Ausgabe 
7.2.1910 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

zu erlassen.

Artikel III.

gegebenen gültig en Stilen ermittelt und der auf icben Kan- Lidatcn entfallende Stimmcncmtcil nach , Hunderttcilcu her Stimmen berechnet wird. Gewählt ist, wer im Durchschnitte der drei Abteilung'n mehr al-? fünfzig Hunbcrtteile erhalten hat.

Ergibt sich keine solche Mehrheit, so findet unter den beiden Kandidaten, deren Stimmcnanteile ihr am nächsten gekommen sind, eine engere Wahl statt

Bei Gleichheit der Stimmcncnttcilc entscheidet das duxch die toanb des Wahtkvmmissars zu ziehende Los.

§ 22. lieber die Verhandlung zur Ermittelung des Wahl- .ergebnisses ist ein Protokoll aufzunehmen, das der Wahl- ausschusi vollzieht.

§ 23. Der gewählte Abgeordnete muß sich über die. Annahme oder Ablehnung der Wahl gegen den Wahlkommissar erklären. Eine. Annahmeerkläruug unter Protest ober Vorbehalt, sowie die Mchtabgabc einer Erklärung binnen einer Woche, von der Zu­stellung der Benachrichtigung über die Wahl an gerechnet, gilt als Ablehnung.

§ 24. Die Wähler sind verpflichtet, das Ehrenamt des Wahl­vorstehers sowie das des Protokollführers ober eines Beisitzers, im Wahlvorstande oder Wahlausschüsse zu übernehmen.

Zur Ablehnung i ft berechtigt, wer daS fünfund- ,sechzigste Lebensjahr überschritten hat, oder durch Krankheit, durch Abwesenheit in dringenden Privatgeschäften, durch Dienstgeschäste eines' öffentlichen Amtes oder durch sonstige besondere Verhält­nisse verhindert ist, welche nach billigem Ermessen eine genügende Entschuldigung begründen.

Wer die Uebernahme dieser Obliegenheiten ohne zulässigen Grund ablehnt, oder sich ihrer Wahrnehmung ohne ausreichende Entschuldigung entzieht, kann mit einer Ordnungsstrafe bis zu dreihundert Mark belegt werden.

Wird nachträglich eine genügende Entschuldigung geltend ge­macht, so kann die verhängte Strafe ganz oder teilweise zurück- genommen werden.

Die Festsetzung und die ^Zurücknahme der Strafe steht in 'Landkreisen dem Landrat, in Stadtkreisen dem Bürgermeister zu. 1 (Segen seine Verfügung ist binnen zwei Wochen nach der Zu- i Rettung Beschwerde an den Regierungspräsidenten zulässig, welcher endgültig entscheidet.

§ 25. Mer die in den Wähler- oder Abteilungslisten ent­haltenen Angaben über die Steuer- ober Ein^ommensverhältnisse eines Wählers zu anderen als Wahlzwecken öffentlich ver­breitet, wird mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft.

Der Verfolgung tritt nur auf Antrag des betroffenen 'Wählers ein.

§ 26. Die Koften für die D r u ck f o r m u l a r e zu den .Wahwrotokotlen und für die Ermittelung des Wahlergebnisses in den Wahlbezirken trägt der Staat, alle übrigen Kosten tragen die 'Gemeinden.

§ 27. Die näheren Vorschriften zur Ausführung >dieses Gesetzes hat das Staatsministerium in einer Wahlordnung

Artikel 115 der Verfassungsurkunde tritt außer Kraft. Artikel IV.

Bei einzelnen Neuwahlen, die vor der nächsten, nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ftattfindenden allgemeinen Wahl er­forderlich werden, tommen die bisherigen Vorschriften zur An­wendung.

Prefseftimmeu.

