Ausgabe 
5.4.1910 Zweites Blatt
 
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Herd begründet "haben, hängen itrit Dankbarkeit und Liebe mt ihren Pflegeeltern. Aber auch mancher an Mitteln be­schränkte Student hat sich der Gunst und Unterstützung des Wasenmeisters Bender erfreut, der so häufig als es nötig wär, half, ohne das; er viel Worte machte. Bender, der in seinem Amte sehr zuverlässig und bei der Bürgermeisterei gut angeschrieben war, durfte sich auch ein freies Wort erlauben. Bei einer Unterredung mit Oberbürgermeister Gnauth erklärte er einst, er sei der dritte Beamte der Stadt. Als Herr Gnauth den Mann im blauen Kittel er­staunt ansah, meinte dieser: Erst kommt der Oberbürger­meister, dann der Straßenmeister und dann der Wafen- meister. Erst nach dem dritten Meister kommen die anderen Beaniten. Als 1905 die neuerrichtete Sammelwasenmeisterei für den Kreis Gießen hei Garbenteich ihrer Vollendung entgegenging, legte Bender als letzter städtischer Wasen­meister in Gießen nach 38jähriger Tätigkeit sein Amt nieder. Er hatte kein eigentliches Gehalt, sondern nur Gebühren bezogen, weshalb ihm eine Pension nicht gewährt wurde. Aber die Mdeckerei ist lohnend gewesen und hat Bender, der sein Geld sehr znsammengehalten hat, in den Stand gesetzt, daß er und seine Ehefrau für ihr Alter bescheiden zu leben haben und auch den Kindern später noch ein Erb­teil verbleiben wird. Ms eine Spezialität betreibt Jp- hannes Bender die Behandlung von Wunden bei Mensch und Vieh mittels einer Salbe, deren Mischung sein Ge­heimnis ist. Ter Salbendoltor, welchen Namen Bender sich weit und breit in der Umgegend erworben hat, preist feine Kur nie an und will nichts weniger denn ein Kuv- pfuscher fein. Wer sein Mittel haben Null, von dessen Er­folgen er fest überzeugt ist, muß zu ihm kommen. Vielen, die an dessen Vorzüglichkeit als Heilmittel glauben, soll die Salbe geholfen haben. Benders Frau meint selber, der Glaube mache selig.

Die beiden Leute ivären längst zu einem ihrer Kinder gezogen, die ihnen ein Asyl für die alten Tage gern geben würden, allein die alte Dame will die Stätte, wo sie ge­boren und glücklich gelebt hat, erst darin verlassen, wenn man sic zur letzten Ruhestätte hinausträgt. Man hat schon einen hohen Preis für das Anwesen geboten, das zur Straßenvdrbreiterung gebraucht wird und nur als Bau­platz für die, Anlieger 111 Betracht kommt, aber sie haben bisher jedes Gebot abgelehnt. Mögen die beiden Mten noch recht lange in dem Häuschen in der Woltengasse sich ihres Daseins erfreuen.

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichl<.^ll.e -----owirtschaftsrats

vom 22. März bis 4. April 1910.

