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3.3.1909 Erstes Blatt
 
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Strenge n bi bebeutenb schwereren JS? S? >Vbten <nenka) kampste imtÄvol- ^V^!L"den. Mmd bm Milihun idjon miß- erroamung zu. 3 Bermr- Zum Schluß siegte 'bei Frachet) in 13 mu Eindrücken bet Brücke. IJrollon de Collosse, Sui- rächet.

trajfonimec hat beschlosicn, 1 des § 211, also wegen igen.

^anlnchenzucht-Vrr. ershausen eine Dele« sehr gut besucht war. Tie i wurde auf den 18. April ausnahiusiveise auch die chlar zur Prämiierung zu« beie und silberne Medaiücn stellnng ausgeteilt werden, ig hielt Professor Schmid, der Nager zuiil Menschen, , unb über die Üaninchen- fei.

j, In unfern: (Senteinbc ii b e» für eine RanyU ibitalien 25 Mark anv

xvb. M 28. W' 2- tzeMchcrsk Gabels- nit demAenographenverem tlusslug hierher, um de.» einen Besuch abzullattcii. eine sorgten durch W für, daß bald die nchW ran» kam ju jemem W insche nach östecer Lieder

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Paris

3.

3.

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4.

Der Bürgermeister

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Fürstlicho Obcrsörfterei.

Gießen, den 26. Februar 1909.

Großh. Hochbauamt Becker.

Mehrere größere Lagerplätze Wie gedeckte Hatten llllö Stallungen idiort zu uemieten bei m Andreas Euler.

Oregttral-DrKhtmeLdttirgen.

Paris, 3. Aäarz. Der Matin meldet aus Belgrad: Der russische Gesandte in Belgrad begab sich gestern zu dem Minister des Acußerri, um freundschaftlich aus Serbien einzig wirken, damit die serbische Regierung auch weiterhin die bisherige ruhige und korrekte Haltung beibehalte. Jin Laufe des gestrigen Nachmittags fand ein Lkabinettsrat unter dem Vorsitz des Königs statt, der bis 7 Uhr dauerte. Das Ergebnis des Kabinetts-

Rutz- und Brennholz-Lersteigcrung der Fürstlich Solms - Braunfels'schen Oberföcsterci Hungen in dem Distrikt Lollarer-Kovs bei Hcibertsbauseu.

ES sollen versteigert werden:

Ateitag den 5 März 1901), von vormittags 9 Uhr an:

GO Fichten «stamme 9 bis 12 Mtr. lang, 12 bis 20 cm Durchm. 9,84 Am. 770 FichlenDerbftangen 8 bis 12 Mtr. lang, 6 bis 11 ein Turchm. 26,48 Fm. 3u Sparren, Lciterbäumcu und Baumstaugeu geeignet. 149 Rm. Buchen Reiser.

Die 3uiammentunft ist am Heibertshäuser-Feld.

Hungen, den 1. März 1909.

Friedensaussichten nicht gewinnen roürden.

Belgrad, 3. März. Der Matin meldet aus Casa­blanca: In Mazagan erhielt ein französischer Arzt einen! Dolchstich von einem fanatischen Araber, der die Flucht ergriff. Aus dem Süden des Schauja-Gebietcs wird große Aufregung unter den Eingeborenen berichtet.

der Unterzeichnete.

Tretö a. Lda., den 2. März 1909.

Großherzogliche Ooerförsterei DrctS.

Schneider.

ft Ä 6 Rüsselsheim m. I I je W I Nähmaschinen, Ul ! Fahrräder,

Motorwagen

Man.verlange Preisliste. W»

Gießener Strafkammer.

)( G. iesten, 2. März.