DieKreu-zztg." bleibt ruhig und kühl:

Es ist selbstverständlich, daß die Konservativen tm Abgeord­netenhause wie im Herrenhause die Vorlage gewissenhaft prüseu und dabei stets das allgemeine Staatsinleresse im Auge behalten werden. Die exzessiven Wutausbrüche der Demokraten und Sozial- bemoErateii über die ihren Ansprüchen so wenig entgegenkommenbe Reformvorlage sollen unö aber auch an und für sich nicht günstiger stimmen. Etilscheidend für das endgültige Urteil wird sei», wie man sich die Wirkung aus die politische Weüerentwicktung des Volkes zu denken hat, und darüber wird man die im praktischen Leben erfahrenen Männer hären müssen.

DieDeutsche T a g e s Z t g." behauptet, daß sich die Regierung mit ihrer Vorlage zwischen zwei Stühle gesetzt habe und fährt nach den von uns schon zitierten Aeußerungen fort:

Was wir an dem alten Wahlrecht hatten und haben, das i mußten wir. Es war nicht pluwkrabisch, sondern legte die Ent- ' scher düng im wesentlichen in die Hände des Mrttelftandes. Es entsprang im allgemeinen der Struktur der Bevölkerung, ms- besondere der ländlichen. Es hatte sich eingelebt und ausgezeramrt "bewährt Es bildete einen, wenn auch nicht völlig abwehrenden, jo doch in der Hauptsache sichernden Damm gegen die sozialdeuw- frcckische lieberflutung. Wird sich das neue rwrgeichlagene Wahl­recht ebenso bewähren? Wir rönnen beim besten Willen unsere I Snxifet nicht unterdrücken. In einem Punkte smdunsere Zweifel besonders stark: die eine Wirkung dürfte das neue Wahlrecht Ncher !haben, nämlich eine bemenoare und bedenkliche Schwächung des Dammes gegen die rote Flut. Deswegen ist ernste, j sorgsame, peinliche Prüfung die Pflicht aller, die die Mahnung sder letzten Thronrede beherzigen wollen, strenges Pfttcytbewußtsem und starke Staatsgesiimung git bekunden."

Den Standpunkt des Zentrums vertritt dieKöln. Volksztg." mit folgender Kritik:

A-uch die direkte Wahl ist der bisherigen indirekten vorzn- - ziehen, aber all diese relativen Vorzüge Lönnen nicht zur Geltung ! fonmicn gegenüber dem Festhalten an der ö f f en t l i che n W a h l. (Die Ausrecksterhaltung der öffentlichen Stimmabgabe allein schon s macht für uns die ganze W a hlrechtsvo r la gc unan- n e h m b a r. Die unklare und dehnbare Art, mit der von gewissen

Gieszenev StadttheaLer.

Der dunkle Punkt.

!Lustspiel von Gustav Ka del bürg und Rudolf PrcZber.

Wir spüren hier nur wenig von dem lustigen Spuck, der in diesen Tagen namentlich in Mainz und Köln alle Herzen verzaubert, aber ein Abglauz dieser tollen Freude lag gestern jauf allen Gesichtern, die der neuesten Schwankftrma kunter- - bunten Wirrwarr um den dunklen Punkt ihr Auge imb Ohr , liehen. Lustig ist cs; unmäßig toll und lustig, so recht für den Fasching geeignet. Nicht als ob es besonders geistvoll l wäre oder gar tief, es ist nur lustig, aber in so reichem 'Maße und so ohne alle Bedenken, daß fröhlich gestimmte Naturen zwei Stunden lang angenehm unterhalten werden und nicht mehr aus dem Lachen kommeu. Lustig ist alles, ,nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der Inhalt ist aus den Besprechungen, die wir bei Ge­legenheit der Aufführungen in Berlin und Mainz kürzlich veröffentlichten, ja allgeneui bekannt und die hiesige Dar- steüung, die von Direktor Steingoetter geleitet würbe, j mit bestem Gelingen diesen Inhalt zu erschöpft .hat. Zwar | wäre in einigen wenigen Fällen eine größere Schlag­fertigkeit zu wünschen gewesen, aber im allgemeinen hatte man . sich ausgezeichnet in den Ton gefunden, den man denn auch I bi5 zum Schlüsse klüglich zu wahren wußte. In der richtigen Erwägung, daß dem Wcrllein die ausgelassenste Heiterkeit ? gebühre, ließ man der Fafchingslauue wohlgemut die Zügel I schießen und errang damit einen vollen Erfolg.

