Ausgabe 
7.5.1910 Erstes Blatt
 
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SARG

Berlin, S. 43 Ritterstr. 11 Wien-Paris.

BESTE zahn-CREME

q Laubach, 5. Mai. Heute fand die vom Kreise neu kinaericht7te Sa ushaltungS-Wanderschule, die während dcc Monate März und April mi Gasthaus »zur Traube* abaehalten wurde, mit einer Prüfung durch bie Lehrerin und Sanitätsrat Dr. Dietz, der den sanitären Teil übernommen hotte, ihren Abschluß. 22 Mädchen hatten an dem Kursus tcilaenornmen. Die KrciSkoinmission Schotten, der hiesige Stadtvorstand und die Angehörigen der Mädchen waren zur '"veiec geladen. Geh. NegierungSrat Schönfeld wies auf ben großen Nutzen hin, ben dieser Unterricht in ber guten Rührung eines Haushaltes für bie Mädchen bringen solle. 2ic Schülerinnen konnten bie an sie gerichteten Fragen in 'treffender Weise beantworten. An die Prüfung schloß sich cm gemütliches Zusammensein. Geheimerat Schönfeld sprach bcc Lehrerin seine besondere Anerkennung und Dank für die Erledigung ihrer oft so schwierigen Pflichten auS. Von den Teilnehmerinnen wurde ihr als Geschenk ein Nickel-Kaffee- scrvice überreicht. Mit diesem WanderkursuS hat Frl. Röm­held ihre Tätigkeit für daS Winter-Halbjahr 1909/10 beendet.

z' Nieder-Bessingen, 5. Mai. Gelegentlich des hier abgehallenen Jahresfcstes des Solmser Zweigvereins der Gustao-Apols-Sliirung wurde eine Festtollekte in .Höhe von 47.65 Mk. gehoben, die der nächstgelegenen Dia- jporagemeinbe Rockenberg überwiesen wurde.

* Bad-Nauheim, 6. Mai. Anläßlich des Ge­burtstages des deutschen Kronprinzen gab die Großh. Kurcapelle (Linderstein-Orchester-Lechz.g) unter £ct- lung von Musitdireitor Hans Windersteiu heute naepmittug ein Festkonzert mit besonders angepaßtem Programm.

An größeren musivischen Veranstattungen in der Saison «ist jetzt schon ein D o p p e l t o n z e r r bekannt und festgesetzt, das die Kurkapcllc und der hiesige GesangvereinFroy - 11 n n" unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Bcchtols- i.cimer, am 3. Juli auf der Terrasse geben wird. Die ähn- 1 ict/en Kwnzerte desFrohsinns' in oen beiden Vorjahren fanden bei den iturgä]teit soviel Anklang, daß dieFroh- finn-Kvnzerte" während der .Saison wohl zur ständigen Einrichtung werden.

Bad-Nauheim, 6. Mau Bis zum o. Mai sind 3160 Kurgäste angetommen, wovon an genanntem Ta^e noch 20u0 anwesend ivaren. Bäder wurden bis zum 5. Mai ' 26 555 abgegeben.

/V. Mainz, 6. Mai. Der unter dem Protektorat des Großherzogs Ernst Ludwig stehendeVerband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" tagt vom 6. bis 9. Mai in Mainz. Der Großherzog, der ycute eingetroffen ist, eröffnet am 8. d. M. die Ausstel­lung^2er Rhein im Bild", die sich im 2. Stock des Kurfürstlichen Schlosses befindet. Die Ausstellung, wohl die auserlesenste und lückenloseste ihrer Art, ist nur Mit­gliedern des Verbandes zugänglich und umfaßt u. a. Bilder von Thoma, Steinhaufen. Außerdem unternimmt der Ver­ein eine Rheinfahrt an Bord desErnst Ludwig" nach Bacharach. Tie Stadt selbst gibt am 7. Mai ein Fest- bantett, dem sich ein Konzert der Mainzer Liedertafel und ber Begrüßungsabend in der Stadthalte anschließen. Den Schluß der Veranstaltungen bildet der Besuch der Sektkellerei Kupferberg am 9. Mai.

w. Mainz, 9. Mai. (Tel.) AmtsgerichiSrat Fischer auS Berlin, der gestern hier angekoinmen war, schnitt sich heute nacht die Kehle durch, stürzte sich aus dem Fenster seiner Wohnung und blieb tot liegen.

