Nr. 79
Der Ausstand in Marseille.
Ermahnungen zur Ruhe und zur Erhaltung oer ^sziptin sowie der begleitenden Drohungen nicht im mindesten be-
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Entree frei.
Husten, Heiserkeit
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entziehen werde.
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Erscheint IvgNch mit Ausnahme des Sonntags.
Dre „Siehener ZamiNenblätter- werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „£anbrolrt|d}afUtd)en 5eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Unser Pariser Mitar Die Handelsmalrosen in
seine ptell- rod- A1Z
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Dohne jetzt
Landzrafwstra^
Philipp Beckeri
TWmachermetster.'
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: e^Bl. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
politische Tagesschau.
Ein Vorspiel zum Aushöreu der Einfuhr däuischeu ViehS.
Schotten 9iachteile dringt! Hat doch schon der Wiefenvorstand im'Jahre 1902 die Beseitigung der alten Bäume verlangt! Und tat&hd) ist auch ein Teil schon vor dec Feldbereinigung gefallt
Siebener Zubiläums-pserdemarkt.
Gießen, 6. April.
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beiter schreibt uns: Marseille lassen sich von den
Daß es in Lang-Göns Bauersleute gibt, die Sinn für Naturschönlzaiten haben, wird gewiß nicht bezweifelt: die Baum- besitzer haben ihren Schönheitssinn aber sicherlich nicht aus die abgängigen Baumkrüppel erstrectt, denn sie haben letztere frei- willig schon während der Bauarbeiten gefällt und nach t>au|e «jähren. .Ae Behauptung des Einsenders, die Behörde iwelche I) habe für jeden Baum die Abholzung und 3 Mark Strafe angedroht, ist nicht richtig. Hierzu hatte keine Behörde — weder die Kulturinspektion noch bie Bürgermeisterei — em Recht oder auÄ nur eine Veranlassung. Die Fällung der Wildbaume kann vielmelw nach dem Gesetz weder verhindert noch erzwungen werden, sie ist lediglich freier Wille des Grundstücksbesitzers und feine Behörde kann dem Besitzer irgendwelche Vorschriften machen.
Die Feldbereinigung bezweckt eine bessere Ausnutzung der natürlichen Bodenschätze durch Erleichterung der Bewirtschaftung durch Anlage von Wegen, Gräben, durch Kulturveranderungen usw., jedoch alles nur auf Wunsch und Antrag der beteiligten Grund-
Monate- Versalnmlv'!
^er 11. April war ein sonniger, schöner Tag, und in Scharen strömte unsere Bevölkerung dem er ft en Gießenep P f e r d e m a r l t zu, aus dem 320 Pferde aufgetrieben waren. 60 davon waren zur Prämiierung angemeldet und der »anbei ging ausgezeichnet. Noch un Oktober bewilligten bn ^ü<cht - verorbneten 600 Mk., um un folgenden Jcchre m Gieß n zwei Pserbemärkte abhalten zu können^ £>te landen un Marz und September auch erfolgreich statt. >schon bei diefen Pferdeniarkten wurde die stäbtifchc Pferdemarktkomiuifiion VE Landes-P,erbe- zuchtverein durch Landftallmeister WUlich und Rittinenter Naegcle mit 9lat und Tat kräftig unterstützt. Auch der
Bezirks- und Provinzialoerem und »pater auch dieLandwirt!chafts kammer haben sich für die Gießener Pserbemärkte lebhaft rnter- Siiert Die letzten zehn Jahre haben bie Notwendig leit dec Pserbemärkte in Gießen bewiesen unb damit die Gewähr gegeben, fie auch in Zukunft weiter begehen werden zum Vorteil weiter Kreije in Sradt unb Hand.
ttt»8 blefanie sg*-.
