Meteorologische Beobachtungen der Station GieheL
Oft.
Detter
1910
Höchste Temperatur am 3. bis 4.
7,1 ’C.
IMWeketM
macMä!*
4. Cftober — 4-
4. , = +
Kathreiners Malzkaffee. Seit 20 Zähren bewährt. = Aerztlich empfohlen. =
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schienen gelähmt, und er hatte schwere Verletzungen am Lech Während die Amzte zunächst seinen Zustand für hoffnungslos Gil, sahen, besserte er sich später. Thomas wurde nicht ernsrhoii verletzt. Eine halbe Stunde nach dem Zusammenstoß war e, wieder bei Bewußtsein und erklärte auf die Frage, ob er Kapüäs Tickson nicht gesehen habe, daß dies nicht der Fall gewesen wärr
kirchliche Nachrichten.
Evangelische weineinoe.
Mittwoch den 5. Cftober. abends 8 Uhr: Versammlung d-r Frauenvereins der Johannesgemeinde im Konfirmandensaal.
Frertag den 7. Cftober von 51/, bis 77, Uhr: Vereinigung bt1 fonfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde rm Kon firmandensaale.
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Ene schon sehr lainge schwebende Privatklage fache kam endlich zur Entscheidung. Im Januar vorigen Jahres stand am hiesigen Schöffengericht eine Privatklage der Ehefrau des Wächters R. R. in Trohe gegen einen hiesigen Kaufmann wegen Beleidigung. Der Kaufmann hatte der Frau den Vorwurf des Diebstahls gemacht, den sie bei einem damals hier wohnhaften Arzt ausgeführt.haben sollte. Er hatte auch in Erfahrung gebracht, daß die Frau des Ehebruchs verdächtigt wurde, weshalb er diesen Umstand seinem Verteidiger mitterlte, der ihn in der Verteidigungsrede verwerten sollte. Dieser machte in seiner Verteidigungsrede auch davon Gebrauch, was ihm schon damals eine Zurechtweisung durch den Vorsitzenden eintrug. Während der Beratung des Gerichts machte der Gegenanwalt dem Verteidiger Vorhalt, worauf dieser bemerkte: „Verklagen Sie mich, ich vernichte auf den Schutz des § l93." Tie Frau ließ gegen den Anwalt Privatklage wegen Beleidigung erheben, doch das Schöffengericht sprach den Anwalt wegen Wahrnehmung berechtigter Interessen frei. Tas von bet Strafkammer bestätigte Urteil wurde vom Oberlandesgericht, insoweit es bc- züglich der Aeußerung während der Beratung des Gerichts zur Freisprechung gelangte, aufgehoben und in bte Vorinstanz zurückverwiesen. Ter Anwalt bestritt, die Aeußerung während der Beratung wiederholt ifli haben, vielmehr habe sich der Ausdruck: „Verklagen Sie mich usw." auf die Aeußerungen in der Verteidigungsrede bezogen. Tas wollte der Gegenanwalt nicht gelten lassen und er benannte sich selbst als Zeugen dafür, daß die Aeu- ßerung während der Beratung ebenfalls gefallen, ist. Hierauf wurde die Sache zur Ladung von Gegenzeugen vertagt. In dem folgenden Termin bekundete der Vertreter der Klägerin als Zeuge unter Eid, die Aeußerung sei während der Beratung tatsächlich wiederholt worden: ein anderer Zeuge hielt dies jedoch für ausgeschlossen, weshalb zur weiteren Beweiserhebung nochmals Vertagung erfolgen mußte. Tie Zeugen blieben bei ihren sich widersprechQtden Aussagen und die weiter Hinzugeladenen waren nicht in der Lage, bestimmte Angaben zu machen. Da bei Einreichung der jetzigen Klage von einer Wiederholung der beleidigenden Aeußerung nichts gesagt ist, besteht die Möglichkeit, daß sich der damalige Vertreter der Klägerin geirrt hat: zum mindesten konnte das Gericht nicht zu Ungunsten des Angeklagten feststellen, daß er die Aeußerung wiederholt hat. Die Berufung der Klägerin mußte deshalb verworfen werden.
