.prcchen haben wird, hielt Herr v. Manteuffel es für geraten, 305 xxnid mit den Keinen Vorlagen, die noch auf der Tages- ordnung standen, nicht mehr zu behelligen, und so vertagte man firb oemt zu einer voraussichtlich nicht allzu onstrengen- den Sitzung auf Mittwoch.
Die LrbschastLsteuer in der Sinonjlommüfion.
Inf föruno cxr Vereinbarung des senior en konvents. wonach in der zweiten Lesung im Plenum zunäckm die Besitzsteuern er- Icpigt und Dann erst in btc Beratung der Verbrauchssteuern em- getreten werden soll, wurde in der Flmurzkommiision, die gestern
l, ii wirb du Erstatmng eine, mündlichen Berichts an das + inmm in .1u3)i<tt genon i'-en. Auf Antrag des Abg. Singtr 'o; beginnt die Berhandlimg mit der Besprechung des 5 9a, c> c ocm fck-r Besteuerung der Ehegatten und Deszendenten handelt. ':erzu liegen drei Anträge vor, von den Sozialdemokraten, dem
. , .freiHerrn v < .amv -hp und brr Wirtschaftlichen Vereinigung.
xv* Sozial bemofra len beantragen, den im Re- rungseniNTurf 'ür die Erbschaften tm Betrage bis zu 30000 ! auf 1 Pro> lestgefetzten Steuersatz auf 1'. Prvz m erhöben , in oi Progression, unter entsprechender Erhöhung über 750 000 . ' f. hinaus, womit im Entwurf der Regler'tnq die le&te Staffel rtz reich: ut, forlzus-tzen bis mm >?ech'tbetrag von 20 Pro; itintcr soll die Steuer von dem Hinterbliebenen Ehegatten auch dann erhoben werden, wenn Kmder vorhanden ftno. Weiter sollen die unehelichen ürnder den ehelichen gleichgestellt werden.
Antrag f> a in v last btc 'Trog entwurfS unverändert bis zu der Staffel über 600000 Mk. 6'.. Proz Bei der nächsten ctaifel, ntehr als 750 000 Mk., be- mii t tH-i Antrag die Steuer auf 3,75 Proz, statt auf 4 '-C*™* * neucrfap erst bei Erbschaften im Betrage dh?n Bereinigung fügt der Pro- : c-, die er im übrigen unverändert luf't. Die Stai ei. -j Proz. bei mehr als einer Million Erbschasts- betrag hinzu.
;ju anderen Bestimmungen der Novelle liegen neben Anträgen blträgi d, l '.’inlionallibiralcn und . nm "'n noch nicht zur Berhand lung gestellt wird, enthält die Steuersätze für hic schon vom gelt' nden Erbschastsüraergen p er-anten Verwanbtschastvgrabe. Mit
: lest« Ht ein Antrag Qfamp, ber in einem neuen . 10» bestimmt: eine Erhöhung der m n Steuersätze kann nur in der il-ornt
. sv< rfafiüng erfolgen Das bt ■ 1 rbschastssteu ersähe eine Drei Vicrtvlmi1)rhcit im Bundesrat erforderlich ist.
Abg. Frhr. v. W a m v Np : Die Reidrspartci stimmt der Torlagc nur zu, unter l i Bedingung, daß eine etwaige spätere U Steu wfätze ulv BerfassnngS uiiheraiig behandelt wird Wir bemühen uns ehrlich, eine mittlere Linie zu finden, und wir bitten, das anzuerkennen.
Abg. Dr. David .Soz. erklärt sich gegen die verfassungs mäßige Bindung i in ttu ici ut sie ja nicht gegenüber der Aus gabenmaiiie. Tie Erb>chastsstcuer, wie sic vorgeschlagen, ist fach : tat Der R bner nimmt bei Begrniibung der sozial demokratischen Stasselsätze aus England Bezug.
•?!l>a. :>i aav Wittsch Bg erklärt die Zustimmung seiner freunde zum Antrag der Rcichsparlci über bif verfassungsmäßige
1 ii ra i auf Hinzufügung enter Staffel einen weiteren Antrag, auf den seine Freunde cntschci' rendeS Okiuidit legen, wonach die im S 11 cingesührtc Bcsremng für Erbschaften von Tefzendentcn imb Ehegatten, die nicht mehr als 10<X)i) Mk betragen, enveiterl wird auf die Grenze Von 20000 Mk. Ten Antrag der Loziaidemokrakn lehne die Wirt ichaftliche Bereinigung ab, nicht aus Mitleid mit den Großkapi- laliltcn, sondern im Interesse ber Volkswirtschaft, weil bei diesen Sähen eine Abivanbenuig des Kapitals zu befürchten sei.