Die schon vor dem Osterfeste durch amerikanische Saaten­schäden, enttäuschende argentinische Verschiffungen und durch die Zurückhaltung Rußlands hervorgerufenc Befestigung auf dem Weltmärkte Hot in den letzten acht Tagen weitere Fortschritte gemacht. Was speziell Deutschland betrint, so waren neben der Erhöhung der ausländischen Forderungen bei zunehmendem In­teresse Englands und Belgiens nicht zuletzt Besorgnisse wegen der Ende März herrschenden Nachtfröste für die auch hier zum Durchbruch kommende Festigkeit maßgebend. Im Jnlande war das Angebot sichtlich zurückhaltender. Anscheinend verfügen die Landwirte nur noch über minimale Restbestände, und da anderer- seits die Preise für Auslaudswarc, auf die inan jetzt mehr an­gewiesen sein wird, immer noch wesentlich höher sind als die im Jnlandc unb auf dem Berliner Markte geltenden Preise, so zeigte man sich bestrebt, einen Ausgleich herbeizuführcn. Bei andau­erndem Dccküngsbcgchr und sehr vorsichtigen Abgebern zogen die Lieferungspreise in Berlin allmählich um 3 Mk. an, um schließ­lich 3/i bis 1 Mk. des Gewinnes wieder auszugeben, als der Saatcnstandsbcricht der Preisberichtstelle bekannt wurde, lvonach die Saaten den Winter, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, gut überstanden haben, so daß Umpflügungcn infolge von ^Aus­winterungen nur stellenweise und in geringem Umfange für er­forderlich gehalten werden. Dazu kommt noch, daß die Frühjahrs­bestellung diesmal außerordentlich frühzeitig in Angriff genommen und teilweise sck>on vor dem Feste erledigt werden tonnte. Roggen stellte sich im Anschluß an Weizen auch fester, zumal das An­gebot in diesem Artikel gleichfalls nachgelassen hat. Allerdings hält sich die Nachfrage immer noch in engen Grenzen, auch der Export stellt nur mäßige Ansprüche und bevorzugt dabei Danzig, da die anderen Seeplatze nickst in gleichem Maße über export­fähige Qualitäten verfügen. Hafer war aus der Provinz gleich- salls nur mäßig und zu höheren Preisen angeboten, während der Handel nach längerer Pause wieder etwas lebhafter zugrifs unb auch im Konsum lvieder bessere Preise zu erzielen waren. Mcht ohne Einfluß auf die Tendenz des Hafermarktes war der Um­stand, daß Rußland andauernd frühere Abschlüsse rückgängig zu machen suchte. Br-augerste läßt sich in feinen Qualitäten noch

ist zu beseitigen. Der ungeteilte Unterricht (nur am Vor­mittag) ist zu empfehlen und auf 5 Zeitstunden zu be- schränren. Die Gemeinsamkeitserziehung ist grundsätzlich abzulehnen, für kleine Städte ohne Studienanstalt oder Lehrerinnenseminar ausnahmsweise zuzulasscn. Hieran schloß sich eine lebhafte Aussprache in der sich Reichs- und Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Eickhoff-Remscheid, Ober­lehrer Altendors-Mainz, Direktor Dr. Lange-Solingen, Direktor Schwarz-Lübeck, Direktor Walter-Franifurt a. M., Frau Rehm-Wiesbaden, Geh. Hosrat Treutlcin-Karlsruhe für einen gemeinsamen Unterricht in einer beschränkten Form aussprachen unb folgende von Dr. Eickhosf vor­geschlagene Entschließung mit allen gegen 2 Stimmen Annahme sand:

Die 20. Hauptversammlung desVereins für Schul­reform" bedauert aufs lebhastcpe die ablehnende Haltung der preußischen Untcrrichtsverwaltung gegenüber dem ge­meinsamen Unterricht (Eoeducalion) in einer befdjräniien Form und in besonderen Ausnapmefällen. Sic hält diesen Unterricht in kleinen und mittleren Städten, in denen die Einrichtung von Studien-Anstalten und Lyzeen schon an der Kosten frage scheitern muß, nach wie vor für das geeignetste Mittel, um die Bildungsbedür,ni,sc zahlreicher Töchter des Bütgerstandes in ausreichendem Mapc zu befriedigen."

Nach einer Besprechung der Eingliederung des bürget» kundlicnen Unterrichts in höheren Schulen wurde die Tagung geschlossen.

