Ausgabe 
7.11.1910 Zweites Blatt
 
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Ein geheimnisvoller Luftballon. Aus einem Hause in Queesroad in dem Londoner Park Peckham ging nachts plötzlich, ohne daß man ihn vorher gewahrt chatte, ctn Luftballon nieder und führte zu einem bewälti­gen Volksauflauf. Die Bewohner des Hauses und die Nach­barn wurden des seltsamen Gastes erst ansichtig, als seine Gondel mit großer Gewalt auf das Dach ausstieß und einen Teil des Mauerwerks in die Straße fegte. Dabei ent­leerte sich der Ballon und hing nun wie ein mächtiges Segel von dem Dache in die Straße hinab. Polizei und Feuerwehr suchten die halbe Nacht hindurch die benachbarten Dächer nach Passagieren der Gondel ab, konnten indessen niemand finden. Man nimmt an, daß der Ballon beim Fülleti, und, ehe die Passaaiere die Gondel bestiegen hatten, <vom Winde entführt wurde.

* Haben Sie nichts zu verzollen? Eine junge .Dame aus Lehe kehrte dieser Tage, wie aus Bremerhaven «gemeldet wird, aus Amerika zurück und brachte sich eine 'kleine Spieluhr mit Um den verhältnismäßig hohen Zoll Hu. sparen, hatte sie sich in die Innenseite ihres Kleides eine Tasche genäht, in die sie die Uhr an Bord des Dampfers ^0^^111^ ließ. Beim Zollgitter angekommen, beant­wortete die junge Dame- die übliche Frage:Etwas verzoll­bar^ mit einem resolutenNein". Kaum hatte sie aus­gesprochen, als auch das Uhrwerk sich in Bewegung setzte und die schöne MelodieFreut euch des Lebens" laut vernehmbar erschallen ließ. Die Suche nach dem In­strument ries bei den Passagieren helle Freude hervor.

Blücher als Opernheld. Es dürste von Interesse sein, den Besieger Napoleons aus der Bühne zu sehen und zwar tu einer komischen Oper, eigentlich musikalischem Schwank »Marschall Vorwärts", versaßt von Pordes-Milo und Georg Rimsky, vertont von Wilhelm Reich. Tie Handlung spielt in einem kleinen Markt­flecken bei Leipzig, kurz nach der Schlacht. Ein Stadtrat, fanatischer Verehrer Blüchers, will feine Tochter mit ihrem (beliebten, einem 'österreichischen Offizier, nur dann verloben, wenn dieser ihm als 'Brautwerber den Marschall Vorwärts ins Haus bringt. !Da kommt dem unglücklichen Bräutigam, der die Bedingung .'natürlich nicht erfüllen kann, der rettende Engel in Gestalt eines fahrenden Künstlers und Mimikers /-tilonbel Luft", der alsdann im Haufe des Stadtrats als Marschall Vorwärts erscheint. Man feiert Verlobung, als des wirklichen Marschalls Husaren im Hause einrücken und die ganze Gesellschaft nach dem Blücherschen Hauptquartier bringen. Hier tritt der echte Marschall in Tätigkeit und spricht größtenteils in seinen eigenen Worten. Er verzeiht vergnügt den Uebeltätern und macht nun doch noch selbst den löroutroerber. So geht alles gut ans.

D ie Tuberkulös e unter den Indianern. Die Tuberkulose ist erst durch die Spanier nach Amerika gebracht worden. Vor der Entdeckung des Landes war sie dort unbekannt Und ergriff die Urbevötterung um so heftiger, als sie noch keine Immunität gegen das Leiden zu erwerben vermocht hatte. Dazu kam, rote die Zeitschrift für Balneologie berichtet, daß der Mangel an Reinlichkeit die Wege für die rasche Ausbreitung ebnete. .Gegenwärtig sind die Indianer noch stärker mit Tuberkulose durch­leucht als die Sieger. Es ist sogar Gefahr vorhanden, daß infolge .dieser Krankheit die Indianer gänzlich aussterben und zudem noch die Weißen gefährden. Erst im vorigen Jahre wurden die ersten Maßregeln gegen die Tuberkulose der Indianer ergriffen durch die iErrichtung eines Hospitals und einer Poliklinik in einer In­dianer-Reservation und iu der Thomas Indian School für die sIndianerkinder.

