lomtfcr, Herr Nord en, der gestern im „5ommcrnad)t5- troum" als „Zettel" sich so vorteilhaft einsührte, Gelegenheit, sich in einer srncktragenden Rolle zu präsentieren. — Zn der Abendvorstellung, die das neue Lustspiel von Curr .Eraan „O diese Leutnants" bringt, sind die Tarnen Koch, Ney, Güldener, Scholz, Paulo, o. Glöden sowie die Herren Goll, Gühne, Taub al und Marx in größeren Ausgaben beschäftigt. Besonders die Rollen der Damen stoch und Ney geben Gelegenheit zu charakteristischen Leistungen. Es dürste bekannt sein, daß das Stück auf Wunsch des Kaisers rn den Spielplan der letzten Wiesbadener Festspiele ausgenommen worden war.
' H Lich, 1. Okt. In der hiesigen Gemarkung werden an dec Straße nach Hattenrod zu zurzeit von einer auswärtigen Bergwerksgesellschast wieder Mutu ngen aus Eisenerze vorgenommen.
1 Alsfeld, 1. Okt. Am 24. Oktober wird die Ein- weihung des Neubaues der Oberrealschule erfolgen. __ Die erledigte Bürgermeisterstelle soll nach einem Beschluß des Stadtvorstandes alsbald zur Besetzung ausgeschrieben werden.
Hs: Bad Nauheim, 1. Okt. Wohl in keinem der oberhessischen Städtchen wird die Kirmes noch in so ausgedehntem Maße gefeiert, wie m unserem Badeorte. Sie ist hier zuin Saisons chluß fest geworden, das nach den anstrengenden und entbehrungsreichen Sommermonaten der Einwohnerschaft und den zahlreichen Saisonangeltellten auch das Vergnügen wieder in Hülle und Fülle bringt. Jung und alt aus allen Bevölkerungskreisen der Stadt und vor allem auch der Umgebung freuen sich deshalb stets auf die bunte Abwechslung, die die Tanzsäle und der Juxplatz auf dem Markte bieten. Aus der diesjährigen Kirchiveihe, die am 3., 4. und 10. Oktober slattsindet, veranstalten nicht weniger als sechs Lokale größeren Ball.
Bilbel, 1. Okt. Unser Städtchen steht heute im Zeicl-en des eröffneten neuen Bahnhofs. Tic Stimmung in oer Bevölkerung ist über das Ereignis sehr geteilt, da der Bahnhof am nördlichen Ende der Stadl liegt. Der größte Teil Der Stadt, besonders der Süden, ist erbittert, weil am allen Bahnhof, Bilbel-Süd genannt, nur noch je zwei Züge halten. Proteftversammiungen der Jnter- effeilten haben startgefunden, und Petitionen nach Darmstadt und an den preußischen Eisenbahiiminister sind abgegangen. Man will eine Omnibusocrbinduiig mit Frankfurt anbahnen oder den Bahnhof Berkersheim benutzen. In Betracht kommt auch, daß der Fahrpreis nach Frankfurt sich erhöht hat. Nur der nördlrche Stadtteil feierte den heutigen Tag durch Flaggenschmutt, im Süden sah man leine Fahnen. — Abgesehen von loialcn Wünschen biloet der neue Bahnhof mit seinen 17 Gleiten, Perioncnunter- snhrungen, Gütcrhallc usw. eine bedeutende Bcrkehrsver- befjerung. Besonders gilt dies für die bessere Verbindung zwischen Frankfurt, Stockheim, Heldenbergen und dem Bogelsbcrg. Tie gesamte Neuanlage kostet 1V< Mill. Mark.
[J Marburg, 1. Okt. In den geräumigen Lokalitäten der Stadtsale wurde heute die 1. Hessische Junggeflügelschau eröffnet. Sie ist zugleich die 10. hiesige Ausstellung, welche der Verein seit seinem Bestehen veranstaltet hat. Die reiche Beschickung mit prächtigen Hühnern, Enten, Gänsen und Tauben gibt ein Bild davon, wie die Geflügelzucht ui beiden Hessen sich gehoben hat. Bei der Prämiierung, welche heute stattsand, tonnten deshalb auch von 551 Objekten 489 mit Preisen (zum Teil auch mii Ehrenpreisen) bedacht werden. Die Ausstellung dauert bitz zum ilontQg abend. Sie erfreut sich heute bereits eines zahlreichen Besuchs.