*

Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft. Der Botaniker, Geh Hoirai Pioiessor Dr. Friedrich Hildebrand in F r e i b u r g i. B r. vollendet am April das 75. Lebensjahr. Tein Direktor der MgL Gemäldegalerie zu Dresden, Geh. Hofrat Prof. T.r. phn. ct jur. Karl Wver ma nn ist die erbetene Versetzung in den Ruhestand unter Verleihung des Titels und Ranges assGZ.nnicr Rat" bewilligt unb an seiner Stelle der Tftiillnalassiflcnt des Kaiser-Frieorichi-Museuins in Berlin Dr. Hans Poise zum Direktor Cer Dresdener Gemäldegalerie ernannt worden. (Woerinann ist der Versnsser einer wertvollen Geschichte Cer Kunst aller Zeiten und Völler. Tie Red.) Ter Direckvr bei Komischen Oper, Gregor, hat die Verhand- limgen mit dem Ausschuß der F r a n 11 u r t e r Theater, einem Pr matten gramm juxige, endgültig abgebrochen und biedn in BeAm. Arn Sonntag ist ans dem König-AlcerLMuscuin in Chemnitz eine Radierung von Car et in 'Posttartengröße: ; Freie Landschaft mit Baumgruppen und Kühen, im Werte von etwa 500 1'Jtart, gestohlen worden.

hier und da unterbringen, während für geringere Ware Absatz- möglichkeit fehlt. Für Futtergerste hält Jiußland fest auf Preise. Für Mais bleibt bas Interesse nach wie vor gering.

ES stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, ivobei das Mehr (+) bezw. Weniger () gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigefügMft, wie folgt:

Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Leipzig Dresden Braunschweig Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart München

Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Mai 228.25 (-4- 2*00), Juli 224.50 (4- 1.75) Budapest April 232.10 ( 4.90). Paris April 2u5.30 (4- 3.10). Liverpool Mai 180.55 (4- 0.65). Chicago Mal 17.1.85 (+ 2.75). Roggen: Berlin U)lai 164.75 (4- 0.75), Juli 169.75 (+ 1.-0). Hafer: Berlin Aiai 159.50 (4- 0.50), Juli 163.50 (4- 1.50) Alk.

Weizen

Roggen

Hafer

225 (- 1)

157 (+

2) 157 (4- 21/

228 (+ 1)

159 (-

1) 162 (4- 1)

218 (- )

156 (+

1) 156 (- )

228 (4- 3)

152 (+

1) 151 (- )

227 (4- 4)

150 (-

1) 151 (- )

227 (-- 3)

158 (+

2) 170 (+- 1)

223 ( 4)

157 (4-

1) 165 (- )

224 (4- 6)

161 (4-

1) 172 (4- 1)

230 (+ 6)

>62 (+

2) 167 (+ 3)

219 (- )

157 (

) 168 (- )

- (- )

150 (

) 152 (- 3)

214 (- )

160 (

) 172 (- )

210 (+ 3)

156 (

) 163 (- 3)

230 (+ 10)

170 (+ 10) 167 (+ 4)

230 (4- 5)

166 (+

1) 170 (- )

235 (+21/,)

170 (

) 165 ( 21/.

230 (+21/,)

175 (

) 175 (- )

23. (- )

175 (

) 165 (- )

240 (+ 4)

160 (

) 158 (- 2)

^anOel und Verkehr, Volkswirtschaft.

** Billige Briefe nach Amerika (10 Pfg. für je 20 Gramm) befördern in Cer nächsten Zeit die folgendenDampfer: Käfter Wilhelm der Große" ab Bremen 5. April,Kronprinzessin Cecilie" ab Bremen 12. April,Amerika" ab Hamburg 14. lApril, George Washington" ab B rein en 16. April,Kronprinz Wil­helm" ab Bremen 19. 2lpril,itaifer Wilhelm II." ab Bremen 26. April,Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 3. Mai, Kaiserin Auguste Viktoria" ab Hamburg 5. Mai,Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 7. Mai,Kronprinzessin Cecilie" ab Bremen 10. Akai,TeutschLand" ab .Hamourg 11. Mai. Pvsftchluß in Bremen, bezw. Hamburg ist jeweils itad; Ankunft der Frühzüge. Es empsiehlt sich, die Briese mit einem Leitvermerk, wiedirekter Weg" oderüoer Bremen oder Hamburg" zu versehen. Tie Portoermäßigung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auf Postkarten, Druck, ach en usw. und gilt nur für Briese nach den Vereinigten Staaten von Amerita, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Eanada.

