ttm rör^igtr Hbgeotbnettr ^etwrgehoben bot, et gäbe Fälle, in fcener eine Ctbiurnfl3ftrcfe zur Sicherung der ordnungsmäßig Kxntfübrinta der Bei Höhlung troy erhobener Beschwerde ohne heben Aufschub vollzogen werden muffe, und daß zur Verhütung 'etwaiger Mißgriffe eines Richter- die Zulässigkmt nachträglicher WeschwerdeerHebung vollkommen genüge
Derrn auch bekanntlich da- zretbewußte Streben der Sozial- demokratie dahin geht, die richterliche und überhaupt die obrig- Zeitliche (Gewalt zur Ohnmacht zu verurteilen, so war es doch wohl nicht Aufgabe der doch auch au- konservativen Elementen bestehenden l>wuschen Abgeordnetenkammer, derlei Bestrebungen sei es bewußt oder aus Deltfremdheit unbewußt, durch eine joltbe einstimmige Abstimmung zu unterstützen.
Die Thronrede der neuen Königs der Belgier.
Ter neue König Albert scfaint nach seiner ausführlichen Thronrede ein sehr modern und liberal denkender Herrscher *u sein:
Brüssel, 23. Tez. Prinz Albert verlieft heute vormittag um 10 Uhr Schloß Laeten, um seinen Einzug in dieHauptftadtzu halten. In der Uniform eines C4ene- ralillimus, umgeben von einem Regiment tyuibcn, begab er sich durch die Straßen der unteren S'adt nach dem Parlament. Vorau- fuhr von einer Leibes ä^ron eskcrti r seine Gemahlin. Beide wurden von einer überaus ^chl- reichen MenschenTnenge begeistert begrüßt Tie Stadt ist festlich geschmückt.
In der Kammer waren die ausländischen Delegierten, f >mansche Korps, die gesamte
sowie die hohen Iustizbcamten, Sena oren und Deputierten .versammelt Als die Königin Elisabeth mik ihren 'beiden Söhnen, den Prinzessinnen Stephanie un) Llem n- tine und der Gräfin von Flandern eintrat, wurde f.e stürmisch begrüßt mit: Bive la reine! Kurze Zeit darauf erschien König Albert mit den ausländischen Fürsten, -ebenfalls lebhaft und andauernd begrüßt. Ter König leistete daraus erst in französischer und sodann in vlämi- scher Sprache den Eid auf die Verfassung und verlas die Thronrede. Diese begann:
In brm Augenblick, in dem ich die Mission übernehme, die die Verfassung mir übertragt, gedenke ich m erster Linie der Grirnocr der belgischen Unabhängig keit, jenes Kvn- aresses, der die fundamentalen Grundsätze dcs nationalen Leben- reftgeicgt hat und der Staatsmänner des Jahres 1830. Die Thron veoc gedenkt alsdann de- Gründers der Dynastie, Leopold L, der Wägten int Innern ßonfolibiert und im AuSlandc Achtung verschafft habe Lovpold IT., ihm man tctzt beweint, lrabe sich 7,ur Ausgabe gestellt, Belgien schöner und größer zu machen, eine Aufgabe, die er glänzend gelöst habe durch Schaffung der Kolonie öl Afrika, der er den Sieben gesichert, und die er für die Zivilisation geöffnet habe Leopold II. habe den Willen gehabt, die wirtschaftliche Zickunft des Landes auf eine solide Ban i zu stellen unb die Erfüllung dieser Ausgabe erleichterte ihm sein starker Wille. Ter König dankte dem Äuslmide für die Teilnahme an dem Tode König Lavpolds, die es durch Abordnungen beroiefen habe. Für Belgien sei der Augenblick gekommen, die sllotwendig. T-’iten der Zukunft ins Auge zu fassen, da seine Lntwickliuu? tu den letzten 25 Jahren die weitgehendste Hoffnung ferner Gründer überfliegen habe. Beknie n i ft glücklich und reich, aber der Reichtum schafft Pflichten de r Bölker gegenüber den Individuen Rur die intellektuelleir und moralischen Kräfte der Ration begründen ihr Glück Man müsse an den traditionellen Grurchsüyen und an den konstitutionellen Freiheiten der llnab» hängigkil festhalten und die öffentlichen Angelegenheiten mit Weisheit fördern. 