Ausgabe 
25.5.1909 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

bem Theologen Georg Friedrich LuciuS auS Jugenheim bei Ingelheim, gegründet und ging in ununterbrochener Reihe vom Vater aus den Sohn über. (£6 bestand zuerst in ver­schiedenen Orten, so in Nierstein, Eichloch. Jugenheim. Hier übernahm der Sohn des Gründers, Pfarrer Dr. Eduard Lucius. Tie 48er Jahre brachten für das Institut fast den Untergang. E4 siedelte dann über nach Darmstadt, Rodheim und Münzenberg. 1878 erwarb Tr. (r. LuciuS das land­gräfliche Jagdschloß, wo das Institut seitdem sich befindet. Ta die Echülerzahl immer mehr zunahm, so wurde 1888 em stattlicher Anbau errichtet. Tas Institut zählt gegenwärtig etwa 100 Schüler, die von fünf Lehrkräften unterrichtet werden.

Darmstadt, 25. Mai. Berschwunden ist seit SamStag nadmutiofl d»e 25 Fahre alte Tochter des i^ewerbefchulrats Meyer, ,irrL Else Meyer von hier. Tic sunqe Dame bat sich am Samstag nachmittag 4 Uhr aus ihrer Wohnung Irenestraßc 4 entfernt, und ist nach Besorgungen häuslicher Art in der Liebig- strotze Nicht mehr »urüctgelchrt Sie trug Trauerkleider und schwarzen Strobhul mit Trauerflor. Da Gründe irgendwelcher Art für emen Selbstmord nicht vorliegen, ist anzuuehmen, daß der Verschwundenen ein Unfall -ugestoßcn ist.

= Krofdorf, 24. Mai. Der K^iegeroerein feiert am 4. und 6. Juli fein 40jährigeS Stiftungsfest, ,oozu viele auswärtige Vereine eingeladen wurden und be­reits ihr Erscheinen zugesagt haben. Als Festplah ist der geräumige und beschattete Garten des Gastwirts Freund gewählt.

X. Atzbach, 24. Mai. Mit dem heutigen Montag tritt hier unter gleichzeitiger Aufhebung der Posthilfstelle eine Postagentur in Wirksamkeit Sie gehört zum Ge- fchLstskreife des Postamts Wetzlar. Tic Fahipost zwischen Wetzlar RaunheimWaldgirmesDorlarAtzbach bleibt bestehen.

Frankfurt a M, 22 Mai. Der RHein- Ma i n i s ch e Verband für Volksbildung hielt kürz­lich feine Hauptversammlung in feinem Vereins Haus ab Ter Jahresbericht konnte erfreuliche Fortschritte fest­stellen. Tic Zahl der angeschlossenen Vereine und Mörper- jchaften bclrnflt 104, wovon auf Hessen auf Preußen 65, auf Baden 4 und auf ?hbeuibai)crn 3 kommen. Außerdem gehören dem Verbände 58U persönliche Mitglieder an. Reben VolkSbildungsveremen sind auch tvissenschastlichc und künst­lerische Vereine, sowie Magistrats, stieis- und Lanorars- ämtcr angefchlossen Tas Vortragswcsen hat sich sehr gut öiDuideu lie Versorgung der angeschlossenen Vereine mit Llchtbilderapparaten nebst Licl>tLildarn und geschulter Be- diennngSpersvii funktionierte gut. Ein Beweis für den Fort­schritt der Bewegung ist darin zu sehen, daß die Zahl der Vortragenden aus den einzelnen Lrten zugenommen !>at. Zahlreiche Crle veranstaltetcn alllvöa-enttich Besprechungs­abende mit einleitenden Referaten über die verschiedensten Fragen des Wissens und des Lebens. In größeren Städten finden Lehrgänge zur nefereu Einführung in einzelne Wissensgebiete stall Wirf)! wemgen Vereinen iit es gelungen, mit ihrer Vortiagssähigteit und Führungen großen Etnsinst auf die nachschulpflichtige Jugend zu gewinnen. Durch gute Voltsunterhallung wurde mancl>es zur Förderung der Le­bensfreude und zum tvampfe gegen verrollende Veranstal­tungen getan. Tas Verbeut d-.si he at er hat an 60 Orten 160 Vorstellungen gegeben Tas VolkSbibliolhekSwefen wurde durch Wanoerbibliotheken und die Herausgabe eines Biblio- thelskataloges gefördert, der auch kleineren Orten gegen jährliche Zahlung von 6 Mk. die Beschaffung guten Lehr- jtoffes ermöglicht. Ter stampf gegen oic Schundliteratur ivurde durch Vcrbrcttung guter billiger Bücher nach Art der Schundkolportage aufgenommen und wird im neuen Jahre energisch fortge>etzt Tie Verbaiiosbuchhandlung ist oud) ui der Lage, kleinere PapierhandUingen :c., die bisher Schundliteraliir verkauft haben, mit guter billiger Literatur zu versorgen Außerdem ivird eine ständige Hoiportagc ein­gerichtet werden - Ter sich anfchtießende Vortrag des Prof. Tr. Staudinger« Darmstadt über dieBeziel-ungen zwisafen Volksbildung und Genofseiisätaf^swesen" zeigte, welche Bedeiltung der Zufarnmeinchiuß der Kräfte, der geistigen sowohl wie der finanziellen, auch für die ot* ganijierte Bolksbildungsarbeik hat.

