^ovttnandank v. Strantz, der Fürst zu Js-enburg-Birslcin und der Erbprinz zu Isenburg - Wächtersbach teilnahnren. Der Grvßhcrzvg brock'te bei der Tafel das erste Hoch aus Kaiser Wilhelm aus. woraus der Regimentskommandeur, Oberst v. Jlsemann, bcm Gros Herzog und dem Zaren für die dein! Regiment eriviesenen Duldzeichen dankte und ihnen seinen Trinkspruch widmete. Später toastete der Regimentskommandeur auf die Gäste: Oberbürgermeister Tr.
Gl äs sing beglückwünschte das Regiment namens der Stadt Darmstadt. Generaladjutant v. S ch o l l dankte namens der früheren Regimentsangehörigen und drückte deren Glückwünsche aus usw Der Zar ließ durch Baron v. Knorring eure wertvolle silberne Bowle überreichen, die ehemaligen Offiziere des Regiments widmeten einen silbernen Tafelaufsatz, die „alten Derren" vier silberne Kandelaber, das Offizierskorps des 115. Leibgarde-Regiments eilte künstlerische Statue, das Offizierskorps des 23. Dragoner- Regiments silbernes Tafelgerät usw. Sämtliche aktiven und ehemaligen Angehörigen des Regiments erhielten von diesem eine silberne Erinnerungsmedaille.
Weiter fand heute vormittag ein großer Regiments- Appell statt, an dem zirka 4000 ehemalige Angehörige teilnahmen ; auch der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Generalttät waren erschienen. An einem Feldaltar hielten zuerst der Divisionspfarrer Lic. Schettler und darauf Kaplan Kastel Ansprachen. Nach einem getneinsamen Tanklied brachte dann mit einer kernigen Ansprache Oberst v. I l s e m a n n ein dreimaliges Durra auf Kaiser und Großherzog aus. Später wurden in einer Anzahl Lokale die Mannschaften gastlich bewirtet. Am Abend war noch im städttschen Saalbau eine ^cmciniamc Ro gimentsfestlichkeit, die morgen abend für einen Teil der Mannschaften wiederholt werden wird.
Der Großherzog hat aus Anlaß der Feier des fünszig- jährigen Bestehens des Leib-Dragoner-Regiments (2. Großh. Dessischen) Nr. 24 dem Oberst und Regimentskommandeur von Jlsemann das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; dem Wachtmeister Keil, dem Wachtmeister Schmidt, dem Vizewachtmeister Klein, dem Sergeanten (Trompeter) F r o b ö s e, sämtlich im Leib- Dragoner-Regiment (2. Großh. Hess.) Nr. 24, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" verliehen; den Obersten Freiherrn von Heyl,' ä la suite der Kavallerie, unter Belassung rin diesem Verhältnis, zum Generalmajor be- sördert; dem Oberst z. D. Scederer, dem Oberst und Kommandeur des Großh. Gendarmeriekorps Freihcrrn von N o r mann und dem Major a. D. Freiherrn Röder von Diersburg das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipp- des Großmütigen, dem Oberstleutnant und PferdevormustcrungZ. Kommissar Freiherrn Gedult von Jungenfeld das Ehreu- kreuz desselben Ordens; dem Rittmeister der Landwehr-Kavallerie a. Dr. Nonweiler und dem Sanitätsrat Dr. Dü fs ell das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordeirs; dem Kaufmann und Stadtv. Roth das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens; dem Stationsvorsteher i. P. Müller die Goldene Medaille des Ludewigsordens; dem Hosmusikdiener Schon das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; dem Revisor L P. und Stadtverordneten Schupp beüfS harakter als Rechmmgsrat verliehen; letztere 11! sind Ichemalige Feldzugs- teilnehmer int Regiment. <
verbanürtag der Müchproduzenten.
