erwarten, wir ihr sofortiges Hcuidelu, um diesen unerhörten Falt wieder gutzumachen.
*
Die Zukunft der natioualliberalen Partei.
Bei der heutigen politischen Lage haben die Erörterungen innerhalb der natioualliberalen Partei, wie sich deren Zukunft zu gestalten habe, großes Interesse. Wir geben daher auch die folgenden neuen Betrachtungen der „Nationallib. Korresp." wieder:
Die „Kölnische Zeitung ^brachte jüngft eine Zuschrift von parlamentarischer Seite, die gegenüber dem Gerede vom Linksabmarsch der Nationalliberalen mit großer Entschiedenheit die Fortführung der alten selbständigen Politik der nationalliberalen Partei betonte. Der Artikel, der, wie uns schien, objektiv und zugleich freimütig Fehler der Politik der Rechten wie der Hinken aus den Zeiten der Finanzrcsorm bloßlegte und der in einer Mahnung zur Besonnenheit tu der Beurteilung der jetzigen Lage gipfelte, ist auch von uns hier geivürdigt worden. Er ist nun in der Presse, ine sich lebhaft mit ihm beschäftigt hat, an mancher Stelle dahin aufger'aßt worden, als ob er eine Auffassung maßgebender Persönlichkeiten in der Partei darstelle, die sich bewußt gegen die Tendenz der bekannten Kölner Rede des Abgeordneten Dassermann hätten wenden wollen. Das ist leines- wegs der Fall. Wir sind ebenso wenig in früheren Zeiten, wo das politische Schicksal uns io oft an die Seite der Konservativen führte, zu einem Bestandteil der Rechten geworden. Wenn es Herrn Bassermann fern gelegen hat, anberen liberalen Gruppen gegenüber die Bewegungsfreiheit der eigenen Partei einzuschränken, dann ist der andere hier und da gegen ihn erhobene Vorwurf, er habe in Köln einer künftigen Großblock-- politik im Reiche vorgearbeitet, nur bei solchen Leuten der- ständlich, die Bassermanns politische Grundanschauungen nicht kennen und seine Kölner Rede überhaupt nicht gelesen haben. Bassermann hat in Köln, wie wenige Tage vorher im Reichstage, betont, daß er stets ein Gegner der badischen Großblockpolitck gewesen sei und hat für den berühmten Block von Bassermann bis Bebel nur Worte des Spottes gehabt. Diesem Manne Großblockneigungen anzudickten, dazu gehört schon ein großes Maß politischer Kurzsichtigkeit. Wie Bassermann selbst in Köllig sagte, werden wir bei den nächsten Wahlen überall auf die Sozialdemokratie als Gegner stoßen, und wir werden den Kampf mit ihr bis zum letzten Ende fechten, in der Ueberzeugung, daß ein Aufgeben der Kampfesstellung gegen diese Partei des politischen und wirtschaftlichen Umsturzes und der kulturelle Rückständigkeit ein Aufgeben der eigenen Partei und ihrer Traditionen bedeuten wurde. In der Beurteilung dieser und aller anderen Wesenssragen der nationalliberalen Partei besteht zwischen jenem Artikel und der Kölner Rede Bassermanns kein Widerspruch. Wie man denn überhaupt eirdlich aufhören könnte, non zwiespältigen Auffassungcm über die Hauptziele unserer Politik innerhalb der nationalliberalen Partei zu fabeln. Im vorigen Sommer ward eine Einigkeit wie ir ? zuvor erzielt: sie ist genau io auch heute vorhanden. In beirin Fällen aber — darüber ist mau sich alleiüchalben in der Part i klar — war und ist sie das Verdienst der bewährten Führung Bassermanns. _____
Aus StaSt und Land.
Gießen 7. Januar 1910.
•• Tageskalender iür Freitag, 7. Jan. Stadt» theater: „Moraltz Anfang 8 Uhr.
Vortrag des Herrn Professor Dr. Mittermaier in der Aula: „Strafrechtspflege". Anfang 8H',. Uhr.
•* Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Am Dienstag, 11. Januar, findet die Generalversammlung der beiden Abteilungen der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde im großen Hörsaale des physikalischen Institutes statt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles wird Prof. Dr. Sommer einen Vortrag über Schiller als Mediziner halten.
** Mona. 1 sv e.rsammlung im -Ortsgewerbe- v er ein. Man schreibt uns: Baumeister Traber eröffnete in Abwesenheit des Kommerzienrats Hcyligcnstädt die Versammlung, die sehr zahlreich aus allen Kreisen des .Handwerks besucht war. Er legte die Beschlüsse der vorberatenden Kömmission über Gründung einer Handwerker zentrale im Orts- getocrbeüerein dar, die allgemein freudige Zustimmung fanden. Hierauf hielt Weißbindermeister Petri III. euren sehr interessanten Vortrag über die Lage des Handwerks. Ausgehend vom Zunftwesen, erwähnte er die Leistungen vergangener Zeiten, wies nach, wie durch die Gewtzrbefreiheit das Handwerk zu Grunde gerichtet worden ist, schilderte die Entwickelung des Arbeiterstandes und forderte schließlich auf zum Zusammenschluß aller Handwerksmeister auf neutralem Boden im Ortsgewerbeverein: um die Standesehre zu heben, Schäden zu .besprechen und abzustellen, Kollegialität zu pflegen und in Bezug auf Kalkulation und Submissionswesen aufklärend zu wirken. Alle Handwerksmeister drückten, teils im Auftrage der bestehenden Vereinigungen, teils persönlich ihre Sprnpathic für die Anregung aus: alle stimmten darin überein, daß hier dem Handwerk in seiner bedrängten Lage ein Ansporn und eine Gelegenheit zur tatkräftigen Organisation gegeben ''ei. Die sich anschließende Tis- küssion zeitigte noch viel Interessantes über Tarifwesen, Vergebung von Arbeiten in anderen. Städten, Schmutz ko nkurrenz, Stellung des Hansabundes zuin Handwerk nsw. Auf Antrag des otabto. Winn wurde zum Schluß folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Tie heute int Gewerbehaus versanunelten Handwerksmeister beschließen, den Handn>erkerausschuß im Orts- gcwerbeverein zu gründen." Einer Kommission von 14 Mitgliedern der verschiedensten Gewerbe wurde die Angelegenheit weiter in die Hand gegeben. Stadtv. Petri dankte für die lebhafte Aussprache und schloß die Versammlung mit dem Wunsche und der Aufforderung, fest zusammettzustehen und aste Schmerzen fallen zu lassen, um für die Gegenwart und Znknnst Ersprießliches zum Wohle des Handwerkerstandes zu schaffen.
** Der e ü a n g. Arbeiterverein, veranstaltet am Sonntag im Vereinslokal einen Vortragsabend, bei welcher Gelegenheit Prof. Koob einen Vortrag über daS Thema: „Der gestirnte Himmel" unter Vorführung von Lichtbildern halten wird. Außer Mitgliedern und deren Angehörigen haben auch Gäste Zutritt.
** Di e Zimmcrluftim Winter. Von den meisten Menschen wird viel zu viel Wert bar auf gelegt, die Zimmerluft im Winter auf eine für das Wohlbefinden angenehme Temperatur $u bringen, ju wertig wird über darauf Bedacht genommen, daß die'Luft and) zugleich rein und gesund sei. In jehern Falle ist es aber gesünder, im Winter in reiner, wenn auch etwas kühlerer Luft, als in einem überhitzten und mit schlechten Gasen gefüllten Raum zu leben. Gelegenheit zur Luftverunreinigung ist aber in oen Wohnräumen im Winter in viel reicherem Maße vorhanden, als in den anderen Jahreszeiten. Dies rührt daher, weil der Mensch, die Hauptquetle der Luftverunreinigung, sich vorwiegend in den geschlosseneu Wohltraumen aufhält. Dazu kommt die Luftverunreinigung durch Heizung und Beleuchtung. Alle Beleuchtungsquellen verunreinigen die Luft, .me^r oder minder, mit Ausnahme des elettrischeri Glühlichtes. Auch manche häuslichen Verrichtungen werden im Win tos in den Wohnräumen vorgenonunen, rvie Waschen, Kochen usw., was auch nicht gerade dazu dient, die Luft zu verbessern, eine Sparsamkeit, die daher als falsch zu betrachten ist. Solange unsere Wohnungen rticht mit künstlichen Lüftungsvorrichtun- gen versehen sind, ist es notwendig, auch im Winter durch öfteres, wenn aud) bei starker Kälte nur kurzes Deffiten von Fenstern und Türen für frische Luft zu sorgen. Ui, die
Luft zu trocken, so stelle man Wajsergefäße in die Nahe der Heizkörper auf. Beim Eintritt in ein heißes Zimmer vermeide man, sich schnell der schützenden Kleider zu entledigen, da dadurch der yuirvtt der warmen.Lust zum erkalteten Körper zu rasch geschehen würde.