Abg. Dr Müller 'Du innigen (Fr. Vp.^: Ter beste Schutz 1« Ausdehuung der Erdanfallsteuer ist bei Bundesrat Politisch ist die Beschränkung des Antrages Gamv äußerst gefährlich. Tas ist eine Abschwächung des Reichsgedankens. Tie ganzen Bestimmungen auf die preußischen Verhältnisse zu zu schnetden, bedeutet >m hingen Dumicjit eine große 0>efabr. Eui mtcgrl gegen ezzessive Ausdehnuiig der Steuersätze nxnc die Be fnntinung überdies nicht. Tie Sätze der Regierungsvorlage sind an sich richtig. Wir akzeptieren inbe-.f ben Antrag Raab, lehnen a i bet Lozialdemokratcn ab, um nicht unnötige Schwierigkeiten auszuhüufeli Dem Antrag betreffend die uu- i tmimen wir ans allgemein menschlich n OJrün Den zu. Wir neinnen keinen Anstand Daran, einen Glückspilz, ter mit Dem Erblasser nicht verivandt ist und eine Million erbt, ite Hälfte zugunsten de. Reiches abzunehmcn, aber wir wollen die Deszendenten trotz bet hohen Satze der CTiglildtfii Nachlaß steuer nicht imgemesfeii belasten
öüt den Fall, daß dieses Gesetz in >tian treten jollLe, ist Die Regierungsvorlage das richtige Die Bestimnumg. Die bas Ersetz unter den Schutz der Verfassung Nellen will, wird sehr überschätzt Eine Sonberstellung Preu- reib? ist sehr unwahriclieinlich, lovalb cs im Interesse bt*-? Reiches n'irklich npiiuntbia erscheinen sollte, die Steuer zu erhöhen Wir wünschen keine Beschränkung der Kompetenz des Reiches durch Reservat, wie es vielfach angeregt worden ist. Tas mürbe be Deuten, dar Die Befugnisse der irotte unter die Beschlüsse der Einzellandtage gestellt merbeii Turch taktische Haltung werden wir keine Partei beeinflussen Für daPlenum werden wir auch bezüglich der l£i\vylbeftunntungrn Stellung nehmen, wenn e» so Iveit ist. ;Hörl! hort: links.
Schatzsekretär Sn do w verteidigt Die Regierungsvorlage gegen über den weilergehenden Anträgen Zn läiglano habe die Land mutidiaft unter den lwlren Sätzen sehr schwer gelitten. Ter von Freiherrn v. Gamp vorgeschlagenen Bindung könne die Regierung iuftiinmen.
Abg. Singer Soz । stellt die Schweigetaktik des Zentrums feft. Tie Möglichkeit, Die direkten Steuern im Hinblick aus bte steigen den Ausgaden namentlich iui .»cor und Marine zu erhöhen, muß gewahrt werden. Daruin bart der angebliche Riegel gegen maßlose Ausgaben nicht bewilligt werden. Er bedeutet nur eine Verschlechterung bei Regierungsvorlage. Wir wollen die Erb jchattsfteuer, aber sie must auch Deinem'incdienb ausgebaut werden Wir tragen jtbrorrv Bedenken, hinter den cnghidx'n Sätzen zurück zudletben Die Vorlag. ist schlechter als tzte frühere, ein Ent gegentontmen gegen Rechts und Zentrum. Es bleibt schließlich nur der Name einer Erdschaftssteuer An die Abwanderung des Kapitals glaube er nicht. Die Erbschaftssteuer muß einen st rtrag liefern, der die Summe der indirekten Steuern erheblich herab- drückt Dieser Vorlage können mir nicht mfttmmcn.
Schatzsekreuir Sudow: T»e Erbsdranssteuer trägt die Er- trogssteigerungsmöglichkeii m s »st selbst. Da sie steigen muß mit dem Wachsen der Vennögen. Zn England bat nicht so sehr das mobile Kapital, sondern gerade bei Graubbesitz gelitten
Abg. Schultz Rv erklärt, daß ein Teil seiner Freunde aud) bann dir Erbschastsstener suitumnen werbe, falls em ver fasfungdrechtlicher Schutz gegen weitere Erdöhuna ber Steuer ab- gelehnt würbe. Maßgebend fei habet her EKdanke, daß solche Vonchnften bei großer Fmanznot doch wenig helfen wurden, anderseits aber ibrv ?Lufnähme ui bie R^cdsVerfassung mißlich wäre, iitfpftnt dadurch Hemmnisse in Der Entwickelung des Reicks und dis Rrichsgedankens entücben könnten.
