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04/08/1909 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

158. Jahrgang

Mittwoch ^.Avgust 18U»

General-Anzeiger für Oberheffen

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festen. M'.'se seien auch in die Gebirge entflohen,

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Die

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^roüin/f ist in selbständige Kommunen aufgelöst, die Ntpublikanern und Revolutiormren geleitet werden.

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Wir Dann */.

von An-

MM rktstrasse 8.

Midlich haben die Führer der Revolution den König ' nb den Ministerpräsidenten zum Tode ver - »urteilt. Die Sozialdemokratie hat den Generalstreik in . >.anz Spanien proklamiert, der am Montag in Madrid begonnen lmt.

So lange noch derartige Meldungen durchsickern, scheint !(.; mit deramtlichen" Ruhe doch noch nicht ganz zu Wammen. Deshalb kann man auch der optimistischen Aus- fassnng des nach Paris zurückgekehrten spanischen Bot- sezafters Castillio über die Lage keinen großen Wert bei» r eifen. Nach der Ansicht dieses Diplomaten stellen die

!b- Hosea etc.

Vorgänge in Barcelona eine isolierte, von Anarchisten und Olntimilitaristen angezettelte Bewegung dar, die sich aus­wärtige Schwierigkeiten zu Nutze machte, aber unter all- w-meiner Empörung rasch erstickt werden konnte. Die Lin- mhen außerhalb Barcelona haben nach der Erklärung des Botschafters keine tiefere Bedeutung. Ein Bürgerkrieg irhe nicht zu befürchten, da es sich nicht um eine organi- iectc Parteierhebung handle.

In Melilla haben anscheinend in den letzten Tagen huv kleine Gefechte stattgefunden, da eine größere Schlacht von der Regierung nicht totgeschwiegen werden kann.

blicklichen Regierung, sondern auch von andern Politikern als eine nationale Sicherheitsfrage beMchnct. Sogar Don Jaimo, der Sohn des vor kurzem verstorbenen Thron- prätendenten Don Carlos, der sich nicht etwa an der spanischen Grenze aufhätt, um auf einen Ruf seiner Car­listenfreunde in Madrid einzuziehen, vielmehr in seinem österreichischen Schlosse weilt, ist der Meinung, daß der marokkanische Krieg unvermeidlich war. Don Jaime will sich in Marokko an Ort und Stelle von den Anfängen der gegen Spanien feindlichen Bewegung überzeugt haben. Schon vor zehn Jahren habe es bei dem grausamen Volks stamme der Riffkabylen gegärt. Das ungünstige Terrain erschwere den Spaniern die Operationen. Der jetzige Car- listenführer hat auch erklärt, daß er niemals einen Bürger­krieg entfachen werde. Er werde es niemals auf sich nehmen,sein Volk"' für sich in Gefahren zu stürzen oder seine Gefahren zu erhöhen. Seine ganzen Gedanken seien bei der heldenhaften spanischen Armee. Unter anderen Um­ständen, wäre es sein heißester Wunsch gewesen, an der Spitze des spanischen Heeres zu stehen. Die Carlistenpartei wolle eine Hoffnung für Spanien sein und kein Schreck­gespenst.

Der gute Don Jaime scheint also keine Lust zu haben, seinem Rivalen Alfonso vorläufig die Sorgen abzunehmen. Ein Vergnügen ist es auch trotz aller beschwichtigenden Nachrichten zurzeit immer noch nicht, König von Spanien zu sein.

Aolitisehe Tagesscharr.

Arbeiterbewegung in Schweden.

Der Fach verein der Rcichstelephonarbeiter beschloß ein­stimmig, sich dem Generalstreik anzuschließen; einzelne Ka­tegorien festangestellter Beamter des Telephonwesens be­teiligten sich dagegen am Streik nicht. Die Stockholmer Milchkutscher beabsichtigen, sich der Bewegung anzuschließen, jedoch hoffen die Milchhändler die Milchversorgung der Hauptstadt aufrecht erhalten zu können. WieDagen" er­fährt, beschlossen aud) die Stockholmer Kömmunalarbeiter

sich dem Streik anzuschließen, ebenso die Bcleucl)tungs- und Müllabfuhrarbeiter.