[J Marburg, 6. Mai. Von der Aussperrung im Baugewerbe ist hier wenig oder gar nichts zu merken. Verschiedene Unternehmer sperrten zwar ihre Arveiier teil­weise aus, bic|e I/aben jedoch meistens anderweitig Arbeit gesunden. Zn Marburg selbst scheint in den wenigen Bauten, die in Angriff genommen waren, ruhig weiter gearbeitet zu werden. Zn den Landorten heischt nach ivie vor eine rege Sautätig leit Zn manchen Orten werden die Arbeiten von ausge,perrien Bauarbeitern, die fia) zusammengefchlosfen Haven, übernommen. Manche Landwirte, die wegen der hohen Kosten seither sich scheuten, irgend eine Arbeit ausführen zu lassen, benutzen jetzt die Gelegenheit und lassen Ausbesserungen oder Neubauten her-

X Biedenkopf, 5. Mai. Der Hinterländer Geschichts­verein erläßt einen Aufruf zur Sammlung eines Fonds für Errichtung eines Gedenksteins bei der Philip pSbuche bei Simmersbach, wo Philipp der Großmütige bei seiner Rückkehr auS der Gefangenschaft zuerst wieder hessischen Boden betrat.

O Vom nordöstlichen Taunus, 5. Mai. Die sog. ,Maibowle-Konferenz" m Boden rod fand nicht wie üblich am Mittwoch vor Himmelfahrt statt, sondern ist dec ungünstigen Witterung wegen auf SamStag nach Pfingsten verschoben worden.

fc. Frankfurt a. M., 5. M. Der Mitteldeutsche ArbeltSnachwcls-Verband hielt hier seine zweite BerbandSversammlung ab. Den Verhandlungen wohnten bei Stadtrat Dr. Flesch-Frankfurt a. M., Provinzialdircktoc Geheimerat Tr.Breldert-Mainz,Oberbürgermeister Dr. Glässing und Proomzialdireklor Fey-Darmstadt, Landrat v. Gröning- Gelnhausen, Bürgermeister Dr. Frenay-Bensheim a. d. B. und Amtmann Dr. Herberg-Lauterbach. Zm verflosienen dritten Geschäftsjahr verfügte der Verband über folgende Unterstützungen: Preuß. Vimisterluin des Innern 5000 Mk., für Handel und Gewerbe 4000 Mk., für Landwirtschaft, Domänen und Forsten 1700 Mk., Großherzoglich hessisches ! Ministerium des Innern 2000 Mk., Bezirksoerband für Nassau-Wiesbaden 3000 Mk., BezirkSoerband für Hessen- Kassel 2000 Alk., Provinzialdirektion Gießen 500 Mk., die Landivirtjchaftskammern Wiesbaden 300 Alk., Kassel 500 Mk., Darmstadt 400 Mk., vom Verband deutscher Arbeitsnachweise Berlin 250 Mk. und Mitgliederbeiträge 1650 Mk zusammen 21 300 Mk. Für 1910/11 wurden bis jetzt an Unterstützungen 14 050 Mk. bewilligt. Eine Neuerung, die für daS Ardelts- oermittlungswesen von der größten Bedeutung werden kann, ist der vom Mitteldeutschen Verband nut Unterstützung des Verbandes Deutscher Arbeitsnachweise und des Sozialen Museums in Frankfurt a. M. abgehaltene erste AuS- bildungSkursus für Verwalter und Leiter von öffent­lichen Arbeitsnachweisen. An Unterstützung wurden für KreiS- und städt. Arbeitsnachweise im Geschäftsjahr 1909/10 5475 Mk. verausgabt, u. a. erhielten Friedberg 1000 Vlk., Büdingen und Wetzlar je 200 Mk. In einem Unterausschuß wurden Beratungen angestellt über das Verhalten dec Ardeits- vermittlungSstellen bei Kontcaktbruch ländlicher Arbeiter. Da zur Untersuchung und Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geeignete Einrichtungen fehlen, wandte der Verband sich um Unterstützung an die Land»

