Ausgabe 
25.11.1909 Erstes Blatt
 
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Nr.S77

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ö^e von Fulda in rooibbety n-^b^reioderähM "es Grundituck von ca.2! in annehmbaren Prelle fc dem Grundliück beiinden fiä i Zustande besindliche Ar, cq. 550 qm). Eoninne Sl b, vorhanden. Rellekianieoe schaftsstelle des Giebener L-

55 254 60 538 827 90 ISlüll 152113 £83 908 33 153134 7 I 154266 339 65 452 [500] K5 !. i [500] 620 747 S10 15 937 61 IM 975 1 5 7759 [3'100] 158«. !

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die Bost Ml. S.Viertel­jahr!. ausjchl. Beilellg. ZeckenprerS: lokal 15-ßfw ausioän« 20 V'emnq.

E hetredaktevr: 41 Goetz, verantwortlich lüi den politilchen teil: 41uauft Goetz, für .Feuille­ton' und .Verniilchie«' R. 9lnirait). lür .Siadt u. Land" und.Geiicht»-

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... «Iraner Anzeiger »aqlich, an«er

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-rinal rootbeiithco henerZamiliendlöller;

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für Öen tirelrEietzen lenstag unb t^reiinn); rrftmal monatl Land. stl|d)oftlld)t Seilsragen ^.Iprech-Anschlüsse:

Vie Redaktion 113, J,<rlafl u. ILxpedlt'on 51

nona ^MargaJ o Fetten; von ^;vonügii(f)J vollkommener tererdh.

k&Ci e.M roduzentenvon ' MdPalmona»

ZLrderer und Schirmer.

Innerhalb seiner verfassungsmäßigen Rechte blieb Groß- hrrzog Ernst Ludwig auf hoher warte auch ein verstand- nisDolIer Führer bei den wachsenden Aufgaben des Staates. Das heute die hessische Volksvertretung als wichtigste neue Einrichtung zu beraten hat, die Verbesserung des wahl- «htes für die Kammer, erfuhr auch, was längst bekannt iss, aus dem Grotzherzoglichen Schloß Ansporn und Förderung Dem hohen und vorurteilslosen Sinn des Monarchen sind b ie volksrechte verständlich und heilig; das beweist er auch

Das Seftmabl öer Londoner fianöeistanimcr.

London, 23. Nov. Deute abend veranstaltete tue Lon­doner Dandclskammer ein Fesnnahl, an nxldxnn a Botickaiter Gras W o l s s - M e t t c r n i ck und der Vizepräsident des Reichstages Kacmps Uilnahmen. Nach den Toasten rourtie die Aussprache Über die deutsch-englischen Beziehungen durch tat Vorsitzenden Charlctvn eronnct, der erklärte, daß der Zweck der Debatte sei, die Dandelsmtcresscn zusammenzubinden Inden fragen des sausmännisckien und technischen Unterrichtes könne England noch viel von Deutschland lernen. Dieraus hielt der Vizepräsident des deutschen Rcickislages, K a e m P s, eine Anlprache, iU bCrSe^^°Mf»iÄr SBirtfdj.r.MitiT in ®uro»a und Amerika während der letzte,, 30 Jahre aberblicke, iii^ ich als ihre 'Wirkung, dah das Erhöhen der Zolle m ver^ denen Ländern zu einer langen und beinahe ununterbrvchciwn Gewohnheit geworden ist. Aus diese Weife habent uns d^ letzten 30 Jahre zu einem System des Dockycknitzjvlls ffy führt, ha?, wenn cs fortgesetzt wird, schliehlich eine ^xhrmibcotyne und mehr fühlbar mmi'cu - mir alle haben ein Jnle^ se daran-, Welches auch immer die sernere Empvickelung der WirtschaNs Politik in Europa und Amerika sein wird ich V^'ck^ bin überzeugt, dah aus dem Lkontrnent die Periode des X>oäy- schutzzolls sich iwtwendigerwcise ihrem Ende nähern der Unzuträglichkeiten und Ucbcrtrcibungen, die fjä) darin nuhr und mcln fühlbar machen - wir alle babc" zu fordern, dah die Entwickelung des lnArnalwnalen DandetS nicht geschädigt und dah ihm keine ungerechtfertigten Dmdermss- ^Ter ^chhe^Redner, Direktor De ine ken vom^Nord^ttsch?N Lloyd, erklärte, das elektrische Kabel J zwängen alle Völker der Welt, cmc ArtBruder zu werd^. Sckrlusse H elt, von lautem Beifall, begrubt, der d«ttsche -o^ sckwfter, Gras Wvlff-Metternich. c-ine Ansprache, m er sagte: Der heutige Meinungsaustausch habe dah die kommerziellen Körperschaften der beidenLander wären, ein friedliches Werk.Seite an ©eüejcjrtju fegn imb ba& He nicht in Streit und Feindschaft miteinander leben nwiitar, wie oft fälschlich behauptet wurde. Gute Kunden konnten keinen