W. Frankfurt a. M., l.Okt. Zwischen 2 und 3 Uhr brach in dem Nia sch inen hause der Marineschauspiele auf der Ausstellung em Brand aus, der sich auch aus eine banebenliegenbe Kammer erstreckte, in der Pulver und Feuer- uoerkskörper ausbewahrt wurden. Diese explodierten unter donnerndem Getöse und die Flammen verbreiteten sich über das ganze Maschinenhaus. Tie Feuerwehr mürbe bald des Brandes Herr. Em Elektrotechniker wurde getötet. — Ter Parseval-Ballon ist um 5 Uhr von seiner Fahrt nach Bad Ems zurückgekehrt und auf dem Ausstellungsgelände gelandet. Der Ballon flog das Rheintal entlang, kehrte aber schon bei St. Goar aus technischen Gründen um.
Schwurgericht.
th. Gießen, 2. Okt.
In der gestrigen Verhandlung vor dein Schvurgcricht wurde gegen den Gerne inderechter Marl Schädel L von Altenschlirf ivegen Verbrechens i nr A in t e verhandelt. Die Ankiage vertrat Assessor 'Jicurotl), die Verteidigung hatte Rechtsanwalt Scheer uoit Lauterbach übernommen. 10 Zeugen waren geladen.
Der 56 Jahre alte Angeklagte war geständig, vom 15. Febr. 1908 bis Alarz 1909 EinnaHnun in einer Gesamthöhe von rund 900 s))uirt, die er für die Gemeinde erhoben, unterschlagen und die entsprechenden Büchnein träge miterlassen zu haben. Er hat die Beträge, die er nur vorübergehend im eigenen stützen verwenden ivolltc, auf einen Zettel iu)ti,ert gehabt, der rin Hilfstagebuch bet einer Revision der Kasse vorgefnnden wurde. Ter Angeklagte verfichtst, daß es nicht seine &brid)t gewesen sei, die Beträge dauernd zu hiiuerzichen und der ^'hlbetrag ist sofort cricU worden. Es wurde sestgestellt, ditß das strcisanll, nachdem der dicdnier freinnllig vom Aime zurückgetreten ist, auf die Steklmtg eines Strafantragi-s verzidstet bat. Die Beweis«iuinahme erstreckte sich, abgesehen au.f den Tatbestand der Anklage, auf Feststellung der persönlichen Verhältnisse des Angeklagten, dem ein glänzendes Zeugnis gegeben wurde. Er hat von seinem Vater ein arg beviniuigcnnrisä>astetes Gut zu hoch übernommen, seinen Brudern verhältnismäßig hohe Summen derausbezahlt und mit viel Mühe und Sorge das Gut wieder enrnorgearbeitet, er hat es dann seinem Sohn für eine reckt geringe Summe überhtifen uni» der Familie geholfen, wo en Hellen konnte, eurem Verwais. _jii ein Tarlclyn gegeben. Er erfreute sich des besten Ansehens in der Gemmudc-, itn^lxrlb inun iHv mit einer Anzahl Ehrenämtern betraute, die viel Arbeit, aber io gut wie nidsts einbrackten. Es loäre ihui leicht gauefen, 1000 Akcrrk zu borgen Tie Sckuldfragc mürbe dahin gestellt ob der Angeklagte amtliche Gelder luiter- idjlagcn und die Bückcr unrichtig gcflchrt habe, um diese Unter- Idlltigungen zu verdecken, sowie ob Mildernde Umstände vorhanden jüib.
Tor Vertreter der Staatsbehörde plädierte aus Schuldig, trat aber auch für mildernde Umstände ein.