Wilderei

im grasten Maststabe betrieben vier Bewohner von Lollar. Seit einigen Jahren fiel den hier wohnhaften Jagdpächtern der Gemarkungen Lollar, Taubringen und Alten-Buseck der geringe Wildstand auf und es bestand für sie keinen Zweifel, dal; in ihrem Revier unberechtigt gejagt wird. Von Schäfern, Gendarmen und den Jagdpächtern wurden mehrfach verdächtige schüsze ge­hört; man fand Schlingen, 'Aufbrüche von Hasen und Rehen und obwohl Leute in verdächtiger Weise auf dem Felde ge,ehen wurdeii, fehlte es an Anhalispunklen auf bestimmte -Lätcr, ms ttiu zweiten Weihnachtsfeiertage ein junger Mann von Alten- Buseck eine förmliche Treibjagd beobachtete. Er erkannte dabei den Taglöhner F. aus Lollar und setzte die Gendarmerre in Kenntnis, die zur Verhaftung schritt. Mrz darauf wurde auch sein Bruder, der Schuhmacher W. F. sestgenommen und aus Grund seiner Angaben wurde die Verhaftung der Hüttenarbeiter H. G. und D. R. verfügt. Im Laufe der Untersuchung legten sünttliche Beschuldigte Geständnisse ab, auf Grund deren noch der Wildbrethändler A. H. aus Atainzlar, an den das Wild abg^etzt wurde, in Untersuchungshaft kam. dbach den Angaben der^ An­geklagten wurde gewöhnlich der Sonntagmorgen zu der ^reib- jagd benutzt. H. F. begab sich auf den Anstand und liest sich das

Betr.: Unterhaltungsarbeiten an staatlichen Gebäuden.

Nachdem in den letzten Jahren eine größere Anzahl von Neubauten zu den seitherigen Gebäuden hinzugekommen ist und außerdem nach dem erstmaligen Auslosungsverfahren einige Meister infolge der großen Anzahl von Meldungen bis jetzt nicht zur Ausführung von Unterhaltungsarbeiten gekommen sind, erscheint eine Neueinteilung der Gebäude und Ncuaus- losung der Meister in dem Baubezirk I Gießen-Stadt be­gründet. Im Einverständnis mit Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Bauivesen, kündigen wir hiermit ge^ mäst Abs. 11 der Bedingungungen für die Bewerbung um die Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für die Uebernahme dieser Arbeiten die bestehenden Vertragsverhältnisse.

Bekanntmachung betr. der Neuverlosung ergeht demnächst.

Das ist eben eine böse Zeit, Frau Müller - jetzt nicht mehr Winter und doch auch nicht Sommer. Wer da nicht fest ist, hott sich leicht einen tüchtigen Knacks. Dem Himmel aber sei Dank bei mir ist alles gesund. Ich habe stets Jays ächte Sodener Mineral-Pastillen im Haus und bei mir hören sie nie einen Husten und so recht erkältet jpid nur nie. Fays ächte Sodener sind eben wirklich kleine Wunderdinqer. Und billig: nur 85 Psg. die Schachtel, die man überall kaufen kann. Lassen Sie sich aber unter keinen Umständen irgend eine Nachahmung aufhängen, sondern verlangen Sie immer ausdrücklich die achten von Fay. (ss-/i

Nutzholz-Versteigerung.

Donnerstag den 11. März d. Js., von vormitt. 10 Uhr ab kommt im Saale des Gastwirts Will). Amend Hierselbst aus den Waldungen der nachbezeichneten Gemeinden folgendes Holz zur Versteigerung:

1. Klein-Rechtenbach. Nadelholz: 23 Stämme III. Kl. 7,68 Fm., 54 IV. Kl. = 9,95 Fm., 17 Stangen I. Kl. u. 27 Nm. Nutzholz.

2. Weidenhausen. Eichen: 2 Stämme II. Kl. ----- 3,98 Fm., 3 III. Kl. ----- 1,84 Fm., 4 IV. Kl. ---- 0,92 Im. iu

cheirn gehalten.