sc. Mainz, 9. Jan. Hier fand heute der 2. Verbands- tag desSüdwestdeutfchen Verbau des der Milch pro- duzenten-Vereiniguugen, Sitz Darmstadt, statt. Nachdem gestern eine Vorstands- und Ausschnßsitzmrg unter dem Vorsitz des OeLnomierat Fritsch-Dis Hofen int „Mainzer Hof" getagt hatte, in der u. a. über das Berbandsorgan „Ter MUchpvoduzent" beraten wurde, begannen heute vormittag in der „Stadt Mainz" die Verhandlungen des VerbandStages. Anwesend waren 260 Mitglieder der Einzelvereinigungen aus Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen, den Kreisen Wiesbaden-Land, Höchst a. M., Lbertaunus, Untertaunus, Usingen, Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern, des Verbandes Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg und aus Unter- frairken, sowie als Gäste die Vertreter der Verbände Köln uitb Karlsruhe. Regierungsrat Genues-Mainz überbrachte dem Verbandstag die Grüße der Provinzialdiret'tion der Provinz Rheinhessen und des Kreisamtes Mainz und hoffte, daß die Verhandlungen geführt würden int Interesse der wirtschaftlichen Existenz, sowie in dem des Gemeinwohls und nicht entsprängen dem puren Eigennutz. Ter Geschäftsführer Dr. K'rüg er-Darmstadt er
stattete darauf den Geschäftsbericht. Der Verband zählt 5824 Mitglieder. Im abgelausenen Jahre hat er die Versorgung der Städte mit Milch ins Auge gefaßt und daran gearbeitet, diese Aufgabe zu löseir. Verhandlungen haben zunächst mit den einschlägigen Behörden in Darmstadt stattgefunden, doch wurden sie Nicht zu Ende geführt, da die Geldftage nicht gelöst werden konnte.
Tie hygienische Stall Kontrolle, die unerläßlich ist, hat man erwogen und im Darmstädter Bezirk ist man ihr näl;er getreten. Der Milch- Handel habe hierbei völlig versagt und sich zurückgezogen. Vor Weihnachten hatte der Vorstand eine Milchpreis er Höhung erwogen, da besonders in O b e r h e s s e n und in den Kreisen Hanau, Fulda, Hersfeld und der Schwalmgegend eine Milch- kuappheit wie seit Jahren nicht eingetteten war. Toch stand man davon ab, eine Erhöhung eintreten zu lassen. Kreisveterinärarzt Dr. B e ilin g führte aus, daß bei der Milchversorgung der Städte die hygienische Kontrolle der Hauptpuntt sei. Um diese herbei-
Sanger ausgeliefert. Tie gegenseitigen Erdrvsselnngsversuchc zwischen der Metropolitan- und der Manhattan-Oper sind unwürdig und ruinieren beide. Warum müssen wir einem Künstler, der in Paris 800 Mark für einen Abend bcEommt, hier 4000 bezahlen?" Hammerstein erklärt, daß er in dieser Saison annähernd eine Million verloren habe; „aber nach Weihnachten bessern sich die Geschäfte." 2luch die Metro politan-Oper habe schwere Verluste zu verzeichnen. Nach Hammersteins Ansicht gäbe es zwei Dautttursachen für die schlechte ökonomische Position der Oläutjorfer Opern: es ftnden zu viel Vorstellungen statt und in dem Konkurrenzkampf der beiden Direktionen werden die Gagen unsinnig in die Höhe getrieben. Im Gespräche äußerte Hammer- ftein sich über die Chancen einer Verschmelzung seines Unternehmens mit der Metrvpolitan-Oper, aber auf gegnerischer Seite scheint man dafür einstweilen wenig Neigung zu haben und Unterhandlungen haben nicht stattgefunden.
Hk* Geräte aus Feuerland. Da unsere Museen wenig volkskundliche Gegenstände aus Feuerland besitzen, erscheint eine Sammlung wichtig, die H. Wied er echt in Punta Arenas dem Vöikermuseum in Bern zukoiumen ließ. Nach dem „Globus" handelt cs sich um Gegenstände, die von den Stämmen der Jaghan und Alakaluft herrühren. Unter diesen befindet sich eines jener Rindenboote, die schon Darwin geschildert hat, der vor 80 Jahren das Zusammentreffen mit den Feuerländern für das imereffanteste und merkwürdigste Schauspiel, das ec je in seinem Leben gesehen habe, erklärte. Das fast 2 in lange Boot aus Buchenrmde u't mit allem Zubehör versehen und seine Herstellung ist genau beschrieben. Es ist ohne Segel, ivie- ,vohl Seehundsfellsegel, die durch Binsentaue gehalten werden, bei ben Feuerländern hin und wieder vorkommen.