Ter Verteidiger, Recktsrniivalt 3 ehe er, wies die Geschnrnreiien aus das tadellose Vorleben seines Klienten hin. Er habe leichtfertig gehandeli, habe über für seine Tat schon schwer geoum, ' indem er dadurch sein Amt verloren habe und bannt seine ganze . 'IMitwu erfebüttert ist. Tie Amisniuerschlagung liege vor, doch Ixibc der Angeklagte niemand geschädigt, denn die Fehlbeträge m der Gemeindekasse seien alsbald ersetzt worden Anders liege es mit der unrichtigen Fühning Der Büchr. Ter Ange klagte hat die Betrage, die er für sich verwendet, auf einen :iel notiert gehabt und diesen in das Hilfstagcbuch gelegt, man könne sehr
wobl nach biner Richtung zur Verneinung der Schuld d-es Angeklagten kommen, um fo dem Ger rebof du Mögt ich kcstt zu geben, auf eine milde Strafe erkennen zu können.
Ter Cbmami der Geschworenen, Lberbckliorhckar Tr. Ebel, verlas nach kurzer Beratung den Spruch der Geschworenen, der aus Schuldig im Sinne der Anklage lautete, unter Bejahung mildernder Umstände.
Ter Anckagevertreter Assessor Neuroth beantragte Darauf die geringste zulässige Strafe von 6 Monaten Gefängnis, Anrechnung der erlittenen Üntersuckungshast (3 Soeben; und Aufhebung des Haftbefehls.
Ter Gerichtshof erließ Urteil entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts mit der Begründung, es liege keine Veranlassung vor, über die hier an sich ichon hohe Minimalstrafe hinaus zu gehen. Tie Geschworenen unterzeichneten ein von dem Verteidiger Rechtsanwalt Scheer abgefaßtes Gnadengesuch für den Verurteilten. Ter Anklagevertreter sagte zu, daß er dafür eintreten werde, eine bedingte Begnadigung euitreten zu lassen.
Vermischtes.
* Funken st ationen auf St raf troagen. Funken- ) tat tonen für drahtlose Telegraphie auf Wagen, auch tragbare Einrichtungen für vier bis sechs Pferde als Gebirgsstationen find bekannt und in mehreren Armeen cingeführt. Ter erste „Flinken- toagen" mit Hraftbetrieö dürfte dagegen der jüngst in Fran Ire ich eingeführte fein. Ter nur drei Tonnen schwere Wagen sühn eine 22-pfcrDigc Maschine und kann mit voller Einrichtung und sechs Mann auf ebenen Straßen 40 Milometer entwickeln. 2<in Benrinvorrat gibt ihm einen großen Aktionsradius. Ter Jnnen- raum ist geteilt in eine verschlossene Zelle für die vochipeunungs- apparnt und einen Vorra nm für Die jüniuieti)igc_ Sistiamv- maschine, Schreiber, Empfänger und ein paar Sitze. Aus dem Tach liegt das Aluminium Teleskovrohr, das sich mit feinem öimbameiitinid neben deni Wagen aufstellen und in einigen Minuten auf 20 Meter Hohe ausziehen laßt. Taran hangt Die fädKriormige Antenne aus vier T ragten von je 50 Metern Lange, ein fünfter Tratst geht von ihr zum Mafchinenraum des Wagens. Beim durchschnittlichen Aufwand von Drei Vierdekräften soll die Reichweite der elektrischen Wellen 150 Kilometer betragen, was lür Den Fewgebrauch genug ist. Von dem begleitenden Detachement von seck)s Mann genügen zw^i zur Bedienung Der Station, so daß Dreimalige Ablösung vocl-anden ist. Ter Wagen hat Limousinenkarosserie und ist äußerlich mir für ein geübtes Auge seinem Ztveck nach erkennbar. Tu* Reichweite der bisherigen französischen Feldstationen jur Pferdebetrieb war 90—100 Kilometer. Sie brauchte aber eine halbe Stunde zum Aufbau, die neue nur rvenige Minuten. Tic deutschen fahrbaren Stationen sollen nach unserer amerikanischen Quelle (Tnentific amencan; noch schwerfälliger arbeiten, indem sie 45 Minuten zum Ausbau braudjen.
