Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.
der Regierung in i>cr Schiffahrtsangclcgenheit billigt und Negierung ihr 23 er trauen ausspricht. Ter Grvßwefir dankte das Vertrauensvotum imt> erklärte, das Kabinett werde sich mühen, sich des Vertrauens noch mehr würdig »u erweisen.
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L sich gegen England, den ältesten Jndu,tricstaat, mit Zoll- | mauern ab uno erschwert den englischen Absatz, und gleich.
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Lin vcrlraucnrootnm für die türkische Regierung.
Ebenso schnell wie sie gekommen war, ist bie St-aJincttSfriiiS in der Xüctei überwunden worden. Ter Gvoßivcsir Hal in der LchifjahitSfrage gesiegt, und mu chm triumphier: en bie Engländer, die es wohl verstanden haben werden, ihr Jrueresje mu> ihren (£ui|lufe wahrzunehmen:
Konstantinopel, 13. Tez. Die Kammer setzte heute die Verhandlung über die Anfrage betreffend die S ch i j s a h r t in Mesopotamien fort. *ie oppuutioneilen Uiebner bekämpften bat Zlonzessurnsoeclrag, bürd', den Mesopvtamnn dem engti|d,ait Einfluß ausgclie,ert sei. Nach Langer Aussprad>e nahm die Kammer unter dem Heinz en Widerspruch Der Opposuwn euren Antrag aus Schluß der Debatte an und genehmigte mit 168 gegen 8 Stimmen die von dem Großwesir gebilligte Tagesordnung des Führers der Simgtürfcn, in welcl>er die Kammer den StanbpunEt
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Meüig wachsen die Bereinigten Staaten und Deutschland " zu überlegenen Lonkurrenten heran. Der englijchen Jn- " dustrie geht es infolgedessen von Jahr zu Jahr schlechter.
Viückstänoig und alt, wie sie geworden ist, verliert sie ein | Absatzgebiet nach dem andern. Eine unbehagliche Stimmung ‘ hat such Leswegen weiter Kreise der Bevölkerung bemächtigt, und aus oieser beruht auch die deutschseinoliche Ge- mnung. Sie ist mehr Augst als Haß. Die englischen 'uberaien wollen ihr lianb gegen die militärische Invasion chützen, bewüligen riesige Summen für die maritime üü|tung, und zu Deren Leanng sino, solange die Einnahmen aus dem Schutzzoll fehlen, unerträgliche Steuerlasten not- Denhig. Der Freihandel ist also auch hier, wie überall, em sehr schlechtes Jinanzshstem. Er überbürdet die pro» duktiven Volksschichten, ohne die Wareninvajion zu ver- , ijinrern. Die ooftrinären Freihändler haben einen Budgetvorschlag gemacht, der in seinen nationalölonomischen
Aushebung des Oberhauses ist gar nicht zu denken. Dazu ist das englische öotE viel zu konservativ und zu stolz auf seine Traditionen. Will man das Oberhaus reformieren, was gewiß natyeliegt, so wird man feinen Einfluß nicht schwächen, sondern noch stärken. Wahrscheinlich fallen die Neuwahlen ganz anders aus, als man auf dem Kontinent erwartet. Hinter dem Oberhause stehen die blitzenden Klassen. Die Arbeiterpartei aber, deren Einfluß immer größer wird, denkt an ihren nächstliegenden Vorteil, treibt reine Lohnpolitik und ist für die Versicherungsge,etzgebuiig nach deutschem Vorbild gewonnen. Auch dazu gehören riesige Summen, die allein Reichszölle aujbringen tonnen. Agrarzölle kommen für England nicht mehr in Frage, und für Jndustriezölle sind ja auch bei uns manche Sozialisten zu haben. Wir Deutschen haben allerdings ein großes Jntereste daran, daß in England der Freit/andelsgedanke siegreich bleibt. Aber je offenkundiger wir mit den britischen Fccilsändlern chmpalhisteren, desto stutziger machen wir die britischen Politiker, und desto mehr erleichtern wir ben Konservativen ihre Arbeit.
