Ausgabe 
25.10.1909 Erstes Blatt
 
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25. unb 26. Landtag (18811890) dem zweiten und

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

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ste Preise.

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kleines Feuilleton.

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chen, stärke ihn und ergänze ihn vielmehr, ws wi Aollt der Politik Titwnis, die durch die Ereignisse sich als gut erwiesen habe, volle Anerkennung.

Eme Besprechung Pichens mit dem Zaren und Iswolski.

B e l s o r t, 23. Okt. Der russische Minister des Aeußern. Iswolski teilte dem französischen Minister des Aeußern Pichon mit, daß Kaiser Nikolaus sich freuen würde, ihn zu empfangen, wenn er bei der Rückkehr aus Italien durch Frankreich reisen werde. Iswolski wird mit Pichon eine Zusammenkunft habem

ui erring eingetreten. r . = o ,

D i e t h e o r e t i s <ch e P r u , u n g des ~ e n r» iings G l i tz". Unter dieser Spitzmarke hatten wrr kürz­lich eine Notiz des Fuldaer Kreisblattes wiedergegeben, hie den Spott der gesamten deutschen Presse hcrvormcf. Las Blatt bringt jetzt eine Berichtigung seiner Mitteilung iber die Prüfung des Friscurlehrlings Glitz, wonach ,A>ie

Deutsebes Reich.

Eine freisinnige Vertrauensmännerver- sammlung sand Sonntag nachmittag tn G i e ß e n rm oberen Saal des Cafe Ebel statt, zu der außer Mitgüedern des Gießener freisinnigen Vereins eine größere Anzahl Vertreter der anderen rm Reichstagswahlkrers bestehenden

ianb protestier, toerden ,°,-te. tefamnüunflen famen

jedoch teils wegen gar feiner, teils roegen geringer Be- -iBent>cn ^nes Sonderausschusses über die Erhebungen zur Lage teiligung nicht zustande. Der Versuch, den General-. Nb Oandwirtschast gewählt und damit zum ersten Mal seine aus st and tu Ancona, (Siena und Ravena yerbeizufuyren, Autorität für die letzten von der Kammer anerkannt. >un- scheiterte vollständig gegenüber der Haltung der Bevölkerung, 2anbtag oxhötte &. dem Finanzausschuß und dem Sonderausichug die in ganz Italien zeigte, daß sie keinen Zwischenfall ge- iur Berichterstattung über die Verwaltungsg-ft'uv i r. -

Nr. 350

1 Der Lietzener Anzeiger

D erscheint täglich, außer ionntagS. Beilagen: viermal wöchentlich -iehenerZamilienblätter; . roeimal wöchentl.kkreis- »latt für den «reir Lietzen

I «Dienstag und Freitag); lücimal monatl. tand- »irlschaftliche Seitsragen Sernfpred) - Anschlüsse:

; für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Ibrefie für Depeschen:

Anzeiger «icßeu.

Annahme von Änreigen *ir die Tagesnummer liä vormittags 9 Uhr.

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bem sog. zweitägigen Notstandslandtag, dem Sonderausschuß an u. im 29. Landtag wurde er neben seiner Mitgliedschail im tfinanj- und Gesetzgebungsausschuß auch als zweiter Sekretär in den Kammervorstand gewählt. Ter am 9. Februar 1897 zusammen' kommende 30. Lanbtag wählte $). zu seinem erstcn Prast- deuten, in welcher Eigenschaft der Gefeierte auch heute noch

naben und udchen r.

duldet haben würde.

Pressstimmen.