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Hunde nahmen fofor . bi, zu einer. nngeM .egenden horste, Mr -rnhmdürer HM- ift envmmene Unterfchunz Polizeihunden aui^om- il§ auf die Spur gehO- eitz venolgtc sic Ivie bit also keinem Zweifel meb: Harbiner Hund die hast,! ic wir vernehmen, Hai |io > dieses Ergebnisses beteil jecinigt singvögel beschäfkizk sic altene Bekannlmachung bei ders hingewiesen sei. chtverein halt am W iuptversanimlung »n 6a?

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15. Jahr

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Leipzig, 6. Mai. Der vereinigte zweite und dritte Strafknmmersenat des Reichsgerichts verurteilte den Schlosser Johann Rusch- Wiesbaden, zuletzt in Frank- urt a. M. tätig, wegen versuchter geheimer Mitteilung an die französische Regierung zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis, fünf Jahren Ehrverlust und er­klärte die polizeiliche Aufsicht für zulässig. Die Verhand­lung fand vollständig unter Ausschluß der Oeffentlichkell statt.

w. Stuttgart, 6. Mai. Das Schwurgericht sprach den 22 jährigen Zimmermann Eugen Mößner aus Zuffen­hausen, der feineMulter am 5. März im Streite durch mehrere Revoloerschüsse getötet hat, frei.

LuMiffahrt.

Düsseldorfer Flugwoche.

Düsseldorf, 6. Mai. Nachdem kurz nach 5 Uhr auf den heftigen Regen unerwartet Windstille eintrat, sind Baron de Laters und Zeannin aufge fliegen. Jeannin erreichte bei seinem Fluge über den Grarienberger Wald eine Höhe von über 200 Nietern. Baron de Caters flieg ebenfalls mehrere Atale mit seinem Apparat auf. Kurz vor 6 Uhr befanden sich beide Flieger noch in der Luit. Falls die Witterung ^einigermaßen günstig ist, werden voraussichtlich Samstag und Sonntag sämtliche fünf ge­meldete Flieger Flugversuche macheu.

Originat-DrahtineiSrrngen.

Tie Ersatzwahl in Friedberg-Büdingen.

Friedberg, 7. Mai. (Privat-Tel.) Heute nach^ mittag findet eine Sitzung der nationalliberalcn Partei statt, in der Professor Dr. van Cal ker aus Straßburg als Kandidat der Nation allib er alen Partei aufgestellt werden wird. Seine Kandidatur wird von der fort­schrittlichen Volks Partei unterstützt werden.

Von anderer Seite wird uns noch gemeldet, daß Herr van Calker auf dem Boden der Erbansallsteuer steht und die nationalliberale Partei in Usedom-Wollin uub Landes- hut-Zauer keine Kandidaten aufstellen, sondern die frei­sinnigen Kandidaten unterstützen wird.

Der Bund der Landwirte hat Rechtsanwalt v. H e l - molt als Kandidaten ausgestellt.

Vermischtes.

