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Die Täter sind entkommen. . ri . a
Aus Straßburg i. Els. wird berichtet: Die Tochter des früheren Reichstagsabgeordneten Jmtizral R iff geriet bei Enzheim unter eine Lokomotive und wurde sofort getötet.
Aus B e l z i g wird gemeldet: Auf dem Jagdgebiet des Grafen von Fürstenstein in Wiesenburg stürzten der zu Besuch weilende Baron König aus Biebrich am Rhein und der ifpt begleitende Förster Engelmann mit einer aus Holz errichteten Kanzel zusammen, wobei sich das Gewehr des Barons entlud. .Die Kugel traf den Förster, der sofort tot war.
Hei her Polizei vorgehen; die Autos müssen ja eine deutliche Bezeichnung tragen. Allzugroße Empfindlichkeit und Reizbarkeit aber nützt nichts, das „moderne Ungeziefer" auf den Landstraßen hat nun einmal »größere (rile als biAc mmslen Fuhrwerke, und es ist unseres Erachtens doch auch wieder ein Zeichen von fortschreitender Humanität, daß die ehrlichen Leute der Arbeit, wenn sie der „moschusduftenden Schwefelbande" ausweichen, nicht gleich gar zu Nihilisten werden. Langmut, abwartende Geduld und namentlich Vernunft werden hoffentlich auch ferner den Frieden aus der Landstraße gewährleisten!
Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst.
Schtachtwerles biä zu 7 Jahren . . 39—43 75—78 Aeltere aiisgcmäftete Kühe und wenig
gut entwickelte fi'mgereKühe u. Färsen 33—38 65—72
Kalber.
Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber
Mittlere Mast- und gute Saugkälber .
S ch a f e.
Mastlämmer und jüngere Masthammel Schweine.
Vollfleifchige Schweiite bis zu 2 Zeiitner
Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine über 2 Rentner
Lebendgewicht
Fleischige Schweine
Krakau, 8. Aug. Ein Beamter des polnischen: V o l k s s ch u l v e r e i n s namens Rybak wurde auf offener Straße durch drei Revolverschüsse getötet. Der Täter wurde verhaftet. Er gab an, er habe Rybak als russischen Spion und Ägentprovokateur auf Befehl seiner Partei ermordet,
*
Berlin, 9. Aug. Ter auf Rügen sestgenommene Karli Mohr leugnet hartnäckig, die ihm zur Last gelegten Ber-^ brechen begangen zu haben. Seine Mitschuld an dem Morde des Pastors Vermehret) wird als erwiesen betrachtet, hingegen solk er an dem Friedrich'schen Mord im Harz unbeteiligt sein.
Hamburg, 8. Aug. Tie Schiffsreiniger, Maler und Dockarbeiter der Hamburg-Amerika-Linie beschlossen in einer heute abend abgehaltenen Versammlung mit großer Stimmenmehrheit, am Dienstag die Arbeit niedere 5U Rom, 9. Aug. Bei dcr Besteigung des Monte Griv-ola fanden englische Touristen die schrecklich verstümmelten Lerchen zweier jungen Leute, die über 300 Meter abgestürzt waren. Es handelt sich um die Söhne des bekannten Generals Legate.
Valencia, 9. Aug. Tie Flugwoche wurde verschoben, weil der Magistrat der Stadt bie als sicher angenommene Unterstützung nicht bewilligt hat.
Bilbao, 9. Aug. Tie ausständigen Arbeiter haben beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Dermiidite».
* D i e Binnenschiffahrt Europas. Rußland steht mit der Länge seiner schiffbaren Wasserstraßen unter den Ländern Europas obenan. Es besitzt 92 910 Kilometer, wovon ^6000 künstlich angelegt find. In einem großen Abstand folgt Deutschland mit 18 070 Kilometern. Die befahrbaren Wasserläufe Frankreichs machen 12 580, die Oesterreich-Ungarns 6400 Kilometer aus. In England sind die meisten Wasserstraßen in Privatbesitz: ihre Länge ergibt 6250* Kilometer. In den Niederlanden existieren 2000 Kilometer natürliche unb 3200 Kilometer künstliche Schiffsstraßen, Schweden besitzt 5100, Belgien 2305 Kilometer. Sehr gering ist der Besitz Italiens an schiffbaren Flüssen oder Kanälen. Der Verkehr auf den italienischen Binnengewässern macht lährlich kaum zwei Millionen Tonnen aus, während der Tonnenverkehr aus den Bimiengewässern der angeführten Länder von 70 Millionen bis 182 Milliarden beträgt. .