Luftschiffahrt.
Beerdigung des Oberleutants Haas.
Heute vormittag 10 Uhr wurde der verunglückte Oberleutnant Daas zu Grabe getragen. Die Stadtverwaltung hatte die Kosten der Bestattung übernommen und stellte überdies einen Platz auf dem Friedhof zur Verfügung. Generalleutnant Exzellenz Kuntze, Oberbürgermeister von Bruchhausen und die Beigeordneten der Stadt nahmen an dem Begräbnis teil. Zwei Regtmentskapellen spielten abwechselnd. Am Grabe hielt Drvi- ftonspfarrer Prcygode eine Ansprache. Eine große Anzahl von Kränzen wurden am Grabe niedergelegt.
Zusammen st oß in den Lüften.
Unter den schweren Unfällen, die in den letzten Tagen die Flieger m aller Welt betroffen haben, war der merkwürdigste der von uns bereits gemeldete Zusammenstoß zweier Flugmaschinen auf der Fahrt, der sich am Samstag bei der Mailänder F l u g w och e ereignete. Ein Zuschauer entwirft von dem aufregenden Ereignis folgende Schilderung: Es war halb vier Uhr nachmittags, wahrend die Menge der Zuschauer gespannt dem Wettbewerb im Tiftanzflug von fünf Fliegern, darunter dem Franzosen Thomas, folgten, als Kapitän Dickfon nad) einem letner Glettfluge sich wieder in die Lüfte erhob. Unmittelbar hinter ihm 'chwebte plötzlich Thomas heran, der auf seiner <lntomette-Ma,chine in derselben Richtung, aber höher und schneller log. Hugenichemlich konnte er den Engländer nicht sehen da die großen weißen Schwingen sein Gesichtsfeld einengten. Kapitän Xitflon mar etwa 10 Meter von ihm entfernt in einer Höhe von un? blc Zufchauer unten sahen, daß im nächsten Augen- cyf.e* Zusammenstoß erfolgen konnte, aber es war unmöglich.
auf bie drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Plötz^ lich ließ der Franzose seine Maschine tiefer gehen. So fiel sie aus den Zweidecker des Engländers, wie ein Riesenraubvogel der auf seine Beute ftößt. Mit einem gewaltigen Krach, der überall auf der tflugbabn gehört wurde, stießen die beiden Maschinen zusammen. Die Schraubenflügel des Eindeckers xex- rtlfen das Rahmenwerk des Zweideckers, und die beiden Maschinen Mrzten auf den Boden. 9lus dem Publikum ertönte ein .Schreckens- fchrel, und alles ftürzte über das Feld, zu dem Ort des Unglücks hin. Tie Antoinette hatte sich mit dem Vorderteil in den Grund gebohrt, wahrend das hintere Ende hoch in die Luft ragte. Die Frn:man-Maschlne war von dem zerbrochenen Flügel des Ein- deckers bedeckt Kapitän Dickson war unter dem Trümmerhaufen ru sehen, aber glücklicherweise war der Motor nicht auf ihn graUcn, unb na^bem man mit größter Sorgfalt die Teile der Flugmasctnne hmweggeraumt hatte, wurde der Veruirglückte hervorgezogen und zu dem Hospital gebracht, das im Aerodrom errichtet war- Er hatte schwere innere Verletzungen erlitten ißiö tose. vMg Levmöthss, daä LEn wgr geLrgchen, hje Beme
gefielen die vom festgebenden Verein unter Leitung seines Dirigenten Herrn Kasten vorgetragenen Chöre „Auf dem Posten", Volkslied, und „Im Walde". Als Ver
treter des Lahntalsängerbundes überbrachte dessen 1. Vorsitzender, Hauchtlehrer Storch aus Butzbach, die Glückwünsche des Bundes. Als Geschenke wurden überreicht von den Frauen und Jungfrauen des Vereins ein prachtvoller Fahnen schrank, Heiterkeit-Gießen ein Pokal, Maschinenbauer - Gesangverein ein Fahnennagel, Harmonie - Gießen ein Humpen, Bauerscher Gesangverein ein Pokal, Zitherklub eine Trschstandarte und Gesangverein Orpheus-Butzbach ein Fahnennagel. Ein flott gespieltes Theaterstück „'s Reserl vom Lindenhof" bildete den Schluß des 1. Teils, an den sich ein Ball anschloß. Der am Sonntag nachmittag unternommene Ausflug nach der Karlsruhe hatte ebenfalls eine zahlreiche Beteiligung aufzuweisen.