* Fähigkeiten.ES ist was Furchtbares, bis man ans

Bud'n Fähigkeiten 'rausbringt; bei Madln ist dös ganz was anders. laßt ma geh'n, toixi j? lau --7 heiratsfähig -werden s' ganz von selba."

Eingesandt.

(Für Form ittib Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.^

r_ , Leihgestern, 3. Nov.

Zu Ihrem ArtikelB a u g e s u ch e und Baupolizei" in Nr. 258 Ihres geehrten Blattes möchte ich einiges bemerken und bitten, es in Ihrem Blatte wiederzugeben. Daß der Unmut und die Vorwürfe über das langweilige Hinausziehen der Baugefuche, bis sie endlich zur Genehmigung kommen, doch sehr oft zu Recht bestehen, wird wohl jeder, der viel mit dem Kreisbauamt zu tun hat, bestätigen. Im Jahre 1909 hat ein Herr von hier im Juni ein Baugesuch zur Genehmigung zur Erbauung einer Wasch­küche eingereicht; nach ungefähr vier Wochen kommen die Pläne wieder zurück mit der Bemerkung, der Pläneverfertiger solle seinen Titel bei seine Unterschrift setzen, was geschah. Nun wanderten die Pläne den alten Weg. Da der geplante Bau an einen Fsldweg kam, so kamen die Pläne nach drei Wochen wieder zurück mit dem Bemerken, der Ortsvorstand solle gehört werden, ob er mit der im Lageplan angegebenen Baufluchtlinie einverstanden sei. Da aber in der nächsten Zeit 'feine Beratung des Orts­vorstandes war, so konnten erst nach ungefähr 14 Tagen die Pläne nach Gießen an das Kreisbauamt wandern mit dem Be­merken, der Ortsvorstand sei mit der im Lageplan angegebenen Baufluchtlinie einverstanden. Der Bauherr dachte, nun würden doch die Pläne in den ersten Tagen zurückkommen, aber das lange noch nicht, es verstrichen wieder einige Wochen, da kamen die Pläne zum drittenmal zurück mit dem Bemerken, da der Neubau an einen Feldweg zu stehen komme, müsse ein Ansichtsplan nach dem Feldweg den Plänen beigefügt werden. Der Bauherr, welchem die Lust zum Bauen wohl schon halb vergangen war, machte sich sofort auf Schusters Rappen zu seinem Pläneverfertiger nach Gießen, imt diesem den Schimmel über seine Unkenntnisse ge­hörig scheu zu machen, aber auch gleichzeitig zu bitten, die ge­wünschte Zeichnung noch anzufertigen. Aber der Bauaspirant war so stand an der Tür, verreist, kommt nach 14 Tagen zurück. Am Tage nach der Rückkehr des Bauaspiranten wurde der ge­wünschte Plan gemacht, und am andern Tage wanderten die Pläne ihren wohlbekannten Weg. Nach ungefähr 14 Tagen be­mühte sich der Bauherr ans Kreisamt nach Gießen, um sich nach seinen Plänen zu erkundigen. Hier wurde er kurz abgefertigt und ihm mitgeteilt, daß die Pläne am andern Tage hinausgeschickt würden. Sie kamen auch wirklich, aber immer noch nicht ge­nehmigt; es wurde noch gefragt, ob an den projektierten Neubau auch noch Oekonomiegebäude gebaut werden sollten. Nachdem auch diese Frage vorschriftsmäßig beantwortet war, wanderten die Pläne zum fünften- und letztenmal an das Kreisbauamt Gießen und tarnen dann endlich gegen Ende Dezember genehmigt zurück.

Ich habe absolut nichts dagegen, daß die vier hier angeführten Falle am Platze waren und glaube auch, daß das alles vorn Kreisbauamt verlangt werden Tann, bin aber auch gleichzeitig der Meinung, daß die Sache in vielen Fällen rafcher erledigt werden könnte und daß man die Sache nicht so behandeln muß, wie es jene Buben taten, welche der Katze den Schwanz ab­hauen wollten und von denen einer den Vorschlag machte: wir hauen ihn auf viermal ab, bann tut es ihr nicht so weh. Nach meiner Meinung könnten doch alle Anstände beim erstenmal an­geführt werden, es würde dadurch viel Zeit und Porto gespart werden, ganz besonders aber viel Aerger. y.

