Das Erdbeben in SüditaUcn.
S.L-
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Welter
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K
2
Handel
Italien. Rente .
3%
Iberiiuer f»ör#e, 5. Januar. Aiuaugakuibn.
176.80
still
195.00
198.10
85.65
94.65
85.40
93.40
92.00
Börse, 5. Januar, 1.15 Uhr. 943-51 Elektnz. Lahmeyer . .
Larpener Bergwerk i.aurahütte . .
, um borden E. B.
Aordd. Lloyd . . i uraeiüuae . . .
4.
4.
5.
Januar
1909
Berliner Banaelsgcs. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutscn-Asiat. Bank Diskuntu-Kommanuit. Diesuuer Baun . . Kreaitaktien . . .
Baltimore- und Ohio-
Bisentann . . .
. 110.40
'. 17*80
. 142 uO . 123.50
117.70' 116.50
188 50 189.30 112.80
194.60
198.50'
9LGO 96.00 168.50
97 3u Laurahutte......
97 40 .\ordd. Lloyd . . . . .
92.50 Ubeischles. Eisen-Industrie
. 63.50 uotthardbahn . . .
. 98.50 Lomuard. Eisenbahn uesterr. btaatsuaiin .
Elektnz. bchuckert . . . Eschweüer Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . .
. . 91.40
. . 142.70
222.50 rince-Henn-Eisenbahn
". '. 11L30
Wlo O% a>6o/o 3%
o^°l0
103 45
58 70
59.90
96 80
92.7b
93.30
schule in Florenz sind zur Hilfeleistung nach dem Süden abgegangen. Der Kriegsminister ernannte sie zu Unter», leutnants.
Messina, 5. Jan. Der Leichengeruch, der aus den Ruinen entströmt, wird immer unerträglicher imb die Bemühungen der Soldaten, durch Desinfektionsmittel Abhilfe zu schaffen, bleiben erfolglos.
Aktien;
Bochum Guss . . . .
Buderus E. W. -
Tendenz; schwach.
Kleine Tagetzchronik.
Die Sammlung im G rnb e n rev i cr zu E. harleroi, für die Hinterbliebenen der Radboder ® r uben-ttatn-j ft r o v 6 c hat 11 223 Francs ergeben.
In Jütrichau im Xireiic Forst tourö? der längst gesuchte! Raubmörder Sternickcl, dcr seit einiger 3cit aus dem Gutshofe Dornbock als Stallschweizer gearbeitet hatte und vorgestern flüchtig geworden war, verhaftet und nach Breslau/ überführt.
i Bed. Himmel
■Diebel
Bed. Himmel j
Meteorologische Beovachtuugen
der Station Gieken.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Ltzitterung für Hesteu am Mittwoch den!
6. Januar: Tauweuer, trüb, geringer Regen. Etwas milder^
Westliche Winde. \
Canada E. B. . . .
Darmstädter Bank .
Deutscne Bank . . . Durtmunuer-Lnion C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz schwach.
241.50
61.2b
147.8«
. . 241.30
. . 136 50
. . 180.00
. . 148.00
. . 193.00
ebenso herzlich «ruf die Admirale, ,Dsnziere und Maunfchäfben! der russischen, der englischen und her deutschen wie der französischen Schiffe, die ein bewunderungswürdiges Bei spiel einmütiger Menschlichkeit gegeben und an der Hilfeleistung in edelmütiger, fruchtbarer Weise mit ihrer geistigen und körperlichen Kraft teilgenommen haben."
Berichte von Geretteten.
frankfurter Reichsanleihe . .
do. . .
Konsols ....
do. ....
Hessen Oberbessen . . .
4*> -- . . , 3ü6 Portugiesen bene 1
Die letzte Nacht Messinas.