Paris, o. Ääörz. Der Akafin meldet aus Casa- klärt, daß Serbien weder in direkte Verhandlungen mit Oester­reich eintreten noch von seinen Forderungen ablassen können werde, eine definitive Entscheidung über die letztere den Großmächten überlasse und erwarte, daß die Mächte Rücklicht aus die Lebensbedingungen Serbiens nehmen werden, da sonst die

gedreht unb ut ihm hätten namentlich die Nationalliberalen sogar das absolute Budgewerweigerungsrecht der 2. Kammer be- tritten. Im Dezember 1908 hätten bann Regierung und Na- tiona(liberale wieder den Standpunkt vertreten, daß die 2. ttammcr das Budgetverweigeruiigsrecht habe. Es sei aber ein Fehler, zu glauben, daß diese Fragen maßgebend für die Einführung der direkten Wahl seien. Die 2. Kammer sei sich über eine ganze Reihe von Fragen nicht einig, so z. B. die Frage der Vermehrung der Hess. Städtemandate, der Kautelen bezüglich des Wahlrechts usw. In allen diesen Fragen seien namentlich die Nationalliberalen höchst unzuverlässig. Wenn die 1. Kammer in die Art des Wahl­verfahrens zur 2. Kammer hereinreden wolle, so sei dies znrück- znweisen, denn cs gehe sie gar nichts an, wie die 2. Kammer ge­wählt werde. Zum Schluß erörterte Abg. Reh nocl) einmal das Verhältnis der Freisinnigen zu der nationalliberalen Partei; er erinnerte an die weitgehende Unterstützung der Nationalliberalen durch die Freisinnigen bei den Reichstagswahlen von 1903 und 1907 und wies darauf hin, daß man bei den Reichstagswahlen von 1912 indessen an den Stichwahltag in Alzey-Bingen denken solle. Schließlich forderte er zu eifriger Arbeit aus, daß der Wahl­kreis Gießen 1912 das wieder werde, was er früher war, eine Hoch­burg des wahren Liberalismus. (Lebhafter Beifall.)

Justtzrat Metz gab nach Tankesworten an den Redner seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Reichstagswahl im Jahre 1912 im Sinne der Ausführungen des Referenten vorgenommen werde. Er führte sodann aus, daß die Nachteile, die der Eisenbahnvertrag für Hessen im Gefolge hatte, einzig und allein den National- liberalen zu verdanken habe. Er verbreitete sich dann über die lMische Steuerreform, die bezüglich der Staatssteuern wenig Unter­schiede hinsichtlich der Steuerleistungen gebracht habe. Drückend seien aber vor allem die Gemeindesteuern und bereit Reform sei dringend nötig. Sodann erinnerte Justizrat Metz daran, daß die Verfassungsreform von 1872, die die Adeligen aus der 2. Kammer brachte, ohne jedes Zugeständnis an die erste Kammer vor sich gegangen fei. Das sei auch jetzt wieder möglich, wenn Regierung und 2. Kammer vom rechten liberalen Geist erfüllt seien. (Lebl)after Beifall.) Prof. Urstadt wies auf die Un­zuverlässigkeit der nationalliberalen Partei hinsichtlich der Wahrung der Volksrechte hin und betonte die Gefahr, daß die Verfassungs­änderungen kommen könnten, ohne daß man das direkte Wahl­recht behalte. Dem könne man vielleicht durch einen allgemeinen Petitionssturm an die 2. Sammer begegnen. Weiter regte er eine das Verhalten der Nationalliberalen in Bingen-Alzey mitzbilligende Resolution an, sowie eine Sympathiekundgebung für Korell. Schließlich forderte er ebenfalls zur eifrigen Agitationsarbeit auf, damit die Stadt Karl Vogts und der Wahlkreis wieder entschieden liberal würden. (Lebhafter Beifall.) Justizrat Metz unterstützte die Anregungen des Redners und forderte namentlich die jüngeren Kräfte zur Mitarbeit auf. Abg. R e h hielt es für ausgefchlassen, daß die von der Regierung vorgeschlagenen Verfassungsänderun­gen ohne die Wahlrechtsvvrlage Gesetz werden könnten. Er glaube übrigens nicht, daß die Nationalliberalen heute noch dem sag. Glässing'schcn Kompromiß zustimmen würden, denn sie hätten bei dieser Preisgabe von Volksrechten von den Neuwahlen schwere Verluste zu befürchten. Sie sowohl wie die Bauernbündler fürch­teten die direkte Wahl, sonst wäre es nicht begreiflich, daß viele von ihnen der von der Regierung unter allen Umständen ge­forderten Vermehrung der Städtemandate widerstrebten, die durch die Entwickelung durchaus notwendig sei. Nach iveiteren Mit­teilungen von Oberlehrer Klein und Stabtv. Tr. Ebel, der sich namentlich über Organisationsfraaen verbreitete, wurden die bereits gestern mitgeteüten beiden Resolutionen einitimmig ange­nommen und ebenso ein an Pfarrer Drrell zu schickendes Be­grüßungstelegramm einstimmig gutgeheißen.

