang dar. Man denke nur an die großartigen Schöpfungen des vor kurzem verstorbenen Pastors von Bodelschwingh. Dieser edle Menschenfreund hat, unterstützt von der Gesellschaft für innere Mission, als Erster die Idee der Fürsorge für die Wandernden praktisch, betätigt durch die Begründung der Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf bei Bielefeld im Jahr 1882. Diese Anstalt wurde zu dem doppelten Zweck geschaffen:
1. arbeitslustige und arbeitslose Männer jeder Konfession und leben Standes, soweit sie wirklich noch arbeitsfähig sind, so lange in ländlichen und anderen Arbeiten zu beschäftigen, bis cs möglich geworden ist, ihnen anderweit lohnende Arbeit zu beschaffen; . ...
2. arbeitsscheuen Vagabunden jede Entschuldigung abzu- schneiden, daß sie keine Arbeit hätten.
' Plan und Zweck der Arbeiterkolonie gehen weit über die Wirkungssphäre der gesetzlichen Verpflegungsstationen hinaus. Bodelschwingh hat richtig erkannt, baß bas Hauptproblem z iv i s ch c n den Stationen zu fudyen ist. Wenn der arbeitslose Wanderer von Herberge zu Herberge, von Station zu Station auf. der Such.' nach Arbeit solche nicht finden kann, dann muß er bald in seinem Aeußeren und an sechem Körper dermaßen zurücktommen, daß ihn schon des zweifelhaften Aussehens wegen die meisten Arbeitgeber abweisen. Diesem Uebelstand kann mir norgebeugt werden, wenn man dem armen Reisenden dauerndes Unterkommen und Arbeitsgelegenheit bietet und ihn damit in Stand setzt, sich Kleidung und einen Zehrpfennig für die-Weiterreise zu verdienen. Nicht minder hoch zu Dcranfdylagcn ist der ethische Einfluß, den die Kolonie auf ihre Mtglieder auszuüben vermag. Das geordnete Leben und Arbeiten in der Gemeinschaft halten bas Gemeinschaftsgefühl wach, sie lehren Zucht und gute Sitte als die Grundlagen für das Leben des Einzelnen und brr Gesellschaft empfinden und die heiligende Kraft planmäßiger Berufsarbeit erkennen. .Gewiß! nicht immer und nicht bei allen Kolonisten werden diese Ziele erreicht; bei vielen bleibt jeglicher Besserungserfolg aus, bei anderen muß man sich mit einem bescheidenen Geivinn zufrieden geben. Diese Erkenntnis spricht aber keineswegs gegen den Wert, gegen die sittliche und volkswirtschastliche diotwendigkeit der Arbeite rkolonie, sondern fordert vielmehr gebieterisch den systematischen Ausbau der begonnenen Fü r so r g e e i n r i ch t u n g.
Am 1. Juli 1885 wurde die Arbeiterkolonie Neu- Ulrichstein als erste auf hessischem Boden errichtet; sie blickt mithin in diesem Jahr auf ein 25 jähriges Bestehen zurück. Wie mancher Landstreicher mag im Laufe dieser Zeit dort oben, gebrochen an Leib und Seele, eingezogen und später, gesundet und mit neuem Lebensmut ausgerüstet, auf des Lebens Weg weitergegangen fein! Aber neben diesen befriedigenden Erfolgen hat die Anstalt zweifellos aud? gar manchen Mißerfolg gebucht. Im „schwarzen Buch" stehen die Namen derer, die sich nicht in bas Leben ber Kolonie zu schicken vermochten, die bei Nacht und Nebel ohne Wanderbud; und Reiseziel davonliefen, hinaus auf die Landstraße in jene unglückselige Freiheit der Ungebundenheit.