Bon der Schreckensnacht in Messina entwirft her Handlungsreisende Josef Adler aus Trient ein schauerliches Bild im ^ag: „y/acb der Vorstellung int Leatro Bittona spazierte ich ui Messina
umher, hielt mich in einigen Cafes auf und schiffte mich um j 2Ö Uhr auf der Tampfsähre ein. Gerade als die>es, voll von Passagieren, den Anker lichten wollte, erfolgte das Unglück. Ich stand an der Reeling, als plötzlich ein gewaltiges Kracken erfolgte.
Die Fähre wurde vom Meer emporgehoben und ans Land geworfen, obgleich wir noch verankert ivaren. Bor unfercu Augen stürzten die Gebäude zusammen. Wir wurden gegen die Lanoungsbrucke geschleudert, die in Trümmer ging; ich ritz mir Pelz und ^acke vom Leib, bereit, ins Wasser zu springen. Im felven Augenvnckc wurde die Fähre zurüctgeworsen, die Erde öffnete f i oi wieeinSchlund, aber sofort überflutete das Meer von neuem die Kais und schlenderte das Fährboot gegen das Ufer Ich weif; i nicht mehr, rote ich mich plötzlich an Land befand, -jch iah >wch, wie sich der Eisenbahnzug auf der champnuhre ineinander schob und umstürzte; die Ankerketten waren alle gerinen. An Sanb krachten die Gebäude zufammen, lauiend- stimmiges Geschrei ertönte. Ich tief wie toll an oer Enenbahn entlang zur Station, Leichen über Leichen lagen am Wege über Trümmern und Schutt. An einer Tur lese ich: „^tatwnsclfes ; ich laufe hinein, ihn zu fragen, was geschehen ist — vp falle — meine Hände fütb voller Bint und Gehiriunasfe — ich bin über Leichen gestürzt, deren Köpfe zerschmettert sind! Aus dem Bahn- lwssplatz kniet ein junger Mann; er will aus den Steinen etwas
I iwrausziehen; ich sehe ihm zu. Mit aller Gewalt bemüht er «ich, einen Körper herauszuarbeiten. — „Bater!" schreit er, „lieber, I Heuer Vater!" — zu einem Leichnam, Denen Kopf eine sormlofe ■Hiniie ist. Endlich vemerkt er, datz er einen <Loten tn den Armen halt; mit einem tierischen Schrei läßt er die Lerche falten und rennt mit vorgebeugtem Kopf gegen eine Mauer, nm sich den Schädel einzustoßen. Ich seivst laufe wie Wil. zum ^ecr; dort muß die Rettung jein. Die Stadt? Sie war Nicht mehr, -Ltraben erütierten nicht mehr. Banditen nahmen mir Geld und Uhr kette; leder von ihnen schrie: „Ich hstve meine ganze Familie verloren geot mir Gerd! Gebt mir etwas! Auch mir mniicn leben! Wer weist, vielleicht sind auch diese Unglücklichen Irr, innige ge-
OrLginaL-DraytineLSunsen.
P a r i s, 5. Jan. „Petit Parisien" meldet aus Toulon:) Ein Stationsbeamter entdeckte auf dem Bahngeleisc, das) von dem Pariser Eilzug benutzt wird, eine geladene Bombe/ In dem Eilzuge befand sich der Ministerpräsident Ele- menceau. Die Explosion dcr Bombe hätte eine sehr ernste Katastrophe herbcigeführt. Man fragt sich, ob ess sich um ein Attentat gegen Elemenceau handelt.
Paris, 5. Ian. Der Minifterrat wird sich in den nächsten Tagen nut der Frage beschäftigen, wie dem Beschluß', der ftammer über Aufrechterhaltung der TodeS- (träfe Rechnung getragen werden soll. Die Frage wirb( dadurch erschwert, daß Präsident FalltereS alle zum Tode; Verurteilten begnadigt hat, sodaß jetzt 30 Begnadigte in den. französischen Gefängnissen untergebcacht sind.
