zu einer
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Tie Wiesbadener Anleihe
wurde der Darmstädter Bank zugeschlagen zu 100,60 Prozent, fsür die T armstübter Anleihe einigten sich die beiden höchst-- bietenden Gruppen.
vor der Strafkammer zur Verhandlung stehenden Durch-- stechungsprozeß der Grube Göttelborn wurde heute das Urteil
Um 51/2 Uhr nachmittag wurde die Beerdigung vorgcnommen.
$ te Ursache des Selbstmords ist unbekannt.
△ Wettsaasen, 17. Mürz. Ter Unfall, den ein besetztes Break hier an einer sehr gefährlichen Stelle der
(ßeriebtsfaaL
— Lampertheim, 16. März. Vor dem Schöffengericht kam heute eine Priva tkl a ge des«Landtagsabg. Seelen g er gegen den Rentier Boxheimer aus Wiesbaden zur Verhandlung.'Die Klage bezieht sich auf ein Flugblatt, das in der letzten Landtagswahl gegen Seelinger eine Rolle gefpielt hat, und in dem es u. a. hieß: „Eine Schmach wäre cs für unseren Wahlbezirk, ihn noch einmal einem Mann wie Seelinger anzuvertrauen, der
Gießener Wetterdienst.
voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 19. März: Witterungswechsel. Neuerdings Trübungen und Nieder- chlage, inetft Regen, milder (besonders nachts). Starke westliche Winde.
im Landtag nur als Büßer gilt, der im Dunkel der Nacht nach Kanossa zieht, der 30 Jahre hindurch als Bürgernreister seine Mitbürger betrog, sich aus unrechtmäßige Art und Weise be- reicherte, der sich von seinen Kriegskameraden in öifentlichen Versammlungen sagen lassen muß, das; er im Feldzug 1870 Liebes-- gaben, die zur freien Verteilung an die Truppen bestimmt waren, verkaufte und den Erlös sich zu eigen «rächte, herunter mit denr Mann ohne Dort und ohne Ehre von den Sitzen unserer Kammer!" Dieses Flugblatt war von Boxheimer verfaßt worden, der sich aus eine öffentliche Aufforderung Seelingers hin später selbst genannt lxck. Am Tag der Wahl war von dem liberalen Wahlausschuß ein Gcgenslugblatt herausgebracht worden, in dein von „elenden Verleumdern" gesprochen wurde und gesagt war, wäre Seelinger der Stehler, so wären die Flugblattmänuer, die 30 Jahre das geduldet haben, die Hehler. Wegen dieses Flugblattes, das von Seelinger versaßt war, hatte Boxheimer Gegenklage erhoben. Das Gericht hielt in den meisten Punkten insbesondere auch in der Licbegabeafsäre, den Wahrheitsbeweis nicht für erbracht und hielt nur eine Gebührenüberhebung ans den Jahren 1900—04 aus den Eheverträgen für erwiesen. Andererseits wurde der Widerklage stattgegeben. Demgemäß wurde Boxheimer wegen Beleidigung zu 300 Mk., Seelinger zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Verhandlung dauerte acht Stunden.
Saarbrücken, 17. März. In dem vom 10.—13. März
Ortsstraße mitten im Dorfe erlitt, ging doch nicht mit dem bloßen Schrecken der Insassen vorüber, hatte vielmehr für eiiv- Frau recht schwere Folgen. Sie erlitt den Bruch einer Rippe und des einen Schulterblatts. Es wäre wohl angebracht, wenn diese gefährliche Straßenstelle durch Ankauf des in ihrem Winkel liegenden kleinen Hauses be seitigt würde, da die in einem spitzen Bogen umbiegendc Kurve dem neuzeitigen Verkehre nicht mehr entspricht.
L. Friedberg, 17. März. Dem Jahresbericht der landw. O b st b a u - und W i n t e r s ch u l e ist zu entnehmen, daß sich 109 Personen im Laufe des Jahres an den Obstbalikursen beteiligten. Die Winterschule war von 55 Schülern besucht, 32 in der Unterklasse, 23 in der Oberklasfe, davon waren 48 aus Hessen, 6 aus Prelißen, 1 aus Rußland. Der Lehrkörper bestand auS 5 Lehrern. Die Schlüßfeier findet am 20. März, vormittags 10 Uhr statt. Der Wiederbeginn der Winterschule findet voraussichtlich am Mittwoch, 3. November statt.