* Tas Ten Erna l einer Flucht. In Epi neu se (Oise) wurde soeben ein Tciitinal enthüllt, das zur Erinnerung an die glucktiche Landung des Ballons „Armand-Barbös" errichtest nntrde, nut dem am 7. Oktober 18<0 Gambetta aus dem belagerten Paris entfloh. Ter „Tcmps" gibt aus diesem Anlaß die Er- zahlnng wieder, die Gambellas Reisegefährte, (Eugene Spuller, von der abenteuerlichen 6*ahrt gemacht hat. Ter Ballon wurde von Tricht, eutem Äerusslustschisier, der bereits nicht »veniger als 78 Ausstiege gemacht hatte, gesteuert. Tnchet war ein tlugcr und mutiger Mann, aber allzusehr Berussmenich, um Die beion Deren Ansorderungen Dieses Ausstiegs genügend zu berücksichtigen. Er nxir daran gewohnt, an Festtagen vor einer begeisterten Menge in die Hohe zu |feigen unD Dann, sobald er außer Sehweite gekommen war, so sdstiell als möglich wieder zu lanDen. Maum hatte er daher die feindlichen Linien bei Argenteuil gekreuzt, als er sich anschickte, niederzugehen, ohne seine (Gefährten etwas zu sagen, unD so war er mit Dem Ballon fast aus Die Erde herabgetommen, ehe sie ihn hindern konnten. Bauern eilten herbei. Die ihnen mitteilten, Daß in diesem Gebiet überall Preußen wären. Sosvrt warsen die Luslfchiiser Ballast^und die überflüssigen Kleidungsstücke aus, um> mit einem Sprung schnellte der Ballon wieder zu 2200 Meter Hohe empor. In der Ml-c von Beauvais wollte Tricht in einigen Soldaten, die vor einer Fabrik buvakierten, durchaus FrancS-tirours ertcnncn können und versuchte von neuem zu landen. Als aber die Soldaten Den Ballon herabkommen sahen, eröffneten sie ein Schnellseuer, ein Hagel von Geschossen psiss an Dem Ballon vorbei unD eine Kugel ging auch mitten hindurch. Tie „Francsstircurs" waren also aud) Preußen. Wieder wurden alle entbehrlichen Gegenstände aus der Gondel geworfen und Der Ballon stieg von neuem zu 800 Meter Hohe auf, aber aus den <rchußlöchrn verlor er schnell Gas, und die Luftschisser mußten muten in dem Walde von Epineuse landen. Sckstiell war Der Bürgermeister des Ortes zur Stelle und besorgte einen Wagen, und gerade fuhr Gambeita im Galopp nach Alontdidier davon, als Die ersten Ulanen, Die zu seiner Verfolgung ausgesandt waren, an Ort und Stelle erschienen. Aber Gambetta war gerettet.
* Was aus Papier allesgemachtwird. Tay Papier gilt in Der allgemeinen Meinung für eine wenig widerstands- sähige und leidst zerstörbare Suostanz. Doch denkt man daoei nur an Die Dünnen Blatter, in Deren Gestalt wir Papier zumeist vor uns sehen; man vergißt. Daß Papier in einer bestimmten Ticke eine erstaunliche Haltbarkeit befiel. Die es zu Den mannigfachsten Taigen verwenDbar mach. So nimmt denn aud) Die Benutzung Des Papiers für indusllicllc Zivecke, besonders in komprimierter Gestall als Papiermache immer mcl/r zu. Man kon- llruicrt heute schon in Amerika und aud) in Europa Eisenbahnwagen und besonders Luxuswagen aus Papiermad)e. Tiefes Material hat sich als besonders billig erwiesen, zudem ist es leicht zu verarbeiten und sieht besser aus als Holz. Es bietet auch den Vorzug einer ab|oliiten Undurchdringlichkeit. Auch in Der Wagenfabrikation bcDient man fick) bereits des Mipiers: aus Papier iverden stiften und Gefäße angesertigl. Die zum Transport