New York. Die Gesellschaft vom roten Kreuzhat 390 000 Doll, telegraphisch nach Neapel gesandt, um einen Hospitaldampfer zu scharterN._________________________
Die gerettete Sängerin Paula Koralek aus Bildapest, die mit gebrochenen Armen im Krankenhaus von Paler m o liegt, erzählte einem Berichterstatter über ihre Schicksale in Messina: „Ich war nach der Vorstellung der „Aida" 2 Uhr nachts ins .Hotel Trinakria zurückgekehrt, mo ich im dritten Stock wohnte. Ich legte, mich sofort ins Bett, vermochte aber nicht einzuschluscn. Lange Stunden hatte ich ein Gefühl seltsamer Nervosität. Ein unbeschreibliches Uebctbefinben durchrieselte meinen Körper, ^d; blieb wach und starrte mit offenen Augen ins Leere. So vw gingen die Stunden, als plötzlich um mich etwas Fürchterliches vorging. Ich stand auf und rief meine Jose, eine junge Turinerin, die mit dem Schreckensruf lZereinstürzte: „Alles bricht zusammen! Retten wir uns!" Obwohl ich u n b e klei de l war, folgte ich der Zofe. Wir eilten durch den Korridor nach der Treppe; aber sie war v--rschwundrn." Während ich, von Staubwolken umwirbelt, in den leeren Treppen,chacht. starrte, fühlte ich, dast ich mich abwärts bewegte. Ich bemerkte aus einmal, vast ich mich nicht mehr im dritten Stock oesand. ^zetzt erwachte mein Selbsterhaltungstrieb in ganzer Stärke. Ich schlotz die Augen und sprang hinab. Als ich am Boden ankam, waren mir beide Arm-, gebrochen. Doch ich erhob mich mit der Kraft der Verzweiflung, kletterte über das Trümmerfeld fori und drang durch die Staubwolke, die vor nur lagerte. Mein Gesicht blutete, als ich nach der Piazza gelangt. Ich bemerkte vor mir in der Straße Scharen von Menschen, dir den Heiland wie wahnsinnig anriefen und vor Schreck wie besessen flohen. Ticke Staubwolken umhüllten uns, da konnte meine .Zofe nicht werter. Tie I Arme blieb unter den Trümmern ! Sie hatte nicht den I Mut, mir nachzuspringen. Bon der Piazza aus liefert nnr zum I Kai. Hinter uns b r a n n t e M e s s r n a , denn an vielen Stellen war das Leiter ausgebruchen und umloderte die zerristene und überschwemmte Stadt. Und dann zum Schiffe, das mir erblickten! Wir sammelten uns alle am Kai vor den Trümmern des Boiilc- vards Palizzata, aus denen fortwährend f a m m e r v o l l e .H i l f e- rnfe HerMB gellten; es waren Männer urrd Frauen, alle fast nackt, zitternd vor Kälte, vom Unglück zusammengeführt. So blieben wir bis elf Uhr mittags, bis fick endlich der tfonunanbant des „Piemonte" rühren liest, uns an Bord zu nehmen. Da bin ich nun, ick habe alles verloren; nur die Decke, die mich umhüllt, und ein paar ölte Pantoffeln an meinen Futzen sind mir
Teneioniscii® fciursoericaite des Giessener Anzeigers, nutgeteüt von der Bank für und Industrie, Giessen.
da -hab ich was Schönes ins neue Jaar ^escn.eppt,
den hart nackigsten Katarrh von der Well! Trockener vals, NM schmerzende ^noimjien, Stechen der icöein Atemzug — dann • ■ ücr Lchteim, der ucy gar niuji löten will. — nver Mensch, W warum analen Sie uuj denn onuut? verlangen Sie in der M ..Gi 4eii Ytpottjefc, Drogerie ober lüiincralwaneujanbLunn für M । pig. eine Schachtel ^ouener lUtineral Vanillen tFavs achtel iino Ich weite, Lie lind alle oeiihweroeii lo:, n wir uns -ueiibv aut Staiiunuich jeycui ~
Ebenso rührend wie dieser Leidensbericht ist die Geschichte, die
die Opernsängerin Flora Perini M erzählen weiß. Sie horte unter den Trümmern ihres 5)auses eine klägliche Stimme, Als sie sich Niühsam nach der Stelle durcharbeitete, erkannte sie, daß
es die Stimme eines Leurnants war, der dort Der|d)littet lag.
