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dendic Sommer« siums statt. Wah- näheren Umgebung
n die oberen Nasse» d nach Aschaffenburg. Wie unvorsichtig c? eaufsichtigt zu lassen, ,ause ljatle man nur
enutzteeiilEmbrethL , iuhr, vier Männer' ; ünem Mderschml | Ein größer M gon dem ^ater fehl-
banfenäinerk in 8ab<$«"6llln 9" I jebln 6amSi«8«fe' il ottfinbenben 6ml* •teitatien «” *. Cerai>fol9t.l°‘"Z , «i bis dl« ««*' hnen.
Sic an die Geschworenen gerichtete Frage lautete auf Amtsunterschlagung, falschen Bucheintrag und ob mildernde Umstände vorhanden sind.
Assessor Neuroth sprach kurz für Bejahung der Schnldsrage, indem er anerkannte, daß auch die Frage nad) mildernden Umständen zu bejahen sei. Der Angeklagte ist unbestraft und ein Schaden der Gemeinde nicht erwack)scn.
Der Verteidiger, Justizrat Katz, erklärte, der Angeklagte müsse wegen der Tat bestraft werden, er schließe sich dem Antrag des Staatsanwalts an, wonach dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen sind.
Die Geschworenen gaben ihren Wahr)pruch entsprechend den Anträgen des Anklagevertreters und des Verteidigers ab. Der Gerichtshof spricht die geringste zulässige Strafe von 6 Monaten .Gefängnis gegen den An- geklagten aus._______________________________________________
Gerieht-saal.
rm. Darmstadt- 3. Juni. Der D-etaillistenver- c i n hat gegen ein größeres Warenhaus .Anzeige erstattet, weil es annoncierte, daß die Reste des Inventurausverkaufes zum Verkauf stehen, um Platz für die Saisonneuheiten zu bekommen. Die Behörde hielt diese Annonce für einen verschleierten Ausverkauf und die Firma erhielt ein Strafmandat von 30 Mark, das heute von dem Schöffengericht auf 25 Mark festgesetzt wurde. .Auch hat die Firma die Kosten zu tragen.
Metz, 4. Jiyti. In dem G e rt in g er Fri e d h o ss - Prozeß wurden heute abend 7V2 Uhr die Verhandlungen zu Ende geführt. Der Staatsanwalt beantragte gegen sechs der Angeklagten je 600 Mark Geldstrafe, bei den drei übrigen Freisprechung. Das Urteil wird in acht Tagen, am 11. Juni, vormittags 9 Uhr, bekannt gegeben werden.
w. Hannover, 5. Juni. Die Strafkammer verurteilte den 30jährigen Kaufmann Alexander Haase aus Berlin und den 4-8fahrigen Steindrucker Karl Ueckermann aus Detmold wegen B riefmarkenfälschung im Sinne des § 275 des Strafgesetzbuchs zu je sechs Ato- naten Gefängnis. Die Beklagten haben große Mengen falscher Reichsbrrefmarken angejerligr und in .Verkehr gebracht, die nach dem Gutachten des als Sachverständigen geladenen Betriebsinspektors der Reichsdruckerei täuschend 'gelungen sind.
Auxerre, 5. Juni. Von den beiden Kuhhirten,'die im Dezember des vorigen Jahres auf einem Landgut bei Jully 5 Personen ermordeten, wurde der siebzehnjährige Ja.cquia.rd zum Tode und der 15jährige Vieuny zu der Marimalstrafe von zwanzig Jahren Gefängnis Der u r t eilt._________________________________________________________
Mitgliederversammlung der llriegertameradschast yassia.
X Offenbach, 5. Ium.
Heute tagte unter sehr zahlreicher Beteiligung hier die Krieger - kamecadichafr „Hassia". Schon bei der Begrüßungsfeier am Samstag waren die Spitzen der staatlichen und 'städtischen Behörden vertreten. Ber der heutigen Eröffnung der Hauptversammlung betonte der Präsident Generalleutnant z. D. Hof-Darmstadt, daß man überall das Bestreben,der Hassia würdige und fördere. Ter verstorbenen Kameraden, besonders des Grafen Oriola, wurde durch Erheben von den Sitzen gedacht. An den Kaiser und den i-rotzherzog sandte die Versammlung Huldigungstelegramme. Kreisrat o d) m ann sprach die Hoffnung aus, daß die heutige Versammlung auch den schweren Offenbacher Boden für die Ziele i i Hi ssia geeigneter machen möge. Aehnlich spricht sich Beigeordneter Porth, als Vertreter der Stadt, aus.