Marbur g. Ter Piivatdozenl und erste Ajfistent bei Pros. Schenck am vhysiolo,tischen Institut der UniDcrfuai Marburg, Dr. med. Alfred Lohmann wurde zum Tilular-Prosessvr er­nannt. Dr. Lohmann (geb. 1878 zu Bielefeld), erwirkte seine

Zulassmig als Privatdo^rtt für Physiologie in Marburg im Jahre 1904.

Siel. Die wir hören, ist für das rreubearündete Ordinariat der romanischen Phuologte an der Unioersiiät X t c l bet c o Pro­fessor und Tirektor des romanvdien Seminars in Marburg Tr pbil. Eduard Dechßler in Aussicht genommen. Tr Seit Rier geb 1869 zu Ulm., ist seit 14 J obren llmversuöi-lebrer v*m ?um 1895 erwirkte er seine Zulaisung als Pruratdozem für da- Fach der romanischen Philolottc an ber Universität Halle a .5. mit ber Habilitationsschrift:Ueber die verschiedenen Redaktionen des Robitt von Barron zugeschnebenen Graal-Larecclot^yklus" Ostern 1901 wurde er mit ber vertretungsweisen Verwaltung der ordentlichen Professur der romanischen Philologie an der Unu versität Marburg beauftragt und am 7 '.Äor^ 1904 jum a o. Professor in ber Marburger phrlofophüchen Fakultät ernannt.

Berufung. Sie dieiwfnrfniltorr " eridbrt. bot ber ordentliche Professor der klassischen Ihtlologic Tr Phil Alfred 0erde m Greifswald einen 'Ku? in gleicher Eigenschaft an die UniDtrfitdi Breslau als Nachfolger bed nach Göttingen verseht en Professors Dr. P. Sendlanb erdalten. Dr. t'krdc ist am 20. Marz 1860 zu Hannover als Sohn des Geheimen Ober­baurats O. Gerde geboren. Er besuchte oaS Lyzeum I ui seiner Vaterstadt, sowie das Vilhelmsgvmnalium in Berlin und studierte klassische Philologie unb Bonn und Berlin. Ostern 1885 Promo vierte er ui Bonn, bestand das Examen pro facultate docendi, war Hauslehrer in Berlui (1885- 87), candidatuo probandus und Darm Hilfslehrer am ÄgL Lmscngymnasuun bortielbft (1886- 8> , Stipendiat dcS Lais. Tcutsch-m Archäologischen Instituts ht Italien und Griechenland und babduierte sich am 22 'Jiopembcr 1890 in ber Göttinger philosophischen Fakultät für klassische Philo­logie. 189395 war Gerde mit bet Vertretung der Professur für klassische Philologie an der Universität Königsberg t.ßr. iin Vertretung Schmidts, beauftragt und wurde am 9 April 1895 als a. o. Professor nach Greissivald berufen, wo ihm un Januar 1896 das Ordinariat für klassische Philologie übertragen wurde Im Studienjahr 1908/09 stand Professor Ofrcrde als Rektor an der Spitze der poinmerschen Hochschule Er oeroffenthdrte:Ser- reca-2tubien" '1895i,Te quibusdam Laertii Tiogan» aucto> ilbus" 1899-,Studui Amiaeana" 1900-,Abr.il; der grie­chischen Lautlehre" 1902.,Griechische Literaturgeschichte" 1898, zweite Auslage 1903-. ferner ist Gerde Herausgeber von Theo phran peri pyros ^1896, und von 'Platons Georgias ed. Sauppc (1897).