Hermanii Batof schiif als Freiher von Dünen, der ängstlich auf seine Familienreinheit bedacht ist, die kösiliche «Karrikatur einc6 nicht gerade sehr tlefgründige,l, dafür aber umso eingebildeteren Gutsherrn und besiegelte damit die i Wirkung des Stückes. In prächtigem Fluß rannen ihnr die

(Sigcitidyayten oft zufälliger Natur, wie Bildung und Ehrenämter, das Recht des Aufsteigens in eine höhere Wahlttässe abhängig gemacht wird, zu nugunstcn aller anderen, denen Geburt unb Glück diesen Vorzug vielleicht nicht gewährt hat, kommt hinzu und weckt die stärksten Bedenken . .

Aehnlich spricht sich auch die klerikaleGermania" aus. Die nationalliberaleNativ ual^citung" übt eine zurückhaltende Kritik, indem sie die Mgeordneten auffordert, energisch für die nationalliberalen Wünsche cinzutreten:

Tie N a t io n al l ib era l e P a r te i hat ihre Reformwünsche m den bekannten fünf Forderungen niedergelegt, die eine neue Wahlkreiseinteilung, direkte und geheime Wahl, Abstufung der Wählerklassen nach Alter, Bildung unb Besitz sowie Beseitigung der Drittelnng der Urwahlbezirke vorsehen. Der Reformplan der Regierung bringt nur in zwei Punkten eine vollständige Er­füllung der nationatliberalen Wünsche, die direkte Wahl unb bie Berücksichtigung gewisser Imponderabilien bei der Klasseneinteilung der Wähler, die ihre rein Plutokratifche Grundlage verlieren soll.

In auerkennenswcrt maßvollem, gegen den wüsten Thcatcrdouner der demokratischenWeltblätter" tvohltuend abftecheudem Tone schreibt dieFreisinnige Ztg":

Wer die öffentliche Wahl beibehält, der wünscht die Beibe­haltung des Terrorismus unb bie Beeinflussung der Wählerschaft. Aber wer Wert darauf legt, daß. die Abstimmung frei ist, der muß auch für das geheime Wahlrecht Eintreten. Vorläufig wollen wir nur unserem B edauern Ausdruck geben, daß die sogenannte Wahlrcfvrm so wenig Reformen bringt. Einzig unb allein die direkte Wahl bedeutet einen Schritt weiter zu dem erstrebenK- werten Ziel der Einführimg des Reichstagswahtrechts. Alles andere ist eher geneigt, bie notroenbige Entwicklung aufzuhalten als zu fördern.

DerVorwärts" überschreibt seinen ArtikelDie Kriegserklärung". Er sagt:

Die Wahlreckstsvorlage der Regierung bedeutet nichts geringeres als bie brutale und höhnische Kriegserklärnng an die Wahlentrech- teteu, also bie große Masse des Volkes. Die Chancen für die arbeitenden Klassen, mehr Vertreter in das Dreiklassenparlament zu entsenden, sind um fein Atom verbessert worden. Mindestens Drei Viertel der Wähler werden auch künftig der dritten Klasse, der .Klasse der Rechtlosen, angehören.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, den 4. Februar.