Der Leutnant beschwor die Signorina: „Ich hörte ove gestern abend im Theater singen; ich bewunderte Sie: la 11 cn eie mich nicht sterben! Seien Sie barmherzig! -öd) habe eine Mutter!" Tatfachllch ge'o.ng es der Sängerin, Leute herbeizul-olen, die den Leutnant befreiten. -.,<•«« i,
An Bord des „Piemont" drängte sich die Menge der Unglücklichen jedeii Alters. Die meisten waren fürchterlich anzusthen. Auf der Matratze lag mit zertrümmerten Beinen und Armen I eine wunderschöne junge Fran , die mit durchdringender Stimme nach ihrem Mann und ihren Kindern rief. 2s war die Gattin des französischen Konsuls. Sie wußte nicht, das; alle ihre Lieben tot waren. Und fünf Stunden lang bis zur Llnkunst in Palermo hörte man ihre Stimme biirco ■ ganze Schiff gellen; es war entsetzlich.
‘^teto'sonbetjus mit 400 iibertoeitbcn Verwundeten aus Ealabrien und Sizilien ist gestern in R o m eingetroffen. Zum ^npfmig fanden sich -.'Kitglieder niehierer Komitees, darunter auchI ' einige vom vatilanischen Stomitec, ein. ^^Anchtunge waren m 'alle möglichen Kleidungsstücke, hauptsächlid) Mlliturunisvrmen, ein-1 ■ gehüllt. Erschütternde Auftritte spielten sich zwischen den Ange-I io in menen und ihren am Bahnhof /vartendeiiBerwandten ab. I - In Tao r mina fanden reine Ungluch-falle statt, ^vie Kabel-1 ^Verbindung Neapel-Palermo ist ungestört, der Draht nach 'Reggio mtd das Kabel nach sJJi e s i i n a s ind wieder hergefteiit, I iedom besteht noch keine Gewahr für die -)urchrichtenbe,tellung Aus- tunit aus Palermo und tSatania erhall man wohl ani simersten über Neapel: hierher wandte sich die Haiiptmenge der Fluchtigen; die übrigen begaven sich vermutlich umh Palermo ^20 0 ihlündercr sind seither in Messina ver^ (hattet worden. Sie werden vor ein Kr i egs g er i cht ge- fteiit und wahrscheinlich stand re chtl i ch e r , ch o ,, en werden. Die Zahl der Opfer ist groß, xer "Dampser „Unioerlo ist mit 700 Ueuerieoenoen vor -Neapel eingetrofftn. Alle oflentiichen Gebäude, Schulen, Kasernen und Kirchen süid mit Verletzten ange- süllt. In Catania sind 1000 Verletzte vervunden ivorden. | Einem Telegramm des i^rä fetten bü n Messi n a an den Minister des Innern zusvlge, sollen Vs,der gesamten Bevölkerung, mithin etwa 120000 Personen, m Messina
9Heber die Qxeuieinb en Messinas und die Gemeinden des Kreises Reggio ist der V c l a g e r u n g s z u st a n d verhängt. Generalieulimnt Mazza würbe zuni autzerordentlichin Bevollmächtigten in Messina ernannt.
Infolge des Regens werden vie Ser gnngyarbeiten immer schwieriger. Lebensrnittel s11esten reich- lick zu. Alle ciniaufenhe.it Tampfer bringen graue Mengen
(VUf Erdstöste in Blessina dauern noch an und srufen groste Beunruhigung, hervor.. In Monte Leone wurden .ebenfalls neue heftige Erdstöste verfpurt.
