Ausgabe 
26.4.1909 Zweites Blatt
 
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habe aber bet Lrberaltsrnus die ^ü -hino mit dem Bauern­stand verloren und durch die ein'eittqc Fntcresfenpolitik, ivie sie z. B. der Burtd der Landwirte treibe, fic der Meqen say zwischen Stabt und Vanb, wie '^vi scheu den einzelnen Erwerbsständen künstlich gcfchaifen worden Tas sei zu bedauern, denn nur dadurch, baß es allen einzelnen stan­den gut gehe, werde das 'Gedeihen und die Wohlfahrt des Ganzen gefördert. Ter Liberaltsmus werde durch die Not oer Zeit gezwungen werden, 'ich mit der Agrarfrage mehr zu beschädigen Tas; der Stüorer vom Bauern in politischen Tinaen mit Mißtrauen betrachtet werben, sei durch die Ent> Wicklung erllärlich. Aber es gebe keinen anderen Stand, der so sehr nach Fortschritt dürste, wie der Bauernstand Tie Beschäftigung mit der Agrarfrage werde allen politischen Parteien durch die gewaltige Bevölkerungszunahme Tratsch- lanbd auf gezwungen Es sei eine wichtige Lebensfrage für das bcutidjv Volk, das; die nnd)tigften Volksnahrungsmittel, ro; uni Fleisch im Lande selbst rnin-r.er ganz oder doch zum großen Teil erzeugt werden können. Bezüglich des Fleisches sei dies schon der ^-ali, bezügli chdes Brotes werde cs in Zutuujt möglich fein, wenn cs gelinge, dem deutschen m W< . yt iv ilzen, die ibn <m der Erfüllung dieser Aufgabe hindern. Der Bauer habe leine Stimme, die für ihn spreche. Denn der, der für den der Landwirte, tue dies nicht, cr arbeite nur für die Zntereffcn der (Yroßgrund-

. o in ustrit He n auf t int B rhältnifse, unter denen der Vatern stand leioc, seien überall verschieden, aber einige Tinge gebe es doch, die überall für den Bauern hinderlich und idlich feien Dahin gehöre die Ueberschuldung he - ivrunb- n m« > un j, di Fideikommißbildung und dic Landflucht der2lrbvitcr. NamenUich letztere Frage tch schwerwiegend für die Landwirtschaft und für die uonsuiuenlen und die Partei, die hierfür eine . wür e sich ein ungeheures Verdienst erwerben. Tie Landarbeiter klagen nicht über zu geringe Löhne, sondern darüber, das; sie feine (Berichte haben für Streitigleiten mit den '.'(xbeitgebcni. Ihre größte und lauteste HlaflC ist aber ihr Schrei nach eigenem Land, nach einem eigenen Besitz auf heimatlichem Boden. Wer in dieser

bt 8 Danke- aller Heini n Leute sicher sein und eine tvahrhafi nationale Aufgabe er­füllen. Damit würde der Sozialdemokratie wirksam cnt- ng : beitet und die Erzielt i gr ßerer Erträge gesichert Diird) oie intensiver« Wirtschaft. Den größeren .Grundbesitz dürfe man nicht ganz beseitigen, sondern neben einer Heineren Bauernwirtschaften in ganz Deutschlano erhalten. Bezüglich des Verftcherungswefens bclannte er sich als Gegner oer Arbeitslohn Versicherung, an deren Stelle solle man das Recht auf Arbeit gewähren. Man solle den Leuten die Möglichkeit geben, eigenen Grund zum Bebauen zu erwerben. Arbeitsgelegenheit zu schaffen ici ein liberalerer Gedanke als ein Aljnosen. Bei der Alters­versicherung fei dic Altersgrenze herunierzusetzeii. Bezüg» lich der Zollfrage lassen nach Ansicht des Redners sich Gründe für und gcgtii Schutzzölle an führen. Er selbst ist Anhänger mäßiger Schutzzölle, aber Gegner der von den Junkern geforderten übertriebenen Schutzzölle. Man solle die Zollfrage rein akademisch behandeln und in den neun Jahren, die uns von der nächsten timtfdjeibung in dieser Frage nod) trennen, die Gründe für und gegen abwägen. ZedensallS solle man die Zölle nicht auf einmal wesentlich erhöben oder l-erabsetzen, sondern nur allmählich und auch für Die Deckung der Ausfälle, die durch die Herabsetzung entstehen. Auch sei zu bedenken, daß die Biehzölle aud) ein Schutzmittel gegen die Seucheiwerschleppung seien. An der 5lci)d)tcuening seien vielfad) nicht die Landwirte, son­dern die Händler Schuld. Außerorbentlid-e Bedeutung für den Bauernstand habe eine gute Sct)ule und wer dazu Helse, daß unser Schulwesen, namentlich das landwirlschaft lid)e, besser nur de, leiste dem Bauernstand den besten Dienst. Wo es nur an gehe, solle man gerade so wie gewerbliche 5ortbilbung»id)uleit landwirtschaftlid)e Fortbildungssch den ins Leben rufen. Der Städter endlich solle dem Bauern eie Freude an feiner Schotte hinaustragen, der ®e6i(bite falle ihm die Munft und Literatur yiuausbringen. Zum Schluff forderte der Redner dazu auf, dem Bau.rnstand bc- Ijilflid) zu sein, das; er wirlschäftlid) frei iverde, denn bann werde er and) politisch frei werden (Lebhafter Beifall.) Geheimrat Dr. S? aupt sprach dem Redner warmen Tank aus für den lehrreichen und wertvollen Vortrag.

