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7.2.1910 Erstes Blatt
 
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1004 1006 1000 1007 1008

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10 510 841 lb'.' 10 027 514,37 11 160(iH7 75 11 382 802>37 10 495 3503 11 025 014 II 12 500 0211M) 11'011 01" .'5 I I 005 22 ll00 I I 400 20'85 12 050 12'84 10610 In III II' 100 oooj 12 661 000 -

Der hessische Anteil am Nelniibcllchttft 6er Cisenbadnqemeinschast.

Die amltidn1 S"uimfl ;Hn fdivcibd

Zn Hcrfiliicbciicn ' 1 ii nnrn finb <in<> Au los, her

tun lui^t'iu i'i|4'i||lcn !,eiüf|<*iitlkl)itiig bi*" Wi'lrhb«bcrid)l« her Mcflllil)iTii||i)il)cn .unihiiliiiDcrHhi 11 itiiß filr 10(18 sBc h'odjlifiiiicii iiiißi-fleili worben über bh* btsheiiße und fünf liiio o-iiliuKhiiiiin bc" liefil|cl)iii Aul eil« nm Reinübcrfilstift her Eifeubahiißeiueiuf'liasl, hie geeigncl finb, ein falsches Bild über bu lalfädilidie blefhilhiiifi btese« An Uli« in ben lebten 3'tiIrren mib über feine voransstchlltchetoöljc In ben ;Xairren 1909 nnh 191(1 ,,n ßeben

In üi'nchslelienbein merben bniier hie hem, (Meoßljcr^fllnni in ben o'fnI«inbren 1897 98 bi« 1908 übcrhHeJencii Anteile nm Weinen läßiti« her o ifenboliiißcineinfclrnft, sornie bic um aiihfklltlhlien Anteile für 1909 nnh 1910, leiuerc und) ben bi« [etil umließenbcn vdiätwiißcn bei hinl«elfenbnl)nver nmllniiß, ntilßeieilf und ,o le hb ble Bei ruße nimeßeben, hie nie. heu An lei len und) Abzug her bnro.nf rnlreiiben Sdyitlb ßinfen nnh fonfhßcii Vn;ieii ul reine lleberfdiüffe für Hessen in Bet meist lummen:

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flehen lieberfdinlmnieil nodi hi eie ui gen Belriiße entlmlien, welche her hessischen toanplflmit«iaf|e für bie nun ihr uovluß« weise gezahlten PensIonen, BSilivvn nnb Waisen gelder der hejfijdien e4eineinfdm.ft«benniteii nnb ihrer $jinterbliebiencn an« bei ofemciiifdhafl ,;n erst alt en nnb schon in >hip. 115 he« .S>mptVornn|d)lüß« bnedilonfenb uerveihncl sind.

Da« I5ltil«inhr 1908 ijm fonod) für Hessen mit einem Uilsdchlichen El)eulml)uübei|duis; uon 10(110000 Ml. cibge schlossen nnh e- Ist mis einen In mm mrürfmfülrren, wenn in her 5aße»presse die Ansicht uerlvch'ii wirb, baß ba« enbßültiße :h'edinniiß«eißebm' für lene« Jahr sich nm 0(0 000 Ml. besser stelle, al« reßiernnß«|eitiß bi «her an ßi'ßeben

,'\ür da« lonfenbe Ci1at«ial)r 1909 ist' her Anteil Hessen« am lleberhlinfi her (5ifenbah nnvmeiufdmfI Im liesst scheu >>Miptvmauschwß mit i '9..0 000 tVit. vorßefehen. or in leb |id) in Wir klidikeil nadi einer nur turpem an« Berlin einßelaiißten Mioeilniiß uurnn«)id)tlid) nur aus l:* 1GOOOO Marl belaufen, also um innb 800 000 Ml. geringer al« brr (.1 tat «an saß ?a« A'eld)Uiinß«ergebnl« bei lanfenben Bei malt miß für 1909 wirb hierdurch aber nicht beeinflusst, weil anbererjeit« insolße de« Minbelvrirüßiilsse« der Eisen bahnen hie im toaupt Voranschlag mit etwa dem ßleichen Beiraß burßefehenc ilßiinß ans die St aal «schuld nach ben Bestiinininißeu de« («eseße« über ben Erwerb de« Hess. Vnhiviß«eiienlahn ent füllt.

