Ausgabe 
9.8.1910 Zweites Blatt
 
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m bm- Bingenheim, 8. Aug. Gestern feierte hier der Niddaer Zweigverein der Gustav-Adols-Sttftung sein Jahres- fest. Den Festgottesdienst hielt Pfarrer Naumann aus Schwickartshausen. Pfarrer Sauer aus Geiß-Nidda, als Boi-

--Vetzberg, 8. Aug. Heute wurde Lehrer Echter­nach, bisher in Lützellinden, in seinen Dienst eingeführt. Lehrer Willems ist die neu 'gegründete zweite Schul­stelle in Edingen übertragen worden. Die Schule in Vetz- VvOVft inMt- lob* QA -- ' ' *

.genommen, zur Wiederannäherung an den Deutschen Kriegerbund einen Ausschuß zu wählen, unter dem Hinzufügen, daß die Haupt­versammlung sich grundsäklich für die Angliederung ausspreche.

"Uter sehr zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung der Saar­gegend wurde zugleich die 40 jährige Gedächtnisfeier der Schlacht vei <9plchern festlich begangen. Der Kaiser hatte mit seiner -tung den kommandierenden General v. Plötz beauftragt.

S. Bingen, 8. Aug. Der Wasserstand des Nh eines ft ex g t wieder. Am Freitag abend betrug er am hiesigen Pegel 2.90 Meter. Gestern war der Stand bereits auf 3.20 Meter angestiegen. Der Rhein ist also innerhalb 36 Stunden um 30 Zentimeter gewachsen und dürfte bei den fortgesetzten Regengüssen, die vom Ober­rhein gemeldet werden, noch weiter steigen, so daß uns also wohl die dritte Hochwasserperiode 'in diesem Jahre bevorsteht. 1

Heer und Flotte.

H a nn'o der, 8. Aug. Generalleutnant WilhelmSpitz, der Bruder des in der vorigen Woche'verstorbenen Vorsitzenden des Deutschen Kriegerbundes, ist gestern nachmittag auf einem Spaziergänge an einem Schlaganfall im Alter von 74 Jahren gestorben.

Ausland.

Aus L i l l e wird gemeldet: Alle Zollbamten von Nord- frankreich, vom Offizier bis zum einfachen Grenzwächter, gründeten in ihrer Hauptversammlung eine Vereinigung zur Ver­teidigung ihrer gemeinsamen Interessen.

.j-ic Blätter in Konstantinopel sprechen ihre Befrie­digung aus über den Ankauf der beiden deutschen Panzerschiffe, wodurch die Uebcrlcgenhcit der Türkei über Griechenland auf dem Meere gesichert werde.

Aus Fez wird gemeldet, der Sultan habe beschlossen, aus Rücksicht auf seine Finanzlage den Gesamtbestand der s ch e r i f i s ch e n Truppen auf 10 000 Mann zu beschränken, ^icse 10 000 Mann sollen von 10 Kaids befehligt werden unter dem Oberbefehl des Majors Mangin, des Chefs der französischen Militärmifsion.

Aus Teheran wird gemeldet: Bei den Kämpfen am Sonn­tag wurden auf der Seite der Regierungstruppen etwa 12 Per­sonen getötet oder verletzt, seitens der Fidais etwa 36. 300 Fidais wurden gefangen genommen.

Ans Stabt unb Land.

Gießen, 9. August 1910.

** Zur Truppenschau in Mainz. Die am 16. August vor dem Kaiser auf dem Großen Sande statt­findende Truppenschau wird um 8 Uhr morgens durch ein Exerzieren der 24. Dragoner eingeteitet, dem eine Gefechts­übung folgt, zu der Kommandeur Generalleutnant Scholtz (21. Division) die Aufgabe stellt. Dieses Gefecht soll ohne Rücksicht auf Verbrauch von Geschossen durch­geführt werden, und besonders sollen die bedeutenden Ge- sechtsaugenblicke start durch Feuern hervorgehoben werden. Nach Schluß der Hebung folgt der Parademarsch. In der nächsten Nähe des Kaisers befinden sich beim Parademarsch der Gouverneur von Mainz, der Chef des Generalstabes und der erste Adjutant des'Generalkommandos. Die Fahnen- lompagnie, die, wie gewöhnlich, vom Infanterie-Regiment Nr. 116 (8. Komp.) gestellt wird, und die Standarten-Eska- dron (Drag.-Regt. Nr. 24) rücken sofort nach dem Vorbei­ziehen zur Gastellscheu Waggonfabrik. Vor Beginn des Parademarsches wird dem Kaiser, dem Großherzog, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und dem Chef des Generalstabes, Major v. Blücher, der Frontrapport über­reicht.

