(^ebraucfi mache. Aber in dem in Rede st-'h.nde Fall handle d:r hessische Gesetzgeber rücksichtslcs uns 5trat in ausgesprochen agro’ rischem Eharakrer. Tie lebhafteste Krit'.k dieser ygidung. aus die sich das Friedberger Urteil stutze, in durchaus am Platze. Tic teilweise übertriebenen Eisenbahnmünschc, die in Hessen vorhanden seien, sollten aus dreie Weise durch Intcressensvb'r.n, die überhaupt nicht vorhanden seien, nnanziert w.rden. (rr schlage vor, daß die Frage dem hessischen Städ.::ag unt?rfa uct werde. Jedenfalls sei in dieser Frage nicht nach dem Grundsatz „iuum cuiove" gehandelt worden.
Stadtv. Tr. Gut fleisch Mrt aus, daß Anregungen der Städtevertrcler in teer 2. Kammer bei dem dort vorhandenen agrarischen Uebergewicht leicht in das Gegenteil von dem ver- lehrt würden. Gerade Vrof. Tr. 3-ernt er habe sa kürzlich tn einem tmrchauS zutreffenden Artikel int ,,Gieß. Ans." nachge- miefen, wie sehr im direkten Widerspruch zur Zu ammensctzung der Bevölkerung in dec 2 Kammer das agrarisch« Uvmc-.tt überwiege. Es sei bedauerlich, wie machtlos die Vertreter der Gtäbtc in der Vertretung der Wünsche der Städte feien. Er habe es früher einmal gerade in einer Professor Tr. Bicrmer berührenden Angelegenheit unternommen, in der Kammer etwas SU erreichen, dadurch, daß er gegen die Errichtung der von gewisser Seite gewünschten nationalökonem schen ausgetreten sei. Aber seine Absicht sei damals gerade in das Gegenteil verkehrt tvordcn, denn die 2. Kammer hab« mit 34 Stimmen gerade eine solche Profes'ur verlangt. Rur dem ent» schlossen en Auftreten Prof. Diermers selbst habe man ju verdanken, von einer solchen Professur verschont geblieben y.i km.
Die Versammlung stimmt hierauf der Einlegung der Berufung gegen das Friedberger Urteil zu.
Schulon.elegenheiten.
An den Übtaben- und Mädchen-Volksschulen s nd zu Cftcrn 194)9 wegen der grasten Schülerzahl 4 neue Klassen zu errichten und zwar soll je ein dreiklasiiger und je ein ttocj.amner je eine neue Klosse erhalten. Tie Unterbringung soll in den Schulbaracten erfolgen. Die für rwei Klassen bestimmte Baracke soll Lei dem Schul Hous an der Schi Icrstraßc und die abaebroch-ne em< llassige Baracke bei dem S<l:u.lmus an der Rord-Anlage crnchlet ir.rrocn, während bk 4. Klasse in far Baracke bei dem Schul- Hau- in der West-Anlage unlergcbracht nrrben soll. Tie Höhe aes ersorberlichen -redlts st ht noch nicht fest, dock' wird er icbt schon bciüiiii-it, da IN.! die Vorarbeiten sofort beginnen können.
Stadtv. .Heichelheim regt an, einige Räume der kürzlich erworbenen alten Klinik für die Ausnahme der 4 Klassen einzurichten, da sich diese doch besser für Lchulräumc eigneten wie die Schulboracken.
Ter Vorsitzende meint, man solle dies nicht dIjtk Rot tun, da man sonst damit eine vierte Volksschulgruppc erhalte. Gegenwärtig würde übrigens ein Vauprogrannn für ein in nicht allzuserner Zeit zu errichtendes weiteres Lollüschulgebludc ausgestellt. Es wurden Erl düngen über die Minderzahl in den einzelnen Strosten sestgestellt, um den Standort der neuen Schule möglichst zweckmäßig zu wählen. In Betracht kämen Plötze an ; der Lreonerslraste, dem ehemaligen Aktienbrauereigelände und an ! der Kaiser-ckÜllee.