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hatten fie als . ,. . - - ,
der schleswig-holsteinischen Bezirks-Meiereioerbande in Hamburg besondere Butterauktionen veranstaltet und für bie Versammlung des nordschleswigschen Bezirks-Meiereiverbandes einen dänischen Staatsdmsulenten herbeigerufen, der in der in 'Apenrade abgel-altenen Versammlung am 11. ix M. emen Vortrag in dänischer Sprache gehalten hat. Graf Rantzan satzt dieses Ereignis als taktisckZes Rkanöver der bannd;gciumten Mitglieder des Bezirks-Meiereiverbandcs auf, die offenbar nur den Zivcck verfolgt hätten, die Kammer herauszufordern und sich einen guten Abgang zu verfäafsen. Die Absonderung der Dänischgesinnten beschränkt sich nicht aus den Meiereibetrieb,, sie sind jetzt auch ihre eigenen Wege bei der HaftPflichtverficherung gegangen. De ehemaligen Mitglieder des der Landwlrtschaftskammer angc- schlossen gewesenen Kreishaftpflichtvereins, Kreis ^-onderburg, haben sich nicht dem Provinziachastpflichtverem angLschlogen, ländern sind geschlossen der Versicl-ernngsgeiellschaft Janus beige- treten. Im Kreije Hadersleben ist em dannchgeimnter vastpfliäft- nerein in der Bildung begriffen, der einen Reservefonds von 20- bis 40 000 Mark aufbringen mdl. Das Verhalten k>er danilch- gefinnten Dteiereibesitzer in Nordschlesimg i[t nur em Glied in der Ketw jener Abjperrungspolitik, weiche bie Een leit dem Inkrafttreten des Optantengeietzes und leck dem neuen Vereins-
al^em 8^' pfÄu allerem Herrn oder Ehepaar - k-T r Dermilllung von Iss vuilcnberaer, Sellcrsw.67.
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Tchristl Anfragen unter ® an den Giehener Anzeiger r_ ttt Altmti bei der Schönen ZuSW-^ ns _________-^-ÄfTT" WW! JJ
^uhrleiswnge«
Verein, S»'
------.... „----- — »gE g-nommm. Latte der Einander |"id> die Mrche genommen, so hatte er >lch überzeugen können, daß der neue Graben keineswegs schnür gerade gelegt wird, sondern daß er im Wesentlichen in semer Lage verbleibt: daß ferner starke Krümmungen gestreckt werden und daß er an bet ungünstigsten Stelle von der hohen, versumpften Lage dorthin gelegt wird, wo er hingehört: in die -liefe.
Durch diese umilngängli^en Verlegungen fallen die „alten geborstenen" Bäume (von benen also bet Einsender, abgesehen von ihrer malerischen Wirkung, selbst herzlich wenig halt!) mitten m die neu zu bildenden Wresengrundstückc und es ist durchaus natürlich, daß die jetzigen Besitzer der Grundstücke bie|e Baume Eni, da sie nach Art. 26 des Feldbereinigungsgesetzes vom 7. Jun iQnrt Mn? Enitschädiauna für die Bäume erhalten können. Aber
besitzer, denen in einer Reibe von Terminen genügend Gelegenheit gegeben ist, ihre Wünsche zu äußern Von einer „Allcs- gleichmacherei" kann gar keine Rede fein und wer dies behauptet, dem ist das Wesen der hessischen Feldberemigung durchaus fremd geblieben. Es genügt, daraus hinzuweisen, daß eS dem Staat nicht möglich ist, genügend Personal zu den ständig zunehmenden Feldbereinigungen im ganzen Lande zur Verfügung zu stellen und das will in der heutigen Zeit gewiß viel sagen
Was daher bie „bewegte Klage" von Lang-Gons zu bedeuten hat, ist oben zur Genüge ausgeführt.