— Kleine Chronik aus K u n st und Wissenschaft. Dr. Friedrich Solger, Privaidozent lür Ideologie und Paläontologie an der Berliner Universität, tolgt einem Ruse als ordentlicher Proieffor der Geologie an die lästerlich chinesische Universität in Peking. — TaS I n st i t u t i ü r zoologische Psychologie in Paris wird mit Beginn des neuen Jahres eine besondere Schule 'ür Tierbändiger eröffnen. Plan will die wilden Tiere nicht, wie bisher, durch äußere Gewalt, sondern nur durch psychische Beeinflussung zähmen. (Tieft Art ist von Hagenbeck schon längst eingesührt und in seinem ausgezeichneten Buche „Bon Tieren u.nd Menschen" ansstihruch geschildert. Die Red.).
zusühren, müßten sich die Produzenten freiwillig der Kontrolle unterwerfen. Der Konsument kaufe mit der Zeit nur von dem kontrollierten Produzenten und die Gegner der Kontrolle kämen dann von selbst. Einen Zwang auf die Produzenten aus- zuüben sei nicht angängig. Dr. Damanu- Darmstadt referierte sodann über das Thema: Stehen die heutigen Milchpreise int Verhältnis zu den Produttionskoften? Der Referent kam zu dem Resümee, daß die Produktionskosten in keinem Berhältttis zum Milchpreise stehen. Er hat eine Statistik von 31 Wirtschaften der Gegend aufgestellt, von denen 15 reine Abmelkwirtschaft betreiben, 10 Abmelkwirtschaft mit Zuchtbetrieb und 7 Zuchtbettieb. Bei diesen stellen sich die Produktionskosten für das Liter Milch ohne Fracht mit Zugrundelegung der früheren Futterpreise auf 16,3 Pfennig, mit Fracht auf 17 Pfennig, werden die heutigen Futterpreise berücksichtigt, so erhöht sich der Satz um einen weiteren Pfennig. Ter Redner ist der Ansicht, daß die Landwirte von der „reinen Abmelkwirtschaft" abgehen sollten, die in der Nähe der großen Städte wohnen, könnten sie beibehalten, zur Abmelkwirtschaft mit Zucht übergehen und kleine und mittlere Landwirte nur Viehzucht treiben. Die Versammlung nahm folgende Entschließung an: „Tie Einzelvereinigungen des Verbandes werden an den Milch handel mit der Forderung herantteten, für den Produzenten einen die Produkttonskosten der Milch deckenden Preis zu bezahlen, ©ollte sich der Milchhandel ablehnend verhalten, so wird den Mitgliedern des Verbandes auf das dringendste empfohlen, die Produktion auf das Aeußerste einzuschränken." Milch- und Rahmzoll besprach sodann Direktor H i r s ch e 1 - Friedberg i. H. Die Versammlung stimmte folgender Entschließung zu: „Der 2. Verbandstag erblickt in der zollfreien Einfuhr von Milch und Rahm nicht nur eine Benachteiligung der deutschen Landwirte, lonbern auch eine gesundheitliche Schädigung der deutschen Kon- lumenten. Er hält deshalb einen entsprechenden Zoll für angemessen und sordcrt die Einrichtung einer hygienischen Kontrolle sowohl für die zur Einfuhr kommende Milch, als auch für den Rahm." In der sich anschließenden Aussprache erklärte Tr. Bei- ling-Maiv.z die von auswärts eingeführte Milch für sehr gesund- heitsschädli'' : Tr. Schweizer-Karlsruhe forderte zu einer großen Organisation der deutschen Milchproduzenten gegen das Händlcr- tum ans, die auch eine Verständigung mit dem Auslande in die Wege leiten müsse. Müller-Renkhof bei Hemsbach teilte mit, daß die Vereinigung Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg einen Aufschlag der Milch von 17 auf 18 Pfennig für das Liter beschlossen habe; Gutsbesitzer Dettweiler-Wintersheim berichtete, daß ein Preisaufschlag in Mainz beschlossen und durchgeführt werde; Weber- Di echtildshäuserhof bei Wiesbaden erklärte, daß in dem Rhein- gau und Umgegend, besonders in Wiesbaden, Eltville und Riides- heim, eine Milchpreiserhöhung auf 18 Pfennig für das Liter vevorstehe, der Händler vom Konsumenten 24 Pfennig für das Liter zu nehmen habe. Auf Antrag des Geschäftsführers Kratz- Mannheim beschloß die Versammlung, daß in die Gebiete, in denen demnächst eine Erhöhung bevorstehe, keine „Kampsmilch" gesandt werde, um den Produzenten in den Kampfgegenden nicht in den Rücken zu fallen.