Der Jahresbericht des Präsidenten zeigt eine rege Entwicklung auf allen Gebieten, z. B. im Sammelwerk, Unterstützungs-, Vortragswesen, in der Sterbekasse. Der Jugend- und Rekruten- snrsorge, der Reservistengewinnung soll sich jetzt gewidmet werden. DaS neu herausgegebene Handbuch für die Hassia gibt beachtenswerte Winke. An Kameraden, die 25 und 40 Jahre den Verbands vereincn angehören, werden Abzeichen verteilt. Für hervorragende Verdienste im Interesse der Kriegervereine rourben silberne und bronzene Ehrendenkmünzen ausgegeben; 1. silberne: Postsekretär St Meyer-Gießen, K. Pfifferling-Offenbach, 2. bronzene: Rieß-Auerbach, Benz-Arheilgen, Schnauber-GernSheim, Schäfer- Sprendlingen, Gciß-Büdingen, Schwalm^Vonhausen, HelmeS-Ober- hörgern, Gürlach-Eberstadt, I. Menges-Großen-Linden, Rühl- Helpershain, Frey-Hohenheim und Bertz-Horchheim. -2er Verband zählt jetzt in 38 Bezirken 950 Vereine mit rund 66 000 Mitgliedern. Ihr Kapitalvermögen ist 607 705 Mark, der Mo- biliarwert 472 040 Mart. Das Vermögen des Verbands selbst beträgt 236 306 Mark. Sämtliche Bezirke außer Herbstern waren vertreten. Mit dem Verbandsorgan „Hessischer Kamerad" werden Ichlechte Geschäfte gemacht, das Defizit in 1909 betrug 10 640 Mark, doch soll das Lezugsgeld nicht erhöht, dagegen mehr Leser gewonnen werden, ihre Zahl ist jetzt 11500. Eine Sonderkommission behandelt biejc Sache weiter. 2cm Antrag Büdingen, bad Aus- schlnßrerfahren zu regeln, wird stattgegeben und beschlossen, „Das Präsidium lann Mitglieder ausweisen, vorbehaltlich der Berusung an die Delegiertenversammlung." Der Antrag Gießen, bei der Hassia Lotterie eine größere Anzahl kleinerer Gewinne einzurichten, wurde angenommen. Zum Bedauern der Kameraden muß nach den Satzungen davon abgesehen werden, die Ober- Mockstädter Kameraden aus der Verbandskasse zu unter- stützen Dagegen wird die private Mildtätigkeit der Vereine empfohlen. Rach dem Antrag Worms wird beschlossen, daß neu ciiuretcnbc Vereine in Orten, die schon einen Kriegerverein haben, mindestens 40 Mark Eintritt bezahlen müssen. Der 1. Schriftführer Dr. Bogt gab bekannt, daß in den Vereinen durch Vorträge das nationalökoiwmische, volkswirtsckjaftliche Wissen gehoben werden soll. Etwa 400—500 Mark werden als Preise, für kleine Schriftchen in obigem Sinne bewilligt. Ohne ins politische Gebiet cinzugehcn, soll an der Aufklärung des Volkes gearbeitet werden. Die Delegiertenversammlung für 1911 erhält Friedberg. Bei der Ergänzungswahl des Vorstandes werden Waldecker, Seyler nnb Dem wieüergewählt. Der Voranschlag für 1910 wird mit 69 889 Mark genehmigt. Der Vorsitzende Hof teilt noch mit, daß am Veteranenappell im August 1910 nur Kriegsteilnehmer zugelassen werden, die der Hassia angehören. Milüär- fahrkarten sind von der Bahnbehörde abgelehnt worden. -tre Tagung schloß ein Hurrah auf Kaiser und Großherzog. Dann fand noch em Festessen und Gartenfest statt.
Sport.
