Ausgabe 
1.4.1910 Erstes Blatt
 
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und schwäch- Q**^*

liehe Personen «.

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ferplex.

Angenehmes, bekömmliches, alko­holfreies Erfrischungs-Getränk ans Malz und Hopfen bereitet, das belebend und stärkend auf Blut und Nerven wirkt Man verlange nur Perplex und weise andere Nachahmung, zurück ä Fl. 15 Pfg.

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1911 qcwechielt werden W mr den .Kursus 1910 «mähren eingestellt. - n 'Oll im diesjährigen Surin; urus 1910 sind die denn w eine Teilung des Surjis gcicliiittcne Imker geplant - 111 vom 1925. Juni fiat )u iiuwendung von Sah M'Wv'ienc Lintragung de; ins Tereinsregister bcdingn achd?m die neuen 3a§imger. Vereinsregister und Truck btt ! Vanderveriammlung sali am Qttfinben. Mit ihr ist wieder Ertrag über Königinnen^ .richter sind die Herren Sling, : soll bei Ausstellungen das einer mürbe mitgeteilt, dai im/ugsbezirk Kassel nm 24. itnum ;u Lasse! feiert. Es a HMossen. Nack Msung enso m Vorstände sür \euv

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Gegen das Urteil des Kriegs vtmann Malotki oon interie-Aegiment _ wegen un-- taten Feslungshait verurteil! er Venisiing eingelegt. Tai lrmeekorvs erhöhte heule die tt unter Anrechnmig ber Unter aui Tiensteiillassiing.

litlero'inier Erich Langew Nenemgimenls wurde n einrreii verurteilt, weil» naus «des UnterossP tt zu erdutdeii hatte.__

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int Laufe des Tages zu bergen. Der Betrieb der Zeche ist nicht gestört.

Dcrimicbtcs.

* Der Kölner Männergesangverein, der augen­blicklich in Rom weilt, gab gestern nachmittag ein Konzert im Quirin al in Gegenwart des Königs, der Königin, des Bot­schafters von Jagow und des Botsckwftspersonals. Nach dem Konzert sprach der König denn Vorstand des Vereins die große Befriedigung über die vorzügliche Ausführung der Gesänge aus. Abends konzertiert der Verein im Augus.^'um.

* Ueber einen heftigen Orkan, von dem ein Eisen- bahnzug um geworfen worden war, geht uns aus Triest folgende Nackricl t zu: T;< Stabt und ihre Umgebung wufrde gestern bei dem plötzlichen Temperatursturz Dort einer listigen Bora mit Schneefall heimgesucht. Einzelne Llvyddampser wurden von ihren Ankerplätzen weggerissen und konnten nur mühsam^ wieder verankert werden. Auch Personen sollen verletzt sein. Ter um 3 Uhr nack-mittags von hier nach Parenzv abgcgangene Per- 'f o n e n z u g e n t g 1 e i st e hinter der Station M u g g i a infolge der Bora und fiel in einen Graben. Voit^en 100laO Passagieren, die sich im Zuge befanden, wurden drei getötet und 15 teils 'schwer, teils leicht verletzt.

* Grauenhafte Mordtaten. In Chemnitz ver­übte gestern mittag ein Arbeiter, anscheinend irn^Trübsinn, mehrere greuliche Verbrechen, über die uns folgende Trahtnachricht zu- geht: Ter Arbeiter Mar Mann aüs Mittweida schnitt gestern mittag seinen beiden Kindern im Alter von zwei und vier Zähren den Kops ab und tötete dann durch Messerstiche die 14 jährige Tochterder abwesenden Wirtin. Tie Wirtin selbst wurde, als sie nach foaui'e zurückkehrte, ebenfalls von dem Mann ü b e r f a l l e n und g e t ö t c t. Ter Mann legte hierauf Feuer auf dem Boden des Hauses an und erhängte sich. Herbei­eilende 5)mtsbewohner schnitten ihn noch rechtzeitig ab, p daß er ins Leben zurückgcrufen werden konnte. Tie Ursache der Tat ist unbekannt. Auf dem Tische fand man mit Meide die Worte: Ich habe das Leben satt." .