chemischer Produtle bienen; an zahlreiche andere Artikel aus Papiermache, Die uns tag lick) umgeben, braucht nur erinnert zu werden. Auch für Pfeifen wird solch erhärtetes Papier benutzt, denn es ist unverbreunbar, so daß man fick) sogar seiner zur Herstellung mancher Gegenstände bedient bat, die früher aus Asbest bergcjteUt wurden. Tod) gibt es, »voran s)cod Loisirs erinnern, ein Land, in dem die Verweiidnng von Papier im täglichim Leben die größte Ausbreitung gesunden bat und von Dem wir in Dieser Humdst mancherlei lernen können. Tas ist Z a p a n. Ter Bindsaden, mit dem hier Die eingefautten Waren umsdmürt werden, ist ans Papier. Aus Papier ist das Taschentuch, Das man nach Gebrauch im Winde davonflatlern läßt. Aud) Die Zwischenräume, Die das Innere der JapaniidKii Häuser in einzelne Raume teilen, sind von Papier. Aus Papier ist Die Fensterscheibe, Durch Die ein indiskreter Blick uns beobachtet, unD wenn Dieses Fenster aud) an Durchsichtigkeit mandx'd zu wünschen übrig laßt, so wissen sich doch die neugierigen Iapa Herinnen Durch cm einfaches Mittel dm freien Turdchlick zu verschaffen: sie stecken einen Finger durch Die Scheibe und alles ist in schönster Ordnung. Ter H u t des Vorbeieiienden, der Mantel des Lastträgers, Die jneuuuig des Sduffers, sie sind von Papier. Aus dem gleichen iUtaterial bestehen Facher, Schirme, Laternen, Tabaksbeutel, auch die Zigarrenetuis, Die wie aus Marvguinleder gefertigt aussehen. Tie eleganten Blumen, Die das Haar Der lapanisäien Tanten schmücken, Die Garnierungen ihrer SlIeiDcr, Die man von weitem für Seide halt, sie sind aus Papier. So könnte Die Verweiidung dieses Stoffes nicht nur inancherlei anfpnid^lofc Schönheit m unter Leben bringen, wie sie sich Die Japaner daraus zu gestalten wissen, sondern es würde aud) manches idwoienge Proöiem Der Toilette gelöst werden, xverax man jid) wie in Japan aua- bei unS des leicht zu dra pieronden, leidst zu erseheliden Papiers bedienen roürDe.
♦ Eine g a st r o n o m i f che L e i de n s ch a f t. Ginne Erbsen find, zumal tvenn sie als „PrimeatrS" auf Den Markt kommen, stets eine Delikatesse. Als eine ganz besondere aber galten sie im 17. Jahrhundert in Frankreich. Speziell in Paris brach eure wahre Manie auf frifdx* grüne Erbsen ans, die wir uns kaum vor stellen^ könnten, jüäre sic nicht durck literarische Belege er- wiesen. In einem Stuck, Das unter Dem merkwürdigen Titel „La bomeoic des eoteaux on des sriand-s ma;aui8“ 1665 zu Paris aufgeführt wurde, erklärt eine Der Hauptpersotien, ihre Mittel
Möchtest du wohl
(AuS Wcrs -
zur Trauung!"
des
Handel
Börse, 2. Oktober, 1.15 Uhr.
3°/,
do.
99.20
119.20
Berliner Börne, 2. Oktober. Anfangskarss.
k Goldisan
254M 121.90
25.00
161.90
134.50
189ch0 13930 249.60
84.50
161.70
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . - .
Tendenz: fest.
eigentlich hall ick) da» Älter gemeint! * Humor des Auslandes.
Hr.rpeuer Bergwerk . Lanrahtitte . .
Lombarden E. B. . •-.
Nordd. filoyd . . «.
Tilrkeulvac . ,., .
94 50 05.00 V4.50 85.05
93.40
94.70
104.20
62.40
64.90
99.45
96.90
Frankfarter
3’f,6/6 Reichsanleihe ... .
Telefonische Kursbericnte
Giessener Anzeigers, mitg^eteilt vou der Bank für und lüdustrie^Glessen.
