„Fahre fonfl-l befcnntm Airschberge, t*r ben Bewohnern oft rnä* irrten uro bremst."! und damit viel 7*lb ms Torf brntql
, Ian In mit lur der Westseite de- Dorfes, am Walde, zieht fick,
Weller
Höchste Temperatur vhebrigfte ,
Handel
du
37.
do.
9LL»
19*Jt
L
34Ti
Giavu, 6.
Der ttj^ichenderg von ^berrofebod).
Börne, . 1M2.9U
131J0 -1.139
1H7W 1kl» ZOOM
19. JolL Anfnngikariei Harpener Bergwerk . < LaurahütU . . e «
Lombarden EH.. . ,
X'-rdd. Llojd , , , <
1 urkenloee . . • • <
62.10
64.00
99.20
96.45
93.00
145.50
49.00
68.05
. 232.00
. 109.90
24.1-
63,3«)
'21.19 IMj» 1,1«
Elektris. Lehmeyer . « , Elcktni. Schackert . . . Eecbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakotl Harpener Bergwerk. . . L-xurahUtte . . . .
95.40 86.40 95.40
66.40 94.-0 9.3.00
10015 99J.0 U6Jm
3m od)«V her vöhrn de und dem xübfopf, liegt um der oUäb<* Frredber. \wmbu von Friedberg entfern:. das T
brr 3scshang, der einen regelmäßig angcvflanzten Wald von Ltr'ckbäumen trägt. Alle 0tzrundftücksc,genmmer baden ibre Par-ellen mit »ktrslbbäumen bevstan^ Eine halbe KciTvhint* yehl heb diele Anpstanvtng unter dem Walde bin und bildet glerckiam tute Fortsetzung des Buckenwaldes, der die gewalt ge Berqböde bebrrft, auf der das Romer- kastell, die LaperSburg, liegt.
‘tonmol im Jahre erregt der Lirsckwald die Ans- merbamblt der Bevölkerung im weiten Umkreise: das eine- mal im April, wenn otc Äirjcbbaumc blüben^tnd der lkirjch- nxUd wie verschneit sich von den grünenden Taunusuxildern adhcbl und weithin in die irdene leuchtet. Tas andere Mal, wenn tue Kirschen reisen und Oberroßbach die .'.'tartte der meiten lliugedung nicht allein, sondern auch die Märkte reuber Städte ün Norden wie Hannover, Bremen, Altona, Hamburg usw. von: Mai ab bis in den Juli hinein mit den vrelbegehrtcn Früchten versorgt. So kommt daS stille Torf mit der Lateckaute in Beziehungen und tn dem Franken- dorsc hott man die Händler reden tn den Lauten der Nieder-
poltertS über mir aus dem steil bergansührekiden, steinigen Lvaldwege. 3d) erkenne den bekannten Forsc^r aus Friedberg, der im Taunus den Spuren der 'Kumcr nachgeht und sich ivährend der Ferien un BxUbschtoßckieil nicocr* laßt, um der rdipcrsburg na Ix zu sein. Die liegt eine Stunde auswärts, hoch int Walde, und zeigt mit ihren die vhngesähren Umrisse des alten
Ttirkenlose . . .
4 , Grieeh. Monopol-AnL 4e/e lusnero Argentinier 3•/, Mexikaner . . .
47,e/e Chinesen . . .
Aktien Bochum Gum .... Buderus E. W. ...
Tendenz: fest.
Berliner Canada E. B. ... Darmwtldter Bank • , Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . •
Tendenz: fest.
lang über Feldwege und ..