Kleines FentUcson.
— Gräberfunde. Bei den Ausgrabungen im Ostbaken von Frankfurt, bei denen feslgesteüt wurde, daß sich in btejei b egend schon 2000 Jatzre v. Ehr. eine größere Ansiedelung beiunben hat, wurde letzt eine Anzahl Stein setzgräder aut- icbedL Alan sand eine größere Anzahl Skelett- und Brandaraber mü zum Teil sehr gut erhaltenen Urnen, Tellern und schmuck- ducken. Unter diesen war em besonders hervorragende» etud, namlid) eine Kette aus 32 geschnittenen und verzierten Lternen mu einem Anhänger in Herz'or in. Es wurde auch, wie das ,B. -t. mhieill, em sehr rnerkivurdiges Grab ausgedeckt, das offenbar von einem Häuptling der Ansiedlung herrnhrt. In der oberen ect)idu Durde em Gerivpe, etwa einen Meter tieter meutere Brandgraber eeiunben. In einem dieser Graber land man eine kunstvolt gear- beueie Urne, die au« einer Drehscheibe hergeiicllt sein muß. Tie tiaie wies kunstvolle Verzierungen von Sternkorpern mit -^chweuen aui. Außerdem wurden noch zahlreiche iLchmuclgegen,lande tetunben. _ „ _ _ , , . , . . .
— Adolf Glaser. Am lo. Dezember feiert in einer »oeiten Heimatstadt Rom Adolf Glasn, der un literarischen Leben TeulMands früher- eine namhaite 2rolle gewtclt hat, den dl). Kcdurtstag. Als KulturgcschichtSschreiber, wie als Dramatiker md Lyriker hat Glaier manches WcrwoNe geästen — >ein Jiama „Galileo Galilei" sei hier genannt, das Dingelstedt löab M'führte —, weit bekannter aber ist er als erster verausgeoec und langjähriger Leüer von „Westermanns Monatsheften ge- i-orden. Was Deutschland zwischen lÜoO und Ibü) an üutendcn Gelehrten und Schriftstellern beiatz, war ur dieftn blättern berieten, und auch später, als die neue literarische Belegung einsetztc, verschloß Glaser den Neuauskommetiden. setzt reist schon längst Anerkannten seine Zeitschrift nicht. Gab^iistc Reuter, Helene Bühlau, -Otto Brahm, baut Schlentl)er, ^»trn bie und viele andere kamen durch Adolf~?ror;„ Leine Vaterstadt war Wiesbaden von 18ob bis 18b9 Übte er in Lraunschweig, dann in Berlin. Seit einer Reihe von ^aln-.n hat er sein Amt niedergelegt, um ein schönes otium cum Dignrtatv ou jenießen. Er verbringt seinen stillen Lebensabend lerocil» zu einem Teil des Jahres in Freiburg i. Br., zum anderen in der ewigen Stadt, die ihn sein ganzes Leben hindurch mächtig an» l-iogen |aL ücrbiente Abfertigung Aus Rom wird ms geschrieben: In Arco hat man bekanntlich längst dem be» tilhmten Sohne dieser Stadt, dem unerreichten Äkaler der Geoirgs- rLt des Engadin, Giovanni Segantini, ein 2/enrmaL erridMt._ c» &U nicht fehlen können, baß italienische Irredentisten sich über bie dem „italienischen" Meister durch 2eui| d>-Leuerreuper er» Vicsenen Ehren wie über einen natioruuen. Uebergrin Iwan ver- ttleichs die Anrempelungen und Verdächtigungen der deutschen
• Im einzelnen wird noch berichtet:
Im Verlaufe der heutigen Kammersitzung erklärte L u t f i it Fikri, die Regierung sei zur Vorlage des Vertrages betreffend die Schiffahrt üt Mesopotamien verpflichtet. Söenn sie in der sZusion der englischen m.t der ottomaniichen Gejelifd-ajl politische. Vorteile sehe, müsse sie diese Vorteile der Kammer auseinander» setzen. Ter Araber Talib betonte ebenialls den poliliscl-err Charakter der Frage und sagte, die engliscl>e Regierung verfolg« in Mesopotamien mehr politische als nnrtschajtliche Z.ele. Dec Abg. Riza fragte, weshalb die Bewerbungen anderer, ein» heimiscl^r und au^cartiger Gesellschaften nicht geprüft nwroen icien und erbat Aufklärung über die Aeußerung des Großwesirs, daß die Regierung gezwungen gewesen sei, auf die Fusion mit der englijchen GeseUichait einzugehen. Der Großwes ir erwiderte, er habe nur gc-iagt, die bugierung halte diese Fu,ion für vorteilhaft für die Landesinteressen.