** Die hessische Polizei und die preußischen Milch Händler. Eine merkwürdig Geschichte wird uns aus Mainz berichtet. Eine große Anzahl ehemals nassauischer Gemeinden auf der rechten Rheinseite liefert durch viele Milchhändler täglich mehrere tausend Liter Milch nach Mainz, wo eine sehr strenge Milchkontrolle ausgeübt wird. Wird nun einem Händler die Milch als verdächtig angehalten, so sind natürlich vor allem sog. Stallproben beim Liefe­ranten behufs Vergleichung zu holen. Dies wurde seither durch die Mainzer Polizei besorgt. Nachdem nun in den preußischen Orten Hochheim, Erbenheim, Delkenheim, Massenheim usiv. viele Bestrafungen wegen Milchfälschung durch die Mainzer Polizei herbeigeführt wurden, haben sich die Milchhändler beschwerdeführend an das preußische Mi­nisterium gewendet und das Ministerium hat nun auch der Mainzer Polizei die Milchkontrotle im Preußischen untersagt. Wie jetzt der Nachweis der Täterschaft beim Anhalten ver­fälschter Milch in Mainz aus den rechtsrheinischen Gemeinden geliefert werden soll, ist die Frage.

und em stilleitehen, bis es der moschusduftenden Schwefelbande gefallen hat, hohiufch, wie der höllische Teufel, mit) mit demselben Gepank, wie jener bei seiner Erorzisierung, vorbeizusaufen. Wahr- uch, wenn die Zauern und alle anständigen Leute, die die Land- grave benutzen müssen, solcher Anmaßung und ekelhaften Protzerei gegenüber nicht schon längst zu Nihilisten geworden sind, so hat man nur ihre große Langmut, Vernunft und abivartende Geduld zu bewundern; ich aber möchte als zehntes Gebot allen Fuhrleuten das folgende empfehlen:Gehe sofort aufs Kreisamt, erwirb dir emen Waffenpaß und hernach einen tüchtigen Revolver, damit du dich wehren kannst, wenn das moderne Ungeziefer, das jetzt die ymibftxaBe unsicher macht und mit Menschenleben spielt, dich überfallt. ' '

d o rs a. d. Lda. 8. Aug Gestern nachmittag hielt der Geslugelzuchtverem Allendorf und Umgebung seine dies- tahrige^ Generalverfammlung im Gasthaus zum Bahnhof dahier ab. Nach dem eingehenden Jahresbericht des Vorsitzenden erstattete >er Rechner den Kaoenbericht, der mit einem schönen Ueber- fefjufe abjchließt. Es wurde beschlossen, im nächsten Frühjahr eine ,vreiverlosung von mehreren Dutzend Bruteiern rassereiner Hühner unter den ui den meisten Versammlungen anwesenden Mitgliedern vorzunehmen. Bet Maurermeister Kus dahier soll eine Zucht-,

orSelbstverständlich macht der Abgeordnete Köhler diese nfLOrbC^u 11 11 Im übrigen wird man gegen