5o erhalte das belgische Volk feine geheiligten Güter, die Generationen durch Arbeit geschaffen hatten, unversehrt Es sei eine friedliche, durch die Arbeit bet Wissenschaft «zielte Eroberung, wenn vlänrische und wallonische Künstler und Sckniftstelle' ihren Werken den Weg bahnen rönnen. Ter König sm ach alsdann über den Kon-oftaat, in dem die Wege zu einer Politik der Humanität und des Fortschrftts geebnet seien. Jedem Bolk, das von der ^Gerechtigkeit durchdrungen sei, bedeute du kolmrisatorische Mission eine Mission hoher Zivilisation. Lin kleines Land, da- sie fördere, zeige sich groß, und Belgien habe stets seine Versprechungen gehalten. Wenn er die Verpflichtung übernehme, daS Köngo-Pwgramm durchzuführen, habe niemand etn fRcdit, an feinem Worte zu zweifeln. Am Schluß der Thron, rede sagte her König: Jrd» habe eine klare Vorstellung von meiner Aufgabe Die Pflicht der Fürsten wird vom Gewissen bittiert, imb wenn >ie ihnen Urteile bietet, bann verpflichtet sie auch Ter Souverän muß über den Parteien sleheii, wachen über die nationale Mrait, hören auf die Stimme des Volkes, da- Schicksal brr Armen erleichtern, firn, der Herrscher muß der Diener be$ Rechts, der Er Halter des sozialen Frieden- fein Gott nu'ge mir hdlen, diese Mission zu enüllen. Ich werde stets bereit fein, du Bemühungen derer zu unterstützen, bte für die Größe des Vaterlandes «rrbeiten und vom Geiste toviirirr Einigkeit und sozmlen Fortschritts durchdrunsnn sind, bte das intellektuelle und moralische Niveau heben, den Unterridit und die Erziehung erweitern wollen, um den größeren Wohlstand der Natwn zu sichern. Ich liebe mein Vaterland: die Königin teilt diese Gefühle der Treue für Belgien. Wtr erfüllen mit diesem Geist unsere Kinder und wecken in ihnen btt Liebe zum Heimatlichen 'Aibcn, zur Familie, zur Arbeit und zum Guten. Tnele e ugenden machen die Nationen stark. — Der König dankte cSSdann für bte Aufnahme und für das Vertrauen, dessen er sich würdig *1-1 gen wolle und erklärte, daß er mft öem Erd aus die Verfassung vor sich und vor dem Lande bte Verpflichtung über nrtmtt, scmc Pslicknoi aufs aewissenhastestr zu erfüllen, ferne Kräfte, sein Leben dem Vaterland zu weihen.
Als der König und die Königin das Parlament verließen, ertönten stürmische Hochrufe, die sich auf der Strafte bis Rum Palais fortsctzten.
Das Königspaar empfing uni 3 Uhr nachmittags ün Stadtschloß die Deputationen der Deputier- tenkam mer und des Senat- unter der Führung ihrer Präsidenten In der "Adresse der Kammer wird gesagt, das Dol^ lxrbe Zutrauen zu König Albert, daß er, treu feinem Schwure, an den nationalen Institutionen und Ucbcrliefcrungen feftbaltcn werde, um den Frieden zu et- balten. In der Adresse des Senats wird der Verdienste ÄDttig Leopolds gedacht unter ausdrücklicher Betonung bcS den Belgien aus der Küngokolonie ziehen Lrnne Deide Adressen bearußen die Königin Elisabeth als treue Mitarbeiterin des Königs, die dem Volke das Beispiel einer mustergültigen, edlen Frau gebe.
Die (Erfolge Zrankreichz.
Aus den gestrigen Verhandlungen in der französischen Kammer Jarni man fo recht erkennen, wie ge'ckxckl oder ungeschickt unsere »arltner Diplomatie mit der angeblichen dcutsch-ftanzöi ischen An- Näherung otxuicrt haben!