- Radfahren. Bei dem gestrigen Radfahrfest des Radfahrvereins „Pfeil", Betzdorf, gelang es dem Radklub Germania-Gießen, unter sehr starker Kon-i
kurrenz der Vereine des Siegerlandes, den 1. Ehr en preis im Korso, Gruppe A, zu erringen. Dem Klub, der schon viele wertvolle Preise sein eigen nennt, wurde als einziger teilnehmender Radfahrverein aus dem Hauptbezirk des Gaues 9 a des D. R.-B. in Betzdorf ein sehr herzlicher Empfang zuteil. Der wertvolle Ehrenpreis, eine Standuhr, ist in dem Schaufenster des Herrn I. Friesleben, Bahnhofstraße, ausgestellt. ______________________
wandern und Reisen.
ö Bad Salzschlirf, 2. Juni. Im letzten Jahrzehnt ist unser seil dem Jahre 1838 bekannte Badeort mächtig ernporgestrebt. Früher würdigte man zwar auch schon die Heilkraft unserer Quellen, bezeichnete sonst aber das Bad als er- chreckend langweilig. Tas kann man jetzt von Salzschlirf nicht mehr behaupten. Mit seinen Unterhaltungen steht^ es jetzt vollkommen auf der Höhe der Zeit. In den letzten Tagen hat das neue Kurtheater seine Pforten geöffnet. Häufig werden Parkilluminationen, Balletts und sonstige originelle Jmprovi- ationen int Freien veranstaltet._________________________________
Hauptversammlung des Deutschen Vereins für volkshygiene.
Jrn hygienischen Institut der Universität zu Berlin and heute die öffentliche Hauptversammlung des Deut- chen Vereins für Volks Hygiene start. Eine große Anzahl von Reichs- und Staatsbehörden hatten ihre Vertreter entsandt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Staatsminister a. D. v. Möller ergriff der Vorsitzende des Reichsgesundheitsamts Dr. Bumm das Wort, um den Verein an feinem zehnjährigen Jubiläum herzlichst zu seinen bedeutenden Erfolgen zu beglückwünschen. Namens der preußischen Regierung und des Bundesrats begrüßte Geh. Medizinalrat Dr. Kirschner den Verein. Senatspräsidcnt v. Strauß und Torney sprach dem „Bruderverein" un Namen des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zu dem Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche aus. Nach kurzen Dankesworten des Vorsitzenden gedachte Geheimrat Kirschner des langjährigen Mitkämpfers des Vereins, des verstorbenen Professors Robert Koch. Die Versammlung erhob sich zu Ehren des Toten von den Sitzen. Aus'dcm Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Verein in 38 Ortsgruppen jetzt weit über 3000 Mitglieder zählt. Sein Hauptaugenmerk richtet er neben den Arbeiten auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge, der Arbeiterheimstätten, der Luft- und Sonnenbäder, der Bekämpfung der Voltsseucheit namentlich auf die Säuglingsfürsorge, in derem Interesse allein 91 Vorträge gehalten wurden. Den Schluß der Tpgung bildete ein Vortrag von Geheimrat Professor Dr. Fl ü g g e - Berlin über die „Feinde unserer Atmungsorgane", besonders über die Hilfsmittel im Kämpfe gegen den gewerblichen Staub in der Industrie. Am Nachmittage fand ein gemeinsames Festessen statt.
SUehtc Tagcüchroltik.
Die Meldung über ein angebliches Geständnis einer schwerkranken Frau, die vor mehreren Jähren in Lichtenberg ihr Dienstmädchen ermordet haben soll, erweist sich als unrichtig.
Ter Leichter .Gegenwart" wurde bei Cuxhaven von einein Schlepptau angerannt und ist g e f u n £ e n. 2er Steuermann, ein Matrose und zwei Leichtmatrosen sind cr- t r n n f e n.
Die anläßlich des 12. ordentlichen Verbandstages des Verbandes deutscher Klempner und I n st a l l a t e u r - Vereinigungen in Stuttgart stattfindende Fachausstellung wurde am Samstag eröffnet.
Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft wählte für nächstes Jahr den Landgrafen Chlodwig von Hessen zum Vorsitzenden.
In Dresden feierte am Sonntag der sächsische Stenographen - Landes - Verband G.abels- b er g et sein 50jähriges Bestehen
In München stürzte am Samstag gegen ein Uhr aus dem verkehrsreichsten Platz der Stadt beim Stachus die Oberleitung der Straßenbahn auf eine Länge von 50 Metern herab. Einige Personen erlitten Verletzungen.