Die Malmoer Fachvereine mit Ausnahme der Straßenbahn-Angestellten beschlossen, sich dem Ausstand an» znschließen. Die Repräsentanten des Verbandes der niederen Eisenbahnbeamten verhandelten letzter Tage über die Stel­lung des Verbandes zum Generalausstand Es wurde be­schlossen, daß die Verbandsmitglieder vorläufig nicht an dem Ausstande teilnehmen sollen, so lange dieser den Cha­rakter eines gewerklichen Streites zwischen den Arbeit­gebern und Arbeitnehmern auf den einzelnen Gebieten hat.

Nr. ISO

S>r Sithener Anzeiger kckchemt täfllirf), außer öonntaflS. - Beilagen; ntermai nwMenilicb rietzeiurZamililnbtälter; jwennal roöfbentl.Kteis» blatt finden Aren Sichen TienSmanndFrenaq); opcimal monntl. land­wirtschaftliche oettsrazen <ernsprech - Anschlüsse: 'ür bte Redaktion 112. Verlag u. Expedition 51 'Adresse für Tepeschenr

Anzeiger Brette».

Annahme von Anzeigen üir d«e Tagesnunnner btS oonninagd 9 Uhr.

Gretzence Sta-tLheatev.

Ein Walzertranm.

iperette in 3 Akten von F. Dörm ann und L. Jakob son. Musik von Oskar Strauß.

AresLcni-.

Pr.0 teste gegen den Zarcnbcsuch. Tic Tücher der sozialdemokratischen Partei in Mailand beschlossen, sich inbezug auf die Kundgebungen gegen den Besuch des daran an die Beschlüsse des Arbeitsbund>s und der Parteileitung zu halten. Es werden öffentliche Vorträge stattfinsen, welche die Massen über die Haltung der Sozialiiien in dieser Frage aufklären und es soll zum Zeichen des Protestes am Tage des Zarenbesuches die Arbeit auf einige Stunden nieder­gelegt werden.

Der belgische Thronfolger Prinz Albert hat über seine Kongo-Reise einen Bericht für den belgischen Ministerpräsidenten verfaßt, der bestimmt ist, den Kongo­streit zwischen dem Brüsseler .uolonialamt und der briti­schen Regierung beilegen zu helfen.

Der Zar in England. Bei dem Bankett an Bord der englischen Königsjacht haben Zar Nikolaus und König Eduaro Trinksprüche gewechselt, in denen sie ihrer Frie­densliebe Llusdruck geben.

König Eduard hat in einem eigenhändigen Schrei­ben den König von Portugal zu einem Besuche nach Eng­land eingeladen. König Manuel wird in einigen Wochen die Reise nach England antreten.

Der deutsch-venezolanische Handelsver­trag ist nunmehr auch von der venezolanischen deputierten* kämm er in zweiter und dritter Lesung angenommen.

Die chilenische Kammer hat die Hinausschiebung des Noten-Konvertierungsgesetzes bis zum Januar 1915 be­schlossen, indem sie sich die Möglichkeit vorbchieli, die Kon­version früher anordnen zu können, wenn während sechs auf­einanderfolgende Monate der Wechselkurs nicht unter 17 Pence auf Piaster Papier gesunken ist.

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Wien, 3. Ang. Die Lage in Spanien gilt hier trotz der Niederwerfung des Aufstandes in Barcelona noch als kritisch, da viele Küstenstädte und auch die Pyre­näen von den Revolutionären.besetzt finb. Für die Fort dauer der Bedenklichkeit der Lage spricht der Umstand, daß alle Vorkehrungen für die Uebersiedelung der Königin und der königlichen Kinder für den Fall von Gefahr nach England getroffen wurden. Auch in Portugal macht sich eine große Gärung bemerkbar.

Barcelona, 3. Aug. Nachdem die Ordnung in der Stabt wiederhergestellt ist, ist die Arbeit allenthalben wieder ausgenommen worden, ebenso der Dampferdienst. Die Köhlenzufuhr hat wieder begonnen.