lieber griffe von Automobilisten am. besten durch .Anzeigen

** Ile6 er Gerichtszeitungen konnte man dieser Tage in einer Wiesbadener Zeitung eine Notiz lesen, in der öiefe an sich gewiß vorteilhafte Einrichtung im Interesse der Geschäftswelt das Wort geredet wird. Gewiß ist hier­gegen an sich nichts einzuwenden, wenn die Leitung dieser Zeitungen und das darin zusammengetragene Material ein­wandfrei ist, was jedoch sehr häufig nicht der Fall zu sein scheint. Einzelne Behörden verweigern diesen jeglichen gesetz­lichen Schutzes entbehrenden und ihren NamenGerichts­zeitung" eigentlich zu Unrecht führenden Organen jede Unter­stützung, mit Rücksicht auf praktische Erfahrungen, hierzu kommt aber der Umstand, daß bei Aufnahme der Urteile in die Zeitungen meist feinerlei Rücksichten auf irgendwelche zwischen den Parteien bestandene Unstimmigkeiten genom­men wird. Der unterliegende Teil wird einfach alsver­urteilt" in die Liste ausgenommen. Daß dieses Vorgehen oft ungerechtfertigt und geeignet ist, anständige Firmen zu schädigen, liegt klar auf der Hand. Welche Folgen weiter diese oft leichtfertigen Veröffentlichungen haben können, beweist ein in derOffenb. Ztg." veröffentlichter Fall, in dem etn Offenbacher angesehener Bürger fehr unangenehme Erfahrungen machen mußte, weil eine Gerichtszeitung einen seiner Adresse gleichlautenden Namen o h ne j ed e näh er e Bezeichnung veröffentlicht hatte. Da der Geschäfts­mann in jeder Weise zahlungsfähig ist, warnt das Blatt vor der Gerichtszeitung.

** Die Brote st Versammlung gegen die Ver­legung der Haltestellen am Lindenplatz und Asterweg, die gestern abend von Gastwirt Jastowsky ins Einhorn berufen war, war von genau 30 Personen besucht, von denen etwa die Hälfte als Interessenten zu betrachten sind Die Versammlung wählte als Vorsitzenden Fabrikant Bindewald. Es entwickelte sich über die Angelegenheit eine sehr lebhafte Aussprache, in der die beiden anwesenden ^^^ordneten Loeb er und Krumm eingriffen. Die Mehrheit der Redner vertrat den Standpunkt, daß im In­teresse des Verkehrs und im Interesse des an sich schon in er* 'rj^toirftung Zurückgebliebenen Stadtteiles eine dritte 1* nt ber Walltorstraße geboten sei, daß aber dies mcht geschehen dürfe auf Kosten der bestehenden Haltepunkte am ^indenplatz und Asterweg. Eine Minderheit sprach sich üKrfSr' cine Haltestelle an der Braugasfe vollkommen

9 oder wenigstens nicht unbedingt nötig sei. Es a^nau inah^,r, I,ln8.ctotcice"' daß von der Haltestelle Asterweg b'p Kaserne und das Kretsamt zu erreichen bter. Braugasfe, für dte erst einmal besseres Mae abcr dem Justizgcbäude wolle,

n1! ^'alltor aus, sondern an der Ost- ^ormmmlung faßte darauf folgende Ent- h11 <IC ^^dtverordnetenversammlung gerich- tet wird, ,,-ue verjammelten Bürger sprechen ihr Bedauern

1 über die Aufhebung bez. Verlegung der beiden Halte-. siation.für rebhuhnfarbige Jtalienerhühner errichtet werden. T-er : ftellen der Straßenbahn (Lindenplatz, Asterweg). Ohne die seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergcwählt.

Notwendigkeit einer Haltestelle an der Braugasse bestreiten , .< >Li ch, 8. August. Ter hiesige Zweigverein des ZU wollen, sind sie der Ansicht, daß man zum mindesten Vogelsberger.Höhenklubs, der sich aus Anregung von Post- den von verschiedenen Stadtverordneten gemachten Vor- Verwalter Rau seit diesem Sommer auch Wied-e r touristisch schlag einer probeweisen Einführung der neuen Haltestelle betätigt, unternahm gestern mit Damen und Herren eine an dem bestehenden Netz hätte machen sollen, ehe man Programmwanderung, die von Butzbach über den Haus­schwerwiegende und die Interessen zahlreicher Bürger der- berg und Ziegenberg nach 93aeint führte.

letzende Neuerungen zur Einführung brachte. Man spricht ! = Büdingen, 7. Aug. Als heute abend kurz nach

die Hoffnung aus, daß der Beschluß der Stadtverordneten /. Uhr der Gutspächter Rodrian vom Erbacher Hof den hie-

