wurde, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen ini Großherzogtum Hessen zugelassen worden.
— Bauaspirantcn. Tas Großh. Ministerium der Finanzen hat bestimmt, daß die seitherigen Bauaufseher. Aspiranten infolge der neuen erhöhten Prüfungsordnung die dienstliche Benennung .Bauaspiranten* zu führen haben.
• • Ernst Ludwig-Sch ule. S. ft. H. der Gr oß- Herzog haben genehmigt, baß bic höhere Bürgerschule zu Bad-Nauheim den Namen .Ernst Ludwig- Schule* führe.
**DasBeköstigungsgcldfürdie hessischen Garnisonen wurde in Tarmstadt und Buttbach für Unteroffiziere auf 52 Pfg., für Gemeine auf 10 Pfg. festgesetzt. Für Gießen beträgt es öl Pfg. und 39 Pfg., für Mainz 49 Pfg. und 38 Pf., für Offenbach und Babenhausen 48 Pfg. und 37 Pfg. und für Worms 46 Pfg. und 33 Pfg.
'' P o si p e r s o n a l n a ch r i ch i e n. Versetzt wurde : Post- sekretär pab i chl von Lauterbach nachLippehne (Sie Soldin . Sc* standen: die Poilasüsteuleuvrü'uug Pougebllle S a h m in Gießen Freiwillig altsgeschleden: Poslgehilie Element in Romrod.
' Meteorologisches. Tcr verflossene Dezember ist seit dem Bestehen deS Hessischen meteorologischen Beobachtungsdienstes (Januar 1901)- der an Sonnenschein ärmste Monat gewesen. Stach den Auswertungen der Hessischen meteorologischen Zentrale, des Großh. Hydrographischen Bureatls zu Tarmfladt, betrug die Dauer de- SonnenscheinS in den drei Atonatsdritteln zu Oppenheim 5.8. 7,0 und 2,8, in Friedberg 2,7, 5,2 und 9,3 Stunden. Tie Gesamtdaucr erreichte also im ganzen Monat in Oppenheim nur 15,6 Stunden, d. s. 6 Pcoz. der im Dezember möglichen Dauer deS Sonnenscheins, m Friedberg nur 17,2 Stunden oder 7 Proz. der möglichen Tauer. Dabei waren in Oppenheim 19, in Friedberg 21 Tage ohne jeden Sonnenichem.
*♦ Die furchtbare Grubenkatastrophe in Radbod bei Hamm in Westfalen hat auch den Bergleuten im Großherzogtum Hessen Veranlagung gegeben, den schon oft bewiesenen Gemciusinn zu betätigen, der gerade den Arbeitskameraden dieses Berufs eigen ist. So ist aus den Kreisen hessischer Bergarbeiter heraus die Anregung zu einer Sammlung von Bergmannsspenden für die Hinterbliebenen der Opfer des Radboder Unglücks gegeben worden. Als Ergebnis dieser Sammlung konnten in diesen Tagen im ganzen 918.55 Mark durch Vermittlung der Bergbehörde nach Hamm überwiesen werden. An dieser Summe sind beteiligt (worüber hiernlit öffentlich mit Dank quittiert wird) Grube Messel bei Darmstadt mit 89.75 Mark; Grube Aussicht bei Waldmichelbach mit 102.15 Mark; Grube Georg bei Rohrbach mit 20 Mark; die Fürstlich Solms-Braunfels- schen Gruben Wölfersheim und Weckesheim mit 100 Mart; die Gießeuer Braunsteinbergwerte vorm. Feruie bei Gießen mit 312.65 Mark; Grube Bereinigter WUHelni bei Hungen mit 6.75 Mark; die Gruben der Gewerlschast Luse u. Ilsdorf zu Gießen mit 116.95 Mark; Grube Roßbach b. Oberrosbach v. d. Höhe mit 65.25 Mark; Grube Oberrosbach bei Lderrosbach v. d. Höhe mit 45.05 Mark; Gruben der Gewerkschaft Louise zu Rieder-Ohmen mit 50 Ml. und N. N. mit 10 Mark.