Neu-Ulrichstein liegt etwa s/j Stunden von Homberg a. b. Ohm entfernt bei dem Dors Dannerod. Inmitten eines Grundbesitzes von über 300 Morgen erhebt sich die Kolonie. In weitschickstiger Anlage gruppieren sich) die einfach, aber zweckmäßig eingerichteten sauberen Gebäude in geschlossener quadratischer Anordnung. Ein Blick in das Gehöfte lehrt, daß das Leben in der Kolonie ganz auf landwirtschaftlicher Grundlage ruht. Peinliche Ordnung und Sauberkeit herrschen in den beiden Dösen. Es ist Sonntag. Da stehen Wagen und landwirtschaftliche Geräte militärisch ausgerichtet, Werkstätten für Wagner, Schmiede, Schlosser usw., Schuppen für Geräte und Maschinen bieten allenthalben dieselbe Ordnung. In freundlichster Weise führt uns ber Verwalter durch die Kolonie, überall bereitwilligst die gewünschten Erläuterungen gebend. Wir treten zuerst in den Langbau ein, ber mitten burch ben Hof zieht. Im Speisesaal sitzen an blankgejcheuerten Tischen über 100 Kolonisten beim Nachmittagskaffee. Hier und da ergänzt einer das kräftige Schwarzbrot burch ein Stück frischen Fleisches, das er bei dem Mittagessen erübrigt hat. Pünktlich werben alle Mahlzeiten eingehalten, und was der Tisch an Speisen bietet.
Solange die auswärtigen
und Norden, am schwächsten im Süden und Westen. In der
in 8 Orten
Ei. C. Höchst a. M., 8. Mai. In der Nähe de§ Bahn«
von
dem
Abend fand im Großh. Schlosse Tafel zu 45 Gedecken statt, an der Mitglieder bc5 Verbandes der Kunstfreunde, das Gefolge und verschiedene andere Herren teilnahmen. Nachdem
Aus Stadt und Land.
Gießen, 9. Mai 1910.
- Ordensverleihung. Der Großherzog hat der sich die Großherzogin um 10 Uhr zurückgezogen hatte, blieb Ladnerin Lisette Escher, in Diensten der Firma Kasper der Großherzog mit seinen Gästen noch bis gegen 1 Uhr zu- Schlosser in Darmstadt, das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber sammen, wobei er sich hauptsächlich über Kunst ufm. unter- Inschrift „Für treue Arbeit^ am Bande des Verdienstordens hielt. Leider wurde durch den Tod des Königs Eduward Philipps des Großmütigen verliehen. der Aufenthalt des Fürstenpaares in Mainz abgebrochen; Die
"Preußische Personalien. Amtsrichter S ch o e l e r Herrschaften besuchten heute morgen um 10x/z Ul)V bie Ausist von Ehringshausen an das Amtsgericht Wiesbaden slellung. Zwischen 3 und 4 Uhr ging die Rückfahrt nach und AmtSgerichtSrat Nunkel.in Wetzlar ist an das Amts- Darmstadt vor sich, so daß der Großherzog bei der morgigen gericht Frankfurt a. M. versetzt. Oberbahnhofsvorsteher Rech- Eröffnung nicht anwesend sein lann. Die Eröffnungsfeier- nungsrat Göbel von Wetzlar ist nach Homburg v. d. H. lichtesten erleiden hierdurch jedoch keine Veränderungen. Am versetzt worden. Sonntag abend bei der Rückkehr der Mitglieder des Verbandes
•• Namenstag der russischen Kaiserin. In der von der Festfahrt nach Bacharach wurden die Stadtbrücke russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe in Darmstadt und das Museum bengalisch beleuchtet.
fand n. d. „Darmst. Ztg." am Samstag vormittag 11 Uhr E. C. Höchst a. M., 8. Mai. In der Nähe des Bahn« aus Anlaß des Namenstags der Kaiserin Alexandra Feodorowna hoseS wurde vor kurzer Zeit eine Milchverkaufsstelle eröffnet, von Rußland Gottesdienst mit anschließendem Te Deum die sich eines außerordentlich starken Zuspruchs seitens der tatt, an dem u. a. ber russische Minister-Resident Baron Arbeiterschaft erfreut. Im Durchschnitt werden an Arbeiter "Knorring nebst Familie teilnahm. 145 Liter Milch täglich verausgabt, ein erfreuliches Zeichen
*» Lehrerpersonalien. Der Großherzog hat von der Wirkung der Antialkoholbewegung m den arbeüenden Oberlehrer an ber Volksschule zu Mainz Phil. Keil Bevölkerungsschichten.
