Erstes Blatt
1 FS. Jahrgang
Samstag 26. FsLruav 1909
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Die heutige Nummer umsaht 16 Seiten.
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Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und , Vermischtes *
Nr. 43
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polilifcbe wochenschan.
Gießen, 20. Februar.
Wenn man mich nach her Abreise des englischen Königspaares von Berlin noch im Ungewissen darüber sein konnte, ob dieser Monarchen besuch irgendetwas an unserem bisherigen Verhältnisse zu England geändert habe, so weiß man es jetzt besser. Unmittelbar nach der Rückkehr des Königspaares von Berlin ist das englische Parlament mit einer Thronrede eröffnet worden und in bemerkenswerter Weise nimmt diese Thronrede schon gleich in den ersten Sätzen Bezug auf den Besuch in Berlin und seine segensreichen Folgen für die Beziehungen zwischen Deutschland und England. Nicht minder bemerkenswert ist es, daß man sich auch in der Adreßdebatte sehr eingehend mit dieser Frage beschäftigt. Die Redner der Ober- und des Unterhauses haben einmütig die Erwartung ausgesprochen, daß zwischen beiden Ländern eigentlich keine Gegensätze bestünden und daß man gut daran täte, in Frieden miteinander auszukommen. Bei uns im Deutschen Reiche sind diese Meinungsäußerungen mit Befriedigung ausgenommen; auch bei uns wird sich wohl nirgend das Verlangen finden, mit England einen Waffengang anzutreten, solange man mit den englischen Vettern in Frieden austommen kann. Hierzu sind aber alle Vorbedingungen gegeben, und der Berliner Monarchenbesuch scheint tatsächlich das ©einige dazu beigetragen zu haben, eine friedliche Verständigung zu erleichtern.
Auf die Bedeutung des englischen Monarchenbesuchs hat auch Fürst Bülow dieser Tage beim Festmahle des Deutschen Landwirtschaftsrats hingewiesen. Es war gewissermaßen eine Dankesverbeugung für die freundlichen Worte aus dem englischen Parlamente. Der Reichskanzler erwähnte dann kurz das deutsch-französische Marokko-Abkommen und ging hierauf ausführlich auf die Frage der Reichs f in anz re form ein. Er appellierte hierbei so warm und eindrücklich wie möglich an die Vertreter der Land- w.rtschaft, in dieser Ehren- und Existenzfrage des Deutschen Reichs doch nicht zu versagen. Diese Rede wurde nun zwar mit lebhaftem Beifall ausgenommen, aber schon tags darauf ertlärte dieselbe Versammlung die dLachlaßsteuer für unannehmbar. Ter Reichskanzler wird von diesem Unannehmbar allerdings kaum überrascht worden fein; er wird derartiges erwartet haben und seine Bemerkung im Landwirtschaftsrate, daß er vielleicht doch noch länger im Amte bleiben werde, als seine Gegner hofften, gewinnt hierdurch ihre besondere Bedeutung.
In Alzey-Bingen, wo die Reichstagsersatzwahl unter großer Erregung vor sich gegangen war, ist eine Stichwahl zwischen dem Pfarrer Korell und dem Anhänger des Zentrums Uebel nötig geworden. Auf welcher Seite die größeren Aussichten sind, läßt sich noch nicht sagen, da die Nationalliveralen, auf die -es in der Stichwahl ja an- kommen wird, bisher noch keine deutliche Stellungnahme verraten. Selbst die Parteileitung in Berlin scheint noch nicht darüber orientiert zu fein, was die Parteifreunde im Wahlkreise zu tun gedenken. Interessant ist es, daß die „Germania" die Wahlaussichten sehr pessimistisch beurteilt. Sie meint, daß der konfessionelle Gegensatz schließlich bei der Stichwahl doch den Ausschlag geben werde. Vor der Stichwahl, so meint sie, werde die allgemeine Parole für die protestantischen Wähler lauten: „Gegen den Schwarzen! Und mögen Freisinnige und Nationalliberale bis dahin noch so erbittert und unversöhnlich einander gegenüber gestanden haben — jetzt iverben sie einträchtig gegen den „Ultramontanen" vorgehen." Das Parteiorgan des Zentrums bedauert es schließlich, daß die Zentrumswahler nicht den nationalliberalen Becker in die Stichwahl gebracht hätten, der doch Katholik sei. Als solcher müsse er dem Zentrum doch noch immer angenehmer sein als der freisinnige pro- testantisck)e Pfarrer Korell.