Stadtv. E m m e l i u s macht darauf aufmerksam, dast man in der alten Gewerbeschule ganz gut 2 Schulräume schassen könne.
Stadtv. W i n n würde es für praktisch harten, wenn man das Mälzercigcbäudc der Altienbrauerei für Schulzweüe um'jniicif werbe, man käme dann viel billiger zu den nötigen Räumen, alS wenn man einen vollst indigen Neubau errichte.
Ter 23o rsitzende meint, man solle zunächst die Erhebungen über die Schülermht in den einzelnen Strasten abwarten, ehe man über die Platzsrage beschließe.
Stadtv. Plank weist daraus hin, dast an dem Gebäude von Bubenhänden Beschädigungen verübt würden, man solle die Polst zu energischem Einschreiten veranlassen.
sirachdem der Vorsitzende noch festgestellt hat, dast das Gebäude erst 1910 in den Besitz der Stadt übergeht und der oben erwähnte Beschluß gefaßt wurde, wird der Gegen I stand verlassen.
Bezüglich der Beschaffung v o n L e h r m i t t e l n i n b c n Volksschulen waren früher in der Versammlung Wünsche und Bemängelungen vorgebracht worden, die Veranlassung zu einaehenben Erhebungen gaben. „Tie Schuldeputation" bat folgenden Beschluß gefaßt: lieber die unbegründete Vesckjwerde- führung einzelner Lehrer betreffend die Lehrmittel geht der Schulvorstand zur Tagesordnung über. Den .Hauptlehrern wird em- vsohlen, zu Beginn des Schuljahres neben den besonderen eme allgemeine Konferenz abzuhalten, die sich mit der Anschaffung der Lehrmittel beschäftigt. Er mißbilligt es, daß die Beschwerde luhrcr sich an etnzelne Stadtverordnete mit ihren Klagen gewandt haben, ohne daß der vorgeschriebene Instanzen',ng erschöpft »vor. Der Vorsitzende bemerkt noch erläuternd, daß in der Sache ein Mißverständnis vorgelegen habe, die Bezirksschule an der West-Anlage für die kurze Zeit des Bestehens der Samm- lung genügend mit Lehrmitteln versehen sei und die Stadl- uerorbneten, die damals die Klagen hier angebracht haben, durchaus im Recht gewesen seien und nur ihre Pflicht getan hätten.
Dies wurde auch in * anschließenden Debatte uneingeschränkt gebilligt. ES beteiligten i.ch daran die Stadtverordneten Eichenauer, I a n n , T r. Ebel, K r u nt m , .Heichelheim und der Vorsitzende. Mit dem Beschluß des Schulvorstandes erklärte man sich einverstanden.
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amkeitsbesttebnngen.
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Jahre keinerlei t DaS Ict der n Kindern kein Q». -
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bbarer .
Tr. Diermer führt aus, dast wie bei der um bct,^r Untverptät man der Ansicht sei, daß e5 fi^nhflnc bnn°lld* und durchaus notwendige Angelegen- uanoit.
RechoungSabichliifie.
Tie Plock'sche Stiftung bat für 1907 5140 Mark Ein» nahmen und 1205 Mark Ausgaben zu verzeichnen, so daß ein Kasienvorrat von 924,83 Mark verbleibt Tas Vermögen der Stiftung in Grundstücken und Wertpapieren bläust sich auf 112 685,/] Mark.
Die Rechnung der Armenkasse für dasselbe Jahr 1907 >^Ucßt nut 88 709,76 Mark ab. Ter Zuschuß der Stadtkasse betragt 41 410,42 Mark.
Zur Rechnung des Realgymnasiums und der Oberrealsckule 'nutzte dle ^tadtkaste im Jahr 1907 einen Zuschuß von 49 875 Mark Insten.
Di« drei Rechnungen tvurben ohne Debatte genehmigt. Tie Ohren- und Hautklinik.