Bvdenschwelluug lang gedehnt bat alte Friedberg Ter Adolph sturm, die iratbrige Stadtkirche, der massige Bau
weißen Mäuerrestrn die vhngesähren Umrisse des alten 'JtomertaficU*. Aber sic zeigt )ie nicht deutlich genug und der Professor bemüht sich mit yilje einer Anzahl Ardeüer, die nut ^idrln und i'adcn auf der Schulter ecen auch von da oben herunter kommen, die durch b»e Zeit verwachten
Berliner Handelegea. . DarmsUdter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Axial. Bank . Diskonto - Kommaudit . Dresdner Bank . . . Kreditaktien .... Baltimore- und Oble-
Eistnbahn ... GoUhardbabn . . • . Lombard. Eiseubahe. . Oeaterr. StaaUbahn . . l'riaca ■ Henri-Eise ab ahn
116.00 1MM 10.10 J79.O
IUM U1L4A 1M.5M Lloyd.....fflUWt
Oberschles. Eisen-Industrie 97 k»
des uttmnasiuntS mit den neuen und den Lltegen hoch- aiedeligen vausern da.^vtschcn gelagcrt, g ben in der Abend Beleuchtung tut boarn ma.e7.sc. es Bild. BinII drüben N »u heim mit oem Zohanncoderg. Ter Heimweg wird kurz- rocilig in der Betrachtung ? r zar-nci. Lanchchafi und in ^danken ihrer Bor u chtchte.
8' ,*/, Beichsanlcihe •
.
3‘ • , Konsole . .
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, ml (geteilt von der Bank Dir und lodixtrle, (IleMen.
Frnnklnrter Hörne, 19. Juli, 1.1» I hr.
Verantwortlich für den polnischen Teil i. B.: L. Heß.
----— ---..... - .... .. --------------— ■■■—
Meteorologische Beobachtungen
der Station (ließen.
Umrisse festzustellen.
Tic Sonne sinkt. ES ist auch für mich 3eit, heimzu- gehet 3d) meide die Landstraße, wandere am Wald ent- - de. Bor mtr liegt aus einer
Dcrmiid>tc».
• :Jel e .. tf tbi11 un •» »oben v.c neun Reichs st euer» auf den Haushalt? Steuern aus Ber
31 . Hessen.....
3*, L Oberhessen . . . <•', Oestcrr. Goldrente. . 47,7'. Oesterr. Silbcrrcete. 4•/, Ungar. Goldrente . . 4*, Italien. Bento . . . 3” , Portnipcaen Serie I . 8°/, Portugiesen , III .
47,7, russ. Staatsan 1. PJOft 47/ f Japan. Staatsanleihe 47. Conv.Türken von 1903
immer vor Augen.
•• Der 4. Stenographentag der Echulc Stolze- Schren fmbtt vom 24.-27. Jul, in Stuttgart statt. Auch der hiesige Verein dieser Schule wud bei den Verhandlungen und beim Wettschreiben vertreten sein.
= Büdingen, 16. Juli. In den Räumen der piefigen Gewerbeschule wurde gestern ein FortbildungskucsuS für Handarbeitslehrerinnen an Volksschulen eröffnet. Seme Leitung liegt in den Händen von Fel. E. Becker, der Lederin des Handarbeitsunterrichts an dec hiesigen Stadtschule. Die Dauer des Kursus, der von sieben Damen besucht wird, ist auf 3 Wochen berechnet.
-Ranstadt, 17. Juli. AnderLreiSstraßeRan- ftadt—Bellmuth haben sich nahe bei Bellmuth unterhalb de- Schrothschcn Steinbruchs infolge der starken Regen- gusse, der Beschaffenheit der Bodcnschicl)ten und der großen Massen am Hang lagernden StcinbruchschuttS Riffe ge- bildet. Eine direkte Erfahr für bat ^rfehc besteht jetzt noch trid)t, eine Straßensperrung ist deshalb nickt nötig; sie kann aber durch ungünstige Verhältnisse eintreten. Tas gefährliche Stuck wird fortdauernd Tag und Rächt beob- achtel. 3u beiden Seiten deS Stücks find Warnungstafeln, die nachts beleuchtet find, aufgestellt. Die erforderlichen Schritte .zur Wiederherstellung der Straße find einaeleitet. Bei der starken Nässe des Gelände- ist darin große Vorsicht notig
X Nidda, 17. Juli. Gestern fand zu Effolderbach das DekanatS-Miss lonSfest deS Dekanats 9libba statt. Es war zugleich Hagelfeiertog. In den beiden Gottesdiensten und in der Nachversammlung war die ganze Gemeinde an- wesend und folgte mit Spannung den Vorträgen der Redner, Pfarrer KSdding von Gelnhaar, der an der Hand der 3. Bitte deS ValerunserS Geltes Wille mbezug auf die Heiden- weit zeigte, und besonders Whiiionar Gfell, der cs meisterhaft versteht, durch packende Darstellung seiner Erlebnisie an der Goldküste die Herzen für die Sache der Mission zu erwärmen. In der Rachvcrsammlung zeigte er eme Anzahl Sachen auv den heidnischen Stämmen vor, unter denen er gearbeitet hatte, besonders Amulette, Götzen u. f. w. Die Kollekte betrug rund 50 Mk.
