blendend weiss!
fto. geg. fro.
Karte 52 v.48-160Pfg. petenlnaustrle
Der Fischer mit dem großen Dorsch auf dem Nucken
ist das Garantiezeichen für die echte Scotts Emulsion,
und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren hergestellt. Da es aber viele mehr oder weniger minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischer- schutzmarke und weise alle diese Nach-
— dem eartmiie»
‘ufenaÄUSÄ'j ahmungen zurück.
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ferne« bei itzm taohnljaften Schwiegervater beständig in Streit. ES Bontmt häufig 311 handgreiflichen Auseincrrchersetzüngen, Wobei es sehr laut hcrgeht^ so dntz die Leute herbeiiströnten. Es lugen gegen ihn Anzeigen wegen Ruhestörung, groben Unfugs und bergt, vor. Anfang O stöber soll drei Tage bis spät in die Nacht hinein skondalliert worden sein. Während dieser Zeit hat er den Stüdjciv Herd und die Oefen unrgcrisscn und demoliert, auch einen Glas- fchrank hat er imtgrtDorfcn und die Scheiben 'eingetreten, sowie andere Möbel in Stücke geschlagen, Kleiderschranke um geworfen' atfto. Eüt Zeuge sah, wie die Müdritgerätc auf einem Kaufen lagen und größtenteils zertrümmert waren; der Kaffee floß zur KLchentü-re hinaus. Tie Frau schlug er ebenfalls, jitan hörte sie jammern und sah sie flüchten: besonders Ixiltcbcr Schwiegervater unter seinen Brutoilitäteat zu leiden und mußte sich bewachen lassen. Außer den Exzessen vor und nach der genannten Zeit, die Gegen-- stand der Aburteilung waren, liegen nach Anzeigen aus den letzten Tagen vor. Auf fernen Einspruch ließ das Schöffengericht in fünf Füllen Freisprechung eiirtretcn, da es bei jedem an einem Tatbestiandsmerkmal gebrach: dagegen erfolgte in zwei Fällen Verurteilung zu 10 und 12 Mark Geldstrafe. Auch wegen diesen Fällen wvllte er freigesprochen sein, er behauptet, sein Schwiegervater trage die schuld. Dem Gericht iriax es nicht möglich, die einzelnen Fälle und deren Ursachen -aufzullären; doch stand fest, daß dem Schwiegervater ein großer Teil der Schuld beizumesscn ist. Bei dem erstinstaotzlichen Urteil behielt es sein Bewenden, da feststand, daß sich der Angeklagte mindestens in den zwei Fällen der Ruhestörung bezw. des groben Unfugs schuldig gemacht hat. Ferner hat der nämliche Angeklagte ein Urteil des Schöffengerichts angefochten, nach dem er und sein Nachbar wegen gegenseitiger Körperverletzung zu ie 6 Mark Geldstrase verurteilt worden sind. Ms zwei seiner Nachbarn einen Wortwechsel hatten, mischte er sich hinein, worauf einer der Nachbarn mit einer Stattge auf ihn einbrang. Bei dem Ringen zerbrach die Stange, der Angeklagte schlug seinem Nachbar das abgebrochene Stück aus ben Kopf und warf ihn mit einem Holzscheit. Er bestreitet, den Nachbar verletzt zu Ifabcn, und gibt au, er habe ihm nur ein .Holzscheit nachgeworfcn, ohne ihn zu verletzen. '2(11(1 in der Sache mußte seine Berufung verworfen werden, da er seinen Gegner tatsächlich verletzt hat und die Veranlassung zum Streit gegeben hat. Er hatte es nur der Staatsamraltschast, die ihre Berusuug zurückgenommm hat, zu verdanken, daß nicht auf eine andere Strafe erkannt wurde. Weiter siegen noch einige Brivatklagcfachen gegen den Angeklagten vor.