Sdiatziekretar Svdv w wendet sich gegen bie un Laust der Erörterung gemachte Unteritellung, als ov die Regierung thrc Stellung geändert habe
Abg. v. Miel c zvnski Vole' gibt die Erklärung ab. daß feine Freunde o aner der Erdfchaftssteuer feien
Es wird bann a l* g 11 m m t Sämtlid Anträge i. erden abgckbnt iüi beit Antrag auf uer an u ug> r cd>tlidi: Bindung stimmen nur Rrichspartei und Wutschastttdi.- 'b.i.-imgtiiig S v t a iui wird 88a derRegicinu Vorlage mit St. m menglcichheit, 11 gegen 14 Stimmen abgel.hni
Tann wird K 10 jur Beratung gestellt, die Eroschafrssteuer ilr die anderen Verwandtschaftsgrade Hier liegt eine Reihe von Abänderungsan trägen vor: sw werden sämtlich abgekbnt und ebenso Z 10 der Regierungsvorlage Mit 16 gegen 12 Summen. Gegen diesen Paragraphen stimmt nun auch bte Reichspa riet.
Ebenso tmrd 11 ber 'Httucnirrlage, ber d.e Befrei ungen von der Steuer enthält, nebst t Abandenmgsantragen obaekbnr. Desgleichen ß 11 c. ber D atzerbekrachtlaiiung des Mobiliars beim ländlichen «tzrundbeim noniebt. § 13 ist schon im geltenden iyesetz enthalten Er enthält die Berreiung des Landerfürsten und der Landesfürfttn von der Erbschaftssteuer
Abg. Tr David Sa; Es ist ein nobile officium der Fürst-Ni, in bedrängter Zeit auf dar Verreckst zu verzichten
'retnr Svdow m'udn um Ablehnung b Demokratiscven StreichirngsantrageS. T-** Gründe fnen bereits rüher mitgeteilt.
§ 13 wird aufrecht erhalten Auch int übrigen werden die 23eftnrnTtunq«-rt der Novelle, soweit sie Aenderimgen gegenüber dem geltenden Gesetz nnfuhren will, obgelehnt. .
DaS ErbschaftSsteuergesttz wurde tn der gestrigen Sitzung der llommisficn erledigt.
56. Sciöberg^iinf'it.
TaL> Feldberg-Turnfest dürfte tm volkstümlichen Turnen das bedeutendste Berglurnfest im beulidicn Reiche fern. Kein Wunder, baß beS 3,urncr5 Her» höher schlägt, wenn er von feinem Turn verein dazu geschickt (ft. Aus <a’t allen Turngauen ber beulicheu Turnerfchast treffen auf dem Felbberg bie besten rolf‘iümlutcn Wettumcr zusammen. 1200 Wetturner waren biesntal angemelbet, ivovon gegen '/,7 Uhr 1100 in 17 Riegen antraten. Dieses ist ber tärffte Besuch seit Bestehen ber Felbbergfeste. AIS 'ßetiurnübungcn waren Freihoch- imb Freiweiifprung, Steinstoßen (30 Pkb.), Wettlaufen imb eine Freiübung bestimmt. TaS Wetturneii wurde nach der Doraudgeganqenen üblichen llainpfrichter-Sitzung mit Freiübungen eingeleitet, bie durch ihre schöne Ausführung ungeteilten Beifall fanden. Zuvor hielt ber Cbmanu des FeldbergauSfchusseS, Röbig, eine Ansprache, in der ei auf Die nationale Bedeutung des Turnens wies, die in einem ,®ut Hcif auf bie Deutsche -turn- ache imb bas beutsche Vaierlaub austtang. Tie Leistungen der Turner an ben einzelnen Turngeräten waren recht gut. EL jpurbe an jebem