Die Bevölkerung von Neapel geht mitKraft an das sRettungswerk heran. In allen Hau,ern der Stadt sind M | /für die Verletzten ausgestellt. Studenten de r Medizin .gehen den Aer-ten zur Lpand oder Pflegen Verwundete, i>enten der übrigen Fakultäten gehen von -^ur Tur, um für die ^Lolleidenden Spend e n z-u s »ntm e l^-^ahlreiche ^Pflüchtlingc sind ohne Kleidung. Aiidere stecken m Mckitaruni- . formen. E i n e F r a u w a r v o l l st a n d i g i n e i n e M a r i n e- -.uniform gekleidet. Viele Matrosen pflegen mi cher Milchflasche in der Hand Sauglinge, die zu
(i i f e n geworden s i n d. Viele äRtisentinder sind in Neapel -bi yamilien aufgenonunen worden. Selbst Arbeiterfrauen deren . Einkommen nur 2 Franks beträgt, «nahmen Kmdeir in Pflege. • süiarquife Filiasi hat einen Aufrus an die Neapeier Frauengefell- . schuft Mit der Bitte erlassen, jene, welche Juwelen besitzen, moajten ;einen dieser Juwelen für die Opfer hergeben.
‘ Die Behörden nehmen als sicher an, das; die IKatastrophe noch weit mehrMenschenlebenge- /fordert hat, als bisher , e l o std i e pe , sim i st i s ch ft e n .^chätzungenan nahmen. Verschiedene Berichterstatter ^ben ‘ eie Umgebung von Messina und Reggw abgestreift und 24 Städte, .viele Dörfer und sonstige Ansiedelungen fast vollständig zerstört
Auf Äntras des Kaiserlichen Botschafters in Rom hat die italienische Regterung für die aizs D e u t s ch l a n d Limmen- Len Liebes gab en die zollfr eie Zulassung in Italien ungeordnet.,^ Division der amerikanischen Schlachtschifflvtte wurde angewiesen, nach Neapel zu fahren, um an dem Hilfs- werk teilzunehmen. Tie anderen Schiffe werden an verschiedenen Punkten des Ptittelmeers verteill. ..
Der Fürst von Monucco hat beschlossen, den Ertrag per Aufführung des ersten Zhklus dcr Wagnerschen Nibelungen zu Gunsten der Ueverleociiden zu verwenden.
Prinz Adalbert und Prinz uno Prinzessin Heinrich von Preusteu l)abeit sich bereit erklärt, Spcnoen entgegen^ I nehmen, die dem unter dem Protektorat der Kaiserüt sdn-enoen ocutscheu Hilsswmitee überwiesen werden sollen.
Spenden und Sammlungen.
Die „(yraimurier ocllnug' M'-ftau. i. u..o ihrer vsammlung 30 000 Lire an ueit Miiiisterpruiidenten Gtv 11111 und 10 000 Lire an den deutsch c n Konsul in N e a p e I. — Das deuftcl-e Hilfskomitee überwies als^rste Rate 50 000 Mr.
Die Vereinigten Staaten von Amerika bewilligten 500000 Dollars. . . .. . ,
I Die englische >Lubstriptionsliste erreichte 600000 Marr. I Der Herzog von Eonnaught j'anDte 2000 Mk. — A/ie ! kretijche yiegierung hat 20 uuu Franks be^villlgt. Der ueineuwerat von A i h e u bewilligte 10 000 grants
In Rom oeransUlllete oac> .'Oiuöwinitec Gelds arnm-- iungen in den Stra ven der Stadt.
Rom, 4. Jan. L . lanoo erklärte, M e s s i n a müsse ro ; e d c t aufgeuaut >•. croen, was am besten durch Pnvaic erfolge. er ^taat w. Gelomillel u günstigen Bedingungeii I ücttjcbün. .
| Rom« ö. Jan, l.'O Stud.eutLN dap Medizin-
iy0 Uesterr Goldreute.