Auf dem Balkan hat sich außer dem Sturze des Großwesirs Kiamil Pascha und seiner Ersetzung durch Hilmi Pascha nichts wesentlich neues ereignet. Ter Ministerwechsel ist bisher glatt verlausen. Die Gerüchte von einer allgemeinen Anerkennung Bulgariens als Königreich haben sich noch nicht bestätigt. Die Gefahr eines Krieges zwischen Serbien und Oesterreich ist noch keineswegs geschwunden. In St. Petersburg erhebt man neuerdings gegen Iswolsky den Vorwurf, daß er den Krieg nicht habe verhindern wollen, der jetzt für Oesterreich und Serbien unabwendbar sei. E. A.
Stimmmigrdüd aus dem Reichstage.
Berlin, 19. Febr.
Der Reichstag befindcc sich in Arbeituvr. Von der in dieser Tagung so außerordentlich großen Fülle von gesetzgeberiscl)Lm Material ist für die Plenaroeratung so gut wie garnichts vorbereitet, öas Plenum mußte deshalb heute seine Sitzungen bis Mitte nacuftec Woche vertagen und findet auch daun neben einem kleinen Etat nuc einige kleine Vorlagen auf seiner Tagesordnung. Die Zwischenzeit will die. Budgetloiumißion benutzen, um zunächst wenigstens den Kolonialctat fertig zu stellen; und die Finanz-Kv;mmjston wartet nun erst einmal die große agrarische Woche ab, nut ihrer großen Schauoersammluug des Bundes
der Landwirte am Ätontag im Zirkus Busch. Was ircrben mag, weiß niemand. In starker Besetzung sind die Fraktionen präsent und pflegen verschroicgenen Rat. Im Sitzungssaal und in der Wandelhalle ein nervöses Hasten und Treiben und bei einer namentlichen Abstiinmung in der Plenarverhandlung, daher ein überstark beschlußfähiges Haus, wie bei großen Entscheidungen. Diese nervöse Stimmung drückte auch den Verhandlungen des Plenums ihren Stempel auf. Zur Beratung steht, nun schon am dritten Schwerinstage, der sozialdemokratische Antrag auf Gewährun g des Koalitious - und Streikrechts an die ländliche A r b e i t e r s ch a ft ; im ganzen Reiche, denn in einigen Bezirken des Reicl)s besitzt sie es schon, aber macht man davon keinen Gebrauch. Der Antrag enthält auch noch weitere öDcberungcn auf Beseitigung der Gesmdoocdnungeu u. a., und cd liegen auch von anderen Parteien, dem Zentrum und den ö*reifinnigen, Anträge vor, die in geringerem Umfange und mit gewissen Vorbehalten auf eine rcicl)sgefetzlicl)e Regelung des Gelinde- und Arbeiterrechts gerichtet sind. Aber bavvu ist heute nicht mehr die Rede und auch vvm Streikrecht wird nicht mehr gcsprocl)en: man sagt sich gegenseitig Invektiven und kümmert fich wenig um die Oronungsgewalt des Präsidenten. Nur zu Beginn der Sitzung sind die Bande frommet Scheu noch nicht gelöst wie hernach, wo Herr Zubeck und Herr Werner genössischc und antiscmitifche Kneiperinne r angen ausruuschten, unb die Herren Bindervalü Und Stadtl-agen sich mit nicht minderem Erfolg bemühen, den Ton der Rabauversamrnlung in die Halle des Parlaments zu tragen. Zu Anfang fpttc ein Konservativer aus Du- Preußen, der Bauerugulsöcsitzer Arendt aus Labiau, eine halbe Stunde lang die Zuhörer mit einer Schilderung des Arbeiterlebens in Land und Stadt erquickt, deren köstliche Urwüchsigkeit die Wände des Saales andauernd vor Lachsalven erzittern lieft. Ter herzcrftiscl>eride rustikale Humor, den er dabei entwickelte, ivar zumeist nicht gewollt; und ganz sicher hat ihm bei feiner kostbaren Uebersetzung des römischen panem et circenfes eine Anspielung auf das agrarisch Zirkustreiben am kommenden Montag ferngelegen. In namentlicher Abstinnnung wurden die Anträge mit Zweidrittelmehrheit an eine Kommission gegeben, und wenn das Glück es will und die sonstige Arbeit Zeit läßt, wird sich der Reiä-stag in dieser Tagung noch einmal mit all diesen Fragen befassen.