Wegen Erprefsungöversuchs
stand der Landwirt I. K. von H 0 v f m a u n s f e l d unter Anklage. Er hatte mit einem Schweinehändler wegen Lieferung von Schweinen einen Prozeß, in dem ein Landwirt aus Vadenrod als Zeuge gehört wurde. Tiefer gab bei seiner Vernehmung au, er sei mit dem Angeklagten nicht verwandt. Ter Angeklagte stellte aber fest, daß der Zeuge mit dem Kläger Geschwisterkind ist. Nach der Angabe, des Zeugen ist er bei einer früheren gerichtlichen Vernehmung belehrt worden, daß dieses keine eideshinderliche Verwandtschaft sei, weshalb er angab, nicht verwandt zu sein. Da der Angeklagte auf Grund der Aussage im Prozeß unterlag, schrieb er dem Zeugen einen Brief nach Vadenrod, er sei bei dem Oberamtsrichler in Herbstein gewesen, dieser habe ihm geraten, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu machen, es käme zu großen Schwierigkeiten, weshalb er ihm Vorschläge, zu ihm zu kommen, um die Sache in Güte abzumachen. Ter Zeuge erblickte hierin den Versuch der Erpressung, da er annahm, es werde ein Schweigegeld oder sonstige Vorteile tion ihm verlangt. K. wurde unter Anklage gestellt: er leugnete aber, durch Drohung einen Vermögeusvorteil erstrebt zu haben, es habe ihm nur um die Richtigstellung des Protokolls in den Gerichtsakten gegolten. Ta die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen war, düs' der Angeklagte nur dieses gewollt hat und der Nachweis der Erstrebung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils nicht zu erbringen war, erging Freisprechung.
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Gerrchtssaat.
r._, B.-B. Darmstadt, 3. März. Vor der S t r a f k a m m e r stand beute die 44iährtge Lehrerin F. H. von Bensheim unter der
Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen.
März
Wetter
1910
nachts für dringende Fülle sicher anzutreffen:
ID6/,
Dr. Kipper, Wilhclmstr. 2. — Dr. MeyerhoflF, Süd-Aulage 7.
Sonnenschein
Reif
= -25 c_ E ■s«!
'21 nfläge bet Ueberschteitung b e6 Züchtigungsrechts. Der seit 22 Jahren im Schuldienst angestellten und seit 18 Jahren an der Bensheimer Volksschule beschädigten Angeklagten war, als sie die Aussicht in der Panie hatte, hinterbrachk worden, daß eine 12jährige Schülerin Frühslückspavier in den Hof werte. Sie befahl deshalb dem Kinde, während der Woche alles derartige Papier auszulesen. Daraufhin war das Kind von seinem Vater beauftragt worden, der Lehrerin zu sagen: „Es brauche anderer Leute Dreck nicht anfzuheben", was es auch am 2. Dezember v. Js. auf nochmaligem Vorhalt in der Panse ausrichtete. Die Lehrerin versetzte chm hierauf eine Dhrteige und mehrere Schläge auf den Kopf. Nach sachverständigem Gutachten war dadurch Gehirnerschütterung und Nervenassektion verursacht worden, so daß das Kmd wochenlang das Bett hüten mußte und jetzt noch nicht völlig wieber- bergestellt ist. Es letbet an sogenannter traumatischer Hysterie, die aber völlige Heilung vermuten laßt. Die Angeklagte wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu 100 Ai k. Geldstrafe und Tragung sänrtlicher Kosten oerurtetlt.
R.-B. Darmstadt, 4. März. In der Entschädigung?- klage der Kinder der Wiiive Wolf sturm von hier gegen die Süddeutsche Etsenbahngesellschast wurde heute die Entscheidung bahnt verkündet, daß über die beiderseitigen Behauptungen, wonach das Verschulden an dem Unfall die Süddeutsche Eisenbahngeiellschaft treffe, bezw. durch das allzu rasche Fahren der Automobtlisten veranlaßt worden sein soll, Beweis durch Vernehmung der in Betracht kommenden Zeugen und Besichtigung an der Unfallstelle ftattfmben soll. Neuer Termin wurde auf den 18. März anberaumt.
5. Marburg, 4. März. Die Strafkammer verurteilte heute einen Lehrer aus dem Kreise Frankenberg wegen Beleidigung einer Frau zu 4 Monaten Gefängnis. Die Verhandlung fand hinter verschlossenen Türen statt. — Dom Schöffengericht wurden zwei Studenten, die sich des Hausfriedensbruchs schuldig genracht hatten, zu je einer Woche Gefängnis verurteilt.
kirchliche Nachrichten.
