Ausgabe 
27.9.1909 Erstes Blatt
 
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Unwetter und Ueberschwemmungen.

Alis Jena metbet man vom Samstag: Nachdem es ovr- ttittogs ununterbrochen geregnet hatte, ist im Mühltal ein neuer Wolkenbruch niedergegangen. Die Leutra führt fj starke Lassermengen, daß sie über ihre User tritt. In einer Länge con mehreren Kilometern wälzen sich die Wassermeugen gleich -nein reißenden Strom von der Karlftraße über den Kärl- ^eiß-Platz durch die Goethe- und Abbestraße über dem Holzmarkt 3ird) die Grietgasse nach der Saale zu. Mehrere öffentliche Gebäude, wie das Volkshaus, die Lesehalle, das Postamt, du: »arolinenschule und d.e Stadtschule sind vom Verkehr abgeschnüten. Ixe Kinder l-aben die Schulgebäude noch iricht verlassen können. Jur notdürftig wird der Verkehr aufrecht erhalten. Vier Krücken wurden weggerissen.

Hanau, 25. Sept. Im Kahlgrund richtete ein Un­ietter mit WolKnbruch großen Schaden an.

Erfurt, 25. Sept. i)ier herrschte ein heftiges Unwetter, in den Er furter Blumengärtnereien bedeu- :ndcn Schaden angerichtct hat. Tie Blumenkulturen im 'licn und Nordosten der Stadt standen abends noch zum größten Zeil ern Meter hoch unter Wasser und sind völlig verschwemntt. lud) die Gemüsegärtnereien erlitten bedeutenden Schaden.

--Frankfurt a. M., 25. Sept. In sieben Der- Sammlungen hat gestern die Frankfurter Arbeiterschaft zur Hrage des BierpreiseS Stellung genommen. Das Er­gebnis der Gesamtabstimmung aus allen Versammlungen ging Lahm, daß der von den Führern empfohlene Einpfennig­rufschlag abgelehnt und der verschärfte Boykott aus­gesprochen wurde. Nur m zwei Versammlungen hatten die ilnhänger des Bierfriedens die Mehrheit.

Ungewöhnliches Polarlicht.

Ein ungewöhnlich starres Nordlicht ist am Samstag auch in südlicheren Gegenden deutlich wahrgenommen wor- i^n und Hal Störungen in den TelegraPhenleitungen wvhr- genommen.

In Stockholm und Umgegend wurde Sams lag abend ein prächtiges Nordlicht beobachtet. Wegen magnetischer Strömungen waren nachmittags der Telegraphen- und Tele- phondienst zwischen Stockholm und anderen Städten Mittel- Ichwedens völlig unterbrocheu

London, 26. Sept. Ein magnetischer Strom, von einer seit Jahren nicht vorgekommenen Heftigkeit, beein- rnächtigte gestern mittag die telegraphische und telepho- i.ische Verständigung in England und Amerika. Für kurze steil versagten alle F-ernverbrndungen von London aus völlig den Dienst. Aus Newcastle on Tyue wird gemeldet, daß es drei Stunden lang telegraphisch und telephonisch von jeder LÄerbinüung abgeschnitlen gewesen sei. Die Störung wird dem Nordlicht zugeschrieben.

P e t e r s b u r g, 26. Sept. Gestern abend wurde hier ein deutliches Nordlicht wahrgenommen. Auch in Wenden iLivland) wurde das 4tordlicht mit vorwiegend vwletteu IjÄtrahlen beobachtet.

Das Nordlicht, ein Eigenlicht der Erde, ist eine perio- Idijche Erscheinung, die sowohl an die Sonnentätigkeit als nuil) an den Erdmagnetismus geknüpft ist.

Gerichtrsaal.