vi«h nicht!" An Berchtraßen sieht man.
sam." Cbcn auf Bergscraßen steht: ..Sei so gut und
Auch in Norwegen sind an den Poststatloncn Tafeln mit Aufschriften angebracht, die $ut guten Behandlung der Pferde, zum Absteigen an steilen Stellen Die besonders b^ichnet find und zum Tränken der Tiere auffordern. In Deutschland sind durch den Einfluß der Tierschvtzvereine auch schon ui manchen Städten ähnliche Tafeln angebracht worden, aber diese Sitte müßte verallgemeinert rrvroen. Tierschutz vereine gibt eS zu wenig, und sie sind aus>'rt<m meistens durck die Xeilnabmtoit.Vii: der Bevölkerung fiel zu schwor!' Terhalb sollten die tkommunalvereine, Ber- ichänerungsoereine, Lrts- und Bezirk-vereine und welchen Nomen sie fönst tragen mögen, die gute Sache mit in ihr Programm aus nehmen. Solche Tafeln aus Email nützen. Sic stellen bte Tiere unter den Schutz deS Publikums, unb diesem selbst steht diese Pflicht deS Schutzes bann auch
olytechnisches Institut rr r »*O>
Frankenhausen a. Kyffhauscr Ä W *
am 17.-18. Juli = 4- 23,5'0.
, 17.-18. , =■ 4- 14,5 'C.
Generalversammlung der Gleidergvereinr.
tb. Gieren, 19. Juli.
Am Samstag w.hte die bcutfdjc ^nfjne von der höMen Spttz. btr HUua Gleiberg. Am Nachimclog la men gegen 4 Uhr i
(«icgiiib, bte Burgherren, um in Den stilvoll wieder hergestellten .Kiuinit-n ihre f-)eneralverjauimlung abzuhaltcu.
Qk i eröffnete der 2. Bvrittz^nde, Okb. ^uftijrai
idt, bir Persammlung, indem er ixi- Fernbleiben des
neuen orbeneit Mitgliedern
ii 'Jiorbecf ;u Rabenau tu btr Voop aus Schmittenhof, Jl im
■
Marl Vbibenu) und tfnufmnnn Konrad Roth II. zu ließen einen ivatrnbcritgeu 'Jindmu. Tte Bersommlung ehrte die Dahinge- gange neu ciurch Erheben von den Platzen.
t'kImmerat Schmidt erstattete dann den Jahresbericht. Tie i'innabme im obgclauicnnt 3°br betrug 2983.27 '.ViL, bnrunter
, txm 'i.wte, J'H) Mk. vom jlrciie :. n.
!
• •• i .->1 Mk . u. d. Kapitalzinsen
iuuu 22'[. . • in |l it konnte sich nur auf eine
■'n 3m 'JJaj'auerbau konnten die nonuaiiunftcn Reparaturen und der Reuanstrich der Treppen baiiirr Dorgenommen werden, ferner wurden in der Burg um) auf dem Bm^doi Äaldb'.umc unb ^stersträucher .mgepflanzl. Ter Verein ^blt L>D ordentliche und 7 außerordentliche Mitglieder i'in jede wertvolle» (beschenk hat der Landschaftsmaler Fritz von 28ill e - Tüiseldori dem Bercin gemacht. etn von ihm hergesteUtes
■ ifentbalt in Ohe Bai baue Araii iTnma Wallenfels den Künstler zu der Schenkung araphifch ihren Tank, was vorher schon durch den Borstcmb ,christlich geschehen Ivar.