Ein anderer Gegenstand wurde heute nur von einer Seite angeschnitten. Nachdem es den Polen nicht gelungen war, mit ihrer Berufeng auf die Reichsverfassung und vestehende Reichs- gesetze das preußische En-eignungsgesetz zu Fall zu bringen, haben sie einen neuen Vorstoß unternommen, um unter Anwendung des Satzes, daß Reichs recht vor Landesrecht geht, auf anderem Wege zu ihrem Ziel zu gelangen. Sie haben dem Zllichs- tag tssuen Antrag untcrurcilet auf Erlaß eines Gesetzes, wonach dem Grundeigentum keinerlei Fesseln irgend einer Art aus politischen ober Nationalitätsgründen angelegt werden dürfen. ES tarnen nur Befürworter des Antrags zu Wort, bann wurde die Beratung auf unbestimmte Zeit vertagt. Herr von Dziern- vowski, der den Antrag uegrünbetc, ließ es naturgemäß an scharfen Ausfallen aus die preußische Polenpolitik nicht fehlen. Ter oberschlesische Zenrrumsmagnat Gras Praschma würzte seine Rede mit pikanten 'Anspielungen auf die Rede des Fürsten Bülow im Laiüuoirtschaftsrat unb das Schicksal der Finanzrefvrm. Herr Stadthagen überschlug sich im Paroxysmus seines Zornes, und Herr Go the in gab dem, Standpunkt Ausdruck, den die freisinnigen Parteien bei den Verhandlungen im Abgeordnetenhaufe unb im Reichstag zu dieser Frage von jeher eingenommen haben. Im llreichstage hat der Antrag eine Mehrheit; wer über Die Stellungnahme der Reicbsregierung noch irgend im Zweifel war, der tonnte die Antwort der völligen Leere der Bunbesrats- tische entnehmen.
Deutsches Resch.
Tie Versammlung b er Vertrauensmänner des Bundes d e r L a n d w i r t e im 18. hannoverschen Reichstagswahlkreise stellte den Hofbesitzer Klüverna n u.-Ankelohe einstimmig als Kandidaten für die bevorstehende Reichstagöerfatzivahl auf. Herr Klävemann wird fid> im Falle feiner Wahl der „Wirtschaftlichen Vereinigung" anschließen. Tie Meldung, daß man beabsichtigt habe, in diesem Kreise den Staatsminister von Pod- bielsli aufzustellen, ist unrichtig.
Der Konflikt in der Metallindustrie. Die Versuche des Verbandes bayerischer Mctallindustrieller zur friedlichen Beilegung gewerblicher Streitigkeiten eine ständige Schlichtungs- Organisation zu begründen, sind au den Forderungen des Deutschen Metallarbeiterverbandcs gescheitert. Dieser verlangt alternierenden Vorsitz in den Ausschüssen, den die Arbeitgeber :ür sich beanspruchen und Ausschluß der gelben Organisationen.
