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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
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sind von unseren । und 19 welchem Tage die rn aus säuüliche
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'anrler und ihm bestehen ntmt. Wenn Ternburg den nur einigermaßen Kenntnis hat. (Benall.) Deshalb erhebt sich «W Mte, E K meisten -ndeeen hohen Beamten s aber auch gan, spontan aus den: Balke heraus so,ort Weder,Much,
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urden in der jcu m gefunden:
2 Damenschime, Paar >strümvsr, B’/. des Eleltriüiitts ibgebolt werden.
172, 6513, 6539, 01, 7987, 8039, >4, 9983, 10030, 12078, 12422, . 13703, 14387, >, 17094, 17109, ) 18096, 18170, S, 20230, 20247, 1 21385, 21693, 0 22552, 22766, 1' 25186, 25477, ' 26978, 27246, 27663, 27689, 28655, 29256, 62781,
sagte er ir. a.:
Wir sind nur cinfatöc Laien, wir befassen uns nicht mit kirchlichen Streitigkeiten und gelehrten Streitfragen. Um er -Standpunkt basiert auf dem freundschaftlichen, vertrauensvollen, absolut unentbehrlichen Verkehr mit seinen tausendfältigen Interessen, bei denen wir auf wechselseitige Unterstützung fortwährend angewiesen sind. Ta wissen wir, daß unsrem Vaterlande nichts nötiger ist als der vollkommenste Friede aus religioi em Gebiete, namentlich zwischen den beiden großen ehnltlichen Kontenwnen. (Starker Beifall, ) Das weiß isder gute Deutsche, aber auch jeher, der von den inneren Verhältnissen unseres Vaterlandes * ' - r .....z ' - C CÜ a.r। ^VöÄhrti h r>riiPnf iTrn
Zum 9tüif tritt des Staatssekretärs Ternburg wird uns von b e st unterrichteter Seite folgendes mitgeteilt:
Mit dem Rücktritt des Staatssekretärs Ternburg darf als mit einer feststehendenTatsache gerechnet werden. Das Mschiedsgesuch ist bereits vor mehreren Wochen eingereicht worden. Tic Gründe liegen ganz ausschließlich auf dem all gemein pol i tischen Gebiet Allerdings hat das Zentrum begreiflicher Weise stets auf den Sturz, des Staatssekretärs hingearbeitet. Aber der kindische Bestcuerunasplan Erzbergers ist auch von ihm als ein Versuch mit absolut untauglichen Metteln angesehen worden, und einen Erfolg hatte da2 Zentrum doch nur dann haben lönnen, wenn es ihm gelungen wäre, die Konservativen auf seine Seite zu bringen. aber war jedenfalls bisher nicht der Fall gewesen. Otogen bte Konservativen auch für den Außenseiter keinerlei Syrn- pathien aebabt haben, so haben sie doch ferne Kolonial- poliltt in allen wesentlichen Punkten unterstützt und sich insbesondere der aufsässigen Diamantenkrantcn ^udwest- afrikas nicht angenommen. Sie haben diese etwas undanl- bare Aufgabe den Antisemiten und der deutsche., Tageszeitung über lassen. Bei dem Reichskanzler aber har der Staatssekretär bis zuletzt jedes Verständnis und Enigegen- fommen gesunden. Irgendwelche, die Kolonialpoluitbetreffende Meinungsverschiedenheilen zwischen dem Reichs- Kanzler und ihm'bestehen nicht. Wenn Ternburg dc
Es wird in den 'weitesten Kreisen das tiefste Bedauern Hervorrufen, daß der tatkräftigste, geschickteste Beamte, der zurzeit in den obersten Reichsämtern sitzt, geht, ^amit wird zweifellos die .Stellung unserer heutigen schwachen Regierung noch mehr geschwächt. Wir hoffen, daß der begabte Mann in nicht ferner Zeit noch einmal seinen Einzug n die Reichsregierung halten wird, zu einem Zeitpunkte, tüo es an eine gründliche Säuberung auch in anderen stellen als der Kvlonialvcrwaltung geht. Wer weiß, ob der kluge Staatssekretär nicht vorausgesehen hat, daß man ihn noch einmal brauchen wird, und ob er nicht beabsichtigt, für einen etwaigen neuen Ruf, der an ihn ergeht,, bessere Be- lingungen und eine andere äußere Lage zu erreichen.