4*/6>'o Uesterr. öüberreute 4-j, Ungar G oldreute .
löriSic aus vatikanischen Kreisen gemeldet wird, wird sich der Papst daraus beschranken, die Verwundeten durch diel Bischöfe besuchen zu lassen.
In den meisten Blaicern iunten die nach dem Erdoebengebiet entsaudi.en Verichterstatter ofttere Klage über schwere M n n g e 1 in Der teinriä?mng des Rettungswerkes. So telegraphiert der Berichterstatter des „Eorrters ocia Sera" aus Messina, ,,es t e h 11 immer noch a n 3 a) i f f e n". Tie Barken \ ind voll von Fluchtigen, irren um den Vasen und werden zuruckgewie, en, wett alle Schiffe schon überfüllt sind. Tausende von Be-^ grabenen hatten befreit werden können, wenn rechtzeitig 10000 statt nur oOOO Soldaten am Platze gewesen wären. 6—7000 hungrige Ueber- lebendeerwartenBrotundSchifse. FnReggioer- etgnen sich zahlreiche Falle, da tz noch lebenderer- wunbetE zwlschcn Stummem ihrem SchlLl-t vreisgegeben werden müssen, weil ihre Rettung noch schwere Unglücksfälle verursachen wurde. Den A e r m st c n wird sogar keine Je a hrung gereicht, damit ihr Todeskampf Nicht langer andauere Unweit Megina bei der Staot Galati ivurve em llisenvahNaug mll VLahrungsnritteln für Messina von einer hungrigen ^5oits- menge ungehalten und uollbnunen ausgeplundert.
Die Straste von M e s s i n a wunmerl )etzi von zahllosen H a i -
'festlich kränzen. Und nun herbei ihr Brocken dcunpfend herß. I Man wird nicht wählen unter euch, denn alle seid ihr uns willkommen, doch jedermami hätt heute gern den^größten von euch hingenommen. Und noch was sonst zu Sieg und s^eier all gehört, das Haus, es gibt es willig hin. Mtt aller Ebre und Respekt, wie sich's den Bürgern wohl geziemt, ftn da die Uhr noch eine Zahl erreicht, das schwere Schwein liebst gutem Trank zum Lohn für ihre Treu' den Magen derer zugeführt, die überzeugt den Sieg des Tages erkämpft .haben. .. rr i
---- Dollars ha in, 4. Jan. Der 7yurit zu Stolberg- ?2ßerntgerobe hat zur Beschaffung einer neuen Orgel für mniere Kirche 500 M. gestiftet.
" Frankenberg, 4. Jan. In dem nahen Dorschen Haine wurde am Samstag der 28 Jahre alte Landwirt I Haus e, dessen Vater vor einigen Tagen tot in seinem Bette gefunden wurde, verhaftet. Die gerichtliche Sektion der Leiche hat nämlich ergeben, daß der Mann eines unnatur- licheu Todes gestorben ist. „
_r. Hanau, 5. Jan. Durch AuSstromen von .Leuchtgas fanden die Landmeffer-Witwe Wallschmidt «und ihre Tochter heute nacht ihren Tod.
Fritzlar, 4. Jan. Auf dem Bahnhofsplatz wurden aus einem zu schnell fahrenden Krümperwagen der Artillerie- abteihmg das Freifräulein v. Buttlar und ihr Bräutigam, Oberleutnant Hu eck vom Feldartillene-Regiment Nr. 47, m die Fulda geschleudert und schwer verletzt.
... Portugiesen „ 111 4zau/o luss.btaatsanl. 19Uo japau. ötaatsanleihe l^o Uunv.'lürken von lauö Türken:ose 142.6‘J 1% Grieeh. Monopol-Anl. . 49.4b 4% äussere Argentinier . 86.20 o0l0 Aiexiaaner . . i>sv/0 Chinesen . . .