Melilla, 3. Aug. Amtlich wird gemeldet, daß die Mauren in der vergangenen Nacht einen Angriff unter­nommen haben, jedoch von den Spaniern zurückgeworfen wurden. Von den Spaniern wurden ein Offizier getötet und 14 Nöann verwundet. Aus Alhucemas ist die Nachricht eingegangen, daß die vor dem Platze stehend? Harka neue Verstärkungen erhalten habe. Die Truppen sind moralisch und materiell in ausgezeichnetem Zustande. Die Lebensmittel-Zufuhr erfolgt regelmäßig.

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ien, so lange Ärret ünö Mark 1- empfieölt

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ter Verhaftung zn entgehen. In Katalonien selbst soll ble Zentralgewalt überhaupt nicht mehr funktionieren. Dir

Rotationsdruck und Verlag der Vruhl'schen Univ.-Such- und Lteindrnckerei H. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. H.^Beck.

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ihre Schuldigkeit. Wünschenswert wäre es, daß Regiments­kameraden wenigstens gleiche Uniformen haben. Die Ka­pelle unter Mourots spielte flott und sicher; ein beson­deres Lob gebührt dem Fagotkbläser. Alles in allem eine Vorstellung, die viel Freube machte. N.

Wilhelmine Mitterivnrzer, die Witwe Friedrich Mitterwurzers, des Unvergeßlichen, ist in W t e n nach langem Leiden gestern gestorben. Schon seit vielen Monaten konnte sie die Buhne des Wiener Holburgtheaters, der sie seit 38 Jahren an- aehörte, nicht mehr betreten. Nach einer schweren Erkrankung, die sie vor vier Jahren bekatlen hatte, war sie nur scheinbar wiedcrhergcstellt worden. Die viel geieierte Künstlerin ist etwas über 62 Jahre alt geworden und hat ihren Gatten um 12 Jahre überlebt.

Bernard Shaw, der Ruhestörer. Von Vemard Shaw wird erzählt, daß er nie ins Theater geht, wenn Stücke anderer Autoren gegeben werden. Kürzlich fragte man ihn, roarum er das nicht tue. Der allzeit witzige Dramatiker erwiderte: .Ich gehe nicht ins Theater', denn ich schnarche so laut, daß kein Mensch in meiner Gegenwart schlafen tarn."

Der Tempel-Verlag. Unter diesem Namen haben die Verleger S. Fischer in Berlin, Eugen Diederichs in Jena, Hans v. Weber in München, Karl Ernst Poeschel und Julius Zeitler in Leipzig sowie (veorg Hartmamr in Frankfurt eine Ver­einigung ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, Ausgaben deutscher Klassiker in musrergültigen Texten und i:r wirklich gediegener Form zu wohlfeilen Preisen zu veröffentlichen. Diese Ausgaben werden in einer besonders und ausschließlich dafür bestimmten Fraktur von E. R. Weiß gedruckt. An der Spitze der Tempel- Ausgaben wird eine Goethe-Ausgabe erscheinen, die den größten deutschen Klassiker technisch wie textlich in vollendeter Gestalt zur DarstÄlung bringt.

Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Tas 50jährige Dokiorjubiläuin begeht am 4. ds. der Landespspchia- tcr der Rheinprovmz, Geh. Sanilälsral Dr. Bernhard O e b e k e in Bonn. Ter Geh. Medizinalrat Professor Tr. meb. Karl Eberth an der Universität Halle a, S. feiert am 5. August fein oOiähriges Doktorjublläum.

und

DentscZ^es Asich.

Die Rückkehr des Kaisers von der Nord­landsfahrt. Die KaiserjachtHohcnzollern" mit beit Begleitschiffen ist gestern um 4 Uhr 15 Minuten in Swinemüilde eingetcoffen und legte cm dem gewohnten Liegeplatz an. Eine große Menschenmenge brachte dem Kaiser, der auf der Kommandobrücke stand, lebhaste Ova­tionen dar. Die SegeljachtHamburg" mit dem General­direktor Ballin an Bord, liegt neben derHohenzollern". Der Reichslanzler hat sich nach Swinemünde zum Kaiser begeben. Er traf abends 9 Uhr 57 Min. ein und wurde am Bahnhof von dem Gesandten v. Trcutler emPsangen. Gleichzeitig traf der Chef des Militärkabinetts G.meralleui- nant Freiherr v. Lyncker ein. Beide Sperren nahmen auf derHohcnzollern" Wohnung.