~>3 Kammer beriet heute das Budget
'JxunfnrrtumS dcs Aeußern unb bic dazu eingebrachten An- fragni Mil 1 evove ^.'anonalist^ fragte über bic Be - 6tebungen Fra,ikrctchs ju den übrigen Mächten unb iprad' von bet Bemühungen, eine Annäherung zwischen § " 1 ’ * J * ” d u n d Fr cntwid) frctdcizuführen. T roybem ^TC ,OTt- sich die Vermehrung seiner Armee unb
inner -.Vanne angelegen sein zu lassen Frankreich müffe das Gleiche tun: um den eurpixiildien Pangermanismus bic Spitze ui bictai. habe Frankreich kein anderes Mittel, als innen Bü n d n i > i cn t re u zu blciben Ter fHexmcr iptad) sich v «inn gegen die Zula ' sung deutscher Werte auf dem ito n »o 11 Ich e n Markte aus und warnte vor allzu großer ratonjicllcr Duldsamkeit Deutschland gegenüber. Die eine Gerbr Tur bat uneben lei. Zu ber ftaiitoiisch-iialiennchen Entente wnnc Frankreich sich beglückwünschen. Italien könne sich, aus
box Dreibünde nicht Mtrücktzwhe», ohne dar Frieden ber Seit zu gefährden, aber der Dreibund habe sich neuerlich gelockert. Frankreich könne sich zu («er augenblicklichen Lage beglückwüiuchm, ohne mehr zu verlangen Er beglückwünsche die Diplomatie, daß sie mit dem Zustandekommen der fran^fisch-eng.isch-ualienischen Entente unb zu der englisch-russischen Annäherung beigetragm habe. Frankreich un d E na - land hätten Rußland aroße Trenne geleistet, indem |ie ihm zur Mäßigung während Set Balkan krise geraten hätten. Frankreich habe in der Ballankrue eine versöhnende Politik ein- 6chaltcn, denn eS arbeite ntdi auf die Schwächung Le st erreich- ngarnS bin. Ter Redner schloß mit einem Lobe der ftanzösisch- rußtsche:'. Allianz und mit ber Billigung ber auswärtigen Politik der Regierung.
T enyS-Eochin verlangte. bcf> die Regierung energisch in Marokko vorgebe. Frankreich müsse sich bemühen. ein dauerndes Gleichgewicht im Crient herzustellen. Lucien Hubert sprach feine Freude aus über das französisch-deutsche Einvernehmen und über die Abkommen Englands mit Frankreich und Italien- mit Rußland. Hierauf wurde die Weiterberatung auf morgen vertagt.
Paris, 23. Tetz. Im Senat wies bei ber Fortsetzung ber Beratung des Berner Uebercinfommcnd betreffend die Zugangsstraßen zum Simplon Minister MiUerandin Erwiderung auf bte Ausführung mehrerer Redner auf die nicht zu verfennenoen Vorteile des Heber einkommens hin TaS lieber» curtommen wurde sodann durch .Handaufheben angenommen. Ferner wurde eine Tagesordnung angenommen, in ber bte Regierung aufgeforbert wirb, Schritte »ur Verbesserung gewisser Linien zu tun, damit die franzcsi'chen Eisenbahnnetze in den Stand gesetzt sind, aegen die auswärtige tomfurrenj auftreten zu können Hieraus wurde die Sitzung geschlossen.
Bern, 23. Tez. Der Ständet,a 1 genehmigte beute vormittag einstimmig die französisch-schweizerische Konvention über die Zufahrtslinien zumSimplon, nachdem die Konvention bereits von der fransci’ifdjen Kammer und dem schweizerischen Nationalrat angenommen worben war.
Die Ernennung öes neuen ung. Minifterpräfidenlen
Dien, 23. Tm. Kaiser Franz Josef designierte den gewesenen Finanzminister Ladislaus Lu kacs zum ungarii’chen Ministervräsidcnlen und ermüditigtc ihn, mit den politi'chcn 'Parteien zwecks Bildung eines neuen Kabinett- Vev- banblungen zu pflegen. Lukacs reifte heute nachmittag von Wien nach Lfenpcst.
£ feit pc ft, 23. Tez. Bei der Ankunft dcs designierten Mi. nisterpräsidcnten Lukacs bemjiiftiertcn vor hem Bahnhöfe zahl reiche dort versammelte Sozialisten für daS allgemeine Wahlrecht und bereiteten Lukacs eine Coation. ?luch vor dem Älublotal ber Iusthpartei fanden ähnliche Lundgebungen ftatt
Die griechische Kriie.
Athen, 23. Tti. 10 Uhr abends. Wie e- heißt, foll im letzten Augenblick folgende Lösung der Krise gefundm worden fern: ber KciegSNikmister tritt zurück imd der Minister- Präsident Mavromichalis übernimmt interimistisch twr? Ministerium. Tie Kammer nimmt ihre Sitzungen wieder auf.