" Karl Hermanu Wolf, der bekannte österreichische Reichsratsabgeordnete, der in diesem Monat eine Reife durch Deutschland macht, wird bei dieser Gelegenheit auch nach Gießen kommen und hier am 19. über die Not der Deutschen! »Oesterreich sprechen. Die tschechischen Ausschreitungen gegen unsere Volksgenossen in Böhmen in der letzten Zeit haben in Deutschland von neuem die Aufmerksamkeit auf die österreichischen Verhall- nisse gelenkt und eine tiefgehende Erbitterung wegen der «in unseren Volksgenossen verübten Gewalttaten verursacht. Kail Hermann Wolf, der weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus als der schneidigste und rücksichtsloseste Vertreter der deutschen Interessen im österreichischen Reichsrat und im böhmischen Landtag bekannt ist, will auf seiner Reise nichts anderes, als die Volksgenossen im Reiche über die Lage der Deutschen in Oesterreich aufklären und durch diese Aussprache und Berührung neuen Mut schöpfen zum schweren Kampf in seiner Heimat. Er rechnet deshalb auf die Zuhörerschaft aller derer, die an dem Schicksal der deutschen Brüder in Oesterreich Anteil nehmen. Ter Bund der alten Herren des Vereins deutscher Studenten hat es in dankenswerter Weise übernommen, die Vorbereitungen für den Vortrag zu treffen. Die Versammlung soll nach der Absicht der Veranstalter keinerlei parteipolitischen Anstrich haben, und eS werden deshalb alle Vereinigungen, die national sind, dazu eingeladen. Wer also den hervorragenden österreichischen Politiker, der zudem nod) ein Volksredner von unwiderstehlicher Gewalt ist, hören will, der möge bei dieser Veranstaltung nicht fehlen!
• • DaS Kunstmettlaufen deS hiesigen Eisoereins am Dienstag hatte folgendes Ergebnis: I. Iugendlaufen-.- 1. Lahr, 2. R. Schmidt, 3. M. GijeviuS, 4. Schinner, o. Nowack, 6. Wiener, 7. Wallenfels, 8. GiieviuS, 9. G. Schmidt. II. Laufen für Erwachsene: 1. Herr 6tud. ing. Friedlem, 2. Frau Tr. Korn, Breslau, 3. Herr Assessor Pröschcr, 4. Herr SieoerS, 5. Frl. Quentell.
— Im Kolosseum ist gegenwärtig ein ungemein leb- hafteS Treiben, das in erster Lime dem urwüchsigen rheinischen Humor beS.TünneS" zuzurechnen ist. Peter Prang entfesselt mit seinen drolligen Burlesken die reinsten Bcifalls- orkane, und daS Publikum kommt säst nicht aus dem Lachen heraus vor lauter Vergnügen. Als angeheiterter HauSknechl ist er im Nachtasyl von erschütternder Komik, und alS gemütlicher Reservist in Reserve-Leutnant Linsemann ist er nicht nur als Mimiker ausgezeichnet, sondern auch von unbedingt schlagender Wirkung. Auch die übrigen Mit- wirkenden verdienen volles Lob. Ein vorzüglicher Tamen- imitator ist M a n deWl rt h, den manche Soubrette um seine Smgstimme beneiden dürfte. ES ist ganz erstaunlich, >oas der graziöse Künstler leistet, sowohl m Mimik, alS auch Gang, Haltung und Tarstellung. Auch die übrigen Nummern des diesmaligen Programms sind ausgezeichnet und eines Besuches wert. — Wie wir erfahren, kommen von heute an zwei neue Burlesken auf den Spielplan: Ter fesche Major und Ganz der Papa, die seither überall mit stürmischem Beifall aufgenommen wurden.