vermischtes.

* Die gefährlichebescheidene 8ebcn«roct)c" Daß die Tugend der Bescheidenheit als Steuerobjekt an4gcnu&t werden kann, t-rsehen wir aus folgendem Bericht desWiener Extrablatts": Ein Finanzsenat de. VerwaltuiigsgerichtShoses in Wien hat eine steuerrechlliche Entscheidung kassiert, laut der die durch bescheidene Lebensweise ccjicltcn Ersparnisse ber Einkommen steuerpflicht unterliegen. Einem Steuerträger mar die Personal einkommensteuer mit der ganz allgemein gebaltcnen Begründung erhöht iporbcn, daß erun £>inblid auf feine bescheidene Lebens­weise namhafte (Sripanii)fc erworben und sein Einkommen ver­größert haben dürfte". In ber an den VenvaltungSgerichtShos eingelegten ^schwerdc machte ber Besteuerte, bcifeii Sparsamkeit uno Bescheidenheit von der Steuerbehörde so doch geschätzt wurden, geltend, baß cm so allgemeiner Himveis auf die angebliche Er­zielung von Ersparnissen durch bescheidene Lebensführung denn doch nicht hinreiche, um mit einer Erhöhung der Einkommensteuer vvrzugehen. Er iber Beschwerdeführer) anerkenne dankend die gute Meinung der Steuerbehörde von feiner Bescheidenheit, die ia eine Zier sei, allein von Ersparnissen sei ihm leider nichts bc lanni, im Gegenteil habe ibm gerade un lebten Steuer ja bre die strankhcit seiner Frau sehr bedeutende Mafien verursacht. Der Derwalttina^crichtshof hat der Beschwerde Folge gegeben und die angefochtene Entscheidung wegen mangelhaften Verfahrens auf­gehoben.

Luftschiffer a l s Landplage. In Loü Angelos findet augenblicklich eine Iahresausstellung des borugen Aeroklubs statt. Zu diesem Zwed werden vielfach Ballonaufstiege unternom­men. Nunmehr haben sich Vllletibcsitzer bei der Regierung darüber beschwert, daß sie arg durch bas Änswerien von Sand und an­deren Gegenständen belästigt werden, und ihnen auch sachliche Schäden zugefügt roerbtn. Tic Regierung hat nunmehr angeordnet, daß die Bestimmungen, die über das Abladen von Schutt und Unrat gelten, auch auf die Luftschiffer äugetveubet iverben.

»leine Tageochrontk.

In Bcrli n hat ein ehemaliger Geisteskranker einen Mordangrui auf feine Gattin verübt. Ter 13jährige Tischler Piehke, ber auf Antrag feiner Ehefrau kürzlich aus der Irren anstatt entlassen war. stürzte sich plötzlich auf seine Gattin und versuchte ihr ein Messer in bic Brust zu stoßen Nachdem die 19jäbrige Tochter auf bic Hilserufe ber Mutter herbeigekommen mar, entftanb ein furchtbarer Mampf zu Dreien Hausgenossen überwältigten ben Attentäter. Tie Frau ist mit unbedeutenden Verlevungen davongekommen.

Montag nachts brach in dem alten Fuggerdorse C^raben bei ... FeuersbrUren infolge Brandstiftung aus Vier große und ein kleines Anwesen brannte innerhalb zwei Stünden vollständig nieder.

Grvillc Wright über die duiunjtspläne der Urüber in ber nächsten Seit.