Infolge der Hitze, die Sonntag nachmittag in Berlin herrschte und 44 Grad C. tm Schatten erreichte, erlitten mehrere Personen Hitzschläge.
Im Kasseler Vororte Ober-Zwehrn wurde eine Frau, während sie, am Fenster sitzend, in der Bibel las, von einem Blitzer schlagen.
Als sich der regierende Fürst zur Lippe mit seinem jüngsten Bruder, dem Prinzen Julius, im Automobil von Detmold nach Bad Meinberg begab, wurden in der Nähe des Dorfes Schönemark Steine nach dem Gefährt geworfen. Ter Fürst wurde nicht getroffen: Prinz Julius wurde am Kopf unerheblich verletzt. Es handelt sich um ein paar Bauernburschen, die, wie das bedauerlicherweise häufiger vorkommt, Automobilfeinde sind.
Auf der Strecke Zwifchenahn-Ocholt ereignete sich am Sonntag nachmittag ein Eisenbahnunfall. Amtlich wird darüber mitgeteilt: Heute nachmittag 5 Uhr wurden von dem Güterzuge Nr. 6326 bei Kilometer 19,3 die neun letzten Güterwagen durch einen Wirbelsturm aus dem Gleise gehoben, vier davon sind in den Bahngraben gestürzt. Menschen sind nicht verletzt.
Von drei Gymnasiasten, die am Samstag abend bei Konstanz im Bodensee badeten, geriet ei::er in Gefahr. Bei dem Rettungsversuch ertranken alle drei.
Als in einem Züricher Variete 8 deutsche 'Damen in Helmen militärische Hebungen vollführten, kam es durch Kundgebung französischer und elsässischer Studenten zu einem Skandal.
Aus der Kunstakademie in Krakau wurde ein alter Gobelin im Werte von 100 000 Mark, den Raub der Sabinerinnen darstellend, entwendet.
Nach einer Meldung aus Santiago auf Euba wurde dort ein jtarkes Erdbeben verspürt, das erheblichen Schaden anrichtete. Das Pflaster verschiedener Straßen wurde aujgerissen. Zwei Personenjpurben getötet.
In der ungarischen Ortschaft H l a d o v k a brach ein Brand aus, der 6 7 Häuservernichtete. ZweiFrauenkamen in den Flammen u m.
vüchertisch.
— Griebens Rcisefübrer. Band 22: Belgien und Band 84): Brüsseler Weltausstellung. Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Die Zahl der Deutschen, die in diesem Jabrc Belgien besuchen werden, wirb jedenfalls außerordentlicy groß fein. Ihnen allen kann der soeben in 12. Auslage er- lchienenc Griebensche Reiseführer von Belgien als zuverlässiger Raigcber empfohlen werden. Tas Buch ist in allen seinen Teilen einer genauen Prusuna unterzogen worden und alle seit Erscheinen der letzten Auslage (1908) eingetretenen Veränderungen sind aufs lenaueftc berücksichtigt worden. Besondere Sorgfalt wurde den lehr ausführlichen Angaben über Unterkunst sowie Verkehrsmittel zugewcndet. Ter Führer, mit reichhaltigem Kartenmaterial ausgestattet, ist in 40 einzelne Reisestrecken ungeteilt, von denen wir hier nur das Kapitel Brüssel l-ervorheben mochten, das in jeder Hinsicht erschöpsend behandelt ist. Für Besucher der Brüsseler Weltausstellung dürste als Beigabe zum Führer Belgien das im gleichen Verlag erschienene Bändchen „Die Weltausstellung in Brüt sei" empsohlen sein.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
** Selters-Viktoria-Sprudel. Tie General- Versammlung der Gesellschaft Selterssprudel Augusta Viktoria, G. m. b. H., zu Selters a. d. L. sand am Donnerstag, den 2. Juni, zu Löhnberg a. b. L., unter bet Leitung be5 geschästssührenden Vorsitzcnbcn, General Agent A. Fröhlich-Gießen, statt. Troy ber naßkalten Witterung ber Hauptverbrauchsmonate bes abgelatisenen Geschästsiahres war ber Versand an Mineralwasser um mehr als 100 000 Gefäße gestiegen, während ber oerminberte Bierkonsum den Kohlensäureoeriand stark beeinträchtigte. Nach reichlichen Abschreibungen von insgesamt über 22 000 Mark und Vergütung von ca. 12 000 Mark an die Bundesvereine für bezogenes Mineralwasser verblieb etn Rein- gewinn von 43 052 Mark. Man beschloß, eine Dividende von 6 Prozent an die Gesellschafter zu verteilen. Das Stammkapital wurde durch Beschluß um 60 000 Mark erhöht und von den anwesenden Gesellschaftern übernommen. Tie Umwandlung der G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft mit einer Million Kapital soll vorn Aufsichtsrate vorbereitet und ber nächstjährigen General- Versammlung zur Beschlußsassung vorgelegt werden. Tie ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Kommerzienrat Tischinger in Tarmstadt und Eafetier Starke in Frankfurt wurden wiedergewählt, so daß der Aussichtsrat heute aus Kommerzienrat Tischinger, Tarmstadt, Justizrat Grünewald, Gießen, Rentner Haust, Tarmstadt, Hotelier Hartmann, Oftenbach, Eafelier Starke, Frankfurt, Kaufmann Wiffler, Frankfurt und .Gcneral-Agent Fröhlich, Gießen, besteht.