Loailge.uche Geinemoe.
Sonntag den 6. März, nachmittags 2 Uhr: Taub st u mmen - Gottesdienst im L n k a s s a a l e.
Pfarrer B e ch t o l s h e t m e r.
3n der Ztadtkkrche.
Mittwoch den 9. März, abends 6 Uhr:
5. Passions-Andacht.
Pfarrer D. Schlosser.
c EZ-s«'
Die nach- A sind am Sonntag dem 5. März
stehenden *avl £»IV nur von 12 In mittags bis 12 Lhr
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= +• 1,8 °0.
eine Tochter, Martha Berta Margarete Friederike. — 2. Dem Elfendreher Wilhelm Richard Buchholz eine Tochter, Eleonore Johannette Wilhettnine.
Gestorbene.
Februar. 25. Marie Schmidt, geb. Deibel, 74 Jahre alt, Wolfstrabe 17. — 26. Ruben Ganß, Kaufmann, 25 Jahre alt, Ludwig, straße 52. — 27. Berta Becker, geb. Ncrhrgang, 44 Jahre alt, Goethestraße 59. — März. 3. Mathilde Frank, Lehrerin i. P., 71 Jahre alt, Bergstraße 1. 3. Johannette Pfeil, geb. Simon, 60 Jahre alt, Kreuzplatz 9.
Höchste Temperatur am 3. bis 4. Mär;
Niedrigste , , 3. , 4. „
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Auszug a. ö. Standesamtsregijtern der Stadt Gietzen.
Aufgebote.
Februar. 25. Karl Krombach, Fuhrknecht in Klein-Linden, mit Marie Philippine Elisabeth Hofsmann tn Gießen. — 28. Friedrich Pflanger, Postbote in Frankfurt a. M., mit Karoline Ludwig in Ltch. — 28. Isaak Abt, Rauünann in Gießen, mit Berta Kaufherr in Fulda. — März. 1. Heinrich Konrad Feldbusch, Weißbinder, mit Marie Mattern, beide m Rüddmgshalisen. — 1. Karl Thron, Sergeant in Gießen, mit Berta Zoll in Kohden. — 1. Konrad Brmnm, Kaufmann, mit Luise Sepp, beide in Gießen. — 1. Martin Strauß, Kaufmann, mit Toni Rothschild, beide in Gießen. — 3. Anton Jacobi, Maurer in Wetzlar, mit Katharine Elisabethc Eonrad in Alleitdorf a. d. Lda. — 3. Heiiwleh Heß, Kausinann, mit Lina Schmidt, beide in Gießen. — 3. Louis Fischer, Theaterarbeiter, mit Maria Kawoletzli, betde in (hieben.
Eheschliehungen.
Februar. 26. Ludwig Bende, Bäckermeister, mit Emma Schön- hals, betde in Gießen. — März. 2. Karl Tierlamm, Schutzmantt in Gießen, mit Elisabeths Rein in Allcndorf a. d. Lda.
Geborene.
Februar. 20. Dem Wagenführer Heinrich Natt eine Tochter Gertrude. — 24. Dem Restatirateur Otto Schmalzigaug eine Tochter, Anna Maria Meta. — 24. Dem Großh. Laudgerichts- fefrelär Dr. Georg Schmuttermaiec eine Tochter, Lilian Emma Mana. — 28. Dem Spengler Heinrich Jakob Konrad Weber ein Sohn, Heinrich Wilhelm. — 28. Dem Taglöhner Georg (Sari ein Sohn, Leonhard. — März. 1. Dem Kaiserl. Bankbuchhalter Dr. Hermann Lagröze ein Sohn, Heinrich Hellwig Wilhelm Hermann Alfred. — 1. Dem ffaglölmer Wilhelm Becker III. eine Tochter, Margarete. — 1. Dem Lacklerer Friedrich Wilhelm Heinrich Neilling
Bekanntmachung.