• * lieber die Ehe m Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft wird hier am 12. Januar ui 5le:nS ©arten Dr, phil. Helene Stöcker aus Berlui sprechen. Sie gehört zu den
meist umstrittenen Kämpferinnen der Frauenbewegung. Sie ist als eine bedeutende Führerin der Bewegung für Mutterschutz unb Reform der ferueflen Ethik anerkannt. — Ta Dr. Hclene Stöcker chre Anschauungen bei unS selbst vortragen wird, ist jeder selbständig Denkende in der Lage, sich ein eigenes Urteil über den hohen sittlichen Ernst des Kampfes für eine gesündere Geschlechtsmoral zu bilden.
• • B e sitzwechsel. TaS Anwesen der Zigarren-Fabn- kanten Gebc. Schmoll, Tiezitraße 11, ging in den Besitz des MusiklehicrS Wigand Gernhardt zum Preise von 31 000 Mk. über. Gernhardt beabsichtigt, borten ferne nun 12 Jahre bestehende Musikschule zu vergrößern.
’* Zum Mord tm Stadtwald. Der in Haft genommene Schuhmacher Reis, der unter dem dringenden Verdacht steht, den Lustmord am heiligen Abend im Gießener Stadtwald begangen zu haben, hat zugestanden, an dem Tatabend mit einem Knaben, der ein Fähnchen getragen habe, bis zur Gabelung der Licher Straße gegangen zu sein. Er will dann allein in die Bedürfnisanstalt dort eingetreten fein und erklärt, daß der Knabe, als er die Straße wieder betrat, verschwunden gewesen sei. Reif will dann allein zur Stadt zurückgekehrt fein. Durch die Art und Weise, wie das. im Stadtwald verübte Verbrechen zur Ausführung gekommen ist, kam die Staatsanwaltschaft in Pforzheim auf den Gedanken, daß der Verbrecher, der den Lustmord in Gießen begangen hat, auch einen Mitte November v. I. bei Pforzheim verübten Lustmord begangen haben könne. Auck) dort ist der Tod eines Kindes durch Ersticken eingetreten, weil der Lüstling sein Opfer mit dem Gesicht auf den Boden drückte. Eine Vernehmung des Reis, wo er seit August v. I., bis zu welchem Zeitpunkt er in Gießen in Arbeit stand, gewesen ist, hatte das Ergebnis, daß Reif genau angab, wo er gearbeitet hat. Nur für die Zeit vom 10. bis 15. November, in die die Pforzheimer Tat fällt, gab er ausweichende Antworten. Er will sich nicht besinnen können, wo er die fragliche Zeit zugebracht hat. Bisher hat der in strenger Haft gehaltene Reif keine Ahnung, weshalb die Staatsanwaltschaft wissen will, wo er gewesen ist. Man hat chm absichtlich nicht gesagt, welcher weitere Verdacht auf ihm ruht unb erwartet erst den Eingang der Pforzheimer Akten. Liebrigen5 wird Reif in den nächsten Tagen photographiert werden, und dann soll mittels des Bildes der Versuch gemacht werden, den Knaben zu ermitteln, mit dem Reif am Weihnachtsabend bis zur Licherstraße gegangen fein will. Mit der Sache Reif, soweit dessen Täterschaft in Gießen in Frage kommt, ist, der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Brühl betraut. Die Ermittelungen über die persönlichen Verhältnisse Reifs und seiner verschiedenen Aufenthaltsorte seit August v. I. führt Oberstaatsanwalt Lang weiter, um sestzustellen, ob Reif auch das Verbrechen in Pforzheim begangen hat.
•• Von den Wandernden. Die »Herberge zur Heimat imirbc im Dezember von 1964 Gästen benutzt, von Denen 576 Selbstzahler waren unb 1388 Herberge gegen Arbeitsleistung amiahmen. Tie Frequenz betrug im 4. Ouartal 5546 Gäste, für das Jahr 19u8 19 781 Gäste gegen 14 900 in 1907. — Für den Arbeitsnachweis lagen 39 offene Stellen zur Besetzung vor, von denen 36 besetzt wurden unö zwar 15 auswärts und 21 am Platze. Tie Uutergebrachten bestanden aus 24 gelernten Handwerkern und 12 ungelernten Arbeitern.