* Betriebs s ich erheitein ft und jetzt. Zn einer Besprechung derSociötö industrielle" zu Amiens wurden vor kurzem einige Daten zusammengesteltt und vorgetragen, aus denen hervorgeht, wie groß die Fortschritte in der Be-- triebsjicherl-eit der Cisenbahnen smd. Vor dreißig Zähren hatte der Hauptingenieur Sartiaux eine Statistik ausge­arbeitet über die Zahl der Unfälle beim Reisen. Er hatte ausgerechnet, daß zur Zeii der Postwagen in Frankreich ein Unfall mit Todecholge auf 3350^0 Re.sende, eine Verletzung aber ans 50000 Reisende tarn. Man nimmt nun an, daß die Zahl der Betriebsunfälle sich in der Zeit der Eisenbahnen ins Ungeheure vermehrt habe. Es ist aber genau das Gegenteil der Fall. Denn Sarriaur hat weiter ausgerech­net, daß in den ersten vierzig Zähren des Bestehens der Eisenbahnen in Frankreich, vom 7. September 1835 bis znm 30. September 1875, auf 5178 490 Reisende ein bei einem Unfall Getöteter, auf 580 450 ein Verletzter kam. Was die erhöhte Betriebssicherheit angeht, so werden diese Zahlen noch durch die neuesten weit übertroffen. Von 1901 bis 1904 sind auf 7 000 000 Reisende ein Todesfall, auf 1300 000 Reisende eine Verletzung zu rechnen.

* Die Silberausbeute der Welt. Während die Goldausbeute der Welt von Jahr zu Jahr zummmt, wird die Gewinnung von Silber, damit verglichen, immer geringer. Noch im Jahre 1893 übertraf das Gewicht des gewonnenen Silbers das des im gleichen Zeitraum gegrabenen Goldes um das Zweiundzwanzig fache. Diese Zahl ift heute au das Achtfache zuruckgegaiigen. Diese Verminderung ist in erster Linie darauf zurückzuführen,' daß die Münzprägung immer weniger Silber benötigt. Dann hält die Tatsache, daß in der Industrie mehr Silber als früher verarbeitet wird, nicht das Gegengewicht. Während die Silbergewin­nung, an der Goldausbeute gemessen, zurückgegangen ist, hat sie an sich doch zugenommen Sie .betrug nämlich int Jahre 1909 132 000 Zentner gegen ungefähr 104 000 Zentner im Jahre 1906. Die größte Silberausbeule hatten in den letzten Jahren Mexiko und Kanada, während die Vereinigten Staa­ten, die bisher den ersten Platz inne hatten, eine Ver­minderung aufweisen. Ein anderes großes Gewinnungs­gebiet ist Broken Hill au der Grenze von Südaustralien und Neu-Süd-Wales. Die Hälfte des dort gewonnenen Silbers geht nach China und nach Indien, das im letzten Jahre allein o7 400 Zentner cinführte.

'Die Religio neu Rußlands. Tie seit kurzem gewahrte Freiheit der Bekenntnisse in Rußland Hai eine Verschiebung der religiösen Verhältnisse m numerischer Beziehung zur Folge gehabt. Ihr Hauptmerkmal ist, daß Oie Orthodoxie eine große Anzahl ihrer

Erwachsene: tm

1. Lebensjahr

Das Erdbeben in Cartago.

London, 6. Mai. Neuere ^Nachrichten aus der Pro­vinz Cartago besagen, das Erdbeben richtete nicht nur in Cartago großen Schaden an, sondern auch in den an der Eisenbahnlinie Cartago Puertelimon ge­legenen Städten.

Newyork, 6. Mai. Nach einer Meldung aus ^an Juan del Sur ist in Cartago kein einziges Wohnhaus stehen geblieben. 350 Leichen wurden unter den Trümmern hervorgezogen. Die Verwundeten wurden nach San Iosö gebracht.

Newyork, 6. Mai. )Lach einer telegraphischen Mel­dung desNewyork Herald" aus Managua begann das Erdbeben in Cartago am Mittwoch abend um 6 Uhr 50 Minuten. Während die entsetzte Bevölkerung auf die Straßen stürzte, fielen die Häuser zusammen. Nur wenige Personen waren imstande, die Sicherheit bietenden Plätze zu erreichen. Das Kriegsgesetz ist verkünde^, es ist aber für die Truppen außerordentlich schwierig, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Hunderte von Fluchtigen find auf der Straßen­bahn in San Ioss «mgekommen. Eine große Anzahl Familien lagert auf den Höhen bei Cartago. Aerzte und Nahrungsmittel sind dorthin entsendet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Dollar's geschätzt.