„Tu Stadt an Brettern reich".
Tie badische Regierung zornentbrannt baut ums Heidelberger Schloß eine Bretlerivand, benn die Kammer vernachlässigt sträflich ihre Pflicht und bewilligt trotz der Drohung die Neubaumittel nicht.
Sie redet von Verständnis, von Kunst und Pietät
und weiß nicht, daß die Regierung das nur allem versteht. Raus da, raus da . . . raus aus dem Haus da, der Teufel brech euch den Hals — wir erneuern am Neckar zu Heidelberg die alte, prächtige Pfalz.
Das war der eherne Scheffel vom Heidelberger Schloß, er fluchte von seinem Postament, iveil ihn die Sach verdroß. Hei, Rodensteiner, hilf mir und komm mit Horn und Hund, Ww Hatzen und wir Hetzen nach Karlsruh noch zur Stund. „Alt-Heidelberg du leine, du Stadt an Brettern reich" — So hab ich nicht geschrieben ... das ist ein böser Streich. Raus da, raus da, raus aus dem Haus da, der Teufel brech end) den Hals, wenn ihr mit eurer Bretterwand verunziert meine Pfalz. Seppel.
Spielplan des Kutljaus^ljeaters Baö Nauheim.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Montag, 6. Juni: „Tie rote Robe." Mittwoch, 8. Juni: „Wenn ber junge Wein blüht." Freitag, 10. Juni: „Ter fibele Bauer:"
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Verlauf der Witterung feit gestern früh: Tie Ausläufer des südlichen Tiefdruckgebietes haben gestern verschiedentlich bet großer Hitze Gewitterentladimgen gebracht. Tabet hat das nördliche Hochdruckgebiet sich verstärkt, so daß lebhaftere, aiv» dem heißen Innern Rußlands wehende Ostwinde eingelreten sind. Tie Morgentempe^ raluren liegen bei 20 Gr., Berlin hat 24 Gr. Ter Einfluß des nördlichen Hochs bleibt bestehen.
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 7. Juni 1910: Große Hitze, strichweise Gewitter.
OrrginaL-Drahtnreldungen.
Nom, 6. Juni. Bet dein 9la t i o nalf eft wurden von dem König eine große Anzahl von Auszeichnungen verliehen an Personen und Körperschaften, die sich bei dem Erdbeben von Süditalicn verdient gemacht haben. Der deutsche Kaiser und die Kaiserin erhielten die goldene 9?i e b a 111 e, Freiherr von Hammerstein und mehrere deutsche Kriegsschiffe und u. a. das bayerische 9. Infanterie-Regiment die bronzene Medaille.
Paris, 6. Juni. In» Hafen von Cherbourg werden mit einem neuen Apparat soeben Versuche zur Rettung von gesunkenen Unterseebooten angestellt, die sich bis jetzt sehr gut bewährt haben.
Tanger, 6. Jitnt. Mulay Hafid erteilte dem vom diplomatischen Korps für den Schuldenausschuß festgesetzten Reglement feine Zustimmung. Der Ausschuß beginnt heut, seine Arbeiten.
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