R. B. Darmstadt, 4. April. Tie 57. Generalversamm­lung der Bank für Handel und Industrie wurde heute mittag im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes der Bank hier abgehaltcn; es waren 14 320 Aktionäre mit 99 463 Stimmen vertreten. Aer Präsident des Aufsichtsrates, Stadtrat a. D. Kaempf-Berlin hieß die Versammelten willkommen unb ge­dachte dann mit Dantesworten des ausgeschiedcnen Tircktions- mitgtiedes Herrn Emmerling, der mehr als 30 Jahre zü­rnst der Bank für Süddeutschland und dann der Bank für Handel und Industrie angchörte. Die Versantmlung ehrte sein Andenken durch Erheben von den Plätzen. Weiter ist aus der Direktion Herr Hügel und das frühere Tirektions- und spätere Aufsichts­ratsmitglied Herr Michelct ausgeschieden: auch ihnen sprach der Präsident für ihre langjährige Tätigkeit Dank aus. Punkt 1 der Tagesordnung war der Geschäftsbericht über das 57. Geschäftsjahr, der bereits gedruckt vorlag. Es ist daraus zu entnehmen, daß sich die Umsätze der Bant wiederum wesentlich vermehrt haben und den Betrag von rund 40 Milliarden erreichen: das um runb iy2 Millionen Mark bessere Erträgnis des Gewinn- unb Verlustkontos rührt im wesentlichen ans den erhöhten Einnahmen an Provisionen, sowie aus dem Kousortial- und Csscltengeichäft her. In Mannheim ist eine neue Filiale der Bank errichtet, dagegen die Depositentässe in Lahr eingezogcn worden. Tie Zahl der Berliner Depositenkassen ist um 4, auf 25, gestiegen, in Darmstadt wurde eine, in Leipzig 3 neue Dcpositcn- kassen errichtet; für die Leipziger Filiale wurde auch ein neues Geschäftshaus errichtet. Der Bruttogewinn für 1909 beläuft sich auf 22 201 722 Mark. Davon gehen ab für Handlungsunlosten einschließlich der Tantieme für Vorstand unb Oberbeamte 6 918 750 Mk., für Steuern 1 103 967 Mk., für Zuwendungen an die Be­amten, deren Pensionsfonds und für wohltätige Zwecke 1532 255 Mk., für Abschreibungen 513 003 Mk., als Einlage in die be­sondere Reserve 1 250 000 Mk. unb als Rückstellung für bic Talonsteucr 160000 Mk., so daß ein Reingewinn von 10 723 746 Mk. verbleibt, aus welchem eine Dividende von 6V2 Proz. an die Aktionäre und eine Tantieme von 269 500 an den Ausfichtsrot verteilt werden soll, so daß ein Restbetrag von 444 246 Ml. aus neue Rechnung übergeht. In der Aussprache über den Ge­schäftsbericht wünscht General von Röder eine genaue De­taillierung der Geschäftsunkosten, die von 3 Millionen int Jahre 1903 auf beinahe 7 Millionen im vorigen Jahre an- gewachsen seien. Auch die Veamtenpensionen usw. seien enorm in bic Höhe gegangen, von 289 000 Mk. im Jahre 1903 auf über iy2 Millionen im vorigen Jahre. Im Geschäftsbericht für 1903 sei bemerkt worden, baß trotz schwerer Sttifen bas Institut in der Lage war, eine Durchschnittsdividende