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V. Wiesbaden, 8. Febr. Direktor Werner von her ZentralverkaufSgenüsfenschaft deutscher Winzervereine in Eltville wurde plötzlich hier verhaftet und nach Frank- jurt a. M. gebracht. Dlan bringt die Verhaftung mit der - lickschen Defraudation in Verbindung.
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Süden (icc ein Tiefdruckgebiet vordringt, sind weitere Schneefalle zu erwarten.
Wetteranssickten in Hessen am Donnerstag d. 10. Februar 1910: Schnee'äUe, leichter Frost, starker Nordivcst.
S d)'n eeberichtc: Taunus: Feldbcrg — 5 Gr., 9L-2Ö. schwach, heiter, 2 cm Neuschnee. Vogelsberg: Hochwald- Hausen — 2 Gr., geringer Neuschnee, Schibahn gut.
Schneedecke in den Mittelgebirgen nie Schilauf ausreichend.
Amtlicher Wetter bericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Allgemeine Wetterlage seit Dienstag früh: Das westliche Hochdruckgebiet hat seinen Wirkungsbereich über Deutschland ausgedehnt und überall Nordwinde und Abkühlung gebracht, lieber Nacht ist strichweise geringer Schnee gefallen. Da mm auch von
OrigrnaL.Drahtniel-unsen.
Freiburg i. d. Schwei;, 9. Febr. Tas Sch wur^erich t zu Rvmvnt verurteilte nach fünftägiger Verhandlung den Schlächter Jul. Maillard zum Toda T-er Verurteilte hatte feine erfte Fran im Jahre 1903 und seine zweite Frau 1909 durch Arsenik vergiftet. .
Nime Ä, 9. JÄ-r. Der Svzialtstienkvngretz nahm, nachdem Fcuftes sehr entschieden für das Arbritervvnsionsgesetz ein-- getreten war, mit 193 gegen 157 Stimmen einen dem Gesetzentwurf günstigen Beschluß antrag an. Die sozialistischen Deputierten sollen für das Gesetz stimmen, wenn die Venswnen erhöht und die Altersgrenze für iirren Bezug lterabgesetzt wird.
Paris, 9. Febr. Ein höherer Beamter des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten hat erklärt, daß die Gefahr einer noch- nialigen starken Ueberschwemmung nicht mehr vvrliege. Der Marimalstand der Seine werde 6 Meter wohl nicht mehr über steigen, also 2,60 Meter unter dem diesjährigen höchsten Wasser ftanb bleiben. ..... . ,
Petersburg, 8. Febr. Die Vorstände des rmnsäien Älubi-, des russischen Vereins für Igiwrische Aufklärung, das allslawischm Wohltätigleitsvereins, des russischen Grenzmarch.nvereins, des Ver bundes des russischen Volkes und des Erzengel Michael Verbandes veröffentlichten eine Kundgebung gegen den Aufruf der deutschen Professoren für Finnland und weisen aus die Grundgesetze Rußlands hin. Sie erklären, Rußland kenne keinen Staat Finnland. .
Dcrmijcbtcf,
* Hochwasser. Bon allen Seiten treffen Meldungen übet das von der hiesigen Wetterdienststelle schon vor mehreren Tagen vor- ausgesagte Steigen des .Hochwassers ein. Die Nebenflüsse des Rhein sind gestern unt zwei Meter gestiegen. Das Anwachsen der Mosel dauert fort. Die Ruhr führt starkes Hochwasser. Das Waner der Fulda ist um einen Meter gestiegen. In Belgien ist die Hochwassergefahr außerordeull k > gewachsen. Im Hafen von Antwerpen werden besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen. N a - in u r und Chaleroi leiden schwer unter Ueberschwemmungen, die schon zum fünften Male in diesem Winter den Verkehr unterbinden und die Industrie lahmlegen. In dem englischen Zechendorfe West-W hl am ereignete sich infolge starker Regensalle ein Erdrutsch. Drei Häuser stürzten ein, acht Personen wurden unter den Trümmern begraben. Die Nachricht von dem Steigen des Wassers an den stromaufwärts gelegenen Platzen läßt annehmen, daß die Seine, die währenb der 1. 3pTtt- meter gestiegen war, im Laufe der nächsten 24 Stunden wieder 40 Zentimeter steigt.
Kleine TaAescktronir.
Hans Bronsart von Schellendorf, der trübere langjährige Generalintendant der Hoftheater in Weimar, vollende, in München am 11. d. Mts. das 80. Lebenchahr. Von 1867 bis 1887 war der Jubilar als Intendant in Hannover, dann bis 189o in Weimar. Als Komponist hat er sich einen geachteten Namen qem^er schwedische Gelehrte Dr. Ekenberg, der des versuchten Mordes durch Abfendimg von Bomben beschuldigt wurde, ist an einem Scklagan'all gestorben. m »
Nachrichten ans E o st a r l c a besagen, daß der Vulkan Boas sich in heftiger Bewegung befinde. Die Lavamahen überfluten fruchtbare Täler. Die Meldungen sprechen von vielen Zoten. Tic Stadt Eapadiela soll voii Asche bedeckt sein.
