Ausgabe 
4.8.1909 Erstes Blatt
 
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Husche Lier

10 Stück 65, 70 und 78 Pfg. (a*/8

Gebr. Berdux.

Pressen | zur Wein- und Obstfein-Bereitnig I mit Herkules-Druckwerk. Holz- o. Eisenbiet. I

Hydraulische Keltern

f. Grossbetrieb mit l oder 2 ausfahrbaren B

Bieten.

Unerreicht in Leistung u. Güte. I

Ph, Blayfarth & Co.

Frankfurt a. M.

gleichen Namens bediente er sich dem dortigen

li'Äncr.

Pin angeblicher Schauspieler

hotte sich in der Person des früheren Theatcrdieners £>. B. aus Ershausen wegen Betrugs zu verantworten. Er mietete sich in Friedberg ein möbliertes Zimmer unter dem Namen Schau svieler Schöndorf und crljiclt auch unter diesem Namen in einem Hotel Verköstigung, sowie ein Darlehen von 5 Mk. von dem

)ie[eni ?>ahr ist M [b der Lersand xi t selten zuvor, t» endigung dcr W lsheim zu bedeulc ir, daß die (frjj Witterung im

7hcatcrdirertor gegenüber, der ihm auch in der Annahme, es handle sich um den richtigen Schauspieler Sch., eine Rolle zu- Äliilte. Von einer Probe wüsche er sich unter dem Vorschüben Nervosität zu drücten, doch versprach er, am Abend mit seiner Jlunft auszuwarten. Als aber die Vorstellung beginnen sollte, Mr er verschwunden, nicht ohne vorher vergeblich versucht zu Idaben, vom Direktor Vorschuss zu bekommen, lieber seine frühere - öligleit machte er überall unwahre Angaben; insbesondere wurde heilte Logiswirtin und der Kellner bestimmt, ihm zu kreditieren, ireit er angab, er sei am Wiesbadener Theater, das verkracht sei, :atig gewesen unb er habe statt seiner Gage in bar, nur einen rebuldschein erhalten. B. entpuppte sich als ein vielfach wegen allerlei Unredlichkeiten vorbestrafter Mensch, der erst kürzlich vom l'rndgericht Schweinfurt zu l1Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt worben ist. Für die hier in Betracht kom inenden Betrügereien bezw. be-S Versuchs, wurden Strafen von ? fahren und 1 Monat Zuchthaus und 9 Monaten Gefäirgnis nEinnt, die unter Reduzierung auf die in Schweinfurt erkannte rträfe ausgerechnet, zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren und l 0 M o n a t e n Zuchthaus vereinigt wurden: auch wurde auf eine Gel dstr a fe von 400 M ark erkannt und bei den Neben- ir.afen behielt es sein Bewenden.

über Mainz, in schneller Fahrt nach Frankfurt, gesichtet sei! ~ie Nachricht trat so bestimmt auf, das; man ihr glauben mußte. Also kurz entschlossen: Fahre wohl, du Traum von einem ruhigen und stillen Abend! Des Dienstes Zwang fordert wieder einmal seinen Tribut. In einer halben Stunde bin ich in der Aus­stellung. Auf dem Juxplatz iit das gewohnte Treiben: nirgends sieht man aufgeregte Menschen. Auf dem Korbplatz scheint eben die Nachrictit bekannt zu sein, denn matt sieht eine Menge Men­schen zum Flugplatz eilen, und nach wenigen Sekunden hört man auch schon die ersten Rufe:Ta ist er!" . . . Wahrhaftig, ganz ist er schon oht das Fluggelände her an gekommen, groß und statt­lich, nähert sich in raschem Fluge dem Landungsplatz. Es dunkelt. Jetzt beginnet; die Scheinwerfer vom Ausstellungsplatz her ihr Spiel, und aus deir vorderen Gondel werden die Signale mit Lichtern erwidert, lieber den Flugplatz hin laufen im Geschwind- schritt, immer durch den Matsch hindurch, die von Major v. Tschudi schnell alarmierten Bedienungsmannscl>aften und die Angestellten der Ausltellung, die von den Ballonftihrern des Luftschiffervereins kommandiert werden.