von 8 Proz. zu zahlen und man wäre wohl berechtigt gewesen, nachdem bie jungen Aktien zum Kurse von 146 abgegeben wurden, jetzt ämtährend eine gleiche Dividende zu enuaeten. Ein Aktionär aus Kaiserslautern schloß sich diesen Ansiührungen an und betonte, man lja.be mindestens 7 Proz. Dividende ewurtet und diese wäre sehr wohl möglich gelvesen. Wenn nicht eine so enorme Summe für wohltätige Zwecke eingestellt und die Geschäftsunkosten so gewaltig in die Höhe ge­gangen wären. Das DireitionLmitglied Geh. Oberfinanzrat von Klitzing erwiderte, bie Steigerung der Geschäsisunlosten sei b-ci allen ähnlicheii Instituten cüigetictcn unb zumeist nod> größer, als bei bei Darmstädter Bank. Sie war bedingt durch die not­wendige Einstellung von Hunderten neuer Kräfte zur Bewältigung des außerordentlich großen Effektenvcrlehrs, und die natürlich-e Steigerung der Gehälter habe auch eine Steigerung der Grati- ikationen, Pensionen usw. zur Folge gehabt, luäbrenb anderseits bie sozialen Lasten ebenfalls f'eijr stark anwuchsen. Tie Bank habe durchschnittlich 6,9 und 7 Prozent Dividende verteilt, also annähernd dem Kursfatz von 146 entsprachen. Man habe die offene Reserve um P/4 Millionen verstärkt, Iveil sie nur 2O1/3 Prozent betrug und geringer sei, als bei anderen ähnlichen Jw- ftituten. Die Dantiome der Direktion und der Oberbeamten sei kein Geheimnis: sie habe 1904 1 202 683 Mark betragen, für 1909 nur 1 142 000 Mark, also weniger alS damals. General v. R ö d e r bemerkt, daß durch die Entgegnung seine Monita nur bestätigt worben seien. Ein anderer Aktionär wünscht im nächsten Bericht auch eine Angabe der Filialen unb Niederlassungen ber «Bank, was Wichtiger sei, als das genaue Verzeickjnis der Mitglieder des Auf- ichtsrats. (Heiterkeit.) Tas letztere wird zugesagt und darauf ber GAchästs^ericlst unb bic Verte.lmrg Von 6Vs Prozent Dividende einstimmig genehmigt, auch Aussichtsrat und Tircltmn Entlastung erteilt. Uebcr bic Fusion mit der Bayerischen Bank für Handel und Industrie erstattete Herr 0. Klitzing Bericht. Tic Anträge des Vorstandes gehen dahin: Tie Bayerische Bank überträgt ihr Vermögen als Ganzes unter Ausschluß ber Liquidation an die Bank für Handel und Industrie und erhält für 8 Millionen Aktien 6 Millionen Aktien ber Bl f. H. n. I., ivährend sich die letztere wegen der in ihrem Besitz befindliajen 12 Millionen Aktien der Bayerischen Bank durch die Ucbertragnng des Vermögens dieser Bank für befriedigt erklärt. Die Anträge aus Fusion wurden elnsliiiimig angenommen, ebenso Punkt 6 ber Tagesordnung, bas Gruiidkapital um 6 Millionen auf 160 Millionen zu erhöhen. 9(n Stelle des Herrn Michelet wurde einstimmig Staatssekretär a. D. Dr. Frljr. v. Sten gel-Münckjen zum Anfsichtsratsmitglieb ge­wählt.