** Vom Urvogel zum Aeroplan ist das Thema, über das Herr August Kahl aus Hamburg, ein Schüler Professor Häckels, auf Veranlassung der Freidenker- Bereinigung am Tonnerstag abend in Steins Garten unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder sprechen wird.
** Paketeinsammlung durch die Po st. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post abzusendende Pakete auf Bestellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten: ,,Paket abzuholen bei (Name und Wohnung)" unfrankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briesttäger mit- Ntgeben und die Sendung wird bei der nächsten Paketbestellfahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absenders ab- geholt. Tas Verfahren ist einfach und bequem und besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Tienstbote nicht zur Verfügung steht.
8 Ulfa, 4. Okt. Eine dieser Tage hier ftatgefunbene Acker- oerftergerung brachte den Beweis, wie mit der besseren Verwertung aller landwirtschaftlichen Produkte auch die Objekte 'eine ganz bedeutende Preissteigerung erfahren haben. Bei der Versteigerung wurden Preise erhielt, wie man sie seither nie gewohnt war, und die nahezu doppelt so hoch waren wie vor etwa 15 bis 20 Jahren. Tabei Stehen außer dieser noch andere Güter- versteigernngen hier in ^cht, so daß also die hohen Preise nicht ettva mit seltener Kaufgelegenheit aufgeklätt werden könnten. Während der Besitz des glücklichen Versteigerers von Sachverständigen auf etwa 12 000 Mark abgeschätzt worden war, löste er mehr denn 20 000 Mark bei dem Verkaufe seiner Grundstücke.
0 Rebgeshain, 4. Okt. Unser neues S ch u l h a u s, das noch in diesem Herbst benutzt werden sollte, kann erst bis zum Frühjahr fertiggeftellt werden. Turch das schlechte Wetter haben ftch bte Arbeiten am Umbau des alten Schulhauses, wofür von der Gemeinde über 6000 Mark zur Verfügung gestellt wurden wefentlick verzögett. !