In der D i s k it s s i o n sorach Privatdozeut Tr. Vogt feine Zustimmung z.t dem von dem Redner Ausgeführten aus, erinnerte an die Bestrebungen in Hessen, der Land­bevölkerung die Kunst zugänglich zu machen. Er richtete ferner noch einige Fragen an den Vortragenden, die dieser alsbald beantwortete. Dr. Fischer sagte dabei u. a. mit aller Bestimmtheit, daß eine weitere Erhöhung der Zölle, jo wie fic von den Agrariern erstrebt iverde, nur wenigen Großen zugute kommen iverde. Wenn die landw. Zolle ermäßigi würden, müßten auch die Jndustriezötte herab- gesetzt merbeit Stadtv. Löber stimmte den Ausführungen des Vortragenden vollinhaltlich zu. Auf eine Frage des Ote- heimrats Tr. Haupt wegen des landtvirtfchaftlichen Un­terrichts int .\xev äußerte fid) sodann der Vorsitzende dahin, bau der Gedanke zwar etwas bestechendes habe, aber der Erfolg sehr gering sei. Stabtv. Tr. Ebel hält eine Ver- ringerung ber Sdmlerzahl in ben einzelnen rUassen auf dem Lande für erforderlich, ferner eine bessere Aufklärung über den Wert der Sd)nle in dec Bevölkerung. Zournalist Wohlninth bezweifelte bie Möglichkeit, bau bie beutfdie Eierprobuttion jo gesteigert werben könne, daß man vom Ausland nidns mehr zu beziehen brauche vriu wertvolles ^Vättcl, um eine genn||e Stetigkeit m ben Schweinepreifen zu erzielen, fci ber xxuibel, ber des lull b nid)t ausgesdutltet werden solle An ber weiteren Ausiprachc, die ficb bis nach 12 Uhr ausdehnte, beteiligten sich nod) Privat Dozent Dr. Vogt, Professor Glane, und der Vortragende.

Gießener etrnffammer.

Wegen UmhertreidenS X Gießen, 2S.Apnl.

haue das 3d)öncngmdit du unter Sittrnkoutrolle stehende M. H. aus Cdcn.xhaiifcn ui 6 Wodun idaft, nach deren Verbrißung jie bei Loiid^voliiilbeHorde ubecpiciai iwroen fvtltt, verurteilt. Ans Furcht ix>r Dem Arbeitshaus erboo sie gegen klarte 2)chßua!vnc Betuninq und es gelang ihr auch, diese nut Erfolg durchswühren. Ihre vi i Innungen wurden vvm Berufun'7S.ucictu nidn für jo schwer iinflc:elxn. i? daß von Der ZuUisigkeit Der Ucbernx'inmg Abmiub geuonunni wurde und das Urteil eine diesbezügliche Abänderung erfuhr.

gib* nur

einen echten (Sthel - Malzkaffee, welcher an Güü und Wohlgeschmack von keinem Fabrikat übertroffen wird.

Niedrigste

= + 11.0'6.

des

Handd

Höne, 26. April, 1.15 ühr.