3n 1910 lann noch ben zurzeit lunlicßenbcn Sdiätznngeu mn einer Or hob miß de« Hebei sdinsse^ mi| li'ii.'rl 000 Ml. ße rechnet werben, luoumi aber )dion beim Aurtbcfiehen her um ßcnannten derzeitißeu ; ilßmiß«horlchri|ten etwa .300MO M. zur Tilßnuß her < htat«fdnilb vermenbet werden müßten.

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gültige Befchll'ifsc noch nicht gefaßt sind. 0 fann demnach cn, Befpredniug darüber im Finanzausschuß der ersten .Hammer nm ftnllßcfimbcn Haben. Ebenso >U e« eine irrtümlid)c 'lnlianm daß diebfShertgen hTfimrimSüoiicbläac bc« Iiiianzau«schn)ie-.> ?. Hammer Wil sämtlich von her Dtcgicniug nbßclcf)nt vefp. nt cingchciibcr Tarlrgntm wieder fallen gelassen morden sind." endqiillißen Beschlüsse deü Finanzauofchuffes der 2. Hammer iucr,, tu den nächsten Tagen erfolgen."

Dentschcs Ucicb.

Daß Ergebnis der Zeichnungen auf bic aufgelegtc» 'N c i d) 0 - unb p r c n fj i f ch e n ?l nleihe n lässt sich zur Z.-i| zwar nud) nicht genau sestslcllen, bod) ist schon seist sicher das) der aufgelegte Betrag um mehr al« 200 Million«! Mark überzeichnet ist. Die «Schuldbud; und Spcrrzcichiiungin belaufen sich auf über/4 Milliarde Mart.

Der B u d a c t a n « f d) u s; de- R e i ch « t a g e« beriet am <5-mn«lag über bic Bettel düng nnb Ausrü.sLung bei Truppen, zu welchem Mopitcl Mricgöminiftcr u. sieerin gen uerlranliche Mitteilungen machte und über bic artige der Pferbegelber. Die Erörterung über diesen Punkt so: am Mittwod) surtgesührt werben.

Die n a t i o n a I (ib er a ( c Iraklio n bat Mw tomn- hall be« ReidMinls de« Innern fulgendc Eillfchließm^ eingel-rächt:

Die tierbünbeten Regierungen jn ersuchen, die WrihrinatQ um UntcrbüÜiilifl einer RcichSanftalt für X.' u f t) dj i f j a lj r t nnb Alußtcdmi kin Friedrichshafen möglichst bald in bi: Wege zu leiten.

In der Sitzung des B undeSratS am <5onnabcih ivnrde dem Entwurf deö Stellenvermittlergeselze« Zustiti,. munfl erteilt.

Daß Zentralkomitee für die?lnnäl)ernng zwischen Deutsch land und Frankreich, an dessen Spitze der Widlch (Äel)eime 91 at Frhr. v. Mantensfcl, Präsident deö Herrenhaiti,'.), (Wchcimer 9iegierungSrat Professor Dr. Paasche, Mitglitd Reichstages, ÖJcntral u. Fetter, (General v. ^ocbcll, Ban! direktor Xleopolb Steintal und eine Reihe anderer hervor ragender Persönlichkeiten deß öffcntlid)cn Lebens stehen, bat beschlossen, eine Sa m ml miß zu Gunsten der durch btei llebcrschwemmungen der Seine brotlos nnb obdachlos 6c« wordeneu zn veranstalten.