Abg. Reh über die politische Lage m Hessen.

Die Monatsversammlung des freisinnigen Vereins am Montag im (£üfe Ebel war außerördentlich gut besucht. Auch eine Anzahl Damen waren erschienen. Der Vorsitzende, Justizrat Metz, er- i öffnete die Versammlung, indem er namentlich die Mitglieder, . bce ieitljerigen nationalsozialen Vereins, die in den freisinnigen i Verein übergegangen sind, herzlich willkommen hieß zur gemein- : famen Arbeit. Sodann widmete er dem verstorbenen Partei­veteranen Kommerzienrat !>loch einen herzlichen Nachruf. Tee Versammlung ehrte dessen Mdenkeu. durch Erheben von den Sitzen.

Ter Redner des Abends, Landtagsabg. Justizrat Reh, ergriff bann, mit lebhaftem Beifall begrüßt, das Wort zu seinem Vortrag über die politische Sage in Hessen. Ausgehend von ba Fusion des nationalsozialen Vereins mit dem freisinnigen Verein betonte er die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller wahrlmft liberalen Elemente Hessens zum Kampfe gegen die Reak­tion die bei uns leider durch eine sich liberal nennende Partei, die nationalliberale, verkörpert werde. Wie seiner Zett bei der ö-ragc der Bestätigung sozialdemokratischer Beigeordneter habe die Auslieferung des alten liberalen Wahlsitzes Alzey-Bingen an^das Zentrum gezeigt, daß die Nationalliberalen Hessens feine e>pur von Liberalismus mehr haben. Ihr Vorsitzender, Abg. Tr Osann, habe zwar in diesen Tagen große liberale Worte in der Kammer gesprochen, aber den Verrat an der liberalen Sache in Bingen- Alzey habe er durch sein Schweigen gebUligt. Dieses illiberale Verhalten der Nationalliberalen werde bei den nächsten Reichs­tagswahlen 1912 jedes Zusammengehen mit den National liberalen ausschließen, indes, auch in Gießen (lebhafter Beifall), es fei denn, daß diese den freifinnigen Kandidaten unterstützen wollten. Sodann erörterte der Redner die schlechte Lage der hessischen Finanzen, die hauptsächlich in den Mmdererträgen der hessisch-preutzi,chen Elfenbahngemeinschaft begründet sei. Bedenklich sei namentlich auch das Wachsen der hessischen Staatsschuld, die nunmehr lo Mil­lionen an Zinsen erfordere. Tie Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt sei mir möglich durch die Verwendung früherer lleberschüsse und Heranziehung des Ausgleichssouds. Auch die Stempelsteuer-Einnahmen seien um 700 000 M. zurückgegangen. Ta die Einnahmen des hessischen Staates nicht toejentlief) erhöht werden können, müsse man überall die größte Sparsamkeit malten lassen. Tie bis jetzt vorgeschlageneu Befserungsmittel, Einschrän­kung des Beamtenapparats und Erhöhung des Schulgeldes an den höheren Schulen könnten im besten Fall einige Hunderttauiende erbringen, während es sich bei dem Fehlbetrag um Millionen bandle. Der Redner besprach sodann Den hessisch-preußischen Eisen­bahnvertrag