Stodlv Grünewald führt aus, daß die von der Stadt ;m vorigen Jahr tut tue Errlchiung einer Cfaen- und Haut- Tlmit gestifteten 100 000 Mark in der Erwartung bewilligt worden Wien, datz der Kltntkoau baldigst in Angriff genommen werbe Er frage an, ob her etnat die 100 000 Mark angenommen habe und wann mit dem Ban begonnen werde. Tie Angelegen!«: st sei um » .urniglicher, als seit dem 1. Januar b. IS. die Klinik der katavlnäx'n -Lck-weslern nicht mehr jur die Zwecke der Lbrenklinil zur vcrrügimg stehe.
Mitteilung deS Vorsitzenden ist der Stadt über die Annahme der sttltung nichts zugcgangen, jedoch hat der Rektor der Umverfitat der Stabt im Auftrag der Regierung für du: Bewilligung gedankt. TaS staatliche Hochbauamt ist schon M„/?^erer Zeit beauitragt worden, Skizzen u'w. bcr neuen o^narbcUcn. Im neuen ^taatsvoranschlag stehe aber
Stabte’k ° d>» fLen’aU* bie An'raae des v- ur durchaus berechtigt und vorn Miniuerium brr Änfer *U0CfeöL lv'cjbf "N Finanzausschuß
<?-5^nicr brc. öadK' sprach,' bringen. Ter neu-- Etat fei höchst armselig. c< werde unendlich meniq geleistet Tie -lnnut des.Fiskus trete so deutlich hervor, daß es fast schem daß die Regierung zu wett gebe in uuen 5 ' ' '
ES sei bereits beidi tollen irort. d im l Wünsche von Beamten berfldfidtijr kerb Standpunkt eines Hausvaters, ter ieinc.i Brot geben will. Man re
Steuererböbung von des Schulgeldes an
Betrag sei sckwn bie Rc.v gci. .
\ Stadtv, Krumm bemerkt, die Räume, tn
zu arbeiten gerwungen seien, seien bie reimten Biehftalle und als Arbeitsräume völlig ungeeignet. Es ict em Wunder, datz es überhaupt noch Leute gäbe, bü cs barin aushielten.
Itadlv. Grünewald regt an, daß die Ltadt m Gemein- schott mit der Universttä: eine Vorstellung nach Tarrnstafa richten solle Bei bcr seinerzeitigen Bewilligung ict das Mißtrauen vorhanden gewesen, daß dir Staat die 100 000 Mark zwar nehmen, aber eie Klinik doch nicht bauen werde, und dann be'ch! , n, b:c 100 000 Mark erst bei der Grundsteinlegung auszuzahlen. ^Es müsse unbedingt für bessere Kliniksräume gesorgt werden, r,an Pros Tr Leutcrt einen Ruf nach München erhalten habe, sei allgemein bekannt. Durch die jetzigen Zustände werde ferne Bereitwilligkeit, hier zu bleiben, gewiß nicht erhöbt. , Mit dem Grundier des Svarens auch an nötigen Tingen mache man die wirtfchc'.lich« Lage auch nicht bester.
Stadtv. Tr. Bier wer bestätigt al'es, was Stadtv. Krumm über die menschmunwürdigen Zustände in der Klinik gesagt bat. Auch er f-i sür Svarfamkeit, aber nur da, wo man svaren könne. Er habe eine Einrichlima zu einem Schwurgerichtssaal und zu einem Konferenzzimmer gesehen, bie alles andere als Svarmm- keir gezeigt hätten. Bei der Klinik aber handle es sich um eine kulturelle uub bumani^re soziale A'isgrbe, an der das ganze Land g'-oßes Interesse Hetze. Hierbei dune man unter keinen Umständen fDaten. Mit d-m jetzt beliebten Sva-samkeitssystem könne man höchstens- ein bischen vervusten, die Steuererböbung komme doch. Auch in der 2. Kammer brauche man hinsichtlich der Äliniksbauten keine Schwierigkeiten zu befürchten.
Stabro. Tt. Hab . korn führt aus, baß man vielleicht mit Räumen der setzt t^r Stadt gehörigen alten Klinik aushelsen könne. Man tCune sie dem Staat auf eine bestimmte Zeit mietweise überlassen.