dem Mitarbeiter der Jurisrenzcitung anerkaimten Bemühung^» um kurze Gesetzesüberschristen. Denn nrenn Regenschirm, Schneezaun, Fiebermittel, Insektenpulver, Mottenschutz, Wasscr'ckni', Menschenhaß, Staubbrille, Feuerwehr, Feuerversicherung und viele ähnliche Zusammensetzungen von jedermann richtig verstanden netten, d. h. Regenschirm als Schirm gegen den Regen und nicht etwa Schirm des Regens usw., dann werden die Leute, die es überhaupt angebt, auch über den Sinn des Toppelsteuergesetz^s nickt im untlarcn sein. Man denke niöst, mit einem Wort alles sagen zu können: der Hörer muß auch den gesunden Menschenverstand walten lassen.
SUctnc TageSchronik.
Aus Privatbefitzungen in der Nähe von Batavia ist eine Malaria-Epidemie ausgebrochen, der bereits 500 Personen zum Opfer gefallen sind.
In Mekka verursachten Regengüsse eine U e b e r s ch w e m - mung der heiligenStätte. Acht Personen sind ertrunken.
ipc. „Die Stimme in Watte packe il" Gelegent- lichi der Festvorstellung im Opernhaus zu Berlin trug sich eine niedliche Szene zwischen dein Kaiser itnb der Opernsängerin Frieda Hempel zu. Ter Kaiser war von der Verve, mit der die Künstlerin sang, außerordentlich begeistert, und ließ sie zu sich in die Loge kommen. Er machte ihr einige Komplimente über die wundervolle Art, mit der sie gesungen hatte, fügte jedoch gleichzeitig hinzu, daß er mit Bedauern gesehen habe, daß. die Künstlerin alljährlich längeren Urlaub für Gastspieltourneeu nehme. „Soviel Urlaub können wir nicht mehr bewilligen", meinte der Kaiser. Frieda Hempel, die in der nächsten Zeit ein Engagement in der Großen Oper zu Paris zu erfüllen hat, war ganz erschrocken und bat den Kaiser, ihr jeooch den notwendigen Urlaub für die Pariser Vorstellungen zu bewilligen. „Na, nach Paris dürfen Sic noch," antwortete der Kaiser, „aber die Stimme in Watte packen!"
* Kinder als Redakteure. Aus Paris, wird" berichtet: Tie französische Zeitschriftenliteratur ist um ein neues, eigenartiges Organ bereichert: in Paris haben unternehmende Kinder, eine Gruppe selbstbewußter Quartaner, eine eigene Halbmonatsschrift gegründet, die den Titel führt „L'Echo du Bahnt". Was bie|c jungen Schriftsteller anstrcben, legen sie in einem charakteristischen Arbeitspvogramm dar: „Wir wollen alle Gymnasiasten und Schüler Frankreichs auf dem großen Gebiete der Menschenfreundlichkeit in einem Gefühle brüderlicher Kameradschaft vereinigen, das ist unser Ziel und Misere Taseinsbereckstigung." Tas originelle Manifest der Quartaner sährr bann fort: „In diesem Tagen, da alle Zweige des sozialen Lebens sich zusammenschließen, um ihre Rechte und ihre Interessen zu verteidigen, erwarten wir, daß alle unsere Kameraden die .Kraft und die Wohltätigkeit eines Freundschastsbundes würdigen und nicht zögern werden, sich dem „Bahnt" anzuschließen." Zum Schluß versichern die jugendlichen Redakteure beruljigenb, „daß das Bestehende nicht bekämpst werden soll."
* Schachwcttkampf Lasker-Schlechter. Die erste Partie des mit Spannung erwarteten Matches Lasker-Schlechter tourde am Freitag in Wien gespielt, schlechter bekam Weiß und wählte die spanische Eröffnung. Lasker kam dem vorsichtigen Gegner gegenüber nicht dazu, seine große Wucht beim Angriff zu zeigen. Nach dem 30. Zug wurde die Partie nach Damentausch in unentschiedener Stellung gegen 11 Uhr nachts abgebrochen.