'Die , Frkf. Ztg." teilt mit, Ternburg habe schon vor einem Jähre dem Reichskanzler die Absicht mitgeteilt, aus dem Amte scheiden zu wollen. Ferner sind folgende Meldungen zu verzeichnen:
Berlin, 8. Juni. Tic Annahme, daß als Nachfolger des Kolonialstaatssekretärs 'Ternburg auch der Unterstaatssekretär Stemrich vvM Auswärtigen Amt in Frage komme, wird als nicht zutreffend bezeichnet. Zu der Blättermeldung, der Abgeordnete Erz berg er wolle trotz des Rücktritts des Kolonialstaats- sekretärs Ternburg eine gegen diesen gerichtete Broschüre erscheinen lassen und in dieser den Vorwurf erheben, daß Ternburg im Besitze kolonialer Werte sei und daß ihn das Interesse an diesen Werten in seiner Kolonialpolitik bestimmeiid beeinflußt habe, sagt Exzellenz Ternburg in einer Zuschrift an die „Rundschau", eine solche Nachricht sei eine derartig dreiste Erfindung und stelle, falls sie in der Broschüre vorkomme, eine gemeine Ehrabschneiderei dar.
Hamburg, 7. Juni. Zu den an der Hamburger mw ^r- liner' Börse verbreiteten Gerüchten, daß D e r n b u r g s N a ch - folger Ballin, der Generaldirektor der Hamburg-Amerika- Linie werde und Ballin sich in den Aufsichtsrat zurückziehe, erhalt das .Hamburger Fremdenblatt" von zuverlässiger Seite folgende Mitteilung: „Tiefe Nachricht beruht durchcms auf frei efter Erfindung und enthalt kern wahres Wort. General- birettor Ballin denkt nicht daran, seinen Posten zu vertanen. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Hainburg-Amercka-Lime ift übrigens als Nachfolger des verstorbenen Herrn G. W. Tretgens Herr Max Schinkel erwählt.__
Die Bewegung gegen den päpstlichen Hirtenbrief.
Ter Landesvorstand des Hessischen Hauptver- eins des Evangelischen Bundes, der rn Frankfurt a. M. versammelt war, hat einstimmig folgende Kund- O^Jn d^Brnromäus-Enzvklika hat Pavst Pius X_bie Reformation, die Reformatoren und die vrote,tantischen Fürsten und Volker in unerhörter Weise beschimpft. Wir empfinden dreie Schmähungen als eine empörende Herausforderung des gesamten Protestantismus, als cme Verunglimvtung des deutschen Volkes, soweit es evangelisch ist, als eine der schlimmsten Störungen des konsestionellen Friedens. Wir erheben entschieden Einspruch gegen die,es Vorgehen und bitten unsere evangelischen Mitbürger, gegen brfen neuen Beweis der Unduldsamkeit und Unversöhnlichkeit des ipsttums sich test zusammenzuschließen und mit erneuter Kraft dafür zu wirken, datz die Segensgüter der Reformation unicrem deutschen Volke ungeschmälert erhalten bleiben.
Bemerkenswerte Aeußcrnngen hat der Zentrumsabg. Justizrat Tr. Schmitt in Mainz bei einer Feier des katholischen Männervereins' getan, ohne allerdings den Hirtenbrief ausdrücklich zu nennen. Nach der „Frks. Ztg.
in politischer Farblosigkeit und Gleichgültigkeit seines Ressorts zu walten, so hätte er sicherlich noch recht lange Staatssekretär bleiben tonnen.
Auf diesem Standpunkt steht nun aber Ternburg nicht. Er ift bekanntlich liberal, er hat nicht nur vor seiner Ernennung zum Kolonialdirektor der früheren freisinnigen Vereinigung angehört, sondern ist auch während seiner Amtsführung feinen Farben treu geblieben und hat niemals und niemandem gegenüber feine politische Gesinnung verleugnet. Für einen solchen Mann war innerhalb der Blockpolitik des Fürsten Bülow, die einerseits auch vom entschiedenen Liberalismus unterstützt, andererseits vom Zentrum bekämpft wurde, ein geeigneter Platz. Nach dem Scheitern der Blockpolitik war er bloßer liberaler Konzessionsfchulze; eine ziemlich unwürdige Stellung. Ternburg steht auf dem von den Liberalen aller Schattierungen geteilten Standpunkt, daß sich die Reichspolitik nicht von der preußischen Politik trennen laßt, daß diese ein Teil der ersteren ist. In Preußen aber hat die Gestalt der Wahlrechtsvorlage gezeigt, daß die Re- gierunq nicht gewillt ist, auch nur dem abgeschwächtesten Liberalismus irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Es hat aber auch der Gang der Verhandlungen bewiesen, daß die derzeitige Regierung, obgleich sie nicht reaktionär ist, mindestens feine ausreichende Widerstandskraft gegenüber dem schwarzblauen Block besitzt. Unter solchen Umständen ist für einen aufrechten Liberalen, einen nberzeugungstreuen Anhänger der vormaligen Blockpolitik, fein Katz mehr in der Regierung. Tamm geht Wernburg. Sein Gehen tränt zur Klärung der politischen Lage bei, wenn sie auch vielleicht jetzt noch unerfreulicher erscheint als zuvor.