RB. Darmstadt, 17. März. .Der Telegraphen arbeit er Emmerich bcrunglüdte kürzlich bei Arbeiten in Gernsheim, er fiel vonh Dache und erlitt innere Verletzungen, an denen der Unglückliche, der verheiratet und Vater von 6 Kindern ist, im hiesigen städtischen Krairkenhause heute verschieden ist.
Offenbach, 16. März. Nach einem eingehenden Vortrag des Geheimerat Kittler in Dar nstadt, wurde von den Stadtverordneten einstimmig der Betrag von 1 650 000 Mk. zur Errichtung eines neuenElektrizitätswerks nach deml Drr hstromsystem beschlossen.
h. M ainä, 17. März. In der Spionageaffäre wurde der Oberfeuerwerker Blumen stein als völlig unbeteiligt an der Sache aus der Haft e n t l a s s c n.
w. Wetzlar, 16. März. Der langjährige Leiter der evang. Schule, Rektor und Lokalschulinspektor L u e r s s e n tritt mit dem 1. April in den Ruhestand. Volle 31 Jahre hat er in diesem Amt mit Treue und Gewissenhaftigkeit gewirkt. Herr Luerfsen gilt als erfahrener Schulmann. Sein „Führer durch das Lahntal" seine markige Inschrift am Bismarcksturm auf der Garbenhcimer Warte n. s. f. kennzeichnen ihn aber auch als Schriftsteller.
d Wiesbaden, 17. März. Dem Vorsitzenden der hiesigen freireligiösen Gemeinde ist vom Polizeipräsidenten die Mitteilung zugegangen, daß'dem Verein die Genehmigung zur Annahme der S ch l i e r s ch c n E r b f ch ast erteilt worden ist. Die Zuwendung soll nach Mitteilungen des Vorstandes angeblich dem Wert von ea. 150 000 Marl entsprechen.
** Steine 'JJi i 11 e 11 n ii q e n aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. Ter Kriegerverein Grünberg hält am 20. Juni seine Fahnenweihe ab. — Das Ehepaar Andreas Dick Hardt in Grünberg feiert morgen, Freitag, seine goldene Hochzeit. — In Stockheim weihte der Nidder-Seemental- Sängerbund am Grabe des verstorbenen Bundespräsidenten>W ie- g a n b eine Gedenktafel ein.
" Ernannt wurde der Gefangenwärter am Hastlokal in Hungen Gefangenaufseher Hch. Goßinann zum Gefangenwärter am Haftlokal in Butzbach unter Belassung des Amtstitels Gefangenaufseher.
— Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bermersheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.
** Die neue BauMantage in der Blockstraße ist seit gestern in Angriff genommen. Rechts und links von der Fahr bahn werden 1,60 Meter tiefe Gruben ausgehoben, in die Kugel- Akazien gefetzt werden. Die Anpflanzung geschieht in entsprechenden Abständen, so daß die Gebäude in ihrer architektonischen .Wirkung nicht beeinträchtigt rverden.
** Das 25jährige Stiftungsfest des Gast- 'wirtevereins fand am Dienstag abend im Kolosseum durch eine Familienfeier seinen Abschluß. Der Saal war bis auf die Galerien dicht besetzt. Der Vorsitzende I a s k o w s k y rührte aus, der Verein erfreue sich allgemeiner Achtung, dies habe auch die Hauptfeier in Steins Garten gezeigt. Redner begrüßte noch besonders den Vertreter des Gastwirtevereins Butzbach und schloß mit einem Hoch auf das Gastwirtege- 'werbe. Hierauf erfreute Herr Willy Schäfer vom Kolosseum ms Publikum durch einige humoristische Vorträge. Nach Konzertstücken der Kapelle Weller erfolgte durch Herrn Jas- wwsky die Ueberreichung von Auszeichnungen, Die vom Bund deutscher Gastwirte an solches Personal verletzen wurde, das längere Jahre treu im Dienste seiner Herrschaft stand. Es erhielten für mehr als zehnjährige Tätigkeit die goldene Medaille: Katharine Klinkel, 18 Jahre bei Cafetier Hettler, Hermann Schmidt, 15 Jahre bei Gastwirt Elges, Fritz Böhm, 11 Jahre im Hotel Schütz, die (silberne Medaille: Karl Müller, 10 Jahre bei Gast- mrt Elges, W. Bastian, 8 Jahre bei Cafetier Hettler und lch. Hebell für 10jährige Tätigkeit als Vereinsdiener. Ferner ocrhielten Diplome: Marie Niedermeier, bei Gastwirt Fischer, Minna Rückel bei Gastivirt Angermüller in Bellersheim, Christine Jung bei Gastwirt H. Sck)inidt, Amalie Lang bei Tafetier Amend, Gg. Rabenau bei Hcbstreit, Hch. Bender bei (■•5). Schmidt, Will). Stiel bei Hettler, Karl Weichsel bei Hettler, .arl Schmidt bei Hotelier Reitzel und .Hermann Bertels bei wtelier Reitzel. — Den Glanzpunkt des Abends bildete die Aufführung des Winzer-Festspiels unter Leitung der - )erren Jaskowsky und Tanzlehrer Th. Bäulke. Tas Stück ’iit nach einer Idee des verstorbenen Direktors Reinemer- Tarmstadt von Redakteur Windecker verfaßt und stellt einen besuch des Weingottes Bacchus bei dem Gastwirtefest in der TTovinzialhauptstadt (ließen dar. — Nach dem Gesang einiger gemeinsamer Lieder begann der Tanz, der die Fest- ilnehmer noch einige Stunden zusammenhielt.