E i il Intcroiew auf amerikanischem Boden.

Unserem anieiikMiischen Vertreter ist es gelungen, Orville Wright uniiuttelbai nach seiner Ankunsi in Jicroport über seine Zulitiistspläiie zu befragen.

Obwohl die Brüder Dnght vorderhand nicht die Absicht batten, irgend einen Berichterstatter zu empfangen, und vorgaben, zu beschäftigt zu sein, io wirkte daS Won Berichterstatter einer dculschcti Ieitnng Wunder und die Tore öffneten sich. Orville Wright, der noch immer nicht ganz von seinem voriähngen Unfall, der dem Leutnant 3elfnbge das Leben kostete, geh.nlt ist, (er zieht den linken Fuß noch nach eridjiat. und erklärte sich bereit, einige an ihn gerichtete Fragen zu beantworten.

Es steht fest, MK ivit im 'August oder September unsere Aufstiege in bei bentimen Hauptstadt unternehmen werden ES besteht die begründete voffming bei uns, daß, obwohl wir von privater Seite engagiert sind, doch da> nriegominikenum unsere Versuche mit antzermwohnliäfem Interesse verfolgt. Tic Aus­stiege n»ertHii voraussichtlich auf dem TeinpelHo'er Feld erfolgen. Wir haben fut ben Aufenthalt in Berlin vorläufig einen Monat vorgesehen. 2öer von uns beiben bic Ausittege uoernimmt, dar­über sind wir uns noch Nicht einig. Wir haben viele idjmcicbcl- baue Angebote and) von anderen deutschen Städten bekommen, doch werden wir vorläufig nur in Berlin Flugversudw unter­nehmen Wie irnit die Vrihandlungen um Teutichland gediehen find, Uiid ob 'ich Privatlovital oder üriegsmininerium fiir den '.lnlaui interessieren, bar über kann ich mich un Augenblid Nicht äußern. Tic ungebahnten Verhandlungen sind noch nicht abge- schlosfev Von deutschen und französischen Milrtärsachpernändigen ist Han' \ die Frage an Mich gerichtet worden, ob unser Aeroplan im Kriegsfälle in cinn ioldhit Höbe fliegen könne, daß die Gewehr Ingeln ihm nicht icbabeii tuinucn \3ir sind Der lieber {cugung. datz wir eine derartige Hohe erreichen können, haben dies aber bi h.. noch Nicht versucht Wir unb nicht über eine Hohe von IO»» Metern dinausgegangen. dost) b.a iu) über reu gl, daß ich Mich ebensogut in ul' euu eu ,t sche ' ilc hodr erOe.t u könnte, eine Höhe, iu der id) dem Infanterrefeuer iwbl nicht mehr a.. ' gcietn bin.

..Sie richten eine schwierige Frage an mich, ob das lenkbare Luitichisi System ..Zevr Iin' oder der Aerm.e.n un s...

vergleichen. Ich bin Avrai L i eiu> km aiioni uu nm weder euu Ansicht iiLtt Ballon> un? ? mt ; ?,. .....

pnD ebenso auch keine Vergleithe mit anderen Lviutikem anitcLic.

Löas Graf .sippelin durch seine praktischen Flugversuche geleistet hat, ist gcimß groß unb bedeutend Unser Aeroplan arbeitet auf einem ganz anderen Gebiete. Wir haben in Europa anndhernb 60 Aeroplanc im Bau. die für 30 000 Mark pro Stüd zu haben sind. .Bisher sind alle unsere Maschinen für eine 7 ragfähigkeit von zn»ei Personen eingerichtet, doch laßt sich eine höhere Trag fähig keil leicht erzielew A.roplanc sollen auch in Jufunft nicht für Personenverkehr oder Lastenbcsorderung venvendet nxröm, sie dienen zur möglichst ; is ben