Rom, 23. Okt. DieTribuns heißt in einem Artikel den hohen Gast willkommen und erklärt, ein engeres Ein­vernehmen zwischen Italien und Rußland stehe durä/aus nicht nn Widerspruch mit dem gegenwärtigen System der Bündnisse. ES werde vielmehr auf dieses belebend einwirken. J2)ie guten Be­ziehungen zwischen Italien und Rußland bezweckten emsig uni> allein den Frieden zu erhalten und den Handelsbeziehungen der beiden Länder jeden nur möglichen Aufschwung zu,.^ben. Andere Blätter heben hervor, daß die Freundschaft zwischen Ruß­land und Italien die Ergänzung des Dreibundes bilde, mit dem sie vollkommen im Einklang stehe und daß die Treue zum Dreibund die unerschütterliche Grundlage der auswärtigen 4>olitii

in dieser Notiz als Teilnehmer an der Prüfung genannten Herren Landrat Springorum und Regierungsassessor Dr. v. Bauteil in Wirklichkeit weder zu dem Termine eingeladen noch dienstlich irgendwie babei beteiligt waren. Ersterer traf, wie auch andere hiesige Herren, rein zu­fällig in dem H.'schen Geschaftslolale mit der Prüfungs­kommission, von deren Anwesenheit dort er gar feine Ä'ennt* nis hatte, zusammen und letzterer hat ebenfalls lediglich zu privaten Zwecken... jenes Geschäft besucht und bei dieser Gelegenheit für sich eine ^anz kurze Weile der Prüfung zugehört. Die amtliche Tättgkeit des Herrn Landesgeweroe- rates v Czihak aus Berlin beschränkte sich bei seinem gelegentlich einer Dienstreise erfolgten eintägigen Aufent­halte in hiesiger Stadt keineswegs aus die Beteiligung an jener tleinen Prüfung: er wohnte vielmehr noch den G-sellen- und Meisterprüfungen bei verschiedenen anderen Innungen bei und benützte sein erstmaliges Hiersein vor­zugsweise zu dem Zwecke, um mtt den Vorständen der hiesigen gewerblichen Bereinigungen in persönliche Fühlung tu treten So verdankt also der Lehrling Glitz seine Berühmtheit lediglich einem zufälligen Zusammentressen amtlicher Personen.

Berliner Theaterbrief.Der Skandal" von Ba­taille Ans Berlin wird uns geschrieben? Mit plumpen, aber doch mit einer gewissen Eleganz geführten Mitteln erreicht .Henri Bataille in seinem vieraktigen nchciuwielTer Skandal , das im Hebbeltheater zum ersten Mate ausgesuhrt wurde, die ftarftn äußeren Theatereffekte, die das Wesen seines Schrifttums aus­machen Durch das ganze Stuck geht eine Stimmung bummer Ver­haltenheit ' wie eine 'Nora will eine Frau cm Geheimnis ver­bergen, das schließlich cwch an den Tag kommt. Frau FerrroM glückliche Gattin, glückliche Mutter, erliegt wahrend der SaiK.-i.nc m einer schwachen stunde dem faszinierenden Zauber eines fudamem- kanischen Abenteurers, der aber nicht scheider, ohne sich auch.einen kostbaren Diamanten erobert zu haben, der ihm Kredit verschafft und nebenbei auch die Möglichkeit zum Erpressen. Welche Hand­lung sich auf dieser Basis umbaut, ist unschwer zu erraten: ber Abenteurer verfolgt sein £pier und bic Frau kämpft einen verzweiftttm Kampj, um den Skandal abzuwenden und ihrem

risches Geschick bewiesen. .. .

Aber nicht nur in der hessischen Standefammer und als Vorsitzender der 1906 ins Leben getretenen Landwirtschasts- kammer, sondern auch als Mitglied des R e i ch s t a g s, dem H. seit 1898 bis heute als Vertreter des Wahltreises Erbach- Bensheim angehört, hat H. reiche Mitarbeit geleistet und nachdrücklich die Interessen der Landwirtschaft gewahrt.