9lad)bcm der Reichstag baß Gesetz betveffenb bic Han. de lßbezic Hungen zu ben Ve reinigten Staaten uon 91 incrifa angenommen hat, hat bet Bundesrat über bie Ausführung be« (.Gesetzes zu bcfd)ltcöcn. Wie wir Horen, schreibt bazu baß Wolsf'sche Bureau, erscheint im ReichSgesch blatt vorn 7. Februar eine Bekanntmachung, luonad) auf bie Erzeugnisse ber Vereinigten Staaten uon Amerika vom 8. Fbr, ab bic in ben geltenden Handelsverträgen zugestanbeuen ßofl«' sätze anzuwenben sind. Die Erzeugnisse ber Vereinigte« Staaten werden bemnad) wie bic Erzeugnisse der meistbe­günstigten Länder behandelt.

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2hislait^.

Aus Befehl bcö Zaren wurde in 9i u s; land eine Alters grenze für Offiziere eingeftihrl, bic lieb auch auf bid Triu'venkommaudlcretwon erstreckt. Der A eich« w c b v a u64 f d) u Ii der ruffifeben Duma sprach sich für die Aotwcndiglcii Schassnng einer M i I i t ä v ( u f t f d) i f f Flotte an« und forbetti da« 8riea«mimflertum zur Beschleuuigmiu der 'Jlnflarbcituug um Maßnahmen zur Bekämpfung von her ^uftschiss-Flolte möglitjj Gegnern auf.

Auö 3. ehe ran wird gemeldet: Der Atinister de« 911 a c « SallaneI) ist z n r ü elgc. Irete n. Mit bei tute.' mlftifchcn Berwaltinig de« Minislennm« wurde Untcvitaai--fche'.« e a in a t c l M u l ( betraut, der da« volle Bertrauen de« Modell geniesst.

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ckinc freifimtiac Ikrjammluiui in (Rieften.

Scr freisinnlßr Bereiu |iii bcu Reich«Mg«wahlTrci« ohoften (Mrünbciß 'h'thon vcrauHaltclc am Sonntag in Stein« SaaNwu zu Giefteu eine ösfeutliihe Bersa.iumluug. über bereu 2'erlauf wir folgenden obielliueu Beridit wiedergedeu, ohne un« natürlid) mit den Au«iülnuugeu ber Redner ibenti siziereu zu können i

Die Versammlung imn mut übci 300 Personen von hier und außerbalb be|ud)t 9iadi einigen einleitenden 2'.'orten de« Vorfilien den, Fuftioat Meg. sprach zunächst Professor D. Rade von Marburg ilbei V i b c fall « in u « und Staats b ü r g e r t u m ui guia von bet bcvoisieilenden Fusion der drei Imlßlibcralen Parteien au« und gab leinci lleberzenguiig AuSdrud. das) bic letzt dafür vorhandene Begeisterung nnbalten nnh die Einigkeit mut Dauer feilt weide, wenn man über da« Programm hinan« her neuen Partei eine nach au Heu und innen zugkräftige Parole gebe. Al« solche Parole empfahl er die Fdcc be« Bürget staat«. Gegenwärtig sei bic aNgctitcinc Staatsibcc gcwifseriiraheti beireit Io« Die fonlervatiue Partei die viele bi« fetzt für bcu Haupt sächlichsten 5 inner der StaiU«idee aebnltcn hätten, lei durch die allziienge Perichwisicrnng mit dem Bunde bei Vanbivivfc in einer Fnlereßcnpaftci geworden und auch bei den Ratrortalliberalen liehe die Staat«rbc. niebt io bod) und fest, nne man glaube Mit vielen RationaNiberalen nm le er )td) eilt", aber die Partei habe beim Ausbau be« Staate« im liberalen Sinne o|t bet lagt Dei mut ihr vielfach betätuue \Mn i nvi>li'ioti«mu« sei ihre Schwäche, und jede« mal wenn bic volirische Lage ei »st getrwibeii ici. habe die na tioitaNtbceale Partei vor beut Stichwort national Kalt ne macht. 0« gebe nicht au, bic l'oztaldewokririischr Partei nach bei Art bi^ Reidnwerbande« al« v a t e r la n b « l o « zu bekämpfen. «Idi die Sostaldeuwktateit gedörten zitm Volksgoitzeit. wenn c« ihnen auch oll schwer gemacht werbe, iid) dazu zu bolcuufii, und e« |ci cutc ernste Autgabe, |te zur El arbeit int Staausladerr