* Louise Montague, die vor einigen dreißig jahrein als die s ch ö n ft c Amerikanerin bekannt war und einen Schönheitspreis von 40 000 Mark errang, ist dieser Tage freund-- los und in tiefster Armut gestorben. Mir Montagne wurde von Adam Forepough, dem größten Zirkusreiter Barnums, entdeckt, und nachdem ihr der Schönheitspreis von 40 000 Mark zugesprochen war, bildete sie einen Hauptanziehungspunkt der Barnum'schen 5(taufteHungert. Später ging sie auf die Bühne und trat in Operetten auf. Nach einer Reihe von fahren, als ihre Reste zu verbleichen begannen, trat sie ins Privatleben zurück.

* Mrs. Brown (in einem Pariser Hotel):Oooh, da liegt eine Fliege in der Suppe." Mr. Brown:Still, Miranda, red' nicht so laut. Es hat keinen Sinn, unsere Unwissenhetk zur Schau zu stellen. Tie Speisekarte ist französisch geschrieben, und vielleicht haben wir Flicgensuppe bestellt!"

Slletnc Tagcsckironir.

Ist Nim es wurde gestern abend der Arzt Tr. Br en ­ges unter dem Verdachte verhaftet, seinen Schwager, den Astronom Eharlois, in Nizza ermordet zu haben.

T i e Tätigkeit des Aetna hat Nachts z u g e n o m m c n. Ter Lava ström rückt infolge abschüssigen Geländes mit einer Geschwindigkeit von 35 Metern in der Stunde in dcr Richtung auf Cifterna Regina bei Bvrello vor._______

Kleine Chronik aus Ku nft und Wissenschaft. D e m S o n d c r a u s s chu ß für die Thüringer Burgen­fahrt der Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen ist eine ganze Reihe hervorragender Personen aus dem Thüringer Lande beigetreten. Tie Fahrt wird voraussichtlich von Coburg bis Altenburg führen. Eine Vorversamnilung soll am 19. Juni auf der Marks bürg bei Brauback) a. Rl)ein, dem Eigentum der Vereinigung, ftattfinden. Tie weitere Fahrt wird sich über die Zeit vom 20. bis 23. Juni erstrecken. Der Dichter Jean Aioreas ist im Alter von 54 Jahren in Paris gestorben.

Handel.

* Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Schuhmachers Georg Brüske III. und dessen Eheirau Elise, geb. Kimoel, in Schlitz wurde am 9. März das Konkursverfahren er­öffnet. Ortsgerichtsvorsteher Habicht in Schlitz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. April bei dem Amtsgericht Schlitz anzumelden. lieber das Vermögen des Joh. Friedr. Trautwein, Kaufmanns in Darm­stadt, Inhabers der Firma Peters & Trautwein, Holz- und Kohlen­handlung in Darmstadt, wurde am 15. März das Konkursverfahren eröffnet, da die Firma I. H. Stein, Köln, den Antrag gestellt, ihre Forderung und die Zahlungsunfähigkeit des Gemeinschuldners glaubhaft gemacht, dieser auch die Zahlungseinstellung eingeräumt hat. Kaufmann Karl D e ch e r t in Darmstadt wurde zum Konkurs­verwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zunr 6. April bei

dem Amtsgericht Darmstadt I anzumeldeu. Heber das Vermögen des Metzgermeisters Jeair Acker in Osthofen wurde am 17. März das Konkursverfahren eröffnet, da der Gememschuldner ferne Zahlungen eingestellt und die Eröffmmg des Konkurs­verfahrens beantragt hat. Amvallsgehilse K ö h m in Osthofen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind dis zum 9. April bei dem Amtsgericht Osthofen anzumelden. Uebcr das Vermögen des Landwirts und Fuhrmanns Karl Will). Koch in B ö n st a d t ivurde am 23. März das Konkursverfahren eröffnet, da das Vermögen überschuldet ist und der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. Sparkaffenrechner Wagner in Altenstadt wurde zum Kouklirsverwalter ernannt. Konkurs­forderungen sind bis zum 13. April bei dem Amtsgericht Altenstadt anzumelden.

