Ausgabe 
23.2.1909 Erstes Blatt
 
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Mchger Eduardo L. Plitt auS Biedenkopf 59

Md.

Weiten

Haier

3)

-icichsgerichtöbrief

Nachdruck verboten.

J. S. Leipzig, Februar.

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Sönigibetg Danzig Stenin Pofen Breslau Berlin Magdeburg i'aUe teipjifl Braunschweig Nostock Hamburg Riel Hannover Tusseldori Rtantiurr a.TL 2 Mannheim 2 Gtrayburg Stuttgart München

(Sefct gang t ott? Drünnele) nnb daZ Schradorsche<E3 flohen $toet Blümlein geblühet". ES gereicht bin Sängern amb ihrem Dirigenten, Lehrer Ludwig Seck er-Gieß«, zu sboher Ehre, daß eS ihnen gelungen ift, ihren Zuhörern |[o abgcninbete, nach jeder Richtung hin mustergültige Leist, jungen -u bieten, denn wer die Schwierigkeiten kennt, bic gerade den Bereinen auf dem Lande aus der richtigen pflege des Männergesangs erwachsen, der weist zu beurteilen, UielcheS Mast von Eifer und unermüdlicher Hingabe feiten: her Sanger und des Dirigenten nötig ist, bi- man sich so schöne Resultate erarbeitet hat, wie sie die ,.Germania^ vnfweisen konnte. Um daS schöne Gelingen der Feier machten sich noch besonders verdient die Herren Finck und Ge­duldig aus Gießen, ersterer durch Vortrag einer Anzahl non Liedern (Drei Schüsse, Nächtliche Heerschau, Gesang ÄolframS u. «.), letzterer als geschickter und dozenter Be­gleiter der Gesänge. Bon anderen Darbietungen seien noch üervorgehoben die Instrumentalvorträge (2 Ria viere, Vio­linen- der Lehrer Daab, Jakobi, Schmidt, Bolp und Frü Deibel und die von diesen in Gemeinschaft mit einigen noch ganz jugendlichen aber recht wackeren Kräften aufgeführte Kindersinfonie, die reichen Beifall erntete. In einer größeren 'Hause stellte der Turnverein vier Mar­morgruppen, die in bengalischer Beleuchtung prachtvoll wirkten. Den Schluß deS wohl etwas zu reichhaltigen Programms bildete ein von Mitgliedern de- Radfahrvereins aufgeführter Einakter, den ich wegen vorgeschrittener Zeit allerdings nicht mehr ansehen konnte, der aber, nach der Probe am Nachmittage zu urteilen, sicher flott gespielt wurde. Der(Sermon ta", die sich durch Veranstaltung der Feier auf so schöne Weise in den Dienst der Wohltätig­keit und der Menschenliebe gestellt bat, wurden durch Bürgermeister Schmidt, Pfarrer Guth mann und Mehrer Daab wohlverdiente Worte dcS Dankes und der Anerkennung für ihre opferfreudige, menschenfreundliche «Tätigkeit gewidmet; Lehrer Daab überreichte dem Verein als Andenken an diesen ersten Wohltätigkeitsabend ein Lied «Wie die nnlbc Ros' im Wald"), indem er der Hoffnung "Ausdruck gab, daß die Sänger sich im nächsten Winter ebenso freudig in den Dienst der Nächsten- und Menschenliebe ^letten und dabei auch dieses Lied zum Vortrag bringen möchten. DieGermania" kann auf den Abend mit Stolz und Befriedigung zurückblicken.

In dem Bericht über den Kommers der Studenten» schäft ist versehentlich am Schluß des ersten AbsaheS folgender Satz weggeblieben. Die Rede auf den Jubilar hielt stad, .yi ll-Frankonia; sie lautete.

In Amerika verstorbene Hessen. Frau Marg. Lstüller aus Groß-Karben, 65 Jahre alt, zu Baltimore,

ipc ^er Rivale Methusalems 2v Behörden, $cr- | eine und Bürger der ttanzoiuchcn Stad: Chartres begingen aas I LS. Februar Den hundertstrn G burtstag ihres Mitbürgers, ix*

Landwirtschaft.

