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28/01/1909 Erstes Blatt
 
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7.9n

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Handel

ilörwe, 28. Januar. 1.15 Uhr.

Portugiesen

111

111.90

192.60

150 50

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17.UU 144 80 121.60

Ungar Goldrente . Italien. Rente . . Portugiesen Serie J

222 RO 110.80

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36 3%

Januar. Anfangekurse.

Harpeuer Bergwerk. . Laurahflttc . . . . I ombarden E. B. . . Xordd. Lloyd .. . . Türkenlose.....

. 17.10 . 92 <0 . 145.70

87. 0

6330

98.75

95 50 86.BO

95 50 86.30

Sbften und Scherereien verknüpft, j!-3 gegenwärtig, da c'sdamff mit jedem einzelnen an bem Schinent rger Weg angrenzenden Grundbesitzer verbandel! und tTanfbrirh abgeschlossen werde» müss.n, ganz abgc'ed'n ton bat über die Geländ-eabtretung an« zufertigcnden fcfh'vicliqcn Meßdriew

Wenn da4 Prvjrkt also verwirf.icht werden soll, dann frisch ans Derk, ehe der icfct äußerst günstig Zeitpunkt versäumt ist. Der Dani des Pudlilums nnrb nicht ansbleiben. L. B.

Elektriz. Labmeyer . . . Eltktriz. Schlickert . . . Eechweilcr Bergwerk .

Gelsenkirchen Bergwerk Uamhnrg- Amerik PaketL Harpcner Bergwerk.

Laurahi.tte......

Xordd Lloyd . . . .

Obeiscbles Eisen-Indnstrle Berliner liandelagcs. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . DeuUch-Aftiet Bank . . Diskouto-Xommaudit .

Dresdner Bank . . i. .

Krcditaktieu . 1 .

Baltimore- und Ohio- 1

Eisenlanu.....

uottbard bahu.....

Lombard. Eisenbahn . . Deuten. StaaUoabu . . . rnnce-Heun-Eiienbabu

91 n in.: Sie m Rlnnnncm gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von anSwän« nach (Ziesten gebrachte Kranke lommeit

lieben Hmdernnie da. 21 Schätzung cnliprcdicnbev erzielen- ist gletdibebc. ..r ficiycre-S ist er öbV, ob weiden kann oder nui. g, bei der Zufchlagrcrtetlung.

u anderer

, wenn e:

l>se/e rusd.Staatsanl. 190ä 4 ViJapan. Staatsanleihe 1 % Uonv. Türken von 1903 Türkenose......

\% Griech. Mouopol-Anl.. X% äussere Argentinier . J0/, Mexikaner . . . I j»*7, Chinesen . . . .

Aktion:

Ta eS aber viele mehr oder wenige minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachge­macht nird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fijcher- jchutzmarke und weise alle diese Nach­ahmungen zurück.

Bochum Guss . . . Buderus E. W. . .

Tendenz fest.

Berliner

Canaria E B. .

1 'annsWdter Bank .

Deutsche Bank . . Durtmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz fest

Er gegen er yr iinzu-

3 *.;/. 3% W.'e 3% 3%°f(

Israelitische Reliinonsgesellschast.

Gottesdienst.

TabbatZeier am 80. Januar 1909;

Freitag abend 4.50 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Nachmittags 3.30 Hin.

Sabbat-Ausgang 6.05 Uhr.

DochengotteSdicnst: Morgens 7.00 Uhr, abends 7.00 Uhr.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Ucligion$g?nieinöe.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage),

Samsiag den 30. Januar 1909:

Vorabend 5.00 Uhr.

Morgens 9.00 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr. Schrtftcrkläruug.

Sabbatausgang 6.05 Uhr.

93.60 98 20 9815 93.40

104.1-5 5730

58.60 97 95

98 00

145.80

Börne, 28

. 17

. . 131.00

. . 244.60

l)t zu ette

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

verinischter.