Stadtv. W i n n b-stät'gt die Schilder'ingen von Stadtv K nmm und Tr. Diermer als durchaus zutreisend. Man müsse in der Tat sich wundern, daß die Regierung dem Notstand nicht abhelfe. Pros. Tr. Leutcrt wollte keinen Prmicbau, ihm genügten ausreichende einfach« Arbeitsräume.
Aus Vorschlag des Vorsitzenden will man zunächst ab» warten, was Tr. Gutfleisch im Finanzaussck)uß der Kammer erzielt.
V rschiedeneS.
Tos letztiährige I u g e n d f e st hat mit einem aus der S'adt- kassc zu deckenden Fehlbetrag von 1680,83 M. abgeschlossen, einen ck nnig wenioer wie vor 2 Jahren. Tie Versammlung hat nichts dagegen einzuwenden.
Auf ein nenerlickws Gesuch des faufm. Vereins weiblicher Angestellter wegen der Entschädigung sür das dem Verein überlassene Zimmer in der Realschule beschließt man, es bei den früher gestellten Bedingungen zu lassen.
Als Ausnahmetage im Sinne der abgeänderten Ge- merbegrbnimg vom 30. Juni 1900 iMindcstruhezeit ber Gelüsten ufro.) sollen bie früher bestimmten auch in diesem Jahr beibehalten werden. Es sind dies vor Ostern 3, vor Himmel- fahrt 1, vor Pfingsten 2, vor Weihnachten 14 und vor Neu-
8 Ufa: 14. Dienstag Abonncnient-Vorstcklinia. Neuheit: .Die Edinnmaler/ Komödie in 4 Akten von Arthur Dmtcr. (rnbe I0‘, llbv. Mi'lwoch den 27.'Januar, abends 7 Ufa (13. Thtt« ivochS - Abonnement - Vorstellung): Fest-Vorsteliuna: »Wastemtein, Tod'. Ende aeoen 10 Uhr. DouuerHiaq den 28. Jair., abend« 8 Ubr, inner Mitu-rkur.a der Kavelle de4 biestacn Jistamerie» Reqimems, bei Volksoreuen: -Ter Schwieaervater' oder -T,e baiben Reichenmüller.' Ende IO’-, Ubr Freitag beit 29. Jam, aveuds ü Ubr: 14. FrcitagS-Abonnelnent-Borstellimg: ,Ter Talisman.^ Ende 10'/. Ubr.
Die n>tch« A n r 7 | n -iml Sonntag, 24. Jan., nnr von -tehenden Ä v 1 ul v(2 Ihr mittags bis 12 i hr nacht* tfa drinyonde Fäll* sicher Hnztitreffen : ID”/,
Dr. Ploch, Attcrwe? "4. l)r. Schllephake, Goethestr. 44.
I)r Wagner. West-Anl >re 49.
Sonnia« d.^4. Jan.vonnachmittag' Pol l/DnQnnth ~ 1/3 4 Uhr bis 9 Uhr obends nur ffc^ffuct: rclll\<l!lapUlll
Giessen, den 23. Jan 1909.
Gro*»sh. Pollzclamt. Reinhart. Ba,\
Auszug a. ö. Slaiiöcsamtsregiitern 6er Stadt Sieben.
Aufgebote.
Jan IG. Otto Wallot. Großh. GenckilSassessor in Darmstadt, mit flarola Hormanu in Gießen. — 19. Ehristovb Schlamv, Badn-i nrbeuer t» Gießen, mit (xln'abcih« Helene Marie Helm m berg a d. O. — Paul Enul Haudold, Must ter in Gießen, mrt Tloranrce Rotharnte Schm'tt in Bad fDlnnfter tt. Eleni. — Heinrich Cito Hahn, Pvwalvsteger in Osteßen, mit Ottilie Paul i, Nonnenrotli. — Friedrich Svieker, Schuhmacher, mit Lüste Pitzes beide nt Gießen. — 20. Astreb Jost, Metzger, mit'Mel'ne Valentin, beide in Gießen. — 22. Heinrich Lento, Vize Wachtmeister in Treptow, mit Philippine Klaus in Gießen.