Geräte bie volle Punktzahl unb mehr erreicht. So er- leite ber 1. Sieger Heinr. Roll, Tiirnverein Gießen (1849), im ^chnellaus 25 Punkte, indem er 1 >0 Meter in 11 Sekunden b»»rch- lief, imb der 3. Sieger £>emt. Berger von Frankfurt a. M. im Steinstoßen 32 Punkte, inbem er eine 30pfünbiqe Kugel 7,20 Meter weit warf. Nennenswerte Unfälle ereigneten sich nicht. Gegen 3 llhr erreichte baS Wettumen sein Ende, Dem sich Turnsoiele von 44 Mannschaften anlchlossen. Ganz besonberS sei auch der Gau- Sängerschaft des Aiain-TaimitS^Gaues unter den Tirigenlen Graß, Bockenheim, imb filannatm. Höchst a. Al., gedacht, Die durch ihren trefflichen Gesang zur Verherrlichung des Tages viel beitrugen
Tie PreiSverteilung sand um 7 llhr statt. Ctto M u h l vom Tiirnverein TI a inj, der vorfährige 1. Sieger, turnte Dies* mal außer Wettbewerb und stand wieder mit 89 Punkten an erster Stelle. Tie übrige;: ersten zehn Sieger im Fiinska m p fe sind:
1. Heinr. Noll- To. Gießen, 88'/, P., 2. I. Jmhoi-Tv. Niamz 1817 unb Henter-Tv. Müncheii-Gladbach 88 P., 3. F. Robbermann- Tg. WieSdabeu, A. Behringer-Tgm. Bessilngen, H. Berger-Tgm. Frankfurt 87'/, 4. A. Aleyer-Tv. Wiesbaben 87 P., 5. Fr.
Habeiineycr-Tv. ,VorwärtS''-Bockeliheim 86% P., 6. ll. Keßler- To. Ulm, Willy AlSbach-Tgs. Höchst, Fram Obernborser'Mäiiner- Tv. Speyer 86 P., 7. Herrn. SilberreiS-Unterlieberbach, Friedr. llosler-Tv. Homburg, August Zäaer-Tv. Bieber, Angiist Angel-Tv. Sloblcnj, Fritz Schncller-Tv. Homburg, Willi Schalles- Mtv. Wiesbaden 85*/, P., 8. Anton Reising-Tgm. Bürgel, Heinr. Blank-Tv. Idstein, Rich. Bohrer-Lv. Idar, Heinr. Unaclm-Iv. Niedcrrad 85 P., 9. Hans Ltt-Tv. Aschnffenburg, Franz Reeg-Tv. Bockenheim, Georg Arnheiter - Tv. Worms - Neuhausen, HanS Rliemann-To. Hombiiig 841/, P., 10. Ad. Wegmann-Tgm. Tamm, Ehr. Weigel-Tv. SUingcnbcxg, Abam Welk-Tv. Borwärts-Bocken- hetm, Lndw. Bcppler-Tv. Marburg 84 P.
Das Ergebnis ber Wettspiele war:
Faustball: 1. Akad. Tv. ^Allemannia'-Darmsiadt, Tu. fiixborf 32:21, Tv. ead)ienbaufcn, Tv. Offenbach 38:26, Akad. Tu. Allemannia-Tarmstadt, Tgb. Frankitiit 29:24, Tv Hombiirg, Tu Hanseil 54:25, Tgs. Bieber, Tu. Kesielstadt 45 : 36, Tu. Dor ivärlS-Bockenheiii», Tgd. Offenbach -.1 : 4u, Tgb. Bockenheim, Tgb. 9hebevrab 50:28, Tgs. Lberrad. Tgb. Griesheim 26 22, Tgs. Rüffelshcun, Tv. lloblenz 36:32, Tgs. Bieber, Tv. Vorivarts- Bockenheim 20:15, Tgd. Bockenheim, To. Vorivärts-Bockenheim 36:24, Tgb. Frankfurt, To. Hausen 26 :12, Tgb. Bockenheim, Tv. Vorivarts-Bockenhclm 33:22.
Tambur» n. Tv. VorivürlS-Boclenheim, Tu. Hausen 82: 24, Tgs. Boinhenn, Tu. Homburg 76:61, Tgb. Bockenhetm, Tu. Dor- ivariS-Bockenhenn 67:54; (liirnerinnen) Tv. Vorwarts-Bocken heim, Tgb. Bockenheim 47:33, Tv. VorwärtS-Bockenheim; To. Sachsenhausen 57 :53.