Zum Schluß möge als Antwort auf bie Anfrage: „Gibt es keine Behörde, bie bem Barbarismus, mit dem man bie Landschaft versch-anbclt, Einhalt zu gebieten vermag?" eine Verfügung bes Großh Ministeriums bes Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, vom 22. Mai 1905 wörtlich am geführt toerben:
„Zur Förderung eines wirkfamen Vogelschutzes ersclfeint es erwünscht, Hecken und Sträucher im Felb, besonders an Buchungen, in Hohlen und bergt, nur bann zu beseitigen, wenn dies aus anderen Grünben nützlicher ober geboten ist. Bei den Beteiligten ist vielfach das Verständnis dafür verloren gegangen, wie wichtig es ist, die durch den Ungezieferfang der Landwirt- schast so nützlichen Vögel zu schützen. Wir empfehlen Ihnen, dabei behilflich zu sein, dieses Verständnis zu wecken und daraus Bedacht zu nehmen, daß jede unnötige Beseitigung von Hecken usw unterbleibt. Es darf sogar daran gedacht werden, an geeigneten Stellen Hecken als Brut- und Schutzstätten für Vogel anzulegen. Tas erforderliche Gelände wird nötigenfalls der Gemeinde zuzuteilen sein." .
Diese Verfügung ist auch in Lang-Gons den Grundeigentümern zur Kenntnis gebracht und zur Nachachtung empfohlen i00ÜSic ferner die Besitzer über alte, hinfällige und dem Gra^ wuchs sckfädliche Bäume denken, das ist daraus ersichtlich, baß auch süblich von Lang-Göns, wo die Feldbereinigung,noch gar nicht in Angriff genommen ist, bie abgängigen Wildbäume fetzt schon burch bie Eigentümer beseitigt werben. Sind diese Besitzer auch Barbaren, die die Landschaft verschandeln oder handeln fie im berechtigten Interesse? _________
gchetz mit rückjichtsloier imergie zur D>urchfuhmng bringen.
Tie preußische Regierung müßte nacy so ofsenrundtg feindseliger Wühlerei der Dänen vre Politik enklprechend noeidmatTuicn in .«nut ,uu, —. , einrichten. Die „Voss. Ztg." hat übrigens ,d<^ Verdienst,
en zur Ruhe und zur Erhaltung der Disziplin mehrfach auf die dänischen Umtriebe huigewreien zu haben.
Zm LnivoÜcreu u. üb; v.Wbeln,i.i.Wn.v.P°itc pMÜirfi FiK. Muller. Alim
unslussen, ^n^ern ^führen'eine" immer herausforderndeve Heer Nttd Flotte.
rXÄöSÄÄÄ-iTÄ» der unbotmäßigen Matrosen der ,,Moulduk)a , mit dem faerid)t darauf hin, daß die vorher so ernstlich bedrohle
Generalausstande zu antworten Man muffe ein für alle-1 ^nügkeit innerhalb des Vereins völlig wieder hergeüellt tit; ge- mal wissen, ob Herr Cheron unter dem Deckmantel demo- Einsame Arbeit und gememi.amed Ziel haben das Auseuiandel- iratischer und wohlwollender Gefühle sich erlauben wird, I strebende wieder zusanimengebracht. Trotzdem mußte gerade un inLuordnen daß nur untergeordnete Matrosen bestraft letzten Jahre das Veremsleben eme schwere Zeit durchmachett, zu- sich Sir Verteidigung des Gesetzes er- mal infolge der i n n e r p o l i t. s ch e n Verhalt n i s e, und so wwden, wenu sie sich yUr g 8 v ift c§ erklärlich genug, daß eme Anzahl deriemgen Mitglieder den
heben, das Beamte ftrafios our a) o r e cy e n. neriten welckie bisver schon eigentlich nur Aiitlauier geweien