Geborene.
Jan. 13. Dem Friseur OSkm. Sckiöu eine Tochter, ^Inn« Karoline. — 13. Tein Taglöhuer Heinrich Launfvach ein Sohn, Heinrich — Tem Tahakivinner Franz Schild eine Tochter, Tora. — 14. Dem Tagtöhner. Christian Pitz eine Tochter, Elisabeth. — Dem Taglölmer Heinrich Biehl eine Tochter, Kälcheu. — 16. Tem Spenaler und Installateur Wilhelm Siork eine Tochter, Anna Kunigunde. — Dem Kmstmami Johann Anglist Leithäuser ein Sohii, Erlist Paul. — Dem ftricbbomibeiter Ludwig Brnckmann eine Tochler, Emma. — 17. Deut Stukkateur Alerander Htld ein Sohit, HanS 9ludost. — 18. Teilt Taalöhner Franz Jung cm Cohn. Franz Jose'. — Tem Schlosser Beier Bolt eine Todner, Lina Margarete Marie. — 19. Dem Tapezier Theodor Törfuer ein Sohn, Walter August Heinrich.
ßeftorbene.
Jan. 17. Justu? Fritz Eckhard, 3 Wochen alt. Bnddestr. 5.
Kirchliche Nachrichten.
jahr ein Tag.
Ein G'such des Friedr. Dilh. A n d r ä s um Erlaubnis zum Schankwirtschastsbetrieb für Kanzleiberg 5 (zum alten Schloß wird befürwortet.
Stadtv. Walfansels 6r;nnt nir Sm:actz", hast im Philosophenwald ganze Bäumchen abgerissen und af5 Brennholz nach .Hause gebracht werden und bittet, die Aufmerksamkeit des Forst- schutzversonals hierauf zu lenken.
Stadtv. E m m e l i u s schließt sich dieser Klage an.
Man lese den Gietzener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhessens mit frei Beilagen „Xamilienblatter* „Landwirtschaftliche deitfragen“ und dem Kreisblatt sür den Kreis Lieden. Auslage über 14000 Expl.
Evangelische Gemeinde.
Berichtigung.
Der F r a ll « n m i i s i o n s v e r e t n findet Ticn-tag nach- intttaaS 4 Uhr (nicht 8 Uhr) statt.
Meteorologische '^eobuchtnngen
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der Station (Ziesten
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Sonnenschein
Klarer Hiiul»'
2,9
2,3
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0.1 3.3 । 71
Höchste Temperatur am 21. Jan. bis 23. Ian.
9hcbnafte . ,21. , , 23. .
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Januar
1909
Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfte stelle öe$ Lietzener flnjdger» nehmen Bestellungen auf den Lietzener Anzeiger entgegen.
Telefonische Kursberichte
des fliessend Anzeigers, mitgetcilt von der Bank für Handel und Industrie, fliessen.