Weint gegenüber bleseu stahlen bie

nut Beti ieb«übersd)list der Etseirl''al)»geiiieiiisd)n|t auf ovnub bei fhiH'fl'ifehl'ii Mdtteiluiigeii he« eingang« crmahiiieii Be teieb«l'eiuhte« für 1908 bei|piel«weise auf 11,23 Mill. Ai 1. nnb |ili hie Fabre 1901 bi« 1907 auf 13,Bi Mill. Mf., > i,i>0 Mill. Ml . 11,01 (im 'Original be« Bericht« 1-1,94) Mill. Man und 18,,r* Mill. Ml. angegeben werben, so. wird dabei ülu'tfi'hcu. haft bie letzte) eu stahlen außer hem eigeul-

bidflw.Mißlnbi'ii Jl 1)5)11111«'ii" »ul 'iblnuiliiitßfl'lD nu tolerant be irfffilinli' ble Mniiiniu i-i.' zw 'llfinlmibuiia wn <Tii«nd)iciitfii ' >»p Ilsen 'nnh zur ja) u ligeu O iiil ei iifmifl »er bie«iäln igt'ii RcliiUen wstwcitblgeii Michilc n 9iefiulenWinflcut lwliägl uugcfiihi 03 ooo Mann _______________________

Aus Heften.

Der Adg. Köhler^Langßborf hat folgenden An» trag, Schiff a Hrt«a bga bcn betreffend, bei der Zweiten K a m m e r eingcdrachi:

Die Beratungen de« Bundesrat« über ben pvcußifdjen Schiff- f a li r t « o b g a b c n - 0 n t w u r f (Au 51 und 78 der Reich«- verfathmfl) haben eine 19 c b r b o 11 für bleien ergeben. Vierzehn Sluunren Und nach Art. 78 der Reicli«verfaffung erforderlich, um t>ie «l b l e b n u n a zu beivirkcir. F ü r die Abletnrung ergaben lieb aber nur l 2 Stimmen: Lachten, Baden, to offen r,nd zwei Kleinstaaten. E-. besteht die Ansicht, dah tue Wrofeb. Regierung iwisidulidi ihrer Abstimmmtg in» Bunde«rat also gegen die Einfübrung von oduflabri«abßaben über die Bestmrnr,maen de« 'Artikel« 54 der Reich«verfaffmrg hinan« nicht die l'k e br- heil der b c t b e n © t ii »bet a m m c r n hinter iid» hat: iveil btefe Mehrheit davon überzeugt ist, dah die Abgabewreiheit in c h r b e m b a n b c 11 r c i b c n b e n (Är obkapital, al« ben ivivtfdiaftenben Ständen und dem kleine,r Blanne zugute kommt. Au-> dielen, Gnnrde beantrage ich, im AnfchtuH an die Beratung he« \Xwmvoranld)laav 'n, 1910 E: »Drc Zweite Kann,,er ivolle befehliciicii, die GroHh. Regierung zu erfucnen, ßcimtm« zu nehmen, baß be, i-oubtag > hier bie Zweite Kammer) nut der 21 b It i m m u n g b e v ch x o t; b. R c g I e v u w g i m B u n d e « v a t bei Beratung über ben preuhischen SchissaHMabgabcn - Entwurf nicht ein­verstanden fei.' , m

Gegenüber den m einzelnen Blattern enthaltenen be­richten über die Verhandlungen deß Finanzausschusses der ersten Kamrner gibt der Vorsitzende dc« Finanz­ausschusses der zweiten Kamme v. Abgeordneter ReinHart- Worms, nachstehende offizielle Erklärung ab: ,

.Die im Fiugnzau«fdulh der 3. Kanuuer voegefehcucn Abstriche beim'< lagl-'voron'chtag stehen noch nicht fest, ba wie mit den Be vaunujen be« StaalSuocaufchlage« noch nicht zu Ende and end-

21115 StnOt itnö Lau-.

G i c ü c n, 7. Februar 191(1.| 2 a g c ÖI a I c n b c v für Montag, 7. Febr : Vortragdid be« Kawm. unb de« S?rt«gctvcrbcuci'einv : Dr. ch.-,. 2G c g c ii tf- Berlin : Der Kampf um 'M o r b- unb S ü b p o l. Vlbcnb« s1-, lltz in der Aciioi IliriversitätS-Anla.

