Ausgabe 
25.11.1909 Erstes Blatt
 
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Mus dem englischen Oberhaus.

2m weiteren Verlaufe bet Beratung sagte der Erzbischof von GmnetLun). daß die Erzbifchöfe neutral bleiben wurden. Lord Roiebery verurteilte das Budget zwar in heftigster Deuc, erklärte aber, die von Lansdownr eingebcachte Entschließung nicht unter, tüyen zu können.

tzrühl'sche Univ.-Yllchdruckern.

Aürehbuch-Verlag.

worden.

w ter Schul Vorstand und die 8chu«t< 111 e r a t u r. Aus dem <Httd der Jugendliteratur so^ eine gewisse Industrie dafür, daß die Erzeugnisse, die uns« Jugend vergiften, nickt alle werden. Der sich beionberr die Auslagen der Buckbi überladen in den Nebenstraßen r^x* schiedener Städte betrachtet, der rod6, unter welche« v® lockenden Titeln diese 19 und 20 Pfg.^efte die kleu» Dell anlocken. ES gibt Ladeninhaber, die mit diesen Hesttter

Tit Abstimmung dürfte zu erwarten sein.

Bindern im Uebermaß Lefestof zu führen, der auf werfe und Otanüt überaus verderblich und nachteilig xmxSL

21 u> Stadt und Land.

ließen, 25. November Iftot

Dcittöcbcs llcicb.

Bon national liberaler Seite aus Gießen er­halten wir folgende Zuschrift.

Nachdem der hiesige nationalliberale Verein

'' 2.1,

Ernsl von ®ilbenbtudb und Hermann ö'rimm. 91 ul Dildenbruchs liierarifchc Anläng» und die Nöte, die leinen Eviolgen ooranamaen. werlen die Triele des Tichters neue» liebt, die er in den Jahren 187% 80 an Berldold Liqinann aericklet hat, den khiqen Boinier Prozessor, dec bamnM dein ofa- bemilcb-ltleiQrilrtwn t erein in Berlin anaehörte und dadurch mit Wildendruch in Verbindung trat. Tic Brice die Limnaitu so­eben in den BlüleUnnaen der Literarischen ^elellicha't m Bonn veröffentlich! bat. zeigen den starken Slanden des 5ia,ters an die Ziitnn't der deluschen Tichtnug. , Tie deutsche Literatur, rote sie stch int Groben und Ganzen bortiedt', so schreibt er zu Weib- nachten 1878, ,träat den dtppokrattichen Zug im Gesicht. Es roiiö manches schöne, Reizende und Ltedbche bann geschaffen wen, lallt es ein. das zu lrnanen Ader es fehlen ihr die lebendigen Brunnen, die aus den Ttelen der Seele quellen. eS fehlt ihr die Einbetil'chsett eines großen Bewubtsetn«, auC dem sie zu einbeit- liehe.n Ziele bina,denen, und out welcher lle da» Bolk e, heben kömtte. Dir muffen uns zu dem Geluble durch: niqeti, daß unS die natürlichen aroßen Grundlaqen zu einem so.chen neuen Be roubtscin tu der Nem.enaltung unserer hütonkben Berdältutffe qe- boten sind, ntüffeit fühlen, da» ev von fetten Der älteren £tdjter AlterSschwöchc, von leiten der lünqeren elende Fahnenflucht nt wenn sie mit taliem Achselzucken an der Nengestaiti,nq vorüber- nehm.' Zuierefkain ist die Lchilderunu einer Beaeaminq um Hermann Oriinm, bei der sich Dildendtuch den, »ekhiten aeuen- über als Benretcr einer neuen Generation fühlte. .Heute adeud jd)teibt er im gleichen Briete weiter, .war ich mit Hermann ©rimm zusammen. Er klagte über die Unproduktioität. rodete durch die beuitaen polmldjen Ereignisse bervorgedracht werbe. 3d) debunotete. hu« wir aus Grund derselben innerhalb 10 fahren tiitc neue literarische Enoch« baden würden, worauf er mich ouo- ladite. Wenn man selbst einen oerdordenen 'l'.aqen hat. dachte ich bei mir. kann man nicht denke,,, baö eS andern schmeckt, lind diese aanze Generation. zu der H. Grimm gehört hie'e immer no<b tonangebende Generation, leidet am alter^lchroachen Maqeii. c,e buben feine großen Erinnerungen und keine 3t.qfrct; darum bnben sie weder große schmerzen noch froh« Hoffnunq. Boii btesem Geschlecht müssen wtr unS scheiden'.