Nach Annahme des Vertraucnsootums ermächtigte die Kammer die Regierung, bi5 zur Ausgroeitung eines Diesbezüglid-en Gojetzentwurfcs, Konzessionen, dre dem Staate keine sinairziellen Verpilichtungcn aujerlegten, ohne die Genehmigung des Parla- meius zu verleihen, einschließlich der Konzes,wn an die Lynch- Gesellschaft, falls diese die von der Regierung gestellten Bedingungen annehmr.
Konstantinopel, 13. Dez. Dem „Tanin" zufolge sind gestern in Adana 25 Personen wegen Mitschuld an den Maijakres hingerichtct worden.
ihr hetgestel.tcr Reprodullionen herausgege^eii. Das Verzciä-nis enthält kleine Abbildungen der in der Wiedergabe ersckx'inenden Gemälde mit Angabe d« Größe, der Preise und Angebot ge- ichmactvoller Rahnum. So Eami man sür verhältnismäßig wenig Geld sich gediegenen künstlerischen WandjäMuck anschajjcn. Arnold Bo eckt in erschmnt z. B. in der Wiedergabe seiner in Leipzig hängenden ,Lnjel der Toten" und des populären „(Sremiicn" ber die Berliner Nattenalgalerie ziert. Tie wundervolle tforbcniiininunig, die ernst tagenden Felsen unD Pappeln, mit dem düsteren Wctterhimmel und der Einfahrt auf dem leise trän beuten, spiegelklaien Wasser, aucS i|t in der Wiedergabe praclstvoll gelungen. Ein stolzes Werk des Verlages Trowitzsch ist auch Die W lebet gäbe des bekanntem in Der Berliner Nat iviial-- gaiecie hängenden Werkes von Aböls v. Menzel: „König Fried- cichs LL Ta, eirunde in Sanssouci". Hier tritt die große Sorgfalt und Leistungsfähig Hit in der Wiedergabe auch Ideineriger, scharf gesehener EinzelstücLe fast noch mehr hervor. Tre Meuzelsche Kmist ist hier nicht unwürdig behandelt worben; in dec Treue des Originals erscheinen die chistvtl,ä)eu Gestalten mit dem fprechenden Aufdruck und die Bestandteile der Lasel, die Einrichtung des Saales m.t dem Blick auf die Scl>loßterrajse. lind auch hier die feilte Farbciumtiung vom preußischen Vlau des ftiderizianiic.,en tiiocle» ois zum gedämmten Licht, das durch d.e geim-ldte Sajide dringt! Tie Wtebergote mitzi 521/2x62V* cm. An interessanten Wiedergaben find u. a. noch zu nennen: Jatob van Ruaidael „Flußland,chast mit Muh.e" und — von dcmseloen 'Meister — „Der Waiseriall", daneben hüdichc Lanüjäraiten von F. .lbautero, Jul. Bergmann, Müller^uurzivelly, Paul Meyer- heim Von Rajael jinb vertreten die 'Madonna Della <xbia und die Madviuia di &m Sislo. —t—
— Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. .Kreuzigung', ein dreiakliges Drama von Alexander Zinn, erlebte bei seiner Erstaufführung ini Stultgarler Ho>- 1 Deal er bei vorzüglicher Tarstellung einen fiarten Erfolg. Tie Kritik verhäli sich ableynend. — Im Kömglicheii Schaujpielhauje zu Berti n siiidel Die Erstauffübrimg von Hermann Luder- m q n n 5 Lchaujpiel ,6 t r a 11 D f i n ö e r* unter der Leitung Tr. laut Umbaus bestimmt am 21. Tezember statt. — Ter Lciiar Der Stadl Hamburg beantragte bet Der Burgerfcha-t die Be- milhgimg einer Beihil'e von zehntausend Alark für Die Witwe Detlev v. Liliencrons. — Anstelle des verstorbenen tufsljchen Ehemilets Mendeleje wurde Pros. Hoben» bürg-Breslau zum korrespondierenden Mitgliede der Aka- Demie der Wissen,chaitcn zu Paris gewählt. — Aus den einge- gangenen 64 Entwütsen zu einem Cichendorsf-Denkuial un Scheitniger Park in Breslau krönte der Ausschuß 3 und zwar Kraumann-Franksurt, Eduard Albrechp-Lteglttz, Gberhard irute-Wilmersdorj.