oder Nachrichten, und haben den Vorzug vor dem Automobil, daß sie nicht au bestimmte Straßen gebunden sind Wir haben in Le ManS gezeigt, daß w'.r uiu- auch längere .int 2 Stunden und 21 Minuten in der Lust bewegen können. Hier m Amerika m unsere Zeit voll und ganz ausgesültt. Wir sehen unS zunächst in unserer Heunatstaot Dämon ben wn unserem Bruder X'aunn für die amerikanische Regierung bestimmten und von ouinn kon« itruiertcn Aeroplan an und bellen chn vollenden, da die Maschine bis zum 2.'.Ium abgdicfert werden muß. Tic kurz. Jeu, bic uns baifh noch bleiot. roerbai wir zu Versuchen in Fort Myer benutzen unb amerikanischen Offizieren die nötigen Ibucrroctiungen «ür den Gebrauch unserer Vkrvplanc geben. Taren re-erden wir uns nach Berlin begeben."

DaS Seligsprechungen kosten. Ta da- päpst­liche Rom letzt im Jachen der Seligsprechungen steht, ball die Germarna" einige Austturungen dogmatischer und iinanztcller '.Katur über dies .Hapitel für angebracht U a. ist iie in der Lage, die Holten saldier Selig- und Hrüigiprechungen nach den offiziellen Angaben wicberzugeben. Tanad) belaufen sich die Ge- samtkoiien in icbem einzelnen Fall aut 260270000 Frankäi. vitn einzelnen ist folgende Rechnung zu begleichen:A. selig- iprccbung: Einführung 100«X) Franken. Prozeßnon culru" 2U00; orozeßde Famasanctltatis" 2010: Prozc;de validitate" 2000: Prozeß ubvc die Tug id.n 12'JOC'. Teint dazu 1000; Vollgültig keil des Lunderpro.e »es 2001«: Proieß über die Wun­der 12 (MX>; Tekret 1UU0; Xongngalten und Dekretde tulo" ;k«0i«; Xoücn brx ^kremouK .«OUmJ triankn. B. Heu itprrchung: Wieder au i nähme -*<*''. Vollgultigkrit tkc Suiber 2<. Prozeß über die Wunder 12000; Tekret dazu 10U); Xongr;gatu>n uno Dekretde tuto" »0; Xo'.ex de: veiligsprechaita-zeremome 100000. andere Unke cn 8000 « Franken " Taß b:eie rummen nur das IXinrnum da.'teilen, edl auv einer genaueren Speziatt- «urung der für die Hriligivrechung-zeremotitc .,<'orx:t'N ' ummc hervor. Rach ben Angaben de .t ermanti ' darüber loitct di. . u»|d)inudung der peterstirche allein 150IM) Franken: die päpst­liche Prozession braucht für 1948 Franken Wachskerzen; int Er­

in ben Faden!

Cttcrari|d?c».

Süddcutschlaud. Salzkammergut. Salz­burg und 'JioibltroL Mit "36 Marten. 40 Planen und Grundrissen und 7 Panoramen. Mepers Reiscbücher. In Letn- roaub gebunden 6 Mark. Verlag de» Biographischen Instituts in Leipzig uno Wien. Tic soeben erschienene zehn. Auflage von MeyersSüddeutschland" zeigt uns diesen benxibnen Führer wie­der bis auf die iieuefte Jett sorgfältig vervollständig:, berichtigt und erweitert Er enthält auch das Falzkammenrul. 2cUbürg und 3iorÖtirol und bient in zweddicnlicher Weise den Interesse» solcher Reisenden, bic m den einzelnen Gegenden rociugtr lange ütTiveilcn und bodi recht viel kennen lernen möchten Bemerkens­werte Jleurningen weift in der neuen Auflage namentlich tue Beschreibung bet Münchener Munftiammlungni auf Wesemttch verbessert erscheint uns ferner ber da» wuntembergische i^ehier (mii Stuttgart, behandelnde Teil. Der zeitgemäßen Behandlung des Tcrtc«, bn sich durch Frische der ~ Uchteit

uno Genauigkeit aus zeichnet, entspricht ditrchau- die Ausstattung des Ü^andes mit Starten unb Planen, nvbei auch bic Wettdäder wie Kiiimgen uno Reichen hall gebührende Bernds ichttgung ge­funden haben.

ITlärhe.