* Deutsche a^u f Reisen. Unter diesem Titel macht Dans Heinrich tron Sck),vießel in decDeutschen Tageszeitung" auf die leidige Unsitte vieler Landsleute, im Anslande auslän­discher anstatt deutscher Sprache sich zu bedienen, aufmerksam. Sv könne man in Een .Titels n"d <B?nriinen Italiens sehr h'iufig Ici'en, wie Deutsche sich nicht als Herr, Frau oder Fräulein, sondern als Mr., Mde. und Moellc., deutsche Grasen als Comte und Conti, deutsche Freiherrn als Barone eimragen. Die schlimmste, aber ebenfalls häufig zu findende Unsitte sei die Titelühersetzung. Der Verfasser meint ferner, dast auch darauf mehr geachtet werden solle, daß in den Hotels und Pensionen deutsche Aufschriften genommen, deutsche Flaggen gehißt werden usw. Man könne auch in Hotels, die weitaus am meisten von Deutsck)en besucht werden und durchweg deutsche Bedienung haben, nur nichtdeutschc Aufschriften finden. An den oft selbst deutschen Wirten liege die Schuld an derlei kleinen, aber in der Masse bedeutungsvollen Verstößen nicht.Sie sind im. allgemeinen entgegenkommend und entsprechen gern gegebenen Winken, aber die Sache ist die, daß die Angehörigen anderer Nationen sehr viel Wert aus derartiges legen und wir nicht. Sitzen etwa in einem italienischen Gastzimmer zehn Deutsche und ein EnglLrder, alle de4 Italienischen mächtig, an einem Tisch, so ist mit Sicherheit anzunehmen, sie werden englisch sprechen, trotz der gegebenen neutralen Sprache. Jeder Deutsche sollte stets im AuLlande bedenken, daß er sein Vaterland vertritt und daß er gewissemtaßen stets im Dienst ist. Er soll die Würde seines Landes wahren in taktvoller Wei'-, nicht durch schnodderiges Besserwissenwollen, geistige Kurzsichtigkeit und al- .ecne Anmaßung. wie es leider auch häufig genug geschieht."

Ter Fischer mit dem großen Torsch auf dem Nucken ist bo» Garantiezeichen für die echte Lcottö Emulsion, und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren

lvöchent!. UcbersiäN öcrCofccsfälk L d. Stadt Giehen.

4. Woche. Born 17. bis 23. Januar 1909.

Einwohnerzahl: angenommen zn 31 100 <mft. 1600 Mann Militär)

Sterblichkeilsstsfer: 13,40'.^.,

118 60 119 30 186 «J

11300 191.90 20000

92.90 96 00

171 30 13100

244 4» 135 00 186.10 150 4)

197.70

ÄNetcorologistlie Bcodachtnngeu

bev Station Oüesten.

Friinkfiirtcr Leichaanleihe . ,

do. . .

Konsola . .

do. . . . . Hessen.....

Markte.

Limburg a. d Labn, 27. Jan. Fruchtmarkt. Durch» schnitttpreis vro Malter. Noter Weizen Gianmtikher) 17.00 T1L, wcister Weizen (angebaitte Frenidfonenl 15,50 ^L. Norn 12.05 Tlt, GfcrQc: Futtergerne 9.50'Dir., Branaerste 11.50- 00 Mk.. paier 7.500.00 Mk., Erblen 0,00 Mk.. Kartoffeln 5.50-0,00 Mk.

4 ÖrtS'remden 6,70 7^.

Kinder

Erwachsene. nn vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Lingesanor.

Für Form und Jrthal! u.. .Ibibrik stehenden Artikel

übernimmt die uiebali. .?. nm gegenüber keiner!:!

Verantwortung.)

2«n Bernehnten nach ist von der KrciSbaubehörde geplant, den Schifsenberger Weg auf einer Seite ähnlich der Straße uach^ Leuche^heim zu verbreitern und mit erhöhtem, befestigtem F u st w e g zu versehen, ein Umcrncbmen, das sicher von der ganzerl, einen Gang in Gottes freier 9?itur liebenden Bewohner oer Stadt Gießen mir Freuten ln.grüßt rverden würde, bciut gerate in der Richtung bc> vielbesucht.u Sckiffenoerges mit den itnuicgcnLcn herrlichen Waldungen fehlt ein zu jeder Jahreszeit gut gangbarer Weg.

int: .Angrbo

3rt nick: n,

Zriedberg im Winter.