91 u § b e r Schwalm, 6. Jan. Eine große WeihnachtS- sreude ist Sen armen Dorfkindern deS bekannten Schwälmer Dorfes Willingshausen, in dem sich seit langen Jahren eine förmliche Künstlerkolonie befindet, dieses Mal zuteil geworden. Prof. Dr. Ludwig Knaus in Berlin hat nämlich in Erinnerung an seine wiederholten Studienreisen in der Schwalm und seinen mehrfachen 9lufenthalt in Willingshausen den dortigen armen Dorfkindern eine Weihnachtsgabe von 500 Mark gespendet.
*• Für Ober-Mockstadt, bezw. die durch deu Zusammenbruch des Spar- und Vorschußvereins entstandene 'Notlage unter den Mitgliedern der Kasse, sind weiter bei unserer Geschäftsstelle eingeganqen: S. 1 Mk., M. D. 5 Mk., A. H. 2 Mk., Spar- und Leihkasse Großen-Buseck 14 Mt. Wir haben diese Gaben zusammen mit den bereits früher quittierten 56 Mk., insgesamt also 78 Mk., an den Hilfsausschuß für Ober-Mockstadt abgefanbt.
X. Hanau, 6. Ian. In der Wohnung des Hilfs- weichenstellers Ktlb ereignete sich heute in der Morgenstunde ein folgenschwerer Zimmerbrand. Als noch alles im tiefen Schlafe lag, siel in der Schlafstube die auf dem Nachttisch stehende brennende Lampe um und erplo- d i c r t c. Hierdurch geriet das Bett der Eheleute in Brand, die bei den Löschversuchen schwere Brandwunden erlitten. Namentlich ist die Frau, eine Wöchnerin, schwer verletzt. Auch das nebenan stehende Kinderbett geriet in Brand, wobei das in ihm liegende 4 Wochen alte Töchterchen verbrannte.
sc. Wiesbaden, 6. Jan. Tic hiesige Staatsanwaltschaft hat eingehende Ermittelungen wegen eines auf der Streng- Hütte in der Fatkensteiner Gemarkung gefundenen Rasiermessers an st eilen lassen, die ergaben, daß ein Selbstmord- versuch schon wegen der Menge des gefundenen Blutes, das aus mindestens zwei Liter von Sachverständigen geschätzt wird, völlig ausgeschlossen ist. Der mit dem Funde in Verbindung geknackte Selbstmordversuch eines Ingenieurs am 23. Dezember tn dortiger Gegend scheidet schon deshalb aus, weil die am ersten Weihnachtsfeiertage gefunbenc Blutlache aus der Strenghütte noch irarin war, die Tat also kurz zuvor begangen worden sein muß. Die Polizeihunde haben in der Nähe des Tatortes aus.einem Steinhaufen ein Papier mit Blutspuren zutage gefördert an dem fick der event. Täter die Hände abgewischt hat. Auf d.i i Rosier mefserfutteral ist ein mit Meisti ft geschriebener Name sestgestellt werden. Auf einen Kampf zwischen Erwachsenen deuten die Spuren auch nicht hin. Tcnrt der, der eine solche Mutmeuge, wie die gefundene, verloren hat, wäre nicht mehr imstande geiveseu, sich von der Strenghütte wegzubewegen. Tie Ermittelungen wcr- den fortgesetzt.