* Die Erwerbsaussichten der I n g e n i e u r e u n b Techniker wurden vor lurzein als besonders günstig hingestellt. Am Schlüsse der Zeitwigsnoliz erhtbr man, daß an dieser Dar- ftelliing eine technische Lehranstalt Interesse hatte, bie sich anscheinend über Schulermangel beklagen mußte. Es dar! Nicht Wunder nehmen, daß die 'Zuwanderung zum technischen Berufe
voii uns Franzosen, die in den Cafes und Bars nur Versammlungsorte eines gefälligen Luxus erblicken, in denen sich in der dicken Hitze der rauchigen Säle Kameradschaften anknüpsen und 'eiligen,' die oft zu innigen Freundschaften sich gestalten. Ter Bayer dagegen, der die Schwelle des Bräus überschreitet, denkt nur an das materielle Vergnügen, seinen Magen mit dem frischen Bier zu überschwemmen, das dem im Saale thronenden bauchigen Fasse entnommen wird. Wenn er einige Worte mit seinen Nachbarn und Freunden austauscht, so geschieht das nur aus alltäglicher Höflichkeit: denn seine wahren Absichten gehen dahin, mit dem vor ihn gestellten Liter eine Unterhaltung anzuknüpfen und von ihm allein erwartet er alle Freude, die er aus feinem Gange nach dem überfüllten Brün zu ziehen gedenkt. . Mit Blicken, die nichts um sich sehen, mit feuchter Lippe vertieft er sich in eme Art lächelnder Träumerei, die er durch lange und wollüstige Schlücke erhält. Er trinkt so sacht, fast mit religiöser Andacht, als führe er etwas aus, was nach Riten und unumgänglichen Ueberlieserungen geregelt ist. Wenn er bann das stille Trankopfer beendet hat, lässt er das geleerte Glas stehen und entiernt ich aus dem Bräu mit der Ruhe und Heiterkeit eines Mannes, der seinen Leib nach sicheren und feierlichen Formeln gefüllt hat."
* I a v a n i f ch e Panama s. Seit wenigen Jahren i|t an Okinawa, der Hcnwtinfel der mittleren Kinkm-Jnseln, eine Jndm strie eiitflaiiben, bie, schnell emporgeblüht, auch schon bie '■Jlufinevf- ainfeit des Auslandes erregt hat. Die neuesten Erzengmsse dreier ganz bodenwüchsigen Industrie sind in Farbe und Aussehen ben Panamahüten der billigen und mittleren Preislagen febr ähnlich. Das Rohmaterial liefert eine in ganz Olt- und Südostasien heimische Pandenusart, der Adamba der Japaiier, deren Blätter langen schmalen Ananasblä'ttern ähnlich sind. Sie iverben zuerlt in der Längsrichtung gleichmäßig gefallen, worauf man die oberen dünnen £>äute, den Flecblstoff, abzieht, eine Arbeit, die meist von ländlichen Heimarbeitern besorgt wird. Diese grau- grünen dünnen Fasern iverden in einer Reihe von Klärbassins einem Bleichverfahren unterworfen, bis sie die gewünschte elfen= beinweiße Farbe zeigen. Von den Resten der Bleichmasse gereinigt und zum Trockiien aufgehängt, nehmen sie eine fadenförmige Gestalt an und sind nun zum Verflechten fertig. Das Flechten geschieht über Holzkopfformen, wobei die Anfertigimg eines Hutes geringster Qualität ungefähr dreißig, eines besserer Art etiva hundert ^nmben und darüber beansvrnchl. Für erstere werden im allgemeinen nur 800, für bie besten dagegen 1300 und mehr Fäden verwandt. Hanp.'sächlich werden bis seist nur billige Hüte als Massenartikel [ ecgeftellt; die Ware wird durch Vermittlung fremder, in Kobe und Yokohama ansässiger Firmen nach Deutschland, Frankreich Amerika nnd (Silina ansgeiührt.