«tiefjen, 25. Mai. Tiar11i ericht. Auf bculigem ten- mailte kostete: U uuci . .. 1

67 Pfg., Nase pr. S'. 6-» Pf., Stälcmattc 2 i>-6 big,

tSibfcH p. Vld. uo«Ai big, Linsen p. Pfd. 00 00 Jg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., puhner pr. St. l,uul,6O ML, rät)ne m- Stüd 0,801,8OTIL, Gänse rr. Psd. 6070 PI-, Enten pr. clüd ).*) die- 2,20 Mk., Lchseiisteisch pr. Psd. 7684 b'g, Rita- und Jlinbfleild) pr. Plund 70HO Pfg, SchweineflZch vr. Plund 70 90 Pfg., Cehiveinefleisa-. gesalzen, pr. Pw.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt ailu an . .hi :Hubnt stebenden Artikel übernimmt die Nedaktion d.m 1 i.bhlum gegenüber feinetlri Verantwortung.)

Am Sonntag dem 16 ds. Mts., abenhs, hatte ein Steinberg« Fuhrmann in Großen Luiden Hochzeits«mste abgebolt Als der Äagen dicht besetzt auf dem Rüdwege durch Leihgestern fuhr, wurde er an einer Stelle derart mit Steinen bombardiert, daß t* Insassen des Wagens annngtn zu schreien und eine Frau rnr leimte Verlegung Mbontrug. Einem iungen Manne vonrri- berg, der auf seinem Rade kurz hinter dem Wagen herfufc. ;ina es ebenso, ji nb er bekam noch verschiedene sehr noble Ausdrüd« zugerusen. Hoffentlich genügt es diese > Hinweises, um bu l'oirin aus solche Frechheiten aufmerksam zu machen.

Ei n Steinberger Bürger.

OanOcL

Deutsche NeichSanleihc unb tlr« u » ische Kon- sold. iie Bollzahlung der zur cub|tnpnon aulgetcgiei, neuen 4 und 3 ,pto;en,jflen Reichsanleihe imb Ronfol« uollvebt "-ch^ sehr schnell. Es und laut ,F. un ganzen etrva HM ^'ioz. mit 704 Millionen JJIad voll gezahlt, so das noch etwa U6 'Millionen Tlarf ausstelren. Auf cie Rclchsauleite find prozentualiter enuai mehr als auf die Konsols emgcjahlt. Auch ictzt liegen wieder L'tti- tetlungen vor, daß weitere Bollzahlimgen m den nächsten Tagen stattsinden werden

Deutsche VercinSbank. Tie Banksirma Ed i^edt in Taxmitabi, bei welcher die Deutsche Vereui^bank commanbiiavifi beteiligt ist, wird mit Älirtung vom 1. Juli d.I. au in eine Füioie der Tcutfchen BerernSbank umgcivanbelt; damit errichtet oifr alte Frankfurter Institut (eine erste Filiale.

lichtuiitf des papHlidkn Throns kostet 1227b Franks. b<c . Hat* kerzen. Äachsfackeln lür bas Hordamt. Papst,renke. Altar je nerbungen brauchen im ganzen l-» 71» Franks auf, der Aitbdra erbäli uir Projekte und Voranfchlag 820«» Frank», das st'pitel von St Peter beaniprudn für Miete verschiedener t^egennairde 18 «X> Franks, an t^eschenk.n unoTrinkgelde rn ' an b nute unb Bedicnft. n finb genau 16 396 Franks zu entrichten. IVaa sieht, billig ist eine Seligsprechung nicht