. 11930

3'/<

do.

6rau vorzugsweise die Sduilb an den

111»

Berliner Börwe. 26. ApriL Anfamrukinw.

U&JO

149.90

Gi.lleniieberg;. Zürich

PehAmt:

59.80

62.00

95.50 94 JO

146.00

51.40

89.00 65B0 99.60

9975

99.90

9.5.95

Elektriz. Lahmeyer . . Elektrix. Sehackert . . EechweUer Bergwerk . Geleeakireben Bergwerk

96.00

86.70

95.95

86.70

94.70

1110 1411'

Canada E. B.

Dannstidter Bank . DeuUehe Bank Dortmunder-Union 0. Dresdner Bank . .

Tendern:: ruhig.

. 175J0

. 241.70

Harpen er Bergwerk . LaurahQtte . . ,

Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd Türken!ooo . « *

Bochum Guaa . . Buderus E. W. .

Tendenz: fest.

19L90 11»

kanfssteDen durch dieses Plakat ahJ k»nntlirk

Franklurter

81 /,/ Reichbauleihe . . .

24. , 25.

mindesten aber beide Teile gleich sdmwig find, erschieii auch eine »lostenVerteilung je tur Äälstc angezeigl. Tas Urteil wurde in genanntem Sinne abgeänbert.

Zm Armenhaose

zu Vilbel kam es wieder linmal zu eine n Skandal. Ter Invalide Jak. Pcl. Muth Halle die Ebefrau des ?J£aurrö Ä. ,"Vr. 9t in ber gemeinsten öetfc beleibigl, weshalb sie Klage erhob Trotz ber Gemeinheit der Ausdrücke erkannte das Sch.' 'engericht nur auf 15 Mark Geldstrafe, da der dort h.-rrfd^nde Ton und die ge­meine ^luSbriickSweiie geläufig sind. Tor Angeklagte, rvcldyr die Beleidigung beftrin. erhob Berufung: bod) da das Vorliegen ber Beleidigung eidlich erhärtet wurde, mußte das Urteil feine Bestätigung finden

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

. 225.00

. 116.00

Hamburg-Amerik. PaketL Harpen ar Bergwerk . . . LaurahütU ......

Nordd Lloyd.....

Oberaehlea. Ei »en-Industrie Berliner Handel agea . . DannstAdter Bank . . . Deutsche Bank . . . , Deutsch -Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . ... . Baltimore- und Otto-

Eisenbahn .....

Gottbardbahn . . . . Lombard. Eisenhütte. . Oexterr. Staats bahn . . . Prince- Henri -Eisenbahn .

erkannt werden kann, wenn Bcstrasuiig cingctretcn ist. Ta die Zwistigkeiten trägt, zum

Telefonische Kursberichte

Giessener Anxeiger», mitgeteilt von der Bank tlr and Industrie, Gleesen.

124.1 189Jb 186.00

199.00 196.7b

89.96 'J6.0U 171.80 181.70 Ü41J0 14&» 18970 16010

3*/-/ Konsole . . . .

3°/. do. . . . .

y/,e/e Hessen . . . . .

3,,L Oberhessen . . . 4°/e Oeeterr. Goldrente . . 4*/se/e Oesterr. Silberrente. 4*/, Ungar. Goldrente . . 4° e Italien. Rente . . .

3°/, Portugiesen Serie I . 3®/, Portugiesen III . 4 */,% tum. StaatsanL 1905 4*/1°/e Japan. Staatsanleihe 4®/0 Conv.Tttrken von 1903 Türkenluse.....

40 Griech. Monopol-Anl. . 4°/0 Inssere Argentinier . 3° , Mexikaner . . . . 4/ie/e Chinesen . . . .

Aktien:

Direkte Bezugsquelle von Heidteestoffen Jeder Art. Nehun verzollt I Verlangen Sie Muster'