• Gegen Hotelmißställde bai im allaemcmen öffentlichen Jltteresie der Derband reckender Kansteule Teulschlands ht Lcivug Stellnua genommen. Es handelt stch habet um bie Ab- fchasslli'g her losen Bettbezüge in ben Gasthöfen, bie stch verschieben und heu (tzaft in unminclbare Berührung mit den Woll- ober Slevpdecken briugeii, unter benen die Nacht vorher em m,derer 6)ast gelegen hat. Jil Suhdeiillchland findet mau derartige ekel- haste Betten last auSschlies,stell. Die Denkschrift wird burd) ein vorn Bet bände en,geholtes Gntachieit Professor Tr. LaNars in Berlin unterstützt. Ter BZelebrte sagt darin u. o.: .Tie meisten, nmuent« lich die ansteckenden Krankheiten, heften stch an ben menschlichen Verkehr. Wo feine Menschen hausen, da gibt e5 weder Schwindsucht, noch TtzphliS oder geschlechtliche Krankheiten. Aber gerade biese acsürchlekeu Leide,i sind eS, deren Bekämpktliig innerhalb der menid)lidicn Gelellidla t nur durch eine bis auf das Aeußerste ae- triebene NeiulidlkeitS- und, was dasselbe sagen will, GcsiindheitS- vstege gewährleistet werden kamt.' »Man verlange', fahrt der Gelehrte bann fort, .gewaschene Ueberzuge über bie gesamten Decken und Teckbelten, ober and) gewaschene TaaeSüberdecken für TovhaS, wie sie zum Stcuibschutze imb zum Schntiicke benutzt werden. Sind diele nicht pleid)fall5 waschbar, so bilden sie wahre Fonastätleu für (rimuftungen von Krankheilskeimeu her verfchie- deusten '2lrt. Nur her ga>,z in Leinentücher gehüllte Schläfer befindet stdt in jener schützenden Absonheruuq von ben übrigen, ihm iremben Reifenden, die er fordern nm6 im eigenen und im In- lerefic ber eeimgen/ Weiter tritt Prost Lassar für Berbefserung und Vermehrung der Aborte und für eine ausreichende Wasch- und Badeaelegeuheil in ben Gasthöfen ein. In den VerkehrSbläiteln und Reiiehaildbüchern sollen Gasthöfe, die solchen qciunbbeitlichcn Anforderungen entsprechen, mit besonderen RenmcKhcit versehen werben.
Diärftc.
lom
Gicßeu, 23. Januar. 2' art,bericht. ?hif heutigem Wochen- moltte fosicle: Lutter pr. Pld. 0.90-1.00 Dck., Hülmereier 1 St. 8-9 *1 ffl., Köse pr. St. 6—8 Pf.. Käfematte 2 St. 5—6 Pl<,_ strbleu v. Pfd. 18-24 Pfg.. Liufen v. Pid. 25-40 Psg.. Tauben vr. Tr. (>,50- 1,00 P.k.. Lüh,ter pr. St. 1.00—1,60 P,k.. Holme pr. Sind 0,80—l,8o9).f., (f oule i r. Pfd.60— 70 Pst. Eilten pr. Stück 1,80 bi« 2,20 W.L, Cdifeufleikh vr. P,d. 76—84 Pfg., Rnh- unb Niudsieifch vr. Pfund 70- 80 Pfg^ echweineflciicb vr. U'uub 80—90 Pfg., Sd n eincsieisch. oeiaUen, pr. Pfd. 60 Pfg., Sloll fleiidi rr. Pld. 70—78 Pfo., Homrnestleckch vr. Pfd. 61.-LO P'lg. Korios-eln vr. 100 Kg. 5.50-6.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6.00— 8,00 W<L, Wütet) ver Liier 20 Pfg., Weißfrout per cturf 10-15 Pfg.. ver Beniner Mk. 0.00- 0.00. — Aeo'el per Ztr. 8—10 Alk.. Birnen ver Zlr. 10—15 WIL Nüße 100 Smck 5(fa-00 Vfl.. ver Ztr. 0-00 Mk. D.'arktzeii von 8—2 Uhr.
fo. Aus Nassau, 29. Jan. Die in ben letzten zwei Wochen m Altenkrrche.l, Rennerod, Westerburg unb -r onta daur abgehobenen Diehmärkte braditen für Inna-, Juajt- und uetwieb uuoeiänhene Preise, während die bei Fett- meb, bei cchiretuen, eine rückgängige Be.vegnng zeigten.
SpielplaM öcs Heuen Gießener Stnöttheaters.
xomitn?, den 24. Jan. nachnuttagS 3'. Uf r. be: kleinen
, ' ? * 5 . l .'ll-e-.it- 7- Uhr,
• nt" ' V. ' s^NemS Lager.* Hierauf: ,Tte P-rcco- mi. Ende gegen 11 Ufa. D.elrslag den 26. abenb5
Fmnklnrter Börse, 23. Januar. 1.15 ühr.