N e w yorl, 6. Mai. In Cartago (Costa Riea) wur­den bisher 450 durch das Erdbeben Getötete g e b o r g en.

wirtschastSkammern. Darmstadt lehnte auS Mangel an ge­eigneten Ermittlungsorganen eine Mitwirkung ab. Dagegen hat die Landwirtschaftskammer Wiesbaden sich zustimmend geäußert und ersucht, Beschwerden der in Rede stehenden Art an sie gelangen zu lasten. Ebenfalls zustimmend äußerte sich llastel. Gegenstand eingehender Erörterungen bildete der Ent­wurf eines Regulativs für die WanderarbeitS- nachweise in den Wanderarbeitsstätten für den Regierungs­bezirk Kastel. Erwähnenswert ist der Versuch, Gebühren in abgestuslen Sätzen je nach Qualität der Arbeiter und der Schwierigkeit ihrer Beschaffung, einzusühren. DaS Regulativ unterliegt zurzeit der Beschlußfassung durch den Landes- auSschuß. Neben einer Beratung über die Reservisten­vermittlung fand auch eine solche über die Dienstboten- oermittlung und deren bessere Ausgestaltung, besonders in den nassauischen Badeorten, sowie im Spessart» und Nhöngebiet, statt. Weniger Beachtung konnte bis jetzt der Ausgestaltung der Lehrstellenvermittlung geschenkt werden. Als daS erfreu­lichste Zeichen der Weiterentwicklung des Verbandes dürste die Zunahme von Vermittelungen bezeichnet werden. Be- ondeis haben die Kleinstädte ihre Vermittlungsziffern erheb» sich gesteigert, waS daraus zurückzuführen ist, daß die land- wirtschaftliche Vermittlung mehr auf die Kleinstädte übergeht.

Bekenner, nämlich 301 460 Perscnen verloren Hai. Der «roßte Teil von ihnen, 233 0<;0 traten jum RathohaismuS über; Haupffachsick lianbelt es sich hier um Polen und Litauer. 60 000 -- gro|en cU5 Xartaren - wurden Muselmanen, 14 500 nahmen das lullMische BekennmiS an und 3400 - meist Bewohner des osisichen Sibirien - gingen »um Buddhismus über, 400 zum Judentum und zm ver- ischen'Religion und 150 rechnet man noch zu den Götzendienern.

Kleine Tnacsckronik.

Geh Medizinalrat Dr. Cursckmann, ein geborener Gießener, Direktor der Universitätsklinik und Leiter des stadmchen sanken Hauses in Leipzig, ist plötzlich gefror Ben.

Auf der Zeche »ermann bet E, ,en ereignete sich eine Schlagwetter Explosion: sieben Bergleute wurden chwer verbrannt. x

Fünf am Mittenwalder Bahnbau beschäftigte Ar beiter wollten Dynamit erwärmen; cs erfolgte eine Ex» ) losion, durch die alle getötet ivurden.

Ter am Donnerstag früh mit mehreren hundert Per- onen von Kiel nach Sondcrburg abgefahrene Dampfer 9t p r b ft e r n" wurde am 9tachmittag von dem Kreuzer Undine" mit einem Schaden fteucrlos treibend aufgefunden Bergungsdampfer wurden durch Funkenspruch herbei­gerufen.

Die Staatsanwaltschaft Wismar erläßt einen Steck- jrief hinter dem stüchtigen Rechtsanwalt Schlott - manu wegen Unterschlagung und Untreue. Es soll sich um 700000 Mark handeln.