Tret 2Sarstliebhaber,

der Tacicfm^r 3 R , D. ßbint r L B und bt S: 'nbauer 3. R - R üddings Hausen baden nachlS der Lurstkamm-r eines ' :iubcnui»!cr? einen Besuch abgcüaticl. Unter Juixlie nähme einer Leiter gelangte R. durch t-as ,>enster in den Raum unz> reichte bat anderen cie Süritc hinunter. T'.e Angeklagten behaupten, nur 8 Pn:nd Surft eimven-et zu habens auch be streiten fic, daß einer von ihnen cxnqritirgm sei. Sie wollen den TiebstaA nur durch vinernreichen durch da- 3enüer aus geführt haben. Roch Lage der Cctthdrfeiten ist dies aber aus­geschlossen und es steh: fest, daß tum mindesten einer von ihnen den Raum betreten bat, iromit der Tatbestand dc- schweren T^eb- stahls gegeben ist. Taß die Sache alS Mundraub aufgefaßt werden konnte, wie die Angeklagten glaubten, war um deswillen ausge schlossen, weil ber Bestohlene mindestens 40 Pfund Durst ver> mißte. R., der ben Anschlag gemacht hat, bekam 4 Monate Gefängnis, der bereits beftraftc B. 3 tNonate und 14 Tage und R., der der Verführte i*"t, tarn mit der Mimmalstrast von bea Monaten durch.

Wegen Ueberttkktmg de- Nahrnngsmitttlgesetze?

bekamen nie Spezereihändler A.S und L, 9. aus Dieseck Strasvesehle, gegen die iie Widerspruch erhoben. De (^endarmerre hatte bei ihnen Törrvbstvroben entnommen und diese durch das chemische Unicriuchunqsamt begutachten lassen, wobei eS sich heraus- stellte, daß das Obst von Milben wimmelle. Am Schöffengericht hielten zwei Sachverständige solches Obst, wenn es vor dem Genuß gewaschen wird, zwar nicht für gesundheitsschädlich, doch sei es unappetitlich und ekelerregend und muß als verdorben betrachtet werben. Zwei weitere Sachverstänbige waren anderer Ansicht: sie gaben an, baß den Südfrüchten bei warmer Witterung leicht Milben anhaften, wenn das Obst aber gewaschen sei, was doch jede tzaussrau vor dem Wochen tut, so sei der normale Zustand wieder her gestellt. Tas Schöffengericht sprach die Angeklagten frei, indem es ausfuhr e, das verdorben un sinne des Gesetzes nur bann eine Ware sei, wenn sie nachteilige Veränderungen er­litten hat, durch welche die Tauglichdit gartz aufgehoben, oder doch gemindert sei. Die Staatsanwaltschaft focht dieses Urteil an und es wurden abermals vier Sachverständige gehört. 2ie Strafkc^nmer tarn zu dem nämlichen Resultat wie das Schössen geruht, da mit ber Möglichkeit gerechnet werden muß, daß die Milbenbildung, die rapid vor sich geht, in der Zeit zlvischen der Entnahme ber Pwboc und' der Untersuchiing vorgeschritten ist. F-estge|telltermnßen sei die Milbenbildung unvermeidlich und es würd'' ui weil geben, wenn man den Kaufleute« zumuten wollte, baß fic täglich ihre Waren unter die Lupe nehmen und unter-- sudsten. Es soll aber nicht verkannt werden, daß der .'bausmann verpflidüct ist, alles zu tun, um seine Waren in gutem Zustand zu l-alten. Tas Urteil sand somit seine Bestätigung.

Wirtschaftsbetrieb ohne Uonzeffion.

Fn die Borinstanz zurürkverrvirfvn wurde eine Sache gegen den (Gastwirt Fr. R. von Vilbel, dem ein Strafbefehl ^ge­gangen war, weil er ohne Konzession cme Winichaft betrieben hat. Er hatte gegen den Strasbefehl Emipnich erhoben, die Sad»c ivurde am Schöffengericht vertagt und bei der zweiten Ver­handlung kam er eine Minute zu spat, weshalb fein Einspruch ol-nc in die Belveisaufnahme eiiizutreten, verworfen wurden war. Auf Berufung des Angeklagten erkannte die Strafkammer auf Ein­setzung in den früheren Stand, da, nachdem schon einmal Termin stattgefunden batte, der Einspruch ohne Verhandlung nicht znriid-- geroiefen hätte werden dürfen.