Ter König bat du: Dekrete, durch die bic Obersten Zorvati'ch. Lmibritis, Sapund^ak.s und EonstanlinidiS zu Generalen be» fördert werden, unterzcrckrnet.
Dcutfcbo Heidi.
Der Kaiser nahm am Donnerstag vormittag im Neuen Palais die Borträge des EhefS des Gencralstabcs der Armee und des Kriegsministers entgegen.
Die „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt: Tie beit kasierlichen Konfulurbchörden zu Kopenhagen, London, Pari- und Petersburg iugeteilten landwirtschaftlichen Sachverftänbigen werden für die Zeit der Tagung der großen landwirtschaftt»cl»en Körperschaften, insbesondere des Deutsch-M Landwirlfchafttat. s. im Februar 1910 nach Berlin berufen, um ihre Erfahr• ungen unb Beobachtungen durch Auskunfterteilung und Vorträge zur Kenntnis der Interessenten zu bringen, und Wünsche wegen der Beschaffung von Nachrichten und Auskunft enlg genzunehmeu. Die Interessenten, die sich mit den Sachverständigen in Verbindung setzen wollen, können sich schon letzt an baS Auswärtige Amt wenden. Dieses wird Wunsch" von Interessenten den Sachverständigen, für die sie bestimmt sind, übermitteln.
Ausland.
Aus Earn pden (New-Jersey) wird gemeldet: „U t ha", da- größte Kriegsschiff der Bereinigten Staaten, ift Donnerstag morgen vom Stapel gelaufen.
Aus Bukareft meldet man: Das Befinden des M i- nifterpräf identen ift andauernd befriedigend. Ter König Earol stattete heute dem Verwundeten einen Besuch ab
Ter Ausschuß der russischen ReichSdum a lehnte mit 18 gegen 6 Stimmen die Anftage der Kadetten aus Anlaß ber Ermordung des Obersten Karpow ab. Tie Anftage wurde für vollkommen unbegründet befunden.
Au» Stadt und (and.
Gießen, 24. Dezember 1909.
Weihnachtsglocken.
Nun kvNt...st du wieder, Tag der Freude, Mit deiner goldnen K^rzenpracht, Wo uns aus jedem Kinderauge Ein Strahl des Glücks entgegen lacht.
Wo auch das härteste der Herzen Um eine stille Gnade fleht, Unb die Verkündigung der Liebe Als Engel durch die Lande geht!
Bon allen Bildern, mit denen unsere Zeichner und Maler die hohen Feste zur Darstellung bringen, berühren unS die am tiefsten, die die fröhliche, selige und gnaden- bringende Dcilrnachtszeit betreffen. Gewöhnlich sehen wir ein anmutiges Duilerbild: Wiesen und Felder und verschneit, die Zäune haben tveiße Krusten, die Pfähle zierliche Häuschen und die Bäume tragen ebenfalls glänzenden 3dmmd. Besonders schwer aber liegt die weiße Fülle auf den breiten niedrigen Dächern der Hütten, die schläfrig mit ihren win.z gen erleuchteten Fenstern in die dämmrige Dinterlandsck^ift hinausblicken und von deren Rinnen lange Eiszapfen der niederhängen. Etwas abseits, auf einer An- k.öhe, steht das schnruac Kirchlein. Die hohen gotischen Fenster sind gvldhell erleuchtet und werfen einen matten schein auf die verschneiten Kreuze und Grüfte, die von einer schmalen Mauer umgeben sind Hier und da kommt in schwarzer Kleidung, das Gesangbuch ün Arme, ein Kirchgänger: meist sind cS einfache, biedere Dörfler, die des Ledens Unrast schon falb überwunden haben und die dem großen allgemeinen Feiertag mit gläubigen Augen cm- gegenschen. Senn man sich in ein solches Bild vertieft, crwackum immer wieder neue Siei,;e der Srumnung. Man fühlt den ganzen wunderbaren Zauber einer äyristnacht in sich erftehen. und cS ist einem, als lauten aus weiter Jörne die DeibnachtSglocken und a'.s schritte man nun selbst die schmalen Stufen hinan zum erleuchteten Kirchlein Während am Alla, zwei licht erbcteck.e Tannendäume glanzen, ftunmen die Gläubigen das at:e schlichte Weih nochtslied an: .^m Himmel hoch da komm itz her." Ta ist eS den Betern, «US schwebe durchs Kirchenschiff em freundlicher Engel, welcher der Menschheu verkündet: „Euch rst heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der