im Sinne der betaiuücn Grooß'schen Broschüre Da­nach wird die hessische Teilungsziffer auch heute noch nach den durch die preußischen Verkehrsumleitungen gewaltsam herabge­drückten Reinüberschüssen der hessischen Bahnen berechnet, so daß in 10 Jahren Hessen 33 800000 M. zu wenig empsing. Aet Verkehr nimmt jetzt wieder feinen natürlichen Weg über bk hessischen Strecken, unb Hessen mußte erheblickje Aufioendmigen machen, um bicfeii Verkehr bewältigen zu können, ohne baß sich die hessische Teilungszifser wesentlich erhöhte. Deshalb sei die Forderung einer Revision des Gemeinschaftsvertrags berechtigt und man dürfe wohl von Preußen erwarten, daß es angenchts dieser offenbaren Ungerechtigkeit in eine Revision des Vertrags im Sinne einer Aenderung der Teilungsziffer willige. Leider sei bis iefct in dieser Beziehung gar nichts geschehen. Eine wichtige Frage sei ferner die Neuordnung des Gemeinbesteuerwesens, bic durch die Reform bet Staatssteuer bebingt sei. Tie 1904 von der 2. Kammer einstimmig angenommene Reform sand nicht bic Zustimmung ber 1. Kammer unb es ist zu befiirchten, baß bic zu eriuartenbc neue Vorlage ben Wünschen ber 1. Kammer entgegen- tommc. Eine wichtige Frage sei bann die Wahlrechtsreform. Die birettc Wahl würbe von ber 2. Kammer mit immer fteigenbcn Mehrheiten gefordert, zuletzt gegen 4 nationalliberale Stimmen. Wenn man in ber Sache noch nicht Wetter gekommen ist, so lag dies vor allem an dem Widerstand der 1. Kammer, die als Käutelcn für die Einführung der direkten Wahl die volle Gleich­berechtigung der 1. Kammer mit der 2. Kammer hlnfichtttch des Bndgctrechts unb eine Erweiterung ihrer Rechte bei ber Steuer­gesetzgebung forbert. Die Regierung ging in ihrer neuen Vor­tage zwar nicht so weit, kam aber doch ben Wünschen ber 1. Kammer im wetten Maß entgegen. Tas von ber Regierung der 1. Kammer in ber Vorlage zugebilligte Recht, über die einzelnen Bubgct- vofttionen absttmmen zu können, wurde von den Freisinnigen abgelehnt, da man zu einer Erweiterung ber Rechte der 1. Kammer nickst einwilligeu könne. Auch ber Abänberung bes Artikels 7o der Verfassung, ber bei Durchstimmung beiber Kammern über Gesetzesvorlagen anstelle ber einfachen Mehrhett bie Zweidrittel­mehrheit vorsah, kann bic freisinnige Partei Nicht zustimmen, da damit die jetzt vorhandene Rdöglichkcit, daß die 2 Stanuncr auch gegen ben Willen ber 1. Kammer Gesetze annehmen könne, in Zukunft, nicht mehr vorhanben fei. Im Jahre 190a habe bie ganze Kammer biefen Stanbpunkt geteilt, eben) o auch noch 190 <. Im Jahre 1908 hätten aber alle Parteien außer ben Sozial­demokraten und Freisinnigen diesen Standpunkt verlassen und auch bie Regierung fei in dieser Frage vor ber 1. Kammer zuruek- gewichen. Der letzte Lmibtagswahlkampf, habe stch nm diese. Fragcii