Ein teures Orchestrion

hat dcr Landwirt G. Sch. von G c i ß - R i d d a einer Wirtin verkauft. Seine Mutter, bie Wirtschaft betreibt, hatte vor 4 Jal-ren ein L rchestrion für 700 Mark gekauft, bas fic nneber verkaufen wollte. Sch. gab ber Wirtin an, das Instrument habe 2200 Mark gekostet und verlangte 1800 Marl dafür. Schließlich einigte man fid) auf 1500 '.Wart; bestimmend für die vöhe des Ztmifpreifes war für die Käuferin, daß Sch. angab, das In> strument l-abe 2200 Mark gekostet. Als aber die Frau von einem 5adp)cvftänt>igcn erfuhr, haft der Gegenstand nur noch etwa 300 Mark wert fei, erhob fic Anzeige, woraus gegen Sch. das Ver­fahren wegen Betrugs eingclcitct wurde. Entgegen ber Annahme der Anklage, daß nur Berrugsverfuch vorliege, nahm bie Straf kammiT vollendeten 'Betrug an und erka'mte gegen den rückfälligen Angeklagten auf 4 Monate Gefängnis.

Für straffrei erttart

trotz erwiesener Sd;uld wurde oer .Handelsmann G. K. von Aid da Er lnitte sich mit ber Fmu des Wirts R. gezankt und ihr nicht niederiugebenbe Schinipfu-orle ins «Besicht ^efchlenden, nachdem ibn die Frau zuvor beleidigt hatte. Tas Schöffengericht fprach der Klägerin die Vublikalionsb^fugnis zu und belastete den An­geklagten mit allen Kosten. Er fod t das Urteil an und ver­langte, da eine Kouipeniation stattgefunden hat, Erteilung ber stuften und Aufhebung der Vublikakions^efugnis. Letztereiii An­trag mußte fchon um deswillen ualfgrgcln'n merbeu, weil nach beu gesetzlichen Bestimmungen nur bann auf Publikationsbefugnis

Für schwächliche Kinder uro Magenleidende ist das ab bewahrte Restle Iche Ptrihennebl eine leicht verdauliche, ichmeckende und gern genommene Radrunw welche bie «erperfr«^' bebt und BerdauungSüvrunqen ocrouiet. Bro de und lU Broschüre tostenirei durch Restle s »indermedl-itzeiellsch., Berlin S. <2.

Börsen V^ochcndcrichr.

= Frankfurta. M , 23. Avril.

Die Börse Hal 'ich ber politischen Sorgen wieder entledigt. Hat auch dic itauiie'timmung durch die Vorgänge in der Türke» einen Dampfer erhalten, so bleibt doch btt Tendenz im allge^ meinen fest. Der Vorstoß, den die Spekulation auf bie ^iadp richten <tu*5 der Türkei vorgenommen b^itc, war nur von geringem Erfolg begleitet An stärkeren stnrS'ct?w<uiLingen hat e-s aller­dings nicht gefehlt, sie erstreckten sich aber im roejcntlidien auf Montan vaviere, an denen bte Spekulation feit einiger Zeit wieder erhobt^s Zmereste genonunen bat Zm Vordergründe der Bewegung itauben bie Aktien der Teutsd»-Luremburger und der Gelsenkirchener BevgwerkSgeseilfctwfl Das Tiiferdinger Werk der enteren »'Gesellschaft kann ictzl nach 'Aditoßung der Bmik^chulo seine Anlagen voll ausnutz^'n und dürfte einen iwentlid) besseren Abschluß erzielen als die Mehrzahl der anbereu yuttemoerfr. Da.' hat ben Anstoß zu einer Beivegung gegeben, btc einen jpefu- lativeii Charakter tragt, aber der Grundnimmung der Börse ent» spricht. Tie Neigung, den günstigen Unnanbrn (hnfluH ;u ver- schaffen, wemi sie auch erst in Zukunft wirb am rr-xbeii. tarn noch deutlicher in der Bewegung der t'^lkufirdi t er Aktien zum Aus i-.itd. Tas Basier, bas monatelang gan, vernachlof'igt blieb, ist seit Bekanntgabe der neuen Baupläne ber "kielhdwn inegtn- ltanb erhöhten Znteres'es geworben Durch bie Ausführungen der Verwaltung Cnt Generalv ' tammlung. die den geplanten Ren bauu-n zustimrme, würbe die Börse in ihrer Luffassung bestärkt, daß die wirtschaftliche Besserung in lang aman Maße ht die Erscheinung treten werbe Man irar um o eher geneigt, sich über dt .- runh mißlictx n Verhaltni hinweg zusetzen, als gleich' zeitig auch von anderer berufener Seite, von dem "kiuralbirehar be. Buberusict en wenroerft, eine Besserung bet v*kidxifulagc

^amilicnaTlacbricbtcn.