Lehrer L o ch a u - Gleiberg teilte mit, daß im Jahre IbUD der nigeudliche .rr>tz aui dem Wei berg wvbnen wollte, was aber nicht in crmoalulxn n*ar und aud) »m Torfe Maler -Aohnun.i geben lli nahm des bald in rkrof don bei «rteunb gingen, lallten die iHiciberger arm den Mann ausgenommen. X'rrr Vorbau teilte weiter mit, datz v. Wille, der übrigens mit der i'tamdir 29tII aut der Cbermublc, au» der dec berühmte Kupfer flrdxr Wille entstammt, venvandt fein wollte, in Krofdorf auch eia 'Vertrat «malt bat und zwar da» der &utin Frau §reund, da» noch un Besitz der .vanulte ist.
Vanbrat T t Sartorin» - Letzlar wie» darauf hin. daß Lrib-fhesirn da» stunstwerk meisterlich eingerabmt habe Tic ÄDltrn. etwa 10D Mk l<at er durch eine Idleriammlung teilweise tu betfcm. die denn auch W Mk cinbcadjtc. Viaxb iheiubmiiuutg de» Borvnichlags lur l*.*09/U). der mit 3UO6,4r> Mk in sdniuibmc uiid AiuhtuIk ab|d)hckL wählte die Lerfanrmlung an Stelle des nach Kiel gebenbm Protz Sauer Baurat S t i e h 1 - Letzlar tn den Borstand unb machte bann einen Nundgang durch bte Burg Man ubrru-ugte sich, daß der Burghof einen guten Eindruck mache, nnb daß die alle IXaumtmmebtgung von der Burgkirche, am Burgkeller vorbei, bi» jur AuSgangapfvNe nach dem Brunnen lall ganz neu aufgefübrt bej. wieder hergestellt ist. iks hat sich wäbrend brr ’.Tuoiübrung dieser Arbeit gejagt, daß bte Um laiiungdnwih-r des Burgleller« drtn.iend brr Sicherung bebari, die noch in btrKm $abre vorgenommen werden fall, rooiu IOÜO M:. m ben Boraii>chlag ausgenommen sind Nach einem 3mdtß zogen die Burgmannen gegen 1 jü Uhr wieder zu Tal.
sachirn.
ES ist bekannt nnd die Feststellungen sind von berufener 3eile gemacht, daß von der Gemeinde Oberroßbach m gluck' lichen Jahren für 100 bis 120000 Mk. siirfchen verfandt werden _
jLarzlich machte ich von Friedberg aus einen spaziergang nach Lberroßbach, um die jetzt mit reifen und halb reifen Früchte beladenen Bäume des stirschderges zu sehen. Tie breite Straße dahin ist mit sehr allen, weitschaltenden Apfelbäumen besetzt. Ter Deg, der durch grünende Aecker führt, mit dem Blick auf die Taunuskelle unb den -cldberg wäre herrlich, roenn nicht so oft ein Automobil angerast käme, oas ben «erlebt der Badegäste zwischen Nauheim und Homburg vermittelt und die Straße in eine Staubwolke hüllt. Auch das nimmt em Ende für und in Oberroßbach.
Tie Bewohner sind in reger Tätigkeit, das trockene Heu muß herein, Umber kehren die Torfstraße, Hausfrauen kehren aus den Cätten heim mit uvrben frischen Gemüses und Blumen, um den Tisch zu schmücken, denn morgen ist Sonntag.