im Saale der Murhardsttzen StiVhmg 'Weinbergstraße 6) eine Wdttffrenz von Verwaltern öffentlicher Arbeitsnachweise im Re- • grerungsvezirk Kassel und Fürstentum Waldeck statt mit folgen
der Tagesordnung: 1 Die Durchführung des Wanderarbeits- ftättengesetzes im Regierungsbezirk Kassel. (Pfarrer Francke, Kassel.) 2. Die Tienttbotenvermittelung und das Herbergswesen tür Dienstboten. (Frl. H. Moye, Vorsitzende der städtischen Arbeitsvermittlungsstelle der Kasseler Frauenvereine, Kassel.) 3. Der ländliche Arbeitsnachweis und seine Bedeutung für die Landwirtschaft und das Gewerbe. (Stadtassistent Hartung, Witzenhaufen.) 4. Welche Rechte und welche Pflichten erwachsen dem öffentlichen Arbeitsnachweis aus dem am 1. Oktober in Kraft getretenen Stellenvermittlergesetz. (Dr. Schlotter, Geschäftsführer des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes, Frankfurt a. M.) 5. Fragen aus der Praxis. Nachmittags: Besichtigung der Kasseler Arbeitsnachweiseinrichtungen
** Der Gesangverein G emü tlichte it. Das 25.Stiftungsfest des Vereins, das inSteins Garten abgehalten wurde, war sehr gut besucht. Eröffnet wurde die Feier durch einen von Frl. Beimborn vorgettagenen Prolog und dem Gesang: „Hessenland, du teuerwertes Land". Hierauf begrüßte der 1. Vorsitzende, H. Ziegeler, die Erschienenen und «ch einen kurzen Rückblick auf den Werdegang des Vereins. Die drei dem Verein rwch aktiv angehörenden Gründer, Ehrenvorsitzender Joh. Röhmig, Ludwig Beimborn und Georg Beimborn wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die von den Vereinen Heiterkeit und Maschinenbauer-Ge- sangverein-Gießen, Heiterkert-Annerod und Gemütlichkeit vorgettagenen Chöre ernteten lebhaften Beifall. Besonders
Bergeheo gegen ba8 Personenstaudsgesetz
ist einem StandeHbeamten zur Last gelegt. Ter Angeklaate hat die Trauung einer geschiedenen Ehefrau vollzogen und habet verwarnt, sich das nach § 1314 des Bürgerlichen Gesetzbuchs erforderliche Zeugnis des Vormundschaftsgerichts vorlegen zu lassen, datz in Bezug auf das Vermögen her muthenäbrtgen Kinder der Braut aus erster Ehe hte tm § 1669 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bezeichneten Verpflichtungen erfüllt srnd, bezw. daß solche Verptlichtungen nicht zu erfüllen sind. Ta der fragliche Paragraph für einen Laien schwer verständlich ist, und Fälle vorliegender Att auf dem Lande nur sehr selten Vorkommen, ließ das Gericht den Angeklagten mit der Mrndeststrase von 3 Mark durchkommen.
Wegen Beleidigung und Bedrohung
des Feldschützen _tron Ober-Breidenbach wurde der Schuhmacher- meister I. W. Sch. von Kestrich durch das Schöffengericht zu 14 Tagen Gefängnis und 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Berufung des Angeklagten, der ein dem Trunk ergebener Mensch ist und kürzlich erst wegen Mißhandlung seiner Frau bestraft worden ist, wurde zurückgewiesen.
Erlaß des Haftbefehls bezw. Vorfuhrnngsbefehl
wurde gegen den Tienstknccht I. B. aus Gießen und den Taglöhner P. E. aus Grünberg beichlossen. Beide sind wegen Diebstahls angeklagt, aber zum Termin nicht erschienen.
Wahrung berechtigter Zuteresien.
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. o Helpershain, 4. Okt. Unsere im vorgigen Jahr evangelische Kirche ist mit einem Kostenaufwand von 35000 Mark erbaut worden. Bis auf 23000 Mark ist die Schuld bereits abgetragen. Um nun unsere opferwillige Gemeinde zu unterstützen, ist von der Landeskirche eine Kollekte für den Kirchbau angeordnet worden. Tie alte Kapelle sollte ursprünglich zu emem Vogelsberger Heimatmuseum eingerichtet werden- ^ch war sie dazu wegen Saufälligfeit nicht geeignet. Tie ehemalige Kirche ist deshalb für einen geringen Preis an einen Landwirt verkamt worden, der sie jetzt als Scheune benutzt.
£ Engelrod, 4. Okt. Unsere Gemarkung ist die einzige rm hohen Vogelsberg, in der noch Flachs gezogen wird aber auch nur noch in «ganz geringen Mengen. Wie in den benachbarten Orten, macht er auch hier dem Anbau von Winter- rvggen Platz Dieses Jahr waren nur noch wenige M orgen mit Machsoeftellt.