In Bukarest überfielen zwanzig Burschen einen Zirkus, um Pferde und Kostüme zu rauben. Fünf Personen wurden getötet, drei schwer verwundet. Unter den Getöteten befindet sich der Zirkusdirektor._______________

Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Nach einer Nachricht aus Weimar halt der ^chillerbund die Bc ivilligung von bOüu Mk. jährlicher Beihilfe des Reiches zu den Nanonaljestjpielen für gesichert. In Hannover ist am 3. Mai der Musitichrmsieller, Kgl. Musikdirektor F. Gustav Jansen im 79. Lebensjahre gestorben.

Handel.

fc. Frankfurt a. M-, b. "jJia.i Hier fand gestern eine Sitzung derL a n d wi r t f ch a f l l i ch e n G c s ch ä f t s st e l l e für Schlachtviehverkauf in Frankfurt a. M." statt. Die Ge- ichaftsstelle besteht seit 1908. Es wurde fcftgefrellt, daß der Umwtz des Geschäftes feit 1. Oktober 1909 >ich gegen ba-5 Vorjahr verdoppelt hat und fetzt bereits rund drei Millionen Mark beträgt. Ter vauptzusluß an Tieren von viehproduzierenden Landwirten kommt aus der Provinz Hannover, dem Regierungsbezirk Wies­baden, Hessen uub Unterfranken.

viichertifch.

Ter .Derkehrs-Berern langens chwalbach" hat einen Führer durch das Stahl- und Moorbad 2angenschwalbach herausgegeben, der nicht nur den Kurort selbst, seine Helliaktoren, Einrichtungen und Schönheiten schlldern, sondern and) eine aus- ührliche Darstellung der zahlreichen Spaziergänge und Ausfluge bringt, die man von Langenichwalbach ans m den Taunus bis zum Rhein einerseits und bis zur Lahn andererseits, sowie in die Gegend von Cronberg, Königstein usiv. machen kann.

ÄöchenU. Ueverstchl ver LooerMe L 0. Stadt Stetzen.

18. Woche. Vom 24. bis 80. 'April 1910. Einwohnerzahl: angenommen zn 31800 linkt. 1600 'Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 26,16 v/00,

nach Abzug von 5 Ortsfremden: 18,0 Voo.

Kinder

____1______

Summe 16 75) 14 (ö) 1 1

Sinnt.: Dte ui Suuunncrn gr,.^..^ Ziffern geben an, wie viel der Todessälle m der bct. -nenoen Kraiilhcit auf von atiSwürts nach .ließen acutiiciite Mrante temmen.

Spielplan öes tturhaur-Chcaterr bad Nauheim.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Montag, 9. Aiai (Erosfilung der Spielzeit):Ein Sommer- nachtslraum." Mittwoch, li. Mai: «Wenn der junge Wein blüht." Freitag, 13. Mai: ,Ter dunkle Punkt." Montag, 16. Mai: /Wie die Alten jungen."

Amtlicher Wetterbericht.

O ef f entliche Wetterdienststelle Gießen.

Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Die nordwestliche Zyklone beherrscht fortgesetzt ilnjere Witterung; starke Lüdiveft- winde mit Regenschauern überfluten ganz Deutschland. Im Ge­birge fällt heute vormittag starker Schnee. Das Tiefdruckgebiet zieht ostwärts; dabei kommen wir auf feine Rückseite in den Be­reich böiger Nordwestwinde, so daß Regenschauer und Abkühlung cintreten.

Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 8. Mai 1910: Regenschauer, Schnee im Gebirge, böige Norwestwinde, kühler. Zwischen den Schauern häufiges Ausklären.

Lungenentzündung

4(1)

4(1)

Herzmuskelentzündung 1

1

nchlagltuv

2

2

Nervenkrankheiten

2(1)

Kl)

Gallenblasen-Ent-

zündnng

KD

KI)

Bauchfellentzündung

KD

Kl)

Blinddarmentzündung 1 (1)

1(1)

Krebs

1

1

Selbstmord

2

2

unbekannter Ursache

1