" Die städtische „Schnakenkommission^, deren gemeinnützige Tätigkeit in den vergangenen Sommern durch Die fühlbare Abnahme der lieblichen Tierchen angenehiu empfmiden mürbe, beginnt in den nächsten Tagen wieder Durch besonders dafür besteUte-Leute mit dem AnSbrennen der Keller. Da ihre Arbeit den beabsichtigten Zweck nur Dann erreicht, wenn möglichst alle Keller ausgebrannt werden, liegt es im allgemeinen Interesse, daß alle Einwohner den Leuten den Zutritt zu den Kellern gestatten. Erne gesetzliche Handhabe dafür besteht nicht, jedoch wird ein moralischer Druck dadurch ausgeübt werden, daß die Namen derer, die nicht „brennen" lassen wollen, namhaft gemacht werden.
** Der Ballon „Schlesien" des schlesischen Vereins für Luslschiffahrt ü bei flog am 30. Tez. v. Js. mit seinem Vorsitzenden Professor Abegg m der Gondel Hessen. Er kam von Breslau und landete bei Nierstein. Ta die Wolken, die bei der Fahrt während der ganzen Nacht die Erde nur stellenweise frcigaben, legt der genannte Herr Wert auf Mitteilungen darüber, ob und zu welcher Zeit in unserer Gegend damals em Ballon beobachtet wurde unb welcher Ort eß ist, in dem die Lustschiffer auf einem Tach nut riesigen Buchstaben den Alainen P. (oder F.) Hartmann gelesen haben. Tie Redaktion deS Gieß. Anz. ist gern zur Uebcrmittelung solcher Nachrichten bereit.
— Die Maut- und Klauenseuche ist ausgebrochen in Aschheim, Bezirk München, am 4. Januar.
(:) Laubach, 6. Icm. Am Neujahrstage gab ein junger Bursche einen scharfen Schuß nach einem Wobn- baufe ab. Tie Fensterscheibe wurde zerschmettert unb die Glas stücke fielen auf die in der Nähe aufbewahrten Fest- tuchen. Leicht hätte ein größeres Unglück entstehen können, da die Mugel dicht an der Stirn eines in der Stube befindlichen Mädchens vorbeiflog. Polizcttiche Anzeige des Vorfalls ist erfolgt.
(?) Aus dem Vogelsberg, 6. Jan. Am verflossenen Neujahre ereignete sich ein ergötzliches Stückchen in dem Torfe N. Hier haben ebenfalls wie in anderen Orten die F e u e r w c r k s k ö r p c r die Schußwaffen zu Silvester verdrängt. In einer Wirtschaft brachte zum Neujahrsabend ein Bursche ein Zigarrcnlistchen voll der verschiedensten iZeuerwerkskörper, wie Frösche, Raketen, Schwärmer, Sonnen u. dgl. m., mit. Um den rtameraben die Ungefähr- l'chkeit der kleinen Frösche zu zeigen, wurde ein solcher an- gezündet. Bums.' gings los, aber der unheilvolle Frosch hüpfte direkt in das am Boden stehende Kistchen mit den ^euerwerkskörpern, diese mit einem Schlage entzündend, 'hin erhob sich ein Zischen, Krachen, Knattern und Knallen, daß die Burschen wie der Blin Reißaus nahmen. Erst nachdem es im Wirtszimmer wieder stille geworden, wagten sic ivieder den Eintritt, um nun einem Dunstschwaden entgegen» tttgehen, der ihnen den Atem benahm.