Darmstadt, 22. Frdr. Am irrcitag ging ein fünf» tägiger NnterrichtskursuS zu Ende, uxldxn der Per» banb der b e > j l a n dn>. Genossenschaften, der tut nun» mrhr 36. Iahte seines Bette.xns gegen 700 Genossenschaften aller Art nut insgesamt 7000*J Mit gliedern züdlr, für die Vor» statids- und Auptchu>ratsmuglieder der ibat an geschlossenen (5c- nosscnschaitcn veranstaltet batte. Irr Kursus, an dem wen über 100 Personen teilnabmcn. wurde durch den BcrbandSdirekwr (^eh. Regiernn^rat Haa>.» mit einer Ansprache eröffnet, in der barau hingctoiesen U'ucde, ein wie nncfxigcr Fattor die Genossen- Uva tun un WttttschasdSleben der ländlichen Bevölkerung geworden Heien, aus nnldicm t^runde dte Vfrtviilhinii-x'tganc vor allem be-

Geaoffemchaften mit der Lmdw. Genottemch-ftSbank, inSbei. brr 3<f.*tfrerlubr", des tvriwren ein einstündiger Vortrag bc. Ge- schall-führ er S der Landw <?anptge7wstenschMt Friedberg Manuel überDir Bedeutung der Waren zentrale und deren (rinrirfnungen". lieber die Sorteile genossenschaftlichen Maschinenbe mgs und bte Sbirgabe der von dem Verband jüngst inS Leben gerufenen Ma- schinenvermittlungsstelle referierte kurz der Raschmenbeauu: lkleppker.In die Sürtrdg: fdiloö sich ein: umrannreitbL* llnterrorihing in der genossenschasllchh:u Buchführung durch dte Set fcan£4oberrctn form Braner und Leb r Au iS Anregendste verliefen auch die tr.gltd) ftattfinbenben Diöku'sionSstunden, tn denen l*e auf den Geschäftsbetrieb der Genossen schall rn ''ich be­ziehenden Trtagm eingehende Erörterung sanden, ^schlossen nnntx der Kursus durch den Generalsekretär H a aS, der den Te^m-Hmurn namrnS der BerbandSlritung fftr die Hingabe und das Interesse dankte, womit sie sich biS znm Schlüsse dem arbeitsreichen, an- strengenden Kursus gewidmet hatten, und die Hoffnung auSsprach, daß die an denselben geknüpften Erwarttingen Erfüllung gesunden hätten. Unablanig möge man nach Zcuckkebr in die ge?w'llnschaft- lichen Werkstätten den genvssmschaftltchen Gedanken m seiner wirtschaftlichen wie sittlichen Begehung hegen und JRfcgrn. batn in unserer Zeit der .Klassengegensätze sei er her soziabOersöhnendsten Gedanken einer, verfolge doch aus dem Gebiete des Gmofsenschaits- rresens der Begüterte wie der Nichtbcgüterte bte gleichen Ziele, jeder pvliti'che und konfessionelle Hader habe deshalb auf txaem neutralen Bo dm zu verstuunnm und nur der Mensch dem Menschen zu gemeinsamer Jnteressenaroeit die Hand zu reichen. DnS diesem Grunde sei auch genossenschaftliche Tätigkeit für l*bcn, der sie ans übe, eine der fchönstrn und befriedigendsten, die eS gäbe.