Eine Urkundenfälschung

beging der Schuhmacher Th. P. aus Altona mit dem Tapezier A. St. aus Zürich, um sich Kredit zu verschaffen. P., der sich in Friedberg niedergelassen hatte, bestellte bei einer Frank­furter Firma Leder auf Kredit und bemerkte dabei, man möge sich bei seinem Hausherrn über seine Zahlungsfähigkeit erkiur- bigen. In bem Brief gab er ben Namen seines Gesellen als Hausherr an unb fing ben Brief aus Frankfurt ab, der bie An­frage über die Zahlungsfähigkeit enthielt. P. diktierte bem bei ihm wohnhaften St. nun einen Brief, der eine günstige Aus­kunft enthielt, ben dieser auch nieder sch rieb und mit dem Namen des Gesellen unterzeichnete, worauf ihm für etwa 70 Mark Leder auf Kredit zugeschickt wurde. P., der infolge seiner ungünstigen Vermögenslage zu diesem Hilfsmittel griff, wurde wegen Ur­kundenfälschung zu 1 Monat Gefängnis, abzüglich 10 Tage^ Unter­suchungshaft, verurteilt und seine Entlassung verfügt. St., der sich bei der Sache nichts Schlimmes gedacht haben will, wurde wegen Beihilfe zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt.

)( Gießen, 5. Febr.

Wegen übler Nachrede

hatte ber Kutscher K. H. in Blitzcnrob gegen Frau E. R. Privatklage erhoben. Sic hatte zu verschiebenen Zeiten ohne Namensnennung erzählt, es seien aus dem Fabrikpark Enteneier gestohlen worden, diese seien nad) Udenhausen, dem Geburtsort des Klägers, gebracht worden; der nämliche Spitzbube habe and) ben Fischteich bcs Fabrikanten abgelasscn unb bie Fische gestohlen, weiter habe er statt einer Zahlung, bie er zu leisten hatte, seinen! Diensthcrrn gehöriges Stroh an .Zahlungs statt gegeben. Das Schöffengericht hielt für erwiesen, baß bie Angeklagte bie Aeußerungen inbezug auf ben Kläger getan hat, trotzdem sie dies bestreitet, und verurteilte sie wegen Beleidigung zu 20 Mark Geldstrafe. Sie focht das Urteil an, bestritt bie Aeußerungen, nahm Wahrnehmung berechtigter Interessen in Anspruch unb versuchte den Wahrheitsbeweis zu erbringen. Sie brachte vor, sie habe ben Park des Fabrikanten, bei bem der Kläger bebienstet ist, wöchentlid; zweimal aufzuräumen. Da eine Ente gefehlt habe, mußte sie sich banad) um)eben unb fcmo sie brütend auf 17 Eiern sitzend. Als sic später wieder gekommen sei, waren die Eier verschwunden unb bie Ente schwamm im Teich. Um sich nun nicht selbst in ben Verdacht des Diebstahls zu bringen, habe sie bie Sache erzählt. Aus der gauzeu Verhanblung ging aber hervor, baß bie Angeklagte bic Absicht hatte, ben Kläger zu belcibigen. Es würbe weder ber Wahrheitsbeweis für geführt erachtet, noch konnte ber § 193 Anwenbung Hüben, da ihr Verhalten mcht geeignet war, bcrcd)tigte Interessen zu wahren. Das Urteil mußte deshalb seine Bestätigung finden.

Friedberg, 4. Febr. Im Anschluß an den Dienstag, 8. Februar, hier flottrinbenbeii Pserdemarkt findet am Nachmittag intHotel zu den drei Schwertern" ein Saat gut markt ber Landwirtschaitskantmer statt. Auf bem Saatgutmarkt finb Proben von Saatgut aus ben Saatbaustellen ber Laudwirtschafislammer ausgestellt unb ben Landwirten ist Gelegenheit geboten, Bestellungen aus bieses Saatgut auszugeben.