1 „Mr erachten, daß, so lange ein einziger vierer Kameraden *««’" 'm7t der Zahlimg ihrer Beiträge rückständig zu sein arrf Grund ,t^r ^Ansicht eines. wahrend _ des vergangenen I das Vorgehen, Zwmera^n der „Moulouya Äggen . foÄenbermaöen: Tie Anzahl der Hauptausschüsse
haben, vor bie®m^c Sestellt wird, fein £r ^^€111« o ) fleblieben; die Zahl der Orlsgruvpen betrug
hande-lsstotte den Hafen verkästen darf .,. . DieArbeit^darf erst «er 3335/ 41 weniger als am 31. Te-
wieder ausgenommen wer^m wenn keinerlei Gefahr mehr lur laetriber bie Anzahl der Vertrauensmänner
Misere Äamerabcn uni> W ^Jere ' r \*t mu ,n 37 R ö vf e g ef nn t en und betrug am 31. Teze.uber
Die meisten Blatter bleiben dabei, daß es mit der Mach- I . 2936. blc u a h [ der Einzelmitglieder i st etwas qiebigkeit den Handelsmatrosen gegenüber nicht mehr weiter I dagegen die der körperjchanlichen wesentlich ge-
qebe und daß ein anderer 2!on angeschlagen werde, um I ^jeACn |0 daß die Gesamtmitgliederzahl am 31. -te* diesen Leuten zu zeigen, daß es noch eine Negierung gibt, ,ember 1909: 1031 339, am 31. Dezember 19u8: 1 00< 563 betrug, die unter allen Umständen die so notwendige Disziplin auf Um so auffälliger und erfreulicher ist dem gegenüber, so heim den Schiffen zu wahren entschlossen ist. es weiter, daß das Vereins v e r m o g e n ""...^^angeneu
Es wird übrigens angelunbigt, daß die großen Mar- Jahre ganz erhebüch.augewachieu stt und zwar v ^^oi8 9,98^ t seiller Schiffahrts-Gesellschaften, der B°ewe!" dastir, daß'die während des vergangenen Jahres
rungen ihrer Mannschaften müde, den lock out QU§gcicl)ieiDenen ÜJlitglieöer für den Verein keine finanzielle Einbuße
wollen, um so endlich die von ihnen langst gewünschte ^deitm!.
Aejorm der Handelsmatrosen-Rekrutierung durchzuführen. >__ 1
Paris, 5. April. Wie aus Marseille gemeldet wirb, 7)jA HelüdereMiaUNÜ IN LüNü-GöNZ.
haben die Passagiere, welche insolge des Ausstandes, die y y
?ur Abfahrt bereitgehaltenen Schiffe wieder verlasstn mutzten, . ® 6 ’J:
Beschwerde gegen die Marineverwaltung erhoben, Don der Großh. Kuliurinfpektion Gießen geht Die sie für die durch den Streik geschaffene Lage verantworUich nachlstehende Erwiderung zu: .
Sachen _ , Zn M. 74 Ihres Blattes vvm 31 Ma,rz erichien ein Arttkel
Marseille, 5. April. Der Unterstaatssekretar der Mw bie Fäldbereitiigung Lang-Göns, der sich bejonders der „ge- rine, Chsron, begab sich heute an Bord zweier Dampser unbI Torstenen Weiden- und Erlenbäume, welche den. Mühlbach um- lüelt Ansprachen an bie neugebilbeten Besatzung en, »äumfcen," warm angenommen hat. vieler Artikel ist durch eme in denen er sie zur Achtung vor bem Gesetze ermahnte. Von g^ze Reihe Irrtümer geeignet, ein fatichss Bild v-on den Ar- cij'cn Dampfern ging ber eine bar auf nach Korsika unb der der 3-elbbereimgiütg zu geben; er ist vor allem geeignet, Albere nach Oran in See. Auf einem brüten Dampfer, ber ^en hierbei in Betracht kommenden Behorom Maßnahmen als
moraen nad) Tunis abgeht, gab bie Mannschaft dem Unterstaats- yon ihnen veranlaßt zuzuschreiven, wahrend gerade das Gegeiiteil