Sckän ist es für pvesievolle Gemüter^ wenn der Winter von seiner Nordlandsreise rurückkebrt, irnin Teich und Seen frieren, schöner noch, wenn die »arten Flocken Bäume und Sträucher zieren, tzäuser uno Türme mit weißem Hauckc überziehen, so ungefähr kachle ich bei einem Sva;':rgange vom Winlersteine fier. Im Cften di' Stadl mit den vielen Türmen, mit den drei Dähn­lichen, die von weitem zum Dimmcl ragen: im Norden der Adcljsturm, dessen stolzes Hauvt mit leichtem Reif bedeckt ist: in L.r Mitte der Turm der Stadtkirche, von dem Fabrbunderte lerabfchauen, im Süden das vom Schein der Mittagssonne be­leuchtete Dach der Ang'.istiner'ckulc., Zu Fußen liegt die Eisbahn, aus deren Monier Fläche sich Gros; und Klein dem so gefunden Sport de. Schlittschuhlaufens in vollen Zügen hingeben. Sier sicht man noch ungetrübte Zugendlust. Sollte wirklich der Morgen in der Schule Enttäuschung, schlechte Noten ober gar Strafen gebracht hoben, hier im Kreise von Gleichgesinnten wird alles wieder vergessen. Glücklich noch, ein nind zu fein. Der Ernst des Lebens tritt leider schon irüh genug in seine Rechte, und mancher hinge Mann, der in Zirkeln die Bohn durchkreuzt, sucht auf einige Stunden Ruhe und Vergessenheit vor dem drohenden Schatten deS beporst"henden Examens, das für feine ferneren Lebenswege von entscheidender Bedeutung ist. Akademie. Lehrerseminar und Gum- nasium haben Schlüße; amen, die teils schon begonnen haben, wie auf bem Lehrerseminar, das schon am 5. Februar eine Klasse hinaus ins Leben sendet, um dem Lehrermangel zu steuern. Mitteln, mitweben, wer bat bestanden, heißt eS dann in vielen Familien: denn in einer kleinen Stadt herrscht ein inniger Zu­sammenhang zwischen Schulern und Einwohnern. Deutlich merkt man an dem Fehlen brr bunten Mützen, an der Ruhe auf der Kaiserstraße gegen Abend den Schluß unsrer Lehranstalten. Auch ist unsere frühere breite Straße setzt bedeutend belebter wie im Sommer: denn da fehlen die Landwirte, die im Winter teils mit, teils ohne Gesvann hier zu sehen sind, um in den zahlreichen Geschäften ihre Einkäufe an besorgen.

Und wie in der Familie am Winterabend die Menschen näher um den Warme wendenden Ofen rüdem so ist es auch mit den Newohncin der Stadt. Im Sommer ist ein Auseinandergehen, in Ausstiegen nach Bad-Nauheim zu bemerken, um hier in dem schattigen Parke Ruhe und Erfrischung zu suchen, im Winter dagegen rin sich Nähern, ein Nähertreten auch in geistiger Beziehung. Ti7s zeigt sich am deutlichsten in bem Wiedererwachen der ein­zelnen Bereine, in der Zahl ihrer Vortrage und in vielem anderem. In muiikalischer Beziehring finden wir eine Anzahl guter Männer. r2fangtercinc: unter anderm auch den Musikvcrein, her sich die Pflege klassischer Kunst zur Aufgabe gestelll hat. Seine Auf- sührungen «'Kammermusik und Oratorien' können ruhig mit denen einer Großstadt zum Vergleich herangezogen werden. In tech­nischer Beziehung gibt der Gewerbeverein durch Abhalten meh­rerer Vorträge dem Handwerkerstände und seinen Freunden An­regung: für Pflege der Heimatsgeschichte sorgt der Geschichts­verein: eine Reihe von Vorträgen, die sich aus allgemeine Bil­dung beziehen, werden im Bolksbildungsvereine gehalten, der auch ein Lesezimmer mir umfangreiche'' Bibliothek zur Benutzung alter Tewohuer unterhält. Daneben sind selbstverständ'iich noch eine Reihe von Vereinen, deren Namen hier zu bringen leider nicht der Platz reicht, die aber alle, je nach Zweck und Satzungen, das Beste zn erreichen suchen. Auch noch eine Reihe von Vor­trägen von Mnstlern findet statt. Aus allem diesem ist leicht er­sichtlich, daß int Winter viel in geistiger Beziehung geboten ist. Nur in einem Punkte scheint der Winterschlaf cinqctreten zu sein, nämlich in dem Interesse für Politik. Wichtige Fragen bewegten int November bas deutsche Volk, die Finanzreform bietet in jeder Weise ausführlichen Stoff zur Besprechung, und trotzdem ist seit En!?e Oktober tLandtagswahl> von den bürgerlichen Parteien nicht eine Versammlung abgehalten worden, während im benachbarten Bad-Nanh'im Links- und Rechtsliberalen tagten, während in der Umgebung Friedbergs der Bund der Landwirte wöchentlich mehrere Versammlungeit abhält, ist hier alles in tiefster Ruhe. Hoffentl-ch bedarf es nur der Anregung, um den Bewohnern auch Gelegenheit zu geben, wichtige politische Fragen zu ventilieren.