* Eine Köpenickiade. Kam da vor einiger Zeit ein schneidiger Herr zum Oberbürgermeister von Essen, stellte sich als Dr. jur. Reinhard vor und bat um die ErlcnrbNis, sich in die Kommunalverwaltung einarbeiten zu dürfen, dkachdem er den höheren Beamten auf dem Rathaus.vorgestellt worden war, erhielt er sein eigenes Zimmer angewiesen und bearbeitete nun tatsächlich vier Wochen lang städtische Angelegenheiten, dann verschwand er spurlos. Inzwischen aber hatte er bei Hoteliers, Restaurateuren und Privatpersonen große Schulden gemacht. Reinhard wurde gestern in Aachen verhaftet, wo er dieselben Schwindeleien versuchte. Er heißt auch wirklich Reinhard, ist aber nicht Dr. jur. und im übrigen ein bekannter Hochstapler. Die ganze Angelegenheit wird geheim gehalten, doch erfährt man nach anderen Berichten, daß sich der Schwindler auch als Regierungsvertreter vorgestellt habe, der beauftragt worden sei, die Geschichte der Stadt Gelsenkirchen zu studieren. Ein weiterer Bericht sagt, daß Reinhard als juristischer Beirat angestellt worden sei. Dieser Titel habe auch an seinem Wohnungsschild gestanden. Als Beirat hatte er Steuerreklamationen zu bearbeiten und verstand es dabei, alle mit ihm in Berührung kommenden Personen gehörig zu schröpfen, ohne daß im Publikum oder bei den Behörden Verdacht entstand.
* Doppe 1 steuergesctz. Ein Mitarbeiter der Deutschen Juristenzeitung hat sich kürzlich über das Wort Toppelster^rgesetz ercijcrt, das gerade kurz vorher von der Zeiftchrift des Sprach^- vcrcins belobt wordeit war; er nannte es einen sprachlichen Mißgriff. Diesem Tadel liegt die Ansicht zugrunde, daß die Zu- mmmensctznng „Doppelfteucrgesetz" nur in dem Sinne „Gefttz ]i.r Doppelbesteuerung" verwendbar sei, während doch unser „Reicksgesetz wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung" nach diesem seinem „ehrlichen" Namen ein Gesetz gegen Doppel- testenerung sei. Er geht daher so weit, zu errlären, daß selbst das Wortungetüm „Toppelstcnerbeseitigungsgesetz" noch „weniger arg" leiu würde. — Ilm Gotteswillen, nein.' — heißt es dazu in der Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Spraa/vereins — und hostemlich lassen vu, die maß gebens en Stellen nicht ettva. von ihm irremachen in ihren hoe-m löblichen. Übrigens anch von
liiärtte.
ke. Frankfurt a. M., 10. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche 9lotierungeu der yeutigerr Fruch tniarktvreij e: Wetzen Alk. 23.40—23.60, Kurhejsischer Alk. 00.00—00.00, La Plata Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Alk. 16.80 dis Mk. 17.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 16.00—16.50, Gerste Franken Pfalzer Ried Mk. 16.50—17.50, Kleie 'Dir. 00.00—00.00, öasev 15.50—16.50, Mais Alk. 15.90—16.00, Weizenmehl Mk. 32.25 bis 32.50, 2. Qualität Mk. 30.75—31.00, 3. Qualität Alk. 28.75 bis Alk. 29.' 0, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmeht 0 Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 22.00—22.50, Weizenklei'e Alk. 10.25 bis Alk. 10.50, Wcizenjchale Alk. 00.00—(-0.00, Dloggerckleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Matzteüne Alk. 00.00—00.jO, Biertreber 12.75—13.25 Alles ver 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M. B i e h h o f- M a r k t b c r i ch t vom 10. Jan. Austrieb: Ochsen 411, Bullen 42, Kühe 1159, Rinder 1611, Kälber 475, Schafe 251, Schweine 197 7, Ziegen 4.
Tendenz: Riiider lebhaft, flaute ab, geräumt, Kälber und Schafe lebhaft, ausverkaust, Schweme gedrückt, nicht geräumt.