Ein Bcriuch überzcugt. Wenn Säuglinge und Kinder >m ersten Lcbcnsaller trotz fornialtifliicr und liebevollster Pflege man reibt in der Ernäbnm-i vorwärts tommen. io empstebli fid) unter allen Umstanden cm Berfucb nut Restle s MinbcnnebL Bei Magen» und Taimitdrunncn, die infolge Verabreichung schwer verdaulicher Mubmild) oder nickt geeigneter Anhimitiel entstanden sind, wirkt 'Jienlc hnustg in kürzester .'jeit geradezu Wunder, .yür einen Versuch sendet eine Probedose gratis und sranko Restle s SinDcrmcbl itz. ui. b. >?.. Berlin S, 42.
den Tag, an dem nnr l.ciiateten, ioa- riumal erleben?" — Er: „Mit Wonne, Dann bekämen mich aber zehn Pferde nicht
162.00 47.90 8N.b0
99.50
. . 217.00
. . 197 JO
V ,L 104.10
161.70
* In der Dv rfschu 1 e Lehrer- ,Tzetzt will ick Euch ein Mtsel aufgebeu: Was ist Das'? Wenn man jung ist, io wünscht man es, unD wenn man'S hat, so wünscht man es nicht mehr'?" — Pc ter: „Ich weiß es: 'ne Frau!" — Lehrer: „Wer l>at Dir das gejagt?" — Peter: „Mei Vater." — Lehrer: „'s ist nicht ganz unrichtig; — 's tu wahr, es paßt; — aber
116B0 138.75 210.50 21530
184.10 207.50
197.50 103.90 112.60
182.50 189.20
249.50 149.—
199.2) 161 00 209.90
iuarfte.
Gießen, 2. Cft. Marktbericht. Au' heutigeiii Wochen- inaikte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.30 Wit., Hühnereier 1 et. 8—9 Pfg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Huje pr. St. 6—8 Pf., Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Linsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. <A. 1,00—1,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,80—l,80Mk., Ganfe pr. PiD.60— 7o Ps., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Aik., Ochjensteisch pr. Psd. 76—84 Pig., lluh- unD JiinDfleijd) pr. Pfund 70—80 Pfg^ Lchweiiiefleijch pr. Pfund 80—90 Pfg., Lchweinefleifcy, gefalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pig., panunelsteisch pr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Rg. 5.00—5.50 Alk., Zwiebeln per Ztr. 7,00—8,00 All., Milch per l'üer 20 Pjg., Weitzlraut per Stück 10-20 Pig., per Zentner Alk. 0.00—O.ou., Aepfel per Ztr. 10—15 3)1 L, Birnen per Ztr. 10—20 Alk. Nüsse lOv Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alt., Zivctfchen Der Ztr. 2,50—3.00 ML, Marllzeit von 8—2 Uhr.
bester ilrutr nr echten tK>ld».hmuck, itUU U karif'ie ■ ioldauflatje. lOtMhrige urkundL Garant-e für gutes Tragen, ion$i verburrler
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Nordd- LJoyd . . . . Oberschics Eisen-Industrie Berliner Handelsg«. . . . Darmstadter Bank . . . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank .
Diskonto - Kommandit . . Dresdner Bank . . . • Kreditaktien . . .» . . Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .
Gotthard bahn . . . .
Lombard Eisenbahn —<>. Ucsterr. Staatsbahn . . ». Prince - Henri - Eisenbahn -.
erlaubten ihr nur bann grüne Erbsen zu eifer, wenn das Lurcm E/,» Liter» nickt tmrer fei als 100 Franken. Zum gleichen Preise Handeire Heinrid', der Barer des großen E'nde. fick seine Erdfen selbst cuf dem Markte ein. Im „Leben Eolderts", einem 1695 erschienenen Buck, wird sogar erzählt. Daß einige besonders gastro- nomiick Veranlagte Das Vergnügen, :iu Lursn junge Erbten zu essen, mit nickt weniger als .50 -lern erkauften. Ein Jahr sparer schrieb über das gleiche Thema Frau von Maintenon: „Tas Erbsenthema Dauert immer noch an: Die Ungeduld und das Vergnügen, sie zu verzehren. Die Unetiätll ::u. immer nach mehr Davon zu begehren, das sind Die Haupivunkte, über Die der Hoi seit vier Tagen verhandelt."