Ergebnisse von Mo 1 kefteien 1907. Ul*a: Rein­gewinn 8673 9RL, GejamtmilchUe'erung 1,410,137 Kilo. Mitglieder- iahl 886. 21 ltenstadt: Remgewum 3068 Mk., Gesarntmilch- heieruuß 1,362,903 RiU), Muglteder^ahl 993. Wallenrod: Reingewinn 702 Mk., (Sesamtmllchlirierung 688,715 Liter, Mu- fllteber 67. Groß-Eichen: Reingewinn 10,628 Mk^ Gesanu- rmld)hefenmg 2,481,591 Kilo, Mügliedeizaht 303. Wetterseid: Reingewinn 6131 Ttt, Gefamtnulchlieferung 1*179,247 Kilo, Mit- gliederzahl Gube 1907 273. Reichelsheim L d. D.: Rein­gewinn 12,507 *5Un «3efamtmtld)lte<erung 1,780,830 Hile, Mit­gliederzahl 831. 9lteber-(3emünben: Reingewinn 2405 Mk^ (ÄesamlmilchUeftrnng 1,197,556 Ätlo, Dtttgtiederzahl 132. Ostheim- 9li e berroe if el bet Butzbach: Reingewinn 31,370 Mk^ (Scfantt- milchüeserung 3,014,267 Liier, Mitgliederzahl 740. S t o r n d o r s: Reingewmn 3,377 ML, Gesamtmilchliescrung 1,233,102 Liter, Mu- glicderznhl 121.

ICirc^e und Schule.

Qran <j Buno Die 22. Genera.Versammlung deH Bun­des Und) vom 24. bis 27. September in Mannheim stattftndeu. Bor einigen Tagen fanb bic erste Sitzung des Festausschusses statt, her ah* Scnrcier des Vräfidmms her geschäftl-siö-rende Vor- sitzende ?ü.d*tor Evrrlmg beiwvhiU*. Die \£6\t de-- Rosengartens Kn Mannheim, die wohl in ihrer Größe einzig in Deutschland da- lubcn. ermöglichen die Veranstaltung gewaltiger BolkSversannn- lungcn Desha'.d ist folgendes Dragranrm festgesetzt toorhm: Don­nerstag und L-reüag, 23. und 21, geschlossene Beratungen der 'Borstünde-, frreitag abend degrüßungsgbend: Samstag Müglie- bemeriannnluna und gwnc Bvlloversanunlung un Rwelungmsaal; Sonntag 9 Uhr lZestgottesdrenstc, 11 Hin Hauptversammlung, l,v4 LUn PL'lkj-rvrsgnnnlungen im Ribelungensaal und 'Musensaal, nlends fcievlidiCT 2luWang; Mvntag gemetn^anre Trabet nach SxnbcLbaj.

strebt icut nuibtCH, diese Bedeutung ju erhalten und ;u vermehren. lyctDiberht sei d< halb in erst t Linie Aneignung der zur ge- tüiiicnbaiteit Wvhruehmung der Aemter erwi^rliaien strnntnisse. «Nnrkgung hierzu und Unterst der Untei-ri^tsfttrse. du

statt t«5 n de n ('< genüg nd 3 Stunden erstrecken der uber ,.Ttc $Utd)lcn hc? Getwssensäwnsgesetz und

Jahre alt, zu Baltimore, Mb. Schneider Ernst Wilh. i n t aus Ostheim, 68 Jahre alt, zu Baltimore. Frau Maria Anna 2) o u n g Wwe. auü Reichelsheim, 75 Jahre ult, zu PittLburg, Pa. Karl I. T. Garter aus Mar­burg, 75 Jahre alt, zu Chicago, IU.

Büdingen, 22. Febr. Hier fand am Samstag die Beigeordneten-Ersatz wähl für dcn zum Bürgermeister gewählten seitherigen Beigeordneten Fendt statt, bet der sich 6rct GcmcmderatLmitglieder als fianbiboten gegenüber . htanden. ES erhielten Will). Dotter 147, H. I. 2Ubert 122' unb Will). Methscssel 98 Stimmen. ES findet somit Stich- toahl zwischen Dotter und Albert stall.

Darmstadt, 32. Fcbr. Der langjährige Stadtverordn. Ktoil Steinerner ist gestern nach kurzer 5lrankl)eit ge­lte rbc n. Er gehörte seit 17 Jahren der Stadtverordneten- arersommlung an, in der er durch seine Slcnntnific und seine ^(eibige Mitarbeit grofzeS Llnsehen gcnosj. Reinemcr war bei Begründer und bis zuletzt eifriger Mitarbeiter der Fach- izeiischiist ^Der deutsche Gastwirt-, Die Freisinnige Partei ,i)er(icrt in Reinemer ein tn manchen Kämpfen erprobtes und ' lietß opferwilliges Mitglied.