Die Haupttätigkeit des Gefeierten galt der Fürsorge für die Landwirtschaft. Schon als Kreisassessor in Friedberg ist H. anfangs der siebziger Jahre für den engeren Zusammenschluß der hessischen landwirtschaftlichen Genossen­schaften eingetreten, der dann auch tm Jahre 1873 erfolgte. Im Juli 1883 gelang es seinem unermüdlichen Streoen, den Reichsverband der deutschen landwirt- schriftlichen Genossenschaften ins Leben zu rusen, dessen Generalanwalt er seit dem Tage seiner Gründung ist Dieser Verband, der mit 239 Genossenschaften begründet wurde, ist heute einer der größten wirtschaftlichen Ver­bünde und umfaßt z. Zt. nicht weniger als 17 626 Genossen­schaften mit 41 Landes- oder Provinzialverbanden, 12188 krebitperbänhen, je 2000 Molkerei- und Bezugsgenos en. schäften, einer Reihe Molkerei- und Winzergenvssenschasren usw. Schon diese Zahlen beweisen, welch gewaltigen Aufschwung das eigentliche Lebenswerk des Gefeierten, das gesamte landwirtschaftliche Genossenschaftswesen, in Deutsch­land ünter seiner Führung genommen hat Daß es dem Begründer des Reichsverbaudes und der vielen mit diesem verbundenen Wohlfahrtseinrichtungen nicht an äußeren Ehren gefehlt hat, ist bekannt. Alsschönste Ehrung^ hat er selber die erfolgte Begründung derWilhelm Haas- Sttftung" bezeichnet, die von den gesamten Verbanden, Zentral- und Einzelgenossenschaften für allgemein genossen­schaftliche, wie für wissenschaftliche und humanitäre Zwecke ins Leben gerufen wurde. Damit ist dem Jubilar fchon bei Lebzeiten ein dauerndes "Denkmal gesetzt worden.. Möge er aber noch viele Jahre in geisttger Frische und Gefundhett seinem Lebenswerke und dem Verbände erhalten bleiben!

Italiens bleibe. , , . _ . .

Mailand, 23. Okt. Jft Besprechung der Entrevue in Racconigi führtPerseveranza" aus, der Besuch des Kaisers sei weit entfernt, den Dreibund z u schwa -

, stärke ihn und ergänze ihn vielmehr. Das Blatt der Politik Titwnis, die durch die Ereignisse sich

Racconigi, 24. Okt. Gestern abend fand Hof,- a s e l statt. Heute früh verhinderte dichter Nebel den Auf- fr:ud) der Majestäten zur beabsichttgten Jagd. Nachdem . jid) zerstreut hatte, begaben sich der Kai)er und der König 1 i 11 Automobilen nach dem königlichen Schloß in P o l 1 e n z a. . ach Hem Besuche im Schloß und nach der Besichtigung des Parkes in Pollcnza kehrten die Majestäten gegen Mittag nach Racconigi zurück. Mittags fand Familien früh stuck riir die Majestäten, sowie ein Frühstück für die MiNiswr, e hohen Staatswürdenträger und die beiher)eiiigen Ge- rulge statt. Heute nachmittag um 2 Uhr begaben sich Kager i ftwlaus und Viktor Emanuel in Begleitung der Minister ^-wolski, Titwrft und des Ministers des kaiserlichen Hause . Varb, des ersten Flügeladjutanten des Königs, nad) der Meierei Migliabruna zur Fasanenjagd. Die Mafe- itaten kehrten, nachdem um 4 Uhr die Treiben im Waloe ->on Migliabruna abgehalten waren, nach dem, Park zu- uck und setzten hier die Jagd bis 41/2 Uhr nachmittags fort. I -odann beeaben sie sich nach dem Schloß zurück. Die Jagd | Mar sehr ergiebig. Um 5 Uhr gab die Königin Tee auf der Terrasse des Schlosses, an dem auch die Atttglieder der russischen Botschaft in Rom, die nachmittags eingetroffen waren, teilnahmen. ,r

In der ©iabt herrscht nach wie vor reges Treiben. Line große Menge hatte auf dem Platze vor dem Schwsse Aufstellung genommen. Tie Musik spielte unter dem leb­haften Beifall der Menge die russische und die italienische

Sfiacconigi, 24. Oft. Im Hauptsaale des könig­lichen Schlosses fand heute abend ein Galadiner zu ä9 Gedecken statt.

der Kammer angehört. ..... , , . ..