— S ch o 11 e n, 6. Jan. In dem vom Sprachverein I ausgeschriebenen Wettbewerb für eine Prcisarbeit über
„Goethes Anschauungen von der deutschen Sprache" wurden die ausgesetzten Preise den Arbeiten des Professors Dr. Seiler-Bielefeld und Tr. Rausch, des Rektors der hiesigen höheren Bürgerschule zuerkannt.
s. Tarmstadt, 6. Ian. Bei der Handelskammer wurde E. Parkus, Tirektor der Bank für Handel unb Industrie, zum ersten Vorsitzenden, und die Herren Geh. Kommerzienrat Tr. Merck und -wmmerzienrat Jacobi zu stellv. Vorsitzenden wiedergewählt. Ferner wurde beschlossen, die Arbcttskanimern auf paritätischer Grundlage abzulehnen. — In den nächsten Tagen wird das Sttaßcn- büb unserer Stadt durch sogenannte Adrßbuchauto- maten bereichert werden. Tic Automaten gewähren nach Einwurf von 10 Pfennigen Einblick in das Darmstädter Adreßbuch.
Tarmstadt, 6. Jan. Da die Liktoriaschule, die höhere Töchterschule, und auch die Obcrreal- schule seit längerer Zett überfüllt sind, so ist die Errichtung zweier gleicher Anstatten durch die Stadt nicht langer hinauszuschieben. Das vor einiger Zett von der Staot- Verwaltung für die Neubauten vorgelegte Projekt, defscn Ausführung den Bettag von einer Million übersteigt, ist soeben vom Großh. Ministerium genehmigt worden.
Mainz, 6. Dez. Großfeuer brach heute morgen in der Wachswarenfabrik von Werner u. Merz in der Erthalsttaße aus. Eine große Menschenmenge sammelte sich an den beiden Straßenenden an, auf seine Kosten kam jedoch das Publttum nicht, auch nicht ein Fünkchen Feuer war von der Straße aus zu sehen. Es brannte in den 2r- bettsräumen und c5 wurde allerhand Material zerstört, was einen unangenehmen Geruch weithin ü er breitete. Nach kaum halbstündiger Tätigkett hatte die Feuerwehr den Sranb gelöscht.
WormS, 5. Jan. Auf Anregung deS ReichStagS- abgeorbneten Frhrn. Heyl zu Herrnsheim hat sich hier ein aus Angehörigen aller Parteien und Stande bestehender Ausschuß gebildet zum Zwecke der Gründung einer Genossenschaft zur Versicherung gegen die Ar- beitSloslgkeit. Außer für ArbeitSgelegenheck soll auch für WohnungSgelegenheit gesorgt und zu diesem Zwecke Baracken mit einer Anzahl von Betten gestellt werden.
Wolfs heim (Rheinhessen), 6. Jan. Die Schulbehörde hat dem Lehrer Schenkelberg hier, der bisher Rechner un Winzeroerein war, die Wetterführung dieser Geschäfte untersagt. Sein Nachfolger wurde der Bruder des Bürgermeisters Hungermüller.
h. Bischofsheim, 6. Jan. Im Güterbahnhof stießen gestern infolge falscher Werchenstellung zwei Güterzüge zusammen, dabei entgleisten mehrere Wagen. Schieneii und der Unterbau wurden stark beschädigt.
— Krosdorf, 6. Jan. Am nächsten Sonntag, den 10. Januar, findet hier m dem Saale des GanwirlS Moos zum ersten Male einer der in vielen Orten des Kreises Wetzlar emgeführten und beliebt gewordenen VollsunterhaltungS- abende statt. Die Unterhaltung tragt diesmal einen meist musikalischen Charakter. Der Eintrttt emschl. Programm kostet nur 25 Pfg.
= Atzdach, 6. Jan. Herr Lehrer Koester dahier ist von der Regierung m Koblenz zum Hauptlehrcr ernannt worden.
= Frankenbach, 5. Jan. DaS Amt deS Genie i n d e re ch n e r S, das der im Herbst verstorbene Johannes Walbrecht 27 Jahre zur großen Zttfuedenhett verwaltete, wurde dem Landwirt Gadinger übertragen. — Die Firma Niedere- Marburg hat die hiesige alte Schule käuflich erworben und m deren Raumen eine Z igarre nfa bril eingerichtet.