Bom weimarischen Hofe. DieWeimarische Zeitung" meldet von amtlicher Stelle: Von dem Groß­herzoge ist dem Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar- Eisenach, Herzog zu Sachsen, nachdem derselbe sich der Mit­gliedschaft des Großher-oglichen Hauses Sachsen und aller damit für ihn selbst, sowie sür seine etwaigen Nachkommen verbundenen Rechte begeben, und für sich und seine Nach- lommen auf das Recht der Thronfolge irrt Großherzogtum! Sachsen, sowie auf den Namen, Rang mib 'Slcl eines Prinzen des Großherzoglichen Hauses verzichtet hat, für sich und seine eheliche "Nachkommen der Rang und Name eines Grasen von Ost heim beigelegt worden.

g rei monail>d)75 Pf., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch Abbole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Att.2.viertcl- jährl. ausjchl. Bestellg« Zeilcnprels: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig. Verantivortlich

für den politifchen Teil: E. Anderson, i .vernlle- lon uiid p'Berinilrbtca* K. Neurath; für ^Stadt u. Land" undGerichts-

I Die gestrige letzte Operettenvorstellnng in diesem Jahre li® noch einmal all die kleinen kicherirden Sprühteuselchen htiet fröhlichen Laune enoachen, die in den letzten Wochen ir unserem Schausviellyaus umgingen und sich dreist unter [He wohlgemuten Zusck>auer fischten. Selten habe ich so tzel herzliches Lachen gehört und so viel vergnügte Gesichter ZZehen wie gestern abend. Man wäre versucht, von einer Mission her Operette" zu reden, denn das Lachen und He Freude ist ein viel wichtigerer Bestandteil unseres $elen§, als man im allgemeinen zugibt, besonders daun richt, wenn es sich um Kunst l)<rndelt. Lieber Gott, Kunst! is gibt Leute, Die Beethoven anbeten, und ein einfältiges, Wittes Oelbilbchen, das den Kenner entsetzt, im Salon Hingen haben. Hoch darüber steht die Freude. Und die erfüllte gestern in lebendiger Bewegung das ganze Haus. M)t, daß die Vorstellung mustergültig gewesen wäre, der .Mptbarsteller schien stark erkältet, aber es war doch eine Vorstellung, an der man Gefallen haben mußte. Die ~ei» Mg hatte ihr möglichstes getan und auch alle Mrlwirken- ür. strengten sich redlich an. ükichard Helsing war als Agierender Fürst von erschütternder Komik und Edgar ^auly alsSeitenlinie" stand ihm nicht im geringsten M. Fränzi Großkopf als Helene war vornehm und skschmackvoll und spielte mit klugem Bedacht. Bruno hrlde bran b t war darstellerisch ebenfalls ohne jeden Fehl, fcnr aber mit seiner Stimme nicht recht durch, da er ohne 'Zweifel stark unpäßlich war. Recht hübsch waren die Gäste ton Emser Kurtheater, Ellh Schumann als Lber- ..ttnunerfrau und Karl Melzer als Montschö Allerliebst ,var Grete Brill als Franzi, voll Seele und Wärme und >wll sprühenden, herzlichen Frohsinns, den sie im 3. Akt icusgezeichnet mit schlichter Wehmut zu vereinen wußte. Zkei Ziviegesang vom Pitkolo, mit Edgar Pauly, erntete Jta starken Beifall. ich, die übrigen Mitwl.rLenden taten