— Der Riafchmenbauev-Gesangverein feierte an Samstag abend unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen ahntal-Bundesvereine sein 25jähriges Bestehen. Der fest- I ch geschmückte Saal der Turnhalle war bis auf den letzten Tlatz besetzt. Unter den Festgästen bemerkte man Kommerzienrat Heyligenstaedt und Komponist Jean Pauli aus Fechenheim u. a. m. Eingeleitet wurde das Programm durch einen Jestaktus, der gut zur Darstellung kam. In ihm waren ver- c inigt: Sängergruß, Begrüßungsansprache, Prolog, Festrede, T hrung langjähriger Mitglieder, Ueberrcichung einer Fahnen- sshleifc, gestiftet von Frauen und Jungfrauen und zwei Z7ännerchöre von I. Pauli. In der Festrede, die Bureau- i-orsteher Schiffnie übernommen hatte, wurde ein Rückblick auf die Geschichte deS VeremS gegeben und des Koni- ii lerzienrats Heyligenstaedt gedacht, der jederzeit dem Vereine n nt Rat und Tai zur Seite stand. Den Dank statteten ihm b ie Sänger dadurch ab, indem sic ihm den Männerchor , Das treue deutsche Herz" widmeten. Auch gedachte bei Webner des Mitbegründers Wilhelm Klöß, der als einziger be.r Fahne treu geblieben ist. Weiter wurde Herrn Georg Schäfer, der 21 Jahre aktives Mitglied ist, ein Diplom über- v sicht. Die Männerchöre deS festgebenden Vereins, die unter bi.T Leitung des Kapellmeisters F. Weinack zu Gehör gekracht wurden, verrieten gute Schulung und ernteten lebhaften Beifall. Desgleichen die Darbietungen der Vereine p Heiterkeit", „Harmonie" und „Geniütlichkeit", deren Diri- gynten und Sänger es verstanden, sich die Gunst der Zuhörer zin erringen. Der humoristische Teil war gut vertreten durch be:e Aufführung eines urkomischen Gesamtspiels „August kommt". An Stiftungen wurden dem Verein überreicht: von den Frauen und Jungfrauen eine kostbare Fahnen- schleife; von Komponist Pauli drei Lieder eigener Komposition ; vom G.-V. „Heiterkeit" eine herrliche Fahnenschleife; v»m den G.-V. „Liederkranz", „Gemütlichkeit" und „Harmonie" je ein Fahnennagel. Von Marburg entsandte die .Liedertafel" einen Vertreter, der ebenfalls einen Fahnen- iiiigel überbrachte. Ferner gingen Glückwünsche vom Kirchhainer Männergesangverein, „Liedertafel"-Marburg und vom Vmdesvorsitzenden Schneider-Marburg ein. Die Schenk- u:ngen wurden vom 1. Vorsitzenden Staubach mit Dank entgegen genommen. Schon spät war es, als der Ball begann. — Dem Hauptfesttage ging am 6. März ein gut besuchter Hcerrenkommers im Vereinslokal vorauf.
•• Der Tierschutzverein für das Großherzogtum passen hält am 21. April in Dieburg seine Hauptoersamm- i li.ng unter dem Vorsitz des Geh. Oberschulrats Dr. Scheuer- nmnn ab. Als wichtigster Punkt der Tagesordnung gilt der Ertrag des Lehrers Hüllen über das Thema „Was kann der ^L.-hrer für den Tierschutz tun?"
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Die hessische Bauordnung und ihre Aenderung.
Von Paupolizei-Jnspektor H. Steinberger in Darmstadt.
I.
Wenn man die Geschichte der Hochbaugesetzgebung im Groß- Herzogtum Hessen verfolgt, so kann man finden, daß sie ein Bild der Not, der Entwickelung und des wirtickwftlichen Fort- ichrittes darstellt. Das Leben und die Bedürfnisse der Zeit finden in ihr beredten Ausoruck.
Die wirtschaftliche s)cot und die ungünstige politische Lage unseres Vaterlandes vor dem die deutschen Stämine einigenben Kriege des Jahres 1870 war nicht dazu angetan, Unternehm ungs- und Forschergeist zu wecken. »
Die gewaltigen, unserer Nation innewohnenden Mäste schlummerten int Keime, sie kamen nicht zur Entfaltung, die Askese war das Zeichen der damaligen Zeit. So lag auch das Bauwesen fast ganz danieder. Es stand technisch jahrzehntelang auf dem toten Punkt. Dies gilt auch von der Baugesetzgebung, die iid) in den bescheidensten Grenzen bewegte. Erst die Zeit nach dem Jahre 1870 brachte eine wesentliche Aenderung dieser Ver- hältnisse. Das neue Deutsche Reich mit feiner vereinten Macht war ein sicherer Bürge für eine gute Ernte aus wertfchuffender Arbeit. Kraftvolles Leben beginnt unter seinem Schutze neu zu pulsieren, überall regt sich Unternehmungs- und Bauluft. Die Technik schreitet von Erfindung zu Erfindung, das Arbeits^ selb wird größer und größer, „die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus". Tie Grenzen der Gesetzgebung müssen daher erweitert werden, wobei Sorge zu tragen ist, daß die neuen Verhältnisse sich den Kräften des Landes anpassen und'sich nicht überstürzen.
So kamen anfangs der 70 er Jahre die das Bauwesen betreffenden Vorschriften des Reichsstrafgesetzes usw., sowie in Hessen die Spezialgesetzgebung für die Stadterweiterung von Mainz zustande. Auch die.Gewerbeordnung kann der hessischen Baugefetz gebung zugerechnet werden, wenngleich sie anfangs nur für das Gebiet des 'Norddeutschen Bundes bestimmt lvar. Sie hat alsbald nach Gründung des Deutschen Reiches auch in den Süddeutsche>r Staaten Einführung gefunden.
Später, 1881, folgte das Gesetz betreffend die allgemeine Bauordnung, zu der endlich 1882 noch eine Ausfuhrungsver-> ordnung erschien.
Seit dieser Zeit ist int Groß Herzogtum Hessen nichts wesentliches mehr in der Hochbaugesetzgebung geschehen. Ueberblickt man aber die enorme Entwickelung unserer gesamten Lebens- Verhältnisse, so wird man sich in Anbetracht der früheren fchritt- roetfen Anpassung bei Gesetzgebung an die Erfordernisse der Zeit gewiß fragen, ob das int Jahre 1881—1882 letztmalig geschaffene Baurecht den heutigen Verhältnissen nach noch völlig entspricht. Aus dem Umstande, daß in der Langen Zeit seit 1882 nichts mehr int Gebiet der Hochbaugesetzgebung geschehen ist, könnte dies wohl gepilgert werden. Dann hätten aber die schon seil über 10 Jahren laut gewordenen Stimmen, die die Diotwenbigfcit Der Verbesserung der hessischen §>ochbaugesetze bei jeder nur mög lichen Gelegenheit fordern, zu verstummen. Gerade das Gegen teil ist aber der Fall, denn die Bewegung zur Aenderung der Bauordnung ist lebendiger denn je, nachdem die Mängel dieses Gesetzes beim Ausbau der Städte zur vielfach objektiven Tatsache geworden sind.
Nach den Mißstimmungen int Publikum und ben fortgesetzten Bestrebungen zur Herbeiführuitg! einer Aenderung in dar hessischen Hochbaugesetzgebung zu urteilen, kann die allgemeine Bauordnung Den Verhältnissen der Gegenwart unmöglich noch entsprechen Ties gilt auch in Ansehung der eminenten Entwickelung unseres ganzen Lebens, eine Gesetzgebmtg, die in das Gebiet der mensch lichen Arbeit so eingreift, wie die allgenreine Bauordnung und deren Ursprung über 30 Jahre zurückliegt, kann nicht mehr in allen Stücken für heute einwandfrei sein.