Die Londoner Gemeindckvrperschaften hoben beschlossen, den Oberbürgermeister, den Bürgermeister und andere Vertreter der städtischen Behörden von Berlin und Chartottenburg »vährend der Londoner Saison nach London ein zu la den.
Beanstandete Lürgermei st erwähl. Tie Wahl des ozialbemokratischen Bürgermeisters Ehrhard in Lehershausen wurde wegen Mangels besonderer Befähigung nicht beseitigt.
Aus den Kommissionen des Reichstages. Die für die Besteuerung des Besitzes eingesetzte Subkommission der Finanz-Komuiisston ist gestern 5um letztenmal zusammengetretrm. Wie verlautet, wurde über die Veredelung der Matrikularbeüräge nach dem iAntrage der Reichspariei verhandelt, ohiie daß es zu einem Beschluß getonimen wirre. Am Donnerstag tritt oie Finanz- Kommission selbst zusammen, um zunächst den Bericht der Sub- kvmmission entgegLnzunehmen. — In der Budger-Ztommifston des Reichstages wurde die Beratung über bat Etat für Süd-West- Afrika fortgesetzt. Bei dem Kapitel Millrär-Verwaltung ersuchte Oberst von Ei'lorff, der Kommandeur der Schutztruppe, von jeder Verminderung der Schutztruppe avzusehen. Eine Subkommisiion soll die gesamten Verhältnisse der Militär-Verwaltung prüfen. Ter für den Betrieb der Linie Lüderitzoucht—Kelmaushvp eingestellte Betrag von 2d0 000 Mk. wird um 150 000 Mk. gekürzt.
2lu»lan0«
Revolutionäre Propaganda in Rußland. Jut Prcv dräsche ns ky Leibgarde-Regitnent wurden zwei Personen verhaftet, die revolutionäre Propaganda trieben. Einer von ihnen, namens Säwgin, ist der Bruder eines nach Sibirien geschickten Mitgliedes der revolutionären Militär-Organisation Der zweite verweigerte jede Aussage, als er mit seinem Hvmplizen in die Sektion für politisäje Polizei gebracht wurde.
Ter schweizerische Bundesrat hat sich mit dem deutsä)-schweizeriscl)en Mehl Konflikt befaßt und beschlossen, an die dcutscl)« Regierung eine neue Note zu richten, in der er in der Hauptsache an seinem bisherigen Standpunkt festhalt, sich aber uereit erklärt, die Frageirellung unb berat Reil-enfolge einenfl Sä-icdsgericht zur Entscheidung zu überlassen. '— Die Anttovrtnole des Buitocsiates auf die 9toun Daitfchlands unb Italiens bezüglich des Riickkaufes der Gotrhardbahn urirb erst iui Aiaufe der nächsten Wvä)e abgehen.
Ter älteste Bruder des SchahS, Schua, ist von den Revolutionären in Rescht gefangen genommen worden.
Aus StaOt und Land.
Gießen, 20. Februar 1909.
* • Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nachmittag 3*/, Uhr: »Der HüttenbesttzeiK. Abends 71/, Uhr: »Die Lchniuggler^.
Kolosseum: Täglich Vorstellung. (Sonntag: Markenball des Kulfchervereins).
Kine matographentheater: Programmwechsel. Kaiferpanorama: Programmmechjel; (Orientreise), Konzert im Restarant Aietr0p0l Sonntag abend 7 Uhr.
Konzert der Leipziger Sänger (Eyle) Sonntag abend 8 Uhr im Qleucn Saalbau.
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L. ü. Landesuniversität. Der Tanzlehrer Wilhelm Will hier ist mit den Funktionen eines Unioersi- täts-Turn- und Tanzlehrers betraut worden.
* * Prwatdozent Dr. Gustav No lass in Berlin hat den an ihn von hier ergangenen Rus als ord. Professor der Geschichte angenommen.
• • Die HandelSkammer wählte in ihrer gestrigen Sitzung Kommerzienrat Schirmer zum 2. Vorsitzenden.