fetretär bas Versprechen ab, baß sie das Schiff Nicht verlas,en I Fall ist. _ _ r
kerbe Die Mannschaften mehrerer Schiffe sind heute nach- Zunächst sei festgestM, daß „di^ichonen Poppeln m der Ge-
uiittaa bei ihrer Ankunft in Marseille an Land gegangen. mar hing und bie alten Tannen am ^rredhost vor 7 bi» o Zähren
m^ris ö April 'Ser Präsident des Zentralkomitees ber tie Gemeiiide entfernt worden smd; sie bauen alro nut flteebereien Charles Roux, hat an den Ministerpräsidenten §er FeDbereinigung nckst das Geringste zu tun und ihre Ent- ein Schreiben gerichtet, in bem er sich über die Tragweite ber I ^mung durste ber Einsender, wenn er ,ich vorher oester orientiert Streikbewegung unter den Seeleuten ber Handelsmarine auslätzt hätte, ber Feldbereinigung nicht zur Last legen. , und deren Folgen für die Handelsmarine kennzeichnet. Es, han-> .» —r imh bm
dett sich nicht um bie Regelung wirtschaftlicher Fragen, bie als Gegenstanb für gegenteilige Unterhandlungen geeignet seien, sondern hier käme bie Befolgung der Gesetze in Frage, benen alle ausnahmslos unterworfen seien. Die Gesetzgebung aber gestattete die Beschäftigung von Auslänbern in ber Schiffsmannschaft, bie Beschwerde ber Mattosen hierüber sei alfo unberechtigt Die Reeder hofften, baß bie Regierung sich ihrer Verantwortung Nicht
Zehn Jahre sind verflossen, seitdem der erste Gießener Früh- jahrspserdemarkt abgehalten wurde, eine kurze Zeit, und doch haben wohl viele vergessen, wie es kam, baß Gießen bamals einen Pferbemarkt erhielt. , .
Im Jahre 1899 regte Stadtv. Kirch m ber ©tabfterorb- netenversammlung an, zur Belebung von Handel unb Wandel jährlich einen ober zwei Pferbemärlte abzuhalten. Er wies darauf hin, daß Marburg unb Friedberg solche Märkte hätten und solche Veranstalhingen in Gießen ein Bedürfnis für die Stabt unb die Landwirte der Umgebung seien. Der damalige Oberbürgermeister^ Gnauth erklärte auf Kirchs Anregung, daß es sehr schwer sein würde, vom Ministerium die Genehmigung eures solchen Marktes zu erhalten und wahrscheinlich sich ein solcher Markt nicht lebensfähig erweisen würde. Stadtv. Kirch ließ sich aber dadurch nicht irre machen, er verstand es, einen Teil seiner Ko^böbN im Stadt- Vorstand für die Sache zu interessieren — auch 23etg. Wolff tmirde, dafür gewonnen — unb Herr Kirch kam m einer der nächsten > Stadtverordnetensitzungen auf die Sache zurück. Er erklärte, daß es sich nicÄ darum handle, außer den bestehenden Viehmarkten einen wetteren Markt einzurichten. Bei unseren Markten Jenen früher am zweiten Markttage ebenfalls Pferde aufgetrieben worden, auch habe das Ministerium ein dafür zur Erhebung tommendes Standgeld festgesetzt bezw. genehmigt. Es stehe also nichts im Wege, wenn mau diesen Handel mit Pferoen wieder belebe und zeitgemäß ausgestalte. Die Stadtverordneten stimmten dem zu unb wählten Beig. Wolff sowie bie Stadtv. Helfrich, Flett unb Kirch in einen für die Wiederbelebung ber Pferbemarkte bestimmten Ansichuß. Lee erste Mnrlt sollte in V-rbmdung mit bem Viehmarkt am 11. April 1900 auf dem Viehmarttplatz an der Rodheimer Straße stattsinden.