wenn ein Ereignis einlritt, das bin en frieden, wirklich oder vermeintlich zu stören geeignet ist iLcbhaster Bcisall.) Wir in den Männervereinen haben feit 2d wahren immer darauf gehalten. daß in unseren Versammlungen nie em Wort yefallen. ist, das die religiöse Ucberzcugung unserer Mitbürger beenttrach- tigcn konnte (Lebhafter Beifall» und wir waren auch stets bestrebt, im privaten Verkehr alles auszuschließen, was als eine rrran- kung hätte aufgefaßt werden können. ^Beifall.) , . ,
Heute an diesem Jubelfeste wollen mir feierlich geloben, >aß wir uns durch niemand und durch nichts von dieiem wohl- bewährten Prinzip abbringen lassen. (Lebhafter, langanhaltender Beifall.) Wir wollen immer nur das betonen, was uns eint, nie das, was uns trennt. (Beifall.)
Auch diese Stimme beweist offen, welch großer, empörender Mißgriff die erwähnten verhetzenden stellen in dem Hirtenbriefe gewesen ift.
Die Hirtenbrief-Anfragen werden im preußischen Abgeordnetenhause, wie nunmehr feststeht, am Donnerstag besprochen werden. .
Sonntag nachmittag, den 26. Juni, wird in Speyer in der Gedächtniskirche eine große Protestversammlimg veranstaltet werden, um die gegen die Reformation und den Protestantismus gerichteten Aeußerungen des 53 o r r o » mäus-Hirtenbriefes des Papstes zurückweisen.
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Gewitter und Blitzschäden.
Gießen, 8. Juni. .
Die gestrigen Gewitter haben in der Umgegend vielfachen Schaden angerichtet. Namentlich hat es vielfach ein- geschlagen, wobei es leider ohne mehrfache schwere Schäden Nicht äbging. U. a. liegen folgende Meldungen vor:
)( Hungen, 7. Juni. Heute nachmittag gingen gleichzeitig mehrere schwere Gewitter über unsere Stadt und Gemarkung nieder, die unseren Fluren zwar endlich den lange ersehnten durchgreifenden Regen brachten, aber leider auch schweren Schaden verursachten. Der Blitz schlug m die hiesige auf der sog. .Landwehr" sich befindliche Schafherde und tötete 34 Schafe. In der Lindenallee fuhr der Blitz in einen Baum und auch in der Umgebung hat der Blitz mehrmals cingeschlagen, ohne zu zünden. Eine aus dem Felde heimeilende ältere Frau von hier erlitt infolge der Angst und Aufregung einen Schlaganfall und wurde bewußtlos in ihre Wohnung gebracht.
ch. Gbcrftabt, 7. Juni. Bei dem heute über unserer Degend mebergegangenen Gewitter schlug der Bliß in den hiesigen Kirchturm, glücklicherweise ohne zu. zünden. Ter 'Dachstock erlitt etwas Schaden. .
ch. Bettenhausen, 7. Juni. Gestern wurden bet dem niedergegangenen Gewitter zwei K ü h e in ihren Stallungen vom Blitz erschlagen. Sie gehören dem Landwirt Karl Schlosser.
Q Groß-Felda, 7. Juni. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr zog ein schweres Gewitter dem Feldatale entlang. Bei heftigem Regen und leichtem Hagel waren die elektrischen Entladungen besonders stark. Zweimal schlug der Blitz ein, ohne glücklicherweise zu zünden. Der eine Strahl fuhr in den Kirchturm, zersplitterte einige Dachschiefer und ging ohne Schaden in den Boden. Der andere Blitz traf den Schornstein eines Hauses, fuhr an der Wand eines Wohnzimmers herunter, in dem Personen anwesend waren, die mit einem allerdings nicht geringen Schrecken heil davon kamen. Auch dieser Blitzschlag war ein kalter Strahl.