Martte.

Kartosfelmarkt-Bericht vom 4. April 1910. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 1.801.90, Magmmi bouum 2.202.30, weiße runde 1.902.00, Gelbfleischige, blaue, 2.002.10, rote 0.000.00, iveiße 0.000.00. Dort­mund: Note Taber 0.000.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magmmi botutm 2.450.00, weiße runde 2.150,00, Gelbfleischige blaue 0.000.00, rote 2.400.00, weiße 0.00 - 0,00. Hagen i. W.: Note Daber f. 0.000.00, andere rote Sorten 0.000.00, Magnum bomnn 2.600.00, weiße runde 2.200 00, Gelbfleischige blaue 0.00-0.00, rote 2.850.00, iveiße 3,700.00. Kempen: Rote Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.000.00, Magnum bomnn 2.20 bis 0.00, weiße runde 3.00 0.00, Gelbfleischige blaue 0.00.0.00, rote 0.000.00, weiße 0.000.00. Krefeld: Roke Sorten 2.302.50, Magnum bomnn Mk. 0.000.00, weiße runde Mk. 0.00-0.00, Gelbfleischige rote Mk. 2.302.50, weiße 2.30-2.50. Köln: Rote Sorten2.100.00, Magnum bomnn 2.350.00, iveiße runde 2.00-0.00, Gelbsleijchige blaue 0.000 00, rote 2.00 bis 0.00, weiße 2.35 0.00. Plaidt: Rote Daber 0.000.00, andere rote Sorten 1.80 - 0.00, Magmmi bonunt 2.000.00, weiße runde 2.100.00, Gelbfleischige, blaue 0.00 0.00, rote 0.00 bis 00, iveiße 0.000.00. Saarlouis: Rote Daber 0.000.00, andere rote Sorten 2.200 00, Magnum bomnn 0.00 0.00, weiße runde 2.10 Ins 0.00. Gelbflcischigc, blaue 0.000.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.000.00. 'M cr n n h e i m: Ätaguuin bouum Alk. "2.702.80, weiße runde 0.000.00, Gelbfleischl c blaue 3.50 bis 0.00, rote 0.00-0.00, weiße O.OO-O.OO. ' Frankentbal: Rote Sorteii 1.750.00, Magnum bouum 2.200.00, weiße runde 2.00 bis O.OO, Gelbfleischige blaue 2.750.00, rote 2.75 - 0.00, weiße 2.750.00. M ündjeit: Alagumn bouum 2.70, weiße runde 0.00 Gelbfleischige weiße Mk. 2.70. Regensburg: Note Sorten 0.00 bis O.OO, Magnum bouum 2.10 2.20, weiße runde 0.000.00, Gelbfleischige blaue 0.000.00, Gelbfleischige rote 1.5O -1.6O. (Alles zu 5O Kilo.)

Vermischtes.

* Der Bund für Vogelschutz hielt am 19. März in Stuttgart seine 11. Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht geht hervor, daß der Bund weiter gute Fort­schritte machte und an dem Ankauf eines der schönsten Brut­plätze der Nordsee, der Insel Norderoog (südlich von der Insel Föhr) mit 4000 Mk. beteiligt ist. Tie Insel ist für 20000 Mk. vom Verein Iordsand erworben worden. Im Jahre 1911 wird ein allgemeiner Vogclschutztaa in Stuttgart abgehalten werden, dieses Jahr in Charlottenburg. Aus dem Kassenbericht geht hervor, datz der Bund, der ungefähr 20 000 Mitglieder zählt, im Berichtsjahre eine Einnahme von 32 546 Mk. und über ein Vermögen von 7064 Mk. verfügt. Dann hielt Prof. Dr. Klunzinger einen Vortrag überDie Entwickelung des Vogels im Ei".

* Mildern d e Umstände.Was waren das für Herren, lieber Jraf, die Sie jestcrn zu unserm Licbcsmahl ins Kasiiw einjeladen hatten!"Das eine war ein Graf Wolka, das andere ein Herr Meyer, hat aber ein Auto!"

* Verfehlte Spekulation. Vater der Braut:Fünf­undzwanzigtausend Mark gebe ich meiner Tochter einstweilen mit... (als er merkt, daß der Bewerber zerstreut nickt und nur Auge für die in ber Nähe stehende Braut hat)... also wie gesagt, einst­weilen zwanzigtausend Mark!" Bewerber (sanft):Und dir andern fünftausend?"

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

April

1910

o

E

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auf 0° reduziert

Temperatur bei Luft

Absolute Feuchtigkeit [

Relative Feuchtigkeit

Wind- richmiig

Windstärke i

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öct *8ct)ölhuttg in gehn:«! der stchtd. Himmelssi. |

Wetter

4. 2

4. 9H|

5,

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738,9 12,5 5,1

740,5 6,7 5,5

744,2 2,6 j 4,5

1 1

öchsle Temperatur iebiigfte ,

47

76

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im 3.

, 3.

SW WSW E

bis 4. , 4.

______c* \

5

0

il = H

= 4

Sonnenschein Bem. Himmel Sonnenfchein

- 13,5 °C.