In seiner Tätigkeit als Kammerpra)ident hat er, wie der Vizepräsident gelegentlich des 25. Abgeordnetenjiibi- läums bezeugte, mit unvergleichlichem organisatori)chen Ge- chick die Ordnung in den Räumen der Kammer und ihrer Einrichtungen neugestaltet und ihr Ansehen gehoben und gepflegt. Als Abgeordneter zeigte H. als die bedeutendsten Seiten seines ureigenen Wesens organisatorische^ Gerne, unerschöpfliche Arbeitskraft und Betätigung eisernen Pllicht- bewußtseins, verbunden mit wahrhafter Herzensgute und Volkstümlichkeit. Der Redner wies dann aus seine großen Verdienste auf landwirtschaftlichem Gebiete hin. ^schon seine ersten Arbeiten in der Kammer für die Errichtung einer Landeskreditanstalt im Jahre 188s hätten sein organisato-

Manne die Wahrheit zu verheimlichen. Ter Abenteurer ist in­zwischen verhaftet, es muß zur Gerichtsverhandlung kommen; unter einem Vorwand eilt sie nach Paris, um hier Zeugnis zu leisten. Aber der Mann ist mißtrauisch gewordenem einer Szene, in der sich Angst und Verzweiflung fast zu Brutalität zusammenballen, ringt er dem Mitwisser des Geheimnisses das Bekenntnis ab und alle Schleier fallen. Als Frau Charlotte aus Paris zurückkehrt der Skandal ist nun doch ruchbar gewocoen, verzichtet er auf die Scheidung und begnügt sich mit einer zwilchen Entrüstung und Sentimentalität hin und her tastenden Rede, bei der die Gattin einschläft. Tiefer künstlich angefügte satirisch gefärbte Schluß vermag über die dürfttge Pchchologie des Ganzen und die seelenlose Handwerkerschaft des Stückes nicht hinwegzu­helfen Tie groben Geschehnisse werden grob herbeigeführt und grob ausgetragen, aber alle Unter- und Zwischentöne der Seele fehlen, und so bleibt nur ein mit gallischer Sicherheit schlank und glatt gebautes Theaterstück, das Aufregungen bietet, ohne aus­zuregen.

Wasserkraftanlagen und landschaftliche Schönheit. In einer Sitzung der Landesgruppe Brandenburg des Bundes H e i m a t f ch u tz hielt Tr. Fricke (Charlottcnburg) einen Lichtbildervortrag über Wasserkraftanlagen und landschast- liche Saftnheit. Der Vorttagende wies darauf bin, daß durch die im Anschluß an die Entwicklung der Elefttotechnik außerordent­lich .ebnen vor sich gehende Erschließung der Wasserkräfte mit der Zeit nicht nur alle Wasserfälle, sondern überhaupt alle schnell­fließenden Bergwässcr in Tunnel abgeleitet werden würden, so daß die Betten veröden würden. Gute Beispiele hierfür snid jetzt schon Oker - und Radautal int Harz, deren schönste Fluß- sttecken fast das ganze Jahr über trocken liegen. Ter Redner wies auf die Notwendigkeit hin, hier zwischen den wirtschaftlichen Interessen Einzelner und der Allgemeinheit zu vermitteln. Die Abgrenzung einzelner Flußsttecken als Naturdenkmäler erscheine nicht ausreichend, dagegen könne durch Teilung des vorhandenen Wassers und stärkere Ausnutzung zur Nachtzeit leicht ein an­sehnlicher Flußlauf im alten Bett erhalten werden. Eine Berech­nung zeige, daß man z. B. im Harz bei geschickter Verteilung mit einem Sechstel der vorhandenen Wassermenge den Tälern fast ihren ganzen ursprünglichen Reiz erhalten könne. Eine wesentt'che Beeinttächtigung der Industrie sei also nicht erfordernd. Die Errähtung von Stauanlagen und Talsperren, durch die mancher­lei neue schöne Laudschaftsbftder geschafsen werden, hält der Vor-

Sozialistische und anarchistische Proteste.