Es sieht gefährlich aus, wie sich das Luftschiff jetzt, die Spitze iwch vorn geneigt, mit ziemlich großer Geschwindigkeit, fast greif­bar über unseren Köpfen zum Landungsplatz inunterbegibt schnell fliegen die Haltetaue herunter, in rnäcküigem Guß wird ein Wasserballastsack entleert, und im nächsten Augenblick ist das Schiff schon am Boden, oder vielmehr etwa 15 Zentimeter über dem Boden. Wie wunderbar sicher gehorcht das gewaltige Fahrzeug dem Befehle seines 6ernt. Wie sanft und leicht senkt sich der Fabelvogel aus den Lüsten nieder! Die Begeisterung der Men sclwn war, wenn das möglich ist, noch größer als an den Tagen vorher.

Der Graf und die Passagiere waren von der 11 stündigen Luft reise gar nicht besonders ermüdet. Sie freuten sich, wohl­behalten wieder in Frankfurt zu sein und waren von der Schön­heit der Fahrt entzückt. Näheres darüber aber konnte ich erst heute morgen erfahren, da ich die Herren gestern nicht durch lange Fragen ermüden wollte.

Heute morgen hatte die Füllung bereits um 4 Uhr be­gonnen, und man hatte tiic stille Hoffnung, daß das Schiff um 8 Uhr bereits aufftcigcn könne. Aber die 'Notwendigkeit, noch auf die Wiederherstcllung einiger Maschinenteile zu warten, zögerte den Beginn des Aufstieges bis 10 Uhr hin. Inzwischen hatte man Muße, sich mit den Teilnehmern der Fahrt über die Eindrücke und über den Grund zur Umkehr zu unterhalten. Es muß nach allem, was uns Graf Zeppelin jr., Exz. v. Eichhont, Oberingenieur Dürr, Direktor Eolsmann, Hauptmann George, die Luftschiffer kapitäne .Hacker und Lau erzählten, ein s c h r schwerer Stur m gewesen sein, der das Luftschiff in der Mhe von Remagen gepackt hat. Ein erstes Gewitter hinter Andern apch hatte es noch übenvinden können, banit aber ging cs nicht mehr vor­wärts, und Z. II. wurde rückwärts getrieben, 20 Kilometer, bis Andernach. Hier drehte es die Spitze und flog mit rasender Ge­schwindigkeit nad) Bingen, und es schien eine Zeit lang, ols würde cs nicht möglich sein, das Schiff den Klauen des Nord­windes zu en tret) en und in die Richtung nach Frankfurt zu drängen. Doch gelang es schließlich, und man kam glücklich, etwa 1V.< Stunden nach der Abfahrt von Andernach, in Frank­furt wieder au. Es war also iwch einmal alles gut gegangen, - kein ernster Schaden an den Schrauben ober am Motor war zu verzeichnen.