Winterszeit, schöne Zeit, könnte man nach den Ausführungen denken, intb doch sehnt sieb der Mensch nach wärmeren Tagen. Arbeitslosigkeit wie überall. In bett Dörfern unsrer Umgebung sitzen eben viele Vaubangwerker zu Hause und harren sehnsüchtig der Arbeit und des Verdienstes. Und wenn auch die Gemeinden nach allen Kräften durch Notstandsarbeiten ui helfen suchen, so ist es mir ein Notbehelf. Deshalb möge die Kälte jetzt wieder ihre Nvrdlandsreise antreten: denn allzulanger Besuch ist in jeder Familie störend. L.

iOberhessen

1 uo Oestorr Goldrentc.

4'/s % Oestorr. Silberrontc

Ein halber (rrfolfl.

Uui Anzeige eines Nachtwächters wttroe der Bergmann K. M. von tY 1 e n ) u n g c n wegen -törperverleMng zu 3 Monaten Ge- fängni^ verurteilt. Der Nachtwächter gab an, der Angeklagte habe tfm au r einem Dienst gang nachts angefallen und ihm ml emem volzichett mehrere Verletzungen au Kopf und Rücken bei- gebracht. In der Berufungsinstanz kwt der Angeilagte Beweis an. bau bev Verletzte, der auf der ^ünfcrüiu steht uno inzwischen fcinc-3 Dienstes entlassen worden ist, unglaubwürdig fei will von dem Verletzten angegriffen worden fein, roor*"' fuh gcrochrt uabt. Tatsächlich ist der Verletzte auch fei,. uugu- »eriälhq und IN angetrunkenem Zustande raufrustig. Wenn e-. auch unwabiicheinltd ist. datz er den Angeklagten angegriffen hat. so ist Üjm dao Gegenteil doch nicht nachziuveifen Nao, ben e aenen Slngabcn deo Angeklagten hat er aber die Notwehr überfairiten unb bem Verletzten arg mitgcfpieU. Das Berufungsgericht hielt rne valtte der vom <2chosiengericht erkannten Strafe für eine ent­sprechende ivühne.

Ein ständiger Kunde

der Strafkammei. ist der Schneider Hch. M. von A l s f e l d der wegen seiner Gewglttätigleiten bekannt ist. Da ihn niemand mehr haben will, hat ihm die Stadt gegen 'eine kleine Miete Unterkunft im Spital gewahrt. Kürzlich kam er nachts auf die Waaitstube und behauptete, er hätte da das nämliche Recht wie die Nachtwächter und Polizeidiener: er steckte sich eine Zigarre au und schimpfte die Beamten: Saubande, Drecksacke u. bgl., sodast man sich ge­nötigt sah, ihn zn entfernen. Er scheute sich nicht, noch die Be­amten wegen uugebührliehen Verhaltens au-uzeigen. Tno Schöffen­gericht verurteilte ilm tvegen Daussriedensbruchs und Beleidigung zu 3 Monaten Gefängnis. Wie alle früheren Sachen, so muhte auch diese alle Instanzen durchmachen, denn der Angeklagte ist immer unfmnliig. Die Strafkammer hatte keinen Ansatz, an dem Urteil des Sclwffcngerichts etwas zu andern, denn dieses kennt den Angeklagten genau und weist, welme Strafe ihm gebührt.

(6ie6ener Straskamm«^.

!( Gießen, 26. Jan. Schwerer Diebsta''l.