* Eine chinesische „9? e form". Zu den zahlreichen Kiiltiirgütern Eiiropas, die sich Ehiiia im Saufe der letzten Jahrzehnte „angelegt" hat, hat sich setzt auch — bie Guillotine gefeilt. Vor einigen Wochen ist das erste Eremplar diefer menschenfreundlichen Maschine in Peking emgetrosseii, ausgepackt und beftaunt worden und vielleicht schon im Betrieb, denn in China werben bie Urteile etwas plötzlich nach ihrer Verkündigung vollstreckt. Tie Guillotine ist bem französischen Staate abgekauft ivorben unb unter der persönlichen Aussicht des Scharsrichters Teibler berg erlebtet worden Bisher wnrden die in China zinn Tode Verurteilten ent= weder ausgehängt oder mit dem Schwerte getötet. Von der neuen Hinrichtungsart verspricht inan sich aber eine gewisse abschreckende Wirknng, beim für ben gläubigen Chinesen bebentet bie vollständige Trennung des Kopses vorn Körper ein Hindernis auf dem Wege ins Jenseits. „
* Eine eigentümliche Kamelpost besteht heutzutage noch zwischen Damaskus und Bagdad. Sie führt durch die Wüste unb „verkehrt" einmal alle zwei Wochen. Tas Tier legt,— es ist übrigens ein Tromedar und kein Kamel — täglich siebzehn Meilen zurück, was also durchaus lein schlechtes Tempo ist, besonders wenn man bedenkt, daß diese Reise jedesmal acht Tage, also vierzehn Tage im ganzen, in Anspruch nimmt. Ta die Post nur Briefe unb Zeitungen besorgt unb keinerlei Geld oder Wertsachen mitnimmt, liegt keine Gefahr eines Ueberfalles durch die Stämme vor, durch deren Gebiet die Post geht, aber nichtsdestoweniger besteht für den Reiter die merkwürdige Bestimmung, daß er aus dem Reittier vollständig scstgebuuden werden muß, für den Fall nämlich, daß ihm unterwegs etwas zustoßen sollte. TaS Reittier würde in diesem Fall seinen Weg allein finben und so wenigstens die Leiche des Reiters mitbringen, so daß das Suchen nach derselben erspart würde.
* Zu gemischt. „Warum kommen Gnädigste niemals zum Promenaden-Konzert?" — „Tas Publikum ist mir da doch zu gemischt, man trifft zu viele Bekannte — ich habe da auch meinen Mann kennen gelernt!"
Kleine
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Aus Hallem, d. S. wird gemeldet: Montag morgen wurde in einem Kartoffelacker der Ammendorfer Flur der galizische Arbeiter Bojka mit durchschnittener Kehle tot auf- gefunden. Bei der Leiche lag das leere Portemonnaie. Als der Tat dringend verdächtig wurde der Arbeiter Opitz aus Rade- " l verhaftet. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Raubmord. Tem Mörder dürfte aber nur wenig Geld in die Hände gefallen sein, da der Ermordete fernen Lohn kurz vorher einem Kaufmanne zur Absendung übergeben hatte.
Aus Potsdam meldet man: Der Posten am Pulverhause des Garde-Feldartillerieregiments in der Nähe von Nellitz wurde nachts von drei Personen, die sich dem Pulverhause näherten, angeschossen. Die Verletzung ist mdjt schwer.
nachläßt, nachdem die Organisationen rückhaltlos die icyiecyte rotrt* chaftliche Lage cmfgedeckt haben. Die letzte Statistik des Deutschen Techniker-Verbandes belegt es, daß mit Recht vor dem Ergreifen des technischen Bermes gewarnt wird. Nach diefer Statistik verdienen- 1000 bis 200O Mk. 38,36 v. H., 2000 bis 3000 Alk. 49,63 v. H., 3000 bis 4200 Alk. 9,96 v. H., 4200 bis 6u00 Mk. ',80 v. H., 6000 bis 12 000 Mk. 0,25 v. H.
* I n einer Münchener Trink st udie, bei der die Farben recht stark aufgetragen sind, stellt Dominique Duran d Y im „Petit Parisien" folgende Behauptungen unb Thesen auf: „Tie Leute gehen in das Bräu zu dem Vergnügen, sich, voll zu trinken, ohne sich darum zu kümmern, mit wem sie dort zusammcn- kommen könnten. Wie grundverschieden ist doch die Mentalität (!)