2lttslnnd.

In der zweiten niederländischen Kammer er­klärte Ministerpräsident L» e e m S k e r k bei der fortgesetzten Be­ratung über das Budget, die Regierung werde ihr Möglichstes tun, um die Errichtung internationalci Bureaus int 5>aag zu begünstigen. Eine Veröffentlichung oer Geheimakten über die Dekorierungsangelegenheit lehnte der Minister­präsident ab. Der Finanzminister kündigte sodann an, daß ein Entwurf über die Revision des Zolltarifs im Laufe dieses parla­mentarischen Jahres vorgelegt werden wurde.

Die belgische Devutiertcnkammer setzte am Mitt woch bei der fortgesetzten Beratung des MilitärgesetzeS den Friedcnskontingeut auf 428 000 Mann fest.

Aus London wird gemeldet: Zwei Anhängerinnen des Frauenstimmrechtes, die am 28. Oktober bei der Dahl eines Abgeordneten ßum Unterbaute im Stadtteil Bcr montsen versucht hatten, die Stimmzettel dadurch zu vernichten, daß sie eine atzende Flüssigkeit in tue Urne gossen, wurden zu 4 bezw. 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Der Zar bestätigte einen Beschluß des russischen Ministerrats, wonach ein besonderes Komitee für die Kolonisation des fernen Ostens errichtet werden soll, besonders soll die Besiedelung des Gebietes der Amurbahn von russischen Ansiedlern planmäßig betrieben werden.

Aus Belgrad meldet man: Tie Mittwoch in der Skupsch tina eingebrachte Gesetzesvorlage über eine 1 prozentige Staatsanleihe von 150 Millionen besagt, daß 56 Millionen für Eisenbahnbauten, 44 Millionen für Heeres auSrüftungcn und bet Rest für sonstige Staatsbedürfnisse oer wendet werden soll.

- Bau-Aufs V*! von nnferen :? cn. <.m Land ist, --- Sc-dlrns bn

** £to btth ro tec. Nachdem die letzte Zeit, nomrt- >ch infolge der Schillerseier, die ernsten Stücke im kpielp- Dominiert hatten, wird die morgige FreitaqS-Adonnemeri Vorstellung eine Novität heiteren Genre- bringen, die überf­einen großen Locherfolg errungen hot. Die Handlung Schwanke- .Flottenmanöver* spielt aus und bei (ytae- land, und neben der lustigen Komödie der Autoren durste ;»t namentlich auch die Ausnottung. besonders die bei 3. HfH als effektvoll erweisen. Diese stellt dos Deck eines mobrrw Knegsichifies mit Gesechtsmast. Kommandobrücke, TUmfV* türmen, Geschützen. Kofüteneingängen uiw. dar. Sie ist n»t : Ingaben bei Direktors Stemgoetter von Dekorationsmaler ftf- Schroedler gemalt und unter Leitung von Ibeolermer« Hermann Jenny in ber Werkstatt des DheaterH serttggefp-L:

ÄuS Neudeck wtrd gemeldet: Als der Kaiser am Mittwoch an der russischen Grenze jagte, wurde er von einer Abteilung der russischen Grenzwache, die unter dem Befehl eines Oberleutnants PiradeaufsteTlung genommen hatte, begrüßt. Ter Kaiser dankte mit militärischem Gruß

An B o ch u m beschloß am Mittwoch die tonfetenj der Vertreter der vier Bergarbeiterorganisatio- n en einmütig, etwaige Verhandlungen des Reichstags über den Zwanasnachweis der Zechenbesitzer abzuwarten und entsprechend dem Perlauf der Reichstaasverhandlungen in einer abermaligen Zusammenkunft Beschluß zu fassen.