Das 25jöhr. Bestehendes deutschen Te6^ntte?-Verbande5 hat weit über ble technischen Berufsstände hinaus Anteil­nahme gesunden. Ter Deutsche Techniker-Verband mit seinen 27 000 Mitgliedern ist ein wichtiges Glied in der Angcstelltenbewegnng. Die Anerkennung der Beteiligten kam in dem Begrüßungsabeno zum Ausdruck, der in der Neuen Philharmonie in Berlin am Samstag stattfand. Reden wechselten mit Gesang und hielten die Teilnehmer lange zusammen. Den Höhepunkt fand die Jubelfeier in dem Festakt, der in der alten Philharmonie stattfand. Aus. allen Teilen Deutschlands waren Vertreter anwesend. Welche Bedeutung der Deutsche Techniker-Verband oesitzt, ging daraus hervor, daß der Minister für Handel und Ge­werbe, das Reichs-Marineamt, das Reichs-Versicherungsamt, die tstadtoerordneten-Versammlung Berlin, die Gesellschaft für soziale Reform, der Deutsckje WerUneister-Verbanö, der Verein deutscher Ingenieure/ der Verband der mittleren Staatsbcmbeamten, 5er Verband deutscher .Handlungsge­hilfen und der Deutsche Bankbeamten-Berein vertreten waren. Tie genannten Vertretungen begrüßte der Vor­sitzende des Verbandes, Fabrikdirektor Ingenieur Kräcker. Er ging näher auf die Erfolge des Verbandes seit seiner Gründung in Leipzig ein. Aus den wenigen Hundert von damals sind heute 27 000 geworden. Das nicht scharf ge­zeichnete Programm bei der Gründung hat heute einem scstumrissenen Arbeitsgebiet weichen müssen, dessen klares Ziel darin gipfelt, den technischen Angestellten Anertennnng zu erringen. Von den Ersolgen des Verbandes wurde be< sonders anerkannt die Gründung der ftruntenf.itfe, bau er­langte Gesetz, das die Kündigung des technischen Angestellten regelt. Ferner wurden die Ersolge genannt, die für öffent­liche technische Beamte erreicht wurden. Ter Verband p,legte bejonbeid bas (Gebiet ber Selbsthilfe. Es sind ungefähr 88 000 Mk. Darlehen gezahlt wordcn, an nicht rückzahlbaren

Ruhe in Spanien?

Don den verschiedensten Seiten laufen jetzt Nachrichten du, baß in ben Provinzen, die im Aufruhr waren, die Ruhe »viederhergestellt sei. ANerbings stnb biese Versicherungen, i<i sic Äm amtlicher Seite erfolgen ober aber ber Preß- Mciifur unterstehen, mit ber größten Vorsicht aufzunehrnen. bekanntlich hat ber Minister bes Innern ben Zeitungen iid auch ben auswärtigen Journalisten mit ben strengsten Strafen gedroht, wenn sie über die Vorgänge in Barcelona und über bie aufrührerische Bewegung überhaupt irgenb --was veröffentlichen. Infolgedessen braucht man sich eigent­lich nicht zu wundern, daß nur günstige Nachrichten aus Spmnen kommen. Wohl ober übel muß man sich Vor­au fig mit diesen offiziellen Nachrichten absinden so lange, W auf Umwegen die Wahrheit durchdmngt. U. a. wirb gemelbct, daß im Zentrum von Barcelona die meisten

l|)ben toieber geöffnet sind und in vielen Fabriken ge- || (arbeitet wird. Auch sei der Eisenbahnverkehr wieder her- I gestellt. Tagegerr wird die Meldung dementiert, daß in .Barcelona Massenhirrrichtungen von Sozialisten und Re- l| molutionären bereits vollzogen worden seien. . Die Auf- ' stundisck)en seien allerdings von den Kriegsgerichten ab» Ifliturteilt, aber ber Minister habe noch keinL Entscheidung i'tiroffcn.

Privaie Angaben sprechen von furchtbar hohen Opfern, ie das auf die zusammengedrängten Menschenmassen ab» i]-cflcbenc Artilleriefeucr bei dem Auf stand in Barcelona cfordert. Allein 3000 Personen seien getötet oder Oer» S iIRndet und 23 Häuser zerstört worden. Ferner wird be­lichtet, daß zahlreiche Revolutionäre aus Barcelona cnt- fommen seien und in anderen Städten ihre Tätigkeit fort-

sel-Miei

Aittwoch iu Srciu: bei

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macht das utzigste Metall piegelblank eben v-10 bis 50 PU- erall zu haben. ..

Lubszynskl »cTt*| coro eit bas Militär in Spanien abkömmlich ist, wirb es Berlin NO. .Hl Verstärkung ber marokkanischen Truppen abgeschickt.

2ie marokkanische Frage wird nicht nur von der äugen- $ hti-----

.ingetroffen- ®