Sohn in der Stadt Davids. Ehre sei Gott in der gehe, und Friede auf Erden und den Menschen ein WotLgtfas)en - Aber noch andere Bilder drängen sich vor unsere Seele Dir blicken hinter die Gardinen eines Parr-.zierbauseS, nu Kinder jubelnd den mit Geschenken bedeckten Tisch umbupfa während Pater und Mutter stillselig lächelnd drrinb?ckcn wir sehen in die ärmliche Dachwohnung, wo ein ein a^tei Fräulein weiße Papiersternchen an die grünen Spitzen eine» bescheidenen Bäumchen- steckt, um ihrerseits ebenfalls h^v teiligen Abend zu feiern; wir schauen in die beute fo öden Raume eines Restaurant-, wo sich, in die Ecke y. druckt, ein Einsamer verlorener Zeiten erinnert; wir der» setzen uns auf einen Tampfer im Ozean, wo die Matro ev ihr „Stille Nacht, heilige Nacht" fingen. Die verschiß densten Bilder erstehen vor unseren Augen und füllen unsere Brust mit seltsam-frohen Gefühlen. So bringt iftt Weih, nachtsglocken denn bin zu allen denen, die mühselig unb beladen sind, denen die Schuld am Herzen nagte, und bentr. Heimat, Liebe, Glaube und Hoffnung verloren gingen alle find heute ;um Feste geladen und dürfen lalncbmen an der Feier, die uns Menschen veredelnd iu einander fuhrt und rin wunderbare- Hohelied der Lreoe bedeutet
•
••lagelfalenber. Stabttheater: Lamsta v A. Tn ü. Bcihnad)i«*eiertaQ): .Tie Holen des Herrn von K’rfJoro* Anfang 7'/, Uhr. Sonntag, 26. Ter. (2. Feiertag) ‘Jlaitr-1124. Kindervorstellung: , ^ormßwen'. An'ana 3 , Uhr. tlNebl . nloitemnanÖDfr'. Anfang 7V. Ubr. Tlontag, 27. Tev, 110*. inntagS: KnidervorsteUnng . .'llwendrödett, Anfang 3‘, U^i; abenb-3 .Preciola', Anfang 7 , Uhr.
Koloft en in. Heute keine Voiireklnna, Samstag (1. fttteTtea1 Nacknniitags 4 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellungen in Lrul'.r (l'Oin 2. Feiertag ab täglich Aor'iellungen. (Prange Ponen- enfemble).
Kinematogravb: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich VoriteUnng.
Kaifcroa norama. Täglich Vorstellung (Starnberger €<t Mrlitärkon^erie der Regnnent»iuu''ik am 2
nachmittag- 4 Uhr, in Steins Warten, am 8. Feiertag, nad)nuuag« 4'/, Uhr auf bet Liebig-höhe.
•
— Ein WeihnachtS-Prei-rätsel befindet sich in ben Gieße ner Familienblättern, die mft Ruckücht auf die Feiertage heute ausgegeben werden. Tie Landwirtschaftliche Beilage wird am Montag erscheinen.
— Pfarrpersonalien. Der Großherzog bat dem Pfarrer Han« K1 etz zu MonSheirn die evang. Pfarrilelle zu Oppenheim und dem Pfarrer Ludw. Hentzel zu Ttenhcrm bic evang. Pfarrstelle zu MonSheim übertragen.
• • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde bee SchulamtSaspiranten Hugo KlooS au« Allersthausen bw Lehrerstelle an der Gememdeschule zu HartinamiShain.
• • Ernannt wurden der Gcfanqenaufscher am Pro- oinzialarreslbau« in Darmstadt Friedr. Schneider zum Gefanqenonfsehet am LandeSzrichthau« Manenschloß und der Gefangenaufseher am Lanbe«zuchlhau» Marienfchloß Od. Mayer zum Gefangenauffeher am ProvinzialarresthaiM m Tarmiladt.