Worte von bem stets leicht verzogenen Mund und das ratlose Tasten deS durch denDunklen Punkt" erschütterten Selbslbeivust- seink gelang ihm vorzüglich. Dieser dunkle Punkt wurde von Karl V o l ck in Spiel und MaSkc gleich vorzüglich dargestcllt. Gleicherweise beachtenswert war Hermann Norden als Brink- meyer, wenn er sich auch etwas gar zu derb gab. Auch die kleineren Rollen befrtedigten durchaus. Kurt Gühne zwang seine Fähigkeiten in bic kleine Form des Majors a. D., Gusti Ney küßte und knixte nach Vorschrift, Karl Marx spielte den gehorsamen Sohn und Elch Gühne suchte als Freifrau die Torheiten ihres Gatten nach Möglichkeit 51t dämpfen. Von ben übrigen nenne ich noch Lore Scholz (Thusnelde) und Rolf Gunolt (Anton). * N.

DasK 0 llegschwänze n", das früher eine Art Ehren­sache bes Fuchsen war unb auch älteren Semestern sehr gut bekam, loeit es weiter feine üblen Folgen halte, ist heutzutage aud) fein reditcö Vergnügen mehr. Tie neueste Statistik vou ber Berliner Umoerfität verrat, daß wegen U n s l e t ß e s, das heißt, wegen Aichtdelegen einet Prwalvorlesuug, eine große Reihe von Stu­die r e n ö e 11 g c ft r i ri) e n wurde. Insgesamt sind cs 263, eine außergewöhnlich große Zahl. Davon sind 3 Theologen, 53 Juristen, ebensoviel Aiediziuer und uichl weniger als iö4 Angehörige der philosophischen Fakultäl. Unter diesensystematischen Schwänzern" sind zwar viele Ausländer, aber es bleiben auch noch genugfaule Eingeborene" übrig. Tie D a m e 11, die sonst wegen ihres Fleißes berühmt sind, eilen auch ihr Kontingent; vierzehn von ihnen sind gestrichen worden. So wenig Sinn hat man heute für bie alte eötc Kunst Des Bummelns.

11k. R a b i n in - A iis 1 c i h - I u st it u 1. Ter .Umschau" zu- kolae ist in Lonbon eine Radnun-Bank, richtiger ein Radium- Auvlcih-Jnstitul crössncl worben. Bei feinem hohen Preise war bas Niobium bisher nur einer beschrankten Zahl von Aerzteu 511- üänalid), oenu das 'Milligramm hat einen Marktpreis von 520 Ml. iinö da zu einer Operation im Tlirchschnitt 50 '.Viilligvamm er- 'orderlrch sind, so slellen sich die Wollen tneriüt nuf etwa 16UU0 -.liarf Glücttlcheriveife hat das Radium bie schätzbare Eigenschaft eine unerschöpfliche Wirttmgslrast zu besitzen, j&ie gleiche Menge

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Hande

sagen

Sie

U4..0

Tendenz fest, aber ruhig.

aSörse, 5. Februar.

. 179.50 harpener Bergwerk .

137.20

V*i n

Cli

lern fc

246.10

114.30

Wstfid j

»: Air btr Wiem

Klei

Tic $e

Konsole do. ..

Hessen

s.

dem -v Vaters

163 Hl

211.50

Industrie",^Giessen.

Börse, 5. Februar, 1.15 Uhr.

. 257.00

... 91.20

. 163.10

Laurahütte . .

Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . Türkculutic . -,.

208.13

195. 1

107.40 135.0ii 207.80

2183;; 134.dJ.

LU8.2\ 196.50] 102.20] 11O.70| 182.761

94:10

85.20

94.20

85.20

93.10

93.00 99 85

99.00

95.85

104.60

64.50

65.80

99.90

98.00

94.40

178.80

47.10

91.70

69.00

100.00

Uc xCq

3°/n

3'/,°/o

3%

3'/,°/»

Ginuienb «mnd ber Qriitfid; ein hicbl

Ter

22.80 16LÄ

134.(0

und

Frankfurter

S/j/o Reichsauleihe_______

101.9)

178.6)

Elektiiz. Lahmeyer . . . Elektriz. Snhuckcrt . . . Eschweiler Bergwerk .