T-cr Etat für das vreußlschc Militärkantingent weist im ordcntticktzii Etat an Einnahmen nach 8 245 463 Mk., im außer­ordentlichen 3 503 656 Mk., die lortbaucrnbcn Ausgaben des orbentlidxm Etats betragen 554 501 311 Mk. (10 71'6 807 Mk mehr), die einmaligen Aufgaben 57 585 960 Mk. (32 466 096 Mk weniger). Im außerordentlichen Etat werden 19 949100 Mk (14 311 100 Mk. weniger) verlangt

In einer dem Etat beigegebenen Tenkschrift betressend eine Ltrrcritinc Regelung ber Ration» und Pferdegeldergebuhr ist nuSgespror "

Die Feier von btroßherzogs Geburtstag wurde gestern abend wie üblich durch einen streich unserer Regiment-musik und der S

I?ccr und Flotte.

Tas Marineverordnungsblatt veröffentlicht einen Allerhöchsten Befehl, nach toeldjcnt für den verstorbenen Generaladiutanten Admiral Freihcrrnv. Scnden-Bib- ran sämtliche Flaggoffiziere der Marme sowie die zeigen und früheren Offiziere des Manne kabinetts für drei Tage Trauer an- legen und der Ehef und die Offiziere des Marinekabmetts an den BeisetzungSfeierlichkeiten teilnehmen sollen.

Lord Roseberh gab seiner Anschauung von der Sckwie- rigkeit der politischen Lage Ausdruck. Er crUärtc, er könne mit Rücksicht aus die von ihm selbst alS Premierminister abge­gebenen Erklärungen nick» für den Antrag LaniiowneS stimmen, oberste und unerläßliche Bedingung für bte Ausübung der höchst n. >en Lords zustehenden Gewalt )ei, daß sie nur unter außer* tewöbnlichen Umständen und nur mit unmittelbarer Ermächtigung >er Ration selbst aungeübt werden dürfe. Tiefem Leitsätze wolle er treu bleiben und darin liege einer der Gründe, tveSlrolb :r nicht imstande sei, dem Anträge LansdowneS zu-ustimmen. Er gebe zu. daß das Budget die Bedeutung einer LebenStrage habe, er behaupte aber, daß die flraft, Leistuna-fSbiaken und sicher Heu des überbau, dl noch viel mehr Lebensfrage lei. Lord Miceiebetü schilderte dann das Budget als ungeschickt und rach üch:,g . lüde Memchen möchten denken, das; es ein direkt gegen di: loreOrf der Hauses gerichteter Sturmbock fei TaS Budget habe schon unbe­rechenbaren «chaden angerichtet und daS Vertrauen in außerordent­lichem Maße zerstört. England in noch vor nicht langer Zeu der ei ierne Geldschrank Eur vpaS gewesen: enorm.* Sapi- talien seien der oiAerbcit wegen aus dem Auslände nach England lirschickt nwrden: diese Mil'.men seien aber schon verschwunden 'Kam bem er beiläufig auf die wachsenden Kosten für Rüstungen imgeroicfen, die Europa mit dem Bankerott bebroblen, crflirtr er, daß er trotz seiner Gegnerschaft gegen bai Budget Die schick: bei» unre formierten Oberhauses nicht mit der Opposition gegen !«S Budget zu verauicken wünsche Er sei der Meinung, i e : «rM ivielten ein zu gefährlicher Spiel: sie riskierten sogar die V ^ihrn; beti ü der bau, »s Rach seiner Meinung nxirt die richtige

' lol ttk für btt O.*gntr br» Budgets bte gewesen. Die Bill anwn. trrfn u. es dem Bv'ke tu ermö'tkichen. sic nach ihrer Metnung zu beuneii.-ii.