Ein Wiesecker Schreinermeister vermißte zn verschiedenen Zeiten kleinere Geldbett'ige in seiner Lass:, d-.e er in ein r .üimmotc 1 einer Wohnung aufbewahrte. Der Verdacht, tie Dieb tähle aus­geführt zu haben, lenkte sich auf feinen 28:ä^rig?n Gefell n F. E. auS L a a r b u r g , der sich in der letzten Zeit dein Trunk erg ben hatte. Ain Vorhalt gestand er zu, zweimal an der tfaif.'jjrocfen ,u sein unb zwar hat er zum Ccffnen der mintobe b n schlüssel einer Ävmmobe. die in bet Werkstatt ang.ncrtigt worden ist, b.nutzt. Sein Meister gibt den Fehlbetrag auf 30 Mark an. während der Angeklagte im ganzen nur 20 Mark genommen haben w ll. Es wurde eine einheitliche Straftat angenommen und wegen sckwrr^n Diebstahls auf 1 Monate Gefängnis erkannt, worauf 1 Monat Untersuchungshaft angerechnet wird.

D e Tur ins ^re c

Dem Gefangen Wärter am Daftlokal Butzbach I. PH. F. aus Westhofen ist zur Last gelegt, die Entweichung eines fcäjtlingd durch Fahrlässigleit gefördert unb erleichtert zu haben. ..in der Nacht zum 15. Oktober v. Z. entwich auS der genannten Anstalt ein Untersuchungsgefangener, der bald wieder ergriffen wurde. Nach seinen Angaben ist seine Zelle unverschlossen ge­wesen, wie and) die Türe des Korridors. Eine weitere Tür. d'e die Treppe abschliestl, war nur so verschlossen, da st sie von mir.cn geöffnet werden konnte. Er habe eine an der Tür h 'J 'f 'c Glasscheibe eingedrückt und bat > dies' Corning sei es ihm ge­lungen, die Tür von austen zu öffnen, b.i er nut aut de r , r habe zu drücken brauckien. In der .'Daudtürc habe innen der Schlüssel gesteckt, so daß er leicht in den Hof gelangen konnte. In der unverschlossenen Küche habe er ben Schlüssel der Türe zum Nebenhof, der nur mit einer niedrigen Mauer umgeben ist, gefunden und sei so leicht ins Freie gelangt. Der Fläch l ng hatte mithin fünf Türen zu passieren, von denen zwei of'en standen unb zu zweien die Schlüssel da waren unb die weitere bem Ooffnen wenig Schwierigkeiten machte. Nach der Fnsttuktion Härten sämt­liche Türen venchlossen sein müssen unb die Schlüssel hätte er bei sich tragen sollen Bei dem gerichtlichen Angcnschein fand man Beschädigungen an der Zellentüre, von b.-nen e* sich sofort h.'raus- stellte, daß sie nicht von dem Flüchtling herrührten, vielmehr mußte angenommen werden, der Angeltagte habe, um feilte Vorgesetzten nU täuschen, einen gewaltsamen Ausbruch vorspiegeln wollen, zumal der Augensclwin lehrte, daß die Beschädigungen vorgenommen wor­den sind, während die Türe offen stand. Man fand auch noch an einer Zange, die sich in der Wohnung des Ang-'Nagteii vorfand. Teile von ldolzsarbe, wie sich solrl;c an der Zellentüre befindet. Trotzdem behauptet der Angeklagte, er habe die Zelle nn jenem Abend verschlossen und der Flüchtling sei durch d:e allerdings^ vffenstehende Korridortüre, .mb durch das tttichensenster ins Freie gelangt, denn er habe die Hansiürschlüssel und den Schlüssel zum.Seitenhvf bei jid) getragen sich her Befund mit den Aussagen dos Flüchtlings deckte, bestand für das Gericht kein Zweifel, dast der Angeklagte grob fahrlässig gehandelt bat. Da st ec eS mit seinem Dienst nickt so gewissenlose nimmt, beweist die Tatsache, dast er einem geständigen Angeklagten zugeredet lut, sein Geständnis zu widerrufen, was zur Folge hat:e. daß eine Verhandlung vertagt werden mußte. Tie Staatsanwattschast be­antragte mit Rücksicht daraus, daß der Angeklagte noch Neuling ist, eine Geldstrafe von 200 Mark. Tas Gericht hielt jedoch eine .Freiheitsstrafe für angezeigt, da der Angeklagte seine Pflichten fftoblid) vernachlässigt hat und erkannte auf eine Woche Ge f ä n g nid.