Uelsenkircheu Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk . . Laurahütte . .. .. . . . Nordd. Lloyd .?. . . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges. ,. . Darmstädter Bauk . . . Deutsche bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandit ., . Dresdner Bank . . . - > Kreditaktien . . .. Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn ._ .

Gotthardbahn . .- .

Lombard. Eisenbahn>?.. %. Oesterr. Staatsbabn . . v. Prince 7 Ilenri - Eisenbahn.

S

1

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für

M Bf 1X.- Kurprinz Q Fürsten / Welt-Macht K S18 ^^^^Aüu Sekkim O Bristol A" Fleur de Klos O Pffi- Türk. Tabak- & Clgaretten-FabrikKios" o E. Robert Böhme, Dresden« Lieferant der französischen Caba^-fogie.

nansssai.. . -... ----

W: 3t ; 3n der ans @1 MiljskS i Ehrung

Berliner

Cauada E. B. . . .

Darmstädter Bauk .

Deutsche Bank . .

Dortmunder-Union C.<

Dresdner Bank . ..

Tendenz-, fest.

Micheii

"c iintcn : JMtTx

ieui

3Ci

giflfcitcn

kann also immer wicbev benutzt werben, und jo eignet es sich dein recht eigentlich dazu, auSgelieheu zu werben. Tie Aukiiubiguui ber neuen Bank hat beim auch in öcn dortigen ärztlichen 1111) wissenschaftlichen Kreisen das allergrößte Interesse hervorgerrisc! und in ben ersten Tagen würbe bie Bank förmlich belagert. Ti: Nachfrage überstieg bas Angebot bei weitem. Tas (jal aber feinci Einfluß auf ben Preis, denn bic Ausleihkostcu finb ein für 0(1(1 mal festgesetzt worben : 40 Pfund (800 Alf.) je Tag für lO'J ÜttilL" gramni unb 73 Proz. des Wertes für jeben folgeiiben Tag, cum muß ber Entleiher natürlich Sicherheit slellen. Tic Llklicn dc? Bank finb auf bem offenen Markt nicht erhältlich; ^>ie Gründmü ist eine sog. Private Limited Eompaun, an deren Spitze ärztlich! unb wissenschaftliche Berühmtheiten flehen, bereu Bestrebungen 1. erster Linie duhin gehen, bas Heilmittel größeren Kreisen zugäii-'' (ich 511 machen, als es bisher möglich war.

Ei n S 0 nnentempel im Sudan entdeckt.

Khartu m wird berichtet: Eme wichtige Entbeckung ist Proicssr Garstang gelungen: an der Stätte des alten Alcroc, der ftäierc: Residenzstadt ber ätiopischen Herrscher, hat ber Gelehrte den eonnen' tempel des Ergamenes aufgefunben, ben schon Tiodor erwähn! Der Tempel ist ein einzigartiges Bauwerk, zeigt griechischen trinilir unb enrhält zahlreiche Skulpturen, die bie Sicgc bcs Ergamciic und seinen Triumphziig darslcllcn. Im Baue befinbet i<ch auch ct großer Helligenschreni, bcr mit prachtvoll emaillierten Ziegeln fli schmückt ist. Auch eine Liste der Ttftrjkle des jiibllchen Ludan wurde gefunden. Ter Fund ermöglicht die Feflftcllnng, bah or meroilische Schrift burch Ergamenes eingeführt und bem Gricchlsche: nachgebilbct wurde. Später ward der Tempel von 5lctcg Annnvi restauriert. ,

3*/1°lo Oberhessen

4°/ Oesterr. Goldrente .Z.. 4'/5o/o Oesterr. Silberreute. 4°/0 Ungar. Goldrente . .

4°-0 Italien. Rente . ...

3°/0 Portugiesen Serie I .' 8% Portugiesen III . 4*/,% rnss. Staatsanl. 1905 4'/,°/n japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose ....>.. r. 4% Griech. Monopol-Anl... 4°/0 äussere Argentinier.(.