Auch im siitschberg ist man geschäftig. Auf jedem (Wrunbftutf stehen an die Hefte und Zweige der jtirschbaume gelehnt zwei, drei lange schwanke Leitern, überall nxrden eifrig Uirfchen gepflückt für den Versand und für den eigenen Tisch, denn, sagt mir ein alter Mann, der pflückend hoch oben auf der Heiter steht, morgen ift Sonntag, „da gehn mer «it naus".
Ich brauche den tarschbaum mit seinen reifen leuchtenden, lockenden Früchten nicht zu schildern, jeder wird auf ihn aufmerlfam unb kennt ihn; sein dunlles sattgrünes Haub, das die Fülle der Früchte nicht verstecken kann.
Mit dem Alten auf der Leiter knüpfe ich einen Schwatz an. Gr tobt die Menge der Früchte, fügt aber vorsichtig hinzu, sie seien etwas Hein geblieben und der letzte Regen habe viel Früchte zum Aufplatzen gebracht. Bon ihm erfahre ich die Namen der verschiebeiien Hirschen, 'Jiamcn, die meist unrichtig, aber hier nun einmal eingebürgert sind. Die früheste, die rote Maitirfchc; die „Hcnkrotedas ist die Licht- oder Lachs-, auch e-la-skirfche genannt, die bis jetzt den Markt fall allein beherrschte. Dtum kommt die „Braune" an die Reihe, sie ist dunkel, fast sckwarz, sehr süsi; sie macht der vorigen jetzt Konkurrenz auf dem Markt. Tie späte Herzkirsche und die noch späteren saueren furj- stieligen Amarellen reifen jetzt erst langsam.
Fürsovglich hat man fo verschieden reifende .Virschen gepflanzt, um vom Mai bis tief in den Juli hinein den Markt versorgen zu können. — Auf oie Frage an den Alten, wie viel Gelb wohl nach Oberroßbach hereinlomme durch den uirschenversmid, gibt er überlegend die Summe auf 15 bis 2U0OO Mk. an, erzählt aber auch, daß einzelne Händler aus den obengenannten Städten immer anwesend seien. Ober rofcbarl) habe nun Eisenbahnstation und die üirichen könnten sehr bequem in die BZaggons verladen werden.
Ter lalliang zwischen der Bandstraße uno dem Äalde hat keinen besonders fruchtbaren Boden. Ter gute Wetterauer Lehmboden hort hier auf und der Taunusboden beginn'. Man ist wohl deshalb auf den Gedanken gekommen, jenen Talhang mit Uirschbaninen zu bepflanzen Tas lohnte fia> reichlich. 3*.*bcr absterbende, ältere >urid)baum wird sorglich durch einen jungen ersetzt. Man läßt Lücken nicht aufkommeii. Tie Bäume mit ihren Laubmassen be- [diattcn ben Boden so (Vetofrüdjtc darunter zu ziehen Aber man tut es dock, nicht dec geringen Ernte wegen, sondern, um den Äirsch- bäumen zu nutzen, die sich freudiger entrouftln, reicher tragen, wen» der Boden, i:t dem sie wurzeln, gelockert, ge düngt wird. Jede A'cuchlässigkeil in dieser Bezcchung rächt sich, wie man an einzelnen Baumstücken erkennt, die vergrast sind.
Auf der Grenze zwischen dem Mirfchenivalo und dem Buchenwald, etwa in der Milte seiner Langenausfehniing, über dem Torfe, stehl int tiefsten: Grün der Laubbäume daS Waldschlößchen, em sauberes, zierliche- weißgestrichenes Wirtshaus. Ta kann man unter den Baumen angenehm :Haft halten.