Handel.
** Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des Zi- garrenarbeiterS Peter Metz IV., zuletzt irobnlfaft gewesen in Lorsch und daselbst verstorben am 5. Oktober 1909, wurde trat 24. Dez. das Konkursverfahren eröffnet, da die.Konkurseröfsuung von dem Miterben Werkmeister Philipp Metz in Lorsch beantragt, die Heberschüldimg des Nachlasses glaubhaft gemacht rvvrdcn ist, und die gesetzlichen Erben, die, soweit tunlich, gehört worden sind, die Heberschuldung zugegeben haben, mithin die Voraussetzungen des § 217 Kontursordnung gegeben sind. Der Rechner der Volks- banl Lorsch, Lerch in Lorsch, wurde gitml Konkursverwalter er- iiarmt >tvnkursfiorderungelr sind bis zum 4. Febr. bei dem Anrtsgerickt Lorsch mizmneldeii. — lieber bad' Vermögen des Gärtners August Gabriel zu O p p e n h c i nt wurde am 28. Dez. das Äon kur so erfahren erönnet, da er wegen Zahlungsunfähigkeit seine Zahlungen eingestellt und KtonlürSerö ff klung beantragt hat. Rechtsanwalt Adolf Hubert zu Oppeicheirn mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs färbe rangen sind bis zum 15. Jan. bei dem Amtsgericht Oppenheim anzumelden. — lieber den Nachlaß des Schmieds Johann Tobias Schenk von Stamm heim wurde am 29. Dez. das Zbonkursverfahren eröffnet. Sparkassenrechner Jakob Wagner, Altenstadt, wurde zum Konkursverwalter ernannt KlonkurssordLnmgen sind bis zum 20. Jan. bei dem Amtsgericht Wenstadt anzumelden. — lieber das Vermögen des Maurers und Landwirts Ernst Zinn I. von Reuters wurde am 3. Jan. das Kontnrsversahren eröffnet, da der Ge- utemsckuldner zahlungsunfähig ist. Sparkassearred>ner Rendant Wähl in Lauter back wurde zum Kvirkursverwalter ernannt Kow ,kurssorderungen sind bis zum 26. Jan. bei dem Amtsgericht Lauterbach anzumelden.
Märkte.
Gießen, 6. Jan. Viehmarkt. Bei dem am 4. und 5. Januar abgehaltenen Markte waren aufgetrieben 1201 Stück Rindvieh, 175 Schweine. — Der nächste Markt sindel am 18. und 19. Januar statt.
fc. Wiesbaden, 6. Jan. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 8 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: Heu 10.00 bi§ 12.00 Mk., Stroh (Richtstroh) 6.60—7.00 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 16.60—17.60 Mk. Alles für 100 Kilo.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
fc. Frankfurt tu M. Viet; ha\-M a r E t b e v t d) t vom 6. Jan. Austrieb: Ochsen 20, Bnllen 00, Kühe 152, Rinder 00, Kälber 859 Sckase 288, Schweine 761, Ziegen 4.
Tendenz: Rinder lebhaft, Kälber lebhast, Schase lebhaft, Schweine lebhaft. Markt geräumt.
Preis Durch- prolOOPfd. schnittspreis Lebend- Schlacht- yr0 100 Psi). , , gewicht Lebend-Schlacht-
Ochs SN. v0N-bis von-vls gcwichl
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten
Schlacktwertes, höchstens 6 ^ahre alt 43—46 77—85 00 00
Junge fleischige, nicht ausgemästete und
ältere ausgemästete...... 38—42 74—77 00 00
Mäßig genährte junge und gut ge
nährte ältere ........ 35—37 69—73 00 00
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schlacktwertes 40—41 67—69 00 00
vollflelschigc, jüngere 37—39 62—65 00 00
" Färsen, Kü h e.
Vollfleischige ausgemästeteFärsen höchst.
Schlachlwertes . . 85—41 68—77 00 00
Vollflelschige ausgemästete Kühe höchst.