Preis Durch-
vro 100 Pfd. schmttspreis gebend- Lchiachl- y\0 100 Pfb. . gereicht Lebend-Schlacht-
O ch f e it. von-ois oon-biö genncht
Vollflcischige, ausgemästete, höchsten
Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 43—46 77—85 00 00
Junge fleischige, nicht ausgemästete und
ältere ausgemästete 38—42 74—77 00 00
Mäßig genährte junge und gut ge
nährte ältere 35—37 69—73 00 09
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schtachtwertes 39—41 67—69 00 00
vollfleijchige, jüngere ..... 35—35 60—64 00 00
Färsen, Kü h c.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schtachtwertes . . 36—41 68—77 09 00
Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Jayren. . 34—40 65—70 00 00
Aettere ausgemästete Stühe und wenig
gut entwickeltejüngereKühe undFärjeii 26—33 52—64 00 00
Mäßig genährte Kühe und Färsen. . 20—26 41—49 00 00
Gering genährte Kühe imb Färsen. . 14—19 33 — 39 00 00
Kalbe r.
Feinste Mast- (Vollniilchmast) und beste
Saugkälber ...... 52—56 86—94 00 00
Mutiere Ala st- und gute Sauglätber . 45—50 76-85 00 00
Geringere Saugkälber 40—42 70—73 00 00
Schafe.
Mastlämmer und jüngere Masthammel 29—32 72—74 00 00
'Hellere Masthammel und gut genährte
Schaic 26—28 65—68 00 00
'Mäßig genährte Hammel und Schafe
(Alerzschaie) 17-20 42-48 00 00
Schweine.
Vollfleischige Schweine über 2‘/2 Zentner
Lebendgewicht 58.00-60.00 73—75 00 00
Fettschweine über 3Ztnr. Lebendgew. 58.00-60.00 74—76 00 00
Fleischige Schweme 55.50-60.00 74—76 00 00
(Lvaugciijaje wenieinoz.
Montag den 10. Januar, abends 8 Uhr, im Lukassaale: B i b c l ft« n d c. Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Meteorologische Beobachtungen der Ltaüon Eieszen
9.
Sliebvigfie , , 8<
Nieoerschlag: — 0,0 mm.
Jan.
1910
Barometer aus 0° redriziert
Temperatur der Luft
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Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Wiiidstärke
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Wetter
9. 254
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Bed. Himmel
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10
L
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ochste Teinperatur am 8.
)is 9.
Zanuar —
+ 3,9 8 C.
Teiefonische
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie',^Giessen.
Frankfurter Börse, 8. Januar, 1.15 Uhr.
3Reichsanleihe ... -..
3°/o - do.
3’/»% Konsols £ . ..
3% - do.
3’;,% Hessen
3‘ Tin Oberhessen s. -.
4°/„ Gestern Goldrente.--.
4 76°/o Oesterr. Silberrentc.' 4",n Ungar. Goldrente .B .
94:35
55.30
94.30
85.30 93— 93-00 99-95
99.00
95. <5
4°,0 Italien. Rente . . —•—
3°'o Portugiesen Serie I ■*.' 63.10 3°/0 Portugiesen „ III - 64.75 4’/,% rass. Staatsan1.1905 99.60 4'Japan. Staatsanleihe 97.60 4°/ö Conv.Türken von 1903 94.70 Türkenlose . . . . . 181.60
4'70 Griech. Monopol-Anl. . 47.70 4°;0 äussere Argentinier <. 91.60 3°/0 Mexikaner . ... r.68.50 4’/,% Chinesen . ... 99.60 Aktien:
Bochum Guss >-"• ,0
Buderus E. W. - . . - -
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . ft. Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk.--, . Laurahütte Nordd. Lloyd .•* . . . . Oberscblcs Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . . Darmstädter Bank -<. . . Deutsche Bank
Deutsch-Asiat. Bank . -. Diskonto - Kommandit . • . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . .. . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .. i 0 Gotthardbahn . • .Ttf.e'. Lombard. Eisenbahn . x. jj. Oesterr. Staatsbahu
PrinccHenri - Eisenbahn ■.
107.00
141.50
215.50
223.00
135.30
215.90
202.20
103.90
112.50
184.40
139.10
250.80
153.00
107.90
16510 212.30
118^0
23*63
162.10
136.75
Tendenz fest.
Berliner
Börse, 8. Januar.
Auiahfskirs).
Canada E. D Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank .
. 182.30
. 139.10
. 251.20
. 95.90
. 165.30
Harpener Bergwerk . Laurahütte . . . . ~ Lombarden E. B. ... Nordd. Lloyd .. .
Türkeuluse . • ,4,4.v
. 215.90
' 202.60
23.60
L. 103.70
D. 182.10
Tendenz: fest.
I//C/7 "Z'A D TF M in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, vioi 1 $ow.e m.t Zirkeln aller identischen Ver
einigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei.