6 d) ( e u b e r b a ((: Tu. Sachse»,Hausen, Tv. Nieberbrechen 1:0, Tgd. Cbetrüb, Tv. Nieberbrechen 1:1 (uneutschiebeu).
rätrr gnmidilm Form geübt werden mütif", fanden die drei i» binent Tbrm.' anqedemeten Möaltchknte»' ihre Verirrter, :riebet roch! di' These: privat- Zninative und Lettting mit staatlicher Subvention dtr S-omratbir der Mehrzahl der Veriammlung turn Ausdruck brachrr. Ermtimmiq wurde tue Resolution der vorrgkU XrxvcxCTt*, erneuen, wonach man wünschte, daß das G<fetz rom 11 Znl» 1891. das den Blinde». Taubstummen. Zhioten uib Ewkpnschcn ..Bnvahrung, Äur und Pflege m g »igneten Anstalten ' jufpnrfu, and) auf hie Krüppel ausgedehnt merbe. t:ma mit dem Wvnlam: eine gtetdr Verpftickstung drsteht aeges-
über tororrlid) verfrüvvelten Personen oder Mruppeln . be; benot nach sachperstTndigem i4utad):en angenommen werden muß. daß tnt Betreffenden, obnr Ausbildung »u erhalten, enverdsun'.rd!» bleiben, nach her Ausbildung aber wenigstens teilweise erwerhA- fähiq werden können " Dabei ist die Vorausietzuna. daß gciinir und manuelle Ausbildung in der Fürsorge ausdrücklich an begriffen tft.
Bei Vesprecdmta der „D r» »i p 1» n a r m 111 e ( in Irüp- pelHe » men ' wurden d:e gewöhnlichen puMat^indKn Wrunb- sätze empfoblen, als alluannue Tatsache sestgefdkttt. daß köroct- liche Züchtigung m strüppelHeimen Nicht stattfinde i;nD stattfinden dürfe, und daß für ganz besondere Ausnahmesütte das elterliche ZüdUigiutgsrecht in der gesetzlich gaialleren Beschränkung lediglich der Anstaltslellung vvrdcbalten bleiben müsse.
Zn das medltmiiche Gebiet führte daS Thema: „Welche Rolle spielen die mediko m c d) a n i i <t> •• n Apparate »m 4rüppe(bci m". Dem dnnxrgtfcivn Verfahren wurde bt; größere Bedeumng zugesprochen, die m«-diko-mechanisct»e Bedand- lung und Nachbehandlung zwar auch für hilfreich, aber doch nur in zweiter Linie für wichtig erklärt und die ersatzrungSg.-maß bef‘en Apparate erläutert.
Dar Referat über „die Bedeutung der Reichest r ü p o e l st a 11 st i k" hob das Verdienst der von Tr Btefalski bearbeiteten Statistik hervor Dieselbe gebe für viele, daS Änippel- tum betreffenden Fragen die enpünfduc Unterlage. Zn bei Di» Tuijion wurde davor gewarnt, alle mitgftctltrn Zahleuergebnisie als gli-idnwrtig zu afieptierrn. Be, der TatiadKnerbebun i durch untergeordnete Ocgaue kamen z B Fragen, d,e kitti: lu b-* antworten seien, wie d,e padi der Zahl und dem Michlecht der jlrüpvcl der 'Sirhidfett viel irnbci als sduver zu beantioortmbr, rote die nach der Heimbedürlligkett, Hemtwittigkell. Heilbarkeit. Unheilbarkeit. Durd' ittzugroßes tkrtraiien auf diese letztere» roürb-n unrichtige Schlußfolgerungen oegünfhgt
Bei bem ,,ko n f e s f i o n e l I e n Übarafter ber A n - statt und ihrer Zöglinge" wurde berDorgeboben, daß znnschcu beiden wesentlich zu unterscheiden sei. Die Mehrzahl der Teilnehmer zog konfessionelle Anstalten vor, verlanate ni'er, io dies angebracht sei, bte Ausnahm, andersgläubiger Zöglinge
Endlich rourtk- hte Aunnerl,amke,t ber Teilnehmer auf die T au b ft u m m b l inbe n gelenkt, bereu Fürsorge tatiädüid) an bie strüvpelpflegc angeghebert ut, n> int £berhnh.iu» zu Rowaweß. Durch eine Schwester würben 2 Hnahen aus dieser Anstalt ber Versammlung vorgcftettt unb bie Ausbildung des Sprartroet- mögens derselben bargetan Sobann wurden die Erfaknuugen nutgctcüi, rocldx man bei der Zuwendung von Spezialtuisorg« sur die Taubstumnibttndeit i»u ston,greich S^ i nm gemalt l hat.