3°/0 Mexikaner .

4l/2% Chinesen . -

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. W.. . .

Vcvmikbtes»

* Zu dem achtfachen Mord an bcr Familie Aasst lewski in Boguslawicc teilt uns bcr UittcrflichungSrichtcr Qg, Königlichen Amtsgericht Meschen mit, dos; alle M c l b u 11 g <; von ber Verhaftung bcs Täters unrichtig sind. Ich bitt baher bie Nachforschungen nach Michael Koczinski fortzu- setzen, wobei ich bemerke, baß K. außer ben bereits angegebene Tätowierungen auch bic Figur eines Schmetterling ans bem rechten Unterarm tragen soll.

* Ter Nörgler.Aber nun beeile dich ein btßdni. liebe Pepina! Wir roollim doch zur Eröffnung des Scchstaec rennens und nicht zum Schluß!"

*Ermutigung. Spielen Sic uns doch etwas vor. Fräulci- Melani! . . Genieren .Sic sich gar nicht wir können 1 auch nichts!"

rLirchliehe Nsctzrichten.

LoaitgctttchL Gemeinoe.

Montag den 7. Februar, abends 8 Uhr, im Lufassaale SB i b el ft un b e. Pfarrer B ech t 01 s h e imer.

Mittwoch ben 9. Februar, abenbs 6 Uhr:

1. P as s i 0 ns - A n b a ch t in bcr Jo hanncskirche. Pfarrer B c ch t 0 l S h e t m c r.

T ic Titel der neuen b 1 anta t i j d)c n S cr 1 werben immer sonderbarer. So finbet man in bcr 'Jicul).;tf.'nl!l« ber letzten stummer bcs VerbanbsorganSTer Bühucmciwnll.eu.r 11. a. folgende Stücke angezeigt:Füttere bic Beir.^ D i e t 0 t e R a t t c",Die Stadt de sM 0 r a it c s 'öica 1 in V 0 rhc m d ch e n",E c t c n n t d i c W i ber n > ' > , »Z O h n e h v f e n" unbA m Wahltag oder 0. Frau -01. - ' "' Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. E h r i sl i u c Hebbel, die Wilwe Friedrich Vcbbc(5 wiD uni Heroine des Burglheaters, feiert am nachfleli Klillivoch 1 ihren 93. Gebtirtslag.

rrnsVersitäts-Nachrichten.

Die Auslände r an ben deutschen Uwivers täten. An den deutschen Universitäten sind zurzeit 44.09 'j|U' länder als Studenten eingeschrieben. Das sind 8,4 v. H. bcr 6 - samtzcchl und bedeutet einen kleinen Zuwachs gegen baA vv,-: Winterhalbjahr, wo die Zahl 4077 betrug. Den höchsten 'Bm-i - satz (9,2) heckte die Ziffer im Winter 1906 07 erreich!. Tie meist., Ausländer studieren in Berlin, 1349 und 14,6 v. H. Es iVn,. München mit 749 unb 11,4 v. H., Leipzig mit 618 unb 12,9 Von ihnen studieren 1491 Medizin, 1046 Philosophie, Ph'iloloäi und Geschichte, 539 Iura, 582 Mathematik und Naturwiss-^ schäften. Der Heimat nach kamen 1858 aus Rußland, 792 cix Oesterreich-Ungarn, 332 aus Amerika, 302 aus bcr Ocl Großbritannien entsendet 142, Frankreich 46, Italien 31 SU bierendc.

äo

dis 6.

Februar

4

e

i Regen

Wetter

K 5

2,0 ° c.

0,1 ec.

§ C ä

c s

Höchste Temperatur am 5.

Viiebvigüe , 5.

S SSE

745,1

744,3

741,7

4,9

5,0

5,2

1,4

1,7

2,3

96

96

96

2«

9

71»

10

10

10

6, 6.

Febr.

1910