Der Bogel schutzverein für da- Großherzog- lum Hessen (Geschästsstellc: Darmstadt, Soberftratze 11? bat es sich zur Ausaabc gemacht, bie Erkenntnis von ber öidin.- keit bet Bogelschutzbesttebungen und die ÄcnntmS von der mältlichen Ausübung beS Vogelschutzes durch fortgesetzte '"nr \at uitu Bekehrung unb durch Aussühcung vorbildlicher VogeisckMz anlagcn immer weiter zu verbreiten. Et glaubt dieses BI bauvtiächlich dadurch zu erreichen, daß er geeignete .Nitg.uLv an Vogcliclutz praktisch auSbildcn läßt nm iwtd) und nach ulrr bd ganze Land ein Netz von Sachverständigen zu erhalten, die belehrend unb anregend auf die Bevölkerung einroirten unb bar Sicherheit gewähren, daß die Vogelschutzanlagen auch fadwecui mW erfolgversprechend ausaeführt werden «0 hat d:r xxmr liim erstenmal in diesem H,rvfte zehn Mitftiedern auS vetschi'"' r~ Teilen beS Landes die Mitt-i zur Beringung gestellt, aif .vi Versuchsstation für Vogelschutz dcs Frei Herrn v. Berlepsch .n Secbach an V 0 g e l s ch u tz k u r s e n Liliunefaicn. Tie Teil
nehmer sind bothbefriebigt von dem tvrt i Reichen en mib <v«fmttHi zurückgekehrt und es ift au fronen, daß sie weitet. Kreise zu einer h'.rfia.mai/r. praktischen Betätigung im Vogelschutze anrtyi werden.
• • Da« pharmazeutische Staatsexamen bestanden an ber hiesigen Universität bie Herren: W Krieb au« Gießen, K. Hallensleben an« Kammin, F. A. Müller au« .Heiligenberg nnb H. Orbiq aus Gießen.
• * Silberne Hochzeit feiern am 27. Dezemd. Schutzmann Hermann Schäfer und seine Ehefrau, geb Arnold.
* • Der Tu r n vcr ein hält nach altem Herkommen am 2. Feiertag seine Weihnachtsfeier in der Turr falle ab. zu der rin recht reichhaltiges und abwechslungs reiches Programm aufgestellt worden ist. '^esana rocrrä Konzertstücke. Theateranfführungen und lebende Bilder gehen der reich ausgesttttteten Verlosung voran, während ein ST sich anschließ^. Erfahrungsgemäß ist die Weihnachtsfeier Die am besten besuchte IabreSvcraftstaltung des Turnvel- eins, so daß auch diesmal aus einen starken Besuch gerechnet werden kann.
•• Ermittelt. Die Sektion ber am verstossenen Sonntag in einem Winkel in ber hLalltorftroße aitfgefiinbene Kmbesleiche ergab, baß ba« flinb nach ber Dediirt qeleM unb getötet worben war. Die Mutti würbe in ber Pefto' bet 19 Jahre allen Elisadetha Löwer von hier ermiltelt unb gestern verhaftet. Sie hat die Tat al«bolb emgestanden unb wirb sich bemnächst vor bem Schwurgericht wegen Kmde«- morb zu oeranlivorlen haben.
— Diebstahl. Au« einem Laben in ber fiubroiaftrov würben gestern eine Anzahl elektrischer Taschenlampen gestohlen. Die Täler, fünf Burschen, von benen zwei noch nicht ba« strafmünbige Alter erreicht haben, würben ennckteit unb bie Lampen fanden sich m ihrem Besitz vor.
** Straßenbahneinnahme Tie elektrische Straßenbahn Hal im ersten Monat ihres Betriebes t;ne Einnahme von runb 1200" Mk erzielt Es sind d'es 1' Prozent der in der Rentabilitätsberechnung angenommenen IahreSeiunadme, ein Ergebnis, ntu dem man zufrieden sein kann Man geht aber nicht fehl in der Annahme daß nach den fetten Tazren vor Weihnachten auch »n günstigere Zeiten folgen werden
" Polizeihunde. Tie guten Erfolge, bie wie wir gestern berichteten, durch bie Arbeit eines Polize fan^ in Gei ß -Nidda erzielt wurden, sind dem ^icpfner Poli^itund Lur Besitzer Schutzmann Neuz zu txrNinmi Tic Arbeit des Hunde- ist umsomehr awzuerkenneu, al* feil der Tai schon längere ;kit vergangen und inzwischen Tauwener ringelreien war. io daß die Spuren fd't dotttg verwischt waren _
M In Amerika verstorbene Hessen
Fanny Simon, 60 Iafae alt, aus Langen, ui Newyort,


