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5.2.1910 Erstes Blatt
 
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Start Karten.

Hanau

6. Februar 1910.

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Antritt freu

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Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei, Altona-Bahranfeld

Giessen

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Um kicher zu sein, auch wirklichSalvator und nicht etwa eine der vielfachen Imitationen derselben zu erhalten, wolle man auch auf die nachstehend abge­bildete, auf jedem Sebindr und jeder Nasche ange­brachte Schutzmarke achten, die wie die Bezeidjnung Salvator" selbst uns patentamtlich geschützt ist.

^diengcsdlschajt Paulanerbräu Salvatorbrauerei manchen.

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fantmen am Schiffcnberger Weg eilt Drahtseil von 41_> Zentner auf dem Wagen des K. nach Hause gefahren, wovon letzteren Kenntnis hatte. K., der alles angekauft hat, will von dem unredlichen Erwerb der Gegenstände keine Kenntnis gehabt haben; doch sprachen alle Umstände für feine Schuld, wozu noch die Belastung durch einen der Mitangeklagten kant. Sämtliche An­geklagten, die alle vorbestraft sind, wurden für schuldig be­funden. M. wurde zu 6 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt; Sch., der rückfällig ist, bekam, unter Freisprechung in einem Fall, 1 Jahr Gefängnis, worauf 1 Monat und 1 Woche Untersuchungshaft anzv.r'echnen sind; W. wurde, unter Ein­beziehung einer Strafe von 2 Wochen, die er in Wetzlar er­halten hat, zu 6 Monaten und 1 Woche Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von 1 Monat und 1 Woche Untersuchungs­haft. SL erhielt wegen gewerbsmäßiger Hehlerei die Mindest­strafe von 1 Jahr Zuchthaus, auch wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt und seine Verhaftung verfugt.

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X Gießen, 4. Febr. Nächtlichen Besuch

, ..mcn Ende November v. I. eilt Landwirt und ein .Handels- P init ;u Pohl-Göns. Dem Landwirt wurden aus dem Iller ääse und Aepfel, eine Bürste, .Hofen und Pantoffeln ent- irenbet In der folgenden Nacht stahl der Täter dem Handels- nann etwa 30 Hasenfelle von dem Slallbodcn: dieser verschloß nc Ihre, gewahrte aber an dem darauffolgenden Morgen, das; .hm in der Nacht fünf Schaffelle gestohlen worden waren. Bon in Tater haft man leine Spur, doch wurde sestgestellr, daß ,,c Die" Felle in einer Gerberei zu Bsttzbach perkauft hat. Auf türunb der vom Käufer abgegebenen Beschreibung des Taters, der angegeben hatte, er kaufe die Felle in den Ortschaften am, ; verhaftete die Gendarmerie zehn Tage später am Bahnhof Butz- dach den Gärtner F. I. F. aus Erbenhausen in Sachsen-Weimar. Da seine Kleider mit Spinngeweben, Heu und Lehmstaub be- chmutzt waren, brachte man ihn mit einem bei einem handels- f mann in Der nämlichen Nacht versuchten Einbruch in Verbindung,

i bem ein Lehmgefach auf dem Speicher eingeschlagen worden wor F. gab zu, die Felis verlauft zu haben, ihren Diebstahl beitritt er aber und behauptete, die Felle habe er für einen Mann, ivijen Namen er nicht nennen will, verkauft; daß die Felle ge- 'löhlen waren, will er nicht wissen. Daß es sich hier um eilte 'usrebc handelte, ging daraus hervor, des; er den Gendarmen | auf dem Transport erklärt hatte, mit einem Geständnis habe es noch Zeit. Den Besitz einer weißen Weste, die der ^Handels­mann feit dem Diebstahl vermißte, erklärte er damit, daß ihm dn Unbekannte feine Sachen gepackt habe und dabei die Weste ' :u seinen Sachen gekommen sein mutz. Unter Berücksichtigung heö Vorlebens des Angeklagten, der schon mehrere Zuchthaus- :tafen erlitten 'hat. wurden für die einzelnen Straftaten Zucht­hausstrafen in Gesamthvhe von 61/2 Jahren erkannt, die auf f^Zahre G Monate reduziert wurden. Zugleich wurden ihm |k bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre abgesprochen und die Zvlässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen.

Diebstahl und Hehlerei

ift den hier wohnhaften Arbeitern I. M. aus Ober-Ohmen, cq. aus Wieseck, W. W. aus Aßlar und dem Althändler W. K. aus Mudersbach zur Last gelegt. M. 11 geständig, Ende No- rmiber v. I. aus dem Magazin des Unternehmers der. Straßen- hl)it hier einige Pfund Liupserdraht entwendet zu haben. Am Dezember hat er mit Sch. unb W. an der nämlichen Stelle äiipserstücke int Werte von 25 Mark geholt, indem er in das mt] di (offene Haus eingestiegen ist und das Kupfer den andern I hikousgereicht Hai. Ferner hat W. einem Fuhrunternehmer an 1$ Lahn einen kupfernen Kessel entwendet und mit Sch. zu-

Dcwniicbtcs.