(ßcrichtsjaal.
Berl»n, 22. Juni. Zuiu bcoorfteljenhen Euleuburg- Prozeß ist heute bte Ladung Der ,lcugen erfolgt. Ziele Zeugen tmirDcii für ben 7. Juli unb kommende Tage für 8*/, Uhr Vormittag« nach den, Schwurgericht 'Moabit berufen. Demgeuwg nimmt her Prozeß Eulenburg am 7. Zull feinen Anfang. Iie Tage vorher werden, wie |d)on nutgeieilt, mit dem Prozeß Hnmaw» allSgefüllt werden.
Meteorologische Beodochtungeu
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Telefonische Kursberichte
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kalter Mondamin-
M ilchflammeri serviert. Lehr nahrhaft und erfrischend. Msn^wi« erhältlich h 60, SO v 15 pfg. Rr.rttc auf jedew
Die 5. Nonserenz der deutschen Anstalten für Krüppclpfkgc
fand am 2. und 3. Zuni 1!K)9 im Mruppeliieim Annaftift zu \ Hannover stall. Tic stonfercnz war befudu von Pädagogen, ' Pastoren, Acrzten, Perwallungsbcamtcn, Vorstcherinnen, Dia ; kontsscn, Lehrer innen, Vorstandsmitgliedern Es wurden im 1 aanzeu 11 Referate erstattet, die alle eingehend diskutiert wurden Zn der Erösmungsansprach.- unirbc gewann vor den in bni letzten ' Zähren versch^dentlich geschehenen zu optuiv.pudwn Jingabcu über bic Ersolge der strüppelheime, ha die wirklichen Enolge schon : so groß feien, daß man gar nickst nötig habe, sie tümihd) zu ; steigern, unb bies nur, wenn bic zu hock»
tungen sich dann nicht erfüllen, einen Mckscblag io» Interesse des Publikums zur Folge haben wurde.
Mitten in die Praxis hinein nlhrtc daS Referat: „Rat- , schlage über den Bildungsgang der .'truppe 1" für
Sb ruf, sowohl »m Handwerk als m iveiblicheii Arc und in sonstigen Handfertigkeiten. Die Tiskusiion gab »Belegen heu. daraus hinzuiv.ijcn, das- das Unglück Der Mrüpprl tatiichliw nicht nur ut körperlicher Mißgestalt, sonden» auch in manpribaftcu Schulkeuntnissen und im Fehlen eines Broterwerbes bestehe und
Vädischei Behandlung (ivic hab Publikum meist meint beste Heu darf, ionbent haft neben unh nach derselben ein regelrechter Schul
ist So lange die letzte Erkenntnis nicht allgemein burdw drangen ist, wird eine wirksame Hilfe für btc Hnippel nicht üruvvelbetm ist eoen nicht nur
Heil- sondern Erziehungsanstalt.
Die Besprechung des Dkuinas: .ärztliche Erfolgs ft a 11 ft t f" ergab die 2aiiadx-. daß . oar durd' die Fortschritte höchst crirralidx Erfolge zu verzeichnen seren, »cdoch in ihre Zahl verhältnismäßig gering. Der Begnll der H l\ung ,m gr wohnlichen Sinn: 3unkffubrung zur völligen Norm sei roti'em lid) einznichränken Man nuiiic sich auch in den Mei len günstigen Fällen mit dner wesentlichen Besierana genügen las n
Die Frage, „welche Verbindung der Änitalt tni t ihren entlassenen Zöglingen ru erstreben sei", irurhc da dm beantiuortet, haft »<c nicht tn eure Bevormundun-. und auigebrnngene Hilfe ousanen dürfe, roc^ugen »,ch der be rechtigte 3e(bftanbig!ri:5trieb brr Zugenb sträube, wohl aber soll I den Zöglingen zu erknnrn gegeu-n werd.';», daß sie icderzett ai ;
ihren Wunsch Zmerefie, nacu Möglichkeit Rat und Fürsorge von | Anstalt unden können
bic , Bedeutung des Handwe r ks unb de sl e l ritt;" in Miüpprlh-im wurde iestgestellt. daß da I weitaus f;;t Vorzug verdi ne, schon ro.-grn feiner c: 1 traft und Wirkung
r-Kmdermohl
-Kranken kost