Die politische Krifts in England.
Don Professor Dr. jur. et phil. M. Sie enter.
Wir mad)en vielfach ben Fehler, englische Verhältnisse durch eine kontinentale Brille anzusehen, obgleich solche Vergleiche ganz utibranchbar sind. Wer die Naturgeschichte l'deS britischen Kulturvolks nicht studiert hat, Land und ■ Leute nicht aus eigener Anschauung kennt und nicht bei allen politischen Betrachtungen auch den nationalökonomischen Maßstab anlegt, der wird das britische Wesen nie erfassen. Man darf nie außer acht lassen, daß das englische Volt mit seiner kaufmännischen Veranlagung und nüchternen Realpolitik eine politische Reife in allen seinen Teilen Leigt, von denen mir uns in Deutschland kaum eine rechte Vorstellung machen können. DaL zeigte sich frühzeitig aus dem Gebiete der Arbeiterfrage, wo man den Doktrinarismus ganH ctusgeschattet hat. Ebenso kühl und Verstandes» mäjjig behandelt man in Großbritannien handelspolitische und linanzpolitische Dinge. Unsere deutsche Presse n?ill uns vorredeu, der gegenwärtige Kamps zwischen dem Oberhaus und dem Unterl)auS habe ähnliche Ursachen und Ziele, wie bie Gegnerscl-ajl unserer Koniervativen gegen bmj Liberalismus und den Fürsten Bulow, dem nicyt mit Ünrecht liberale Neigungen nachgesagt wurden. Die Tories seien |„ylorian»bEÜDer", wie unsere Großagrarier, während sich * her breiten Masse des englischen Boltes demokratische Dtim-
Grunolaaen vollständig verfehlt ist. Das Oberhaus wußte sehr wohl, was es tat, als es dieses Budget ablehnte, und war politisch klug genug, diese Ablehnung nicht etwa damit zu begründen, daß es die gleichen verfassungsmäßigen Rechte verlangte wie das Haus der Gemeinen, sondern damit, in so schwerwiegenden Fragen müsse Zuerst an die Wählerschaft appelliert werden. T-amit haben ftch die Lords die erforderliche konstitutionelle Dectung vecschasst. In dem bevorstehenden Wahllampse, der an Heftigkeit wohl mit keinem früheren verglichen werden kann, wird es sich zeigen, ob diese Taktik der Lords richtig war oder nicht.