* Streikende Studenten in Tübingen. Von einem Zwist zwischen Professoreit und Studentenschaft an der Universität Tübingen wird Der Fr. Ztg. berichtet: Gestern waren die Kliniker zahlreich in der ch i r u r g i s ch e n K l t n t k des Pror. v. Bruns erschienen. Als die Zöglinge der ärztlichen Miss ton (Nichtmediziner^ eintraten, um an der Klinik teilzunehmen, ver­ließen sämtliche Kliniker den Hörsaal Ls auf den Vorsitzenden der Klinikervereinigung, der Prof. v. Bruns mitt eilte, sie wurden die Klinik nicht besuchen, so lange die M t s s 10 n s z 0 g l 1 n g e , die ja doch nur Kurpfuscher werden würden, daran teilnähmen. Die Kliniker wandten sich and) an den Vorstand Der ärztlichen Mission, der es aber ablehnte, mit ihnen zu verhandeln und sie an Pwf. Bruns pe-civies. Tie Kliniker sind deshalb, auch gestern Jweitag von Der Klinik weggeblieben. Ter Zwischenfall zwischen den Klinikern und den M is s io ns g l ing e n in der Tübinger chirurgischen Klinik hat dadurch seine Erledigung gesunden, daß. die Missionszöglinge den klinischen Unterricht für sich allein, getrennt von den Klinikern, erhalten.

* O diese Kinder! Tante:Nicht euren einzigen Kuß willst du mir, Deiner Tante, geben? Und dein Schwesterchen hat mich dreimal geküßt!"Die .Grete? Ach, Der graust eben vor gar nichts!"

Kleine Taaeschusttik.

In einer WebwarenfabriL in Jassy (Rumänien) ent­stand ein Feuer, das zahlreiche S^änfer vernichtete. 96 Häuser wurden zerstört, 22 Personen und viele Feuer­wehrleute erlitten gefährliche Brandwunden.______________

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Sonntag den 6. Februar, nachmittags von 5 Uhr an:

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Tic Leitung ist dem närrischen Polizei-Rat aus Schottland übertragen. 0U79 Tas närrische Ministerium.

Telegramm!

IZM" Fastnacht-Dienstag Mr MM m der TumijaJSe-

Bier int Glas, ob 15 Bier im Glas.

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Amtlicher Wetterberlcht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Allgemeine Wetterlage seit Zreitap früh: Tie flache Rinne niederen Druckes, die gestern über Alttteldeiltschland lag. ist ost- ivärts gezogen und hat gestern nachmittag Tauwetter und Trübung, am Abend strichweise etwas Schnee and Regen gebracht. Am trüben Morgen hat sich wieder leichter StrahlnngSsro'i eingestelll. Ta im Nordwesten jetzt starke Tie'druckgebiete anziehen, werden sich über Dlitteldeutschland milde Südweüwinde ansbreiten.

WctterauSstchten in Hessen am Sonntag den 6. Februar 1910: Auffrischende südwestliche Winde, viel milder und Tauwetter, geringe Niederschläge, später Regen.

Schneeberichte: ÖoherodSkopf 100 cm, Frost, ^chibahn sehr gut. Feldberg 1 Grad, 80 cm, Schnee vereist mit Neu­schnee. Sochwaldbausen, Vogelsberg1 Grad, Schi bahn sehr gut. Vogelsberg, Rhön, Westerwald, Taunus mir in höheren Lagen Schibalm sehr gut, in tieferen hart vereist. Feldberg Schwarz­wald über 1 m, sehr gute Schibahn.

Orrginai-Drah-melduirgen.

Paris, 5. Febr. Die Witwe eines russischen Revolutionärs Efsron und ihr 14jähriger Sohn wurden erhängt aufgesundrn Es handelt sich um einen Doppelselbstmord, dessen Ursache nos> unbekannt ist. Frau Efsron ist die Tochter eines früheren Gou­verneurs von Moskau und eine ^Nichte des früheren Ministers Durnow. Sie ist schon lange Jahre in Der revolutionären -dc- wegung tätig.

N iedeiiage Wahieiileüs, gegenuuer uer h-ngclapotbeke.

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OefiestLfreisiiiiiigeVersammliiiigen

Samstag den 5. Februar, 71/» Uhr abends, in Berstadt.

Sonntag de« 6. Februar, 3% Uhr «akhmittags, in Inheiden im Saale des Herrn Junker.

Sonntag den 6. Februar, 8 Uhr abends, in Billiugeu

im Saale des Herrn Strack.

Redner : Herr Parteisekretär Nuschke aus Kassel.

Freie Aussorache.______________v________________Freie Aussprache.

Freisinniger Verein Giessen.

Sonntag den 6. Februar 1010, nachmittags 3 Uhr, in Stciu's Saalban

Oeffsntliche Versammlung

Redner: 1. Herr Professor D. Itade aus Marburg:

Liberalismus und Staatsbürgcrtum.

2. Herr Laudtagsabg. Justizrat Keh aus Alsfeld:

Die hessische Wahlrechtsvorlage.

Freie Diökufnott.v^,Der Vorstand.

Montag den 7. Februar, abends S1^ Uhr

tu der neuen Uniocrsitäts-Aula v-/-

5. öffentlicher Vortrag

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