renben. ‘.v. vw**- “-*• —, . - - -—
Wirken zum Wohle unserer Brüder auf ber Landstraße beschreden
ein! Staubach, Hungen. Großherzogspaar gestern nachmittag hier ein. Am
m Volkserzieher Pestalozzi erfüllen, wenn ■ cnucmbe«en jn 9 Orten (24 Gehöften).
ber Kolonie alle bie Bedingungen erfüllt 0 Grünberg, 8. Mai. Der Bau _einer höheren
bas läßt sich wirklich' hören. Daß doch allerorten den niederen an die Gerichtsvollzieher selbst wenden, da man fönst Zu- Ständen eine solche gesunde und vernünftige Ernährung ermöglicht stände schafft, die sich für die Dauer als unhaltbar erweisen, werden könnte! An der Giebelwand des Saales stehen Altar *• ne neue Ferienordnung, bie für ganz Hessen ÄS einfjeitliä) seftoltet .»erben soll. ,sl dem Vernehmen noch »om
bereit. Es ist im allgemeinen der Ausdruck der Zufriedenheit, gc- nächsten ^ahr ab zu erwarten.
paart mit Ernst, den man von den Gesichtem bet Kolonisten ab- "» Fernsprechverkehr-mit Frankfurt (Main), lesen kann. WaS mögen sie schon alles erlebt, wie mögen sie ge- g Mch ist in Frankfurt ein zweites Fernfprechamt ^et worden, an das d.e ,e^en Fern,prechtee,nehmer Vaterlandes und der Fremde! Welche wertvolle Sereidjerung unter Aenderung ihrer Nummer angefchloffen Und. Um bet föimten Ethik, Psychologie und Soziologie erfahren, wenn Forscher Ferngesprächen, nach Frankfurt unrichtige Verbindungen und dieses „Milieu" studieren wollten! Dort sitzt ein blasser Knabe dadurch entstehenden Weiterungen ztl vermeiden, empfiehlt Ä'es sich dringend, bei der Anmeldung das Amt und die reise des Jünglings sich gestalten? Und auch der Maler käme An)chlußnummer des verlangten -Teilnehmers anzugeben, auf seine Rechnung. Meld) ein Prachtkops hebt sich hier in der DaS neue Teilnehmerverzeichnis für den Frankfurter Bezirk Ecke von ben nidjtöfagenben Gesichtern der Um sitzenden abRul^e jst erschienen und kann durch Vermittlung des hiesigen Tele- unb Kraft sprechen aus diesen festen Zügen, tret erhebt sich dre «ravhenamtS bezogen werden. Solange die auswärtigen N°n§vÄlÄ7° k-7n°n"u°^°L h^toen^Sttin'mag^n Teilnehmer di- neuen Nummern und d°S Vermittlungsamt Lebeiisschifslein gefdjeitert sein? ihrer Geschäftsfreunde usw.. noch nicht genau wissen, wird
Wir verlassen den fRaum mit tausend Fragen auf den Lippen, zweckmäßig dem Meldeamte auch der Name des gewünschten
Eine Treppe hoch befinden sich die Schlafsäle Hell und luftig Teilnehmers genannt.