Worms, 22. Febr. Ein schwerer Unglücksfall hat sich «in der Nacht zum Sonntag ereignet, der bedauerlicherweise tzwei lungc Menschenleben vernichtete. Im Hause Jahnstraße 13 haben die 19 und 14 Jahre alten Söhne der Frau Ludwig Scheihgcr den Tod durch Gasvergiftung gefunden.

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E i u r o m a n t l s ch e r Fürst.

Ter nn Jahre 1948 geborene Aud? eulforo-^ti, ein Nachkonune jenes nut Scetlicutn eng de'reundeten Für'len Snlkolvdtt, tudue Nch em« rechten ,£Ku:er*- unb ängcr*<!etxnt nt moderner Auflage zu erfreuen, ba*3 chm freiltcb mehrere (ziitinünbtgungtu enuru.f, gegen bereit letzte er jetzt vergeblich vor dem :H e t d) o g c r t d?t n it fft m p 11 c. InUngarn geboren, ctidotL et deren, un Jahre 1869 bte preuimche Staatsan^hönglett, wen er dadurch schon trüber in den ietucv vermögens gelaugte, Dav mehrere MM tonen betrug. In Ungarn hatte er biv ;um "dltei von 24 Jahren warten'leiu £tee bret durch den Wechsel Der eiaauazj-'^ÖCTgfett gewonnenen Jahre benutzte ec so gut a.2

Roggen

IV.)

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Bestnnnutngcn", ferner cut wich« dro . artketrettors rivmmeczi.tr.- rars Ihrig ton ebenso lüijcri<t Kerkrhc öcc

'Uitii hierbei zu b.ctcn, sei I.oeck un I.vstchenrarnn ivn 2 oti> 3 Jahren i" » Unterrich ö mar ein sich ans über Ertrag des Giieralsekret-ns Haas

möglich zmn ^erbrmgert keZ im Uebcdlub corbantenen Aietall- balastes. Er degersterie sich auch bdonder4 «ür Gesana unb Kunst nr.6 ocrüeiratere üch des bald nacheinander mit zwei eetcufrteler- tnnen. Son «einer ;u.cuen Fran wurde er id'ltegltd) un Jahre 1883 entinu: bißt und au» Ur.mtfl der etaat4u.;wali« in einer Steuer Irrenanstalt ir.uei :cbrad}L Aus dreier Anitalk entfübtte ihn e ne Lucia Baclegöy, di: daran' ieme Geliebte wurde und an vorlänstqen Vergütungen jQJOüü IM. crtiel Sür den beireiten Fürsten begann daun ein cUerbmqi- an Verrückthe-.: gremenbe-j JScnnelebeiu Jür eine einzige £*anäfer-3duiirmad)t flat er 38 00U iTranleT au -. De im ?o. re 18bö ausae'vrocheue (rittmürbiquna war vier Iabre trätet wieder au<aeboben worden. Segen Dem Troden einer abermaligen Eatmündiamig kam ti nie Adwechielung auch mal zu einer Flucht nach Der Schweiz. Im Jahre 1892 wurde Sulkowtk: aber trotzdem wieder emnürndigt und zwar ipegen allzu reiAlt.iter Venchweirduirg.

warn diesen bntmündigungSdetchlug Hagre cuiforr jf. alsbald vor den deurscheu Gerichten, vertreten c.trcft einen unganicber. und einen deutschen Vormund, vir hotte sich vorgenoimnen, die Au' tebang ter Entmündiqrmg durchzusetzeu. unb bann alle«, wo- er dejatz. m Derf"Uberu. um alfl mooemer Fürst nach dem Lande der ToUar'.riuzellrnneu zu enZfommat.