- 4,8 °C.

hV7r.

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von derABank für. Hande und IndustrteV'GiesscB.

Frankfurter Börse, 4. April, 1.13 Uhr.

3'/»°/o Rcichsanlcihe .'r. .. 93 55 3°/n - Cast.' do. M ... i.ZS.'C.' 85.00 3'/»°/o Konsuls -3.60

3°/n - do. "5.00

3'/,"/.. Hessen92.-5 3',,ü| Oberhessen9180 4",n Ocstcrr. Goldrcnte . 100.05 4,/&°/o Ocsterr. Silberrentc. 98.90 4" Ungar. Goldrente ..r. 95.70 4° 0 Italien. Rente . t ... 3° 0 Portugiesen Serie I '. 66.00 3°/0 Portugiesen - III 66.50 4'/,"/o russ. Staatsanl. 1905 100.20

4'/3°/o Japan. Staatsanleihe 98.55 4°/e Conv.Türken von 1903 94.60 Türkenlose . . . .- r. 7178.60 4";0 Griech. Monopol-Anl. . 49.70 4°/0 äussere Argentinier . 91.20 3°/0 Mexikaner .... 69.70 4/2% Chinesen . 99.95

. ,r. Aktien: . ^ Bochum Guss i Buderus E. W.^ .- . . - ^0.85

Tendenz: schwach.

Berliner Börse, 4

la und a E. B 181.10 Darmstädter Bank ... 136.20 Deutsche Bank 252.50 Dortmunder-Union C.<*. . 93.50 Dresdner Bank . 161.50

Tendenz: schwach.

Elektriz. Labmeyer . . . 108.60 Elektriz. Schuckcrt . : .. 146.75 Eschweiier Bergwerk' . . ^01.öu Gelsenkirchen Bergwerk . -13 9u Hamburg - Amerik. PakctL 141.u0 Uarpener Bergwerk . . 198.50

Laurahütte . r . 171.00

Nordd. Lloycf". . -. 104.60 Oberschles. Eisen-Industrie 94.90 Berliner Handelsges. , . . 183.UU Darmstädter Bank . . . 136.20 Deutsche Bank . 252.10

Deutsch-Asiat. Bank . -. 154.50 Diskonto - Kommandit . 190.30

Dresdner Bank , . . . . 16150 Kreditaktien . . . , . 215.50 Baltimore- und Ohio- 2^ '

Eisenbabu < . ... 110,90 Gotthardbahn . . - .

Lombard. Eisenbahn . 21.3j Oesterr. Staatsbahu . . . 16 .40 Prince-,Henri-Eisenbahn . 136.00

April.

Harpeuer Bergwerk . - . . 198.20

Laurahtitte . 171,30

Lombarden E. B. . 7. Y - 21.30

Nordd. Lloyd.. . ; . 2. 104.80

Türkenlusc . 178.90

Meine Tochter sieht jetzt viel gesünder aus. Soest i. W., 10. Aug. 1909. Ich gebe schon seit Mai d. Js. meiner Tochter, die immer über Mauenbeschwerden klagte und sehr bleich aussab, täglich uon Ihrem ^Bioson." La fic mm schon 9 Pakete verbraucht hat, möchte ich Ahnen mitteilen, dm; mir mit demBwson" sehr zufrieden sind. Der Appetit hat fick sehr gebessert und meine Tochter sieht jetzt viel gesünder aus unb fühlt sich auf den Bioson-Genuß recht wohl. Tic nimmtBiosmA sehr gern, beim schmeckt ihr vorzüglich unb bekommt ihr auch gut. Wir tümicn das Präparat daher Jedem zur Kräuigung bestens empfehlen. Hochachtungsvoll! Hetnr. Tobüren, Wöneiv mall 5. Unterschrift begianbigt: Dr. Rebber, Gcrichtsasseßor als Vertreter des Notars Kloftermann. Bivfoli ist das beste und billigste Krästigungsinittel. Paket 3 Pik, in Apotheken, Drogellen.

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