Märtte.
(c Frankfurt L. M. Schweinsmarktbericht vom 9. Febr. Abgetrieben waren 1215 Schiveine. Pollfleischige Schweine bis at 2 Zenrner Lebendgeivicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 Mk. Vollfleischige Schweine über 2* l/2 Zentner Lebendgewicht 57.00—58.50 -Mk., Schlachtgewicht 78-79 Alk. Fell-, schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 57-58 50 Mk., Schlachtgewicht 73-75 Mt Fleischige Schiveine Lebendgewicht 56.09—57.50 Mk., Schlachtgewicht 73-75 Alk. Sanen Lebendgewicht 55-50 Mk, Schlachtgewicht 65-00 Mk. Tendenz mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.
Die wetterau-Rhein-Sahn.
Ueber die Rheinbrücken-Projctte Bingen-Rüdesheim und Lorch, sotvie über die Linie von der Weiterem, zum Rhein brachten kürzlich verschiedene Blätter die Nachricht, daß 'reibe Projekte ein für allemal erledigt wären. Besonders tzus Bahnprojekt und die Lorcber Brücke rufe bei der Eisen - dahnverwaliung bestenfalls ein Lächeln hervor. Von unterrichteter Seite wird nun folgendes mitgeieilt: Während oer preußische Eisenbahnminister sich zu der Fortsetzung her bereits genehmigten Linie Bad Nauheim—Usingen über Fd stein—Langensch walbuch durch das Wispertal nach Lorch ablehnend verhalten Hal, ist man in maßgebenden militä- xischen Kreisen von der Wichtigkeit der Bahnlinie Bad Nauheim—Lorch überzeugt und drängt in diesen Kreisen zur Ausführung der in strategischer Hinsicht wichtigen Bahnlinie. Molike hatte vor mehr als dreißig Jahren auf eine Verbindung von Gießen durch das Kleebachtal nach dem VH eine, mit dem Endvunkt bei Caub oder St. Goarshausen, limgewiesen, zur Entlastung der Strecken Gießen—Coblenz, Keßen—Frantsurt und Frankfurt—Mainz, und aus eine Errichtung einer Rheinbrückc im Anschluß an den Ausgangs- punkt der Bahn, sowie aus Fortsetzung der Linie Gießen— Gelnhausen durch den Spessart über Bieber nach dem Main. 2tc Projekte wurden zurückgestellt, da zunächst die Käiser- frücke bei Mainz mit den durch diese Anlage bedingten Veränderungen des Eisenbahnnetzes in dieser Gegend zur Ausführung gelangen sollte. Seit sechs Jahren sind diese Anlagen ausgesührt und nun soll die Wetterau dem Rh'eine iiahegebracht werden. Infolge der schlechten Finanzlage in Preußen kann an die Ausführung des Bahnprojektes md an der Löscher Rheinbrücke, die seit vier Jahren geplant ist, in diesem Jahre nicht gedacht werden, dier für das kommende Jahr rechnet man darauf. Nicht allein vom militärischen Standpunkte aus ist die durch durch- lünittenes Gelände führende, deshalb leicht zu verteidi- qmde Linie Wetterau—Rhein von hoher Bedeutung, die nn Anschluß an die geplante Lorchcr Rheinbrückc nicht meit von ber Hunsrückbahn bei Rheinbollen endet, eine Verbindung hier leicht her zu stellen, wodurch eine direkte Verbindung nach der Saar und Metz geschaffen werden idnn, die kürzeste von Gießen nach der stärksten Feste an ier Westgrcnze des Reichs, sondern auch in volkswirtschait- bcher Beziehung. Die Gegend, durch die die Linie geführt metben soll, birgt große Schätze. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt von Bab Nauheim itnb führt burch eines ber talbreichsten Gebiete Deutschlands, in dessen Tälern unb llalebenen blühenber Ackerbau, bebeutenbe Viehzucht getrieben, viel Obst gezogen, unb endet am Rhein, verbindet r(io bie Wetterau mir ben Berghängen bes Rhein. Eine Dahn, die bie Verbindung herstellt zwischen berlei Gegen- Fen, luirb einen erheblichen Personenverkehr bringen, be- ijenders aber einen bebeutcnben Güterverkehr anfweisen.
handel.
)( Bleiche nbach, 8. Febr. Die heutige Stammst o lzv er ft e i g e r u n g im Gemeindewalb bot eine reiche Auswahl in verschiedenen Bauhölzern. Die Preise waren nicht so hoch wie im vorigen Jahre. Der Festmeter Eichen kostete durchschnittlich 18 W; Fichken-Schntttholz ebenfalls 18 Mk. Starke Kiefernstämmc erreichten lföhere Preise. Im aanzen wurden 16-1700 Mk. erlöst. Mehrere in ber Nähe befindliche Sägewerke machten vorteilhafte Einkäufe. Auch bas Brennholz steht dieses Jahr ist Preise gegen voriges Jahr zurück.
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