Zank gebrauären. --

Kultur kann sich nicht über die Natur Hinwegsetzen, ohne sich selbst zu schaden, und anstatt die Wirkungen sollte man die UrsaäMi der Fehltritte beseitigen. Solange das Nicht der Fall ist, wird es immer und immer eine Pamphile neben wie es immer und immer ein Grethchen gibt, bag feinen Lst findet. Und noch etwas ist seist am m dieser Frage: was dem einen anstößig ist, ist dem andern nur natürlich, wenn nicht gar Ideal. Schildert man: uns F s » Srethdien baS die Leidcnomrene der sesenhclmerin trag«, uto tiTbaTsbeat ber deutschen Sungirau. während man ik ibre tebenbiaen Schwestern fallt nur Verachtung Hai? ^Menrniber ch auch heute noch vollstünd.g neu m semen Grundlagen; er lebt rni.ten unter uns, stehe Manner toben iitrd Weiber leiden ab et er ist klug.Geheimnisvoll am hellen Tag" ist auch ihm die Natur: milde läck-elt er, wenn er die Menschlein alle gegen sie kämpfen sieht, wo sie doch unterliegen müssen ober verzechen. Und doch, er sagt Se Se nicht scharf an, sonst wäre es eine Satire ge- SÄÄb durch - er rührt nur leise daran und ckrmteinfmnes Lustspiel voll Geist und Witz. Der feine Sp7tt Ane-z ^deutenden Mannes liegt über biefet Spteße» wett in Hellas.

Die Ueberttaaung des niedlichen Werkes ist durchaus gelungen und nirgends macht sich eine Unebenheit ober nur ein Riß qeltenb, ber die Bearbeitung verriete, es wirkt vollkommen Ls Einheit. Schade, daß die Darstellung nicht ebenso vollkommen war. Es haperte manchmal reckt be- deutlich kaum merkte man, ba« es ein Spiel 'n Versen uni aus einem Lück werden mehrere Mle. Dre fehlten Karl Bolcks ckharre tratos war ,chon in ZS TOrbe; in der kleinen Rolle eine Dollen- düng, die den meisten anderen ebenso fehlte tme bet Dar. itellung. Karl Marx sprach den Charriws ebenfalls recht ickön seine Verse klangen, aber er trug sich »u sehr a?s GeseMck^stsmensch des 20. Jahrhunderts. Kurt (u ü h n e zeigte als Srnitrines nur wenig von der gewohnten kinheitliche^i Darstellung. Lore Scholz war als Amme sehr gut. »ermann Norden hatte ich mir als Sklaven Onesimos geriebener unb schleichenber gewünscht er gab ihn Sr lustig als verschlagen. Recht hübsch waren Edgar Vauly und Ferrh Taubalm dem feinen S.reitau trit I beibe bemühten sich redlich. E. Pauly hatte, melletch

. .twas inniger sür das Kind eintreten dürfen. Stanz, n o ch . ^bxototum Moos geziert, was ia an suh °er-

A«; dem neuen Rcid)$l)au$!)alt.