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Heidelberg, 8. Aug. Ein Verbrecher, der selbstlos der Wahrheit dient. Ein wohl kaum noch dagewcsener Fall hat sich vor der Heidelberger Strafkammer begeben. Im Januar d. I. wurden dort zwei Italiener, die Händler Gidini und Conti, gefährliche Einbrecher, zu je vier Jahren Zuchthaus verurteilt, weil sie Brillanten und dergleichen im Werte von über 20 000 Mark durch Einbruch gestohlen hatten. Im Bruchsaler Zuchthaus faßte nun Gidini den Entschluß, auch die nicht erwischten Mitschuldigen hincinziibringcu, er legte ein freiwilliges Geständnis ab unb gab als Teilnehmer an jenem Eiribruchsdiebstahl den Italiener Mascagnie unb dessen Geliebte, Anna Reisler aus Stuttgart, an. Tas angeklagte Paar wurde der Mithilfe an dem Einbruch überführt, fein Verteidiger aber wandte sich scharf gegen Gidini, den er der U n g l a n b w ü r d i g k e i t beschuldigte. Tarüber empörte sich der Sträfling derart, daß er ein Geständnis über einen früheren Tiebstahl ablegte, um feine Glaubwürdigkeit zu erweisen. Tas Gericht verurteilte ben angetlagten Mascagui zu zwei Jahren, die Reisler zu einem Jahr Zuchthaus, der Staatsanwalt aber notierte sich beit neuen Kanbidaten, der sich, um nicht als Lügner zu gelten, selbst bezichtigt hatte.
Zwei Kinder im Trainwagen erstickt.
Hannover, 9. Aug. In der Kaserne des Trainbataillons! Hannover wurden gestern beim Reinigen eines Train- gens die Leichen von zwei Kindern entdeckt^ die seit dem 30. Juli vermißt worden waren. Tie Kinder sind vermutlich bei Versteckspieleu in den Wagen bestiegen und nachdem der Teckcl durch irgend einen Anlaß zugeschlagen war, erstickt. Jetzt soll der Kasernenhof für die Kinder gesperrt werden..
Ein politischer Mord in Krakau.
büchertisch.
— Nr. 3501 der im Verlage von I. I. Weber erscheinenden „Illustrierten Z e i l u u g" wird mit ihrer Fülle vorzüglicher Bilder und anregender Artikel in dieser Ferienzeit eine willkommene Wabe fein, daheim sowohl, wie vor allein in der verregneten Sommerfrische. Außer einer bunten Reihe aktueller Bilder: Porträte, Sportbilder (bie neue Wiesbadener Rennbahn), Sickingemesl auf der Ebernburg u. a., bringt das Heft technisch vollendete Reproduktionen in bunt und schwarz von einer Anzahl interessanter Ge- uiälde: „Zu Besuch", „Die Gründung von Buenos Aires", „Die Ueberqabe Mailands", „Föhn in den Bergen", „Thunfischer" u. a. m. Von den mit zahlreichen Illustrationen geschmückten Artikeln seien hervorgehobeit: „Dos Kind in der Kunst", „Alte und neue Glocken und Glockenguß", „Bieneuzucht", „Schlauchfloßfahrt auf dem Tigris". Ter literarische Teil bringt u. a. eine Novelle „Im Lottenhof" von E. 911 brecht.
Luftschiffahrt.
Johannisthal, 8. Aug. Die Flugwoche, bereit Eröffnung gestern wegen des herrschenben Sturmes Nicht erfolgen konnte, nahm heute nachmittag ihren Anfang. Engelhard «Wright- apparat) flog bet viermaligem Ausstieg zusammen elf Minuten, W i e n c z i e r s (Antoinetteapparat) bet zweimaligem Aufstieg zu- slammen 36 Minuten, Thelen (Wrightapparat) bet zweimaligem Aufstieg zusammen neun Minuten. Thelens Apparat wurde am Rad beschädigt. . . . . ~ t ,
Müuchen, 8. Aug. Parseval VI. wird seine Fahrten nach Oberammergau am 11. August beginnen, wenn das Wetter Fernfahrten gestattet. .
Elberfeld, 8. Aug. Die Rheinifch-Westfalische Motor- luftschiffahrts-Gesellschast hat in ihrer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, den Antrag aus Ausl Ölung ber Gesellschaft abzulehnen. Es wurde mitgeieilt, datz das finanzielle Verhältnis der Gesellschaft die Auflösung durchaus nicht notig mache. Ten fünf bei der Erbslöhkatastrophe Verunglückten fall ein Denkstein errichtet werden.
Ninveriitäts-Nachrichten.