und fein sauber. Nebenan der „Waschraum Ueber ledern Jftn •• Viehseuchen. Die Maul- und Klauensetiche all^bliM°nk'°"ZmÄta ÄÄ Auch «Ät. war am 1. Mai überall im Deutschen Reiche bis auf rin nichts zu wünschen übrig. Der gesamte Viehbestand — 116 Gehöft in dem wellpreußischen Bezirk Marienwerder, erloschen. Schweine, 77 Kühe und Rinder, 9 Pferde, 9 Zugochsen — zeugt Dagegen war die S chw e in e s eti che an diesem Tage noch von gewissenhafter Pflege durch bie ^foniltcn '21.116 ^betten, . g Teilen deS Reiches verbreitet, am stärksten im Osten wie Pflügen, Säen, Ernten, Füttern, Melken, Buttern, Backen, m auen - - - - - -
Schlachten, Kochen, Hanbwirken, Scheuern usw. werden von den - -
Kolonisten besorgt. Das Ganze stellt eine große geschlossene Arbeit»- Provinz Starkenburg herrschte die Seuche gemeinschaft aus der Grundlage des Landbaues bar. Welche Glück- (12 Gehöften), in Ob er Hessen in 5 Orten (5 Gehöften) und digfeii müßte den großen Dolkserzieher Pestalozzi ersullen, wenn jn in 9 Orten (24 Gehöften).
er sehen tonnte, wie in U-------- ;? '
finb die zu schaffen er auf dem Neuhof sich »ergebend bemühte!
Innerhalb dieses Organismus hätte Pestalozzi leicht seinen Plan, Bürgerschule nach Plänen bc5 Baurats Dlehm-Gießen ist die Erziehung verwahrloster Kinder durch landwirtschaftliche und nQCh längeren Beratungen vom Gemeinderat endgültig be- gemerblidje Arbeit, durchführen tonnen. schloffen worden. Die Kosten deS neuen SchulhauseS betragen
Auch Gelegenheit zum Verdienen eines Notgrosck^ens ist den ol|1C (§runderwerb 75 000 Mk., deren teilweise Deckung durch einen veru,ehrten Holzschlag van jährlich 10 000 31t. aus vier
Mnnig gutgeschrieben Den Bewohnern der umliegenden Ort- Jahre von der Regierung genehmigt wurde.
schäften stehen in ben Kolonisten jederzeit Arbeitskräfte zur Ver- Bad-Nauheim, 8. Mai. Der BezirkSverein
ügm.g gegen Gewährung d r Kost und Leismng einer Vergütung ^ider Hessen und Naffau des Deutscheii Fleischer-Ver- von 1—1,50 Mark an die Kasse der Kolonie^ bandeS hält am 22. und 23. Mai dsS. IS. hier seinen
würdigen ^FMner und^nn^ dem ^Gefühl, ein ^Muster werk sozialer Bezirkstag ab. Die Beratungen, die wichtige Fragen deS Fürsorge kennen gelernt zu haben. Musterhaft ist auch bie ganze ^leischergewerbes umfassen, beginnen am ersten -Lage mittags Umgebung der Siedelung. Gärten und Baumstücke, Felder und lun 2s/4 Uhr und finden im Sprudel-Hotel statt. Auf bei Wiesen legen beredtes Zeugnis ab von der tatkräftigen, Verständnis- Tagesordnung stehen 20 Punkte. Die nächstjährige Taguno SÄ9£n‘ ÄfÄ finde. "°d-!ch-mUch m.Di-ß°n statt, da ^ dortige Fleischer:
Möchte der Kolonie aud) fernerhin ein ersprießlnhes Innung 1911 ihr ^bjahriges Jubiläum begeht.
™ c —e- Mainz, 7. Mai. Wie schon mitgeteitt wurde, traf
Titel „Rektor" verliehen.