Die Nordd Allg. Ztg." veröffentlicht wettere Einzelyecknr aus dem neuen Etat. Für K i a u t s cho u asiatischen Marinedetachements ist ein Reichszuschub vmr 8 466 594 Mk ( 746 070 Mk. erforderlich. Bon den Ge­samtausgaben von 13 051 462 Mk entfallen N^7 SS7 Mt auf fortdauernde, 1 850 165 Mk. auf einmalige Ausgaben Das Rechnungsjahr 1908 ergab infolge von Mindereinnahmen euun ^»aHnlVt^t erfordert bei der ordentlichen Einnahme 1 334 727 Mk., insgesamt 434 088 233 Mk Si«°«em t fall en auf die fortdauernden Ausgaben im orbcntlidKn Gtat Mark (mehr 10 991 461) Mk. An dieser Steigerung sinb nament lick beteiligt die Etatsiapitel: Geldverpflegnng der Marmet.ecke, Indiensthaltungcn, Instandhaltung der Ytttte, Wersten, Wa^en- wesen, Befestigungen Bei den Ulmckmen^ Ausgaben[sind Mr Schiffsbauten und Armierungen 243 550 000 (24 ,90 000 mehr- Mark, darunter für Neubauten 154 390 000 (14 450 000 wehi) Mark angesetzt. Erste Raten werden verlangt für die Linien- schisse Ersatz Dagen",Ersatz Aegir",Ersatz Odin , für den. aronen'Arcuzer J; für die kleinen KreuzerErsatz Cormoran ^Ersatz Eondor", für die Torpedobootsslottille 15 Vttllionen (fünf Millionen mehr- Mark, kux Beschaftung v°u nn!i^en Unterleg booten und Fortsetzung der Deriuche mit denselben. Bon den Ausgaben zu Lasten des au^rordentlichen Etats entfallen auf die Bedürfnisse der Wersten lb o43 440 (»veniger 1761 560) J t et TM (Ytnt für das Reichskolonialavit befindet s ich unter' den ordentlichen Einnahmen 1067 280 (1038500 mehr) Mark, die Summe von 700 000 Mk. zur Rückerstattung des

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Das Schiedsgericht.

Listspiel von Menandrvs, Deutsch von Mfred Korte. i Ergänzt von Friedrich v. Oppeln-Br onikowski. , (Anschließend: Tartüffe von Moliöre.) unserer Nummer vom letzten Samstag hat Pros.

S6rfe lXi0 eiüÄenb und liebevoll mit M°nanders

gmz auherordeutlich war. Die [3- a(=

&Tnb8tefell1am'te^in^'.£B:

körte in seiner Erläuterung schon nge sich

üie eigenartigen Verwickelungen in dem ' ^Lustspielen

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:)er Frauen war die rohe ^rgeroalhgung unaebeuren 'lang und gäbe, ohne daß man ttch dieses ungrteur« Widerspruchs auch nur bewußt mürbe, un > 9 f

vohnt das Kebsweib unter einem

illlgemeinheit besonders auf fällt. Es k l oM- ;eleugnet werden, daß auch in unseren ^ff

Piel en derartige Verhältnisse ein häufig e-

iinb, aber es findet sich 'vohl kaum em 'Bettpiel, wo ie tlä selbstverständlich ungesehen werden. E- ^^ier noch -ls objede Gesell chatt" w t^rer Kultur immer , ängstlich bemüht wäre, ber Natur em ^ntertur^n on ^u lassen, um sich nicht in sich, selbst zu v^hren. üno renn der junge Ehemann im Sck-iebsgericht « . ,

tommt, daß der Fehltritt eines ^calxh^s eigen lich nicht schwerer zu bewerten sei, als der be» * L unferer ein Leitsatz, der heule wieder mitten im ; Die

i LebensausckZauung steht und auch immer stehen ~'

von der tollen Lebenslust - der Gesang war los. Alles schien in Eile zusammengeleimt, 0 rung und ohne Liebe. Man schien mit den kleinen nichts anfangen zu können und beschrankte sich auf em ganz unzulängliches Spiel, das scharf von ber vorzüglichen Auf« führung des Tartüffe abstach. War dort Oede und Ktckte, 0 mar9biet Laune, Uebermut, Leben. Wie am ^hnurchcn vickelte sich die Dandlung ab und schönen iyr bestes zu geben. War dort von einem einheitlichen Zusammen- piel nur wenig zu merken, so schloß