Von der Akademie i n F r a n k f u r t a. M. Dr. HanS Cornelius, Professor in Alun ch en, hat einen Riis auf den neuerricnteteii Lehrstuhl der Philosophie an der Akademie in Frankfurt a. M. erhalten und angenommen.
Landwörtscbcrft.
— Getreideproduktion Deutschlands. Die starke Getreideaussuhr Teittsckflands in den letzten Jahren findet, teilweise wenigstens, ihre Erklärung darin, daß der Anbau von Getreide, mit Ausnahme von Weizen und Gerste, in Deutschland bedeutend zugeuommen hat. In dem Zeitraum 1899—1909 ist die Anbaufläche gestiegen bei Roggen von 5 871000 auf 6 131000 Hektar, bei Hafer von 4 000 000 auf 4 310 000 Hektar. Daneben hat sich aber auch der Durchschnittsertrag pro Hektar stark vermehrt, nämlich in derselben Zeit bei Roggen von 14,8 auf 18,5 dz, bei Weizen von 19,1 auf 20,5 dz, bei Gerste von 18,2 auf 21,2 dz und bei Hafer sogar von 17,2 auf 21,2 dz. Die Ernte weist demgemäß eine Zunahme auf bei Roggen von 8,676 000 auf 11348 000 Tonnen, bei Gerste von 2 984 000 auf 3 496*000 Tonnen, bei Hafer von 6 883 000 auf 9 126 000 Tonnen. Auf diese Umstände wird es wohl hauptsächlich zurückzusührcn sein, daß in den letzten Jahren bei Roggen und Hafer die Ausfuhr zeitweise größer gewesen ist als die Einfuhr.
Heise - Schecks
der Hamburg - Amerika • Linie
zahlbar in allen bedeutenden Orten der Welt, sind bei mir zu haben und werden bei mir eingelöst. — Die Schecks der Hamburg-Amerika-Linie bilden in jeder Beziehung die ange-- nehmste Art, Geld mit auf Reisen zu nehmen und gewährleisten auch neben größter Bequemlichkeit vollkommene Sicherheit. 1077-
Baruch Strauss Nachfolger
Bankgeschäft
Agentur dcr Hamburg Amerika-Linie
Sport.
— In dcr Vorstandssitznng des Deutschen Radfahrerbundes in Görlitz wurde beschlossen, den 28. Bundestag im Jahre 1911 in Frankfurt a. Main abzuhalten. iüanöern und Reisen^vader und Sommerfrischen.
** P a s f i o ii s f p i e l e O b e r a in in e r g a u 1910. Zu den VassionSfpieleu in Oberammergau dürfen auf Anordnung der Aufsichtsbehörde Karlen für Stehplätze nicht mehr ausgegeben iverden. — Der tolosfale Andrang hat die Fregiienz der heuer zum erstenmal verkehrenden Postniotorwagen Oberammergau—Garmlfch- Mittemvald und Oberammergau—Mittenwald—Kochel—Tegernsee außerorbenllich günstig beeinflußt. Abends nach Beendigung des Pafsionsspieles imb am folgenden Tage verlassen Hunderte von Festspielbefuchern Oberammergau, um mit Motorwagen nach Garmisch imb ben oben genannten Orten weiter zu fahren. Dabei entsteht oft ein gerabezu beängstigendes Gedränge. Wagen um Wagen fährt vor und ist im Nu mit Passagieren besetzt. Ein vorheriges Belegen von einzelnen Plätzen ist bei diesem Andrauge natürlich vollständig ansgeichlossen. Um nun Familien und größeren 6;eiellschgflcu die Möglichkeit zu geben, sich im vorgus Plätze zn sichern, werden im Benehmen mit dem König!. Postamt Oberammergnu von jetzt ab an Spiel- und Nachsvieltagen zu Den stark besuchten Wagenkurien je nach Bedarf ein oder mehrere Spezialwagen von bem in Oberammergau befindlichen Reifebuieau Schenker abgelasfen werden und zwar an jedem Spieltage abends 7 00 Uhr nach Garmisch, am Morgen nach jedem Spieltage uni 8.00 Uhr nach Garmifch nnd um 10.00 Uhr nach Innsbruck. Zu diesen Spezialwagen werben Vormerkungen im Reifebnrean Schenker & Co., München, Promenadeplatz 16, und im Wellreife- bureau Union in Berlin, Unter den Linden 5/6, entgegen genommen. Diese Vnreans sowie der Norddeutsche Lloyd Bremeu sind Thos. Cook & Son, London nehmen auch Bestelluugen für Unteitimft imb Plätze in Oberammergau an. Währenb beS Monats August finden zweite Wiederholnngsfpiele nicht mehr statt.