Man vergleicht bei uns in Deutschland das englische Oberhaus mit unseren ersten Kammern. Ticse Aehnlichleit ist nur eine sehr oberflächliche. Die britischen Peers werden in Wirklichkeit auf Vorschlag der Minister in das Oberhaus berufen, und im Oberhaus spielen nicht die erblichen und befestigten Großgrundbesitzer, sondern die Bank», Hmidel- unb Jndustrielocds, also Die füljcenben Kapiialmächte, bie ausschlaggebende Nolle. Nicht eine verknöcherte Aristokratie, sondern höchst moderne Klaf,en geben dort den Ton an. Sie nennen sich zwar „konservativ", sind aber moderner und reformlustiger als die Liberalen mit ihren abgegriffenen und verbrauchten Jreihandelsargumenten. Und wie siehi Denn die britische Wählerschaft, von der der Ausgang des Wahlkampfes abhängt, aus? Tas englische Wahlrecht ist mit unjerm Reichstagswahlrecht bei Leibe nicht zu verwechseln. Es ist mit der Zeit -war demolratischer geworden. Tie Arbeiter • haben, wenn auch spät, ihr Wahlrecht berommen; aber das Schwergewicht liegt immer noch bei den bejitzenden Klassen. S^e w.sfen, wo jie der Schuh drückt, und dcu> wußten auch die aufsäs.igen Lords sehr gut. Die Chamberlainsche Idee des britischen Imperiums hat von Jahr zu Jahr an Anhang gewonnen. Der Reichszollgedanke, der ein Zollreich, bas England und seine Kolonien umfaßt, vorschlägt, beschäftigt seit Jahren alle Gemüter. Er eröffnet nicht nur neue handelspoftusche Perspektiven, sondern auch staatswirtfchaftliche. Die Scl)utz- zolle werden auch Finanzzölle sein, und auf diesem Wege wird man durch indirekte Abgaben den enorm gestiegenen Geldbedarf des Staats viel des,er und bequemer decken können, als durch die über Gebühr angezogene direkte Steuerschraube. Wenn die Konservativen des Unter- und Oberhauses mit solchen Wahlparolen vor die Wähler treten, so werden sie nicht als feudale Reaktionäre, sondern als 'Männer des Fortschritts und der gefunden Reform begrüßt werden. Die polnische Phrase ist in England wenig zugkräftig. Dazu ist man politisch zu reif und kritisch. Was aber bie Arbeiterschaft anbetcisfl, bie vorläufig noch für den Freihandel schwärmt, so ist jie von dem brU^chen Individualismus längst abgerückt. Wenn man den Industriearbeitern klar macht, daß allein der Protettiontsmus sie vor Verarmung schütze, wenn man ihnen auseinandersetzt, daß die zunehmende Arbeitslosigkeit die Folge einer verst hcken und vcralteten Handelspolitik sei, wenn man sie überzeugt, daß der Widerstand des Unternehmertums gegen Lohnverbesserungen nur daher komme, daß der industrielle Absatz stocke und die mörderische Konkurrenz des Auslandes immer mehr zunehme, dann wird man auch den Glauben an den alleinseligmachenden Freihandel erfchüttetn können. Damit fällt aber auch das freihändlerische Budget der radikalen Heißsporne vom Schlage eines Lloyd George und eines Winston Churchill. Diese Enner mögen noch io ost in großen Volksversammlungen und in Bankettreden bie Lvrbs verspotten. Wer zuletzt lacht, lacht am besten! An eine
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Gäste am tiarbaieej ereifert haben. Mana-c sind |o roeit gegangen. Die deidicbfeii vvn Aroa cuä eine Dem Jtolienerrum angetane Beleidigung zu tefranDeüt und Den Sohn des Gefeierten mil Schmutz zu bewerfen, weil er beim ß'eiQnahle einen Trintipruch au? Den Soifer Franz Joseph ausgebraast hat. Tec Angegriffene Dat an Das römische „Gioinale D Italia" eine Entgegnung gerichtet, die zugleich eine unanfechtbare tatsächliche J)lid)tig|Lellung und eine scharfe ZureclwoeiimiZ aller Derjenigen Saxnnpatrioten in Italien enthält, bie ben großen Maler bei Lebzeiten jein Brot haben in Oester rcicy futpen lau en, um jeßt Die Ajciierreidjer zu beleidig en, weil sie ihn unter chce muuonalcn ZierDen redpicn. Gvllardo Segantini idjreibt: m