Photographie auf dem Meeresgrund Txf pbolograpblieben Aufnahmen der Diclgcftalngen uno viflMdxr« Welt unter oem LZaiierjpregel smo in letzter Zeit .un, rovbenllW v.-rvollkominnct wordcti. Nachdem bereu. L. 2hibau$ durch ctKi Schrcm bic Lichtstrahlen ausgeschaltet batte, die aus der da fläche des Wassers einen Spiegel machen und störend eniroirfe». ist mm ein amcnlamfcbcr (HcLbrtir, bet Zoologleprofesior Jakob Ncrghard von der Ittiiversität Mrebigan. ,o wert gekommen, bet Leben be4 Meeres nicht nur durch oas Söffer hindurch andern im 0 a i f e r selbst zu pbotograpburtn. lieber ferne Methodt derPhotographie von ceeneren in ihrer naturlidxn llmg.o: »4 n acht er in dem in Lsinbnrnton erschein nden Bulletin o' ihc buttal oj hfbencv genau oetailhcrtt MtUnlungcn. Ta» pnajip sehr einfach ei besteht darin, daß auf dem Meeresgründe em Apparat auf gestellt wird und her Photograph in Tauchoraus:-' as: ebenfalls bc runter ft eigt Unendlich ftbroierig aber ist die nw* fübrung. derrn ei muß tedei Eindringen von Walter in de» Apparat verhütet unb ,ede Unruhe, Kbe.' Auttuhrcn der ^2og« vermieden werden. Auch bu notwendigen BorsichtsmaßreOei» bet der Belichtung erfordern eine »ebr geubuttr .Iu Führung babei anzutoenoenden jNanipulalivneit hugbaro bat mit D bis rn alle Einielbeuen von ibm befchriebenen Methode, die Iler- ding» große Ucbmtq und hervorragende --org'att erfordert, glin- . rede pbvtograpbii.t) Aufnahmen d-r UnterFewelt heraestelik. <" für die Me-reeforschuiig von großer ^Nichtigkeit iin? unb bot 'chautich'te Abbild vom Leben unter Safier darbieten.

2S,e Ibsen Ü nöpf e anndbte. Ibsen batte, fs be­hauptet Richard k i*clicnne inCoid« Magazine". d>e inwwW bu. sich alle Mnovic >cfbft an um obrere, denn. dr. trat ferne erschütterliche Ansicht. ..die Weiber sind uniuverlif»ig und t»nxre t, men Äncpf anndbefl, daß et wirklich bäh". Er liebte es, «v1 er Gäste bet sich balle, n liegen wart fcuia Fran diese fewej" ' i'logenhett und ihre Begründung immer »n liiederholcn. 4.<wu Frau saß bann läch.lnd habet und pflegte feinen Fremrden in. <*** idr iHaite rt nicht hören Lr.nte. ,ns Ohr ,u »lüuerriIch jic immer noch einmal nachnähen, bereu er mögt nu emeu rtnete»

Bom St Gotthard: Die Patzstraße nach Airolo ist bereit! völlig schneefrei. Erne ähnlich redw Schnerschmelze ist feit 1902 nicht mehr |u verzeichnen gewefen

TaS Soziale Museum in iiariJ beschloß, die Lehrerin Sliigu'ta 'Jloll-SeiB nach Deutschland zu entsenden, um sich mit der deutschen Methode des paushalt ungsuntcrrichts vertraut zu machen.

Aus Petersburg: Aul ber Ltu.e MöttauTrfl.s ist em Sroser Eisenbahn -Diebstahl au'gebedi worden. Seit drei ähren führte eine Bande von gegen 400 l:edonen tiarenc-iebfläblt durch qe'äljchte Cuittungen m Betrage von SU Millionen Mark aus.

Tie MorgenblLtter melden au? Sevilla Ter Matador Rcvcrte bohrte dem Stier den Degen in den 9iaden Tiefer spießte daraus fernen Gegner mit den Hörnern aut und schlen­derte ihn in weitem Bogen in den Sand Reporte starb an bet Brustwunde Seine schöne junge Frau tvobnte dem unglüd- licben Ausgange des Strerkampscs bet.

Ire Messina wurde gcitern abend wieder ein heftiger tw. unterirdischem Getöse begleiteter Erdstoß verspürt, her die Be­völkerung m Schredm setzte.

.lad' Meldungen aus Buenos Arres haben Peru. vEbile und Holivra befuge Erdstöße gehabt Mehrere Onschaften. be­sonders ut Peru, wurden von der furchtbaren Beilegung ver­wüstet. die m manchen Städten cinc Tauer von mehr ali 30 Sekund, n batte. Man befürchtet, daß Mbl reiche Verluste an Menschenleben zu beklagen sind, doch fehlen auicnnfdx Nach­richten.