Holzverfteigernngen.

Mont^dcu 8^März^ vornlittags non 0'^.Ubr ab. aus den Distriktenöaimbuch, Buchwald k. : stamme: Elche 3. AL (43 cm Mittendurwrn.» 1 Stück 0,41 Fm., . 4. 3 Stuck

1,19 Fm.; Tcrditangen: Fichte 1. Kl. 2 ^tud

knüvvcl, Rm.: 8 Kiefer; ferner an Brennholz-, «»eiter, Rnu. 2A Buche, 16 Eiche, 28Kiefern (rund); Knüppel. Rm.: 6b Buche, 60 Eiche, 2 Asve, 242 Kiefer; Reisig. Rvi.: 470 Buche, 533 Kiefer, 240 Fichte; Stöcke, Rm: 20 Buche. 8 Eiche, 29 Kiefer.

Das zerstreut fitzende Dürr- unb Wmdsallholz wird nicht oor- gezeigt. Zusammenkunft am Eingang des Dtttr. Hambuch.

Dienstag den 9. März, vormittags von 10/« Hbr ab, aus den Distrikten Scheid c u. b und Todtenberg a: stamme. Elche 1. Kl- (61 cm Mittendiirckm.i 1 Stück - 0,70 Fm, 2. Kl-^o0-o9 cm) 2 Stück - 1,17 Fm, 3. Kl. (40-49 cm) 2 ^turt - Lto Fni., 4. Kl. (30-39 cm) 3 St. -= 1,32 Fm; Kiefer 3. Kl. (30-39, ern) 6 <Ltuck- 2.96 Fm, 4. Kl. (28 cm Miltendurchm.) 1 0,<4 ö-uu Laiche

5. Kl. (14 cm Mtttendurclmi.) 1 St. -- 0,11 Fm., Dcrbftan^cu: Fichte 1. Kl. 30 Stück = 3,24 F-m., 2. 511. 1M Stuck -^3^o Fm.; Nutzicheiter, Rm.: 2 Eiche; Nutzknüppel, Rrm: 10 Elche, Tcrncr an Brennholz: Scheiter, Rm.: 4,4 Buche, 30 Elche, 20 KlCser (rund); Knüvvcl, Rm.: 13 Eiche, 77 Kiefer, 6 Fichte; Rettig, Rm.: 40^uche, 225 Eiche, 255 Kiefer, 170 Fichte; Stöcke, Rm.: b Buche, 26 Eiche, 31L Kiefer, 9 Fichte. _ , ___

Zusammenkunst im Distr. Scheid am ^ebetbaraben. ^eitciL Auskunft erteilen Großh. Forstwari Büttner zu ^.reis a. <ba. und

Unentgeltliche Arbeitsvermitlelung. TMtifcher ArbeitMachmtiö Githe«.

Garteustraße S, Zimmer 2.

ES können eingestellt werden:

a. bei hiesigen Arbeitgebern.iM

2 Weißgerber, 1 Steinmetz sur Dcarmor, 1 Diemtmadchen, em Kindermädchen, 1 Lausfrau, 1 Laufmädchen, 1 Smbertraulem, 1 ÄhUinge:"i Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Spengler und In­stallateur, 1 Bäcker.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

1 Sattler, 1 Friseur, drei Schneider, 2 lanbro. Zlnechte, 1 Dienst­mädchen, 1 Haushälterin.

Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser.

ö^Handtong^gehilsen, 1 Kellner 1 Bäcker. 3, Eifendreher, 1 Konditor^Gärtner, 3 Steinme^en, 2 Maschuusttn u Heizer, 4 Bauschlofser, 2 Installateure, 2 Schuhmacher, 6 Polsterer mid Tapezierer, 6 Schreiner, 3 Fuhrknechto, 1 Hausdiener, 8 Haus- burschen, 4 landwirtsch. Knechte, 14 Arbetter, 1 ^au_>hatterui 9 Laufrauen, 2 Laufmädchen, 1 Fllcksrau, 2 Waschrrcuien, 1 Kinder- fräulein, 1 Hausmädchen. . t ,

Lehrlinge: 1 Schlaffer, 1 Enendreher._____________________

1 II. Kl. 1,74 Fm., 1 III. Kl. ---- 0,54 Fm. und 32 Rm. Nutzholz. Buchen: 3 Stämme II. Kl. 4,50 Fm. u. 11V. Kl. 0,99 Fm. Nabelholz: 18 Stämme III. Kl. = 10,91 Fm., 16 IV. Kl. = 2,98 Fm., 145 Stangen I.III. Kl. und 18 Rm. Nutzholz.

5. Vollnkirchen. Eichen: 8 Stämme II. Kl. -----14,62 Fm., 10 III. Kl. = 6,41 Fm. und 7 Nm. Nutzholz.

6. Hochelheim. Eichen: 6 Stämme II. Kl. = 10,39 Fm., 1 III. Kl. ------ 1,23 Fm. unb 3,5 Rm. Nutzholz.

Die Herren Förster Müller-Niederkleen, Both-Bollnkirchen unb Schüler - Klem-Rechtendach werben die Hölzer auf Ver­langen den Kauflustigen zeigen und nähere Auskunft erteilen.

Groß-Rechtenbach, ben 1. März 1909.