„Sehr geehrter verr Chesrcdarteur! Mit Bezug aus euren Artikel Ihres Blattes ersuche ich Sie um Ausnahme folgender weniger Zeilen. Zur Teilnal-me an der Enthüllung- Des Denkmals nvemes Vaters in Arco eingelaöen, mußte ich ju meinem gcaben Befremden sehen, baß man ui Sudtirol Die leiten)d)ü|ißloje, ganj Dem JDealen hingegeoene Person meines Vaters witzbrauchte, uni irreDentistische Kundgebungen vom Zaune zu bced/en. Aus Höflichkeit und Ritterlichkeü und auf bie Gejahr hui, eine un.eine östecreichfeinbl<d)e Demonstration hervorzuruien, braaste ich den Trinkjpi-ud) auf ben Lantesherrn aus, benen Regierung bie erste war, die offiziell und feierlich den,ganz uno gar lateinischen Genius Segantinis anerkannte. Für mich als ben Sohn war es nicht nur anuänbig, sondern eine Pflicht, der Nation und bem Monarcycn em Wort der Erkenntlichkeu zu widmen, die ohne Rückhalt Du- Größe meinus Vaters ancnxuint hatten, nxiljraiD sie Dicie mu allen, eurem Kurtur.raale zur Versügung stehenden MüteiN, wie Dem Antaue der Werke für Die Nationalgalerie und den iveil ver- treiteten Veröffenrlidsurigen des Kultus- und llnterrichtsministe- riums aud) den anderen Ländern befaniti machten. Ich halte es für Pflicht jedes Gebildeten, die Naliorien zu aasten, iwildx die Gwßen ehren, denn es ist ein offen kundiges Zeichen twn Geiitrung. Mit vorzüglicher Hochachtung usw." ,
syian braudü nicht jo wou zu geyen, nnt der auf nationale Würde haUeudcrl Florenrurer „Voce" die obigen Worte für „Ohrsei ,en und Anipeiunsen" zu halten, „die eine Nation wie^Italien lüg gefallen lassen muß, ohne zu mucksen, iveü der Lüsrerüer ijunbeitmal Reckst hat"; aber man Darf mü Ecnugurung ie[t|teilen, Daß Die Prahlhan.e unD Aurcmpler, Die natürlid? nie D.n Mund und Den Beutel auigeran Hao en, so lange Italien sich ein Wert Segantinis Hütte sichern tonnen, gebuyrend auf Den Mund gc- iclstagen worden sind.
— Künstlerische farbige Wiedergaben von Meisterwerken tommen setzt m rechni,ch so DULtcnbcten Ausführungen cui den Mart-., daß gerade vor dem Feste Daran erinnert werten verdient. Tie Kuuitanstaü Trowitzsch u. Sohn (.Frankfurt a. d. O.) hat ein reichhaUige^DZerzeichn's solcher von
r vtungen benüichtigt hätten. Dieser Gedankengang ist zwar nicht ganz unrichtig, aber doch recht schief. Unserer einheimischen Presse paßt es eben momentan sehr gut in den Lram, die englische und deutsche politische Situation in eine Parallele zu stellen. Man spricht von dem Sturz des Oberhauses, von revubliianischen Reformen und von einer Abrechnung mit bem englischen Junkertum. Das l'inb alles tolle Uebertrerbungen und arge Ungereimtheiten.
Dem gegenwärtigen Kampfe liegt allerdings primär die fzincmzresorm zugrunde, aber hinter chr steyt eine ganz andere Frage, bie um vieles wichtiger ist, nämlich bie Abcehr vom Freihandel und die dumit verbundene imperialistifche L $bec. Ter Brite wird nur solange Freihändler sein, als Hon &S'U dabei seine Industrie und feinSsancel gedeiheir. Seit Jahren er J tann man bie Wahrnehmung machen, daß Großbritannien I tarn Freihandelsdogma abrückt. Die ganze Welt schließt stück
Nr- 293 / 7 f Erstes Blatt 159. Jahrgang DienStag 14. Dezember 1909
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Innatsme von Lnzeige« V I 6 M n. Land" und.Gencins-
bis vo'rnnttaA"s'uhn Rofafion$brtt(f trab Verlag der BrühPscheu Univ.-Vuch- und Zteivdruckerei B. Lange. BedaMon, Expedition und vruckerek: 5chu!stratze 7. A^^'qemest^'H.^D^ck.