Rom, 24. Okt. In mehreren Städten des Landes iinirbe gestern und beute von den So 5i alisten und Anarchist en der Versuch gemacht, Versammlungen ab-

Gcheimrat Wilhelm haar.

Man schreibt uns aus Darmstadt:

Der Präsident der Zweiten hessischen Ständekammer, Geheinierat Wilhelm Haas, vollendet am Dienstag sein 70. Lebensjahr. Bildet ein solcher Tag schon im Leben eines jeden Menschen ein Ereianis freudigsten Gedenkens und regster Teilnahme seiner Mitbürger, so ist das umsomehr der Full bei einem Aianne, der ein volles Menschenalter hindurch im öffentlichen Leben stand und seine ganze, ge- Wtige, schöpferische Kraft dem Dienste des Vaterlandes ge­widmet hat. Als Geheimrat Haas vor drei Jahren, am 8. Juni 1906, sein 25jähriges 'Jubiläum als Mitgl'ed der Zweiten Kammer feierte, wurden ihm von der Volksver­tretung sowol'l wie von der Regierung durch den Staats- Minister Worte der höchsten Anerkennung und des herz­lichsten Dantes für seine langjährige verdienstvolle Tätig­keit zuteil. Und Kammer und Start egierung werden auch den morgigen Ehrentag nicht voruoergehen lassen, ohne dem Gefeierten neue Beweise höchster Ehrung und dank- .barster Aneriennung zu übermitteln. Es fei hier zunächst ein kurzes Bild von dem Werdegang des Jubilars ent* morfem tourbc am 26. Oktober 1839 als Sohn des

Sprachlehrers und Hofrats Haas in- Darmstadt geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt widmete er nch dem juristischen Studium auf der Landesuniversitat Gießen; er trat bann im Januar lo62 als Atze)fist in ben, hesitzc^n Staatsbienst unb bestand im Mai 1864 bic Staatsprüfung. Im April 1869 wurde Haas zum Kreisassessor m Friedberg ernannt von wo er im September 1874 als Polizeirat nach Darmstadt be­rufen wurde Im September 1886 erfolgte feine Ernennung zum Kreisrat in Offenbach, auf welKm Posten er bis zu feiner Pensionierung amlö. Okt. 1900 verblieb. Dem politischen Leben widmete sich Haas erst, nachdem er 40. Lebensiahr über­schritten hatte. Er wurde am 8. Ium 1881 für den Wahlkreis Tarmstadt-Gernsheim zum Mitglied der Zweiten Kammer ge-

Der Zar in Jtalien.

Die Ankunft.

Der Zar ist in Racconigi wohlbehalten eingetrosfen unb vom König Viktor Emanuel begoßt worden. Uober btc f cacammg werden vorläufig nur bre Aeußerlichkeiten iwefbet. Von Bedeutung ist es, daß auck ber ^^^fnche Minister bes Auswärttgen, Pichon, mit den mastgebenbcn , lfsisckien Persönlichkeiten Aussprachen lstiben wttd

Racconigi, 23. Okt. Der Kaiser von Rußlanb ist um 2 Uhr 37 Min. hier eingetroffen.