s. Darmstadt, 26. Sept. Am 24. Mai fand zu Ast- beim Bürgermeisterwahl statt. Der Gastwirt Josel liebel III. wurde mit 118 gegen 80 Stimmen, die auf seinen i-Lgenkandidaten sielen, gewählt. Vom Kreisrat wurde die Wahl seMistandet und vom Kreisausschuß für ungültig erklärt mit |jtgenber Begründung: Gabel sei bis zum Herbst 1908 zahlendes Ü'l itglicb der sozialdemokratischen Partei gewesen, (d sei anzunehmen, daß G. dermaßen unter dem Einfluß dieser . artet stände, daß eine unparteiische Amtsführung zum Schutz : i staatlichen Einrichtungen nicht geivährt sei. Der Gewählte U klärte in der Verhandlung vor dem Provinzialausschuß, daß k kein überzeugter Sozialdemokrat sei. Lediglich aus Geschäfts- piteresse habe er sich der sozialdemokratischen Partei als zahlen- bc§ Mitglied angeschlossen. Der Provinzialausschuß bestätigte ?i e Wahl des Gabel zum Bürgermeister von Astheim. Ire Lehrer von Groß-Gerau kamen bei der Gemeinde ^coß-Gerau um Erhöhung der Mietsentschädigung ioit 400 auf 425 Mk. ein. Die Kreisschulkommission hielt die 6»rberung der Lehrer für angemessen. Gegen den Entscheid Lct Krcislchulkommission erhob die Gemeinde beim Kreisausschuß ISdurS. Der Rekurs wurde verworfen und die Gemeinde Oer- [urteilt, vom 1. April 1909 ab 425 Mk. Mietsentschäbigung zu «cttähren. In der heutigen Verhandlung vor dem Provinzial-

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Bekanntmachung

Die Steigerer von geschättem Nadcluutzholz und Eichen- umbolz aus den Waldungen der Stadl Gießen, die nut der Ab- uör noch rück ständig sind, werden hierdurch ausgewrdert, jur die tibrubt des Holzes bis jpätcstcnS 1. November d. I. zu «orgen, luLernfalls forstgertchttiche Anzeige erfolgt.

Gießen, den 24. September 1909. . '

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießett-

Mecum.

Bekanntmachung.

Ifc alle Grundbesitzer in der Gemarkung Taubriugcn.

Die Grundbesitzer der Gemarkung Daubringen werden Ilenachrichttgt, daß das in Folge der ParzeUenvermesiung neu er- Mttete topographische GütcrvcrzeickmiS neb)t den Parzcllerttarten sm öeni Gemeindehause zu Täublingen offengelegt worden ift.

Tie Gütergeschosse oder Zusammenstellungen berjentgen Be- ; iymaen, welche einem und demselben Befitzer Mgeichrreben smb^ leiben unter die Jnteressenten ausgeteilt, welche man hiertoirch ijilütfet, ihre Bemertwigen innerhalb der vorgefchrcebenen iyriit to® sechs Wollen abzugeben. . _ . . . .

Die Pächter oder lanltigcit Geschäftsträger derjenigen Grund- kftfeer, welche nicht in der Gemeinde wohnen, werden. bcwnders tu gefordert, letzteren von der Offenlegung obiger Aktenstücke Tiach- ! uäit zu geben oder im Atomen derselben nötigenfalls die Bemer- Lrgeu selbst zu machen. ___

Schließlich wird bemerkt, daß die Offenlegungsfrift von sechs ,'llrchen mit dem 6. Oktober 1909 zu Ende geht und nach Ablauf s'torielben teilte Reklamationen mehr angenommen roeröen. 2ne tzrnndbesitzet können zwei verschiedettc Arten von Reklamationen ^ÄeU^ationen gegen bie Mufftcllnng beä ,OÄÄ" SÄJt'Äi-d unrutity an- gegeben sein sollten; . , , , . (< ___,,

b) ivenn die Gürergefchosse Gruiidstücke enthalten tollen, welche den Grundbesitzern nicht gehören oder ivenn in öenielbai solche fehlen jolLten, die den Grundbeiitzern un Grund- lmch bereits zugeschrieben sind; . . f1

es wenn die kuttarart unrichtig ausgefuhrt setn follte,

d) wenn die den Grundstücken beige,etzten Gewalinbezeickmung und Kennziffern mit den Angaben des Grundbuck)S nutzt übereinftümnen sollten; , . ,

e) wenn gegen die Form, deren Prüfung auf den karten sich empfiehlt, oder den Flächeninhalt der Grunditucke Etn- Wandungen gemacht werden. In diesem 6'aUe tonn eine wiederholte Messung unter der Bedingung verlangt iveroen, daß sich die (irruiü)bc|ic>er verpflichten, die kosten der llcaa)- messuug zu tragen, ivenn der Unterschied zwifchen beioen Älessungen weniger als die erlaubte st-ci-lergrenze von 1/ou

ichenLvMteniio.^ -Porslcllungkn 61äiV i kchi aeyben werbet" j ten auch Sonntags r | Stücke nicht zum | fhin mitgetcilt, M« nt im Plane ber TüL | ber nächste Sonntag :ag§ »Hasemanns W Sie im WochenabomL I ien Fällen wirb fidje I eiben lassen. - K I tstraimi* I>ni> bie c- Tanz-Proben m Vorstellung erwarten. I n einem Zweig. 1 , Samstag em $ dem -d.- «ne« - e Siülcn jU dH!« ® , ,Minden mild. | Jagtalb *A ,che non einem '« 'tltö d°dei emen U

mit I-w"« L d° de-«-"»'? Sagens und f»i«1 ich! SKfouM 1811,61"eiSodotiji . daraus »um i