Bon allen Seiten ziehen die Fcldarbeiter und bie uirschenpflacker dem Tvrfe zu. Es ist Feierabend und die blocken der Dorfllrchen lauten oen Sonntag ein. Da
brauchsgegenstänbe unb HauShallungSwaren trenen nur b*n kleinen tT.’ann. Für einen HauSbalt, der jährlich 1200 1800 Mk. kostet, ift e6 qleichqült g, ob der ölaffce im Man st einige Pfennig mehr kostet oder nicht. Liber die .vaufifnm des Mittelstandes merkt den Unterschied recht trästig unb kann daS Plus, das die neuen Steuern erorbem, nur durch e.n Minus im Verbrauch irelt machen. Ter Stoffce- unb Teesteuer werden wir schon in wenigen Ta>n, nämlich cm 1. August, zu huldigen haben und das schöne Bew.rßlseM mit dem Morgenkaffee gemeßen, mit einem Pfennig täglich der Finanznot deS Neick.S abzuhelfen. Schon schwieri g: wird der Fall bei der Streich Holzsteuer, die am 1. Oktober in Kraft tritt. Wenn man bei größter Sparsamkeit 10 Schachteln un Monat verbraucht, dann hat man einen Mehrbetrag von 15—20 Pfennig je nach dem Willen des Fabrikanten zu zahlen. Pro Tag also s/i P'cnmg. Tw schlimmste Steuerung wird das Bier bringen. Mancher, der big jetzt am Tage 5 Flaschen Bier getrunken hak. die 50 Pi.,, kosteten, wird eben 3 Flaschen trinken. Ter Mehraufwand, der durch die Steuer aus die Zigarren dem Burger auferfc-t wird, ist der schmerzlichste: dem, er wird meist dazu noch durch eine Verschlechterung der Marken besond'ers empstnd- sam. Aber die Grhähung des Verbrauches von 5 bi» 10 Pfg. pro Tag ist für den kleinen Mann auch recht fühlbar. 3'a großen und ganzen wird jeder Staatsbürger sich an der Lösung der Fmanzrcform mit 3 b.s 4 Mk. monatlich zu beteiligen haben.
• Schulfeiern gelten als Schulstunden, so entschied kürzlich der Strafsenat des LberlandeSgerichtS zu Dresden. Eltern hatten ihr llmd, die Schülerin einer Volksschule in Leipzig, vom Besuche des Feslaktu» an Kaisers Geburtstag zurückgehalten, ihm u. a. die Herausgabe der erforderlichen Hleibung verweigert. DaS Schöffengericht und das als Berufungsinstanz angerufene Landgericht erkannte wegen einer ungerechtfertigten Versäumnis des Schulunlerricht«! auf eine geringe Geldstrafe. Tie beim LberlandeSgericht ein- gebrachte Revision machte gellend, daß die Eltern nach den gesetzlichen Bestimmungen nur gehalten seien, ihre Binder in die Schulstunden zu schicken; ein FestaktuS, an dem auch Erwachsene tcilnehmen könnten, sei aber keine Schulstunde, und die simder seien darum auch nicht oerpflichtct, ihn zu bc- suchen. DaS OberlandeSgericht hat die Revision verworfen. Nach dem Zweck deS Schulgesetzes sei daran festzuhalten, daß sich dec Schulzwang auf alles erstrecken müsse, ivas der Erziehung der Binder zu dienen bestimmt sei. Ein Fesialius stehe aber mit im Dienste der Erziehung, er sei darum auch als zwangsweiser, allgemein verbindlicher Unterricht anzu- sehen. Damit ist diese Frage allgemeinsten Interesse- — für Sachsen wenigstens — entschieden.
auniiS, dem ^interstcin strande des Wolde« an b V. eine gute cunbe Oberroßbach mit seinem
Braut-Seide .ili»-
— Schon verzollt! — Verlangen Sie Muetcr! — D*.V O. Hrnnrberc. ZU
MoUWris
welt-tafetgetrA'kk.«
y itderläge bet Jean M eixrl, Mmernlwaasrrh'indUr,
Juli 1909
mit Oe redusierl
ter Lust
Absolule neud ngfeit
Relative Feuchtigkeit
«o £>
•ii
18.
2“
752.5
23.3
13,2
62
SW
4
18.
9“
752,7
IM,9
1 1.8
91
W8U-
2
19.
7-
I
752,5
16,8
13,0
92