*

* Lehrcvpersonalien. U eberiragcn wurde berc ^chulamtßaspiranten Florian V o g e l auß stella (Sachloii' Weimar) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hensen' stamm (Kr. Dffcnbad)).

** Die Prüfuntj der GerichtSsd)rcibcr»Aspi« v ante n haben bestanden: Beruh. VI a ii l auö Dieburg, Cbnij B l a tz auö Worin«, Will). KrcilI n g auö (ließen, Ailf' Lohr auö Grob-Gerau unb Ludw. Seibert zu Homlc« a. d. Ohm: die Gerid;tLv ollzich er -'As pirantk^ Feldwebel Gg. Beck, 2/118, Worin«, Bizefcldwcbel pti B ci) c v, 8/1 i5, Darmstadt, Bizefoldwcbel Friedr. Fa < 3/118, Worms, Sanilätöfetdwcbcl Fat. Friedrid), 9/11 j Wornrß, Vizewachtmeister Pet. Gunkel, 5/23, Dannstz^ die Vizefeldwebel Alb. Ma r b aaö, 9/118 unb Friedi. RidoZ 1,118, Worin«, Aspirant Adam Schult heil; tu Alzen n jj Feldwebel Karl V o g e l. 4 118. Worin«: die R c g t ft i a t o: 4 für Kollegialgerichte: Sergeant-Hoboist2611h. Scha i I in Gießen.

Etadttheater. Da am Sonntag Presberö u. .w>. j bürgt neuer Schwank »Der dunkle Punkt" so auberordnS ltd) gefallen bat, sei auf die morgige Wiederholung InngcwiFG Für Sudermann« SchauspielStvanbtiixber", bcficu Vi t aufführung sich etwa« verzögert Hal, da die Anfertigung W eigenartigen Dekorationen längere Zeit in Anspruch nahm, 'S bic Proben jetzt im (Sange. Schon jetzt sei auf ein C'a j spiel aufmerksam gemacht, daß ein theatralische« Ereignis 4 Gießen werden dürfte: Frau Freue Dncsch gastiert bi« » i 12. Mürz in Brieur' ,Roter Robe^.

* Der Unteroffiziere Daul. Der Großher^W hatte anlüblrch seines 25jähiigen Militürjubiläuin« iniJepj Sommer sämtliche Unteroffiziere der Leib-Koinpaguic Infanterie-Regiment« 9h1. 115, die während seiner Dien L-l in der Kompagnie dieser angehörten, zu einer kleinen hil; lichtest in Darilistadt eingeladen. Die Herren, leist meoe m staatlichen Stellungen, waren soweit sie noch leben j alle erschienen. Sie waren vollkommen Gäste de« ~lU*.c| vatcrß unb mußten im alten Palais Wohnung nehmen.1 j gangene Woche überreichten nun die ehemaligen llntcrom-i | der Großh. Leib-Kompagnie in einer IHubieuj dem au« Dankbarkeit für den schönen Dag im Co nun er eine r 1 adreffe in Form eines künstlerischen Albnm«, 111 * 1 15 Photographien der Unteroffiziere und die folgeuoe dem Mainzer 'Architekten Panthel außgeführtc xv\vW ; I hält: .Zur Erinnerung an die Feier der '-..jährigen .,'i gchöriglest Seiner Königlichen Hoheit Ernst Ludwig Groll )- -> |