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ansschnß erachtet Bürgermeister Arnold von Groß-Gerau eine Entschädigung von 400 Mk für völlig ausreichend. Die Ge meinde könne nicht vermlicktet sein, für Lehrer, bie Verwandte beherbergten, größere Entschädigungen zu zahlen. Der Beschwerde wurde stattgegeben.

R.B. Darmstadt, 25. Ser«. Das Kriegsgericht verurteilte den aus Groß-Zimmern stammenden Musketier Wörtge vom Jnsanterieregünent 118 wegen mehrfachen Be trugs und unerlaubter Entfernung zu ernn Gesamtsttasc von 2 Jahren Gefängnis sowie dreifährigem Ehrverlust und Ber setzung in die zweite Klasse des Soldatenstondes. Ter Ange- Nagte Hal am 7. August heimlich seine Garnison verlassen und sich bis zum 30. August umhergetrieben. Die Mittel zu seinem Lebensunterhalt verschaffte er sich dadurch, daß er die Ange­hörigen von Kameraden in Traisa, Nieder-Ramstodt, Egelsbach, Griesheim und Seligenstadt um Geld prellte. Er schwindelte ihnen vor, er komme im Auftrag des betreffenden Kameraden, der um ein? Geldunterstützung zum Manöver bitte; der Angeklagte erreichte auch in vielen Fällen seinen Zweck. Als ihm eines Tags ein Gendarm auf seinen Wandertouren begegnete und ihn wegen seines verdächtigen Auftretens anl)ielt, lief er schnell davon, trotzdem ihm der Gendarm einige Revolverschüsse nachsandte Erst als er vor Entbehrung nicht mehr roeitcr konnte, stellte er sich freiwillig der Behörde.

Universitäts-Nachrichten.

PJL Die philosophische Fakultät der tschechi­schen Universität in Prag verlieh das Ehrcndoktorat der Philosophie unter anderen an den Pooseisvr der flanni'dxn Phi-, lolvgie an der Universität Berlin Dr. Alexander Brückner, an den Professor der Geschichte an ber Unwerfitot Lalle Dr. L» Voigt und an den Professor der Mineralogie an der Universität München Geheimrat Dr. P. v. Groth.

Arbeiterbewegung.

X. Hanau, 26.Sept. Gestern abend kündigte der größte Teil der Arbeiterschaft der E d e l m e t a l l - I n d u st r i e das Arbeitsverhältnis. Falls keine Einigung erzielt wird, erfolgt nach 14 Tagen die Arbeitseinstellung. Drei Firmen haben sich für die Erneuerung des Arbeitsverlrages erklärt, was der For­derung der Arbeiter entspricht. Die Edelmetall-Industrie Hanaus beschäftigt etwa 1700 Arbeiter.

Sport.

Faust ball. Am Samstag sand auf dem Trieb ein Fauslballwettspiet zwischen den zweiten Alannschasten des.Vereins für Bewegungsspiete' und des ,Faustballvereins am ", ü. Gym­nasium* statt. Gymnasium zeigte sich von vornherein überlegeii und konnte leicht mit 166 gegen 149 Punkten den Sieg davon tragen.

Lustschiffahtt.

Berlin, 26. Sept. Die Eröffnung der Ber­liner Flugwoche und zugleich des neuen Flugplatzes bei Johannistal-Niederschönweide hat heute im Beisein einer großen Menschenmenge stattgefunden. Gegen 5 Uhr shiegen Baron de Caters und Bl4ri o t Ku kurzen Flügen auf. Ter Flugversuch Leblancs auf dem Appa­rat von Mriot endete nach kaum einer halben Runde mit einem Sturze infolge Motordesektes. T)er Apparat über­schlug sich, doch blieb der Flieger unverletzt. Alle Flüge fanden außer Konkurrenz statt. Ter Preis von Berlin kam, da die dazu notwendigen Vorbereitungen noch nicht vollendet waren, heute nicht z.um Austrage.