den
Eingestelltes Verfahren. Die über den Händler
- Ginge,reines "ersayren. >vie uver oen - Ein Märtyrer der Wissenschaft. Aus Aegypten
Ziegler am 26. Januar 1910 m Nr. 21 deS Gießener die Nachcichl von einem neuen Märtyrer, ber int treuen Anzeigers unter „Verhaftet" gebrachte Notiz nehmen wir Tieiiste der Wisseiischaft sein Leben verloren hat: in Djeddah ist hiermit als auf falscher Information beruhend zurück/ der italienische Arzt Dr. Eesare Zanghello, der Direktor bes Laza- nachdem wir ersahreu hoben, daß das Verfahren gegen Z.egler -“«XS S'ÄÄ&X eingc ft eilt worden ist. pA ber 3üd)tung von Bazillen empfing er die Ansteckung der schreck-
•* A u § Gerichtsvollzieherkreisen wird uns ge- uchen Krankheit, die zu bekämpfen er sein Vaterland verlassen hatte, schrieben: Durch die seit April in Kraft getretene Aenderung Nach dem deutschen Arzte Müller und dem Portugiesen Postana ist L Zivil-Prozeß-Ordnung haben d.e Ger.ch.svallzieher einen LgL'LÄ
erheblichen Ausfall an ihren Einnahmen erlitten, der jd)rteb bev Gelehrte an einen italienischen Freund einen Bries, in besonders einschneidend und fühlbar ist bei den Beamten auf bem er mit bescheidenem Stolze von dem glücfhd)en Fortschreiten dem platten Lande, bezw. in den kleinen Städten. Wie man seiner Arbeiten spricht und bereits an die Heimkehr denkt. -3^ hört, ^wi-l die Regierung, um diesen Gerichtsvollziehern die ÄÄÄ Kn "Ä
Existenzmöglichkelt ohne erheblichen staatlichen Zuschuß zu m bte Heimat zurückkehren zu können. Ich glaube, meine Arbeit verschaffen, verschiedene Stellen eingehen lasten und wird lehrreich — wenn mich nicht eines sck)önen Tages die Pest den Wirkungskreis der verbleibenden Beamten ver- doch noch erwischt . . /
,Mit Ihren Zeugnissen bin ich eigentlich nicht zu- Mädchen: „Meenen Se valleicht, ick)?"
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Einkommenverhältnissen der Beamten beseitigt und es käme nicht vor, daß Gerichtsvollzieher mit einer fetten Pfründe beinahe Mintslergehälter haben, andere aber staatliche Unterstützung beziehen wüsten, um ihr Dasein fristen zu können. Sollte man sich aber zu einer Verstaatlichung nicht ent« schließen können, so sollte man auf andere Weise den Beamten auf dem flachen Lande bcifpringen. Recht gut möglich würde es sein, den Dienst ber Pfandmeister uud Kreis- pfandmeister durch die Gerichtsvollzieher ausüben zu lasten, dann käme es z. B. nicht vor, daß drei Vollstreckungs-
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Niedrigste , Niederschlag: = 1,8
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bis 8. Mai = 4- 10,1 ’C.
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arößern. Welche unhaltbaren Zustände dadurch für das ----:— . , .
R-chtSl-b-n g°,ch°ss°n werden, we.h jeder Geschästsmanu, ' D'.-n^,nt.rtt, tzaussrau /zum Stellung m.taben denn heute schon klagen sie darüber, daß das Zustellungs- Hetzen
wesen bezw. das Vollstreckungswesen auf dem Lande sehr ___ ' , -b
langsam vor sich geht. Tie Regierung sollte einfach die Metcoroloaischc Beobachtungen der Station Giessen. Gerichtsvollzieher verstaatlichen, ihnen einen aus- ■=------—-—»--------- —
kömmlichen Gehalt bezahlen und die Gebühren in die Staatskasse fließen lassen. Damit wären alle Ungleichheiten in den Mai
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beamte an einem Tage und sehr häufig zu ein und derselben Stunde in einem Dorfe erscheinen, um säumige Zahler an
Fabrikant:
August Jacobi. Darmutadt.
ihre Pflicht zu erinnern. Es bleibt sich ganz gleich, ob ein Beamter für eine Warenschuld ober wegen rückständiger Steuern oder Gebühren pfändet. Diese Tätigkeit könnte ganz gut einem Beamten übertragen werden, ohne daß das aiceeB Plakat StaatSintereste darunter leidet. Jedenfalls würde man kenntlich.
Beamte und auch Ruhegehälter sparen. Man sollte bei der — “ „ |iefert binjgSt die ßrühi’sche
wichtigen Frage der Verminderung der Gerichtsvollzieherstellen |f||Vörtc lYIIT F Universiläls-Buch- und Stein-
die Ansichten der -Handelskammern einholen und sich auch IXUVÜI Id Ulli I II IIICl druckerei,Gießen,Scbulstr.7
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