Märtte-
Gietzcn, 5. Januar. Alan io er ich L Auf heutigeni Wockeu-^ niaxtte kostete: Lutter pr. Pfd. 0.90—1.00 Alk., Hühnereier 1 St.' 8-9 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käfemcitte 2 St. 5—6 Pfg.,^ (Srbfcn p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen v. Pfd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Dtk., Vühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr.! Stück 0,80—1,80Lik., Gänse pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 biö 2,20 Mk., Ochsenjleifch pr. Pfd. 76—84 Pfg., Snh-
unb Rindfleisch pr. Pfund 60-80 Pfg., Schweinefleisch
pr. Pfund 80—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—78 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—6.00 Mk., Zwiebeln pr., 4tr. 6,00—8,00 Pik., Milch per Lit" 20 Pfg., Wei bkrau t per -rück 10-15 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfcl per Ztr.' 6—10 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Nüsse 100 otücE 40—üOj Vfq,, per Ztr. 0—00 "Mk. Aiarktzeit pc*i 8—2 Nhr. 1
‘ sl Marburg, 4. Jan. Tie M arburger Märkte sind; für 1909 wie folgt kitgelegt worden: S. r ä m e c m ä r £ t c ;i >. Februar, 25. März, 3. Mai, 2. Juli, 29. September, IS. vember, 31. Dezember. Schweinemärkte: 18. Februar? 11. März, 15. April, 13. Mai, 17. Juni, 8. Juli, 12. Aug::-i? 9. Sepiember, 14. Oktober und 25. 9lopember. fß f e vb emar 11 e: 18. ÜJlän und 14. September. ,
tc. Franklun a. M., 5. Jan. Heu- und Strohmarli.! Angefahren waren 6 Wagen Heu unb 3 Wagen Stroh. Bezähm würbe für Öen Alk. 3.40-3.70, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 2.30-2.50, Aiaschineustroh Aik. <».00. Tie Zufuhren waren, aus ben Kreisen Büdingen und Dieburg. Tendenz fest. Der Maikt war bei lebhafter Nachfrage rasch geräumt.
^ie Insel Strom bvli wurde vprgestcrn um o Uhr! 22 Mm. onrck) ein Erdveven heimgefucht. Tec Vultan sLigic i .eine starte Tätigkeit. Der Bevölkerung bemächtigte sich enu gwste Panik. 4U Häuser find eingcft.arät. Trotz der Kalle l>ait -,ich alles im Freien auf. ...
Der italleuiiche Kriegsnii n ist e r verpchert, öab die V e r - 'teidiaungswerke von Messina iniakt geolieuen feien.
Der König richtete folgenden Tagesoefehl an die Truppen: „Maruie: Bei Dem schrecklichen Ungiua, das cui weillS 'Gemet unseres Italien getroffen Ijat nno zwei grotze Städte und Zahlreiche Lam»chaften Eamoriens uno isizftckns zerftorie, tonnte ich wieoer einmal persönlich die edle Begeisterung von Heer und Marine feststeilen, die ihre Kräfte mit denen der tapstren ^ftiziere uno Mannschaften oer a u s l a n b 11 u) e n ^chifst vereint haben und ein. Werk erhabenen Mitteids vvillrachcen. ^tc bargen unglückliche Verichuttete durch Tatened)ien ^eioeimiutes üuä den slurzenoen Trüminecn und pflegten Verivunoete, |ie gauen ihnen Lvuach und trafen Vvriorge zuir VUfe für die Ueoer^eoen^ den. In frncher Erinnerung an das fuiujloare ^chanfpiei, das mich tief erschüttert, ist, meine Seele erfüllt von dem auoerproeiU' .iid) lebendigen Gefüb«, der Bewunderung für das Heer und die Mariuc. Meist pankoares GedestUn lichtet ftch
Höchste Temperatur am 3. Jan. bis 4. <
Niedrigste , , 3. „ „ 4.
= + 0,40 0.
= — 1,7 ’C.
2"
765,8
0,1
4,3
92
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— 0,6
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