V10 rt 9c n Prüfung des Kollegiums unterzogen wird )j.9cn Neu en weg mit seinem Wagen durchfahren wollte, kam und die berechtigten Wünsche des Stadtteiles dabei Berück- ein Automobil im stärksten Tempo in entgegengesetzter fidihgung finden werden. Der Nordost-Verein als der be Richtung hera'ngesaust. Durch die Rohrtcgungsarbeiten siir rufene Vertreter der Gegend wird ersucht, die entsprechenden ! bas im Bau begriffene neue Gaswerk ist die Fahrstraße Schnitte zu tun." recht eng, so daß der Kutscher des Rodrianschen Fuhrwerks in

Fernsprechverkehr mit Frankreich. Vom ber Nähe des zu überschreitenden Seemenbachs auf den 10. August ab wird der Sprechbereich von Gießen auf eine Bürgersteig auszuweichen versuchte. Dabei rollte ein Gas- grosiere Anzahl französischer Orte ausgedehnt; die wich- leitungsrohr unter den Wagen, die Pferde scheuten und ngsten sind folgende: Dijon, Spinal, Lille, Luneville, Nancy, rannten davon. Die Zugsiränge lösten sich, die Deichsel Pont-ä-Mousson, Reims, Toul. Die Namen dec übrigen I brad) ab, der Kutscher wurde vom Bock gerissen. Rodrian r_/rte können Interessenten beim Tetegraphenamt erfahren, sprang aus dem Wagen, um die Pferde zu halten, während das autch über die Gebührensätze Auskunft gibt. ^ine Frau mit den beiden Söhnen sitzen blieben. Zum

** Erinnern n g^s k o m m e r s der H a s s i a. Wie Gluck bogen die Tiere nach dem Tore des nahen Forsthauses alle fünf Jahre feiert das Korps Hassia auch diesmal em, luobei das Fuhrwerk an einem Apfelbaum hängen am 10. und 11. August den Erinnerungskommers blieb. Zum Glück waren alle Insassen mit dem bloßen feiner alten Herrn in Bingen. Die Teilnehmer schrecken davongekommen, das Automobil aber war längst aus Hessen und Nassau versammeln sich am 10. August über alle Berge.

von 3 Uhr ab auf der Terrasse der Stadthalle in Mainz und S. Ober-Seibertenrod, 6. August. Bei der begeben sich mit dem fahrplanmäßigen Dampfboot um 4 Uhr heutigen G e m e i n d e r a t s w a h l wurden gewählt: die mit Musik nach Bingen. Dort treffen sich sämtliche )>lorpsan- Landwirte Johannes Keil mit 35 Stimmen, Heinrich Merz gehörige im Hotel Viktoria zum Abendessen; von 8 Uhr ab mit 18 Stimmen und Johannes Liehr II. mit 38 Stimmen, piibet ber große Kommers statt. Hieran schließt sick) am näch- S F r i c b b c r g, 8. August. Z u m Zarenbesuche, sten ^age um 11 Uhr!die große Rheinfahrt mit Damen ström Fürstenzimmer am Bahnhofe sowie bic umgebenben abwärts auf bem eigens hierfür gemieteten Salonboot Ernst Anlagen werben in Stand gesetzt. Ebenso wird 'die Be- ^udwig mit Mittagstisch und Tanz an Bord. Nach Wieder- 1^ ch u g s a nl a g c im Schlosse und seiner Umgebung anlunft in Bingen um 5 Uhr findet Pcomenadekonzert im bebeutenb vergrößert. Die Bewohner ber Burg sind auf*

<rx:£i- - - r- - - - c gefordert worden, sich Passierscheine zu erwirken. Da es in den Schloßanlagen an einem Spielplätze fehlt, wird man den sogenannten P a r a d e p l a tz einfassen und zu einem Spielplatz umwandeln. Zum Besuch des Zarenpaares werdeu noch Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland, sowie Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Kinderii hier ein­treffen.