Landgericht Bonn nnd Cberlanbetger £d) t Köln machten ,edoch einen Strich durch seine Rechnung. Seme rilage- an trage wurden adgew e cu und die Entmündigung bleidf bestehen, nachdem sich nun auch dar Reichsgericht mi gleichen Sinne au£- gesorocheu tjaL Ter 4. Zivilsenat hechsteu Gericht-Hols fübrle au», da«. daS Tberlandcegericht tra wesentlichen von zntreöei.deu Rechtsgrundsätzen auSgcgangen jeu Es tote mH Recht erwöge«, tatz es nicht Darauf ankomme, ob etue Vesserrmg in oem "eben des Fürsten eingetreicn sei, sondern ob die Voraursei mgen für die Entmündigung nach dem deutschen Bürgerlichen (Setetzduch noch bestehen. Ties habe das Sderlandesgencht aur Drund der tat­sächlichen Würdigung der Aewetsau'uahnie beiatu. i-egen die tat- sächliche Würdigung des LbcrlandeSgerich:» lass- sich aber m Der Revisionsmstanz nicht anfämvkn. Ter Fürst hatte also wohl besser getan, tn ungarischer Staatsangehörigkeit zu beharren, wo derarttge Abenteuer nicht so schwer utS Gewicht fallen dürften.

B.wttano. und Au'ilchlliat nach brm beit fcmiigcu in tracht kommenden

vermischte».

* DaS Aädche n tut ntn. Wer Gelesrnheit har größere Scharen von jungen Mädchen -winden 14 und 18 Jahren und darüber hinaus auf dem Wege -u ihrer lagwatbiit alltäglich zu beobachten, weiß, daß bic meisten kümmerlich rntwickelt sind und eine sehr schlechte KvrvrrHaltung zeigen, die auch durch die Mittel der 5lleibung<hinil sich nicht verbergen läßt. Man sieht ihnen an. wie sehr ihnen tumerttd-* Ikbunq^n fehlen. Für die Ausbildung des Geistes wird bnr<L rx-orü>i(bung#itbulm. Bolk-bidlwtbekm.

iigen emigerniahen geiorgt Für bic Jtiäfrigunn b<*s störvers geichiedt nod) so gut wie gar nichts, und laber zeigt auch ein gwßer Teil der jungen Mwären wenig Steigung, die rorhanbenat nützlichen unb segensreichen Einrichtungen für dir Erholung zu benutzen. Statt tn den Freu stunden Leibesübungen zu betreiben, ihren ICörPcr zu frötigax.

hrafcei mit fLaul- erfüllter Luft mnhcrLunandeln Unbcgwiflidxmx iic behaupten gerade diesenrg. n, tvcfd^ viele J.-it dem ems'g- n '.iirtlvtini widmen, sie hättenFerne Feit" zur ttörperübung. Also auch nicht einmal einige Minutrn für bte nötigste Bfteg her Muskeln erübrigen sie. Ter wahre Grund ist. daß sie sich einl'ildcn, ihre Muskeln würden nicht gesehen. Als t»b nicht Elastizität der Gucder sckvn Schön heit wäre. Als vb nicht straft allein 'hnniut erzeugteI Son bet Anmut ist nur ein Schritt zur Schönheit, nicht nur denn Manne, bei bau un fraftnollcs, siigdaftes Aeußcrc gleichbedeutend ist wtt Schönheit. Auch bei den Märchen sind Leibesübungen das beste Mittel, die Schönheit zu pflegen und ihr Taner zu geben. Tst vielbriungeneriUrvcnoc Hüjtosigkett" kann höchstem' twim Hüi»r rühren. Seine mwthfrnen Menscd-n wird sie un besten stall- Mttlerd cnvcth'ii Unbebolnrni i: kann int E^nst gewiß niimair.^ schön finden. Leibe-.'Übungen sind das beste Mittel, um sic Eitel­keit aud ihren lätwischen, entwürdigenoen Bahnen zu ctang.uL Alle künstlichen Mittel, wodurch die Figurkbnscrvieri^, richtig, r korrigiert wird, reichen nid l an.', einen degeneri' rcudcn Zkörper zu bedecken. Dabei kinnurn bic betrübendsten Uebcrtrribungen vor. bic jeder Verständige nut mit Mitleid ansehen kann. Bvn imien heraus, durch Einübung kräftiger, annuitigcr Bcwegnngat kann man seinen Körper nnrOidi verschönern. Wemt men aber statt dessen den sforixt tu ein Art Futteral nach angeblich bk söwn gehaltenen '.Jlnbcilm hineinpreßt, so ist das Sduinndel und Betrug, 'lud) darin wirken die Scil*cvübun(jm geradeiv erlöfenb, daß sie die Mensck'rn, nvnn auch zunächst nur bic Emsichtiastm, Den mand;cm unnatürlichen Auswuchs der Mode befreien.