3X*/e Beichsauleihe . . 95.20 3% do. . . 86.10
e/6 Konsols .... 95 30 3% do. .... 86. 5
3Hefe Hessen 94.10 • XA eZe Oberbeasen . . . 93.20 1 % Oesterr Goldrente. 98 10 41/,% Oesterr. Silberreute 98 10 4 »o Uujrar Goldreute . . 93.85 496 Italien. Reute . . . —.— 3?6 Portngieaeu Serie I —
396 Portugiesen „ 1IT k-8.80 4>6°fe russ.Staatsanl. 1905 97 80 4J4°/O japau. Staatsanleihe 9315 196 Conv.Türkeu von 19U3 93 50
Türken ose 146.80 l-6 0riech. Monopol-Aul. . —.— 4 96 äussere Argentinier . 86.' 0 d°/e Mexikaner . . . 63.60 4>ati/e Lhiuesen .... 98.45
Aktien:
Bochum Gass 224 00
Baderas E. W 111.5U
Tendenz fest.
Elektriz. Lahmeyer . . 11990
Elektriz. Schnei«rt . . . 120 50 Escbweiler Berirwerk . . 188 25 Gelsenkirchen Bergwerk 189 90 Hamburg-Amerik Paketl 113 70 Harpener Bergwerk. . . 193.90 Lanrabütte 202 30 Sordd Lloyd . ... 93.80
Obeischles. Eisen-Tndustrie 97 00 Berliner Haudelsges. . . 170 80 I'armstädter Hauk . . . 130 60 beutsche Bank .... 241 50 Deatseb-Asiat Bank . . 135 00 Uiskouto-KomuiaudiL . . 184.90
Dresdner Bauk .... 149 25 Kreditaktien 197.90 Baltimore- and Ohio-
Eisenlabu 111.20 Gottbardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 17.90 Oesterr. Staatsbubn . . . 144 70 I'nnce-Heuri-Eiseubabu . 121.60
Iterliner Itöree, 23 Januar. Anfangskune.
Canada E. B 174.80 • »annstftdter Bank . . . 130.20
Deutsche Bank .... 243.90 Dortmuuder-Lnion C. . . —
Dresdner Bank ... 14920
Tendenz- unentschieden.
Harpener Bergwerk. . . 194.20
Lanrabütte -
i.ombardeo E. B. ... 1800
Xordd. Lloyd 93.20 lllrkenlose 146 JO
Glänzend bewahrt und erprobt
Hai fld) Stott* Gmalfton nun ’4rr hit übn SO ZWt« unb tuirt» noch immer voa ben LrUen olo bie btltgeeianefe gor« ang leben. der mau tebeitian untes Do Ha Uu»ui|uag Inner Eigenlchatren Vekabre.itzNl tuen.
Scotts Emulsion
tft Völlig frei von tzn befaanta enanat« nebmrtt xa*rotrtunaa qtoobnit^tn Irene, bu befl;s (Ftunef)mca 'ut Die driften TOtnldxj unmögaö tragen, unb tturti ci:hr? -■ uuttrcaStn r» fchcr unb fiterer al« dieser.
Senkt« Gmulpoi toirbt-on »4 au*- t&U sUtch im jraije! v?rtau'k. unb war m'e lolt nach Gesicht ob;r 'andern nnr in cttflr'flun CnainolfCaldjen in Äarton mit utUerer Echutzmane ckZilcher nm brr Toe'ch,. fecott * SoDne. • m b. FrunOort a. M.
3<Ran*i ■ •: Feinster DUtl|lEaf- V4t<rtr-:: 1> rnma t'.o«/r.i: V>M, iu:!',.p‘o«pf‘?n3’aureT Aal! <Z. tuler»
Si.ut.-r -" Calo. ?U:r echt mit dicht 2r_ it 3,1 nnfUr an:b. tlnmmi pul». Marte-dem Milcher SA - (t.ü. I?c»ier 1 n,u. Sltotol 11a ~ Cnrontü» At.-nii 6T0CTc;:t*e limnlflon mtt y.inrt-, ?‘4tn be* Scott» ®Untd- unb sranUbertnot je J iroprex Ich« Verfahren« 1
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