(Anmerkung der Redaktion. In dem Artikel in Nr. 258 war zwar gesagt, daß die der Baubehörde oft allgemein gemachten Vorwürfe unter Um ständen ungerecht seien, aber es war auch hervorgehoben worben, daß es bei ben Bau- behörben hie und b a recht wohl etwas schneller gehen könne. Wir haben also bie Baubehörden keineswegs gegen un­gerechtfertigte Verzögerungen in Schutz genommen, müssen ihnen aber insofern Gerechtigkeit widerfahren lassen, als sie auch auf Entgegenkommen des Publikums angewiesen sind, wenn sie allen an sie herantretenden Wünsck^en im Rahmen ihrer Kräfte Rechnung tragen sollen. Im obengeschilderten Fall sind immerhin auch vier Wochen verloren gegangen, für bie man die Behörde nicht verantwortlich machen kann.)

Wohnhaus-Versteigerutta»

Montag den 5. Dezember 1910, mittags 1 Uhr, soll LaS aus dem Veitsberg, 12 Minuten vom Bahnhof Saasen 'gelegene alte SchulhauS öffentlich meistbietend versteigert werden.

Das Anwesen besteht aus einem zweistöckigen Wohn- 'hauS, Stallungen und Scheuer, zu jedem Zweck geeignet -nebst 3878 qm Grab-, Acker- und Wiesengelände mit Obst- chäumen. Nähere Auskunft erteilt die Bürgermeisterei. 6140 Großh. Bürgermeisterei Saasen.

S ch e p p.

Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des Händlers Fritz Ermentraudt in Bellnhausen (Post Fronhausen, Bez. Kaffe!) wird heute om 4. November 1910, vormittags 10 Uhr, das Konkurs- -verfahren eröffnet.

Konkursverwalter: Herr Kaufmann WilhelmFinger hier. Erste Gläubigerversammlung am 3. Dezember 1910, vormittags 91/, Uhr. Anmeldefrist und offener Arrest mii Anzeigefrist bis zum 7. Januar 1911. Prüfungstermin am 1. März 1911, vormittags 91/, Uhr. DT/n

! Königliches Amtsgericht in Frouhausen.

1-------

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1911 liegt vom 9. ds. Nits, ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau offen.

Londorf, den 5. November 1910.

Großherzogl. Bürgermeisterei Londorf.

Aumann. 6141

Einladung an dieBclvohncr von Gießen u.Klein-Linden

Die Freiwillige Sanitätskolonne wird auch in diesem Winter eur Ausbildung in erster Hilfeleistung bei UugluckSsällen Kurse unter ärztlicher Leitung veranstalten.

Der in Mciu-Lindcn abzuhaltende Kursus beginnt Samstag den 12. November, abcndö 8'/, Ubr, im Saale des Gasthauses Lur Teutjchcn Eiche.

Der weitere Kursus wird in Gießen abgehaltcn und beginnt -am Montag dem 14. November, abends 8'/z Ubr, in der Turn­halle der Schule au der ErZcst-2lnlaac.

Den Teitnehuiern entstehen keine Kosten.

Herren jeden Standes und Berufes, die das 20. Lebensjahr »urückgelegt haben, und bereit sind, der SanitälSlolonne Gießen vezw. der zu gründenden Abteilung Klein-Linden beizutreien, werden gebeten, sich an den Kursen zu beteiligen und sich zu den oben angegebenen Zeiten in dem betreffenden Uebungslolal 'rinzufinden. D;/u

Ter Vorstand der

Freiw. Sauitätskolonne vom roten Kreuz.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Treis a. d. Lumda für das Rechnungsjahr 1911 liegt vom 10. November acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen.

Treis a.d. Lda., den 7. November 1910.

Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda.

B e n n er. 6151

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Herr Oskar Sippel ist nicht mehr mit mir vereinigt. Alle Akten, soweit noch unerledigt, werden von mir allein weiterbearbeitet.

Rechtskonsulent Karl Stappel

Sonnenstraße 31 (09414) Telephon 634

Bekanntmachung.

DaS Ziel Gemeindesteuer, Wagerpacht, ücanalbctrag. Wiesenuntei^nlinngökosten pro 11)10 find bis Ende d. At. an diesigen! Gcnieindeeinnehiner an den bestimmten Zahltagen zu entrichten.

Büdingen, den 4. November 1910.