Berlin, 25. Sept. Auf dem Flugfeld Mars bei Bork (Kreis Ostprignitz) stieg bei sehr bedecktem Himmel und leichtem Regen Ingenieur Grade nachmittags um 5.33 Uhr mit feinem Eindecker zum Wettflug um den Lanzpreis von 40000 Mk. auf. Bedingung war eine Schlersenfahrt in der ungefähren Form einer Acht und von 21/2 krlometer Länge. Als nach elegantem Start der Ein­decker die erste in niedrigem Kicfernwalde stehende Marke in etwa 30 Meter Höhe umflogen hatte, brach am Pro­peller ein Flügel an der Nabe ab. Ter Aeroplan stürzte in ziemüc^ steilem Fall in den Wald. Glücklicher­weise fchwäcksten die Kiefern die Gewalt des Sturzes ab, so daß Ingenieur Grade, der am Steuer sitzen ge­blieben war, unverletzt unter dem teilweise zertrüm­merten Mittelstück seines Apparates hervortriechen tonnte. Die Reparaturen des Aeroplans dürften einige Tage in Anspruch nehmen.

Frankfurt 0. M. Sept. Tem Wrightscken Apparat des Herrn Tr. Gans-Fabrice sneß beute abend 6 Uhr ein kleiner Unfall zu. Infolge eines zu starken Hochsrellens des Höhenfteuero neigte sick, der XJU)parat etwas zu weit nach hinten und da in diesem Augenblick der Motor abgestellt wurde, gab die Maschine dieser Steigung nach und snirzte zu Boden. Ter Führer blieb völlig un- verletzt unb auch die Makerialbeulüidigung scheint'nicht allzu erheblich zu sein.

Handel.

Dortmund, 25. Sept. In der heutigen Sitzung des A u s s i ck l s r a t e s der H a r p e n e r B e r g l> a u A k l 1 e n - gesell schäft wurde für das G«schäitsja»r 1903,09 die Bilanz festgestellt und beschlofsen, der Generalversammlung am 30. Ok­tober die Verteilung einer Tividende von 8 Prozent vorzuslblagen.

Diärlte.

le. Franksurl a. M., 27. Sept. (Crig.-Ielegr. desGieß. 2lnz.*) Anilliche Notierungen der beutiqen Fruchlmarktvreise. Weizen Alk. 22.0022.10, Kurhessischer Alk. 22.0022.25, La Plata Kansas Alk. 23.7524.75, pchgqen (hiesiger) Mk. 16.90 bis Mk. 17.00 Gerste (Weileraucr) Alk. 17.00-17.50, Gerste Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.0017.80, Kleie Mk. 00.0000.00, Hafer 15.7516.00, Mais Alk. 15.5015.75, A-eizenmehl Alk. 31.25 bis 31.50, 2. Qualität Mk. 29.7530.00, 3. Qualität Alk. 28.75

Alk. 29.00, 4. Qualität Mk. 27.75-28.0U, Roqgenmclst 0 Mk. 25.0025.25,1.Qualität Alk. 22.0022.25, Ltzeizenkleie Mk. 10.50 bis Alk. 10.75, Wcizenschalc Alk. 00.0000.00, Roggcnlleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Alalzkeime Alk. 00.0000.50, Bienreber 12.7513.25. 'Alles per 100 Kg. ab hier.

ko. Frankfuri a. Al., 27. Sept. (Tetegr. Crig. - Bericht des »Gieß- Änz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Piebnlarki­preife. Zum Verkaufe standen: 411 Ochsen, 00 auS Oesterreich, 45 Bullen, 0 auS Oesterreich, 925 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 310 Kälber, 305 Schake und Hännnel, 1754 Schiveine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlamm, 0 Echaklamm. Bezahlt wnrden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 63-86 Alk., 2. Qualität 7779 Alk., 3. Qualität 6570 Alk.; Bullen: 1. Qual. 6567, 2. Qual. 6264; Kühe 1. Qualität 7476 Alk., 2. Qual. 6466 Alk., 3. Qual. 5254 Alk., 4. Qual. 0000 Alk., v. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gew.: Kälber 1. Qual. 84-89 Psq., Lebendgew. 4952 Pfg,, 2.Qual. 7583 Pfg., Lebendgew. 45 - 48Pfg., Schlachlgew. 7072 Pfg., 3. Qual.Lebendgew. 40-43 P«.; Schafe : 1. Qual. S chlachtgew.7v bis 00 Pfg., 2. Qual. 6065 Pfg. Schweine: 1. Qual. <800 Pf., Lebenbgeivichl 61,06,00 Pf., 2. dual. 7700 Ps., Lcbeiidge,vicht 6U,000,0 Pfg., 3. Qual. 7276 Pfg., Lcbendgeivicbt 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Ucberfianb, bei Kleinvieh gut, kein Uebersland.