Dies wurde auch am Schlußsätze der Thronrede bei Eröffnung des 34. Landtages am 17. Dezember 1908 anerkannt.
Leider fdeinen aber Aussichten auf einen baldigen Abschluß der Reform nicht vorzuliegen.
Tie Reform der allgemeinen Bauordnung im ganzen soll offenbar erst nach Erledigung anderer Gesetzgebungsarbeiten vor- gernommen werden.
Es wäre dies im Wchsten Riaße zu bedauern, die Zeitver- hältnisse fördern dringeud baldigste Aenderung, jedoch sollte hiev bei nicht der Zwang, sondern möglichst Freiheit das Leitmotiv sein
Märkte.
L. Friedberg, 17. März. Bei dem heutigen Schweine- m a r f t c sind die Preise ziemlich hoch gewesen, infolgedessen war fein flotter Geschäslsgang. Auch war der Markt nicht besonders stark b em bren.
Limburg a. d Lahn, 17. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Aialter. Roter Weizen lnassaukscher) 19,00 Ml., weißer Weizen (angebanle Fremdsorten) 17,80 Alk., Korn 13,00 All., Gerste: Flittergerste 10,50 Alk., Brauaersle 0.00-00 Mk., Haier 8.50-0.00 Mk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 7,50-0,00 Mk.
fc. Franks u r i a. AI., 18. Mörz. (!Lelegc. Orig. - Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- v r e i s e. Zum Verkaufe standen: 24 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 1 Bullen, 0 ans Oesterreich, 80 Kühe, Ferien, Stiere und Rinder, 1(,47 Kälber, 194 Schale und Hammel, 1230 Schweine, 11 Ziegen, 53 Ziegenlämmer, 28 Schaflämmer. Bezahlt wurden für >00 Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen: 1. Qualität 75—78 Mk., 2. Qnalilät 66—68 Alk., 3. Qnalilät .'-8—60 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—65, 2. Qual. 58—60: Kühe 1. Qualität 68—70 Alk., 2. Quat. 57—59 Alk., 3. Qual. 47—49 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. dual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 53—57 Psg., 2. Qiialitäl 78—85 Pfg., Lebendgewicht 46-50 Pfg., Schlachtgem 65—68 Psg.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Psg., 2. Qual. 60-64 Psg. Schweine: 1. Qual. 71—00 Ps., Lebendgewlchk 55,5—56,0 Pf., 2. Qual. 70—00 Pf., Lebendgewicht 55,0 — 00,0 Psg., 3. Qnal. 64—69 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pig. Geschält bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gilt, Ueberstand unbedentend.
Grigittal-OraytineLSungen.
Wien, 18. März. Tas Fremdenblatt bespricht an leitender Stelle die russische Note und konstatiert, oaß der Standpunkt der österreichisch-ungarischen Regierung hinsichtlich der Konferenz derselbe ist, den sie bereits mehrfach^ der europäischen Oeffentlichteit kundgegeben hat. — Oesterreich sei einer Konferenz nicht abgeneigt, doch müsse für jeden einzelnen Punkt des Konfc- renzprogrammes eine Formel fixiert werden, für die sich alle Mächte auf dem Wege von Vorverhandlungen einigen könnten, fo daß die glatte Annahme auf der Konferenz- gesichert und die Gefahr von Mcinnngsdifferenzen und da- ourck) entstehenden Komplikationen absolut ausgeschlossen feien.
Paris, 18. März. Der Mattn glaubt mitteilen zu können, daß gewisse Mächte, darunter Frankreich uni>‘ England, die bisher der Belgrader Regierung Rat- ichläge z>ur Mäßigung erteilt haben, neuerdings bei Milo- .vanowitsch interveniert haben und ihm geraten hätten, in der Antwort der Belgrader Negierung die äußerste Grenze der Höflichkeit und des Entgegentommens zu zeigen. Weiter will das Blatt erfahren haben, Oesterreich habe indirekt mitteilen lassen, daß eine Lösung der Differenzen mit Serbien sofort herbeigeführt werden könnte, wenn eine Treibundmacht in Wien namens aller ^ignatarmächte des Berliner Vertrages die Versicherung abgeben würde, daß. oiese entschlossen seien, die Annexion Bosniens und der Herzegowina auf der Konferenz anzuerkennen und daß fest- zeslellt werde, daß Serbien in der Note vom 10. März keinen Widerstand gegen österreichisch-türkische 2lbkommen zeigen wolle.