I-. Friedberg, 4. Okt. An Stelle des als Kreis- schulmspektor nach Gießen versetzten Dr. Alles wurde Lehr- amtSassessor Philipps, seither in Wimpfen verwendet, mit der Versehung einer Stelle am hiesigen Lehrerseminar beauftragt. Bei dieser Gelegenheit sei darauf aufmerksam gemacht, daß zurzeit über 200 LehramtSreserendare und Assessoren, die schon über 4 Jahre ihre Universitätsstudien beendet haben, noch keine dauernde dienstliche Verwendung erhalten haben. Besonders sind Altphilologen, Mathematiker und Naturwissenschaftler im Großherzogtum zur Genüge vertreten. — Es hat sich eine Zwangsinnung für das Zimmerergewerbe Kresse Friedberg gebildet.
! Mainz, 4. Okt. Gestern beging ein Arbeiter durch Trinken von Lysol Selbstmord. Man brachte ihn in das Rochus- wo er nach einigen Stunden verstarb. — Ter Mainzer Skr-Klub beabsichtigt bei genügender Beteiligung vom 26. Dezember hg 2. Januar einen Ski-Kurs auf der Langer Heide bei Chur abjnbalten. — Der Dragoner Kramer, der vor einiger Zeit Selbstmord beging, hatte sich der Gehorsamsverweigerung, Mtungsverletzung und schwerer Insubordination schuldig gemacht Brellercht tragt ein Brief seines alten Vaters die Schuld an der Tal. Er legte sich ms Bett und den Karabiner neben fidy den er mit emem Stück Holz zur Entladung brachte.____________
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 4. Okt.
Wegen unerlaubter Rückkehr wmck^ der.Taglöhner T K. aus Proschowitz in Schlesien vom -Schöffengericht L r ch zu 14 Tagen Haft verurteilt. Ter Angeklagte war durch das Kreisamt Heppenheim auf ein Jahr aus Hessen auSgennefen worden, da er ein hartnäckiger Bettler und Land- Itteuher ist, der etwa 50 Strafen aufzuweisen hat. Er wurde auf oben gesetzt, doch nach einigen Tagen tauchte er in auf' 100 chn ein Gendarm festnahm. Am Schösfen- genchi suchte er sich bannt zu entschuldigen, er habe nicht gewußt, er )rch m Hessen befinde und bet der Strafkammer, die sich mit der Sache zu befassen hatte, mackste na$ Kassel wenden müssen, weshalb seine besten führte: wie er nach Nieder-Bessingen geraten LÄ Ti- Stratlannner bertoarf fetne
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§ Marburg, 4. Okt. Vor der hiesigen Strafkammer batten sich heute drei junge Burschen aus Holzhausen im Kreise Ztegenhatn zu verantwotten, weil sie am Ostersonnabend in Salms- baufen mittels weggenommenen Leitern versucht hatten, bei jungen Schwälmerinnen einzusteigen. Die Beklagten gaben an, daß sie nach alter Schwälmer Sitte sich bei den Mädchen nur die Eier hätten holen wollen, irgend ein Unfug fei damit nicht verbunden, ^as Gericht kam, wie die Vorinstanz in Ziegenhain, zu einem fretibrecbenben Erkenntnis, weil es sich hier um einen alten Schwälmer Oster brauch handle.
Die Cholera.
Rom, 4. Okt. In den letzten 24 Stunden wurden in
der Stadt Nenpel zehn Erkrankungen und drei Todesfälle an Cholera.festgestellt, in den neapolitanischen Pro- vinz^i ^17^fErkrankungen und sechs Todesfälle, in Apulien
Marseille, 4. Okt. Drei Reisende, die vor kurzem an Bord des Dampfers „Bosphore" hier eingetroffen sind, erkrankten unter verdächtigen Erscheinungen. Alle Vorsichtsmaßregeln werden in strengster Weise durchgefuhrt, um dre Ansteckungsgefahr zu beseittgen.
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