* * Eine neue Aufgabe des Liberalismus. Man schreibt uns: Wenn es wahr ist, daß der Liberalismus vor einem neuen Aufschwung steht, so verdankt er diese Erstarkung einzig und allein vermehrter Arbell, neuer organisatorischer Tätigkeit wie vertiefter Gedankenarbeit. Auf politischem Gebiet hat der Liberalismus erkannt, daß Arbeit Macht ist. Nicht so auf kirchlichem. Der kirchliche Liberalismus steht den mannigfachen Versuchen, die Bewegung deZ Gedankens einzuengen, den Geist in der Religion zu bindet^ iin allgemeinen noch mit unfruchtbarer Entrüstung gegenüber. Er überläßt die kirchliche Arbell im wesentlichen den „positiven" Kreisen, der sogenannten Orthodoxie, und wundert sich dann, wenn man über seine eigenen Wünsche zur Tagesordnung übergeht. Er übersieht auch in seinen lieferblickenden Vertretern, daß nicht Entrüsmng, sonder» Arbeit Geltung und Einfluß schafft. Nur wer PoslliveS leistet, wird gehört. — Von solchen Erwägungen gelellet haben sich vor nun 3 Jahren hessische Theologen und Laien in der „Freien landeskirchlichenVereinigung für das Großherzogtum Hessen" zusammenge- schlossen zu gemeinsamer Arbeit an den religiösen und tird}* lichen Gegenwartsaufgaben auf der Grundlage unbeschränk-j ter Gedanken- und Gewissensfreiheit. Die Vereinigung teil!1 in erster Linie eine Arbeitsorganisation sein. Diesem Zweck dienen u. a. ihre religiösen Vorträge, vor allem aber der von ihr begründete, jetzt gegen 1000 Mitglieder zählende, hessische Diakonieverein. Nur ein kirchlicher Liberalismus, der in solcher Weise positive Arbeit leistet, wird, wenn eS sein muß, den Angriffen der Intoleranz aus eigener Kraft: widerstehen können. Er wird sich fern halten von im» fruchtbarer und verbitternder Bekämpfung irgend einer religiösen Ueberzeugung, der orthodoxen wie jeder anderen, rmd wird Einfluß nur suchen, um die Kirche frei zu halten von jeder Parteiherrschaft und jeder Unterdrückung ehrlicher religiöser Ueberzeugung. Die Kirche soll nicht Herrin der Gewiffcn sein, sondern nur dienende Organisation zur Pflegs einer innerlichen, rein sittlich-religiösen Geistesgemeinschast. Die „Freie landeskirchliche Bereinigung" wird auch in diesem Jahre in Gießen wieder Vorträge veranstalten. Als erster Redner wird der durch hervorragende rirchenrechtliche Ao- beiten bekannte Pfarrer D. Erich Förster aus Frankfurt a. M. sprechen über „Die Anllage der Religion wider die Kirche und die Rechtfertigung der Kirche vor der Religion". Ueber den Vortrag, der Donnerstag, 25. Febr., stattfinderr soll, sagt der Anzeigentell näheres.
- Alldeutscher Verband. Der alldeutsche Verband wird in der kommenden Woche eine öffentliche Versammlung abhalten, ffic die Vorträge über die Marokkofrage von hervorragenden Kennern der Verhältniffe zugesagt. Die Ver- anflQltung, welche durch das abgeschlossene deutsch - franzö- fische Marolko-Abkonunen eine besondere Bedeutung gewinnt, wird ohne Zweifel in den weitesten Kreisen lebhaftem Interesie begegnen.
Ernannt wurde der Fußgendarm t. P. Anton zu Darmstadt zum Kreisamts-Schreibgehrtsen beim Kreisomt Lauterbach.
Erledigte Lehrer st eilen: Eine mit einem evang^ Lehrer zu besetzende Lchreritelle an der Gemeindeschule im