London, * *24. "Idov. Zm Oberhaus wurde am Mitt- woch die Budgetdebatte bei vollbesetztem Hause fortgesetzt. Tas Interesse ist wioerm^ndert, da sich eine große Anzahl der Peers ;um Dort gemeldet hat. Vorerst ist audgad;bnen. datz die Debatte noch in dieser Loche geschlossen wird. ~ nicht vor dem 30. d. M.

toemt man einen Bermerl auf dem Theaterzettel macht, der auf die Zwecklosigkeit noch besonders hinweist.

Die Borstellung, die zu Ehren des Großherzogs ftatt* sand, wurde mit einem Vorspiel der Regimentsla.elle ein- geleitet, an das sich eine kurze Ansprache bc5 Oberbürgcr- Meisters anschloß

Als Besonderheit sei noch mitgeteilt, daß der im Schiedst gerickst unter dem Spielzeug vorlommende ^>ahn noch etwa 100 Fahre älter ist als ba* Lustspiel, und aus dem Besitze des Professors Avrte stammt. k N.

2er Lreisslr 1t: .'ireisnt Tec iieisba T» ^aberlif)« Lier von 9 o:nttc von Cbi c'- öet bn ihrer 1" einer c w-'f.: und Betveg! r ^ünchholz 1 '«ch deute P äur, m welch gestanden Rw ^rnskrieger 2^ ^uch der t ST L9flben ^te wurde in

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anderweitige Regelung d<r Rationo und Pserdegeldergebühr ist 'chen, daß die Micgduna dieser von der vo^resverwallung in der Budgetkommission des tsteichStagcs Augciaatcn Frage bureb den Etat erledigt werden soll, doch sei deabsimtigt, wegen der tzöhe der ztosten den Gesamtbetrag nid)t für 1910 anzutordern, sondern mit Maßnahme nach und nach vorzugchen. Die lauienben t rani 1 la jen auf l I'.' I il Mk Mind t

kosten und GM 504 Mk Mehr losten Aus den Anforderungen an die einmaligen Ausgaben ist eine der ersten Raten ;un> Neubau einer xaferne für eine Cffiuerrcitfdmic in Lolwu mit 8000 Mk.

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2wr 25. Oktober feine diesjährrge Hauptversammlung ab» gehalten hatte, fand am letzten Dienstag die erste Styung neugewählten Vorstandes statt. Bei der Verteilun!

>er Aemter lehnten Rechtsanwalt Kaufmann und Ober ehrer Dr. idrausmüller eine Aieoerroahl als L Bor- itzender, bezro. L Schriftführer ab, da sie in der nun­mehr geschaffenen Lahlkrcisorgan.sation durch die Bcr- rauensmännerversamnilung in Grünberg am 2 Mai L ;

mit der Berwaltung btefer Aemter im Sahl frei.-oortanb jetraut worden waren. Es wurden daher der seitherige stellvertretende Borstyende. Prof. Luken, zum 1. Bor- tyenden, an dessen Selle Fabrikant Ä. Llinqspor zum 2 Vorsitzenden und Lehrer Fr i y e l zum 1. Schriftführer gewählt. Tas 9ünt eines 2. Schriftführers übernahm Fa­brikant Löttgen. das eines Rechnrrs Dipl.-Zng Müller. 2er Vorsitzende machte sodann eingehende Mitteilungen Iber ote politische Tätigkeit im hiesigen Reichstagswahlkreis innerhalb der letzten Wochen, wobei er insbesondere die 'itddaer Berfammlungen mit den nachfolgenden Erörte- .ungen und Erklärungen in der Presse besprach. Für einen 3ortraa über die Rerchsfinanzreform hat der Vorstand in ?erm Landtagsadgeordneien Tr. Lohmann in 23 i bürg inen sehr geschätzten Redner gewonnen. Ter Bortra mbet am kommenden Montag statt. Für die erste Mit­gliederversammlung ist ein Borkrag über den Nationaloerein -ugesagt. Nach einer sehr eingehenden Aussprache über d e Sintcrtdtiqteit wurde die gut besuchte S.tzung geschlossen

2Eir lesen in ber amtl.Darmst. Ztg ":

Die von derKleinen Presse" und anderen Zeitungen gebrachte Mitteilung, der Ausschuß der Ersten Kammer habe den Gemeinde st euergesetzentwurf der Re­gierung aut Umarbeitung zuruckgegeben, ist, wie unS der Borsitzenoe des Finanzausschusses der Ersten flamm er, Seine Erlauckst der Graf zu Erbach^Fürstenau, mit teilt, unwahr.