Garten des Hotel Viktoria statt und kleine Ausflüge in die ; Umgebung. Die Rückfahrt nach Mainz erfolgt abends 8 Uhr. 1 ** Der Gießener Turnverein von 1846 emp-

ftng gestern abend seine heimkehrenden Sieger von dem Spicherer Bergfest und geleitete sie unter den Klängen bos Turnermarsches vom Bahnhof, wo eine große Menschen­menge sie mit brausenden Rufen empfing, nach der Turn­halle, wo ein schöner Festkommers statt'fand. Der zweite Sprecher Louis Althoff beglückwünschte die Turner zu ihrer Tätigkeit und ihrem Erfolg und versicherte, daß ihnen der Turnverein für alle Zeiten für die Leistungen dankbar fei. Geh. ^ustizrak Baist, Ehrenmitglied des Turnvereins,, - ,-,------ulv (Wli.

sprach als ältester anwesender Turner den Wetturnern seine Inender des Zweigvereins, erstattete für den verhinderten Anerkennung aus und feierte dann Gießen als echte Turner- Schriftführer den Rechenfchaftsbericht. Dem Zweigverein stadt, die schon in den 60er Jähren großes geleistet habe und ist byrnach im Jahre 1909 ein Vermächtnis von 200 Mk. nun ioicber aufs neue in bem Mittelrheinkreis sowie ber Zugefallen, bic Jahresbeiträge haben sich aber nur un- deutschen Turnerschaft einen ersten Platz behaupte. Sein wesentlich erhöht. In einer Nachversammlung im Pipp- Gut Heck galt bem beutschen Vaterlanb. Stabtverorbneter schen Saale sprachen auch verschiebene Rebner über Geschichte Helm überbrachte bie Glückwünsche bes Gaues Hessen unb unb Erfolge bes Gustav-Abolf-Vereins, bic Borromäus- ermahnte bic jüngeren Turner, sich an ben preisgekrönten Enzyklika, beutsch-evangelisches Gemeinbe-unb Bereinsleben Turnern ein Muster zu nehmen. Sein Gut Heil galt bem tn Englanb. In beiben Versammlungen wirkte ber Ober- Turnverein. Im ferneren Verlauf bes Abenbs würben die Mockjtäbter Posaunenchor unter seinem Dirigenten Pfarrer Anwesenden noch durch manche Rede und mit Gesang und albhenu mit.

Konzert erfreut. ? Mainz, 8. Aug. Professor Dr. phil. Made der

**SpichererBerg-Turn-undSpielfest Der ?estern, wie bereits kurz gemeldet, unweit Aschgsienburg mit Turner Karl Müller vom Männer-Turnverein Gießen verunglückte, hat einen schrecklichen Tod gc-

crhielt mit 68 Punkten den 11. Preis; von einer weiteren frÄ,' vUnlUcf9Jo1-1 durck) das Brechen eines Rades ent-

das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, während seine Frau

** Der erste Gefangene 1870/71 wurde von "ur leichte Verletzungen erlitt. Made wurde am 27. Nov. 1861 dem damaligen Gefreiten Jung gemacht, der ietzt ftubtertc in Gie ßeu, das er 1885 nach abgelegtem

Metzger meist er in Haiger lebt und Inhaber des Eisernen ^"^uüatsexamen verlietz und wurde 1888 am hiesigen Real- gfr&Ä ff"**SS-Ä" 3», b, |X, L StwSÄ1*

Einod nach Mreskastel vor und stellte in der Richtung nach' : " ~ ~ -- -

Biesingen Vorposten aus. Nachmittags 5 Uhr wurden die Vorposten alarmiert, weil die vorgeschickten Patrouillen ge­meldet hatten, daß starke feindliche Massen die Grenze über­schritten hätten. Bei dieser Gelegenheit wurde von einer der Patrouillen unter Führung des Unteroffiziers Metzler aus Hattersheim der erste französische Gefangene gemacht und diesem das erste Ehassepotgewehr abgeuommen. Ucber den Vorgang berichtet der damalige Führer der betreffenben Felbwache Oberleutnant v. Oertz en: Ich hatte am 2. Aug. bie Felbwache mit meinem Zuge bezogen unb Unteroffizier Metzler auf Patrouille in bas Vortcrrain gesenbet. Dieser melbete, baß nach seiner Meinung etwa ein Regiment bie., ...