einem schönen Gunzen zusammen. Kurt Gühne Ipielt« dm heimtückischen Heuchler mit der würdevollen Salbung, W un» inTeutschland üblich ist und erreichte dann em gewisse Vollendung, aber ich holte gern mehr von der beimtückischen Gemeinheit des «ck-urken «esehen in der Art wie C°-suelin ihn spielte: gemein, heimtückisch, der. ruckt scheußlich in seiner Rache erbärmlich bei seiner Verhaftung unb doch ein aalglatter ^/ell. NrerkstTurdiger- weise geben nur wenige unserer deutschen Darfteller bieser Auffassung Raum, die Eoquelin in einer lesenswerten Schrat cinael enb beflriinbet hat. Aber in feiner Auffastung leistete 6) iHi n e reckt bedeutenbes. Hervorragendes bot^auch Edgar Pauly als Orgon; er gab bem genassührten Laottel eine luftiae Lebenbigkeit unb Frische. Ausgezeichnet tpar wich Wscholz als schlaue unb kecke Zofe Eleante wurde von Karl Volck warmherzig unb treu wiebergegeben unb auch alle übrigen fanben sich gut zusammen. Aba Pauly als rechthaberische, eigensinnige G.oymutter, (Erna Güldener als Elmire Karl Marx als Danus unb Paul Uj6 n alt» Polizeibeamter. Einen schönen Auftritt brachten ^stt N e y al« Mariane und Ferry D a u b a l als Baler zustanbe. Frany Wieder hold Kerhastete sich als Sergeant ganz unge­wöhnlich Er hatte an Stel/e des^erkrankten Rolf Gunolt die Rolle im letzten Augenblick übernommen.

Warum man sich bemühte, die einzelnen Aufzuge durch das Fallen des Zwischenaktvorhangs anzudeuten, wie der Dbeateozettel sagt, das ist mir em Rastel. Das SchiedS- gericht ^wenigstens hätte glatt durchgespielt werden können. §>er Vorhang ist doch schließlich nur ein notwendiges liebest ba§ man nur bann benutzen soll e, wenn es unbedmat not­wendig ist. Bei ber geftrigen Aufführung es tn keines , ^££e notwendig und es ist deshalb zum minderten seist am»

Der deutsch-österreichische vund und die Tschechen

Der Wert der österreichischen Dündnispolttik für das beutfdx Reich wird wieder einmal burch die Rebe etnes Tschechen im' österreichischen Abgeorbnetenhaus i(lu|tricrt.

Wien 24 Nov Im Adgeorbnetenl^ius warf m seiner Bearünbung bes Driliglichkcitsantrages betreffend den Schutz der Minoritäten Kramarz der Regierung Par­teilichkeit bei den Seamtenernennungen vor unb erklärte, die Tschechen würden sich bie Zerreißung Böhmens burch bie geplante Kreiseinteilung nicht gefallen lassen. Auch ließen sie sich burch Drohungen gegen bas Parlament nicht einsMchtern. Kramarz fuhr fort: Die internationale Situation der Monarchie ist wahr-

-nicht darnach angetan, die Slawen in eine verzweifelte Stimmung zu bringen. Wenn wir dank der Politik unseres Auswärtigen Amtes an Deutschland so gekettet sind, baß Oesterreich für ziemlich lange Zeit verurteitt ist, eine Politik ad (^Tmaniae gtoriam zu machen, dann mußte bie staats- männische Regierung diese Politik ber slawischen Bevöl­kerungsmajorität erträglich zu machen suchen, nicht aber sie im Namen dieses Bündnisses drangsalieren. Dieser Dlaiorität wegen ist bie Regierung deutscher Parteimänner, hie nur als Anhängsel zwei polnische Minister hat, unmög­lich. Wir wollen eine Regierung, deren Zusammensetzung schon gewährleistet, baß endlich mit allen V.ckkern und Nicht gegen die Majorität aller Völker regiert werden soll.