So war man benn heute morgen voll Zuversicht, baß alles gut ablaufen würbe. Das Wetter war nicht ungünstig, boch hatte man bie Zahl bet Passagiere verringert, weil man nicht wußte, ob nicht toicbcr starker Gegenwind bie Fahrt erschweren würde. Exz. v. Eichhorn und Direktor Eolsmann mußten hier bleiben. Als nun ,(rie erwarteten Maschinenteile eingetroffen waren, wurde alles zum Aufstieg klar gemacht, der Graf, der sich mit großer Herzlichkeit und LiebeuÄvürdigkeit verabschiedet hatte, gab das Zeichen unb rief sein Kommanbo, unb bas Schiff entschwebte mit stolzer Sicherheit langsam in bie Höhe, den Kurs auf Limburg zu gerichtet, ba man den» Umweg über Mainz nickst wieder machen wollte. Alles schien sich aufs schönste zu entwickeln, lieber dem kleinen Röberwäldchen, bas sich bicht an bas Fluggelände anschließt, fällt etwas vom Luftschiff herab! Als zum dritten Male ein großer Gegenstand durch die Lust fällt, da ist man nicht mehr int Zweifel: das ist kein Balast das ist der rechte hintere Propeller, der durch irgend einen tückischen Zufall mitten in seiner rasenden Umdrehung gebrochen und bann hinunter- geschleubert ist. Tiefe Besorgnis bemächtigt sich aller Zuschauer. Durch laute Rufe bricht sich ber Schrecken Bahn. Bange Minuten vergelten, während bas Schiff seinen Kurs verläßt und, nur noch mit einem Motor und dem vorderen Propellerpaar in weitem Bogen auf ben Landungsplatz wieder zufährt. Major v. T s ch u b i dirigiert mit eherner Stimme die Hilfsmannschaften zur Landung und bestehlt strenge Absperrung, und als das Luftschist jetzt wieder auf dem Ankerplatz hinabsenkt, ist alles aufs beste organisiert. Der Graf und bie Seinen waren burchous nicht niebergeschlagen.

Tie Ursache bes Unglücks war vorerst noch nicht festzustellen, auch nicht, als jetzt die Schraubenflügel herbeigebracht werden. Ter Propeller bat arge Beulen und Risse an den Flügeln, und die Axe ist glatt durchgebrocken. Auch das Stangewerk, das den Propeller mit dem Schiffskörper verbindet, ist stark beschädigt. Die Ursache ist ein Fehler des Materials. Bis Ersatzteile aus Friebrick)S Hafen da sinb, unb bis bann die Montierung vollen bot ist, können Tage vergehen. Als Ersatzschraube ist ber Propeller von Z. III. verschrieben, ber morgen früh hier sein wirb. Die Reparaturen wirb morgen beendet sein. Aufstieg ocrnuttlid) über­morgen. Uebcrall äußert sich aufrichtiges Bedauern, daß die so glänzend begonnene Fahrt durch die bekannte Tücke des Objekts wiederum unterbrochen ist. Seltsam, die glückliche Ankunft siel fast zusammen mit dem Jahrestag von Graf Zeppelins kühnem Rekognoszienmgsritt in Frankreich t*or 29 Jahren, und morgen ist der Jahrestag ber großen Fernfahrt, die am 5. August bei Echterbingen so tragisch endete. Möge nun die Epoche dieser kleinen Mißgeschicke denn das sind sie, verglichen mit dem großen Siege des ganzen Systems! jetzt zu Ende sein.

Frankfurt a. M, 4. Aug. Die bestellten Ersatzteile sind heute frül) 6 Uhr aus Friedrichshafen eingetroffen, unb die Reparaturarbeiten gehen in so erfreulicher Weise vor­wärts, daß das Luftschiff bis heute abend wieder völlig fluqfertig ist. Falls das Wetter günstig ist, wird morgen früh der Aufstieg erfolgen.

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Wegen Beleidigung des Bürgermeisters

-eines Heimatortes hatte sich der Landwirt A. L. von B leide n- od'vor dem Schösfeugericht Homberg zu verantworten. Im lerger über das Zustandekommen der Wasserleitungsanlage, die --In viele Kosten verursacht hat, äußerte er in einer Wirtschaft: Bürgermeister sorge mehr für die Reichen als für die geringen icütc, mau hätte ihn sckwn bei der letzten Wahl wegschmeißen vlüssen." Als dem Bürgermeister die Aeußerung überbracht wurde, ftcllte er Strafantrag wegen Beleidigung in Beziehung auf seinen .Beruf; doch das Schöffengericht gelangte zum Freispruch, da dem Angeklagten als Gemeinderat und Gegner ber Wasserleitung eine iold)c Kritik zustehe. Infolge ber Berufung ber Staatsanwaltschaft "kannte die Strafkammer auf eine Geldstrafe von 20 M ark ind sprach dem Beleidigten die Befugnis zu, das Urteil durch Anschlag an der Ortstafel zu veröffentlichen. Das Gericht hielt ii der Aeußerung einen Ausdruck der Mißachtung gegen otn Bürgermeister, der strafrechtlich zu ahnden sei. Ta die Be­leidigung an einem öffentlichen Orte erfolgt ist, war auch die 'ßubii tat io n angezeigt.