△ Ober-Breidenbach. 7. Jimi. Während eines Gewitters fuhr gestern nachmittag ein Blitzstrahl in das Wohnhaus des Einwohners Zulauf. Ter Blitz schlug dem Giebel entlang und zündete. Eine Feuer-- garbe loderte sofort auf. Tic Feuerwehr erschien und begann sogleich die Löscharbeit. Ta fuhr — wunderbar — ein neuer Blitzstrahl auf das brennende Haus, und wie mit einem? Zauberschlag war das entstandene Feuer ausgelöscht. Solche doppelte Blitzschläge, bei denen der zweite den durch den ersten Strahl entstandenen Brand löscht, gibt es; sie gehören aber zu den seltesten (STfcffcinungen. Auch in Ermenrod fuhr während desselben .Gewitters ein .Blitz
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Nr. -Ot« Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 8. Juni 1010
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Der Siebener Anzeiger • monatlich^.,viertel-
erscheint la glich, außer A jährlich Mk. 2.20: durch
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wirtschaftliche Seitfragen X^^^g W ■ WM X^ M _ Lj. V ~ ~ EhesredakteurrA. Goetz
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Annahme von Anzeigen 57 7 faal": E. Heß; für den
für die Tagesnmnmer Rotationsdruck und Verlag der vruhl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expeditton und oruaeret: Skyuisrraye u Anzeigenteil: H. Beck.
bis vormittags 9 Uhr. 3
Lin AuLftanv der Lisenbahnangeftellten in Frankreich.
D Paris', 7. Juni.
Die große Ausstandsbewegung der Eisenbahnangestellten, mit der schon so lange gedrolst wurde, scheint nunmehr in gefährlicher Weise in Fluß zu geraten. Am Mon- tag erschien eine Abordnung der verschiedenen Verbände der Angestellten der Nordb ahn-Gesellschaft beim Direktions- Komitee, um folgende Forderungen zu stellen:
1. Erhöhung der Löhne um 25% für alle Zugführer und Heizer wegen der Verteuerung der Lebensmittel, der Wohnungen usw.; 2. Eine feste Prämie von mindestens 80 Francs monatlich für die Aushilfe-Maschi-, nisten und von 150 Francs für die angeftellten; 3. Eine Mietsentschädigung und 4. Eine Fahrkarte für daS Nordbahnnetz für alle int Dienste befindlichen Angestellten, Höflich, aber entschieden wurden diese Zumutungen, die nichts weniger als bescheiden sind, zurückgewiesen mit dem Hinweise darauf, daß, abgesehen von unverhältnismaßigen Opfern, die sie der Gesellschaft auferlegen müßten, diese ins Ungemessene wachsen würden, weil dann auch die anderen Angestellten gleiche Erhöhungen beanspruchen könnten. 9hir Ansichtlich der Mietsentschädigung wurde die Gesellschaft gern Entg-egenkommen zeigen. Daraufhin vereinigten sich die Abgeordneten mit anderen Vertretern des Fachverbandes, um an die Sekretäre der 26 Sektionen des Netzes zu telegraphieren: „Nichts bewilligt!" — Das war die verabredete Losung und daraufhin fanden \ n Paris und in 25 Städten des Nordens Versa m rn l u n g e n d e r M a s ch i n i st e n st a 11, um die Entscheidung des geheimen Komitees, nämlich die Arbeitsein sie klung, zu bewilligen. Das soll einstimmig erfolgt sein. Man glaubt auch, die Beamten der anderen Netze in die Bewegung hineinziehen zu können, indessen wird über die daraufhin abzielenden Schritte und Befchließungen strengstes Schweigen gewahrt.