Lingc-andt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt bie Rebaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Aus Oberhessen, 8. Aug.
Die Frankfurter Zeitung, wahrscheinlich um „Stimmung" zu machen, schreibt:
Eine für dieses Ernteiahr charakteristische Erscheinung ist das frühzeitige Reifen sämtlicher Getteidearten, wohl eine Folge der großen Hitze und Trockenheit, die die Entwicklung der Halmfrüchte, wenn aucbjiid't immer zu ihrem Vorteil, beschleunigt zu haben scheint. So kommt es, daß in T e u t s ch l a n d 'diesmal schon vielfach Ende Juli die Ernte des Winterweizens und der: SommergersteinAugriff genommen mar, stellen-., weise wegen Gefahr des Körnerausfallens sogar der Hafer gv- schnitten werden mußte.
Nach dieser vortrefflichen Leistung zu urteilen, scheinen sich • die Herren Redakteure dcr Franksurtcr Zeitung während dieses: ogcuaniiteit „Sommers" 'in fernen Weltteilen aufgehalten zu) haben.
Briefkasten der Redaktion.
Erbschaft. Ohne genauere Angaben können wir Ihnen feine- Auskunft geben. Vor allen Dingen muß mau ivifien, von menv Sie mit dieser Erbschaft bedacht wurden. Wenn sie von Ihren Eltern herrührt, kann die Konzession u. E. iveiterlaiden.
Verlauf der Witterung seit gestern frühDer Randwirbcl über Norddeutfchland hat sich ausgelöst, so daß der Einfluß des nordeuropäischen Hochdruckgebietes bestehen bleibt. Bei nördlichem Winde herrscht außer in Ostdeutschland, wo die nahe russische Zyklone noch wirkt, heiteres und trockenes Wetter. Eine Fortdauer der bestehenden Witterung ist zu erwarten.
Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch bem 10. August 1910: Heiter, trocken, nachts kühl, am Tage warm.
Redend- Lchlachc« pro lOO Pfuiid
H f »ii Veben0.Sdila.vtr
m «J affen. üon-btdüon-biS
Vollfleischige, auSgemäitete, hochuen
Schlacht,vertes, höchstens 6 Jahre alt 45—50 84—87
Junge, fleischige, nicht au5gemd|lele und ältere ausgemästete...... 42—45 79—82
Mäßig geuährte junge und gut genährte ältere ........ 37-40 74-77 Färsen, Kühe.
Vollfleischige ausgeniästete Färsen höchst.
Schlachtwenes 44—47 80—85
Handel.
Ofenpest, 8. Aug. In der unter dem Vorsitze des Präsidenten Leo Lanczy heute abgehaltenen Direktionssrtzuna der Pester ungarischen Comercialbank wurde be|chlos)en, der für den 24. August einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung eine Erhöhung des Aktienkapitals von 42 Millionen auf 50 Millionen Kronen durch bie Ausgabe von 8000 Stück neuen Aktien vorzuschlagen.
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— Kartoffel markt - Bericht vom 8. Aubust 1910. Dortmund: Holländer Mäuse Mk. 3.30, Gelbfleischige, blaue Mk. 0.00. Crefeld: Frühgelbe Mk. 3.00—3.20, Nieren, Paulsens Juli Alk. 3.00—3.20. K empe n a. R h. • Holländer Mäu e 5.00—6.00 Mk., Runde Eierkarioffeln 5.00—6.00 Mk., Crallen Mk. 5.00—6.00, Frühgelbe Mk.5.00—6.00. Köln a. Rh.: Frühe lveiße, Kaiserkrone, Mk. 2.45, Nieren Paulsens Juli Mk. 2.80, Rofeu, frühe Alk. 2.30, Holländer Mäufe Mk. 2.80. Alann- beim: Frühe weiße Kaiserkronen Mk. 2.75. Saarlouis: Rosen, frühe Alk. 2.50, frühe, weiße, Kaiserkrone Mk. 2.60—2.80. (Alles für 50 Kg.) /*
F.C. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 8. Aug. Auftrieb: Rinder 77, Kälber 36, Schafe 40, Schweine 264.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig.