w. Hanau, 31. März. Eine G l ä u b i g e ru e r £a in in- lung der in Zahlungsschivierigkeiten geratenen Firma Stein- heue r & Go., Bijouiern-fabrik in Hanau, beschloß, nachdem es der Firma möglich geivorden, ihren Gläubigern eine größere Ge­währ für die angebotene Auszahlung einer bOprozentigen 93er- gleichSguote zu bieten, den GläubigerauSschuß zu beauftragen, auf der Grundlage des gemachten Vorschlages von 50 Proz. mit den Beteiligten zu verhandeln und bindende Abmachungen zu treffen.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 1. April. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 8 Wagen Helt und 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 4.505.00, Stroh (Korn-Langslroh) Mk. 0.00 bis 0.00, Wirrstroh Alk. 0.00.. Alles je 50 Kg. Die Zufuhren waren aus Oberheffen und dem Kreise Dieburg. Geschäft gut.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdien st stelle Gießen.

ANgememe Wetterlage feit gestern früh: Beim Vorrucken des großen Nordhochs haben gestern die geringen Schneefälle rasch nachgelassen und es trat Aufheiterung ein. Dabei wehte starker Nordost, der heute vormittag nur wenig nachgelassen hat. Die Nachmittags- und besonders Diachttemveraturen liegen für die Jahreszeit ungewöhnlich tief. Ter nächtliche Frost schadet vielfach der bereits entivickelten Vegetation. Unsere Witterung bleibt unter der Herrschaft des hohen Druckes. Bei heiterem Himmel wird es jetzt tagsüber männer, doch dauert der Nachtfrost zunächst noch an.

Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 2. April 1910: Heiter und trocken, Nachtfrost, am Tage weitere Erwärmung, Nordost nachlassend.

GrrginaL-DrahtineLSungen.

Berlin, 1. April. Ter K a i s e r, die Kaiserin uttb die Prinzessin Viktoria Luise reisen heute abend 10.20 Uhr nach Homburg v. d. H. ab. Tie Ankunft in Homburg ist morgen vormittag 101/2 Uhr festgesetzt.

Paris, 1. April. Der tiefe Eindruck der gestrigen, Senatsaussprache über die Lage der französischen Militär- lüftschifsahrt spiegelt sich in den Erörterungen der Presse wieder. Tic radikaleMtion" besagt, die Vorgänge auf dem Gebiete der Militärluftschiffahrt bedeuten die traurige Wiederholung des bei der Marine erlebten Schauspiels^ Echo de Paris" tadelt, daß dcr Senat sich mit bloßen Ver­sprechungen begnügt habe.

Paris, 1. 2lpril. Der in Lille unter dem Verdacht der Spionage verhaftete Ange wurde wieder sreige- lasscn, da sich der Verdacht als unbegründet heraus­gestellt hat.

London, 31. März. Im Unterhaus erklärte im Laufe der Verhandlung über die Beto-Entschließung der Staatssekretär des Innern Churchill, sobald die Ent­schließungen angenommen seien, lverde die Regierung ohne Rücksicht auf die Folgen die Beratung des Budgets ver­langen. (Beifall bei der Regierungspartei.) Die Regierung lverde nicht im Amte bleiben, wenn sie nicht glaube, an» nehmen zu dürfen, daß sie die Entschließungen Gesetz lver- den lassen könne. Da die Lords das Vetorecht benutzt hatten, um der Prärogativen Krone zu trotzen, und da sie die Rechte des Unterhauses zu schänden gemacht hätten, sei es jetzt nötig gewordetr, daß die Krone und das Unterhaus in ge­meinsamem Vorgehen das Gleichgewicht der Verfassung mied er herzustellen und das Beto .der Lords für immer beschränken müßten. (Lwnter Beifall bei der Regierungs­partei.) Darauf wurde die Aussprache bis zum 4. April vertagt.