Adreßbuch 1910.

Ein flbjug vom Satze der vuchstaben A bis einschlles ich K des alphabetischen Namens. Verzeichnisses liegt or $reitag dem 26. November

an in unserer Geschäftsstelle zur Einsicht offen.

.Die Einwohnerschaft Gießens wolle sich von bet richtigen (Eintrag der einzelnen Hamens- und 5innen-RÖT*' durch Einsichtnahme überzeugen und etwaige Richtigstellung vornehmen.

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Oberhauses nicht aufs Spiel fetzen wolle, wie da- bei der »» iicherhett des Ausfalles der allgemeinen Sahlen notwend,, T fchehen müßte. Nach Lord Rosebery trat Lord M i 1 n e r ejtnJ* für Lansdewn^ ein, während Lord £t Taoids die vaUn»» Regierung lebhaft veneidigte.

^ieichSvorschufses für Kamerun. Ferner imb erstmal- für einmalige ^Beiträge der Schutzgebiete zu oen Ausgaben des Reich? .350 <<X) Mk qewrdert Ti>» fortdauernden Ausgaben betrage 2 878 666 132 022 mehr Mark, oarunttr für karlographuckx Arbeiten 126 (XX) 66 000 mehr Mark, da außerordentlich viel Kartenmalerial in der Zentralstelle etngeganaen ist. Tie ein­maligen Ausgaben des ordentlichen Etats, rnelche u a. die Reichs- lufttüi'fe für Cftoftifa, Jtamerun, Suswestafrika und Neugume umfassen, belaufen sich auf 22 628 213 .'556 966 weniger Mk ES st't beabsichtigt, di.- schon lange aus oen Mitteln des Afrika fonds geplant^ größere ro i sse n s ch a f t l i ck»e Ex pe di t lon nach dem Kaiser Wilhelmsland 1910 in 3erf zu setzen. Die Kosten der Lermesfung der niederländisch-deutschcn Greine werden oadurch gerinnet »'ein

Der Haushallseial der Sck^itzgebiete schließt in Einnahme und Ausgabe mu 1'19 351 238 mehr 10 358 234 Mt. .

davon für ordentliche Zwecke 76 246 238 mehr 7 568 234j Mark Der Reichszufchuß für die Schutzgebiete beläuft fim aur ins­gesamt 29 617 542 ( 2 868 822 lomr jer, Mark. Tie Summe bc außerordentlichen Etats beträgt 33 1'15000 mehr 2790003- Mk Dem Etat ist eine Denkschrift über eine anderweitige Reae Iimg der Besoldungsverhältnisic bet Beamten in den vom Reich, kolonialamt refiortierenben Schutzgebiete beigegeben. Danach soll her GJrunbt'ap v*ix Turchüibrung gelangen, die dauernd xot wendigen Stellen als etatSmaßige zu den SchutzgebietSetatS aus subringen. Die Regelung der Rechtsverhältnisse der Schutzgebiets Dtximun ist durch em Rei.chZgesetz in Aussicht genommen