Für das Nordbahnnetz, das bekanntlich für die Verbindungen mit Norddentschland, Belgien, Rußland usw. hauptsächlich in Betracht kommt, wäre die Arbeitseinstellung unmittelbar zu erwarten, aber der Zeitpunkt wird nicht verraten. Der Streik soll ganz plötzlich ausbrechen. Tas Streil-Komttee hat alles dafür vorbereitet. Es hat Radfahrer und Automobile in hinreichender Menge zur Verfügung, um in aller Eile feine Anordnungen an das gesamte Personal übermitteln zu können. Der Post wird nichts anvertraut, da nach dem letzten Streikversuche im Fahre 1892 den Führern klar geworden ist, daß die Behörden und die Regierung durch Zurückhalten her Depeschen unb Briese das ganze Unternehmen scheitern lassen können. Die Föderatton der Maschinisten, die über 15 000 Mitglieder zählt, geht in dieser Sache mit dem nationalen Syndikat der Eisenbahnen, das 70 000 Anhänger aufweist, Hand in Hand. Wie diese Verkehrsunterbrechung, deren Folgen gar nicht übersehen werden können, zu vermeiden ist, lagt sich bis jetzt noch nicht erkennen. Die Regierung wird die Hände gewiß nicht in den Schoß legen, aber hat wohl kaum die Mittel zur Verfügung, um wirksam den Folgen einer Arbeitseinstellung der Eiscnbahnangestellten entgegenzu
Heute abend hielten die Bediensteten der Pariser nördlichen Tramroanlinicn in der Arbeitsbörse eine allgemeine Versammlung ab, die angeblich mit einer unter den Tramway er n ausgebrochenen Streikbewegung zufammenhängt.
Der Verband der Lokomotivführer und Heizer der nördlichen Bahnlinien beschloß, wegen verweigerter Lohnerhöhung in den Ausstand zu treten. Es wurde dem Streikausichuß überlassen, Tag und Stunde für den Beginn des Ausstandes sulchen. Das nationale Eisenbahtiersyndikat wll ersucht werden, sich gegebenenfalls dem Ausstande anzmchließen Nach der Versammlung zogen an 1500 Bahnbedienstete vor den Nordbahnhof und sangen die Internationale. Schutzleute trieben die Leute auseinander. ., . _ k
Paris, 7. Juni. Behufs Beilegung des sud- bahnstreiks hatte der Generalrat des Bardepartements nut dem Direktor der Südbahngefellschaft und den Vertretern der Ausständigen eine Besprechung. Man emigte sich dahin, den Minister der öffentlichen Arbeiten Mi Heran d^um V er - Mittelung zwischen der Bahngesellschaft und den streikenden zu ersuchen.________________
Zum RücktttttHrnburgr.
Deutsches Reich.
Im Beisein des K a i s e r s und der Kaiserin, der Prinzeffinnetz August Will>elm und Viktoria Luise, sowie der Prinzen August Wilhelm unb Oskar, der Minister v. Moltke und ’-tr. Bel der und zahlreichen hervorragenden Persönlichkeiten wurde am Tiens- taq in der Hochschule für Musik in 53 c r t i n eine Gedächtnisfeier zur 1OO. Wiederkehr des Todestag c Sd e r Königin Luise begangen. Wadi den einleitenden Musikstücken hielt Professor Hintze die Gedächtnisrede, in welcher cr aussuhrte, das Bild der Königin als freundlicher Schutzgeist des Volkes unb als guter Genius 'Preußens sei unser geblieben über Tod und Grab hinaus. Zwei Sätze aus Haendels „Mestias schloffen die eindrucksvolle Feier, ___________________
Ausland.
Aus Stockholm wird gemeldet: Uebcr den augenblicklichen Stand der S p i tz b e r g e n f r a g e ist das „Svenska Telegram- bnran" ermächtigt, folgendes mitzuteilen: Schweden, Norwegen und Rußland einigten fick, als an die,er Angelegen- lieit’am meisten interessiert, jetzt darüber, gemeinsam einen Entwurf zu einer Konvention über die Aufstellung einer Recht s- ordnung für Spitzbergen auszuarbeiten. Zu diesem Zwecke sind demnächst in Ehristiama Verhandlungen einzuleiten. Die cnogiltige Annahme des Entwurfs wird auf einer Zwammen^ kunst von Vertretern aller interessierten Regierungen eriohgeu.
Aus Vera Eruz (Mexiko wird gemeldet: Anfständnche, die unter der Führung der Maya-Indianer stehen, griffen verschiedene Städte an. Tic Zahl derer, die Valladolid angriffen, wird auf 5000 angegeben. Ter Ches der Polizei unb die Beamten finb getötet, das Arsenal ift geplündert. Tic Ausständigen zerstörten auch die Eisenbahn und die Telegraphenverbindungen. Nach^ einer Meldung der „Newyork Sun" aus Merida beträgt die Zahl der durch hie aufständischen Maya-Indianer getöten Soldaten und Mexikaner etwa 500.
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M wegen Kran!, umpiarzle in den Hein gewaschenem ad nur an einem cinwft.
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