ipc. BricfbestellunginnerbalbdcrHäuserdurch Elektrizität. In eigenartiger Weise ioub in einigen Schwerter Orten die ^4ektrr;ität zur Bestellung von 2)riefen rnnnchalb der Läniet verwandt- Iut Erdgeschoß ces Haules bcfüihet |id> rin Lasten zur Äusnabnw ocr Bri^., der cbev'ovte! sicher enthält, rote Geschosie zu bestellen ftnh. Wird em Snej in eines der Facher knnemgelcgt, so 'chließt sich rin elektrischer Strom unb es ertönt in dem Geschoß, jur welche^ dav Fach beftbrnnt ist, ein Glocken.zeichen, um auf bic Ablirierung des Briefes au'w-rlla« zu machen. Gleichzetttg damit ösinet der Strom einen Wasser- bahn im Dachgeschoß be^ Hans.L. Das aussttSmende Sailer Meßt in rin zhlinderisches Gekutz, roeUhe» da« «sie nm gewicht zu den Briefkastm bildet. Ist daS öe?äf, itowu iriiMlL daß es dm Aasten in die Höhe neht, so hört der Wasierzufluß auf. Der Briefkasten geht nun in bic Höhe In jede« Grick- öffnet sich von selbst das in Frage kommende Fach und entleert leinen Inhalt In einen zu diesem Zwecke auf jedem Fsttr «mgebrachten Behälter. Sobald der Znlindcr mit Wasser im iridgeschoß angekommm. fließt das Daiser aus, und bet Bn ckastm kehrt aljbann durch sein eigenes Gewicht auf dm alten Standort zurück.

Luther als guter Stencrrahler Bri lÄeltzgm- heit eines ^ortragro über Ott Reich;linanzrrm in Dresden gab Vrof. Dr. Wuttke-Tresdm einen bisher nirqeno* verönmttichtcn Brief Martin Luther.'» bekanm. Der Brief beschäftigt sich mit intr Steuerumlage, dir der Äuriurfi ron Sachen für einen Türkenzug benötigte, unb lautet: ,^Zch wollte auch gern mit meinen Lsennigm bei dem Türkenzuge sein unb zwar unter Denen, bte willig beitragen, beim die Unwilligen fein genug. Ich wollte auch gern ein gut (Sjcmtxl geben, dem leid begegnen und aridere auimuuiern, wenn sic schm, daß auch Dr. Martinus millteuerc. Ich hoffe, es würden die Groschen, so ich und andere gehorsam nnb rreubigen Gemüts beitragen, Gott nicht minder wohlgefällig jein als der Wimxn Schärsirin und bes'er als die. Dukatrn, welche die Reichen irrt Unwillen erlegen." Man möcht auch beut wieder tm ncum. einigrn. deutschen Reich Dr Martinus ..tteudig Gk- mür* im -Aieuererhlrn so manchem gutem Deutschen wunschcn.

D E. Die TucHforbctur. geiiitrTame. Eine recht energische Dame scheint eine gemisst Frau Crnmoff in Mariapot zu fein, welche, wie aud St. Petersourg gemeldet rvird, telegraphisch kcn TuniaabiTeotbnritn der ntrenteu R-chten, i-ui.ihtovitid) zum Duell derauswrderte. Besagter 2lbgevronetcr hat über die von dien russischen Damen vrrrtrt: Frau Fili'vrövw. Die Führerin vnb Lrganifntotin deo russischen siraucti llvngrriies in <mm r altiotturm Blatt einen Artikel g:jd*rriÄ*n, n. lcher von Lbsteni- tatm strotzt. Tie Duellforderung lautet auf dreimaligen reu geh- nechsel.