Ein Spezialist

int Erschwindeln von Mietgeld ist der Knecht I. H. von Ha rt- mannöbn in. Er hat schon eine große Anzahl solcher Schwin hcleien getrieben und da er sich im Rückfall befindet, hatte bie Strafkammer sich mit ihm zu befassen. Er vermietete sich kürz­lich an einen Lanbwirt in Groß-Karben unb ließ sich 5 Mk. ');ictgclb geben; er beburitc auch noch einer Mark, um angeblich schn Gepäck einzulösen. Mit bem erhaltenen Gelb verschwanb er, itnc seinen Dienst auzutreten und tauchte bann in Bingenheim Gilt wo er sich durch einen anderen als tüchtiger Arbeiter schildern ließ. Auch hier bekam er das Mietgeld in Höhe von 3 Mk., um lid) bann heimlich zu entfernen. Nach seinem Geständnis hat er ui keinem Fall die Absicht gehabt, ben Dienst anzutreten. Dem lurrf) ben Alkoholgenuß geistig bcgencricrten Angeklagten würben i rilbenibe Umstände zugebilligt und aus eine Gefängnisstrafe von 10 M o n a t c n erkannt.

Unterschlagung

von Beiträgen zur Kranken- und Invalidenversicherung, die den Arbeitern in Abzug gebracht wurden, ist dem Maurermeister EKr. L. von Hirzenhain zur Last gelegt. Er hat im Lause des verflossenen Jahres seinen Arbeitern die Beträge in Gesamt Me von 237 Mark in Abzug gebracht, aber davon den Kassen 204,64 Mark nicht abgeliefert. Es erfolgte Anklage wegen Ver- lel-eiis gegen § 182 des Invaliden- unb § 82 bes Krankenver- 1 chemngsgesetzes. Festgestelltermaßen befinbet er sich in schlechten Ütermögensverhältnissen, weshalb auch schon früher solche Beiträge von ilnn nuaagsivcife beigetrieben werben mußten. 'Jtodj vor bem . ermin ist er seinen Verpflichtungen im vollen Umfange gerecht (iclporbeii, weshalb er mit einer Gelb strafe von 100 Mark dnrchkarn.

Gießener Strafkammer.

»(Gießen, 3. Aug.

Ein ständiger Kunde

frer Strafkammer ist ber Taglöbner H. I. ans Lützellinden. .Saum in die Freiheit zurückgekehrt, laßt er sich wieder einen riicbltabl ober eine sonstige Unredlichkeit zuschulden kommen. Kürz gich riß er einige Latten au einer Garten infriebigung ab und nahm

bem Gartenhaus einen ArbeitSrock unb eine Hose. Im Lause .ber Untersuchung stellte es sich heraus, baß er auch einem Wirt, -rür ben er Stroh nach Hause fuhr, einige Gebunb beiseite schäme. I Mit Rücksicht auf seinen, durch den Alkoholgenuß degenerierten i| J.uftanb, sah das Gericht von der verwirkten Zuchthausstrafe ob I -unb erkannte wegen schweren Diebstahls im Rückfalle und Unter i schlagung aus 2 Zahr 1 Monat Gefängnis unb 5 Jahre Ehrverlust. Eigentümlicherweise bat der Angeklagte nach Ver- 'ündigung des Urteils, die Strafe möchte in Zuchthaus umge> sandelt werden. Es mußte jedoch bei der Strafart sein Bewenden

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von den frankfurter Zeppelintagen

'4äckt uns unser Berichterstatter folgenden Bericht:

Z. Frankfurt a. M., 3. Aug.

Das waren schwere und aufregende Tage, dieser Montag und kr heutige Dienstag! . . . Froh, daß mit der glücklichen Ab­reise des Z. II. gestern früh die Arbeit für uns geplagte Männer kr Presse ein wenig nachließ, faß ich daheim und genoß sckwn in der Vorfreude den Abend, der mir einmal selbst gehören sollte. 6a das Telephon. Wer ist am Apparat? Ein Kollege, der ttir mitteilt, daß nach soeben bei uns auf dem Bureau an- retangten Telegrammen Graf Zeppelin anscheinend auf demR ü ck hege nach Frankfurt begriffen sei! Ter starke Sturm habe ihn, der schon auf 40 Kilometer dem Ziele nahe war, zur Umkehr gezwungen. Tie letzte Nachricht meldet bereits, baß Z. II.

Der Kölner Zeppelin tag hatte mehrere frhniete Unfälle im Gefolge. Zwei K naben stürzten von hohen Dächern ab und wurden s cbw er verletz t. Mehrere Rad­fahrer erlitten Unfälle. Ferner fiel ein alter Mann von einem hohen Gerüst, unb eine alte Frau stürzte durch ein Glasdack). Mle wurden schwer verletzt.

Die schweren Eewitterstürine in die Zeppelin im Rheintal zwischen Andernach und Bonn geraten ist, waren von den Wetterdienststellen vorhergesagt worden Aus wetterkundigen Fachkreisen erhalten wir da-- rüber folgende Zuschrift:

Wieder haben unerwartet einsetzende Gewitter sein Schiff in sehr große Gefahr gebracht. Wie durch! ein Wun­der ist es gelungen, den gestern vielerorts herrschenden! Ge- witterstürmen zu entgehen. Der Laie wird sich wieder un­willkürlich fragen, ob denn diese Gewitter nicht rechtzeitig von dem öffentlichen Wetterdienst angekündigt wurden. Be­reits am Montag vormittag hat der Meteorologe der Frankfurter Wetterwarte (W. Peppler) ausdrücklich auf die starke Gewitterneigung hingewiesen und Dienstag vor­mittag 10 Uhr wurde, sofort nach Eingang der europäischen Wettertelegramme, die die Gefährlichkeit der Situation über­sehen ließen, eine verschärfte Gewitteruiarnung erlassen, die aber durch ein, sagen wir Versehen der Sportkommission nicht rechtzeitig cm den Landungsplatz weitergegeben und Zeppelin übermittelt wurde. Welche Gefahr Gewitter­böen bringen, hat die Katastrophe von Echterbingen, die auch heute noch recht gut sich wieberholen kann, bewiesen. Unb wieder schwebte einZeppelin" in ähnlicher Gefahr und doch konnte diese Situation vermieden werden.

3. UL

Gestern vormittag i/28 Uhr ist das Gerippe desZ. III" von der Landhalle auf Flößen in die s ch w i m m enbe R eich sballon Halle übergeführt worden. Tie Hebet» führnng ging glatt von statten.Z. III", dessen Aus­messungen dieselben sind, wie die desZ. II", und der auch gleich starke Atotoren besitzt, wird Anfang September zurZla" fahren. Zuvor wird mit diesem Lustschiff, nach­dem ,,Z. II" nunmehr vom Reich abgenommen worden ist und in Köln stationiert loerben wird, die Fahrt nach Berlin am 26. August und die Parade fahrt vor dem Kaiser Franz Josef in Bregenz am 30. August sowie bie Fahrt mit ben Reichstagsabgeord­neten am 4. September ausgeführt werden. Dann erst wirdZ. III" nach Frankfurt zur Ausstellung fahren können.

Sport

O Fußball. Vergangenen Sonntag sandte der am 1. Juli ds. Zs. nengegründeteSportverein Gießen" seine P'cann- schäft nach Friedberg, um dem dortigen F.-K.Merkur" ein Wettspiel zu liefern. Tie Friedberger Niannschaik spielte zu Anfang sehr überlegen, mußte jedoch nach hartem Kampf dem ^Sportverein Gießen" den Sieg mit 1:0 Goals überlassen.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M-, 4. Aug. Schweinemarkt. (Org.- Tel. bes Gieß. Anz.) Zum Verkause standen 1188 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 7779 Pfg., Lebendgewicht 61,U bis 61,5 Pfg.; 2. Qualität 7600 Pfg., Lebendgewicht 60,060,5 Pfg., 3. Qual. 6875 Pfg. Geschäft gut, Ucbcrftanb mittelmäßig.