Großh. Bürgermeisterei Büdingen.

e u d t. (00104

Spielart der vereinigten firantfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Montag, 7. Nov., abends 7'/, llhr: ,Tie Geisha/ Dienstag. 8. Nov, abends 71/, Ubr:Salome." Mittwoch, 9. Nov.'): Margarethe/ (Tauft: Herr Hutt a. ©.) Donnerstag, 10. Nov.: .Hoffmanns Erzählungen/ Freitag, 11. Nov. geschlossen. (Viertes Musenms-Konzeri.) CamStag, 12. Nov.: Zum ersten Male: «Susannens Geheimnis." Hierauf: Znm ersten Male:Ter Schleier der Pierrette/ Sonntag, 13. Nov., nachm. 3'/, Uhr: Tie geschiedene ftrau/ Abends 7 Uhr: .Susannens Geheimnis." Hierauf: »Der Schleier der Pierrelle." Montag, 14. Novbr., abends 77, Uhr: »Der Graf von Luxemburg/ Dienstag, 15. Nov.: ,Tie Zaudersiote/ Mittwoch, 16. Nov. (Bußtag) geschlossen.

Schauspielhaus.

Montag, 7. Nov.): ,Tie törichte Jungfrau." Dienstag, 8. Nov.: »Einer von unsere Leut/ Mittwoch, 9. Nov.:Der g oße Name/ Donnerstag, 10. Nov.: Zu Schillers Geburtstag: .Wallensteins Lager/ Hierauf:Die Piccolomini/ Freitag, 11. 91oö. :Gallensteins Tod/ Samstag, 12. Nov.: *0 bieie Leutnants/ Sonntag, 13. Nov., nachmittags 31/, Uhr:Das vierte Gebot/ Abends 7 Uhr: ,0 diese Leutnants/ Montag, 14. Nov.: »Einer von nufere Leut'/ Dienstag, 15. 9loo.: ,0 diese Leutnants/ Mittwoch, 16. Nov. (Bußtag) geschlossen. Donnerstag 17. 9lov., abends 77, Uhr:Tie törichte Inngfi.au.*

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends imt 7 Uhr.

Airchliche Nachrichten«

6vaiigeii|ü)e mmemoe.

3n der Stadtkirche.

DienStag den 8. November, abends 67, Uhr: Festgottesdienst auS Anlaß der Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für unere 'JUnffion. Pfarrer Schuster aus Hering.

Meteorologische Beobachtungen der Station Eietzen.

Nov.

1910

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Sonnenschein Nebel

Stieb. Himmel

Höchste Temperatur am 5. bis 6. November = -f- 6,9 *0.

Niedrigste , , 5. , 6. , = o,l *0,

Niederschlag: 3,0 mm.

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Betr.k Die Ansteilnng von Kreisstraßeiuvarten.

Bei dem Kreis Gießen sind 2 Kreisstraßenwartsiellen Mit den Sitzen in Gießen und Heuchelheim alsbald neu zu besetzen^

Bewerber wollen ihre Meldungen bei dem Großh. Kreisbau- inspektor des Kreises Gießen bis zum 15. November d. Js. ein­reichen. Alter und seitherige Beschäftigung süid unter Beifügung von Zeugnissen anzugeben.

Militärawvärter erhalten den Vorzug.

Gießen, den 1. November 1910.

Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen.

I. V.: Weicker.

Bekauttruiachuttg.

Bet r.: Die Abhaltung von Viehmärkten.

Unter der Voraussetzung, daß die Aiaul- und Klauenseuche sich .in dm itächften Tagen an der Landesgrenze nicht weitep ausbreitet und unter entiprechendem Vorbehalt genehmigen wir die Abhaltung des sog. Kalten Marktes zu Alsfeld am 9. No­vember d. I. mit folgenden Einschränkungen.

Gestattet ist nur der Auftrieb von Schweinen unmittelbar au sunvcrseuchtenZuchtendesKre i- ses Alsfeld. Nicht gestattet ist der Auftrieb von Schweinen aus anderen Bezirken, von Großvieh und von Händlervieh. Der Auftrieb der Schweine hat in Wagen zu erfolgen. Durch orts­polizeiliches Zeugnis ist nachzuweisen, daß die,Tiere uiunittelbai; aus der Zucht des Besitzers stammen und daß der Herkunftsort! unverseucht ist. Alter und Zahl der Schweine müssen auf dem Zeugnis vermerk! sein.

Viehhändlern ist der Zutritt zum Markt streng untersagt, Alsfeld, den 28. Oktober 1910.

Kroßherzmliches Kreisamt AlssrL

v' & & Sehfexth.