Der Ausschuß ergänzte sich anfangs des Jahres 1900 durch Brauereibesitzer Bichler und Detonmmerat Schlenke auf c^m Hardthof unb hielt Mitte Februar eine Sitzung ab, zu ber eine Anzahl weiterer Herren eingeladen wurde. Beig Wolff Übernahm ben Vorsitz. In den Platzausschuß würben Stabtv. Helfrich als Vorsitzetider, Weinhändler Aug. Schwan, Univerntats- Stallmeister Creutzburg, Hoflohnlutscher Huhn und Schlachthofsbirektor Liebe gewählt, in ben Prämiierungsausschuß würbe als Vorsitzender Oekonomierat Schlenke unb als Mitglieder Mafor v. Normann, Oekonomierat Hoffmann-5)ofgüll, Gutspächter Bene- Oberweimar, jetzt Altenberg (Kreis Wetzlar) unb Oelononiieicft Müller-Neuhof, und in ben Verlouingsausschub Berg. Wolfs unb bie Stadtvv. Arch und Flett gewählt. So hatte man die Arbeit für die Veranstaltung zweckmäßig geteilt unb ging sofort an jte heran Man suchte durch das Kreisamt die Genehmigung der ersten Gießener Pferdelotterie beim Ministerium nach. Die dleser- halb abgegangene Eingabe kennzeichnet treffend bw Lage, aus der heraus sich ber Pferbemarkt für Gießen eigentlich von sttbst ergab. Der Lotterieausschuß beantragte eine Lotterie nut 10 000 Losen zu 1 Mk., deren Ueberschuß zur Prämiierung von auf ben Markt gebrachten hervorragenden Pferden benutzt werden sollte.
Das Kreisamt unterstützte die Eingabe, da auch ber Landwirtschaftliche Lokalverein Gießen es für wüns chenswert er hart hatte, eine Kausgelegenhett für Pferde in Gießen zu schaffen, frm 12. März traf von Darmstadt telegraphisch die Genehmigung -mr Lotterie ein. Die Lose waren schnell vergriffen unb wurden am Tage des Marktes mit 50 Pfg. Aufgeld bezahlt, em Beweis, daß man in weiteren Kreisen ber Bevölkerung der Veranstaltung Interesse entgegenbrachte. Nachdem mtt ber Genehmigung ber Lotterie bie finanzielle Seite der Veranstaltung siaiergestelft war, wurde bie Einrichtung^bes Marktplatzes für ^uien Pserbe- markt beschlossen und in ber 'Stabt Stallgelegenheit für 300 Pferbe festgestellt. Arn 20. März gingen oO Einlabungsschreiben an Pserbehänbler nach Oberhessen, Hesseii-Nasfau, Llurhesieii usw. ab. Am 24. März würbe in etwa 20 Zeitungen ber Markt angekun- bigt und zu dessen Besuch eingeladen. Ende Marz erhielt das Stadtbauarnt Auftrag, ben Marktplatz für ben Pserbemarkt em-
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Auch ist dem Einsender in einem und demselben L>ad ein sonderbarer Widerspruch unterlaufen. Er behauptet nämlich in einem At-em, bie FÄdoeremigung suche jeden -Lstreifen mxy so unftuchtbaren Landes auszunutzen und int Nachsatz springt dies olde Feldbereinigung „mit Hecken unb Bäumen gar grausam um . Gewiß i’fö 'vpi der Neuordnung ber Besitzverhaltnisse mib bei ben Kulturveränderungen in erster Linie eine gegen fricher bessere Ausnutzung von Grund und Boden das zu erstreoende Ziel. Um aber dieses Ziel zu erreichen, ist es ers-orderlich, daß die Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, die ihm un Wege stehen, (Denn auch hierbei manchmal andere Jifterefsen in den Hintergrund treten müssen. Ter Einsender befindet sich jedoch in einem ge- o*--------------------- - . wattigen Irrtum, wenn er behauptet, der Mühlgraben werde
Der Vofs ttck" toirb aus Schleswig-Holstein ge- schnurgerade gelegt, sein altes Bett werde be^tigt, die^ Behörde ^er ,,^osf. <)lg. louu » hyafre ben Besitzern, die ihre Baume nicht faltteii, Strafe angeschrieben: ha Droht usw. So viele Behauptungen, so viele Unrichtigteften!