x Flächenhelligkeit. Wenn es fick darum handelt, festzustellen, ivelcbes Licht das menfcklidie Äuge bedai', um deullick leien unD schreiben oder zeichnen zu fönten, so komm: Die Fläd<n- helligkcii in Betracht, Der Proseisor A. Slabn ein. Seite seines ebenso fesselnden wie belehrenden Buckes: „Glückliche Stunden. Entdeckungsfahrten in den elektrischen Szean" gewidmet bat. Tie Plv^iologen haben festgestellt, daß, ivenn das Auge mdü über annrengt werden soll, eine Ftädrenhelligkeit von zehn Meter- kerzen vorhanden sein muß. Tie Metcrkcrze ist Das Einhcusmaß für die Flächenhelligkeit, es ist Dieiemge, welche entsteht, wenn eine 'Normalkerze em Meter von der Flache entfernt ist. Zehn olche Allterkerzen reichen also ans. Festdeleuduungen dagegen verlangen eine bei weitem größere Helligkeit, man geht Dabei dis zu 50 und 60 Meterkerzen. Tie größte Helligkeit im könig liehen Schlosse zu Berlin ist im Rilleriaale unter Dem großen Kronleuchter erreicht, wo sic 50 Meiertcrzen beträgt. Als Der Weiße Saat neu eingerichtet wurde, handelte es sich darum, eine neue Beleuchtung anzulegen, unD man batte Daoei zu be denken, von ivelcher Intensität Die Lichtquelle jein müßte. Es wurde eine Flächenhelligkeit von 50 Meterkerzcn angenommen, als jcDod) Die Beleuchtungskörper angebracht ivaren, ergab sich eine viel größere Lichtsulle, über 60 Meterkerzen. Woher rührte das ? Man batte Den Refler Der iveißen Wänoe nicht ui Rechnung gezogen. Jetzt, nachdem die BaiiDe nut getöntem Marmor bekleidet sind, bat nch die übergroße Helligkeit wieder gemildert. Ttid Sonnenlicht erzeugt im Zull bei klarem Himmel eine Flachenhelligkeit von 300 000 Meterkerzen, tud) größer ist allerdings Die Helligkeit bei den Schetttwerstrn. Ein solcher, der mit oO Ampere arbeitet, erzeugt in einem Meter Entfernung eine Flächen- Helligkeit von sechs Millionen Meterterzen. Diese außerordentliche Zntensitgl rührt daher, daß die sonst nach allen Seiten in den Raum entweichenden Strahlen tun.zentriert in einem Bündel vereinigt und so auf Die Fläctst genxorfen werden.
* Nervensubstanz a ls Serum gegen To llwut. Man loußte bisher. Daß einige mikrobiicpe Giftstoffe in ihrer Wirkung neutralisiert iverden können durch die Nerven oder Gehirn,ubstanz Des Men>chen. Nun hat ein französischer Forsd>er diese Beobachtung burd) Vern:d)c bahnt präzisiert. Daß Die menschliche Nervenmasie gegen TolUvutgift immun macht, d. h. seine Wirkung aufhebt. Wurde eui Teil Nervensubstanz mit Hunds mutgift Permqigt und einem Manmd)cn eingemunt, so eriatgle reinerlei Erkraillung. Tie urankheit wich dagegen, als Der Nervenstoff allein einem mit dem genannten Gill iiisizierten Versuchstier mitgcteilt wurde. Tabci war es ganz gleichgültig, an welcher Slranlljcit Die Träger jener Nerven,ubstanz zu GtunDe gegangen waren. Wurden dagegen Die ReaktivM'per,ucl)e mit tierücher Ge hirmnasse vorgeiwmiuen, so trat eine Wirkung nur dann cm, locun Der Stoff vou einem an Tollwut verendeten Tier geiwnunen wurde.
3'/,°/o Konsols , . - . . . 37« - <lo. 4 . .
3‘ Hessen . ; v£. 5. - . 3'/,b|0 Oberbesscn .-.rfr 4°,0 Oesterr. Goldrcnte T. 4V&0,n Oesterr. Silbenente .' 1" 0 Ungar. Goldrcnte 4° 0 Italien. Rente . . . 3° 0 Portuiriesen Serie I . 3°,a Portugiesen „ III . 4'/1h/J rnss. Staatsanl. 1905 4' ,°/o Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose ..... ^ 40,e Griech. Monopol-Anl. . 4°,'o äus^ re Argentinier .. 3% Mexikaner . . •.
4'/,% Chinesen . . . • .
Aktien:
Bochum Gnss ...... . :r.
Buderus E. W. -. . . .
Tendenz: behauptet.