1 ietzr noch zu erwirken n»üre, daß pas erforderliche . .'.id vl.. c üauforic Z. aus der F.tt>'releiuigungc-

Schädigung für an der Maul- und Illauenseuchc acallenes Dreh zu verwenden. Die Regierung würde mit ihrer Zustimmung zu diesem Vorschlag eine früher gegebene Zulage ' vor ein Paar Fahren namentlich in Starkenburg eine bösartige Evidemi' herrschte, einlösen können. Aba. Weber unterstützt als fHercrent tiefe Vorschläge sehr warm uno wünscht, es möck^n die hier ein gestellten Mittel für die Srbietlicherung und ;roar speziett für Rinovieb der Landwirte erholten werben. Nack längerer Debatte, on welcher sich auch wiederholt die Minister Dr. Gnautb unb Dr. Braun beteiligten, fand im Ausschuß eine Derstäne gung dahin statt, zu bt an tragen, die Mittel sür diesen Zweck zu bew-tt gen, tedoch die Regierung zu ersuchen, das Schlachtvieyvenickerun?egcketz nur bann in Kraft zu setzen, wenn die berufene Ber-retuna der Landwirtschaft, die Landwirtfcl aftskammer, entsprechend S el'intg dazu genommen habe. Tie Entscl>eibung über die Ein sthrimg des Geietzes ist somit vorzuasM'i'e in die D nde der Landwirt clbtr gelegt. Es folgt Kap 102, .Kataster, worüber Abg. Mo 1 - ihan referiert. Geheim erat Dr. Becke r gibt über verickttb^ne ,um Voranschlag gewünschte Punkte Auskunft und erklärt, hast ent-' ".egen her in der Erläuterung gemachten Angabe alle Anwärter im Vermessungswesen bei Besetzung der beiden itcugefoip.rten Bermessiingsassistentenstellen mit fonfurrieten sollten: es sei noch Niemand von der Regieruna dafür in Aussicht genommen. Nächste Sitzung des AuSschusies: Donnerstag Vormittag 10 Uhr.

vöckste Temperatur am 26. Jan. bis 27. Iai

Niedrigste , , 26. 27. .

'Jiadj meiner Ansicht wäre zur Ausführung dieser Arbeiten c d der geeignetste Zeitpuntt, da gegenwärtig, bei oer allgemeinen ttslauung i r v,au äi^.agc famtliche Arc ei.cn und Lieferungen e^nfails dedeu'..ud billiger zu stch:n kommen würden, a.4 viel- .eirist nach Adtauf cinoo Fahre-. Ein zweiter Grund für die ' .....'' l .,7'ing jragttchec Arbeit ist di' gestt.nvärtig

n " "ir tfiing im Gang, b'indlicke d^lbbtreinigung, ufi der ml - - - - - -

'i.'-"-ert der Behörde zur Verfügung gcfL-l.t

.t' . der tgun.t brr F.'ckx-ercinigung ist

ung i sch. en Pwjektcs jec.nsnlls nut weit gröberen

twOftwchini VU ^Cl cincr Innnobilmr-Zwaug-- r? ^dmlOncr gegen den Bcicktt,.; bcc Anus- genebte Hockst i.D, moirnch bem Laubiv.it N. bev AuLMaa c*.teilt ! "Ä.?" Behauetuug. der Steigerer fei u i ch t za htu ugs-

e fU* D°v "^' dgcrickr Darmstadt erachtete die »ildnueue mr u n b e g r u n b c t. iic Zaistiiugsiiu'ülnakeit des Ctcigcrcr« liegt außerhatd bei -ötmalen m.b matcueUm Er'oider- niffe bcx berfnhtciio, die das Voustrecku . ucricht tiu ;.;r - 9Un VCl-: ;l icco:»bcstandSe r emer

«erfieigcumg eben|o iveutg, wie i < . >

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Januar

1909

Barometer au> 0° reduziert

Tempera Nir der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

f

9

Windstärke

Wetter

27.

9»1

758 3

2.1

4.9

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Sonnenschein

28.

955

758.5

1,7

3,1

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NNE

4

Klarer Himmel

28.

7

758,1

- 4,8

2,6

75

NNE

4