Dem Au fhor en der Einfupr dänischen Vieh Regulierung des Gönsvaches unb des Mühlgrabens erfolgt
-in die Quarantaneanstatten, ist ein Eic Ws vorange ausdrücklichen Wunsch ber Gemeinde unter Mitwirkung des sangen, das aufschieue zeigt, bis zu un( dne Vorflut für
Gegensatz zwischen galten und Deutschen m A^^^^swig entt ^votzy Kanalisation von Lang-Göns zu ermöglichen
wickelt Hal. pie dänisch gesinnten Meiereives itzep i Grund eines im Aiai 1908 gefaßten Gemeinoerats-
haben dm Beschtttß gefaßt, aus der ^rga^tiE b^ Lanbnntt- Diesem von der unterzeichneten Belchrde ausgearbeiteten
schaftskamnier sich ab^lsonbern und aus bem das auch bie Bo- und Entwässerung des ganzen Wiesm-
Bezirks-Melereiverbande auszutteten, dag^en einm eigen in schließt, wurde die Genehmigung der Bollzugs-
Meiereiverband zu btlben, bem ausschließlich.^9^I g“ .... Gemeinderats und der Landeskommission, ferner sinnte Landleute angehoren sollen. Aus der "idiesen Tagm f ^m^st > Ministerttmis des Innern, Abteilung für Landwirtin Kiel abgehalttiim ^6img^r ^nbii>utid^ft§Tammcr bat Raubet und Gewerbe, zur Ausführung erteilt und bie
Vorsitzende Graf Rantzau über diesen GutsäKuß Äettcn wurden im Februar ds. Js. in Angriff genommen.
politische Beweg gründe gewesen sind, weick)S Die Lernen zu diesem Schritte veranlaßt haben. .
Tas ist umsomehr zu beklagen, als die dämschen Meiereim fett dem Jahre 1902 friedlich mit den Tentsck)en m der gernein- !amen Organisation zusammen gearbeitet haben. Die Danen behaupten, bat Graf Rantzau in nationaler Beziehung eine scharfe Stellung in ben nordschleswigfchen Angelegenheiten eingenommen habe. Er ift aber, was bie Haltung der Kammer betrifft, nur dem Beispiele des früheren schleswig-holsteinifchen Gmeralverems gefolgt, bet von den notdfchleswigschen Vereinen verlangte, daß fie auf deutsch-nationalem Boden stehen. Tie Kammer verlangt gleichfalls, daß. ^rem, der ihr bei-1 !,^o'^ei^e'Emtschädigung 'für "die Bäume erhalten'können. Aber tritt, es als Mm i^?^i'n Verein selbst wenn bie Bäume durch bie heutigen Besitzer stehen gelassen wirtschaft seines Wricvju fordern, iuib daß fein «er e in n)üreit/ fcie zukünftigen Besitzer hatten sie ganz gewiß
dazu gebraucht werde, politischen deutsch-feind- . . ^Mrischaftliche Llhnirng wird wohl auch der
lichen Bestrebungen zum Deckmantel zu dienern Die J ba^ cr g(auot, ein tüchtiger Landwirt
Tänen haben aber l^n leit geraumer Zett den ^n verfolgt, ntltteit llt feiner, durch die Neuordnung der Tinge wesentlich -nnen eigenen dänischen Meiereiverband zu bilben. ^chon barhc ^-[^{.^1611 Wiese einen alten verkrüppelten, dazu noch „geborste- - fteh^i, ber ihn b^^n hindert und ^rch ftinen
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Zweites Blatt 160. Jahraanq Mittwoch 0. April t0l0
jßBB W {fr A A Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen
OitenCItCt
General-Anzeiger für Oberhessen
Fr. Schmidl, Neuen Bll. 8WMM MOI Frau Herr, Lonnenfn