Schlacktwertes bis zu 7 Jahren . . Aeltere ausgemästete Kühe und^venig qlltentwickelle jüngere KüherlubFärsen Mäßig genährte Kühe und Färsen. . (Gering genährte Kühe unb Färsen. .
Kälber.
Feiiiste Mast- (Bollnillchinast) unb beste Saugkälber
Mittlere Blast- unb gute Saugkälber . (Geringere Saugkälber Achate.
Mastlämmer unb jüngere Masthammel Aeltere Blasthammel und gut genährte Schale Schweine.
Bollfleischige Schweine über 27, Zentner
Lebendgewicht 58.50-60.50 75—76 00 00
Jettschweine über 3 Ztnr. Lebeudgew. 59.00-60.50 74—77 00 00
Fleischige Schweine . . . 58.00-60.00 74—76 00 00
34—40 65—70 00 00
26—33 52—64 00 00
21—25 41—49 00 00
16—20 34-40 00 00
54—58 90—96 00 00
54 -55 85 - 93 00 00
46—49 77—33 00 00
31-00 70-72 00 00
25-27 62-66 00 00
Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise
am 3. Januar 1910.____________
Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k (u r t a. Dl.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kalber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 43—46 Blk.
7, Kg. Schlachtgew. 60 -54 Pf.
7, , . 58-607, „
7, Kg. 76-84 Pfg.
7, , 72—76 , 7, , 80 -96 „
Getreideprcise in M a n n h e i m
Brolpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. 23.00 - 00.00 Bit.
Roggen 100 Kg. 17.00-00.00 Mk.
Weißbrol 2 Kg. 62 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pig.
Briefkasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
Rach Großen-Buseck. lieber eine Veranstaliung, die am 1. Januar statliand, können mir am 7. Januar nicht mehr berichten.
Spieiplon öes Neuen Eietzener Stadttheaters.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Freitag den 7. Jan., abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen- (Gutscheine haben Gültigkeit): Literarischer Abend: „Moral." Komödie in 3 Akten von Ludwig Thoma. Ende 10l/4 Uhr. Sonntag den 9. Jan., nachmittags 3V.. Uhr, bei kleinen Preisen: .Der ribelc Bauer/ Ende 674 Uhr. Abends 71/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Die Liebe ivach!. ' Ende 10'/. Uhr. Dienstag den 11. Jan., abends 8 Uhr, 12. Ticnstags-Abonnements-Vorstellilng: .Romeo und Julia." Ende 10”/4 Uhr. Blittivoch den 12. Jannar, abends 7 Uhr: 11. Mittwochs-Abonnemeut-Lorstellung: „Flottenmanöver." Ende 97« Uhr. Freitag den 14. Januar, abends 8 Uhr: 13. Frei- lags-Abonnement-Vorstellung: .Die Hosen des Herrri von Bredow." Ende 11 Uhr.
Kirchliche Aachricvten.
Eoangeusü-e piememoe.
Sonntag den 9. Januar, 1. u a ch Epiphanias:
Landesmissiouöfest.
Kollekte für die H e i b e n m i \ f i o n.
Gottesdienst.
3n der 5tadtkirche.
Vormittags 97, Uhr: Plärrer D Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Kinberkirche ’ür die Mallhäusgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Uhr: Vercuilguilg der konfirmierten mämilichen
Jugend der Blatthänsgemeinde.
Dienstag den 11. Januar, nachm. 4 Uhr, im Matthaus-
faal: F r a u e n - M i s f l o n s v c r e i n.
Donnerstag den 13. Januar, abend? 8 Uhr, im Matlhaus-
faale: B i b'e l st u n d e. (Bilder ans dem Leben der Apostel.)
Pfarrer D. Schlosse r.
3n der Iohannertirche.
Vormittags 9'/. Uhr: Pfarrer Bechtolsheims r.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Sufasgemembe.
Pfarrer Bechtolsheinrer.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausseld.
Abends 77, Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen
Jugend der Lukasgemeinbe.
Blontag den 10. Januar, abend? 8 Uhr, im Lukassaale:
Bibelstunde. Pfarrer Bechtolsheim er.