LZ e l t m a i k t v r e i s e: Leizen : Berlin Mai 222.00 (+ 3JO). Juli 222.00 c-j- 3d0). Budapest April 226^0 (-s- 6^60-. iarii (tcbmar 000 00 ( 0.00). Liverpool Alärz 179.65 ( 0 00). Chicago Ma: 178.60 \A- 2bO). Roggen: Berlin Mai 174L0 ( 0.25 > Juli 178.25 ( 0LO). <Xx\ex : Berlin Mai 170L6 (-«-2.75> Juli 171^0 <4- 2.00) Alt.

Vctreidc-Wochcnkrcrtcht

bet dreiSbcrichtstelle deS Deutschen LandwirtschaftSratS vom 1U. bis 22. Februar 11)09.

Auch öic letzt- Woche brachte abwechselnd Tamoetlcr und Frost in rascher Auftinaudcrfolge, und man fürckstel allgemein, dast die mangelhaft gesch-ützten und zum grvsten Telle sehr scbwacbm Saaten durch den häufigen Wllterungswechsel ernstlich gelätm haben dürften. Auf dem Weltmärkte für Weizen ist die Srimmnng, von kleinen Sckzwanbungcn abgesehen, fest geblieben, trotzdem bic europäischen Importeure im Hinvück auf bic umfangreichen 2Sclt- Verschiffungen der vorangegangenen Woche sich etwas zurückhal­tender .zeigten. Bon Argentinien lagen neuerdings ermäßigte Enttesäjatzungen vor, mährend von Amerika weitere PreiSsteigc> ningeii gemeldet nmrden. die ihre Wirkung aus die europäischen Markte keineswegs verfehlten. In Deutschland suchten sich die Mühlen angcsichtö der hoben Forderungen für fremden iSeürn nach Möglichkcll im Inlande zu versorgen, fanden aber nur sehr knavveS Angebot vor, daS durch anitouembe Exvvrtmisprüche in­zwischen eine lveitere Skrminberung erfahren hat. Der Um­stand, daß zwischen Maclicscrung und der Bczugsparttat Nir fremden Weizen em Unterschied von ungefähr 15 Mk. liegt, m ranlaßt Avgcber duf Vxux X!icfetung5niar'tc ;u besonderer Vor­sicht, und so erklärt »ich, daß der vvrwöchentliche PreiLstand schließlich um 84 Mk. überschritten werden mußte. Im (Gegensatz zu Weizen ist bad Angebot von Roggen immer noch ziemlich stark, so daß sich die Befriedigung bei mäßigen Inlandbedarfd ohne PrciSanspaniiuug vollziehen ließ. Ium Teil mußten fiel) Ver­käufer sogar nut niedrigeren Preisen zufrieden geben. Hebet ctwaä besseren Absatz berichtet man nur vom Westen, wohin sich die Ausfuhr von den OstscehLsen zuletzt auch in stärkerem Maße richtete, ohne angesichts der vorlwndenen Warenfülle einen gnn- stigeit Eiufiuß auf den Prcwgang amszuuben. Lieferung lag dem­gemäß überwiegend matt, zum Schluß durch Weizen mllgczogen etwas fester und Mk. niedriger als vor acht Tagen.

Ein sehr festes Aussehen hat der Hajernmrkt angenommen.3tc Forderungen der Provinz haben bei ftarnchem Angebot weiter angezogen und mußten von dem schwach versorgten Konsum tm BevarfSsalle bewilligt werden. Lebhaftes Interesse zeigt sich zu­letzt auch für Saallwwr. Besonder- schwierig gestaltet sich bu Beschaffung von Braugerste, für die sich mehrseitig bringmbe DeckungSftagc zeigt. Futtergerste und Mais Haden ihren Preis­stand jcit der Vorwoche nur wenig Veranden

Es fteülen sich die Preise (ür lllländischeS Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wöbet daä Mehr (+) bezw. Weniger () gegenüber der Aorwoche m klammern <) beigefügt ist, wie folgt:

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