2 Rm. Nutzholz.

Hörnsheim. Eichen: 5 Stämme II. Kl. ----- 8,99 Fm., 20 III. Kl. ----- 13,64 Fm., 2 IV. Kl. ----- 0,52 Fm. und 2 Rm. Nutzholz.

Lützellinben. Eichen: 2 Stämme I. Kl. 11,19 Fm.,

Ardeitsvergebung.

Die Einrichtung einer Zentralheizung in dem neuen zweitLassigen LÄulhause zu Lollar soll im Wege öffent­lichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Büro des Unter­zeichneten, Zimmer Nr. 18 während den Dien|tstunden zur Einsicht der Interessenten offen, auch sind dieselben von dort gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich.

Angebote mit ErläuterimgSbericht sind nut entsprechender Aufschrift versehen, verschloffen und portofrei bis spätestens

Montag den IS. März d. I., vormittags 10 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Lollar einzureichen.

Die Ausführung der Anlage hat im Monat Ium d. I. zu erfolgen.

Gießen, den 23. Februar 1909.

Der Großh. Kreisbauinspektor des KreiseS Gießen.

B24Z> I. B: K albfleifch.

Wild von den andern zutreiben. Soweit bic Beute nicht gleich geteilt würbe, fand man Absatz bet H., ber für Rebe 68 Mark bezablte, mährenb ihm bic Hasen für 2 Mark überlassen wurden. Die Pirschgänge, die H. F. Werktags vvrna'.,.n, waren auch sehr ergiebig: fcftgcftelltcrmaüen wurden im Oktober nnb November l. I. an H. 15 Hasen nnb 7 Rebe abgefetzt, abgegeben von dem) selbstkonsumierten Wilde. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß bedeutend mehr Wild erbeutet wurde, als die Angeklagten zuge-- stehen: auch dürften mißcr H. F. auch andere Wild erlegt haben, wofür ber Erwerb mehrerer Gewehre spricht. Trotzdem mehrere ber Angeklagten im letzten Herbst außer Arbeit waren, besaßen sie Gelbmittel, woraus geschlossen werben mußte, baß sie bas Wilberil gewerbsmäßig betrieben. Bei H. F. würbe ein Geivehr und ein blutiger Rucksack beschlagnahmt, dabei sand man einen größeren Vorrat von Draht, ber mit ben auf bem Selbe gefunbenen Rehfchlingen übereinftimmte. Ten Tratst will F. aber zum Binben von Neisigwellen benutzt haben unb er bestritt, Schlingen gelegt zu haben. Zugestandenermaßen hat H. F. einen unwiderstehlichen Hang zur Jagdausübung: er fühlt sich erblich belastet, da sein Vater unb Großvater Wilberer waren unb auch sein Urgroßvater leibcnschaftlicher Jäger war. H. gestand zu, gewußt, zu haben, baß bas von ihm erworbene Wild mittels strafbarer Handlungen erlangt war. Für das Gericht stand fest, baß bezüglich aller Angeklagten Gewerbsmäßigkeit vorliegt. Strafcrschwerenb kam bie lange Zeit ber unberechtigten Jagbausübung in Betracht. H. F. würbe zu 2 Jahren Gefängnis unb G. zu 1 Jahr 3 Mo^ naten verurteilt unb beiben die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre ab-iejprochcii. W. F. bekam 10 unb N. 6 Monate Ge­fängnis. Allen Angeklagten würben 5 Wochen Untersuchungs' haft angerechnet. Da auf gewerbsmäßiger Hehlerei Zuchthaus ruht, ttaf H. bie härteste Strafe, nach Ansicht bes Gerichts mit Recht, benn hätten bie Wilberer keinen Absatz gefunben, so würbe sich bie Lust am Jagen boch geminbert haben. Es würbe bie Minimalstrafe von 1 Jahr Zuchthaus für genügenb erachtet unb ihm bie bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre aberkannt. Ein Monat Untersuchungshaft würbe auf bie Strafe angerechnet. Dos bei F. beschlagnahmte Gewehr unb ber Rucksack würben ein- gezogen. _ ___

Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Donnerstag dem 4. März: Fortdauer des mäßigen Frostes. Veränderliche Be- wölkuiig. Vereiiuelt Schneestille, NörC'liche Winde.