Freitag den 7. Januar, abends von 5'/,—7'/, Uhr: Vereinigung
der konfirmierten nietblicben Jugend der Johannesgememde.
Freitag den 14. Januar, abends 57. Uhr: Vereinigung der
konfirnnerten weiblichen Jugend der Lukasgemeinbe.
katholische cheinein-e.
Gottesdienst.
SamStag b e n 8. Januar:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
(Sonntag den 9. Januar:
Fest der Erscheinung des Herrn.
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Vormiitags um 7 Uhr: Die erste heil. Blesse.
,. ‘ um 8 Uhr: Austeilung der bl. Kommunion.
Vormittags um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ um 11 Uhr: Heil. Blesse mit Predigt.
Nachmittags um 57, Uhr: Christenlehre; daraus Festandacht mit Segen.
Meteorologische
öeobachtungen
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r Station Giehen.
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Jan. 2 =
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Wetter
1910 m h
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6.1 9” 762,1 4.3
6,0 1 97 still
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7.1 7" 763,1 3,9
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Höchste Temperc
■
Nur am 5. bis 6. Januar — 5,1 0 C.
Niedrigste ,
i/ 5. , 6.
■
= + 1,5 “ C.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande] und Indnsk'io?"Giessen.
Frankfurter Börse« 6. Januar, 1.15 Uhr.
37,% Reichsanleihe . . 94-30
3°/' do. »5.30
37»°/o Konsols —. . . 04.25 3% do. . . 85.35
37,70 Hessen V 93-35
37,°|O Oberhessen 93'00
4°/n Oesten. Goldrente.». 99-90 47»°/0 Oesterr. Silbenente. 99.10 47» Ungar. Goldrente 95.65 4°,0 Italien. Rente . . -x. 104.60 36/» Portugiesen Serie I . 63.10 3°/» Portugiesen „ III . 65.00 47,% russ. Staatsanl. 1905 99 60 47,°/o Japan. Staatsanleihe 97.50 4% Couv.Türken von 1903 94.50 Türkenlose . . . . . '. 181.00
4% Griech. 3Ionopol-Anl. . 47.90 4% äussere Argentinier .'. 91.80 3% Mexikaner . . . -■. 68.00 4V»°/o Chinesen . ... 99.95
Aktien:
Bochum Guss . .. -. 2o2.00
Buderus E. W. —. - . •. — Uo.10
Elektriz. Lahmeyer . . . 106.80 Elcktriz. Schuckert . . t. 140.50 Eschweiier Bergwerk . . 210.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 222 00 Hainburg - Amerik. PakctL 135.20 Harpener Bergwerk . -.. . 213.60 Laurahütte . . . . - 200.50 Nordd. Lloyd .» . . . . 103.60 Oberschles. Eisen-Industrie 112.00 Berliner Handelsges. . . . 183.25 Darmstädter Bank ... 138.70 Deutsche Rank .... 250.00 Deutsch - Asiat. Bank . ■. 154.00 Diskonto - Kommandit . - . 11'6.56 Dresdner Bank . . . • • 163 20 Kreditaktien . . • 211,90
Baltimore- und Ohio-' -.
Eisenbahn ... .... 118.00 Gotthardbahn • • .i . - . —.— Lombard. Eisenbahn •<<.#. 23.93 Oesterr. Staatsbann . ,<v. 160.60 Prince - Henri - Eisenbahn . 135.75
Tendenz fester.
Berliner
Börse, 6. Januar. Aufaufstirsj.
Canada E. B. . ■ .
Darmstädter Bank • .
Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. t Dresdner Bank .
. 181.60
. 138.40
. 249.70
. 95.00
. 162.60
Harpener Bergwerk . . . . Laurahütte . . . . . . t.. Lombarden E. B. . -. <. 1f. Nordd. Lloyd . .. %*£.£.. Türkeulose , . L. .. . .
213.00
200.30
23.80
103.75
181.90
Tendenz schwächer.
X/r^JT^A QTFl\J in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, V1O1 V i\ sowie m-t Zirkeln aller studentischen Ver
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