Petersburg, 18. März. Auf Anfrage des Auswärtigen Amtes erhielten die Dumafilhrer die Anttvort, daß die Situation zwar ernst, daß aber Hoftttiing vorhanden sei, daß die bestehenden politischen Tisferenzen auf friedlichem Wege beigelegt werden würden.
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'essen. Ter ffnifi™- oßherzogium Hessen erläßt i ag zur LandesausschN Tagesordnung lautet: 1.'
der Alzey-Bingener Vrk he und die stinanzresom. - 'Schusses der Dlationol- nndet am Sonntag, ilt. Tie Tagesordnung Ioum: usschusses; die politisch- sterstattcr Abg. Dr. C;r ihlrcchi hessisch-- t Bingerbrück jck iit anderen hessisch» dewnhierliste beantirgs. :um§pariei eine große W - liberalen Stimmen ben Sir, luurbc ddiii KreiÄusschuß ii die nächste ^nfton^, br. s drtz MWW-: bet MtzeüMer Gemeck- LdetvermMngstzmchi, fetz betätigte und W' echt autz der Wahlech^
gesprochen. Es wurden verurteilt: Obersteiger Michaeli Zufatzstrafe von 3 Monaten Zuchthaus, Fahrsteiger Riß zu, 8 Monaten Gef.nignis, vou dene 6 auf die Untenudiungv - hast angerechnet werden, Obersteiger Früh zu 3 Monaten Gesäng" nis, Steiger Huppert zu 2 Monaten Gefängnis, Steiger Prüm zu 2 Mouatcn Gefängnis, Steiger Andres zu 3 Monaten Gefängnis, Steiger Mllingec zu einem Monat Gefängnis, Steiger Sick zu 2 Monaten Gefängnis, Seiger Jmal zu 3 Monaten Gefäugitts, Steiger Floc zu 2 Monaten Ge-
gemacht habe. Sie wollten sich der Scham in der Oeffent- iied)feit erwehren, schnitten ihn ab und legten,ihn ins Bett. Äiich die Anmeldung am Standesamte wurde falsch gemacht.
ist K l e i n - L i n d e u, 17. März Im Bernhcrrdthäuser- fjiof muibe ein Preis schießen veranstaltet. Dabei errangen Preise: 1. G. Neurath (34 Ringe), 2. Karl Nürn- bseger, 3. F. Weigel, 4. K. Nürnberger und 5. Heinr. Kräuter.
= Ruppertsburg, 16. März. Großes Aufsehen Ienregte hier in den letzten Tagen das plötzliche Ab- («b en des 65 Jahre "alten Landwirts H., das am Freitag nachmittag bekaunt wurde. Gestern um 3 Uhr nachmittags sollte die Beerdigung stattfinden, wozu auch schon Locidtragende von. auswärts mit Kränzen ^erschienen waren. Tcie Beerdigung wurde aber in letzter Stunde polizeilich untersagt, weil der Totenbeschauer sowie der Gerichtsarzt ooon Laubach den eingetretenen Tod nicht als natürlich -mierkannteu. .Heute weilte das Großh. Amtsgericht Laubach im Rathause hier und nahm die Angehörigen des Verblichenem, Frau und Sohn, zu Protokoll. Sie gestanden zu, daß • H.. im Wohnzimmer seinem Leben durch Erhäugeu ein Ende
fängifis und Steiger Glasen! zu 2 Monaten Gefängnis: Frau Riß zu 14 Tagen Gefängnis, ferner 13 Bergleute zu Gefängnisstrafen bis zu 10 Tagen. Die Bestechungsgelder, die von den Bergleuten an die Beamten gezahlt wurden, konnten nicht eingezogen werden, da sich die Höhe berfelbcu nicht festftellcn läßt. Die Kosten fallen den Verurteilten zur Last.
Kleine SagcedirouiL
Der auf der Zeche B1 leienbach ansgebrochene Gruben- bvanb nahm eine größere Ausbebmmg an. In olgebessen mußte die Grube am Montag geräumt und unter Wasser gesetzt werden.
E in neue r starker Erdstoß in M e s s i n a brachte gestern viele Tlauerrefte und die Trümmer des Klosters auf dem Heilig- Geist Platze zum Einsturz. In dem Kloster Halle ein Ehevaar und eine alle Iran gehaust. Tas Ehevaar ist lot, die alte Frau icbiner vernnmdcl.
handel und Vcrfcbr,