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hcraii-utiehcu. Dc> ^iaat fei weiter nülii« al« bir Urgantfatioii be« B1ke« nnb bestehe In einer von her Geschichte gemachten Form Aber mau solle ihn so gestalten, wie er im Interesse be« Boll-iiauzcu sein solle, Der heutige Maat sei erfüllt Von ber stdee be« luiiflitutioncllcn Staate« nnb innerhalb der Verfassung lullen |id) °>' Irrigkeit nnb lliitcrtniu*ii bctÜligen So komme man zur Idee be« Bllraerstaatcx» unb der Bearif) be« Slaotsbüraei tuw« könne für die große ftcifiiiniflc Partei da« Ideal sein. Jeder habe iiollen Anipruch auf unsere Itaat-bürgerlichenRechte unb and) die Pflicht, gegenüber dem 'Volk-ganzen seine ftaal« bistgerliehen Pflldilen zu erfüllen Die 0nlwidelniig der Sozial denn,kralle wv Mitarbeit im Sinne de« Slaat-gedankenö fei möglid) unb fle arbeite auch jetzt schon überall mit, wo man sie ,uir Mitarbeit hcaii-lehe, bi« zu dein Punkte, wo der Marxistische Aberglaube in Frage konnne. Diese« Versagen fei aber nidit anders aiihuiaffcn al« ha« Vorhallen he« Zentrums, wenn c« glaube, bah der Katholizismus lebte Mitartzell am Slaatslebcn nidit iiiclii znlasse. Der Staat habe für alle Bevölkeruiigsklasscn gleich iihiinn zn sorgen Die neue liberale Partei, die siel) in I 'd)vn bilde, werbe lieb bilbcu als eine ganze Partei be« ganzen Volke«, nicht nl« eine stuleiessenparlel. Er rönne nicht eilstreten für ben .Miissenstaat In Irgenb einer Foin, die einzelnen Mlaffen jollh'ii fiel) organisieren, aber ber Stärkere rnüsfe immer her Staat feilt. Ei iiiüffe stark sein nicht buvcb Privilegien einzelner Massen, sunbern biiich bcu (Scniclnfimi ber Bürger. Die gerechte Steuer verleilung sei nnb bleibe das wichtigste Problem her Gegenwart, intb für eine freisinnige Partei sei e« unmöglich, Steuern zn bewilligen, bic fle für falsch für bie Allgeineluhcit Halle. Inner hall' be« Staatsganzen müssten ble nuljtfliibicrtcn Stäube in ehr Einsluß haben. Es sei eine Gew In für ba« Volk, daß bie Beamten zahl immer mehr zunehme. Der Liberallsinns wolle, daß fidj bie leiste selbst helfen und an« eigener Straft ihr Leben ge jlnlten. i'cn Beamten müsse freie Wahlrecht gegeben werden. Der Lil>erali«iniU' fei gegen den Polizei final nnb den Beamten - final. Die Erziehung in ben slaat.hiirgerlicheu Pflichten fei csne wichtige Vfufottbc, bann würben Aniichieu wie bie Oldenburgs seinen Boden haben. Er wünsche ber neuen Partei, baß sie, für Deillfchlanb ba« Wort SclileicrmacherS wahr mache, daß der Staat ba« blüht ft c 8 un st merk be« Alcnfchen fei. (Lebhastcr Beifall.)

<' liibib. SV v ii ih ni erklärte in der lieh anfchllcßendcn An« spräche, er wolle mit bin Versammelten Protest erheben gegen lebe« ungerechte Wahlsnstcm. l'r legte bann seine von den An sichten be« Rechner« mehrfach abmeichende» Ansichten bar unb wandte |id) bann gegen die Nalionalliberalcn, bie in toefsen bin di ihre Verbinbung mit dem 2htnb der Landwirte e« erreich! hätten, dng sie durch bie Such' nach Mandaten 75 Prozent ber ^Bevölkerung rn gunsten einer Ilrincn 'Uiinberheit benad) (eitißtcn. Tn« Belieben der sozuilbeiiwkialischim Partei habe in Den t| Ui land ha« v iniwrlnmmen ne '.hiarrliibiini« verhindert, also rwrt eil host für bcu befiehenben Staat gewirkt, Die jetzige Staat« Vcrlassung lei so, ball fle ben tien ubenben Mlaifx'it diene. Mst her neuen liberalen Partei könne bie Sozialdemokratie ein große« Stile! zufammcngehi'n. wie fie schon seither In allen M'ultur fragen, in der Abwehr alle« Unrechts, in der Ablehnung aller toandet und Verkehr drüdenben Maßnahmen mit ihr toand in toanb gcardeilet habe.