Gießener Welleröienst.

BoranSsichtlichc Witterung für Hepcu am Dienstag dem 28. September: Borübergeheno Auiheltcrung. Dann wieder Trübllng und Regen.

Griginal-Drahtinel-nngen.

Ter schwedisch-holländische Zwischenfall.

Amsterdam, 26. Sept. Ter Kapitän des schwedischen llnterseebootesy Dale n" erflärt in seinem Bericht, baß das FischerbootV l a a r b i n g c n öl" gezwungen ge­wesen sei, vor Waterweg vor Anker zu gehen unb die Besatzung des Unterseebootes begonnen habe, sein Steuerruder auszubessern. Ehe bie Arbeit beendet gewesen sei, begannVlaardiugen" das Unterseeboot weiterzuschleppen und dabei seien die Schlepptrosse gerissen. Er habe für die Hilfeleistung 10 Pfund Sterling geboten, das sei vom ,,Vlaardingen" aber zurückgewiesen worden.

A m st e r d a m, 25. Sept. Der Kommandant der Festung Ymniden begab sich auf Befehl des Kriegsministers an Bord des schwedischen UnterseebootesHvalen", nm im Namen des Ministers dem Kapitän das Bedaueru über den Zwischen­fall mit dem FischerbooteVlaardingen" auszudrückeit.

Frankfurt a. M., 27. Sept. Parseval III ist heute vormittag S\2 Uhr zur Fahrt nach Mannheim auf gestiegen und passierte um 10.10 Uhr Darmstadt.

Manila, 26. Sept. An amtlicher Stelle traf die noch unbestätigte Nachricht ein, daß der ZollkutterSera" auf der Höhe von Borneo von P traten gekapert worden ist. Kapllän Magerley und btc ganze aus 13 Mann bestehende Besatzung seien ermordet. Ein Kanonenboot ist zur Unter­suchung der Angelegenhett abgesandt.

Ri 0 d e I an e i r 0 , 27. Sept. Tie Regierung beabsich­tigt die Erträgnisse des hiesigen Hafens bis zum Jahre 1920 zu verpachten.

des wahren Flächeninhalts beträgt.

2. Reklamationen gegen die Klassifikation, bie nunmehr nur noch in den Fällen zulässig sinb, wenn:

a) m Folge von Kulturveränderungen neue Boniratsklassen angesetzt werben mußten;

b) in Folge einer Zufammenlegung von Grundstücken eine neue Klassenermittlung stattgefunden hat

Alle Reklamationen werden auf stempelsreies Papier ge­schrieben und auf dem Gemeindehaus zu Taubringen mit dem Geschoß innerhalb der Frist von sechs Wochen abgegeben.

Später eingehende Reklamationen werden nicht berücksichtigt.

Gießen, den 24. September 1909.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

__________________________Mccum.__________________________

Obstver Steigerung.

Mittwoch den 29. September von vormittags 9 Uhr an soll daS der Gemeinde Reiskirchen zustehende Obst, be­stehend in Aepfeln, Birnen undZwetschen, versteigert werden. Der Anfang ist am Sauweg. 5329

Reiskirchen, am 25. September 1909.

Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen.

Wagner.

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Bekanntmachung.

Betreffend: Obstmarkt in Gießen.

Der Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberheffen ver­anstaltet am 11. Oktober l. Fs. in der Turnhalle des Turnvereins (Nord-Anlage) einen

Obstmartt

auf dem sortiertes Tafelobst 1. unb 2. Auswahl (Qualität), ferner gepflücktes, sortiertes Wirljchastsobst, sowie Obslbau- erzeugnisie wie Türrobst, Latwerge, Mus, Fruchtsäfte und dergl. feilgeboten werden. Lader Markt nur von Obslzüchtern, CbilbaiiDcreinen, Gemeinden und Straßenoerwaltungcn, die daS Obst auf ihrem Gebiete gesammelt haben, beschickt werden darf, die ihrerseits wieder besondere für tue Käufer günstige Lieferungsbedingungen gestellt erhalten, bietet sich dein kon­sumierenden Publikum Gießens und Umgegend beste Gelegen­heit, Ihren Bedarf an Obst auf bequeme Art und billige Weise decken zu können. d«i

Gießen, den 25. September 1909.

Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberheffen.