Ausgabe 
5.2.1910 Drittes Blatt
 
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Es hieße aber am verkehrten Ende sparen, wenn man anstelle des altbeivährten Originalprä­parates solche Nachahmungen kaufen wollte, denn nur der Er­folg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion auf­zuweisen. Darum Vorsicht beim

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Einkauf. Man bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion mit unserer bekannten Fischerschutz­marke zu erhalten und lasse sich keine Nach- ahmungen aufreden l

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ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige Nachahmungen von Scotts Emulsion hat es von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder aus.

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Wir stehen auf dem Grund und Boden, den die christliche Auffassung uns gibt. Wir haben das Gefühl, daß wir alle zu­einander gehören. Wir wollen eine feste Autorität, aber wir wollen auch die Freiheit des einzelnen. Wir wollen jedem ein-

Keine Nachahmung!

Der Weltruf von Scotts Emulsion bürgt die Güte des Präparates, und die mit

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nicht verdienen, wenn sie von diesen großen Idealen, von diesen letzten Grundsätzen sich entfernen würde.

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Handel.

Deutsche Kristallglaswerke-Aktien-Gese schäft Worms. Ter Aufsichlsrat hat die Gesellschafter, nachd^ er Ende Januar einstimmig beschlossen hatte, bet den ©riinbai der Gesellschakt zu beantragen, daß der Vertrag zur Gründung k Deutschen Kristallglaswerke nicht durchgeführt, sondern die al- baldige Atislosung der Gesellschaft herbe'igeiührt iverdeu solle enter GeseUschastsoersammlung emgeladen, die am 10. Februar', Worms stattfindet. Es soll die Auflö'ung des Unternehmens w die Wahl von drei Liquidatoren beschlossen toerden.

"Gesundheitsschädliche Holzarten. Der banerütfie Landesgemerbearzt macht über krankmachende, aus den Tropen stammende Holzarten interessmite Mitteilungen. Nach derMünch. Med. WocKenschr/ kommen in Betracht: der anikamsche Puchsbaum (Sarcocephttlas Diderrichiae1 und der westafrikanische Buchsbanm (Gonioma Kamassi), das Borneo-Roienholz, oft- und mieftmdisches Latinbolz, auch als Atlasholz bezeichnet rChloroxylon Swietenii), das Teakholz iTectonia grandis), (Sbenholj (Diospyros), das Sub'en- Holz ans Kuba; ferner gelten auch Mageura-, Kokds-, Truthahn­bolz, zum Teil auch einige Mahagoniarien und Dlivenholz als irritierend, lvährend die oft unter den Satinbolzarken anqefübrte Laliitwalnuß anscheinend harmlos ist. Alle diese Holzarten ver­mögen auf Haut und ecblchnhäute reizend zu wirken: einige rufen auch Allgeineinerkrankungen hervor, z. B. die Buchsbgmparten, die Herzklovsen, Kovfschnterzen, Atembeschwerden verursachen könneit. Tie Ursache der Gefundheilsschädigungen wird auf äihexische Ocle, bezw. Alkaloide, die im volz enthalten sitid, zürstckgesühxt.

* Bestätigung. Minna:Mein neuer Schatz ist ein Vizefeldwebel der Reserve/' Lina:Das glaube.ich nicht, das sind doch feine Herren." Minna:Tas ist der meine auch: gleich am ersten Abend habe ich ihm fünfzig- Mark leihen müssen."

Das tlaligrs-tz.

Der Entwurf über den Absatz von Kalisalzen ist am Freitag dem Reichstage zugegangen. Der erste Entwurf des neuen Gesetzes ist seinerzeit veröffentlicht morden, der jetzt vorliegende Entwurf weicht nur in einigen Punkten vom ersten Entwurf ab. Der-Entwurf bestimmt, daß Kali­salze von in Deutschland produzierenden Werken nur durch eine Vertriebögemeinschaft abgesetzt werden dürfen. Diese Vertriebsgemeinschaft setzt die Beteiligungsziffer für jedes in Deutschland produzierende Kaliwerk fest und zwar in Tausendstel des Gesamtabsatzes. Bis zum 1. Januar 1915 bleiben die Beteiligungsziffern des Kalispndi.ats vom 8. Juli 1909 in Kraft. Für § 53 des alten Entwurfs (Liefe­rungsverträge) wird bestimmt, daß für vor dem 17. Dez. 1909 abgeschlossene Lieserungsverträge, soweit sie über die VertriebsgemeiuschastS-Quote hinausgehen, von den Werken bei der Vertriebsgemeinschaft das Lieferungsrecht für dieses Ueberkontingent beantragen können und zwar gegen eine besondere Abgabe. Die Grundsätze stellt die Vertriebsgemeinschaft auf. Die Beschränkung der Zulassung zur Betriebsgemcinschaft und die Entschädigungen für Abbauberechtigte sind in Fortfall gekommen, nachdem man die hannoverschen Einwendungen als berechtigt anerkannt hatte.

Der Entwurf regelt ferner die Bestimmungen über Mitgliederaufnahme und hebt alle früher gedachten Be­schränkungen auf. Die mittlere Beteiligungsziffer kommt in Fortfall.

Die übrigen Bestimmungen sind bekannt aus dem ersten Entwurf, sie regeln die Zusammensetzuirg der Lertriebs- gemeinschaft, die Grundsätze für den Ablatz und die Ver­kaufspreise, die Feststellung des Anteilverhältnuses der ein^ zeinen Kaliwerke, die Berufungskommission und die Straf­bestimmung e n.

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Nicht nur im strengen Winter, sondern sozusagen das ganze Jahr hindurch gebrauchen viele Menschen regelmäßig irgendein? Tablette oder Bonbon, um ihre Stimme zu pflegen, sie vor Ka­tarrh zu schützen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß die in der Schweiz seit 60 Jahren geschätzten Wybert-Tabletten auch in Deutschland leichten Eingang gefunden haben. Deou eine einzige Probe davon zeigt sofort deren einzigartige Wir­kung auf die Stimme.

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schaftsordnung rüttelt. Wir müssen uns deshalb darauf be« innen, das zu erkennen, was uns eint, und zurückzustellen, was ans trennt. (Beifall.) Das soll der Grundzug sein, dec meine Worte hier leitet.

Es wird der konservativen Partei vorgeworfen, daß sie bet freien Betätigung des Volkes nicht diejenige Bahn öffnen will, die ihm zukommt. Dem gegenüber habe ich zu erklären, daß uir Konservative an den Rechten des Volkes, wie sie unsere Verfassung gegeben hat, nicht rütteln lassen wollen. Wir haben eine Empfindung dafür, und wir glauben, daß in unserer modernen Zeit eine Beschränkung dieser Rechte nicht am Platze ist. (Stürm. Beifall.) Wir wünschen ein freies Volk, wir wissen, daß auch in der Freiheit sich eine starke Autorität bewähren kann. In der Tat kann die Liebe freier Männer auch den Thron viel stärker schützen als andere Mächte. Wenn wir aber dieser Anschauung huldigen, wenn wir an den Volksrechten nicht rütteln lassen wollen, so wissen wir doch airdererseits, daß eine starke Königsmacht für unser preußisches Vaterland unter allen_ Umständen ebenso notwendig ist. Wir wissen, was das angestammte Königshaus in Preußen unserem Vaterlande ge- wesen ist, und wir haben die Hoffnung, daß es so bleib en wird. Wir wissen, daß es in den Kämpfen, die von allen Seiten gegen­einander geführt werden, eine Macht geben muß, die ausgleichend wirkt. Wir wünschen auch einen starken und kräftigen Bundes­staat, in dem jeder einzelne Staat sich in seinen berechtigten Eigentümlichkeiten und seiner selbständigen Eigentümlichkeit auf­recht erhält. Das war auch einer der Gründe, die uns bestimmten, gegen die unselige Erbanfallfteuer stimmen. Wir wußten, daß wir damit hineingriffen in die Eigenart der deut­schen Volksstämme, wir sollten etwas preisgeben, was wir als etwas Heiliges ansehen, nämlich die Treue und Anhänglichkeit, an,Grund und Boden. Unsere deutsche Geschichte zeigt uns auch,! daß die deutsche Kleinstaaterei mit dem deutschen Wesen so eng; verbunden ist, daß wir niemals vergessen dürfen, daß die parti- kularistischen Elemente im Deutschen Reiche ihr Recht verlangen dürfen.

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HoUtrsche Tagesschau.

Herr v. Heydebraud iibet die Aufgaben der koniervativeu Partei.

Bom Vorstand her konservativen Partei für die Pro­vinz Hannover mar auf Donnerstag ein allgemeiner konservativer Parteitag für die ganze Provinz nach Hildes­heim einberufen worden. Der Parteitag sollte zu den be- tannten jüngsten Ereignissen auf dem Gebiet der inneren Politik Stellung nehmen. Es mar der erste konservative Provinzialpartettag, der aus dem Grunde von besonderer Bedeutung mar, weil die bekanntesten Führer der konser­vativen Partei auf ihm erschienen Maren und weil die Provinz Hannover das am heißesten umstrittene Gebiet der Nationalliberalen und des Deutschen Bauernbundes einerseits und der Konservativen und des Bundes der Land­wirte andererseits ist. Im Mittelpunkt des Interesses stand eine grosse. Rede des Vorsitzenden der konservativen Fraktion des Abgeordnetenhauses^ R ichstagsabgeo, dnelen v. HeydebrandundderLasa. Ec führte nach Blätter-- berichten u. a. .aus:

Ich bin hierher gekommen, nicht um irgendwie gegen andere Parteien zu kämpfen und zu streiten. Ich erlernte ohne weiteres an, daß insbesondere die nationalliberale Partei ihre großen Verdienste um die politischen Verhältnisse Hannovers (jat. Es ist Überhaupt jetzt nicht die Zeit, die Gegensätze zwischen den Parteien, die schon mehr als genug hervorgehoben worden sind, noch mehr zu vertiefen. (Sehr richtig.) Wir haben letzt große gemeinschaftliche Pflichten zu erfüllen, und mir wissen auch, was die großen liberalen Parteien für unser Vaterland zu bedeuten haben. Wir haben einen gemeinsamen Feind, der energisch an der Tür unserer ganzen Staats- und Gesell-

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seinen Jnteressenzwcig, jeder ehrlichen Arbeit ihr Recht geben. Nicht einseitig wollen wir es tun, sondern ift dem Sinne, daß die einzelnen Jnteressenzweige miteinander vereinigt und ver­söhnt werden. Eine konservative Partei würde ihren Namen

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Bringe einem geehrten Publikum von Gießen zur gefälligen KennMis, daß ich das seitherige

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