Kramarz begründeten noch zwei Ruthenen und Nationale Dringlichkeitsanträge. Im wetteren Zerlaufe ber Sitzung begründete Vergelt einen Dringttchkeitsantrag bette ff end die Zuweisung ber Sprachenvorlagen ohne erste öXngän einen Ausschuß. Sie Spra^enfrage_bei ben. ftaat- licken Behörden müsse endlich m geietzlichem Wege cmf pai lanientarischem Boden erledigt werden. Die Deutschen in Böhmen wünschten ferne Eroberungspolitik, sondern nur Herren in ihrem Gebiete ru sein. Pergelt wandte sich fnhniin nrvYfm Kramar^s' Ausiuhrungen unb betonte, daß eine PolW in ber von Kramarz gewünschten Richtung das Rei^ ruinieren würde, ^e feit 1878 oon .s6e)terrel^^.Ungarn betriebene Politik Ijabe den europäischen Freden erhalten, ' Oesterreich-Ungarn speziell den Frieden gebracht und et? wttt- I sck-afllich gcti-aftigt.

tänblick ist. Recht angenehm wirkte Paul an als Koch. Dar Chor,I°rzlich^mÄt^ Man spurte nichts

.hne Begeiste-

Rollen

Die heutige Nummer umfadt 10 Seiten. >

Dem Eroßherzog! I

Unser Großherzog Ernst Ludwig begeht heule, aT1 25. November, seinen Geburtstag unb hat bas Alter 03H 41 Jahren erreicht. Nach alter, guter Sitte nimmt bas i nje hessenlanb frohen Anteil an biesem Festtage, ber uns i igt zu treuem Zusammenhalten auf unserem hessischen Lfoen unb zur Liebe zu unserem großen, geeinigten Reid}.

Seit seinem Regierungsantritt am 13. lNärz 1892 ist ,4n|er Lanbessurst seinem Hessenvolke ein treuer, selbstlos |c :genber Führer gewesen, unb wenn wir heute unter ben jsuljdjen vunbesstaaten im Hinblick auf unsere fortgeschrittenen tätlichen Einrichtungen einen angesehenen platz einnehmen, g ist es in erster Linie auch unserem Großherzog Ernst ^roig zu banken. (Er steht allen Volkskreisen in gleicher |lflei|e nahe, wir verehren seinen gütigen Sinn für alles, ®fis bes Menschen Herz erhebt unb begeistert, für bas □alten der liunste unb bas Werk sozialer Fürsorge, bie ben '(innen unb Schwachen helfen soll. An der r>eite einer »mso mild unb vornehm benhenben Gemahlin hat ber !b loßherzog Ernst Ludwig die innigsten Beziehungen zum Ddhsempfinben gefunden, und darum ist sein persönlicher Stjrcntag auch ein Freudentag für bas Volk! Noch vor wenigen Tagen hat das fürstliche paar inmitten des Volkes , »Dellt, als in Mainz ein neues Werk der Wohltätigkeit Lrüttet wurde unb bie Frau Großherzogin selbst bas Amt Liner Verkäuferin im Dienste ber Fürsorge für arme Säug- Imge übernommen hatte. Diese Teilnahme am Los ber türmen ist eine ber schönsten Sterben unseres Landesfürsten, Iinb sie trat auch vor zwei Zähren, bei der Geburt bes rpTin3en Georg, hervor, als ber Großherzog aus bem eigenen hamilienglüÄ heraus in einem sympathischen Erlaß zur I Förderung ber für bie Volksgesundheit so wichtigen Säug- liingsfüriorge aufforderte. Zahlreiche andere Wohlfahrts, [jtueige hatten in ihm ebenfalls jederzeit einen eifrigen

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im persönlichen Verkehr mit ben Erwählten bes Volkes. Möge bas beiderseitige vertrauen nie getrübt und bas vanb zwischen Fürst unb Volk nie gelockert werben I Neue und wichtige Aufgaben harren bes hessischen Staates. Möge er im Zeichen einer nach Sparsamkeit drängenden Zeit eine Modernisierung unb Verjüngung großen Stiles burchmachen unb möchte bes Großherzogs weiser Sinn auch hierzu bie Sahn ebnen Helsen. Darum wünscht bas ganze Hessenvolk in alter Treue seinem verehrten Lanbesherrn zu seinem heutigen Geburtstage aus vollem Herzen Glück unb Segen unb viele neue Jahre segensreichen Wirkens!

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Erstes Blatt 159. Jahrgang Donnerstag Sa. November 1909

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letzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

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