LanbtogSal'g. Reh fpradi dann Über bcu Staub der lief- I i f ch e n 2val)lrechtSsrage. Ohne auf die Einzelheiten näher ein zngehen, erörterte er zunächst die Frage, ob die Erlangung be« dir eilen Wahlrechts ohne ble verfasstingsrechllichen "Rachgaben an bie Erste Kammer möglich gewesen fei. Er ist ber Ansicht, daß bie i einer in fidi einigen Zweiten Kammer möglich gewesen sei. Die Regierung hätte auf bie Dauer nicht gegen ben Willen ber Vvlkx'wertrekung handeln können und and) bie Erste Kammer hatte naUigegehen, wenn bie Ziveite Kammer darauf bestanden hatte, baß bie Erste Kammer geniäß der Verfassung nur int 11011,11'11 über da« Budget hätte o('stimmen können, Die baburd) b.'liimeistierte EinslusUosigkeil ber Ersten Kammer hätte diese nicht lange ertragen. Weiter führte der,Redner au«, baß e« in der Zweiten Kammer möglich gewesen sei, die Wahlrechtsvorlage gegen bie Banernbündler und ohne da« Pluralwahlredst znstände zu bringen, wenn biA Rationallibcraten nur gewollt hätten. Frei linuigc nnh Sozialdemokraten hätten ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit wiederholt erklärt, aber man habe überhaupt mit ihnen nicht verbandelt, sondern lieber mit den Bauernbündlent ba« PIuralwahlrecht geichafsen, ba<< fast niemand in ber Kammer wolle. Al« Verbeslernngen gegen den jetzigen Zustand enthalte ba« beschlossene WaHlgeletz mir die direkte Wahl und bic An erkcnnniig be« BudgetuerwcigernngSrcdit« ber Zweiten Maninter, (Urösier leien bie Verfdilechternnge.it: bie Rachgaben hinfiditllch be« Budgetrecht«, die Rückldirille bei den Voranssetzttngen zur WalUbcrerhtignng und ba« PluralwaHlieilst, ba« bie Aufhebung be« gleichen 2tzahlredU« bedeute und 200000 Wähler zu Bür gern Klaffe stemple Trotz der bisherigen sdiwäckUichen s.ml (nun bei Regierung hoffe er, das; sie biefem (besetz die Zustun mnug versagen und fidi damit den Tauf der Liberalen ganz DentfchlanbS verdienen werde. (Lebhafte Zustimmung.'

Stablb Krumm stellte fest, baß die Sozialdemokraten mit ben Freisinnigen m der Wahlrechts!rage toand in toanb ge gangen seien und meinte, bei der nächsten LanbtagSwaht mülle bie Parole gegen bie nationalllberalen unb bauernbünblert|d)en 'Wahlrechtsnerschlechterer lauten. , .

eine von Stadtv. Dr. Ebel vorgeschlagene Eitstdiließiing, bie bei freisinnigen LandtagSsraltlon Dank für ihre Haltung in ber Wahlrechtsfrago anSspricht und hei Erwartung Ansbrud gibt, daß die Regierung dem Plnralwahlrccht nicht znstimmen werde, fand nadi kurzer Empfehlung durch Fabrikant Znder- IH a 1 einstimmig 'Annahme. 1X . _ x3 v

In seinem kurzen Schlnßnwrt führst' Prof. D Rade ent gegen der Ansiebt des Stadt»'. Krumm au«, daß ui den be stellenden Veriaisungen ein gutes Stück liberaler Kampf nnb Siegesarbeit liege nnb ermahnte, festzuftchen auf der Verfafsnirg, bie bie Reaktionären aller SchiUtiornngcn gern abschaffen ober verschlechtern möchten. ...

Der Vorsitzende selstok; dann nach anerkennenden Wortei^stst ba« vcrfölmlidh1 Verhallen des hiesigen sozialdemokratiichen <vüb »er« Krumm die ruhig und fadilidi verlauieiie Veriamnilnng.

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