Lissabon, 1. April. Nach aus Mozambique ein» getroffenen Nachrichten haben .sich dort einige Einge­borenen stamme erhoben, weil die weißen Ein­wohner, meist eingewandertc Buren, bei dem Ein treib en der 5topfsteuer sehr gewalttätig vorgegangen sind.

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Hause gestorben. Dadurch erhöht sich die Zahl der Toten 'auf 20.

Mülheim, 1. April. Im Laufe der Ngcbt starben im hiesigen Krankenhausc der Musketier Knieri cm aus Hudrop vom 130. Jnf.-Rgt. und der Musketier Wcfers von der Maschinengewchrabteilung des 144. Jnf.-Rgts. Die Zahl der Toten erhöht sich damit auf 22.

Erzählung eines Geretteten.

Auf dem Wege zum städtischen Krankenhanse in Mülheim traf ich, so schreibt man derRhein.-Wests. Ztg.", einen Trupp Soldaten, die auch im Zuge gewesen waren. Ihre Freude über die Rettung machte sich in einer geradezu rührenden Kindlichkeit kund. Es war, als erzählten sie einen Traum und seien froh, daß er nicht zur Wirtlichteit geworden sei.Wir lehnten an dcr Türe und sahen an der Wagenreihe unseres Zuges entlang. Plötzlich erblickten wir die 'Lokomotive des Lloydzuges. Mit unverminderter Schnel­ligkeit kam sic heran. Ta, es war kein Zweifel, dcr Lloyd- zug fuhr auf ünscrm Geleise. Im selben Moment hatten die Puffer der Lokomotive auch schon sich in unseren Zug gebohrt. Aber mit derselben Geschwindigkeit spran­gen oder flogen wir aus dem Zuge. Das ging mit solcher Schnelligkeit, daß in den ersten Minuten keiner von uns recht begriff, was geschehen sei."

Ausfallend ist die Rettung eines Soldaten, der im Wagen saß, der ditrch die Last eines aus ihm stehenden Wagens zusamrnengedrückt wurde. Unter dem surchtbaren Gepolter der übereinander fahreilden Wagen war es ihm, als versinke er tief in den Erdboden. Für einen Augenblick schwand ihm die Besinnung. Als er wieder zu sich tarn, lag er aus dem Geleise unter dem zertrümmerten Wagen. Er war durchgebrochen, nur seine Hände waren zwischen die Bodcnbrett'er eingeklemmt. Uebcr sich hörte er das Röcheln und Gewimmer seiner zerschmetterten Kameraden. Ihr Blirt sickerte durch die Ritzen auf ihn herab. Eine unbeschreibliche Angst erfaßte ihn. Er arbeitete seine Hände los und kroch, die Hände freilich zerschunden, gerettet unter den Trümmern hervor. Er ist der einzigje, dcr lebend den Todesmagen wieder verlassen hat.

Beileidsbezeugungen.

Metz, 31. März. Von zuständiger amtlicher Seite wird uns mitgeteilt: s2tuf die an den Kaiser und den G r o ß h e r z o g von Baden, als dem General-Jnspet- tour der 5. Armeeinspektion vom Generalkommando des 16. Arnteckorps überfaubten Meldungen betreffend das E i s e n b a h n u il g 1 ü ck bei Mülheim sind bei dem ge­nannten Generalkommando folgende Beileidstelegramme eingegangen: Berlin, 31. März. Die Meldung von dem beklagenswerten Eisenbahnunglück bei Mülheim und von Dem dadurch verursachten Tode so vieler Soldaten meines 16. Armeekorps hat mich schmerzlich bewegt. Dem Armeekorps und den Angehörigen der Getöteten spreche ich hierdurch mein r.ies empfundenes Beileid aus. W i : - Helm, Rei'. Karlsruhe, 31. März. Mit großem Schmerz erfahre ich durch das soeben erhaltene Telegramm, daß die verunglückten Osterurlauber dem 16. Armeekorps angehören. Ich nehme allerwärmsten Anteil an dieser schweren Katastrophe, der so viele brave Soldaten zum Opfer gefallen sind und bitte um gelegentliche Nachricht über das Befinden der Verwundeten. Friedrich, Groß- Herzog von Baden.