Kirchhain, 3. Aug. Heute fand der 2. Fohlen- markt, verbunden mit Prämiierung und Verlosung hier statt. An 22 Pferdebesitzer konnten Prämien ausgegeben werden. Tie zur Verlosung kommenden Fohlen wurden beim Marit angekanft. Ter Hauptgewinn bestand aus einem kompletten Einspänner. Die 7000 Lose waren vollständig abgesetzt.

Gießener Vetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag dem 5. August: ^Anfangs heiter und wärmer, dann wieder Trübung und Regenfälle. Strichweise Gewitter. Veränderliche Winde.

Griginal-DvahtmelSungen.

Köln, 3. Aug. Der 20. Internationale Eucha- ristische Kongreß wurde durch den feierlichen Empfang deS päpstlichen Legatens Kardinal Vannutelli, der auf dem Salon­dampferRheingold" abends 71 < Uhr, begleitet von dem römischen Prälaten Dr. Heiner und Bischof Kirstein-Mainz hier eintraf, durch die Begrüßung bes Erzbischofs Karbinal Dr. Fischer ein- geleitet. Kardinal Dr. Fischer bewillkommnete Vannutelli als Vertreter des Papstes, versicherte die von den Altvorderen über­lieferte Gesimtung, Verehrung, Gehorsam unb Treue gegenüber bem Heiligen Stuhle unb sprach ben Wunsch aus, der Kongreß möge zum Heile ber Seelen, Roms und der altehrwürdigen Kirche Kölns gereichen. Oberbürgermeister Wallraf bewillkommnete den päpstlichen Legaten namens der Stadt, woraus dieser in feierlicher Prozession durch die festlich geschmückten Straßen zum Dorne geführt wurde.

Magdeburg, 3. Aug. Große Unterschleife int hiesigen Militärproviantamt führten zur Verhaf­tung ntehrerer Angestellter ber hiesigen Militärbäckerei.

Stendal, 3. Aug. Auf Anordnung des Kriegsgerichts wird der Einjährig-Freitvillige Baumgarten vom Magde­burger Husaren-Regiment Nr. 10 in Stendal, der in der Naci)t vom 15. zum 16. Juli den Fahnenjunker v. Zenner erschoß, nach der Landesheilanstalt Alt-Scherbitz bei Schkeu­ditz gebracht, um dort sechs Wochen auf seinen Geistes­zustand untersucht zu werden.

Genf, 3. Aug. Heute wurde hier der internationale Psychologenkongreß eröffnet.

Paris, 4. Aug., Echo de Paris meldet aus Madrid: Es wird versichert, daß Muley Hafid in seiner Antwort an Spanien darauf besteht, daß Spanien sich aus seiner Position bei Melilla zurückzieht. Die spanische Regierung müßte sich mit einer Ataßregelung der Riffbewohner begnügen. Eine weitere Genugtuung könne nicht ftattrinben. Ter spanische Ministerrat wirb sich mit biefer Frage beschäftigen. Es heißt, die spanische Regierung habe,sich über diesen Punkt mit Frankreich unb Eng­land bereits verständigt.

Konftantlnopel, 4. Aug. Nach hier eingetroffenen Meldungen überschritten französische Kolonial­truppen die Grenze im Bezirk Gab in Tripolis. Die Pforte verlangte Aufklärung.

Brot-Abschlag

Rheinisches Kaufhaus

ist bei der gegenwärtig teuren Zeit wohl kaum zu erwarten und habe ich mich entschloßen, um den teueren Lebensverhältnissen zu

steuern, Brot zu führen. Verkaufe von heute ab

la. Kornbrot 4 Pfd.-Laib 54«