Racconigi, 23 Okt. Bei der Ankunft^würbe Kaiser I sftäkolaus vom König Vikwr Emanuel, ber mit bem Minister­präsidenten Giolitti unb bem Minister des Aeußern Tittoni of beni Bahnhof erschienen war, begrüßt. Die Monarchen ; umarmten unb küßten sich. Nachdem )te .^.^0111 ber i-hrenkompagnie abgeschmtten hotten, begrüßte ber Burger Meister von Racconigi ben Kaiser im Namen ber Stabt. So- »inn würbe bie Fahrt nach bem Schlosse angetreteu. Der '»aiser unb ber König fuhren in einem Wagen, währenb bie lalienischen Minister unb ber russische Minister bev Aeußern z^wolski, ber Ehrmckiienst unb bas Gefolge tn feäfs anberen I Wagen folgten. Der Zug würbe von Kürassieren eSforhert. I Bei ber Fahrt durch bie Straßen brachte bte Bevölkerung I dm Monarchen lebhafte Ovationen dar. ^le ^palier vil- I binben Truppen präsentterten und bie Mustr fptelre bte I mlssische unb italienische Hymne: im Schloßpark erwies eine I Schwabron des Kavallerieregiments Savoyen bie Honneurs. ;luf ber Schloßtreppe begrüßte bie Köniatn ben Gast, der I itr bie .Hanb küßte. Hierauf begaben sich bie Herrschaften

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MMMk nsässeru. nachher, mnert weingrun-

Erstes Blatt 159. Jahrgang Montag 25. Oktober 1909

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monatlicii 75Pf.,viertel-

"letzener Anzeiger» politischen Teil: Augusc General-Anzeiger für Gberheffen MM

Rotationsdruck und Verlag der Brüf)l|d>en Univ.Guch- und Steiudruckerei «. Lange, «edattion, Expedition und Druckerei: Lchulftratze 7.

Aus Beilstein wird uns unwrm 21. Okt. geschrieben: Ebenso interessant wie bie Geschichte unsewr Burg, bic bis »um

1 Jahre 1812 bewohnt, bann aber von den Franzosen am verkauft wurde, ist bie Geschichte der hidigen uralten Kirche, die nunmehr von Grund auf neu httgerrchtct wurde. Graf Georg erbaute von 1614-1616 bic Kirch: zu Beilftem, vorher hatte

; bic Kirche in Wallendorf als Gotteshaus gedimt ^icttuh Wüi-m- böfer, Wundarzr uno Barbier zu Beistttm, fchnitte feine unbc= r baute Hofstatt zum Mrchcnbau, ein anfwtzcndes Grundstück wurde ton Claus Titte abgekaust. Bauherren waren: Wuftcnhofcr und jrin Sohn Dietrich, Konrad Dilpb und Landichultheis ^ohann Sumgerdlxiinen, daneben Pfarrm Gretzmüller, Secretarr^^Daum imb Lanbsäueibm- Spricaft. Das^ Amt Dr'ßbon ^btc «um LÜrchban ben Kalk liefern. Der ^m ber

Arsprungs fein, lieber die Befchafftmg der tttrchenglvckcn f.i foTgenbcd erwähnt: Die Feuerglocke ließ Gral Georg in Emme- lichenhain gießen, bie zweite wurde voniGraftn

1mg-Bübingen gegen 100 Hümmel,emgtt<mfcht, du. dritte kam cud bem Kloster Thron. Da. im Jahre 1620 dem Grafen Georg iic Herrsckfaft Dillenburg Miel, verlegte ernach der Stadt Dillenburg. Die Hcrrfchaft SeiOteut aber trat er an iic Linien Diez unb Hadamar ab.

Ein Unfall Weingartners. Heber einen ernst­lichen Unfall, ber sich in der Wiener Howpcr ereignete, meldtt man am Lanistag aus Wien: Heute twrmittag ereignete fich in der Hofvpcr während einer Kostümprobe der.Nei^erflnger Kin Unfall. Ein Pfeiler löste sich los und begrub uifter lich den Tircttor Fclik Weingart!ner unb dm Kammersänger Erik Schmebcs. Wcimgartner erlitt einen Bru ch bcs & ienbeinS. Kammersänger Scgmedes kam mit dem Schrecken davon.

Im Befinden Björnsvns, der uch vmi bem letzten 'Zchlaganfall völlig erholt zu haben schien,, ist, einer ..Attbung aus -Christiana zufolge, neuerbings eine ernsthafte BcrschliM-