Ter Etat für Cftafrifa ichl-oßt mit 14018 420 Mk. au (toenxacr 260 217 Mk Ter Zwckntß beträgt 3 586 800 Mk Bur Bekämpfung epidemischer Krankheiten sind 350 000 Mk. em gestellt, für die 'Setäcwäntg bcr Schlaskrankheit ist bte Errichtung weiterer LonzentrafonÄager am BikrortL-Tanga-.nkasee erfurder- lick) geroorben. Ter Etar für Mammut balanztert mrt 8 550 615 Mk. (mehr 1 367 249 Mk. Ter Retch.'michui; beträgt 2 385 86< Mk. Nack einer beigegebenen Denkschrift soll die Organisativi' der Lokalbehörden vereinheitlicht und vereinfacht roerbat Tt Müttärstaiwnen sollen nach unh nach m zivile BerroalrungSbczirf umgewandelt und die Stal tonen mit einem lebhafteren DirtschaftS leben als selbständige Berwaltungsbezirke den Bezirksämtern an gerecht und dem Gouvernemem direkt unrerstellr iverdcn. lag erfordert keinen Zuschuß. Im Etat ftnb 100 OTK) Mk. für etr LcrwaltungSgebäud' in Lome vorgesehen und 35 000 Mk. füi eine FortbildunaSsck ule. Für 5übroeitaftifa sind an Reichs,u schuß 14 451 190 Mk erforbertid) 1 921 166 Mk. weniger Xie eigenen (Eimtahmen find ur.t 5 210 400 Mk. höher veranschlagt ES wird mit einer Ausfuhr und einem Barkauf von 550 00( Äarat Diamanten für 1910 gerechnet. BiS jetzt sind durckschnitt- ltch 28 MV. pro Karat erhielt worden. Ter Ausfuhrzoll ergibt rund 4,5 Millionen Mk. Für die Nord-^üdbabn sind außer der ywiten Rate von 5 Millionen Mk. im aunerordentlichtrn Etat 4 Millionen Mk. eingestellt und zum Erwerbe bcr Olavi bahn nebst ben Zwcigstativnen als erste fRat: 5 Mlllionen Mk Ter günstige^ Lande! ui bet Finanzlage Südwestafrikas erntdg, licht bem Schutzrnl'trt, eigene Anleihen aufznnehmen. Tic bi »bei flctremiMi Etats )ü.i .'Neuguinea unb für bit flarofinen-, Palau- *ylat;anncxv und Marickuill-Inseln find zu einem Etat vereinigt worden, nad)bent die (Hebietc angcfan<)m haben, Ucbcrfd)üffc ab zuwerfen.

Ter Etat k-cs allgemeinen Pensionssand» erfordert eine Aus. gäbe Vvn 107 311 011 Mk ..eien das Borjahr 2 526 492 Mk

ii iKv :Heid?3iiw ilibcnfonb6 berufen sich auf 33 671 237 Mk. (1 554 930 Mk. weniger, sie werden gedeckt durch eine Zinscneuinalnne von 1 000 000 Mk. und einen flamtal -nsckmß von 32 671 237 Mk.

Am Nachmittag vereinigten sich die Beamten unb t J Vertreter der Bürgerschaft ;u dem hcrkömmlicken Fe, essen tm Saal des GeiellschastSvereins T<r Rektor U Landesuniversität, Geh. Medtzinalrat Vrof. De. otrai

Senn aUidhrluh am 25. November im Dessenlande tz« . bei vauS die Fahnen wehen, ein festlich Bild auch am Ki,- Rovtmbtnage, io sollen sie Zeuge fein de- treuen Gevent» mit welchem bas Land seinen Großherzog beim (Antritt m x | neue Lebensjahr grüßt.

Durch alter Anhänglichkeit Band sind Fürst und Boll n einander verknüpft, unb Freud und Leib im Fürstenhanse ho- ihren Sieber ball, ihr? Teilnahme tm Lande.

In diesem Gefühl haben iich, wie stets, so auch VtA Gießens Bürger in statllicher Zahl vereint, um, bei £ tag« Sorgen btnttr 'ich lassend, bei fröhlichem Mahle dem dcrrn zu huldigen: und wenn, wie immer an i -edenkm,«. Wünsche, der sluchtig zerrinnenden Gegenwart voraus Ucnb, ». 3irfunit ;u fassen suchen, so werden unter aller sich diesmäl', dem einen sind n v di:d uns umem 9mA

Herzog erhalten so, wie wir ihn beute feiern, in iemer m-A straft und Männlichkeit, ein Beispiel un Bestreben bei tz, | derung alle- defsen, was gut, was 'chön ist.

Zum Schlüsse brachte ber Redner ein dreifaches fr auf ben Groß Herzog aus, in bas bie Festversammlung Wf- haft einftiminte. DieOffizierebesRegitnentsbu ten ebenfalls ein Festmahl ab.