Geburten: fxrm Rammeraneffor Tr. Weimer und slfta» in Büdingen ein Sohn. Herrn Adoü Sauerbier und Frau e Butzbach cm Sohn. Herrn August Keßler und Frau m Wetzl« eine Tochter. Herrn Landmesser Brauer und Frau in Tlartu^ eine Tochter.

Verlobte: Fräulein Mathilde Ostwald mit Herrn (' brifhau Rau, beide in Lich. Fräulein Marie vunfmget mit vem Dr. Reinhard Koch, beide in Nidda. Fräulein Gretchen öciuauer nut Herrn Konrad Bücking in AlSteld. Fräulein Elise Schick in Lanzingen mit üerm Georg Eckhardt in Schlitz.

® e stör bene : Frau SlatlHirine Schlörb, geb. Pitz, IN ;

Frau Katharine Schmidt, geb. Reuter, in Büdingen Herr Friedrich Karl Bauer, Herr ZohanncS Bopp, beide in Aiienkeim. Herr Leonhard Maurer in Apoenrod. verr Fahannes Ocstreich in Hellhoi bei Alsfeld. Frau Lina Scheller, geb. Pleil, in Heimertshausen. Frau Kalkarme Bolt Witwe, geb. Mohr, Herr Friedrich Kelle, Frail Ekristure Alohr Witwe, geb. Becker, (amtht in Wetzlar. Fran Marte Lefcki, Frau Wlatgarctbe Viktor, geb. Eymer, beide in Marburg. Herr Hermanu Schmrdl in Oben,- dorl a. 91.

in Aussicht gestettt wurde, wobei sein- Mitteilungen über die f' berauiitel.-n.* p<7 Tx-rbcnMurc ur Erneuerung ces Ropeisen- syndikats bcoubere P.-achtung Tanben

x<on Amerika lauten btc Nachrichten wieder recht zuver- sichtlich und ließen erkennen, baß ctagi drüben bie " rve oe- Wirtsctraftslebens unzweiselha't wieder nad) oben nre. t. Zag alle diese l^mentc bte «aurluü der Spckulatwn uno dc-r Bubli« KnnS namentlich für Industriepa Piere ansenertrn, ist natur­gemäß, cs fehlte aber auch nich» an Stimmen, die einem f tr Pu­la twm Utbemfer durch den vinrr is aur den ui ernartenbeU Rückgang der Tcmdenden für Hüttenaklun und aut den Rück­gang in den Ueber'chüssen der Zechen entgegenrmrklen. Z. T. hatten diese Aemühurigm Erfolg, denn das Geschäft war in den letzten Tagen wesentlich ruhiger und erstreckte sich m ist nur auf solche Werte, für die besondere Momente anregend wirkten. Große Zurs-ckdaltung herrschte am Markt der inländischen An- leiden im Hinblick auf die bevorstehenden großen Anlciho- Maßnahmen des fRach-j tmb Preußens Während die Erleiden der Bundesstaaten mehr Beacbrung ftnden. hat die 'ortidneitrnbe Verbilligung des Geld st ander und die allgemeine feste Veranlagung der Börse den Reictisanlrihen und preuRinhen Eouiolr in letzter Zeit nur wenig neue M niftr Hugefuhrt, da bte llniudei- hrit, bie über die Art der Begebung der neuen Anleihen. <n#bq über den Zinsftlß herrscht, den Markt beunruhigt. Fremde Fonds lagen fest. Vrwatdisrvntv lu/i« Vrvzent.

HandeU

Lübeck, 23. April, lieber die Bankirrma Lückmann u. Soltau wurde heute auf Antrag von dritter Seite der Konkurs eröffnet. Tas Bankenkomitee, welches nd) fett adn Ta^.'i um die Herbeifithrung eines außerger,chtl'cheii Vergleich« bemühte, löste sich hiernach auf.

ANentown sBennfvlvania), 23. April Die Anlageu der We')mannfcben Seibenfärberei-<^ieseNfchaft m Paterrvw wurden rtr 2* 3 Millionen Dollars an rin deutsch-fran-öf»sch-ital»e nifches Färberei snndikal verkauft.

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