Evenze überschritten hätte; er blieb beobachtenb in ber berg zählt jetzt 90 Kinber.

Nahe des Feindes und es gelang seiner Patrouille, als ? Ahbach, 8. Aug. Am gestrigen Sonntag wurde sich der Feind wieder znruckzog, einen Nachzügler abzu- hler das sehr gut besuchte Fest der inneren Mission'aefeiert fangen. Als Metzler mit feiner Patrouille wieder zurück- wozu Pfarrer Nacke aus Altenkirchen als Festprediaer ae- kam, um den Gefangenen einzuliefern, war die Feldwache Wonnen war. ä y

bereits abgetöst. Er erreichte meinen Zug auf dem Wege------ _

1? ?ncr an der sich links eine ziem- Abg. KÖbkt Utlö ÖIC 2IUfontObtk

mvish6 6 s UCf,L^n^te6t ..Unteroffizier Metzler machte Abg. Köhlec-Langsborf schreibt uns* ' Melbung unb mußte mir ausführlich über bie Stellung der ben 10 Geboten f iir V,, ß riLh s .

törichten und ebenso, wie bie Gefangennahme bochvornehmec Automobilklub verfaßt hat unb 'nun durch die be^ Franzofen vor fich gegangen war. Als ich mich um- Zeitungen die Runde machen läßt, lautet das zehnte: Du sollst wandte, um mir den Gefangenen näher anzuschen, war vuf die Waruungssignale der Automobile achten und "sie be- oiefer fort, er^batte einen günstigen Augenblick benutzt Lo(9en aus daß kein Unglück geschehe, und du nicht zur und war die Sckflucht hinuntergesprungen. Während ich gebracht wirst". Alsodie Waruungssignale der Herren noch darüber schalt, daß man den Franzmann hatte ent- Automobilisten sotten> die Leute der ehrlichen Arbeit befolgen (I), e7dies^ewb^tz0bf Pferd gut klettern könne, und als Kenntnis geVommem DaLi^ einen Parvenü, Ä jitzt bejahte, befahl ich ihm, den Franzosen wieder ein- dntzendmeise bie moderne Entwicklung anfschießen läßt zum Ver- zufangen, was benn auch geschah. Das Verbienst, beit ent-1 wsser haben, alte gute Art äußert sich niemals so B8 ^cb bin slobenen Gefangenen festgenommen zu haben, so bestätigt wahrhaftig cin entschiedener Freund und Förderer jeglichen Fort- v Oertzen, gebührt bem Gefreiten Jung von ber Metzler- und begleite mit den besten Wünschen die weitere Aus-

fchen Patrouille. Er brachte ihn an ber Fouraqclcine ae- bubung des Automobilbetriebs und besonders auch seine Ausdehnung schlupft unter bem Jubel seiner Kameraben ein. 8 bie Lanbivirtschaft. zur Bodenbearbeiluug, zum Säen, zur

** Eine bererfifiatn w a h « « . zu Vflanzenpflege, zur Ernte usw.; aber das ist mir zuwider: wenn

veIecytigte M ahnung. Die Großh. irgend einevornehme" und übermütige Faulenierbande männ- y17 e a-r mJ rQ b k toaxnt bie bezirksein- lichen und weiblichen (Geschlechts, mitunter ganz oder halb besoffen gesehenen Vertreter von Hanbel unb Industrie, über Pro- "u Automobil, todbringend, die Landstraße dahersanst, und nun soll ou^pusberhaltnifie an britte Personen nähere Auf- gewerbstätige Welt, die m ehrlicher Arbeit steht sür ihre eigne und schlusse zu geben, ehe sie sich Über bic betressenden 'vrer Mitmenschen Wohlfahrt, sich in ehrfnrchtsvotter Demut ducken anfragenben Persönlichkeiten mit ber Handelskammer ins ---- - -

Benehmen gesetzt haben, da die Kammer aus zuverlässiger Quelle Kenntnis davon erlangt hat, daß Versuche aus- artrger Staaten im Gange sind, in die Produktiotis- vechaltmsse verschiedener Industrien Deutschlands einzu-