In ben Schulen fanben entsprechende Sckulfeier statt. Die öffentlichen unb zahlreiche 'Pr.vatgcbaude troe aus Anlaß bes Tages Flaggcnsckmmck.

**LanbeS-Universität. Am heutigen Tage,|» i'kburtetag S. ft. V bes «-roßherzogs Hai die |nriit;-c( Fakultät bcr Lanbes-llmverjität bem Oderbürg rnieister dt: Stabt Frankfurt a. M. Franz Ab ickes bie juriskisck: Doktorwürbe Ehren halber verlieben. D-asXcftv-. Diplom wurde Herrn '>ideo heute mittag durch den der jnristijckien Fackullät, (»ich. Iustizrat Prof. Dr. 2 c: überbracht.

AuS dem Militär- Wochenblatt. Freit-- öchenk zu SchroeinSberg, Oberleutnant unb pfddnl*r Adjutant des Landgrafen von Heffen, zum Hauptmann. u> läufig ohne Patent, beförbed.

* Finanzper so n alten Ter Großberzog hot bi r Schnei dc r ,;u 7 unter Beleihung des Titels Finanzamt nimm zum 2<frrt4t l< Lanbesbrmmisi'wn für Steuersachen um> den Furan Assessor fii Plvch aus Gieße i zum Steuerkontrolleur ernannt: brm fr stand des Finanzamtes Lber-Ingelheiin, »imanwiittman;t Ten M ees zu Ober-Inge!heim, dein Vorstand des ,"Vtruin-«inM Finanzamtmarrn ^ldolf ftöhler zu Ridda, tem i jntonb H .Finanzamtes Zwingen berg, Flnarrzamtniann derm. rnt - : ju Zwingenberg, und beut Erstand beS Finanzamtes Main, L ^rnanzamrmann Dich, ftrug zu Mainz, bot libaraöer cM Finanzrat verliehen.

hervorzulicbeu, da in einer beigrgtbenen Denkschrift die Notwendig­keit bcr Errichtung weiterer Reitschulen für neuernaniUe flavallerie- offiziere begrünbet wird.

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_ -.-jeute d- geleitet, der sich durck bie gestern angegebener.

nach der Wohnung bes Regimentskommandeurs, Oberst J Müller und von da wieder nach ber flaserne bewegte.

miliräriscke Schauspiel hatte wie immer Diel Bott auf fcl Beine gebracht Heute früh gab es zunächst großes unb um 9 Uhr (Thoralmufit auf bem --tablkirchturm äicJ anfckließenb fand in ber Stadtkirchc Festgoltesb-entt kJ ocrcinigtcu evangelischen Militär- unb Irv; gemeinde frJ in bem Pfarrer SckLvabe DreötgtC- In ber faüpüfoc Eirchc toar ebenfalls festlicher Brilitärgottesdienst fr! ben Gott es bi en st en fand im Hofe der ZeughauSkaferne 3Lc| rnentsappelt mit großer Paroleansgabe statt.

X- ~ .uiv. v..cn, naro lörcr .innung tu seuneum ia.. . . , : . _ ,

3um oitlmif iatu; Rekx ugte Lord Roirdero. r wümchr bir ^^^^otdek ewgericktet haben und dadurch ter

Neugeuattung dcs Lberdouses nach ben Richiln-.i.-n, bte er selbst inr?"crn "" UcoermöB Lcsesto f zu,uhren. der auf in mem letzten por!am<ntornckx-r. flsrnmisiioiisderich: oorae mrte und i 'rmüt überaus verderblich unb nachteilig imtx öt'chnet bad«, und erklärte, cj täte ihm außerordentlick? lei: , bc: ^uch in l ießen tonn man, zwar nur vereinzelt, tn den 3* i öieirr Oklegenfrit nicht gegen das Budget stimm en zu können. ;pt! tagen von Lüden, in denen Kinder ihre ^cbulbebürf 8tfr 1 er lerne ^oHtuuig auf ben Vorteil der zukünittgen Reform des an taufen, bie ft Schundliteratur ausgestellt fuibCB 3ix .