Betreffend: Vergebung von Maßarbeiten.*
Das Ginbecfcn und Einschlämmen, sowie da§ Wasserfahren bei den diesjährigen Walzarbeiten soll vergeben werden. Angebote sind spätestens bis zum 15. März l. Iß., vormittags 10 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch die Angebotsiinterlagen während der Dienststnnden jederzeit zur Einsichtnahme offen liegen.
"Riehen, den 28. Februar 1910.
Der Äroßfi. Kreiöbauinspettor deS Kreises Gießen.
I. V.:
Knüll. ______________jjsy
_ lies Bezirks Lsllsr.
Die diesjährige gesetzliche Gesellenprüfung findet im Monat April statt. An^ derselben können alle jungen Handwerker aus den Orten Trais a. d. L., Mainzlar, Daubringen, Staufenberg, Ruttershausen und Lollar teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am 1. Juli d. I. beendet ist. Die Prüfungsgebühr beträgt drei Mark und ist im voraus bei der Anmeldung zu entrichten. Anmeldeformularien sind bei Unterzeichnetem erhältlich. Schluß der Aumelduuqeu am 25. März d. I.
Wir machen darauf aufmerksam, daß die Ablegung der G' «Prüfung Vorbedingung zur Meisterprüfung ist, ihre U ssung daher spätere Nachteile im Gefolge hat.
Für den Prüfungsausschuß:
Rohrbach. 1194
Konkursverfahren.
lieber das Vermögen des Kaufmanns Arthur Koch in Bad-Nauheim, Inhabers der Firma L. Koch m Gießen, wird heute am 3. März 1910, nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet.
Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen sind bis zum 26. Marz 1910 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschltitzfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläulsigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag den 2. April 1910, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte — Zimmer Nr. 18 — Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie au8 der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkttrsverwalter bis zum 26. März 1910 Anzeige zu machen. (b®/8
Großherzogliches Amtsgericht in Gießen.
13 Husaren.
Sonntag den 13. März, nachmittags 2 Uhr "" Versammlung - in Westlar, Restaurant zur Flöte.
Kameraden, welche dem Verein ehern. 18er noch nicht angeboren, werden gebeten zu dieser Versammlung au erscheinen. 1841 Der Vorstand.
Ein guter Rat:
Nehmt nur /
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(Prof. Giessler’s Patent) das
moderne Waschmittel
Es macht die Wäsche
Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung finde Sonntag den 13. ds. Mts., nachmittags um 4 Uhr, in der Wirtschaft deS Herrn Georg Von Eiff (Pinn) zu Grünberg statt, wozu alle Mitglieder des Grünberger PferdeversicherungSveretnS hiermit freundl. eingeladen werden.
TageS-Ordnung:
1. Bericht über die Geschäftslage deS Vereins.
2. Vorlage der Jahresrechnung und Entlastung deS Vorstandes. 3. Ausschußwahl.
4. Statutenänderung.
5. VerschtedeneS. J)1/,
Grünberg, am 5. März 1910.
Dcr Vorstand.
HandelslehranstaH Kirchheim'^
Institut I. Ranges mit Pensionat. Gejr. 1862. Höhere Handelsschule.
Realschule mit Unterricht in den Handelswisaennchaften und sicherer Vorbereitung für das Elnjahrlgen-Exemen. Muster-Kontor - Prospekte und Eefercnten durch Direktor Aheimer.
Aiüüdtr-Iir». | leuuloiluiii 14. ApriL J r,r,rtz»
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Gcskhliche Gesellenprüfung
Anmeldungen zu den im Monat April d. Js. statt- sindenden Gesellenprüfungen haben am 17. und 18. März d. IS. je von vormittags 9—12 Uhr in der Gewerbeschule Zimmer Nr. 8 zu erfolgen. Prüfungsgebühr beträgt 3 Mark. vq
Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins zu Gießen.
Traber, Vorsitzender.
brauchen in Sen Jahren -er Entwicklung ein Getränk, das in jeder Beziehung unschädlich, dabei aber wohlschmeckend ist. — Deshalb empfiehlt es sich, den jungen Mädchen Kathreiners Malzkaffee zu geben, der ihnen zu jeder Zeit gut bekommt, angenehm schmeckt und sehr billig ist.