*

Mülheim a. Rhein, 31. März. Tie Strecke ist heute früh 1 Uhr 45 Mim wieder freigegeben worden.

Mülheim a. Rhein, 31. März. Tie Zahl der in dem verunglücktet: Militärzüge befiiwlichen Personen soll 460 be­tragen haben. Einem Soldaten, der lebensgefährlich im Spital zu Mülheim liegt, sind beide Beine ab gie quetscht worden.

Vergebung.

Für das Großh. Provinzial-Arresthaus zu Gießen soll die Lieferung des für die Zeit vom 1. Mai 1910 bis dahin 1911 erforderlichen

Heizungs-Materials

nämlich etwa 1400 Zentner gewaschene Nußkohlen, 3050 mnx Durchmesser, etwa 50 Zentner Anthrazitkohlen und etwa 20 Rm. Tannen-Scheitholz im Verdingungswege vergeben werden.

Versiegelte Angebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungs­termine

Samstag den 16. April 1910, vorm. 10 Uhr auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft hier Justiz­gebäude, Zimmer Nr. 43 niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter der in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom- 16. Juni 1893, das Verdingungswesen bete., enthaltenen allgemeinen und den von den Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können.

Gießen, den 30. März 1910.

Der Oberstaatsanwalt

am Großh. Landgericht der Provinz Oberhessen.

D7J Lang.

Schlagwetterexplosion.

Gelsenkirchen, 31. März. Heute nacht gegen Si/2 Uhr ereignete sich auf dem Wctterschacht des Schachtes I der ZecheT a h 1 b u s ch" in R o t t h a u f e n bei Repara­turarbeiten eine Schlagwetterexplosion, von der fünf Leute betroffen wurden. Von diesen sind bis jetzt einer tot und zwei schwerverletzt zutage gebracht worden. Zwei Schachthaner sind in den Schacht gestürzt und Dabei vermutlich ums Leben gekommen. Man hofft sie noch

Statt besonderer Anzeige.

Heute morgen entschlief sanft unser lieber

Heinz

nach kurzem Kranksein.

Gerichtsassessor XV. Jöckcl Und Fra,U.

Giessen, Süd-Anlage 19, den 1. April 1910. 1949

Die Einäscherung findet in der Stille statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt.

Massives Geschäftshaus mit größerem Hof u. Einfahrt in ver­kehrsreicher Straße wegen Kränk­lichkeit billig unter günstigen Be­dingungen au verkaufen. Für jede Branche vaffend.

Schriftliche Meldungen unter 02627 an den Gieß. Anz. erb.

2 LcmdaueUvogen 2 VcktorilNvagen

(herunter einer mit einem Satz Guimniräder) noch satt neu. zu verkaufen. (02621

Adolf Fuhr, Bad Ems,

Braubacher Straße 51.

Ca. 100 Zentner Äteä Wiesenheu zu verkaufen.

Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [1945

Bekanntmachung.

Von den von dem Obechejfischen Verein für Innere Mission für die Herberge zur Heimat dahier ausgegebenen Zeigen Schtildverschreibungen wurden gelegentlich der heutigen, bei Großh. Polizeiamt Gießen vorgenommenen Auslosung die nachstehenden Stücke zur Rückzahlung gezogen: Lit. A. Nr. 15, 25, 43, 45, 62, 68, 83, 102, 142, 145, 149, 151, 181, 188, 197, 226, 334, 343, 344, 353

= 20 Stück ä 50. Mk. Mk. 1000.

Lit. B. Nr. 4, 5, 53, 62, 68, 72, 115, 127,

144, 156 10 Stück ä 200. Mk. 2000.

zusammen Mk. 3000.

Wir bringen dies hiermit mit dem Anfügen zur öffent­lichen Kenntnis der Interessenten, daß die Stücke bei der Mitteldeutschen Kreditbant, Filiale Gießen, zur Einlösung gebracht werden können.

Gießen, den 30. März 1910.

Der Vorstand des Oberhessischen Vereins für Innere Mission D*/# zu Gießen.

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