^Marburg, 6. Januar. Oberbürgermeister Troie kündigte in der Ctadtverordnetensitzung gelegentlich seines NeujahcSgrußeS für diejeS Jahr u. a. den Umbau des Rathauses, den Wiederaufbau der abgebrannten Hercenmühlc (stabt. Elektrizitätswerk), den Neubau eines Rathauses unb höhere Steuern an. — Auf dem Vorplatz eines Hanfes in der Nähe der Elisabethkirche wurde heute nachmittag em neugeborenes lebendes Kind gefunden. 'Man vermutet, daß eme fremde Frau, die eine Kietze trug, das Kind dort niedergelegt hat.
b. Frankfurt a. M., 6. Jan. Die votbcrcitenben Arbeiten für bie Frankfurter Aeronautische 91 us- itellung nehmen so guten Fortgang, daß alle Aussicht aur cm Zustandekommen des Projektes besteht.
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Kirche und Schule.
ZE. Frankfurt a. M., 6. Ian. Die Freie Landes- k i i cv l i cb e Vereinigung für das Großherz ogtuar Hessen hielt heute rarrfvm. 3 Uhr tm Kaiscrkellcr ihre Hauptversammlung ab. Sic war aus allen Decken des Londes sehr gut befudiL Aus bent vom Vorsivcnden Professor Berger- rarmstadt erstatteten Ialrresberickt ist herDormheben, baß die Vereinigung mitberaten und gelotet hoi, um bat Religwns- uiucmau an den hessischen Voiksschutta iu reformieren. In Den Ortsgruppen Gießen, 'Dinins und Worms habe ein rcq& Leben sich entfaltet. Leider sei der Mitglieder zugang un _a belaufenen Jahr gering gewesen. Ter Boden sei bcijnixv-J iu £ rfen - bad) a. M. für die Zdccn der VercuiiAuitg unvraktckabct. Vorträge un lammenden Jahr find in DarnMaot, Vlainz und Worms ui Aussicht genommen uno hervorragende 'Manner aus Redner jje- luonncit, m Gießen wird bereits in diesem Monat Pfarrer a,T. Förster-Franlfuri a. M. fpreclien über: .'tirdfc und Frömmigkeit. In allen Orlen Deo Landco müßten gerade in diesem Jahr Die Ideen der Freien Laiunstirchttclx ir Vere.nignng hinein getragen Ivetten, um eine wirksame StcckiUig der Verciingung bei ben im Sommer statt findenden Uttchen-Wahlm zu idjairen. ^Lebhaftes Bravo! Pfarrer SLriba-Wuiternbeim eiftaucic den Staifcn> uendjt. Tie EianoiMen betrugen pro 1908 20,3 Mark, die Aus> babcH 1541 Mark. Die sodann vorgeiwmmcuen Wahlcu für die and Dem Vorhand aue-''d)cibc:Uen Mttgiickvr Amtsrichter ÄW|- Gwß4verou, Pfarrer Äxt, Psarier Rückert-Tarmjioot, Tekan £rth Niederuwlttiadt wurden Bibliothekar Pfannmullcr-Tarni- n ü r, Lehrer Valentin Müller-Gießen, Dekan Lauih-Planig iiud ein weiteres Plitglicd aus Gieyen gen-.ih^. Einer der angc- nhensten atabenrifdicn Vertreter der f'ystematt>d cn Thevlogic Pros. Dr. D i t i n»o-Göttingen hielt hierauf einen Borirag über die zutage: „Ist monisufcne :Htiigion lebcnsgc'ährlttb?"
Das Erdbeben in Süöitaiien.
Der Bericht eines Schwergetroffencu.
Von Pcofesivr August Rmndor an der Kgl. Höheren Handels' schule zu Palermo, gehl der Bois. Ztg. folgender Bericht dieses 'Jiugcn-cugcn des Etthebens in Mcsima zu:
Meine ü-ran ist Mesiinesin. und oeovr ich von der italienischen 3i*'L crun.j nm 1. Oktober 1907 an die hiesige Kgl. Handels-


